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NRW: Gesundheitsministerin Steffens findet Naturwissenschaften anmaßend

Ich weiß, schon wieder was über eine Grüne: NRW Gesundheitsministerin Barbara Steffens glaubt nicht nur an Homöopathie, sondern hält die Naturwissenschaften auch  noch für anmaßend. Jemand mit diesen Ansichten und solch offenbar beschränkten intellektuellen Fähigkeiten trägt in NRW, dem Bundesland mit den meisten Einwohnern, die Verantwortung für die Gesundheitspolitik. Dabei ist es nicht einmal so erschreckend, das Steffens so denkt – die Grünen kommen aus einer geistigen Tradition, die  eine konservative und spirituelle Reaktion auf die Moderne darstellt  und damit genuin autoritär und reaktionär ist –  erschreckend ist vielmehr, dass eine SPD geführte Landesregierung so jemanden auf solch einer Position duldet. Mehr dazu auf Scienceblogs.

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30 Kommentare zu “NRW: Gesundheitsministerin Steffens findet Naturwissenschaften anmaßend

  • #1
    Jochen Hoff

    Na das ist ein Laurin wie ich ihn kenne. Hart und gnadenlos verunglimpft er den politischen Gegner. Natürlich im Zeichen der Aufklärung und der Wissenschaft.

    Nur mal so kurz zur Erinnerung. Wir tolerieren auch Poltiker die an den Teufel glauben, den Leib ihres Gottes aufessen, sein Blut trinken und seiner Mutter unterstellen eine unbefleckte Empfängnis von einem heiligen Geist gehabt zu haben. Da ist der Aberglaube an ein bisschen Wasser doch eher ein kleineres Übel.

    Ich halte übrigens Homopathie für ausgemachten Blödsinn und glaube eher an die Selbstheilungskräfte. Dumm nur das ich mir bei einem Pferd mit gebrochenem Bein und einem Hund nun wirklich nicht erklären kann wie die mitbekommen konnten dass sie derartige „Mittel“ bekamen und dann einfach gesund wurden.

    Nein, ich glaube nicht dass es an den Mittelchen lag, aber ich halte es damit wie bei anderen Glauben auch. Sollen sie nach ihrer Fasson seelig werden.

  • #2
    NoHistory

    Jeder soll selber entscheiden, wie er sich kuriert und auf welchen Methoden er vertraut, wenn er im entscheidungsfähigen Alter ist.

    Statt die Wirksamkeit von Medikamenten verstärkt wissenschaflich prüfen zu lassen, scheint sich hier eine Richtung in Sachen „Glauben“ zu verselbständigen. Dabei sind zum Teil enorme Summen im Spiel und viele Geräte, Mittel etc. sind eine Gelddruckmaschine. Ich denke jetzt an Erdstrahlen etc.

    Wenn das so weiter geht, wird man bald auch offiziell den Dr. hexenkunst etc. an NRW-Universitäten erwerben können.

    Bald hilft wirklich nur noch ein Auswandern.

  • #3
    Jochen Hoff

    #2 Ohne Geschichte

    Ein Doktortitel in Sorabistik oder Onomastik ist doch ebenso erlaubt. Warum also nicht Hexenkunst. Es gibt ja auch Volkswirtschaft und Theologie. Auch nicht besonder sinnvoll.

    Für Medikamente und Therapien aller Art, bedarf es einer Positivliste. Der Rest darf jederzeit auf eigene Rechnung eingesetzt werden. Ich bin gegen anständige Entlohnung jederzeit bereit einen Regentanz zu veranstalten. Wie erfolgreich ich bin sieht man an diesem Sommer.

  • #4
  • #5
  • #6
    corax

    Dann gibts ja bald endlich wieder Coca-Cola in den praktischen 0,33l Blechbüchsen in NRW zu kaufen.

    Die grüne Ministerin Steffens scheint ja keine Vorbehalte mehr gegen Zucker in kleinen Dosen zu haben.

    mfg 😉

  • #7
    TuxDerPinguin

    ich möchte ja nicht meckern oder so. Und es ist sicher richtig den komischen Glauben der Frau S. aufzuzeigen. Aber was genau ist jetzt neu?
    Schon in den vorherigen Artikeln wurde sie so zitiert, dass sie Naturwissenschaften anmaßend findet oder so ähnlich, die die Wirkung von Homoöpathie als nicht über Placebo-Effekt hinausgehend ansehen…

    Ein Glaube an Homoöpathie geht ja einher damit, dass man wissenschaftlichen Studien die Anmaßung unterstellt. Sonst wäre der Glaube besiegt.

    Genau wie es schon Religiöse gab, die fanden, dass Wissenschaft anmaßend ist, weil es kein Platz mehr für Gott ließ. Wenn man alles weiß, kann man nicht mehr was anderes glauben. Es sei denn, man spricht dem Wissen bzw. der Wissenschaft ab, sich in einem Themengebiet äußern zu dürfen.

    Das witzige ist, Steffens bedient sich derselben Strategie wie Klimawandel-Leugner: „das ist doch alles viel zu kompliziert, als dass das so ne Wissenschaft verstehen kann“.

    Als Volkspartei der Akademiker wird diese Frau jedenfalls viele Stimmen vergraulen, wenn sie ihren persönlichen Glauben auch politisch umsetzen will.

  • #8
    Cowli

    Also bitte Herr Hoff..
    Theologie mit spirituellen Überzeugungen gleich zu setzen stellt sich mir dann doch als kindisch und antiintellektuell dar. Vielleicht ist es aber auch ihr bescheuerter Gestus des witzelnden vergleichenden Literaturwissenschaftlers, der meint, dass alles auf diesem Planeten bereits gesagt ist. Beide Eindrücke sind wahrscheinlich wahr. Warum alles den gleichen Wert hat, haben Sie schon palavert: „Sollen sie nach ihrer Fasson seelig werden.“
    Mit der Aufklärung ist das eigentlich so eine Sache, aber Sie predigen ja Toleranz. Gratulation.

  • #9
    Jochen Hoff

    @Cowli #8

    http://de.wikipedia.org/wiki/Theologie

    Theologie beschäfttigt sich mit der spirituellen Überzeung von der Existens eines Gottes. Oder sehe ich da etwas falsch. Allerdings dürften wohl sehr viel weniger Menschen durch eine Fehlbehandlung mit Homöopathie getötet worden, als durch den Glauben an einen alleinseeligmachenden Gott. Deshalb ist Theologie auch die deutlich gefährlichere Verwirrung des Geistes.

  • #10
    der, der auszog

    Jochen Hoff kommt aus seinem Systemmedien-Denksystem einfach nicht mehr heraus, was mitunter so dermaßen irritiert, dass man als Leser ganz automatisch erst einmal nachschaut, ob ein Artikel auch wirklich von Stefan ist, wenn ein Kommentar mit ´na das ist ein Laurin so wie ich ihn kenne´, ´Typisch Stefan Laurin´, ´mal wieder ein echter Laurin´ usw. beginnen. Und in der Tat, mehr davon auf Sciencebook…

  • #11
    Jochen Hoff

    @10 Der, der auszog um ohne Namen zu lästern

    Meine Großmutter, eine kluge Frau pflegte immer zu sagen: „Nur getroffene Hunde schreien auf!“ Wer sich also über den Begriff Systemmedien, den ich hier gar nicht verwandt habe, aufregt, der muss wohl tief getroffen sein. Mein Großvater pflegte des öfteren mal die Frage zu stellen: „Liegt auf der Treppe und lügt! Was ist das?“ und beantwortete sich die Frage selbst schenkelschlagend „Die Zeitung!“ und las sie trotzdem weiter, weil die Wahrheit eben manchmal zwischen den Zeilen steht.

    Heute bin ich selber alt, habe jahrelang Zeitung gelesen und lese auch heute noch in breiter Front die Onlineausgaben. Gerade im Feedreader fällt auf, das bestimmte Themen, auch ohne jeden tagespolitischen Bezug praktisch zeitgleich von allen Medien wie auf Kommando gebracht werden. Das könnte man ja noch durch gemeinsame Datenquellen wie Pressedienste erklären, aber das dann ausnahmslos alle in die gleiche Richtung gegen die arbeitenden Menschen, die Arbeitslosen und die sozial Schwachen schreiben, ist schon merkwürdig. Ich nenne diese Medien deshalb Systemmedien, weil sie sich gegen jede positive Veränderung für die Menschen stellen und nur daran arbeiten die Superreichen noch reicher zu machen.

    Bitte die Medien leben von der Werbung und wer die Musik bezahlt, der bestimmt auch welches Stück gespielt wird. Aber das Phänomen ist in Deutschland einfach zu deutlich.

    Egal ob in Österreich, der Schweiz, in England oder Frankreich und in den USA herrscht auch bei den werbefinanzierten Medien eine deutlich breitere Streuung der Meinungen. Ich vermute mal, dass es an unserer deutschen Untertanenmentalität liegt, die Journalisten in einer Art vorauseilendem Gehorsam dazu bringt, dass zu schreiben, von dem sie glauben, dass es von ihnen erwartet wrid.

    Übringes um eines klar zu machen. Wir Blogger sind da nicht unbedingt besser. Wenn ich auf die Quote, also auf die Leserzahlen meiner Artikel schaue, dann fange auch ich ganz schnell an meinen Lesern nach dem Mund zu schreiben, deshalb sehe ich nie nach. Aber schön das mir der Ausgezogene die Möglichkeit bot, das Thema hier aufzugreifen.

  • #12
    torsten

    @#7: „Steffens bedient sich derselben Strategie wie Klimawandel-Leugner“

    Das würde erklären, warum Stefan Laurin sich immer wieder ihr zuwendet. 😉

  • #13
    King Ghidorahn

    @Torsten

    Wesensnahe ziehen sich halt an 😉

    Ist aber wirklich schon witzig das Laurin hier die Steffens wieder (zurecht) vorknüpft und eine Reaktionäre nennt wegen ihren kurden Wissenschaftsbegriff, gleichzeitig aber zu einer Hochgeschwindigkeitsempörungsmaschine (Ja ich bin stolz auf dieses Wort ;)) ala Roth verkommt wenn das Bundesumwelt… Verzeihung, natürlich die Reichsumweltkammer, böswillig diese anmaßenden Naturwissenschaften benutzt um Blödsinn Blödsinn zu nennen.
    Da muss man Cranks schon zur Seite stehen, verständlich.

    Aber ohne das, wäre es ja nicht Lustig, und das er anders kann beweist er auch immer wieder.

  • #14
    Puck

    @Jochen Hoff

    Es ist kein Problem, wenn jemand der Meinung ist, daß es mehr Dinge zwischen Himmel und Erde gibt als die Wissenschaft, selbst wenn es sich dabei um die Ministerin für Gesundheit handelt. Wenn wenn sich die Ministerin für Gesundheit allerdings dezidiert wissenschaftsfeindlich äußert, ist das etwas völlig anderes und durchaus besorgniserregend.

    Ihre Vorbehalte gegen Religion, insbesondere die christliche scheint Ihnen unsympathisch zu sein, in allen Ehren. Ich selbst bin auch nicht religiös, aber von Natur aus auch skeptisch gegenüber Zeitgenossen, die sich einen schlanken Fuß machen, indem sie sich einerseits antiklerikal geben, andererseits aber auch tolerant – vorausgesetzt, Zauberei und Hexenkult wird auf die gleiche Stufe gestellt (ich bin übrigens ein bißchen enttäuscht, daß Sie die Astrologie gar nicht erwähnen…).
    Religion hat mehr Leute auf dem Gewissen, als Homöopathie? Kann schon sein. Was mich bei dieser simplen Rechnung allerdings irritiert ist die Tatsache, daß z. B. die Nazis sich nicht nur ausgesprochen antichristlich präsentierten, sondern auch esotherischen Disziplinen aller Art äußerst zugetan waren. Und wie viele Leute die auf dem Gewissen haben, ist ja wohl bekannt.
    Das ist allerdings nur eine Fußnote. Viel signifikanter ist, daß die größten Verbrechen in Deutschalnd nicht aus einer antiklerikalen Ideologie heraus begangen wurden, sondern aus einer Ablehnung der Auflkärung heraus, in einer Tradition, die Vernunft und Logik für Teufelszeug hält.

    Die Sache ist also äußerst verzwickt.
    So verzwickt, daß man höllisch aufpassen muß, Toleranz nicht mit Indifferenz zu verwechseln, was Nebenwirkungen haben könnte, die die Gefahren der Schulmedizin weit übertreffen.

  • #15
    Cowli

    @ #9 Jochen Hoff

    Darauf heruntergebrochen haben Sie recht. Nur impliziert ein spiritulles Denksystem eine Unzahl an äußeren Einflüssen sowie widerstreitenden inneren Richtungen; nein damit sind nicht verschiedene Konfessionen innerhalb einer Glaubensrichtung zu verstehen. Antiintellektuell auch deshalb, weil es freilich unmöglich ist spirituell-anarchistische Neigungen in ein derartiges Gewicht für die Gedankenentwicklung bis hin zur Aufklärung wie die Theologie zu bringen. Eigentlich interessant ist schließlich nicht die Präferenz zur praktischen Anwendung von entweder a oder b, sondern interessant ist welche Ideologien sich so zusammentun, warum sie dies tun und auf welche Weise.
    Da Sie ja schon wieder auf die praktischen Folgen verwiesen haben und sich mal wieder nicht auf den Inhalt des Gegenstandes konzentrieren konnten, werde ich Ihnen auch in Bezug auf Ihren letzten Satz widersprechen müssen. Sie biegen sich einen Standpunkt zurecht und ein Standpunkt ist das Gegenteil einer Analyse. So etwas ist bequem und ist vielleicht erheiternd, aber liegt die Wahrheit nunmal im Wein und nicht auf der Hand. Sämtliche Gedankengänge von Ihnen sind auf Aktion ausgerichtet. Selbst Ihre eigene Existenz verbraten Sie in einem Zivilgesellschaftsgestus: Sie sind eher so gegen die etablierten Spirituellen, weil da sterben Menschen.
    Die Theologie heutzutage ist vielleicht eine Verwirrung des Geistes, ja, aber Sie, sehr geehrter Herr Hoff, Sie sind mit Sicherheit der Tod eines Geistes im emphatischen Sinne.

  • #16
    Arnold Voss

    @ Puck

    Ja, die Sache ist verzwickt. Die Nazis waren nicht areligiös, geschweige denn atheistisch. Hitler war sein Leben lang Katholik und in der SS durfte Niemand Mitglied sein der nicht an Gott glaubt. Jedem Soldaten der Wehrmacht war Gott sogar ins Koppelschloss eingraviert.“Gott mit uns“ hieß es dort.

  • #17
    Jochen Hoff

    @ Puck

    Arnold Voss hat es ja schon gesagt. Die Nazis waren religiös und im Bereich Esoterik unter den größten Spinnern. Wer sich mal mit der SS beschäftigt hat – ich hatte guten Grund das mal zu tun – der weiß wie krass das war. Vielleicht schreibe ich bei Gelegenheit mal ein Buch zu diesem Thema, aber egal.

    Wichtiger ist die Frage ob die Dame wissenschaftsfeindlich ist. Nein, das ist sie natürlich nicht. Sie benutzt Wissenschaft einfach wie es jeder normale Bürger tut. Die Wissenschaft die in ihr Denkschema passt ist richtig, jede andere falsch. („Huhu Herr Laurin und das Klima“)

    Das ist ein typisches menschliches Defizit. Wir müssten uns angewöhnen können sämtliche wissenschaftlichen Aussagen als http://de.wikipedia.org/wiki/Theorem Theoreme im mathematischen Sinne zu begreifen und es demnach zulassen können, dass unser Denkgebäude eben nicht ins wackeln kommt, nur weil uns ein kleiner Stein wegbricht.

    Ich bin persönlich fest davon überzeugt, dass der Verbrauch an fossilien Energien und einige der von uns geschaffenen Chemikalien Einfluss auf das Klima haben und wir deshalb da gegensteuern müssen. Aber meine Überzeugung beruht zwar auf einigen wissenschaftlichen Erkenntnissen, ist aber trotzdem nur eine persönliche Überzeugung, die ich als Theorem in mein Weltbild eingebaut habe und die damit meine Art zu leben beeinflusst.

    Sollte sich meine Überzeugung irgendwann als falsch herausstellen, habe ich vielleicht auf etwas Komfort völlig umsonst verzichtet und ein paar Andere auch um diesen Komfprt gebracht. Aber damit kann ich dann leben. Im umgekehrten Fall könnte ich viele Leben unnötig gefährdet haben und das könnte ich mir nie verzeihen.

    Es ist schwierig in einer Welt zu leben die immer absolute Gewissheit will, in der aber die wenigsten Menschen in der Lage sind ihre eigenen Handlungen für mehr als einen Tag vorauszusagen.

  • #18
    Jochen Hoff

    #15 Cowli

    Ach ja lieber Cowli, sie haben recht. Ich bin ein empathieloser Nichtintellektueller, der sich nur dem Praktischen zuneigt. Das liegt vermutlich an meiner bäuerlichen Herkunft.

    Es gibt eben kein spirituelles Denksystem. http://de.wikipedia.org/wiki/Spiritualit%C3%A4t Spiritualität im spezifisch religiösen Sinn steht dann auch immer für die Vorstellung einer geistigen Verbindung zum Transzendenten, dem Jenseits oder der Unendlichkeit und ich gehe noch weiter und bezweifle das es Spirualität außerhalb eines wie auch immer gearteten Jenseitsbezuges gar nicht gibt. Das ist ja auch gar nicht schlimm. Wer die Frage stellt ob es einen Gott gibt hat damit schon bewiesen dass er einen braucht und soll auch einen haben.

    Da wo sie mit einem eher halbgaren Denksystem die Erklärung des Unerklärbaren vollziehen wollen und jedem Andersdenkenden böses unterstellen ist in Wirklichkeit eine willkürliche Zusammenballung von Gedankenfetzen, die eben nicht geistvoll und auch nicht strukturierbar sind sondern vor allem aus archaischen Ängsten und einer allgemeinen Lebensfurcht gespeist werden. Wenn sie so wollen ist Angst die Mutter ihrer Spiritualität.

    Ein Standpunkt ist natürlich nicht das Gegenteil einer Analyse. Ein Standpunkt kann erst nach einer gründlichen Analyse erreicht werden, weil ein Standpunkt natürlich auch eine brauchbare Beweiskette benötigt. Beweiskette- nicht die Wahrheit.

    Übrigens ist Emphatie http://de.wikipedia.org/wiki/Empathie nicht einem anderen blindlings in ein abstruses und als falsch erkanntes Gedankenbild zu folgen, sondern ihm oder ihr immer wieder die Hand hinzuhalten um ein Entkommen aus diesem Gefängnis zu ermöglichen. Meine Warnung vor derartigen Kreisen beruht nämlich unter anderem darauf, dass ich weit genug in ihnen war um auch heute noch zu erschrecken.

  • #19
    der, der auszog

    Mein Hinweis auf den von Ihnen hier an anderer Stelle schon mehrfach verwendeten Begriff „Systemmedien“ ist dem Umstand geschuldet, dass ich in den Kommentaren, die sie hier zu verschiedenen Themen von sich geben, eine innere Logik vermute, zumal sie in der Regel immer mit denselben Phrase beginnen, wie ich unter #10 bereits angedeutet habe. Hätte ich gewusst, dass sie meine Bemerkung als Anlass nehmen, das Stichwort „Systemmedien“ erneut aufzugreifen um es ein weiteres mal ausführlich durch zu kauen und darüber hinaus auch ihre Familiensaga zum besten geben, hätte ich mir meinen Kommentar wahrscheinlich gekniffen.

    Wieso Sie sich darüber echauffieren, dass ich hier nicht mit meinem richtigen Namen sondern unter Pseudonym kommentiere, lasse ich nicht gelten, denn meinen richtigen Namen habe ich Ihnen bereits genannt, als ich Ihnen an anderer Stelle Antisemitismus und Antizionismus vorgeworfen habe. Das ist noch keine drei Wochen her, Herr Hoff und wenn sie meine Kritik an Ihrer Person bis zum Schluss gelesen hätten, wüssten sie auch wie ich heiße. Schauen sie einfach nochmal rein in meinen Kommentar #17 unter folgendem Link, denn da steht er, exclusiv für Sie:
    http://www.ruhrbarone.de/laumann-in-der-oeko-logik-falle/

    Als drittes, aber das nur am Rande: Ich rege mich über sie nicht auf, wie Sie mir in ihrem Kommentar unterstellen. Ich lache über Sie, weniger, weil ich Sie für ausgesprochen lustig halte, sondern vielmehr, weil ich mich über sie lustig mache. Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied. In diesem Sinne.

    Johannes Fischer

  • #20
    der, der auszog

    @ Jochen Hoff

    … hatte ich ganz vergessen über meinen Kommentar zu setzen

  • #21
    Jochen Hoff

    @ Der Der Auszog um über mich zu lachen

    Es ist schön wenn sie sich über mich lustig machen und es ist gut das ich sie nicht aufrege. Ja, sie haben mit einem Namen unterschrieben, als sie mich als Antisemiten bezeichneten. Ist mir glatt entgangen. Ich habe ihre Dummheiten einfach wiederlegt und damit hatte es sich für mich.

    Schauen sie, der Unterschied zwischen uns beiden ist, dass ich mit meinem Namen stets für das stehe was ich schreibe. Jeder kann mich erreichen und natürlich auch beleidigen. Antisemitismus z.B. wird mir meist von den PI Leuten und anderen Islamophoben vorgeworfen, die Israel als Keule benutzen um die Muslime zu schlagen und die wenn sie Israel nicht mehr brauchen oder auch sonst schon am Rande klar machen, dass die Juden für sie nur ein nützliches Werkzeug sind. Wenn die die Muslime besiegen könnten wären die Juden sofort ihr nächstes Opfer und dann die Linken, die Schwulen, die rothaarigen usw.

    Genau wie diese bösen Geister kommentieren sie stets das was ich gerade gar nicht gesagt habe. Sie wollen stets auf andere Themen um jedes Nachdenken und damit jede Annäherung unterschiedlicher Gedankenwelten zu verhindern. Es geht ihnen nicht um Fracking, oder die Gesundheitsministerin. Es geht ihnen darum für sie reine Gedankenwelten zu erhalten und jede Diskussion im Keim zu ersticken. Aber das ist müßig Es funktioniert bei mir nicht. Lächeln sie über mich, aber es sieht verdammt nach einer ängstlichen Grimasse aus, dieses Lächeln.

  • #22
    der, der auszog

    @Jochen Hoff

    Wenn Sie in Ihren Kommentaren zu einem Artikel stets mit derselben Phrase beginnen, nämlich mit „das ist ein Laurin, so wie wir ihn kennen“, oder so ähnlich, dann geht es Ihnen als erstes nicht darum, etwas zu den Themen Homöopathie oder Fracking zu sagen, sondern dann lenken Sie das Interesse automatisch vom Thema weg und zwar auf den Autor, dem sie eine gewisse Systematik unterstellen, die sich zu wiederholen scheint, „nämlich so wie wir ihn kennen“ oder indem sie von „typisch Laurin“ reden.
    Sie können es deshalb niemandem verdenken, wenn er – wie ich – genauso gut ihre Kommentare nicht nur auf das gegenwärtig zur Diskussion stehende Thema betrachtet, sondern sie ebenfalls mit dem vergleicht, was sie an anderer Stelle bereits von sich gegeben haben, ohne gleich mit anderen bösen Geistern in einen Topf geworfen werden zu müssen.
    Sie haben nämlich auch „System“ Herr Hoff. Aus diesem Grund gestehe ich mir ein, auch Dinge anzusprechen, die Sie andernorts schreiben, ohne das „System Hoff“ mit den „typisch“ gleichen Einleitungsphrasen weiter darstellen zu wollen, weil es für mich einfach zu nichtig und unbedeutend ist.

    Bevor ich jetzt vier Wochen weg bin bleibt mir noch Ihnen alles gute zu wünschen, egal welchen therapeutischen Ansatz – ob nun homöopathisch, schulmedizinisch oder einfach nur tanzen – Sie für sich favorisieren.

  • #23
    Jochen Hoff

    @#22 Der der Auszog um das System Hoff zu erkären und versprochen hat 4 Wochen weg zu sein.

    Noch ein ganz kurzer Lehrgang in Sachen Kommentare. Sie wenden sich normalerweise an den Autor des Beitrags und setzen sich mit ihm und seiner Sichtweise zumeist kritisch auseinander. Ich selbst lobe nur ganz selten mal einen Artikel der mir gefallen hat, statt dessen jage ich den Link in die sozialen Netze und mache so andere darauf aufmerksam.

    Stefan Laurin ist ein Journalist der im Gewand des Bloggers häufig – sicher nicht immer – Propaganda für das bestehende System macht und dem ich deshalb gerne widerspreche. Dabei gehe ich neben der von Ihnen bereits erwähnten häufiger verwandten Eingangsfloskel immer nur vom Text des jeweiligen Artikels aus und bleibe auch beim Thema, bis jemand wie Sie auftaucht und mir eine Steilvorlage liefert.

    Sie kommentieren nicht den Artikel von Herrn Laurin, und auch nicht meine Antwort auf diesen Artikel sondern irgendetwas was ich irgendwann irgendwo zu einem völlig anderen Thema gesagt habe. Damit wollen sie meinen Widerspruch verwässern und eine Diskussion unmöglich machen.

    Es ist ja nicht schlimm, dass sie wie Herr Laurin denken. Aber sie sollten doch wenigstens in der Lage sein meine kleinen Gedanken zu zerreissen und nicht immer über andere Dinge reden zu müssen. Oder reicht es bei ihnen nicht um mich zu widerlegen.

    Auf jeden Fall wünsche ich ihnen einen schönen Urlaub. Hoffentlich ist es ein Bildungsurlaub. Sie könnten ihn, wie ich auch, sicherlich gut gebrauchen.

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  • #25
    Jan W.

    Düsseldorf – Landeswahlleiterin Barbara Steffens hat das Ergebnis der Landtagswahl 2012 nach den Grundsätzen der homöopathischen Verhältniswahl neu festgestellt. SPD, CDU, Grüne, FDP und Piraten verfehlten danach deutlich die Einfahrt in den 5%-Tunnel. Unter den übrigen Parteien wurden die 237 Sitze gemäß der Hare-Niemeyer-Kehrwert-Methode neu verteilt. Klarer Sieger mit nur 6356 Stimmen ist demnach die Partei der Vernunft (PdV), sie erhält im neuen Parlament der XVIa. Legislaturperiode 49 Sitze. Der Landesvorsitzende
    Martin Moczarski erklärte vor der Landespressekonferenz: „Wir danken den Wählerinnen und Wähler für ihr Misstrauen – das stellt für uns einen klaren Regierungsauftrag dar.“
    Die Sitzverteilung insgesamt:
    49 Partei der Vernunft
    39 ÖDP
    33 FBI/ Freie Wähler
    30 AUF
    29 BIG
    17 FREIE WÄHLER
    13 Die PARTEI
    9 FAMILIE
    8 NPD
    5 Tierschutzpartei
    3 pro NRW
    2 DIE LINKE
    Vertreter der ÖDP forderten bereits die Absenkung des 5%-Tunnels. Es könne nicht sein, dass wenig potentierte Splittergruppen wie NPD, Linke, proNRW und Tierschutzparteien mit Ergebnissen von teilweise deutlich über 0,5% die Mehrheitsbildung in der Volksvertretung unangemessen erschweren. Der frühere FDP-Fraktionsvorsitzende Lindner protestierte energisch, eine derartige Änderung würde den Wiedereinzug seiner Partei in den Landtag zwar nicht dauerhaft verhindern, aber gegebenenfalls den ersten Versuch erschweren.
    Ansonsten feierten die Wahlsieger ihren Erfolg mit harten Spirituosen der Potenz D80.

  • #26
    Walter Stach

    Der,Der………

    Kein Ratschlag, auch keine Anregung von mir zum steten Bemühen, durch Beiträge, bestimmt von fundiertem Wissen, geprägt von logischem Denken, sprachlicher Exaktheit und einem gehörigem Maß an Toleranz, zu einem Diskurs beizutragen, der diesen Namen verdient..
    Ich bringe lediglich ein sattsam bekannte Zitat:

    „Unsinn, du siegst, und ich muß untergehn.
    Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens“ -Talbot-

    Schiller, die Jungfrau von Orleans III,6

    Der,Der…..
    Kompliment für die Gelassenheit, die mir vergleichbar fehlt!

  • #27
    Jan W.

    Also die Gleichsetzung Atheismus=Nazis ist albernste Kirchenpropaganda.
    Das Hoff’sche „Die Presse lügt und Laurin sowieso“ erinnert schon klar an Botschaften von einer ganz eindeutigen Seite. Da ist es egal, ob er das Wort Systemmedien in den Mund nimmt oder nicht.

    Was die Homöopathie angeht, muss man auf zwei Aspekte eingehen:
    – der unwichtigere sind die eingesetzten Substanzen, da geht es viel um Kräuterwissen, das bieten andere Disziplinen auch. Und jeder, der mit einem solchen niedrigpotenten Mittel mal einen grippalen Infekt gut überstanden hat, bekommt so einen guten Eindruck von Homöopathie.
    – entscheidender ist der Grundsatz der Potenzierung: da wird dann einfach solange verdünnt, bis kein Wirkstoff mehr vorhanden ist – und das soll dann besonders wirksam, weil hochpotent sein.

  • #28
    Puck

    @Arnold Voß #16

    Hm. Und das Motto der SS war „Unsere Ehre ist Treue“. Dann müssen die wohl auch treu und ehrenhaft gewesen sein…

    Ich habe nicht behauptet, daß die Nazis antireligiös gewesen wären. Ich sagte antichristlich, was etwas anderes ist. Wenn ich das recht verstehe, hat diese Bande den Germanischen Gottheiten deutlich den Vorzug vor der christlichen Religion gegeben. Begriffe wie „Verzeihen“, „Gnade“ und „Demut“ mag man als verlogen empfinden angesichts dessen, was sich Vertreter der Amtskirche in den letzten Jahrhunderten so geleistet haben, Tatsache bleibt aber, daß diese für das Christentum zentralen Begriffe der Nazi-Ideologie diametral entgegenstanden. Verzeihen, Gnade und Demut wurde von den Nazis als Schwäche diffamiert, die es „auszumerzen“ galt.
    In unzähligen Reden Hitlers wird klar, daß er selbst das rigide altthestamentarische „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ für humanitäre Duselei hält und statt dessen (mindestens!) „hundertfacher Vergeltung“ als angemessen betrachtet.
    Wie ich bereits schrieb, ich bin nicht religiös, habe also keinen Grund, die Kirche irgendwie zu verteidigen oder, wie Jan W. so feinsinnig anmerkt, alberner Kirchenpropaganda aufzusitzen. Ich bin nur der Auffassung, daß die meisten Dinge ganau das sind, wonach sie aussehen, wenn man sich die Mühe macht, genau hinzugucken.
    Ferner, wie auch Jochen Hoff bemerkte, waren die meisten dieser Herrschaften Mitglieder in diversen obskuren esotherischen Zirkeln und Vereinen.

    Worauf ich allerdings eigentlich hinaus wollte – das kam in meinem Beitrag vielleicht nicht so ganz raus – ist die seit den seeligen Zeiten der Romantik durchs deutsche Gemüt wabernde Vorstellung, daß Vernunft und Logik Teufelszeug wären, nur dazu geeignet, des Menschen wahres Selbst zu vernebeln. Während woanders in Europa der Geist der Aufklärung gefeiert wurde, hielt man sich in D lieber an die „Innerlichkeit“ und las sich Grimms Märchen vor.
    In D liebt man nicht den Logiker, der analytisch vorgeht, sondern das Genie, dem die Logik schnuppe ist.*)
    Leider hat das zu sehr unschönen Ergebnissen geführt.
    Und leider spiegelt sich diese Haltung auch in den jüngsten Äußerungen von Frau Steffens.

    *) Falls jetzt jemand mit Albert Einstein kommt: Den liebt man in D nicht wegen der Relativitätstheorie, sondern weil er eine so lustig-verstrubbelte Frisur hatte, sich mit rausgestreckter Zunge fotografieren ließ, im Strickjäckchen so niedlich aussah und außerdem relativ gut Geige spielte!

    @Jochen Hoff
    Das Buch, das sie schreiben möchten, gibt es bereits.
    Es ist von Ellis Howe und hat den Titel „Uranias Kinder: Die seltsame Welt der Astrologen und das Dritte Reich“.
    Der Titel ist ein bißchen irreführend, weil es nicht nur um Astrologie geht, sondern um Esotherik allgemein. Es treten u. a. auf: Madame Blavatsky (eine devote Freundin der Mahatmas von Adyar), der Freiherr von Sebottendorf (née Alfred Glauer aus Hoyerswerda, den adeligen Titel hatte er ganz plötzlich nach der Rückkehr von einer Reise in den Orient) und seine Thule-Gesellschaft, Marie Gebhard aus Elberfeld (Jüngerin von Mme. B.), Dr. Hübbe-Schleiden(ein Freund der kolonialen Expansion Deutchlands) und eine Reihe von heute weitgehend vergessenen „Sehern“, die sich 1942 über Landkarten des Atlantiks beugten, mit ausgestrecktem rechten Arm – nein, nicht zum Hitlergruß, sondern um über den Landkarten durch Pendeln englische U-Booge zu orten…
    Wenn’s nicht so ernst wäre, könnte man sich glatt drüber totlachen…

  • #29
    Arnold Voss

    @ Puck

    das die Nazis konsequent antichristlich waren, sehe ich nicht so wie sie. Aber ihre Kritik am romatischen Antirationalismus und der Esoterik teile ich voll und ganz. Ob Frau Steffens darum weiß, dass sie in dieser Tradition steht, wage ich zu bezweifeln. Aber sie tut es in einem Maße, dass einem Angst und Bange werden kann.

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