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Schalke-Boykott: Jägers Sicherheits-Experiment

Ralf Jäger Foto: IM-NRW

Ralf Jäger Foto: IM-NRW

Der von NRW-Innenminister Jäger verkündete Rückzug vom Schalke04-Gelände ist nicht nur eine Reaktion auf die Kritik am Einsatz der Polizei beim  Champions League Spiel gegen Saloniki. Es ist ein sicherheitspolitisches Experiment und es geht um viel Geld.

Alles klingt nach eine Retourkutsche des roten Sheriffs: Nach der Kritik am Polizeieinsatz beim Champions League Spiel gegen Saloniki durch Vertreter der Fans und des Vereins, scheint NRW-Innenminister Ralf Jäger die Nase voll zu haben. Wenn Schalke was zu meckern hat, soll sich der Verein eben selbst um die Sicherheit auf seinem Gelände kümmern gab Jäger heute bekannt.

Aber weder schmollt Jäger noch spielt er den starken Mann. Es geht ums Geld. Nach Angaben der Polizeigewerkschaft leisteten Beamte während der Saison   2009/2010  574 000 Einsatzstunden. Die Zahl dürfte seitdem eher gestiegen sein. Die Gewerkschaft forderte damals eine Kostenbeteiligung der Bundesliga an den Polizeieinsätzen  von 75 Millionen Euro. Auch die Summe dürfte heute eher gestiegen sein.

Kommt Jäger mit seinem Plan durch die Polizei vom Schalke-Gelände abzuziehen, wird der Verein die Sicherheit teuer selbst gewährleisten müssen. Oder aber er gibt der Polizei komplett freie Hand und beteiligt sich vielleicht auch noch an den Kosten. Und zahlt Schalke, müssen alle zahlen: Die Bundesländer hätten eine neue Einnahmequelle – vielleicht nicht nur beim Sport. Als die Polizei im November vergangenen Jahres  mühsam einen Besetzer   des Hambacher-Forstes bei Köln ausbuddeln musste, prüfte das Innenministerium bereits, ob man dem Ökoaktivisten nicht die Kosten für die Aktion aufdrücken könnte. Jäger schmollt nicht, Jäger will Geld – nicht nur von Schalke.

 

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45 Kommentare zu “Schalke-Boykott: Jägers Sicherheits-Experiment

  • #1
    Helmut Junge

    Wenn wir als Steuerzahler nicht für die Sicherheit bei Fußballveranstaltungen zahlen müßten, sondern die Veranstalter, dann würde die eine oder andere Transfersumme für Spieler bestenfalls im 2-stelligen Millionenbereich liegen.
    Immer noch zu hoch. Aber warum nicht?

  • #2
    Klaus Lohmann

    Egal ob Jäger schmollt oder Geld will – diese Entscheidung ist richtig und richtungsweisend. Vereine, Hardcore-Fans und Fanbetreuer haben doch jahrelang darum gebettelt, *ihre* Einschätzung der Sicherheit im Stadion zu beweisen. Wenn dann auch noch die Faschos aus den Ordnerdiensten entfernt werden… ui, nächste Baustelle;-)

  • #3
  • #4
    theo

    Ich kann darin keinen geschickten Schachzug erkennen.

    Wenn es ihm tatsächlich um die Kosten geht (was ja verständlich wäre), dann hätte er das besser begründen können – statt als beleidigte Leberwurst aufzutreten. Zumal die Einseitigkeit (Schalke nein, andere Stadien aber doch?) von jedem Verwaltungsgericht wieder einkassiert werden dürfte.

  • #5
    Robin Patzwaldt

    Ich halte die Ankündigung für eine reine Drohgebärde. Er will Schalke einschüchtern und und den Vereinsvertretern mal zeigen wer am längeren Hebel sitzt. Es wird kurzfristig Konsensgespräche geben und die Polizei dann beim nächsten Heimspiel höchstwahrscheinlich ganz normal ihren gewohnten Dienst verrichten. Gehe ich zumindest ganz fest von aus.

  • #6
  • #7
  • #8
    Klaus

    @1: Warum nicht? Vor allem aus drei Gründen:

    1) Schalke zahlt bereits Steuern (sicherlich im höheren zweistelligen Millionenbereich). Von diesen Steuern werden bereits auch die Polizisten bezahlt.

    2) Wenn man das bei Fußballvereinen macht, muss (!) man dies auch bei anderen Veranstaltern machen. Dann darf demnächst bei anderen Veranstaltungen ob Schützenfest oder Kirmes, von Konzerten bis zu Kirchentagen wo wegen der Sicherheit bisher Polizisten anwesend waren, künftig der Betreiber für die komplette Sicherheit zahlen. Da wird dann manche Veranstaltung teurer oder gar ganz wegfallen.

    3) Bei öffentlichen Angelegenheiten, in denen Gewalt notwendig sein kann, hat gefälligst der Staat im Besitz seines Gewaltmonopols auch seine Aufgaben zu erfüllen und dies nicht an private Dienste abzugeben. Und das auch noch von einer Partei, die sich sonst stark gegen die Ersetzung von Beamten durch Angestellte wehrt.

  • #9
    Klaus Lohmann

    @Theo: Na dann mal raus damit, mit welcher Begründung ein Verwaltungsgericht dazwischengrätschen könnte. Solange gewährleistet ist, dass der öffentliche Bereich ums Stadion abgesichert bleibt und S04 die Polizei rufen kann, *wenn* sie alleine nicht mehr klarkommen, sehe ich keinen Grund. Oder möchten Sie demnächst auch für Ihre 4 Wände die Polizei erst mal präventiv auflaufen lassen?? Obwohl – wenn Sie’s bezahlen..:)

  • #10
    Klaus Lohmann

    @#8 | Klaus: Dass Steuerzahlungen Direktleistungen ala „Ich bestell mal eben ’ne Hundertschaft“ möglich machen könnten, wird nicht nur Juristen und Richter zum Ablachen zwingen. Zur nochmaligen Erklärung: Ein Vereinsstadion ist kein öffentliches Areal, deshalb sind andere Veranstaltungen, die wie z.B. eine Kirmes auf öffentlichen Plätzen stattfinden, keine Vergleichsoption.

    Und was Sie da übers Gewaltmonopol ablassen, würde sämtliche Eigentums- und Persönlichkeitsrechte ad absurdum führen, also bleiben wir doch lieber im öffentlichen Raum und nicht auf einem privaten Stadiongelände.

  • #11
    Aerrrger

    Die Zahl dürfte seitdem eher gestiegen sein. Die Gewerkschaft forderte damals eine Kostenbeteiligung der Bundesliga an den Polizeieinsätzen von 75 Millionen Euro.

    DIE GEWERKSCHAFT FORDERT…..?

    Für wen halten sich diese Spinner eigentlich ….

  • #12
    Bernd

    Lieber Klaus Lohmann, auch ein Schützenfest findet nicht im öffentlichen Raum statt…abgesehen davon: wie sehen Sie das denn in Stadien, die der Kommune gehören? Also wie ein Festplatz beispielsweise. Wer zahlt da? Abgesehen davon bestellt natürlich auch ein Fußballclub nicht irgendwo irgendwelche Hundertschaften, solche Entscheidungen sind selbstverständlich der Polizei vorbehalten.

    Abgesehen davon: informieren Sie sich bitte mal über Ablösesummen… („… dann würde die eine oder andere Transfersumme für Spieler bestenfalls im 2-stelligen Millionenbereich liegen“).

    Fazit: die öffentliche Sicherheit – Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst etc. – gehört auch durch die Öffentlichkeit bezahlt – durch Steuern, Krankenkassenbeiträge, etc. – damit sichergestellt ist, dass ALLE gleichermaßen von EINEM Sicherheitsniveau profitieren.

  • #13
    Klaus Lohmann

    @#5 | Robin: Es gibt heute mehr als ausreichend Zahlbescheid-Urteile gegen Polizei-/Feuerwehr-Anrufer, denen beim oder nach dem Einsatz Falschalarme oder grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen werden konnten. Diese „Drohgebärde“ hatv also genügend Fleisch, um auch gegen Vereine angewendet werden zu können.

    Und Jäger hat Recht, wenn er sagt, dass sich Polizei und Vereine gefälligst auf ihre gesetzlich verbrieften Rollen zurückziehen sollten, wenn es wie bei Schlacke über die freiwillig vereinbarten Stadioneinsätze keinen Konsens mehr gibt. Sieht auch die Dortmunder Polizei beim BvB genauso, auch wenn es momentan wohl keinen direkten Anlass gibt, irgendwas aufzukündigen.

  • #14
    theo

    Klaus Lohmann (9): Wenn Schalke nun gezwungen ist, für den Schutz im Stadion wesentlich mehr Geld auzugeben als jene Vereine, bei denen die Polizei das übernimmt, sehe ich da eine deutliche und justiziable Ungleichbehandlung. Denn Jäger müsste begründen, warum die Polizei dort aktiv ist und hier nicht. Das kann er aber nicht. Deswegen fliegt ihm das alles auch bald um die Ohren, wenn er sich nicht mit den anderen Innenministern abstimmt. Die aber werden einen Teufel tun, sich mit dem Fußball anzulegen. Wir dürfen gespannt sein.

  • #15
    Klaus Lohmann

    @#14 | theo: Solange die Vereinbarungen für Stadieneinsätze auf freiwilliger Basis zwischen Polizei und Vereinen/Stadiongesellschaften laufen, sehe ich keine Ungleichbehandlung, wenn solche bislang unentgeltlichen Verträge jederzeit einseitig aufgekündigt werden können – auch von den Vereinen.

    Schalke hat im Übrigen wie *jeder* Stadioneigner und auch wie jeder andere Eigentümer die Pflicht aus seinem Eigentum, mit *eigenen* Mitteln und Kräften für die Sicherheit auf eigenem Gelände zu sorgen.

    #12 | Bernd: Wenn Schützenvereine ihre Schützenfeste auf *eigenem* Gelände abhalten, läuft da auch keine Polizei präventiv rum. Und welche Vereine der Bundesligen gehören zu 100% und ohne eigene Stadion-Gesellschaft allein einer Kommune?

  • #16
    Robin Patzwaldt

    @Klaus Lohmann: Solche, und ähnliche Androhungen gegen die Fußballvereine gibt es aber doch schon seit Jahrzehnten. Schon häufiger hat die Polizei angekündigt, dass Fußballvereine die notwendigen Polizeieinsätze zukünftig bezahlen sollen, teure, private Sicherheitsdienste engagiert werden müssten usw.. Auch in Dortmund, übrigens. Gekommen ist es dazu bisher aber so noch nie. Jäger versucht mit seinen jüngsten Ankündigungen seine Macht zu demonstrierenn. Die Schalker Führung hat, meines Wissens nach, heute ja auch noch keine Stellungnahme abgegeben. Man berät sich offenkundig erst einmal. Es wirkt bei denen also erst einmal. Am Ende wird man sich bestimmt auch diesmal wieder gütlich einigen, und alles bleibt mehr oder weniger unverändert, da bin ich mir ziemlich sicher.

  • #17
    theo

    Klaus Lohmann (15):

    Diese freiwilligen Absprachen entbinden aber nicht den Staat von einer Gleichbehandlung. Ansonsten könnte ja ein Innenminister Polizeiunterstützung auch aus parteipolitischen Motiven heraus verweigern. Nee, so geht das nicht. Da zudem eine erhebliche finanzielle Benachteiligung eines Vereins vorliegen würde, geht das spätestens beim OVG nicht durch mit ner Begründung wie „die haben neulich gemeckert, nun habe ich keinen Bock mehr“. Da braucht Jäger schon andere Argumente.

  • #18
    Klaus Lohmann

    @#17 | theo: Warum muss man sich hier eigentlich permanent wiederholen? Wenn die Polizei – wie von Jäger ja beabsichtigt – den öffentlichen Raum um die Arena weiter kontrolliert und auf Bitten des Vereins (der aber vorher erst *seine eigenen* Ordnungs-/Sicherheitskräfte einsetzen muss) ein Einsatzkontingent für einen wirklich notwendigen Einsatz in der Arena bereithält, dann hat die Polizei ihre gesetzlichen Aufgaben und Pflichten voll erfüllt.

    Absprachen darüber hinaus sind nur Goodwill und eben den hat Schlacke in den letzten Wochen mit ihrem verbalen Einprügeln auf die Polizei verspielt.

    Jedes OVG und auch ein BVG wird berücksichtigen, dass die Sicherheit in einem nicht-öffentlich betriebenen Fußballstadion die originäre Aufgabe des dortigen Eigners/Betreibers ist und allein schon deshalb keine Benachteiligung in einem privatwirtschaftlichen Freizeitsektor gegeben sein kann. Außerdem besteht kein irgendwie geartetes Abhängigkeitsverhältnis zwischen Verein und Polizei, wie mein erster Absatz ja zum wiederholten Mal erklärt.

    Wenn jetzt ein großer Teil der Fans Steuern mit Online-Bestellungen bei Amazon & Co. verwechselt, ist das ein Bildungs-, aber kein Exekutiven-Problem.

  • #19
    Bernd

    @Klaus: aber bei Schützenfesten auf öffentlichem Gelände schon? was passiert denn, wenn der Schützenverein auf seinem Privatgelände doch mal die Polizei braucht? Und was passiert wenn Ihnen der Nachbar zu laut ist? Wollen Sie dafür eine Rechnung? Oder rufen Sie den Vermieter an, damit der das „mit *eigenen* Mitteln und Kräften“ regelt? Sie sehen, ihre Argumentation steht auf tönernen Füßen…

  • #20
    der, der auszog

    Wer schon einmal in einen Verkehrsunfall verwickelt war, der wird wissen, dass bei einer Unfallaufnahme durch die Polizei pauschal 40 Euro anfallen. Die zahlt dann derjenige, der nach Ansicht der Beamten den Crash verursacht hat.
    Wieso sollte man Vereine nicht genauso zur Kasse bitten und zwar dann, wenn die Polizei gezwungen ist im Rahmen eines Fußballspiels einzuschreiten? In Sachen Schalke steht ja nicht nur der umstrittene Polizeieinsatz beim letzten Griechenlandspiel im Raum. Ein Teil der Fans macht ja darüber hinaus mehr oder weniger regelmässig Schlagzeilen, weil er sich auf Bahnhöfen oder bei irgendwelchen Derbys nicht zu benehmen weiß.

    Die Idee, dass die Vereine ihre Sicherheit selber organisieren müssen und auch die Einsätze der Polizei zu bezahlen haben, sollte diese gezwungen sein, doch noch ausrücken zu müssen, finde ich absolut genial und hätte ich unserem Innenminister so gar nicht zugetraut.

    An alle Schalker die jetzt meinen widersprechen zu müssen. Fußball interessiert mich einen Scheißdreck. Das ich als Gelsenkirchener meine komplette Verkehrsplanung ändern muss, sobald in der Arena gezaubert wird, nehme ich gerne in Kauf. Aber das ich über meine Steuern eure Fußballspiele, die ich euch von Herzen gönne auch noch mitbezahle, weil es unter euch immer noch zu viele Idioten gibt, die meinen sich nicht mehr benehmen zu müssen, sobald sie ihren blauweißen Schlafanzug übergestreift haben, sehe ich irgendwo nicht ein…

  • #21
    Klaus Lohmann

    @#16 | Robin: Vergiß nicht, dass sich auch aufgrund der deutlich gestiegenen Gewaltbereitschaft von Bürgern gegenüber der Polizei die Lage der Einsatzkräfte überall zuspitzt – sowohl organisatorisch, finanziell und auch nachwuchstechnisch. Irgendwann ist der Brunnen voll und der Krug gebrochen (oder so:-).

  • #22
    Thorsten Stumm

    Also, ich sehe das eher als Chance. So wie Jäger das androht, kein Polizei in Innenraum, Kräfte ausserhalb bereithalten wird es in vielen Länder getan.
    Und es hat erheblich deesaklierenden gewirkt.

  • #23
    Klaus Lohmann

    @Benno: Och, das steht doch jetzt schon 5mal hier, von wegen „tönern“ und so: Wenn ein Schützenverein alleine nicht mehr klarkommt, ruft er die Polizei, fertich. Wenn die (oder eine Feuerwehr) dann allerdings zu dem Ergebnis kommt, dass der Einsatz grob fahrlässig provoziert wurde oder es ein Fehlalarm war, stellt sie dem Verursacher den Einsatz in Rechnung. Ist doch ziemlich einfach zu begreifen, oder?

    Und auch bei Problemen mit den lieben Nachbarn sagt die Polizei, dass zuerst die Beteiligten und/oder der Eigentümer/Vermieter für Ruhe zu sorgen haben. Das ist nämlich auch Bestandteil der Eigentümerrechte und -pflichten.
    Wenn Sie aber bei jedem Pups lieber gleich die Grünen rufen müssen, haben Sie sicherlich auch das nötige Kleingeld dafür.

  • #24
    Bernd

    Lieber Klaus,
    sind Sie eigentlich fertig mit der Recherche zu den Ablösesummen von #1? Dann googeln Sie sich doch mal in Richtung Gebühren von Polizei und Feuerwehr. Was fällt Ihnen auf? Wer zahlt z.B. beim Schützenfest, wenn jetzt nach fünf Maßbier der Peter und der Paul beschließen den Manni zu verhauen und jemand meint die Polizei sollte sich kümmern? Der Schützenkönig? Und wenn Ihr Nachbar nun vielleicht nachts um 2 Uhr immer noch laut ist, obwohl Sie schon drei mal raus aus dem Bett waren und freundlich geklingelt haben: wen rufen Sie dann an? Ihren Vermieter? Und wenn sie vielleicht doch die Polizei hinzu bitten – was kostet das dann?

  • #25
    b

    #20
    „Wieso sollte man Vereine nicht genauso zur Kasse bitten und zwar dann, wenn die Polizei gezwungen ist im Rahmen eines Fußballspiels einzuschreiten?“

    Wenn Sie Fussballvereine dafür in Haftung nehmen wollen, was im öffentlichen Raum geschieht, dann können wir ja direkt beim Castor weitermachen und die Atomenergieerzeuger die Polizeieinsätze dort zahlen lassen. Schwupps, nurnoch Ökostrom. Oder noch besser, bei der nächsten Nazidemo in Dortmund, schön den vermeintlichen „Verursacher“ für das Verhalten anderer zahlen lassen, schon gibts die auch nicht mehr. Da würd ich übrigens gerne mal die Meinung bestimmter anderer Spezialisten hier dazu wissen, was denn dann is, wenn die Nazis sich ihre ach so heilige „Meinungsfreiheit“ dann quasi erkaufen müssen. Vielleicht spendet ihr denen ja was, wenn die mit ihrem HartzIV nich genug zusammenbekommen.

    Es ging hier glaub ich übrigens nur um die Anwesenheit der Polizei im Stadion und nicht um die drumherum. Die im Artikel genannten Arbeitsstunden sind aber sicherlich nicht im großen Maße durch das Anbieten von Capsaicinproben im Stadion entstanden, somit wird Herr Jäger mit seiner Forderung auch nicht weit kommen. Das Thema is alt und die fehlende Rechtsgrundlage einer Kostenbeteiligung der Vereine an den öffentlichen Einsätzen der Polizei im Zusammenhang mit Fussballspielen ist selbst dem BMI bekannt.

  • #26
    Frank

    @Robin: Es wäre doch schon viel gewonnen, wenn die Vereine – Schalke allen voran- etwas gegen diese sog. „Ultras“ tun würde.

    Die WAZ schreibt:
    „Noch etwas gehört zu dem Ärger, der sich unter vielen Polizisten angestaut hat: Dass es ihrer Meinung nach manche Vereine mit den eigenen Hausordnung nicht ganz so ernst nehmen. Da dürften gewisse Fans auf den Tribünen mehr oder weniger tun, was ihnen gefällt, Pyrotechnik inklusive. Kontrolle und Einschreiten? Fehlanzeige.“

    Die Ultras sind nicht mal volljährig, nehmen sich aber Rechte raus, die von der „Choreographie“ bis zur Transferpolitik reichen. Wenn die auch noch aus der Hausordnung ausgeklammert werden, ist eine rote Linie überschritten.

    Ich bin sehr gespannt, wie die Herren Tönnies und Heldt das Heimspiel gegen die Bayern über die Bühne bringen und ob man einen Lerneffekt erkennen wird.

    Fatal auch das Verhalten von Frank Baranowski. Auch er interessiert sich ja nicht wirklich für Probleme. Aber wehe, jemand unternimmt was Richtung Lösung: http://www.derwesten.de/sport/fussball/s04/keine-polizei-mehr-in-schalke-arena-ob-baranowski-empoert-id8434307.html

  • #27
    Jürgen

    Hr. Jäger reagiert als oberster Bewahrer der Sicherheit in NRW in Gutsherrenart und wie eine beleidigte Leberwurst. Wie, Euch passt es nicht, was Eure Hochwohlgebohrenheit anordnet? Dann werdet ihr schon sehen, was ihr davon habt.

    Auf der anderen Seite ist es ein gefährliches Spiel von Hr. Jäger, für polizeiliche Maßnahmen/Aktivitäten je nach Lust und Laune Geld von einem Veranstalter bzw. der Öffentlichkeit zu verlangen, insbesondere dann, wenn diese Maßnahmen im ursächlichen Aufgabenbereich der Polizei liegen.

    Zum einen fragt man sich dann als Steuerzahler, weshalb man überhaupt Steurn zahlt, wenn man für jeden Verwaltungsakt, sei er von mir oder von Seiten des Gesetzgebers (Passausstellung z.B.) veranlasst oder für jede Tätigkeit der Polizei (Aufnahme eines Verkehrsunfalles, der gewiss durch eine schnelle und objektive Bestandsaufnahme durch die Polizei vor Ort zur Vermeidung weiterer Kosten und Unruhe/Unzufriedenheit beiträgt) eine zusätzliche Gebühr zu entrichten hat.

    Zum anderen wird durch solche Aktionen die Akzeptanz des Posten eines Innenmisnisters in Frage gestellt (Handeln nach Gutsherrenart und wie eine beleidigte Leberwurst), und damit die Polizei insgesamt.

    Ganz abgesehen davon, wie auch bereits erwähnt, die modernen Fußballvereine sind bedeutende Wirtschaftsfaktoren in den jeweiligen Regionen. Die Fußballveranstaltungen sind, trotzdem sie im quasi privaten Rahmen stattfinden, allesamt öffentliche Veranstaltungen. Und dazu gehört, dass die Polizei ebben auch bei Gefahrenlagen in den Stadien zum Einsatz kommt, genauso wie sie bei Gefahrenlagen in jedem Bierzelt und jeder privaten Wohnung zum Einsatz kommt.

    Anders gedacht, wenn Hr. Jäger Geld will, sollte er erstmal schauen, ob man die Einsätze der Polizei nicht besser organisieren und im Hinblick auf Deskalation besser ausrichten sollte, und vielleicht auf weniger teuer Technik, dafür mehr Personal setzen. Spart Geld und verbessert das Ansehen der Polizei.

  • #28
    theo

    #18, Klaus Lohmann:

    „Warum muss man sich hier eigentlich permanent wiederholen?“

    Die ganze Sache ist politisch, aber vor allem juristisch völlig ungeklärt. Wir beide haben da unterschiedliche Auffassungen vom dem, was Recht ist. Niemand von uns kann da sicher urteilen, insofern sollten wir auch nicht überheblich sein.

    „Wenn die Polizei – wie von Jäger ja beabsichtigt – den öffentlichen Raum um die Arena weiter kontrolliert und auf Bitten des Vereins (der aber vorher erst *seine eigenen* Ordnungs-/Sicherheitskräfte einsetzen muss) ein Einsatzkontingent für einen wirklich notwendigen Einsatz in der Arena bereithält, dann hat die Polizei ihre gesetzlichen Aufgaben und Pflichten voll erfüllt.“

    Das ist für mich das Kasus Knacktus. Womit rechtfertigt der Innenminister die Präsenz der Polizei in anderen Stadien? Wäre das ein nicht notwendiger Freundschaftseinsatz (der zu höheren Kosten führt), dann müsste mindestens der Rechnungshof das monieren.

    Es muss also einen vernünftigen Grund für solche Polizeipräsenz geben, etwa: Gefahrenabwehr. Und das ist dann in Köln oder Düsseldorf nicht anders als in Gelsenkirchen.

  • Pingback: Jägers Vorstoß: Rechtswidrig, eine Einnahmequelle witternd

  • #30
    Klaus Lohmann

    @#28 | theo: Ich bin ja geduldig: Wenn die Polizei von Vereinen gebeten wird, aufgrund ihrer Erfahrungen mit kriminellen Fans auf freiwilliger Basis präventiv im Stadion zu arbeiten, dann macht die Polizei dies halt solange, wie ihre Arbeit nicht in aller Öffentlichkeit dermaßen desavouiert wird, wie es die Schalker Verantwortlichen getan haben. Wer schon auf Demos regelmäßig seinen Kopf für hirnlose Gewalttäter hinhalten muss (richtig, muss!), der lässt sich für freiwilliges Entgegenkommen nicht auch noch zum Dödel der Nation abstempeln.

    „Präventive Gefahrenabwehr“ macht die Polizei übrigens auch, wenn sie auf Einladung von Kommunen/IHKs etc. den Verkehrskasper zeigt oder Einbruchsgefahren demonstriert – alles freiwillig, natürlich auch für die Polizei als Aufklärungsmaßnahme willkommen, aber wenn es halt nicht mehr erwünscht ist, dann ist Schluss. Dann müssen Vereine und Fanclubs/Ultras halt genau aufschreiben, was sie nach dem ganzen Getöse der letzten Monate gerne von der Polizei „serviert“ bekommen möchten – und nicht, was sie so alles aus Bequemlichkeit und Lust/Laune heraus *nicht* haben wollen.

    So, und da haben wir eigentlich die ganze Zeit über eine Begründung auf dem Tisch: Wer als Verein mit der Polizei bei solchen *freiwilligen* Einsätzen zusammenarbeitet, der kann evt. auch weiterhin auf Goodwill hoffen, um seine eigentlichen Hausaufgaben nicht machen zu müssen. Ich sehe aber bei solchen Kommentaren wie #27 nicht, dass sich die Polizei-Akzeptanz in der Öffentlichkeit bessert…

  • #31
    K. Schneider

    Der Innenminister nutzt hier einfach nur eine Steilvorlage: so kann er einmal ganz entspannt vorführen, was die Privatisierung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung bedeuten würde. Clever.

    Schalke muss die Suppe auslöffeln und ordentlich Geld in die Hand nehmen. Vielleicht hat Blackwater ja noch ein paar schlagkräftige Jungs übrig, nachdem sie im Irak nicht mehr gebraucht werden. Auch die Hells Angels wären als Ordnungstruppe in Betracht zu ziehen; Altamont war zwar kein wirklich gelungener Einsatz, aber das ist lange her, und man lernt hinzu.

  • Pingback: #Link11: Von Innenmimiminister und lahmen Löwen | Fokus Fussball

  • #33
    theo

    Klaus Lohmann, #30,

    danke für die Geduld. Jetzt noch einen Hauch weniger Arroganz, und es wäre nahezu perfekt. 😉

    „“Präventive Gefahrenabwehr” macht die Polizei übrigens auch, wenn sie auf Einladung von Kommunen/IHKs etc. den Verkehrskasper zeigt oder Einbruchsgefahren demonstriert.“

    Ein Vergleich, der logisch wirkt, aber Äpfel und Birnen vergleicht. In großen Stadien geht es nicht um Gefahrenabwehr in Form einer Schulungsmaßnahme. Hier besetzt die Polizei eine komplette Sicherheitszentrale, überwacht Hightech-Kameras und zieht Gewalttäter aus dem Verkehr. Hier müssen nicht Bürger über mögliche Gefahren aufgeklärt werden, so wie man es beim Verkehrsunterricht oder beim Sichern von Balkontüren macht. Hier ist von konkreten, unmittelbar bevorstehenden Gefährdungen auszugehen.

    Klar kann man das einem privaten Sicherheitsdienst überlassen. Aber dann zieht das einen Rattenschwanz an weiteren Problemen nach sich. Dürfen z.B. private Sicherheitsdienste allein eine bundesweite Datei „Gewalttäter“ pflegen?

    Ein Innenminister kann die Polizei (nicht aus einem, sondern nur aus allen Stadien) herausziehen und sich aufs Umfeld der Arenen beschränken, wenn er das will. Aber politisch wäre es sicherlich klüger gewesen, das nicht abrupt an einem Beispiel durchzuziehen, sondern zumindest den Vereinen eine Chance zu geben, sich darauf einzustellen. So aber haben wir die Hauruck-Nummer einer beleidigten Leberwurst, so schaut´s aus. Seriöse Politik sieht anders aus.

  • #34
    Klaus Lohmann

    @Theo: Ich muss jetzt aber nochmal „arrogant“ werden – waren es nicht die *Fans* und einige Vereinsobere, die über die letzten Monate immer wieder verbal und nonverbal auf die ach-so-ungefährlichen Stadien verwiesen, so dass ein Leben *ohne* Polizei im Stadion absolut zwingend für den Fanfrieden sei???

    Genau das (mit den Hintergründen der Gefahrenabwehr, die Sie jetzt schildern) ist nämlich die Argumentations-Lücke, in die Jäger nun nicht nur den Finger, sondern gleich die ganze Faust legt. Und das ist auch gut so, egal wie der Zoff mit Schlacke ausgeht.

  • #35
    Theo

    Klaus Lohmann,

    ich kann mich nicht daran erinnern, dass die von Ihnen genannten Fan-Äußerungen sich auf Schalke beschränken. Außerdem wäre es doch merkwürdig, wenn die Polizei das Ausmaß einer möglichen Gefahr und die Notwendigkeit einer Gefahrenabwehr von Fan-Meinungen abhängig machte.

    Ich stelle mir gerade vor, wie wohl ein OVG reagieren würde, wenn der Innenminister versuchte, mit Ihren Argumenten dort zu punkten. Jede Wette: ungläubiges Staunen wäre das Mindeste.

  • #36
    Klaus Lohmann

    @Theo: Die anderen Fans werden dann also ganz neidisch auf Schalke gucken, wenn die UGE dort „polizeifreie“ Heimspiele feiert, oder?

    Die Polizei, die weiterhin *um* das Stadion die öffentliche Sicherheit sicherstellt und ansonsten *in Bereitschaft* für einen Stadioneinsatz ist (oder was haben Sie in den letzten Tagen falsch gelesen?), macht ihren Einsatz *im* Stadion nun von dem Hilferuf eines Stadionbesitzers abhängig und das wird Ihnen jedes OVG so bestätigen, auch wenn man hundertmal ohne Rechtsgrundlage (oder kennen Sie eine?) das Gegenteil postulieren will.

  • #37
    Theo

    „macht ihren Einsatz *im* Stadion nun von dem Hilferuf eines Stadionbesitzers abhängig“

    Und in Düsseldorf, Köln, Dortmund etc. gibt es einen permanenten „Hilferuf“, der Dauerpräsenz im Stadion erfordert? In Gelsenkirchen nicht?

    Sie verstehen: es leuchtet – nicht nur de jure – nicht ein, warum man große Stadien unterschiedlich „betreut“.

    Aber wir beide werden da wohl kaum auf einen Nenner kommen. Warten wir einfach mal ab, was geschieht. Meine Vermutung: Jäger und S04 gehen aufeinander zu, man gibt sich die Hand und verspricht, künftig besser miteinander zu kommunizieren. Am Ende wird es dann eine kleine Showeinlage eines Politikers gewesen sein, etwas heiße Luft..

    Jäger wird eine rechtliche Auseinandersetzung nicht riskieren wollen, und der Verein hat keinen Bock, die Fronten zu verhärten.

  • #38
    Klaus Lohmann

    Theo, zum wievielsten Mal? Es gibt keine Einsatzpflicht für die Polizei auf privatem Grund. Die Vereine, die aktuell die Polizei im Stadion haben, vereinbaren dies auf *freiwilliger* Basis. Und die Polizei sagt mit vollstem Recht, dass sie das nur dann erledigt, wenn die Zusammenarbeit funktioniert. Was sollte sie auch sonst dort, wenn die Vereine nur rummoppern und ihre Pflichten nicht erfüllen?

  • #39
    theo

    Klaus, zum wievielten Male Sie mir den Unterschied zwischen den Stadien nicht erklären können, weiß ich auch nicht. (Und warum eine Zusammenarbeit dann nicht mehr funktioniert, nur weil es Kritik an einem vermasselten Einsatz gegeben hat.) Dann wüsste ich gerne, wo die Polizei mal selbst davon gesprochen hat, dass ihre recht teuren Einsätze nicht notwendig wären. Mal abgesehen von der Frage, wie die bundesweite Gewalttäter-Kartei ausschließlich von privaten Diensten gepflegt werden soll:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Zentrale_Informationsstelle_Sporteins%C3%A4tze

    Innenminister Jäger meint nun, dass ein Verein die Sicherheit im Stadion auch alleine gewährleisten kann. Der selbe Herr Jäger tönte vor einem Jahr noch herum, „dass die Gewaltsituation in Deutschlands Stadien mittlerweile ein horrendes Maß erreicht habe“ – siehe Spiegel:

    http://www.spiegel.de/sport/fussball/statistik-zur-gewalt-im-fussball-polizei-zahlen-zur-abschreckung-a-868231.html

    Das war damals genauso einseitig und überzogen, wie es seine Handlungsweise nun auch ist. Und ginge es ihm um die Kosten der Einsätze, dann müsste er eine einheitliche Lösung anstreben und keine Lex Schalke.

    Wobei ich es ja wirklich rührend finde, wie Sie hier für den Innenminister rhetorisch ackern. Sie sind nicht zufällig in der gleichen Partei aktiv?

  • #40
    Klaus Lohmann

    Theo: „Innenminister Jäger meint nun, dass ein Verein die Sicherheit im Stadion auch alleine gewährleisten kann.“

    Komplett falsch, wahrscheinlich liegt auch darin das fehlende Verständnis. Jäger meint nur, dass seine Truppe nicht mehr *per se* im Stadion angesiedelt sein muss, aber sie trotzdem *auf Anforderung* des Vereins aus dem direkten Umfeld, wo sie ja weiterhin aktiv ist, ins Stadion gerufen werden kann. Das sind max. ein paar Minuten. Und diese Rollenteilung deckt sich zu 100% mit dem Gesetz, das sagen ja selbst Fan-Anwälte. Punkt.

    Und nein, ich hab weder mit ihm noch der SPD irgendeinen Vertrag. Ich bin höchstens durch die dummdreist-massiven Hasstiraden gegen Jäger wg. der Loveparade-Einsätze negativ gegenüber Pauschalpolemik auf Unwissen-Basis eingestellt.

  • #41
    Seko

    Die Kosten für die Polizeieinsätze sind bei weitem durch die Steuereinnahmen durch die Fußballspiele gedeckt. Jäger weiß, dass er mit seinen überharten und sinnlosen Polizeinsätzen in Dortmund und Gelsenkirchen große Fehler gemacht hat. Seit langer Zeit haben die Medien nämlich auch mal die andere Seite der Medallie beleuchtet und viele Dinge in Frage gestellt. Der populistische Herr Jäger gesteht sich jedoch keinerlei Fehler ein und versucht hingegen nun noch doppelt zu kassieren.
    Vielleicht sollte die SPD mal überdenken, wie viele Wählerstimmen von mündigen Fußballfans ihnen dieser Kandidat kostet. Die Zahl wird sicher nicht klein, denn in so gut wie jedem Fußballforum wird über diese Person diskutiert.

    Respekt an Schalke, die sich hinter ihre Fans gestellt haben.

  • #42
    Arnold Voss

    Wenn die Eintrittskarten dadurch teurer würden, das die Polizei was kostet, wäre das doch ein prima Anlass für die Fans sich so zu benehmen, das die Polizei erst garnicht in Erscheinung treten muss.

  • #43
    theo

    Nachtrag zu #37:

    Das ging ja mal flott. 😉

    „NRWs Innenminister Ralf Jäger (SPD) und Schalke 04 haben am Samstag verkündet, dass der Streit über den Polizeieinsatz beim Champions League-Spiel gegen Saloniki beigelegt sei.

    Die Polizei hebt damit den Arena-Boykott auf: Sie werde ab kommenden Mittwoch die Ordner des Vereins unterstützen und im Stadion präsent sein, teilten Jäger und Schalke-Vorstandsmitglied Peter Peters mit.“

    (Quelle: express.de)

  • #44
    Mirco

    Jäger verknüpft hier zwei Punkte, die im Prinzip nichts miteinander zu tun haben (es sei denn man interpretiert es als Erpressung/Rache wegen Kritik oder gar als Stadionverbot für Prügelpolizisten).

    1 Die Beurteilung der Ereignisse beim Spiel gegen Saloniki
    2 Die Kostenfrage bzw die Frage des Einsatzbereiches der Polizei

  • Pingback: Dem Profisport droht zukünftig eine stärkere Beteiligung an den Kosten für Polizeieinsätze | Ruhrbarone

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