35

Angriff auf Linke in Wuppertal offenbar geplant

Foto: Atamari / CC BY-SA 3.0

Die Bergische Uni Wuppertal. Foto: Atamari / CC BY-SA 3.0

Der Angriff auf Linke in Wuppertal am gestrigen Freitag war offenbar geplant. Unbekannte hatten Proisraelaktivisten gezielt angegriffen.Eine Person aus dem Umfeld des LSpR behauptete gegenüber den Ruhrbaronen nun, der LSpR sei involviert gewesen. Dessen Sprecherin widerspricht der Behauptung..

 

Als ein junger Mann, der den Leuten vom LSpR bekannt war, gesagt habe, auch er sei angegriffen worden,hätten die Mitglieder des LSpR überrascht gewirkt. Sie sollen sinngemäß gesagt haben, ach, du warst auch dabei?

Der Vorwurf: Einige Mitglieder des LSpR hätten im Vorfeld von dem Angriff gewusst. Im Vorfeld wurde eine Personengruppe gesehen, die mit Leuten aus dem Spektrum der Linksjugend NRW interagiert hätten. Diese Personen könnten die späteren Angreifer gewesen sein
Das geht ebenfalls aus der Aussage der Person aus dem LSpR-Umfeld hervor. Zum einen bestätigt sie die Personenbeschreibung. Zum anderen seien genau diese Leute hinterher nicht mehr da gewesen.

„Die Leute vom LSpR haben sich mindestens zweimal verraten“, interpretiert sie die Vorgänge. Die Person vermutet die Angreifer im Spektrum der „Roten Antifa“. Gamze Özdemir bestreitet die Vorwürfe gegenüber den Ruhrbaronen. Sie und ihre Mitstreiter hätten nichts mit der Sache zu  tun. Zufällig anwesende Augenzeugen äußerten ebenfalls den Verdacht, die Aktion sei geplant gewesen.

„Warum habt ihr die Angreifer denn nicht festgehalten?“

Nach dem Angriff legten die anwesenden Vertreter des Landessprecherinnen-Rates allerdings ein fragwürdiges Verhalten an den Tag. Zunächst filmten sie die Angegriffenen gegen deren Willen ab. Im späteren Verlauf bekräftigte Gamze Özdemir, man sei ausdrücklich gekommen, um die Gründung zu verhindern. Angesprochen auf den gewaltsamen Angriff sagte Özdemir: „Warum habt ihr die Angreifer denn nicht festgehalten und nach oben gezerrt?“ Als eine junge Frau laut darüber sinnierte, eventuell die Polizei zu rufen, wurde sie von der Landessprecherin dafür kritisiert. In linken Strukturen regele man das anders.

Inzwischen hat sich der Bundessprecher*innen-Rat zu Wort gemeldet. In einer Stellungnahme heißt es: „Mit großem Entsetzen haben wir zur Kenntnis genommen, dass aus mutmaßlich antisemitischen Gründen Aktivist*innen in Wuppertal auf dem Weg zur Gründung der BAK Shalom AG Nrw angegriffen und verletzt wurden. Wir möchten unsere uneingeschränkte Solidarität mit den Betroffenen ausdrücken. Zudem verurteilen wir den Angriff aufs Schärfste und hoffen auf eine schnellstmögliche Aufklärung der Vorkommnisse.“

Am gestrigen Freitag wollten linke Aktivisten die „BAK Shalom AG NRW“ in Wuppertal gründen. Dies ist ein Zusammenschluss von israelsolidarischen Aktivisten innerhalb der Jugendorganisation der Linkspartei. Unmittelbar vor dem Treffen wurden sie von fünf Männern angegriffen, es kam zu leichten Verletzungen.

*Der Autor war bei dem Vorfall dabei.

RuhrBarone-Logo

35 Kommentare zu “Angriff auf Linke in Wuppertal offenbar geplant

  • #1
    Friedhelm Kaimann

    Habt ihr auch irgendwelche klareren Beweise? Weil dieser Artikel läuft wohl eher unter der Rubrik „üble Nachrede“. Ich kenne sowas zur genüge aus politischen Zusammenhängen.
    Eins ist ja klar: Wenn die Vorwürfe stimmen, sind diese schwerwiegend und müssen deutliche Konsequenzen nach sich ziehen. Aber es gilt nunmal: Solange die Schuld nicht bewiesen ist, gilt die Unschuldsvermutung.
    Daher: Alle Beweise auf den Tisch.

  • #2
    Martin Niewendick Beitragsautor

    Nun ja, in dem Fall würden sich Mitglieder aus dem Dunstkreis des LSpR selbst übel nachreden.

  • #3
    Friedhelm Kaimann

    Das ist ja keine Antwort auf die Frage nach Beweisen. Sorry, aber wenn jemand gegen diesen Artikel auf Unterlassung klagt, ist die Sache sowas von eindeutig. Denn du nennst ja auch Betroffene namentlich. Ich kann mir ja vorstellen, dass es so ist, wie es da steht. Aber man muss es auch nachweisen können, damit man Konsequenzen ziehen kann (die ich mir sehr wünsche!)

  • #4
    Abrahammed

    @Friedhelm Kaimann

    „In linken Strukturen regele man das anders.“

    also bei so einem satz kann man nicht von übler nachrede sprechen.
    damit hat diese Gamze Özdemir sich doch verraten, woher soll sie bitte wissen dass es ein linker übergriff war. hätten ja genau so gut nazis oder islamisten sein können.

    überhaupt die ganze art wie sie darauf reagiert, fühlt sich wohl sehr gerissen…

  • #5
    Christoph

    Sollte sich das so bewahrheiten, wäre nichts sinnvoller als ein Rücktritt und entsprechende innerverbandlichen Konsequenzen.
    Selbstverständlich ruft man bei gewaltvollen Übergriffen die Polizei, ich wüsste nicht, warum man als „Linke/r“ legitimiert sei zu irgendwelchen Formen von Selbstjustiz zu greifen. Das, was der BundessprecherInnen-Rat getan hat, ist eine verantwortliche und vertretbare Position; sollte das so stimmen wie das hier vorgetragen wurde, ist das ein absolut unverantwortliches Verhalten mit einer gehörigen Spur an Entsolidarisierung von den Opfern eines Gewaltangriffs, mit Schuldzuschreibung an die Opfer, eine Täter-Opfer-Umkehr. Mit solchen Leuten kann man keine sinnvolle politische Arbeit machen.

  • #6
    Friedhelm Kaimann

    Ich verstehe auch nicht, warum die Polizei gerufen worden ist. Entweder die Angreifer waren Neonazis und Rassisten –> Dann gibt es keinen Grund, dass „innerhalb der linken Strukturen“ zu klären, da die Neonazis nicht teil dieser sind. Wenn also diese Landessprecherin sowas sagt, muss sie offenbar wissen, dass die Angreifer zu „linken Strukturen“ gehören. Allerdings verhalten sie sich nicht besser als jeder x-beliebige Neonazi, wenn sie gewaltlose Menschen angreifen. Auch dann gehört die Polizei gerufen. Allein schon wegen der Beweissicherung. @Martin: Warum habt ihr als Opfer nicht die Polizei gerufen? Ich meine: Es ist doch die Sache der Opfer darüber zu entscheiden und sich nicht von irgendwelchen „Landessprecherinnen“ was sagen zu lassen.

  • #7
    keineEigenverantwortung

    Wurde der Vorgang bei der Polizei angezeigt?

    P.S. muss die Polizei eigentlich ermitteln, wenn solche Vorgänge veröffentlicht werden?

  • #8
    Case

    Anti-Imps versus Anti-Ds, Teil 827365387164. Hier die vollständige Liste von Leuten außerhalb von „Deutsch mich nicht voll“ und „autonomes Antifa Kombinat Solidarität“ die es interessiert:

  • #9
    Aluhut für Ken

    Die Schilderungen der Betroffenen weisen auf einen antisemitischen Übergriff hin. Dementsprechend kann man von einer politisch motivierten Straftat, aus dem rechtem Spektrum ausgehen.
    Eine Anzeige bei der Polizei ist unumgänglich, um auch eventuelle Querfront innerhalb linker Gruppen zu Tage zu fördern.
    Es wäre fatal völkische oder antisemitische Personen in verwaltenden Positionen innerhalb linker Strukturen zu belassen.
    Zurückhaltung hinsichtlich der Aufklärung, wäre ein Schritt in die falsche Richtung.
    Derartiger Umgang verhindert keine weiteren Übergriffen könnte Straftäter sogar motivieren, da sie von Straffreiheit ausgehen.
    Dem sollte man dringend entgegenwirken.

  • #10
    mr darkkness

    Wer den nordrhein-westfälischen Landesverband der Nachwuchsorganisation der Partei „Die Linke“ auch nur ein bißchen kennt, wundert sich nicht. Er ist ein Sammelbecken militant anti-zionistischer, mehr oder weniger offen antisemitischer Nachwuchskrakeler. Man erinnere sich nur an die „Flugblatt-Affäre“ bei der Duisburger Linken. Dass sich aus diesem Umfeld mal irgendwann welche berufen fühlen würden zur Tat zu schreiten, war zu erwarten. Ich hatte mal das „Vergnügen“ mit einem Duisburger Mitglied von „solid“ kontrovers über Israel zu diskutieren: Der Tag würde schon noch kommen, wo mit den Freunden „Onkel Sam’s“ abgerechnet werde, wurde mir bedeutet. – Echt entzückend…

  • #11
    Barbara Müller

    🙁 wenn wir uns immer spalten lassen, wird das nix mit System -ÄNDERN!

  • #12
    Janina

    „Als eine junge Frau laut darüber sinnierte, eventuell die Polizei zu rufen, wurde sie von der Landessprecherin dafür kritisiert. In linken Strukturen regele man das anders.“

    Oh wie widerlich, diese Linke Parallelgesellschaft mit ihrer Parallelrechtsprechung.
    Wirklich holt beim nächsten mal die Polizei.

  • #13
    Thomas Weigle

    Antisemitismus ist keine linke oder rechte Erscheinung, er wurzelt in der Mitte der Gesellschaft. Auch wenn Bebel den AS als „Sozialismus der dummen Kerls“ bezeichnet hat, ist er dennoch in der Linken vorhanden, und nicht nur bei solid. Ich habe mal im September 11 auf einer Veranstaltung in GT mit der zu Recht vergessenen P.Schwabedissen den BAK Shalom erwähnt. Blanker Hass, verbal und mimisch war die Reaktion, erschreckend!! Wer wie der Sprecher dieses Kreisverbandes, Pusch, der Meinung ist, dass „dass der Kampf gegen Israel Teil des Kampfes gegen den westlichen Imperialismus ist“, kann da wohl nicht anders. Kurz zuvor hatten er und der Gütersloher GEW Funktionär Klein-Ridder Gysi anläßlich einer Entscheidung der Bundestagsfraktion der Linkpartei bezüglich des AS, die nicht so ausgefallen war, wie sich das diese Vorzeigelinken vorgestellt hatten, schriftlich angeweint, sie „hätten nun kein Vertrauen mehr in die bürgerliche Demokratie.“
    Was mich allerdings mehr als nur verstört ist, dass Antisemiten wie Klein-Ridder, die ihrem AS und gleichzeitig ihrer Unterstützung des Folterregimes Iran offen und schriftlich Ausdruck verleihen, innerhalb der GEW Funktionen übernehmen können. Zumindest eine Lehrergewerkschaft sollte doch aus der unseligen Vergangenheit und der Rolle der dt. Lehrerschaft dabei, Lehren gezogen haben. In Gütersloh allerdings offenbar nicht.

  • #14
    Norbert

    … und das alles in Räumen des AStA, der keine linke Organisation ist (auch wenn manche ASten das glauben).

  • #15
    Rainer Möller

    Ich bin kein Fachmann in diesen linken Interna. Aber nach allem, was ich vom BAK Shalom bisher gelesen habe, stehen diese Leute eher dem Likud nahe als der Meretz (von der früheren kommunistischen Partei ganz zu schweigen): Warum wollen sie also eigentlich unbedingt der „Linken“ angehören?

  • #16
    Alreech

    Oh, ich kenn solche linke Interna.
    Da wird vor der Demo groß getönt das man den Nazis oder Bullen aufs Maul schlagen will, und wenn es dann wirklich zu Krawall kommt dann hat die Gegenseite provoziert oder sogar Agent Provokateurs eingesetzt… man ist schließlich immer gegen Gewalt.

  • #17
    Werner Jurga

    Es ist dem Artikel beim besten Willen nicht zu entnehmen, was ein „LSpR“ ist. Auch Googeln hilft nicht. Doch ohne zu wissen, was ein „LSpR“ sein könnte, bleibt der Artikel unverständlich. – Szenentratsch.

  • #18
    Hans

    @ Werner Jurga

    ein LSpR ist ein LandessprecherInnenrat der Linksjugend [’solid]. In dem Fall gehts um den LSpR in NRW.

  • #19
    Case

    @Rainer Möller: Weil in der normalen Welt keiner die Antideutschen ernst nimmt. Der „antiimperialistische“ Teil der Linken mag sie zwar auf Tod und Teufel nicht, aber das ist ja nun auch eine Art von Aufmerksamkeit…

    Ansonsten haben beide Gruppen noch einen gemeinsamen Nenner, ihre Ideologien machen einfach keinen Sinn: Anti-Imps wollen gegen Unterdrückung sein und finden Antisemiten toll, bei den Antideutschen stekct der Widerspruch schon im Nemen: Was ist deutscher als der permanente Versuch, aus Sühne katholischer als der Papst (bzw. pro-isrealischer als die JDL, pro-amerikanischer als die Tea Party, mehr pro-Milosovic als der Typ selbst) zu sein? 😉

  • #20
    ESAC

    @CASE: kann ich nur bestätigen. Aus der Richtung kommt häufig nur Stuss wie ein Gläschen Jardenwein auf Putin … (das ist ein wenig Aluhut-Wahnmachen-mässig aber egal), ein Gläschen Jardenwein auf Milosewitsch …, ein Gläschen Jarden Wein auf Karacic (der hat ja „Serbien“ von den Bosniern „gesäubert“ – die ja bekanntlich ein und der selben Religion „anhingen“ wie die SS-Division Skenderbeg, die ja volks-albanisch war … und Bill Clinton ist ein Kriegsverbrecher, da von den US-Streitkräften mal ein Zug mit Zivilisten von einer Brücke gesprengt wurde – ganz im Gegensatz zu George W. Bush … das grenzt m.M. an Autismus und Schmalspur-Eklektizismus.

  • #21
    Nazienkel

    @ESAC
    @Case

    Hahaha – zwei vom selben ‚Stamm‘?
    Antideutsch ist ja meist eher eine Fremdzuschreibung latenter Antisemiten und im stolz gekränkter Nationalisten, welche jeden Nestbeschmutzer in eine Schublade stecken mögen – die hier von Ihnen herbeiphantasierten vorgetragenen Gemeinsamkeiten zwischen „Ideologien“ stellen wohl Trollversuche auf hohem Niveau dar…sind aber angesichts des Artikels eher geschmacklos und unoriginell.

  • #22
    Hans

    Hier übrigens die Distanzierung des LSpR aus NRW

    http://www.linksjugend-solid-nrw.de/1958/lspr24323423423

  • #23
    Rainer Möller

    Schade, dass anscheinend niemand meine Frage (bzgl. des BAK Shalom) beantworten kann.

  • #24
    Avni Finkelstein

    @Nazienkel:
    Also ist nichts antideutsches daran, wenn man Slogans wie „Solidarität mit Israel! Deutschland HASSEN!“ verwendet? Ihr seid nur brave brave Menschen, die den bösen Antisemiten ausrotten wollen?
    Wieso zählt bei den Antideutschen eigentlich der Araber garnicht mehr zu den Semiten?

    @Rainer:
    Diese Frage stellte ich auch schon unter dem vorigen Artikel zu diesem Thema.
    Die Antwort werden Sie niemals bekommen, da diese Ideologie ausschließlich auf Parolen und Diffamierung ausgelegt zu sein scheint.
    Sollte ich mich irren, freue ich mich riesig auf eine logische Antwort, warum Rechtskonservative sich mit der Lanze im Kampf gegen Antisemitismus linke Gruppen unterwandern.

  • #25
    WALTER Stach

    Ich nutze die Gelegenheit für einen Hinweis:

    „Fachismus ist Teil unserer Kultur“

    -SPIEGEL-Gespräch mit Zeev Sternhell -israelischer Politiloge udn Historiker-; DER SPIEGEL 28/2o14, S.128 ff.

    So stelle ich mir einen Beitrag in einem Diskus vor, der diese Bezeichnung verdient „Diskurs – Schauplatz kommunikativer Rationalität(Habermas)-.

  • #26
    Thomas Weigle

    @ Avni Finkelstein Der Begriff ANTISEMITISMUS ist ein in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eingeführter politischer Kampfbegriff, der sich ausschließlich gegen die Juden richtete. Deshalb haben die Nazis auch mit semitischen Arabern bzw. Palästinensern gerne und intensiv zusammengearbeitet. So fand der von den Engländern „verfolgte“ Großmufti von Jerusalem wohlfeiles Exil in einer arisierten Wannseevilla. Als ihm die ständigen Luftangriffe zu gefährlich wurden, wurde er in die Nähe von Dresden ausgelagert, natürlich villenmäßig.

  • #27
    Avni Finkelstein

    @Thomas:
    Der Begriff „Semit“ wurde bereits ende des 18. Jahrhunderts eingeführt und inkludierte Araber, Äthiopier, Malteser und noch viele mehr.
    Die Juden wurden auch von den Antisemiten nicht als die einzigen gehasst, sondern als die unterste Stufe der Semiten wahrgenommen, die sogar von anderen (ebenfalls minderwertig bezeichneten) Semiten gehasst werden.
    Natürlich sind also Antisemiten auch gegen Juden, aber halt AUCH und nicht ausschließlich.
    Dabei muss man bedenken, dass das Judentum in Europa nun mal weiter verbreitet war als die restlichen Semiten, weshalb vielleicht der Hass stärker auf sie konzentriert wurde.
    Wenn Sie schon mit der Zusammenarbeit von Nazis und Semiten kommen, sollten Sie auch das Ha’avara Abkommen erwähnen, die eine der Abkommen zwischen Zionisten und den Nazis war.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Ha%27avara-Abkommen

    Ebenfalls sollten Sie auch mal folgenden Artikel lesen:
    http://www.stern.de/politik/geschichte/wehrmacht-hitlers-juedische-soldaten-514034.html

    Die Frage aber ist und bleibt immer noch:
    Was machen rechtskonservative unter dem Deckmantel des Kampfes gegen Antisemitismus in der Linksjugend?

  • #28
    alden

    Wo wir hier schon mal bei Diskriminierung sind, #27 diskriminiert Menschen mit Autismus.

  • #29
    Thomas Weigle

    @ Avni Finkelstein Der europäische, besser gesagt christliche Judenhass hat wenig mit der semitischen Herkunft der Juden zu tun, sondern mit ihrer Rolle als „Christusmörder“. Das wird ihnen heute noch tw. vorgehalten, sowohl bei Katholen als auch bei schwer Evangelischen in den USA. Der Hass der Christen nährte sich weiterhin aus angeblichen jüdischen Ritualen, bei denen christl. Kinder getötet worden seien. Hinzu kommt, dass Juden auf Grund ihrer Ausgrenzung bereits im ersten nachchristlichen Jahrtausend und ihrer Vertreibung aus ihrer Heimat gezwungen waren, wirtschaftlich besonders erfolgreich zu sein. Ihr Wohlstand erregte den Neid und die Gier christlicher und weltl. Würdenträger, die von den Juden keinen „Zehnten“ einfordern konnten, deshalb auf kriminelle Art und Weise,Schutzgeld u.ä. den Juden an Besitz und Leben gingen.
    Der evang. Judenhass konnte swich auch auf Luther berufen, der zunächst nix gegen Juden hatte, ihnen aber dann übelnahm, dass sie nicht, wie von ihm erwartet, in seine Kirche „überliefen“ und so zu einem wütenden Judenhasser wurde, der ihnen an Besitz und Leben wollte, was ihn für Hitler zu einem „großen Deutschen“ machte.
    Der politische Antisemitismus wurde, da bleibe ich dabei, in D. und Österreich-Ungarn in der 2. Hälfte der 2. Hälfte des 19. Jahrh. zur politischen Bewegung. Auch in Frankreich- Dreyfuss- nahm dieser polit. AS erheblich an Fahrt auf.Chamberlain, Stoecker, Treitschke, dann ein Wiener Bürgermeister, der Hitler sehr beeinflußt hat, dessen Name mir nur im Augenblick nicht präsent ist, nicht zu vergessen Wagner und natürlich W2.
    Sie können doch nicht ernsthaft die Zusammenarbeit von Zionisten mit den Nazis zwecks Auswanderung mit deren Zusammenarbeit mit Palästinensern zum Zwecke der Vernichtung von Juden und der Eroberung des Nahen Ostens vergleichen.

    Der Ursprung des Judenhasses wird in seiner ganzen Irrationalität deutlich, wenn man bedenkt, dass der Tod Christus der Kulminationspunkt des christl. Glaubens ist, von Gott gewollt war. Was wiederum auch schon irrational genug ist, dass sind aber letztlich alle Religionen, auch die jüdische.
    Immerhin kennt die jüdische Religion kein Missionierungsgebot, was ihr die brutale Schrecklichkeit christl. und islamischer Missionierung erspart hat.

  • #30
    Stefan Laurin

    @Avni Finkelstein: Davon ab das Du bestimmt nicht so heißt – gerade wird ganz Israel beschossen. In Jerusalem holt Iron-Dome die Raketen der Hamas vom Himmel, in Tel Aviv ist Alarm ausgelöst worden. Die Wahnsinnigen haben Israel den Krieg erklärt – und werden schon morgen wieder auf ihre Freunde in aller Welt setzen können, die die Hamas-Killer zu Opfern verklären werden.

  • #31
    Avni Finkelstein

    @Stefan: Was hat denn wie ich heiße mit dem zu tun, was ich schreibe?
    Gibt es für Sie einen Unterschied zwischen einen fanatischen Terroristen und einem Bewohner des Gazastreifens?

    @Thomas: Danke für die Geschichte.
    Erklärt immer noch nicht, warum man als eine Untergruppe der Linken Jugend
    -dazu auffordert, rechtskonservative Handlungen von Politikern nicht zu kritisieren, nur weil sie Israelis sind.
    -mit Transparenten herumläuft, wo „Deutschland Hassen“ und „Solidarität mit Israel“ stehen

  • #32
    Stefan Laurin

    Avni@ Man kann jedem Bewohner des Gaza-Streifens nur raten, eng mit den israelischen Behörden zusammen zu arbeiten um den Terror zu stoppen und sich nicht als Schutzschild mißbrauchen zu lassen. Wer akzeptiert, das in seiner Nachbarschaft Terroristen agieren, wird dafür einen hohen Preis zahlen. Israel hat jedes Recht sich zu wehren.

  • #33
    Frank

    Wer eine Ahnung von der terrorisierenden Wirkung auch nur der Ankündigung eines Raketenangriffs bekommen will, kann mal die App „Red Alert“ auf sein iPhone oder iPad laden. Sie pusht eine Warnung mit Ortsangabe, wenn die Hamas wieder Bomben nach Israel auf den Weg gebracht hat. Schockierend.

  • #34
    Thomas Weigle

    @ Avni „Solidarität mit Israel“ ist schon mal gut. „Deutschland hassen“ gibt es zumindest für eine Menge Menschen auf Grund unserer Geschichte durchaus Gründe. Die innerparteilichen Konfrontationslinien innerhalb der Linkspartei sind für Außenstehende, selbst für Ehemalige wie mich, nicht immer nachvollziehbar und erklärbar.
    Ach ja, ich war 71 sechs Wochen in Israel und habe von Hass eigentlich nichts gespürt, nicht mal Ablehnung ist mir dort als jungem Deutschen begegnet. Finde ich bis heute mehr als bemerkenswert.
    Auch von autoritären oder apartheitsmäßigen Verhalten gegenüber den Palästinensern war wenig zu spüren. Mit Ausnahme von Gaza und dem damals als Grenze zu Ägypten dienenden Suezkanal konnte sich jeder im ganzen Land frei bewegen. Die orthodoxen Juden waren seinerzeit eher eine belächelte Minderheit, die am Sabbat am Jerusalemer Busbahnhof Steine gegen Busse und Taxis warf, aber selten Schaden anrichtete. Das war allerdings vor München 72 und dem weltweiten Terror und innerisraelischen Angriffen durch Palästinenser.

  • #35
    Azarael

    *Gröhl* Da kommt direkt erstmal wieder der Antisemitismus-Vorwurf. Klar, sind bestimmt alles böse Antisemiten, die die Gründung des LAK Shalom verhindern wollten. Hat bestimmt nichts damit zu tun, dass die Diskussionskultur innerhalb des Verbandes überall da, wo dieser LAK gegründet wurde, vollkommen den Bach runtergegangen ist, weil dessen Mitglieder mit einem sehr aggressiven Diskussionsstil und einer Präsenz in den Kommunikationskanälen des Verbandes, der in keinem Verhältnis zu ihrem Anteil an der Mitgliederschaft steht, jeden in Grund und Boden stampfen, der nicht ihre Meinung vertritt. Der unreflektierte Antisemitismus-Vorwurf ist ein gutes Beispiel dafür.

    Dass auf Gewalt zurückgegriffen wurde, kann ich nicht gut heißen. Dass man versucht hat, die Gründung dieses subversiven LAKs zu verhindern, sehr wohl. Man würde es ja auch nicht hinnehmen, wenn in der Linksjugend auf einmal ein LAK Wirtschaftsliberalismus gegründet würde. Irgendwie muss man seine Positionen auch schützen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *