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Saufraum-Nordstadt: Stadt zieht positive Bilanz

In Dortmund | Am 19 Februar 2013 | Von Stefan Laurin

Ullrich Sierau, OB, Dortmund, SPD

Ullrich Sierau, OB, Dortmund, SPD

Die SPD wollte ihn verhindern, CDU, Grüne, Linke und FDP setzen ihn gegen den Willen der Sozialdemokraten und von OB Ullrich Sierau durch: Den Saufraum in der Nordstadt.  

Nun, nach einem Jahr hat der Verwaltungsvorstand, zu dem auch Sierau gehört, eine erste Bilanz des Saufraums gezogen – und die fällt positiv aus. In einer Pressemitteilung stellt die Stadtspitze fest:

Das Projekt „Café BERTA“ in Trägerschaft der European Homecare GmbH, als Aufenthalts- und Beratungseinrichtung für alkoholkonsumierende Personen erfreute sich im ersten Jahr regen Zuspruchs aus der Zielgruppe und hat sich in der Szene rund um den Nordmarkt etabliert. Die Besucher der Einrichtung wurden durch die Sozialarbeiterin bei Begehungen auf und um den Nordmarkt angesprochen. Täglich besuchten 34 bis 61 Personen die Einrichtung, mit Angeboten wie Billard, Kicker, Dart, Würfeln etc. Eine Hausordnung regelt das tägliche Miteinander. Auf Wunsch werden die Gäste beraten, in die unterschiedlichen Hilfeeinrichtungen begleitet. Mit Unterstützung der Sozialarbeiterin wird nach Arbeitsmöglichkeiten oder nach einer Wohnung gesucht. Während der bisherigen Projektlaufzeit wurden Nachbarschaft und verschiedene Träger aus dem Umkreis umfangreich beteiligt.

Das Projekt habe die Lage am Nordmarkt entspannt, der Kinderspielplatz, vorher ein Alkitreff, erfreue sich wieder großer Beliebtheit.

 

 


4 Kommentare zu »Saufraum-Nordstadt: Stadt zieht positive Bilanz«

  1. #1 | Ulrike Märkel sagt am 19. Februar 2013 um 17:30

    Einen Saufraum hat es in der Nordstadt nie gegeben. Die Verwendung dieses Begriffs war nur der Versuch von Frau Dr. Hetmeier (Nordstadt-SPD) das sozialpädagogisch betreute Projekt zu verunglimpfen. Offenbar dachte jemand, er kommt mit so einer Polemik in den Bundestag. Das Café Berta war immer nur als Mittel gedacht, zur Befriedung der schwierigen Situation auf dem Nordmarkt beizutragen und den BesucherInnen sowohl eine Aufenthaltsmöglichkeit als auch gegebenenfalls Beratung anzubieten… Ein Besuch von uns Grünen vor Ort hat gezeigt, dass das Projekt ein voller Erfolg ist, so wie die Pressemitteilung es zutreffend beschreibt! Wie schön, dass es gelungen ist.

  2. #2 | Stefan Laurin sagt am 19. Februar 2013 um 18:13

    @Ulrike Märkel: Komisch, das Wort “Saufraum” habe ich zum ersten Mal aus Kreisen der Befürworter gehört. Erst nach einer ganzen Zeit setzte sich die PC-Variante “Alkoholkonsumraum” durch, die allerdings niemand in normalen Gespräch verwendet.

  3. #3 | Klaus Lohmann sagt am 19. Februar 2013 um 18:56

    Nicht, dass ich die Hetmeier plötzlich sympathisch finde, aber “Saufraum” hieß das gleiche Konzept auch schon vor knapp 10 Jahren in Kiel.

    Dass Medien solche Unwörter für die Auflage/Klickrate brauchen, darüber muss man sich doch nun wirklich nicht mehr echauffieren – vor allem, wenn es ja als Idee nun geklappt hat.

  4. #4 | Pottblog sagt am 20. Februar 2013 um 05:51

    Links anne Ruhr (20.02.2013)…

    Duisburg: Oberbürgermeister Sören Link in der Kritik: War Wahlplakat rechtens? (RP-Online) – Duisburg/Essen: Uni Duisburg-Essen belegt fast alle Fächer mit einem NC (NRZ.de) – Dortmund: Saufraum in der Nordstadt: Stadt zieht …

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