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„Mach, was du willst“ – Meine Erlebnisse als Hooters Girl in Bochum

Ein tief ausgeschnittenes weißes Shirt, orange Hot-Pants, Sneakers und Glanzstrumpfhose. Nach dem Umziehen erkenne ich mich kaum im Spiegel. Ich möchte die Hot-Pants etwas nach unten zupfen - dafür sind sie aber zu eng. Ich trage die Hooters Uniform. Die Haare offen, Kniestrümpfe auf den Knöcheln und eine Geldtasche zwischen den Beinen. Ich will in dieser Uniform arbeiten. In einem dieser Schnellrestaurants aus den Staaten, in denen es zum Burger tiefe Ausschnitte gibt.

Fotos: Thorsten Schraven

Tanja ist eine Kollegin von mir. Sie ist erfahren. Tanja trägt die gleiche Kleidung wie ich. Nur hat sie über ihrem hautengen Shirt eine knappe Jacke gezogen. Der Reißverschluss ist offen. Sie fragt mich, ob ich einen Kulturbeutel dabeihabe. Meine Schminke taugt nichts, meint Tanja. Sie holt ihre eigenen Sachen. Mit einem schwarzen Eyeliner zieht sie dicken Linien auf meine Augenlider, dann trägt sie großzügig Wimperntusche auf. Tanja geht einen Schritt zurück. „Jetzt siehst du besser aus“, sagt sie. Tanja weiß, dass es hier um die Optik geht, mit der man Geld verdient. Es muss sexy sein.

Mir wird gesagt, ich soll strahlen, wenn Gäste reinkommen, „Welcome to Hooters“ sagen und dabei lachen. Einer der ersten Gäste, die ich sehe, ist ein vollbärtiger Mann mit hängendem Bierbauch und grauem, schütterem Haar. Eine Kollegin setzt sich zu ihm an den Tisch, sie ist Mitte zwanzig. Sie spielt mit der Fernbedienung des TV, lacht, schaltet auf den Sportkanal. „Habt ihr Hunger?“, sagt sie. „Was darf es zum Essen sein? Einen Burger vielleicht?“ Jetzt schaut sie mich an: „Olga, wonach fragt man beim Burger?“ „Welche Soße möchten Sie?“, rate ich. Meine Kollegin schüttelt den Kopf: „Mit welchem Salat möchtet Ihr Euren Burger?“ Meine Kollegin hat lange, schwarze Haare, einen vollen Mund und große Brüste. Sie kommt aus Lateinamerika. Sie bekommt viel Trinkgeld. Die alten Männer schauen ihr in den Ausschnitt.

Die Kette Hooters expandiert derzeit in Deutschland. Es gibt Hooters-Filialen in Neukirchen, Bochum und Düsseldorf. In den kommenden Wochen werden in Berlin und Frankfurt neue Läden eröffnet. Das Konzept stammt aus Florida. Hier begann die Burger-Geschichte 1983 im Küstenörtchen Clearwater, der Heimat von Beachgirls und Hot-Pants. Seither wurden weltweit über 400 Shops eingeweiht. Ich arbeite in Bochum.

Auf der Karte steht klassisches Fastfood: Chicken Wings, Hot Dog, Burger. Ich bin die Bedienung, ich bin die Entertainerin. Als Hooters Girl kann ich machen, was ich will, heißt es bei der Einweisung. Ich soll mit den Gästen spielen. Ich soll flirten, ich soll nur auf eines aufpassen: Ich soll nicht „zu schlampenmässig rüberkommen.“ Das hat meine Hooters-Trainerin zu mir gesagt. Es geht um Spaß. Alles soll ganz easy sein. Wenn ich Spaß habe, hat auch der Gast Spaß, heißt es. Und wenn der Gast Spaß hat, dann kriege auch ich am Ende Trinkgeld. „Hast Du noch Fragen?“, werde ich gefragt. Eigentlich nicht.

Später am Abend ruft mich der Barkeeper an die Theke. Ein Gast will ein Foto mit mir machen. Ich muss zustimmen. Der Gast ist Mitte vierzig, sein Gesicht solariumbraun, eine Fitnessstudiofigur. Er hat mich den ganzen Abend schon angesehen. Ein Hooters Girl ist immer für ein Foto zu haben, heißt es. Ich stelle mich neben den Gast und strahle in die Kamera. Plötzlich packt der Kerl meine Hüfte. Er zieht mich ran. Ich schlage auf seine Hand. Er lässt ab. Später sagt eine Kollegin zu mir: „Es gibt Gäste, die glauben, wenn wir in Hot-Pants vor ihnen herlaufen, können sie uns für alles haben.“ Ich zittere immer noch, irgendwie fühle ich seine Hand an meiner Taille.

Ein tief ausgeschnittenes weißes Shirt, orange Hot-Pants, Sneakers und Glanzstrumpfhose. Nach dem Umziehen erkenne ich mich kaum im Spiegel. Ich möchte die Hot-Pants etwas nach unten zupfen – dafür sind sie aber zu eng. Ich trage die Hooters Uniform. Die Haare offen, Kniestrümpfe auf den Knöcheln und eine Geldtasche zwischen den Beinen. Ich will in dieser Uniform arbeiten. In einem dieser Schnellrestaurants aus den Staaten, in denen es zum Burger tiefe Ausschnitte gibt.

Fotos: Thorsten Schraven

Tanja ist eine Kollegin von mir. Sie ist erfahren. Tanja trägt die gleiche Kleidung wie ich. Nur hat sie über ihrem hautengen Shirt eine knappe Jacke gezogen. Der Reißverschluss ist offen. Sie fragt mich, ob ich einen Kulturbeutel dabeihabe. Meine Schminke taugt nichts, meint Tanja. Sie holt ihre eigenen Sachen. Mit einem schwarzen Eyeliner zieht sie dicken Linien auf meine Augenlider, dann trägt sie großzügig Wimperntusche auf. Tanja geht einen Schritt zurück. „Jetzt siehst du besser aus“, sagt sie. Tanja weiß, dass es hier um die Optik geht, mit der man Geld verdient. Es muss sexy sein.

Mir wird gesagt, ich soll strahlen, wenn Gäste reinkommen, „Welcome to Hooters“ sagen und dabei lachen. Einer der ersten Gäste, die ich sehe, ist ein vollbärtiger Mann mit hängendem Bierbauch und grauem, schütterem Haar. Eine Kollegin setzt sich zu ihm an den Tisch, sie ist Mitte zwanzig. Sie spielt mit der Fernbedienung des TV, lacht, schaltet auf den Sportkanal. „Habt ihr Hunger?“, sagt sie. „Was darf es zum Essen sein? Einen Burger vielleicht?“ Jetzt schaut sie mich an: „Olga, wonach fragt man beim Burger?“ „Welche Soße möchten Sie?“, rate ich. Meine Kollegin schüttelt den Kopf: „Mit welchem Salat möchtet Ihr Euren Burger?“ Meine Kollegin hat lange, schwarze Haare, einen vollen Mund und große Brüste. Sie kommt aus Lateinamerika. Sie bekommt viel Trinkgeld. Die alten Männer schauen ihr in den Ausschnitt.

Die Kette Hooters expandiert derzeit in Deutschland. Es gibt Hooters-Filialen in Neukirchen, Bochum und Düsseldorf. In den kommenden Wochen werden in Berlin und Frankfurt neue Läden eröffnet. Das Konzept stammt aus Florida. Hier begann die Burger-Geschichte 1983 im Küstenörtchen Clearwater, der Heimat von Beachgirls und Hot-Pants. Seither wurden weltweit über 400 Shops eingeweiht. Ich arbeite in Bochum.

Auf der Karte steht klassisches Fastfood: Chicken Wings, Hot Dog, Burger. Ich bin die Bedienung, ich bin die Entertainerin. Als Hooters Girl kann ich machen, was ich will, heißt es bei der Einweisung. Ich soll mit den Gästen spielen. Ich soll flirten, ich soll nur auf eines aufpassen: Ich soll nicht „zu schlampenmässig rüberkommen.“ Das hat meine Hooters-Trainerin zu mir gesagt. Es geht um Spaß. Alles soll ganz easy sein. Wenn ich Spaß habe, hat auch der Gast Spaß, heißt es. Und wenn der Gast Spaß hat, dann kriege auch ich am Ende Trinkgeld. „Hast Du noch Fragen?“, werde ich gefragt. Eigentlich nicht.

Später am Abend ruft mich der Barkeeper an die Theke. Ein Gast will ein Foto mit mir machen. Ich muss zustimmen. Der Gast ist Mitte vierzig, sein Gesicht solariumbraun, eine Fitnessstudiofigur. Er hat mich den ganzen Abend schon angesehen. Ein Hooters Girl ist immer für ein Foto zu haben, heißt es. Ich stelle mich neben den Gast und strahle in die Kamera. Plötzlich packt der Kerl meine Hüfte. Er zieht mich ran. Ich schlage auf seine Hand. Er lässt ab. Später sagt eine Kollegin zu mir: „Es gibt Gäste, die glauben, wenn wir in Hot-Pants vor ihnen herlaufen, können sie uns für alles haben.“ Ich zittere immer noch, irgendwie fühle ich seine Hand an meiner Taille.

Drei Jungs haben sich an einen Tisch in der Ecke verzogen. Als ich sie frage, was sie trinken wollen, werden sie rot. „Was studiert ihr denn?“, frage ich. Als Kellnerin hab ich verstanden: Jungs wollen wie Männer behandelt werden und die Alten wollen 30 Jahre jünger sein. Auf jeden Fall wollen alle mit mir flirten. Jeder erhofft sich dabei etwas mehr hinter meinem Lächeln. Hofft, dass sich dahinter etwas verbirgt, etwas persönliches, privates, intimes. Etwas nur für ihn. „Wir sind noch Schüler“, sagen die drei Jungs. Sie sind aus Mühlheim mit der Bahn bis nach Bochum gefahren, um einmal Hooters Mädchen zu sehen. Als sie ihr Bier bestellen wollen, fangen die Jungs an zu lachen. „Entschuldigung“, stammeln sie verlegen. Sie sind gespannt. Sie warten, dass etwas passiert. So als säßen sie in einer verruchte Kneipe. In einem Lokal in dem sie etwas zu sehen kriegen, was sie noch nie gesehen haben. Aber Hooters ist wie eine Stripteasebar ohne Striptease. Klinisch sauberer Sex-Appeal, der selbst im Bibel-Belt der Vereinigten Staaten legal ist. Ich habe Hot-Pants an. Ich lächele. Mehr gibt es nicht.

Ein paar Männer kommen rein. Bier wird aus Eimern ausgeschüttet, die 1,5-Liter-Pitcher heißen. Ein Mann sticht heraus. Er ist Ende 20. Er hat gegelte Haare, einen dunkelbraunen Anzug und eine Krawatte. Er sagt: „Ich habe heute mein Studium beendet. Jetzt wird gesoffen. Ich bin ein Scheiß-Jurist.“ Eine Kellnerin lacht. „Na dann, Prost, Jungs.“ Während ich weitergehe, spüre ich wie die Blicke meinen engen Hosen folgen.

Es gibt auch Frauen hier. Ich bringe ihnen das Bier. Ich bringe ihnen die Burger. Die Stimmung ist kalt. „Die Pommes haben wir nicht bestellt.“ Die Frau schaut dabei an mir vorbei, so als würde sie sich für mich schämen.

Irgendwie wusste auch ich damals im November nicht, wo ich hin sehen soll. Als ich das erste Mal in Bochum in einer Hooters-Bar war. Die Kneipe wirkte auf den ersten Blick wie eine finnische Sauna, helle, glattgebürstete Holzwänden, glänzende Tische, Surferbretter an der Wand und Mädchen in zu kurzen Shorts. Ich habe mich gefragt, was die Frauen dazu bringt, hier zu arbeiten? Macht das Spaß? Ich will wissen, was sich hinter der blanken Fassade verbirgt.

Ein paar Tage später habe ich mich bei Hooters online beworben. Zwei Monaten später klingelte mein Handy: „Hast Du Zeit?“ 6,30 Euro gibt es in der Stunde, dazu Trinkgeld.

Meine Kollegin Tanja erzählt mir, dass sie am vergangenen Samstag fast zweihundert Euro verdient hat. Das ist viel. Tanja will später studieren und spart nun ein wenig Geld. „Ty govorisch po-russki?“ fragt sie mich, ob ich Russisch kann. „Da“, antworte ich überrascht, "Ja". Tanja spricht akzentfreies Deutsch und ich hätte nicht erwartet, dass sie Russisch spricht. Die meisten Kellnerinnen kommen aus dem Ausland. Manchmal kann man sich was nebenher verdienen, erfahren ich. Noch etwas wenig mehr als das Trinkgeld.

An der Theke sitzt ein Stammgast. Niko heißt er. Ich habe ihn während meiner letzten Schicht kennen gelernt. Niko sieht nicht alt aus. Er ist vielleicht Mitte dreißig. Niko trägt einen Anzug und trinkt Kaffee. Vor ihm liegt ein Notizblock. „Bist du traurig?“ frage ich. Niko ist überrascht: „Ich? Nein. Ich bin verträumt….“ „Wovon träumst du denn?“ „Von Tanja“, sagt er dann. „Sie ist wunderschön“. Niko holt eine Kamera heraus. Darauf hat er Fotos von Tanja gespeichert. Einige von ihnen sind Aktaufnahmen. Eines ist mir im Gedächtnis geblieben. Tanja blickt starr in die Kamera. Über ihren nackten Brüsten hängen Stahlketten wie ein Tuch. Niko hat die Fotos von einer Internet-Seite herunter geladen. Dort verkauft Tanja ihre Fotos. Niko sieht sich das Ketten-Bild weiter an und sagt: „Ich darf bald ein Foto-Shooting mit Tanja machen. Sie ist ein perfektes Model“.

Tanja hat mir erzählt, dass sie als Kind nach Deutschland kam und hier einen Realschulabschluss gemacht hat. Jetzt ist sie 20 Jahre alt und muss sich allein durchschlagen. Auch andere Männer fotografieren sie.

Wenn ich morgen hier aufhöre, gehe ich zurück an die Uni. Tanja arbeitet weiter bei Hooters.

* Alle Namen sind geändert.

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15 Kommentare zu “„Mach, was du willst“ – Meine Erlebnisse als Hooters Girl in Bochum

  • #1
    Babel

    ja dann muss man da nich arbeiten iss doch klar das es immer sabberne männer gibt die mal was versuchen…

  • #2
  • #3
    doug

    Wenn es regnet wird man nass. Sehe ich genau wie Babal. Trotzdem ist es eklig von diesen Kerlen dort den Mädchen auf den Arsch zu fassen.

    Interessant was sich dort alles hinter der Fassade des Fritten- und Titten-Konzepts, also unter der Gürtellinie (Foto-Shooting, Privat-Telefonnummer) abspielt.

  • #4
    Barbara Underberg

    Hooters ist wie Playboy mit Bikinioberteil. Auf der amerikanischen Seite (http://www.hooters.com/home.aspx) sieht man Miss Hooters-Wahlen, eine Zeitschrift, Kalender, DVDs usw.. Die weiblichen Objekte und die männliche Zielgruppe passen prima zusammen. Und Herr Hooter lacht sich vermutlich jeden Tag in den Schlaf, nachdem er sein Geld gezählt hat.

  • #5
    Andreas

    Hallo Olga,

    ganz starker Bericht!

    Verkaufen wir uns nicht alle? Irgendwie? Da dachte ich: „Bei rotem Licht ist es noch am ehrlichsten“ und hab mich entschieden, mal meine gesammelten Grafik-Entwürfe zum Thema „Herz“ an den Mann bringen ? die hab ich dann im „Blauen Engel“ präsentiert. Mit dem Geschäftsführer an der Bar ?nen Kaffee getrunken, während die Stripperin an der Stange ihre Runden drehte ?

    Der Geschäftsführer erklärte: „Visitenkarten geht gar nicht. Die findet dann die Ehefrau und ?“

    Bei hooters gibt es Visitenkarten?

  • #6
    Pen

    Nicht schlampenmäßig? Ich dachte das sei das Konzept? Zieh den Mädchen wenig an, damit die Kerle was zu glotzen haben und der Laden voll ist. Sex sells in ganz besonders wenig perfide.

  • #7
    Silke

    Dabei gibt es im Dreieck seit eh und je ein paar Kneipen, in denen Angrabschen lassen ausdrücklich zum „Stellenprofil“ der Bedienungen gehört …

  • #8
    Michael Kolb

    Hooters, dort wo die Eule dicke Augen bekommt…

    Der Artikel ist schön geschrieben auch wenn er sich so liest, als würde sich der Laden in der Gußstahlstraße befinden und nicht auf der eher harmlosen Malle-Hypothenuse des Bermuda-Dreiecks.
    Wer sich grundsätzlich wundert, daß mit diesem Konzept Geld verdient werden kann, der hat das männliche Wesen nicht verstanden. Hooters, das ist trash, den man am besten mit trash erklärt. Hier also zur Einstimmung ein Clip…

    http://www.youtube.com/watch?v=4LSkTYkIp7I

    Zur Erklärung, der Film, dessen Szene an dritter Stelle der Dinge kommt, die Jungs mögen ist „Der Mann aus San Fernando“, 1978, mit Clint Eastwood.

    Mal ganz abgesehen davon, daß im Hooters eine „Erotik“ vermittelt wird, so ziemlich das sterilste und unnatürlichste darstellt, was ich mir auf diesem Gebiet vorstellen kann, frage ich mich, warum der Artikel so geschrieben ist, daß er vom Leser „automatisch“ in rotes Licht getaucht und der Laden in diese Ecke geschoben wird. Übrigens liest sich der abschließende Satz nicht so, als Ginge es nicht um einen ziemlich langweiligen Betrieb der Systemgastronomie, sondern eher um die Kinder vom Bahnhof Zoo.

    Ob die Uniform nun geschmachssicher ist, darüber kann man streiten, ich müsste mir noch mal alte Miami-Vice Folgen ansehen (endlich habe ich dafür eine Entschuldigung), interessant finde ich jedoch, wenn man Wikipedia glauben darf, daß sie im Laufe der Jahre sogar entschärft worden ist. Im gleichen Artikel findet sich auch ein Hinweis, daß es tatsächlich in den Staaten wohl Typen gegeben hat, die gegen den Laden wegen Diskriminierung verklagt haben, weil nur weibliche Bedienungen eingestellt werden.

    Wie schon gesagt, der Laden ist trash. Den gibt es nicht nur im amerikanischen Fernsehen, sondern auch hier, leider ist er nicht so gut auf youtube dokumentiert und konserviert. Was das makeup angeht, es gab/gibt auf Vox eine Sendung, in der Leute dabei vorgeführt werden, wie sie auswandern. Da trat ein Mädel auf, welches uuuuuunbedingt in den amerikanischen Playboy wollte und den job bei Hooters als Sprungbrett ansah. Gezeigt wurden Szenen ihres Praktikums hier in Bochum… wie auch immer, neben einigen grundsätzlichen Verständnisschwierigkeiten gab ihr dickes makeup den Ausschlag für die Absage, sie würde nicht dem Typ des „all american girls“ entsprechen… tscha… Schlampigkeit ist irgendwie also kein notwendiges Kriterium. Wer Lust hat, kann ja mal nach dem Mädel googleln 😉

    Bier aus Eimern… Die einzig fiese Eigenschaft des Pitcher ist, leckeres Bier in kürzester Zeit zu kohlensäurearmer Plörre zu verwandeln! Wenn sich fünf Jungs also so ein traditionelles Gefäß (ohne den Zusatz: keep’em commin) bestellen, dann ist das für jeden gerade mal ein Bier, war vor zehn Jahren „hier“ neu, ist aber ein alter Hut und ich verstehe nicht, warum man mit der Bezeichnung „Eimer“ eine Assoziation zum Sangria-Plastik-Strohhalm-Eimer herstellt.

    Die Tipperei macht Durst! Der Laden ist langweilig, da gehe ich doch lieber jetzt shoppen… bis gleich!

  • #9
    "Tanja" ;)

    Hallo Olga

    Ein wirklich interessanter Bericht!
    Bin jedoch etwas enttäuscht, weil er irgendwie düster rüberkommt; nach dem Motto „was hinter der Fassade steckt“.
    Hätte dir gerne viel mehr Infos gegeben, wärst du nicht so schnell wieder weg gewesen und hättest du gesagt, dass du für einen Bericht recherchierst.
    Hooters macht wirklich riesig Spaß! Leider ist Hootersgirl kein Beruf fürs Leben, allerdings gibt das Unternehmen viele Perspektiven; z.B. einige Mädels mit denen ich vorher zusammen gearbeitet habe, sind in der Management Ausbildung in verschiedenen Stores und haben somit schon einen gesicherten Arbeitsplatz. Wenn man fleißig ist, wird man zu Eröffnungen mitgenommen (auch internationalen). Ich durfte bei dem Neujahresempfang in Berlin dabei sein, Promis kennenlernen usw. Ich habe viele Freundschaften geschlossen, weil man mit vielen gleichaltrigen Mädels zusammenarbeitet.
    Ich muss mir von den Gästen nichts gefallen lassen- und ich bin auch noch nie doof angepackt worden! -Die Frage ist einfach wie man sich gibt und wie man rüberkommt. Klar werde ich jeden Tag nach der Telefonnummer gefragt- meine Antwort: „Die steht auf der Speisekarte (deute auf die Adresszeile und Restaurantrufnummer)- kannst mich jeden Tag ab 18Uhr erreichen! ;)“ Ich kann den ganzen Tag Seilchenspringen, Hulahup drehen, Liedchen singen und werde dafür bezahlt!
    Klar gibt es Tage an denen es einem privat nicht sonderlich gut geht und man nicht den ganzen Tag lächeln möchte; wie bei jedem anderen Job muss man aber auch hier seine Probleme einfach hinter der Tür lassen.
    Im Großen und Ganzen freue ich mich aber jeden Tag aufs neue auf meinen Job. Nächstes Jahr werde ich mein Abi nachholen und danach studieren. -das Hooters ganz zu verlassen hab ich aber nicht vor!
    Hooters makes you happy! 😉
    Hoffe es geht dir gut, Olga! -Vielleicht läuft man sich ja noch mal über den Weg!

    Lieben Gruß

    „Tanja“

    P.S. und der dicke Lidstrich stand dir wirklich super!

  • #10
    Barbara Biesiada

    Hallo,
    aus meine Erfahrung kann ich nur sagen dass das Thema Hooters seit langer Zeit ein Streit Thema in meiner Beziehung ist.
    Mein Partner findet Hooters- Mädchen klasse, die Atmosphäre angenehm, das Essen lecker und die Brüste auch.
    Mir tut das ganze nur weh und die Mädels kann ich nicht verstehen- fürs Geld muss man doch nicht alles machen.
    Ich finde diesen Artikel sehr interessant, ehrlich und nicht bewertend. Das man nach dem Lesen ein komisches Gefühl bekommt zeigt nur das sich in unsere Seele was rührt.
    Danke Olga

  • #11
    Anne Sofie

    Hi Olga,

    ein toller Bericht, klasse geschrieben, auch von mir vielen dank dafür. Ich war noch nie in einem hooters restaurant, doch in meiner Stadt wird bald eins eröffnet und ich finde das Konzept eher bedenklich. Gute Stimmung, Spaß … das hört sich alles toll an, aber wenn man schon auf „sexy“ macht, warum dann nicht auch sexy Kerle einstellen? Ich glaube, wenn es ebenfalls hooter guys gäbe, käme ich mit dem Laden viel besser klar. So fühle ich mich bei dem Gedanken an das Restaurant nicht gerade gut. Es ist einfach doch irgendwo unfair den Frauen gegenüber. Meine Meinung.

  • #12
    Fido

    Ein schönes Beispiel für typisch deutsche Dämlichkeit!

    Es ist einmal öfter erstaunlich, wie blöd deutsche Menschen, die tief unten in ihren kleinen tiefen Suppentellern leben, scheinbar wirklich sind…

    Sieht Mann (Neandertaler in moderner, oder wenigstens vermeintlich moderner Kleidung) eine scheinbar leicht verpackte Titte, dann holt er die Pompfe raus und will die freundliche oder eigentlich standardmäßig eher nicht freundliche, aber immerhin tödlich arrogante Eigentümerin damit umhauen und sie an ihren langen Haaren (leider sind sie oft gar nicht so lang, weil sich ein sardistischer Friseur austoben durfte und einen total bescheuerten Selbstverwirklichungskurzhaarschnitt in Kombination mit einer, oder vorzugsweise mit mehreren total dämlich aussehenden und planlos über den Kopf der leider oft genug dusseligen und regelmässig begrenzt attraktiven Damen, Alten oder Perle verteilten Farben anbringen durfte, was ihn bei ihrem Verlassen seines Salons derart lachen ließ, dass sein in der Folge freundliches Gesicht, den Anschein tatsächlicher Begegnungsfreunde in seinem nächsten Opfer weckte) in seine Höhle schleifen um sie in vollständiger geistiger Abwesenheit unter Anderem zu befruchten.

    Dazu ist das Hooters eigentlich nicht da! Es ist eigentlich ein „Family Restaurant“, in dem regelmäßig Kindergeburtstage gefeiert werden; jedenfalls in dem Land, in dem das Hooters erfunden wurde. Natürlich freuen sich auch dort die Väter der feiernden Kinder darauf, den Hooters Girls auf ihre, teilweise durch sehr wirksame und stark stützende Glanzstrumpfhosen auf ein fast unmöglich geglaubtes Maximum getunten, weiblichen Attribute zu schauen, aber das tun sie in jeder Kneipe, bei jeder Kellnerin und bei jedem weiblichen Gast sowieso und „blickvögeln“ jede Liese, die sie sehen und die sie bei entsprechendem Alkoholpegel gern zur Lotterliese werden lassen. Jede Olga, Verzeihung bitte, jede Kellnerin in jeder Kneipe erlebt das allabendlich, denn sie tut das, was sich handelsübliche Männer wünschen – sie bringt das Bier, ist vorzugsweise nett und, wenn’s nicht die eigene Notlösung zu Hause ist, neben der man täglich aufzuwachen verurteilt ist, auch noch schön anzusehen, sei es nun echt oder nicht. Es geht nicht um echt, sondern darum, sich zu bemühen, was leider, allerdings bei beiden Geschlechtern, im Alltag auf der Strecke bleibt.

    Genau darum geht’s doch… dem Alltag zu entfliehen, der Realität aus eigentlich langweiligen, arroganten, selbstverliebten und in Wirklichkeit (das ist dort, wo durch einen Kuss aus einem Frosch weder ein Prinz, noch eine Prinzessin wird, sondern kalte, schleimige und abstossend ekelige Lippen) auch nicht tatsächlich schönen Menschen. Wenigstens teilweise schöne Männer werden da sein, wo schöne, bzw. schön erscheinende Olgas bzw. Frauen sind. Schlau sind dann die willigen Liesen, die sich in der Nähe der Hooters Girls aufhalten und sich so in die Lage versetzen, zwar nicht erwünscht zu sein, aber versehentlich trotzdem weggevögelt zu werden. Hier wäre dann die möglichst große Nähe zu den Hooters Girls supersinnvoll, denn so können sie sich in Szene setzen und werden von den erwünschten Zuchtmännern gesehen und nach ein paar Pitchern Bier auch gewünscht.

    Es geht doch eigentlich nur um’s Vögeln, um’s Geld und darum, Geld zu vervögeln, oder etwa nicht?

    Trotzdem alles Gute und allen Hooters den größt möglichen Erfolg.

    Schön anzusehende Bedienungen, die supernett und strahlend, möglicherweise nicht erstklassiges Essen servieren, sind dofch gut. Würde dasselbe Essen zu Hause mit gleichem Eifer serviert, dann würde ich das Hooters möglicherweise gar nicht kennen…

  • #13
    Hugo

    Ich geh auch gleich ins Hooters.
    Erst will ich lecker essen und dann will ich ficken.
    Das ist während der Happy Hour im Preis inbegriffen!

  • #14
    Alfonso

    Der Artikel ist etwas 08/15. Ja, Talent zum schreiben hat sie. Aber ich hoffe sie wird noch etwas kreativer im Stil. Ich lese eher eine typische gesellschaftskritik über verrohende verhältnisse usw.

    Fakt ist:

    1. viele attraktive Frauen versuchen mit ihrer Attraktivität Geld zu machen. Nicht weil sie bettelarm sind, sondern weil sie es können und sich noch gerne extras leisten wollen. Das ist schon bei den „normalen“ Bedienungen so, mit tiefem Ausschnitt und geht bis zu sexy oder feminin gekleideten Karrierefrau, die auch mal ihren Charme beim Chef oder Kollegen spielen lässt.

    2. Die Männer die dort Essen wollen sicher auch Kucken oder flirten. Ist wohl klar.

    3. Ziehen die Girls dort sich kaum was anderes an als viele Mädchen die sich der gegenwärtigen Mode entsprechend im Sommer (und Winter!) kleiden: knappe Jeans mit Nylons und enge Tops.

    4. Der Griff an die Hüfte ist wohl lächerlich, bei jedem Foto mit sexy Hostessen bei Produktshows(Spielebranche) wird einem die Hand von den Mädchen selbst an die Hüfte gelegt. Besonders wenn der Mann schüchtern ist. Selbst bei Standarttänzen gehärt der Hüftgriff dazu. Daran ist nichts machohaftes oder grapschendes.

    5. ist der harmlose kleine flirt mit attraktiven frauen im dienstleistungsgewerbe, egal wie subtil, teil des jobs.

    Hooters macht das was viele frauen auch so schon tun (trinkgeld auschnitt, sexy kleidung) zum system. den frauen gehts gut, weil sie gut verdienen, den mänern gehts gut weil sie sich nett behandelt werden, und manchen gefällt sicher die amiatmosphäre.

  • #15
    Chica

    Ich arbeite auch bei hooters, zwar in der schweiz, aber so n grossen unterschied kann das ja wohl nicht machen. Ich wurde während der arbeit noch nie betatscht, oder auf tieferem niveau angebaggert als wenn ich privat in jeans und pulli unterwegs bin. Dass männer gerne kucken ist bekannt, und hooters ist immerhin ehrlich genug, um ganz offiziell damit geld zu machen! Keine meiner mitarbeiterinnen ist irgendwie bemitleidenswert, billig, oder nebenbei noch in einem einschlägigeren gewerbe tätig, sondern es sind stolze, fröhliche frauen, denen ihr job spass macht. Es ist sicher nicht für jede das richtige, in einer hootersfiliale zu arbeiten, aber das ist noch lange kein grund, um es als eine erniedrigende tätigkeit darzustellen!

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