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?Ein Zeichen der Solidarität?

Im Schlafzimmerfenster von Michael P. hing eine Israelfahne und auf seinem Balkon eine weitere. Zwei gute Gründe für die Polizei, seine Wohnung aufzubrechen.

Duisburg: Zwei Wohnungen gestürmt

Michael P. sitzt in der Küche seiner Wohnung in der Duisburger Innenstadt und trinkt Kaffee. Am Samstag hatte die Polizei genau diese Wohnung aufgebrochen um zwei Israelfahnen, eine aus dem Fenster seines Schlafzimmers und eine vom Balkon, zu entfernen. Die Fahne auf dem Balkon wurde von einem Polizeibeamten bei der Aktion abgerissen.  Anti-Israelische Demonstranten hatten auf ihrem Marsch durch Duisburg vor der Wohnung mit den Israelfahnen Halt gemacht, antijüdische Parolen skandiert, das Haus beworfen und versucht, das Haus zu stürmen – bis die Polizei klein bei gab und die Fahnen entfernte.

Im Schlafzimmerfenster von Michael P. hing eine Israelfahne und auf seinem Balkon eine weitere. Zwei gute Gründe für die Polizei, seine Wohnung aufzubrechen.

Duisburg: Zwei Wohnungen gestürmt

Michael P.* sitzt in der Küche seiner Wohnung in der Duisburger Innenstadt und trinkt Kaffee. Draußen an der Tür zu seiner Wohnung sieht man schemenhaft einen Fussabdruck. Die Tür selbst ist intakt. Das gleiche Bild einen Stock tiefer. Am Samstag hatte die Polizei die Wohnung von Michael P. und die Wohnung darunter aufgebrochen, um zwei Israelfahnen, eine aus dem Fenster seines Schlafzimmers und eine vom Balkon, zu entfernen. Die Fahne auf dem Balkon wurde von einem Polizeibeamten bei der Aktion abgerissen.  Anti-Israelische Demonstranten hatten auf ihrem Marsch durch Duisburg vor der Wohnung mit den Israelfahnen Halt gemacht, antijüdische Parolen skandiert, das Haus beworfen und versucht, das Haus zu stürmen – bis die Polizei klein bei gab und die Fahnen entfernte.

„Ich stand gegenüber auf der anderen Straßenseite und konnte die ganze Sache nur noch beobachten.“ Der Schilderung des Sprechers der Duisburg Polizei, Ramon van der Maat, er habe feixend am Straßenrand gestanden und sich über das „Theater, das er verursacht hat amüsiert“ widerspricht P.: „Ich hatte Schiss. Es ist kein gutes Gefühl, wenn man sieht, dass ein Polizist auf deinem Bett steht und eine Fahne aus dem Fenster nimmt, während die Menge unten auf der Straße steht und Allah uh Akbar schreit.“

Nicht nur seine Tür wurde von den Beamten mit einem beherzten Fußtritt aufgetreten: Auch die Tür einer leer stehenden Wohnung ein Stockwerk darunter wurde aufgebrochen – die Polizei hatte sich in der Etage geirrt. Als ein Freund von P. später auf seinem Balkon stand, um eine Zigarette zu rauchen, empörte auch das einzelne Gruppen von  Demonstranten. Wieder war die Duisburger Polizei hilfsbereit: Der Raucher bekam einen Platzverweis und durfte fortan nicht mehr den Balkon betreten. Wer den Schaden der Polizeiaktion bezahlt, ist bis jetzt auch noch nicht klar –  P. ist auf der Suche nach einem Anwalt.

Eine Israelfahne im Fenster zu zeigen, ist für P. nichts außergewöhnliches: Er hat sie zum 60. Jahrestag der Gründung des Staates Israel herausgeholt und zum 27. Januar, dem Tag an dem die 60. Armee der 1. Ukrainischen Front das KZ Auschwitz befreit hat. Und natürlich am vergangenem Samstag, als die radikalislamische Organisation Milli Görüs in Duisburg zu einer Demonstration gegen die Militäraktion Israels in Gaza aufgerufen hatte: „Die Fahne hing an diesem Tag nicht aus Zufall im Fenster. Für mich war es ein Zeichen meiner Solidarität mit Israel. Immerhin ist es die einzige Demokratie im Nahen Osten und die Heimstatt der Holocaust-Überlebenden. Ich habe allerdings nicht damit gerechnet.“ Für P. sind die Demonstrationen gegen die Israelis, die im Moment beinahe täglich in den europäischen Städten stattfinden, die größten antisemitischen Kundgebungen seit dem Ende des 2. Weltkriegs: „Da wird doch nicht gegen die Politik Israels demonstriert, sondern gegen den Bestand des Staates Israel und gegen die Juden.“

Dass die Polizei sich auf die Seite des, wie P. es nennt, „antisemitischen Mobs stellt“  hat ihn erschreckt: „Ich weiß von Freunden aus den USA, dass dort die Polizei dafür sorgt, dass auch Demonstrationen für Israel in der Nähe arabischer Demonstranten stattfinden können und keine israelischen Fahnen verschwinden müssen.“ In Düsseldorf dagegen hätte die Polizei vor wenigen Tagen Gegendemonstranten einer pro-palästinensischen Kundgebung Platzverweise erteilt.

Es hat lange gedauert, bis P. am Samstag in seine Wohnung zurückkehren konnte. Noch Stunden später, die offizielle Demonstration war längst weitergezogen, gingen sie an  seinem Haus vorbei und riefen Sprüche wie „Juden raus“ und „Scheiß Juden“ – auch das für die Duisburger Polizei kein Grund einzugreifen.

Nun überlegt P. umzuziehen. Das Haus in der Duisburger Innenstadt ist in den letzten Tage berühmt geworden und sicher fühlt sich P. nicht mehr. „Eigentlich unvorstellbar“, so P., „dass man Angst haben muss, weil man eine israelische Fahne im Schlafzimmerfenster hatte.“

Hier das Video. Man sieht, wie die Polizei die Fahne aus Michael P.s Fenster runterreißt.

 

 

* Name geändert

Mehr zum Thema:

"Vergast die Juden"

Demonstranten forden Judenvergasung – Duisburg: Polizei entfernt israelische Fahne

Hauptsache Ruhe

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66 Kommentare zu “?Ein Zeichen der Solidarität?

  • #1
    PatJe

    Nur als Info: Der Polizeipräsident von Duisburg hat sich für das Vorgehen entschuldigt und es als „falsche Entscheidung“ bezeichnet: http://www.polizei-nrw.de/presseportal/behoerden/duisburg/article/meldung-090113-150947-87-869.html

  • #2
    David Schraven

    Danke Stefan für das Interview. An diesem Stück kann man sehen, was guten Jourmalismus ausmacht. Auch die WAZ war gestern vor Ort.

    http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/rhein-ruhr/2009/1/12/news-104546125/detail.html

    Sie schreibt:

    „Die Spuren des gewaltsamen Eindringens der Polizei in die Wohnung seien aber immer noch zu sehen ? schwarz auf weiß. Der Schuhabdruck eines Polizisten. Das schildert ein Nachbar, denn der Presse blieb der Zutritt zum Haus verwehrt.“

    Davon ab kommt die Entschuldigung des Polizeipräsidenten zu spät und ist zu billig.

  • #3
    Tobias

    „Nur als Info: Der Polizeipräsident von Duisburg hat sich für das Vorgehen entschuldigt und es als ?falsche Entscheidung? bezeichnet: http://www.polizei-nrw.de/presseportal/behoerden/duisburg/article/meldung-090113-150947-87-869.html“

    1. Morgen machen sie genau so weiter.
    2. Müsste es heißen ich bitte um Entschuldigung
    3. Selber schuld wenn man so einem verlogenen Gesabber glauben schenkt.
    Die deutsche Polizei hat endlich ihr wahres Gesicht gezeigt.

  • #4
    Frank Seidlitz

    Das ist auch das Mindeste. Mann stelle sich das mal vor, wenn dies Schule machen würde. Weil es eine Demonstration von Nazis gibt, darf ich als Gegendemonstrant kein Protestschild tragen. Hier würde das eine Grundrecht über das des anderen gestellt. Absurd!

  • #5
    Stefan Soellner

    Dahinter steckt System. Ich warte seit 14d auf eine Antwort der Polizei Dortmund, die Hamas Anhänger in „kompletter Kutte und Fahne“ herumlaufen lassen und die Exekutive sich nicht im geringsten an antisemitischen Parolen stören lässt. Ein Skandal sondergleichen.

  • #6
    Mit-Leser

    Jetzt hat sich der Duisburger Polizeipräsident entschuldigt. Er hat die Motivation (Schaden von den Wohnungsinhabern abzuwenden) für das Vorgehen der Beamten erklärt – und nicht davon abgesehen das Verhalten als außenpolitisch unsenibel zu bezeichnen.

    Eigentlich ein ziemlich demokratischer Akt, finde ich.

    Mir aber kommt die Diskussion hier langsam so vor, als hätte der Polizeipräsident auch einen brandtschen Kniefall machen können – und die Kommentaren dieses Blogs hätten ihm trotzdem faschistoide Tendenzen unterstellt. Kommentare wie „die deutsche Polizei hat endlich ihr wahres Gesicht gezeigt“ klingen für mich nach platten linken Parolen ohne Gehalt. Ich frage mich tatsächlich welche persönlichen Erfahrungen der in gewissen Kreisen seit Jahren vorherrschenden Meinung zugrunde liegen, dass unsere Polizisten Nazis sind. Und ich frage mich wirklich, weshalb in der Berichterstattung dieses Blogs die ganze Zeit probiert wird, die deutsche Polizei auf die Seite der Palästinenser zu stellen.

    Mag sein, dass ich hier keine „lockere“ Zeitgeist-Meinung vertrete – aber es ärgert mich einfach wie hier Fakten vermischt werden, um ein bestimmtes Szenario zu kreieren.

    Deshalb noch einmal: Das Verhalten der Polizei war außenpolitisch unsensibel. Es war jedoch nicht außenpolitisch motiviert. Diesen feinen Unterschied zu erkennen, macht wirklich guten Journalismus aus. Daher ist hier auch niemanden ein Scoop gelungen, sondern nur Bild-Niveau.

    Wieso ist niemand der hier schreibenden „Profis“ einmal auf die Idee gekommen, die genauen Umstände für das hektische Vorgehen der Beamten herauszufinden? Wieso hat niemand versucht sich empathisch in die Situation der Beamten in diesem aufgeheizten Szenario hinein zu versetzen. Wäre der Vorwurf an die Polizei nicht eher, dass die Beamten nicht ausreichend geschult und vorbereitet sind? Dass die Polizei zu wenige erfahrene und psychologisch ausreichend geschulte Einsatzleiter hat? Und einmal durch Recherche nachzuvollziehen wie es zu dieser außenpolitisch unsensiblen Befehlskette gekommen ist? Wie aus „gut gemeint“ Hausfriedensbruch werden konnte?

    Nein, auf diese Idee sind die Herrn Lokalbarone nicht gekommen – sie haben dagegen bloß die schlagzeilenträchtige Verschwörungs-Keule geschwungen. Und dies ist der Punkt der mich ziemlich stört.

  • #7
    Christian

    Es ist einfach erschreckend. Aber immerhin gibt es noch einen kleinen Sturm der Entruestung. Eines Tages, wahrscheinlich in nicht allzu ferner Zukunft, wird es fuer uns normal sein, dass die deutsche Polizei dafuer sorgt, dass kein Andersdenkender mehr Solidaritaet mit Israel zeigen darf. Ich moechte nicht in der Haut der Polizisten stecken, die diese Entscheidung unter dem Druck der Situation treffen mussten und dann so gehandelt haben, dass einfach Eerinnerungen an fruehere, als bewaeltigt geglaubte Zeiten wiederkommen. Deutsche Polizisten, die unter dem Jubel antisemitischer Demonstranten die Flagge Israels entfernen… nun ja, das sind Bilder, die bestimmt in zahlreichen Laendern mit hochgezogenen Augenbrauen wahrgenommen werden… Wuenschenwert waere es jetzt natuerlich, wenn zahlreiche Menschen sich mit der israelischen Flagge solidarsierten und diese an ihre Fenster haengten… Allerdings waere das ja Zivil-Courage… und da waren wir in Deutschland ja nie so besonders stark…

  • #8
    Mika

    http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/129363

    Interessant sind insbesondere die Kommentare zum Vorfall in Duisburg.

  • #9
  • #10
    John

    Selbiges Vorgehen gab es vor Jahren bei einer Demonstration von Rechtsradikalen in Hamburg, nur dass hier eine türkische Fahne aus dem Fenster eines Mehrfamilienhauses gehisst wurde. Um die Sicherheit der anderen Bewohner des Hauses vor, während und nach der Demonstration zu gewährleisten, wurde auch diese Flagge von der Polizei letztendlich entfernt. Das Mädchen (zum damaligen Zeitpunkt 13 Jahre alt) und ihre alleinerziehende Mutter bekamen von einem türkischen Verband einen Gratissommerurlaub in der Türkei spendiert. Ach ja Notiz hat die Presse davon nicht genommen, aber hier war auch kein Zentralrat am Werke, der sogleich aufschreit….

  • #11
    Frank Simon

    Hallo,

    Im Augenblick befinde ich mich in San Francisco. Hier gab es auch mehrere Demonstrationen unter anderen auf der Market Street. Auf einer Seite der Strasse die Pro Palästina Demo, auf der anderen Strassenseite die Pro Israel Demo. Paar Polizisten in der Naehe. Mehr war nicht notwendig, wenn Menschen nicht nur ihre Meinung frei aeussern duerfen, sondern auch die Meinung des anderen respektieren.

    Die Polizei in Duisburg haette die freie Meinungsaeusserungen verteidigen sollen. Fuer beide Seiten, dass heisst gezieltes Vorgehen gegen die Steinewerfer, jene die einen Mitbuerger bedrohen und zur Judenvergasung aufrufen. Die Rechtsmittel sind da. Sowas wie „gefahrenabwehrende Gründe“ kann es in einer Demokratie nicht geben.

    Die betrefenden Polizisten und Leitung vor Ort hatte am Ende die Demokratie zu verteidigen, sie hat es in Duisburg offensichtlich nicht getan.

    Gruesse

    Terra

  • #12
    Stefan Snakker

    ICh danke für diesen Artikel! Es ist traurig, dass die Meinunsgfreiheit gegen Toleranz gegenüber Extremisten geopfert wird. Ich hoffe, dass dieser Artikel ein weiterer Schritt zu einer anderen Denkweise sein wird!

  • #13
    Stefan Soellner

    Zu meinem Beitrag…

    Eine Antwort ist eingetroffen: Eine Anzeige wg. Zeigens der Fahne der Hisbollah wurde durch Polizeibeamte gestellt.

    Nun ja. Ich erspare mir den Hinweis, dass die eine Fahne grün, die andere gelb ist. Der Staat wird sich dabei etwas gedacht haben …. irgendwas jedenfalls.

  • #14
    Oliver

    Mal eine Frage….

    Im heutigen Leitartikel der WAZ schreiben die Autoren etwas von „Protestanten“..??? – Wenn hier „Protestierende“ gemeint waren, haben dann wohl die Katholiken zugeschlagen??

    Oder einfach nur anfängerhafte journalistische Arbeit???

  • #15
    Kritiker

    Da muss ein Disziplinarverfahren anlaufen, denn der Beamte hat grob fahrlässig das Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung missachtet. Sollte er auf Anweisung gehandelt haben, ist dies nach oben hin weiter zu führen. Unerträglich wie sich „der Staat“ präsentiert.

  • #16
    Vuciak

    Vielleicht fühlt sich diese Demonstranten in ein paar Jahren durch Kirchen, Kreuze etc. provoziert. Was macht die Polizei dann zur Gefahrenabwehr?

  • #17
    Hohenstaufen

    Es darf nicht sein, dass unter dem Motto „Deeskalation“ die Seite , die Gewalt anwendet (Steinewürfe gegen das Haus) ihren Willen durchsetzen kann.
    Dies würde letzendlich die Kapitulation des Rechts vor dem gewalttätigen Mob bedeuten.
    Die Polizei sollte sich nicht -wenn auch unbeabsichtigt- zum Büttel des Mobs machen.
    „Zivilcourage“ wird oft beschworen, hier leider ein ungutes Zeichen, wenn das Zeigen einer Israelflagge schon Zivilcourage erfordert.

  • #18
    Tadeusz

    Das erinnert ein Wenig an früher. Da sind die „Guten“ auch gegen alles Böses auf der Welt, das natürlich von Amerika ausging, auf die Straße gegangen. Das andere (realsozialistische) Auge war in der Regel blind.
    Dass bei solch einer Demo aber eine amerikanische Flagge der deutschen Polizei vom Balkon geholt worden wäre, habe ich nie gehört.

  • #19
    Thomas

    >Wieso ist niemand der hier schreibenden ?Profis? einmal auf die Idee gekommen, die genauen Umstände für das hektische Vorgehen der Beamten herauszufinden?

    Ich nur so nebenbei. (-;

    Das war, nach allem was unserem Haus bekannt wurde, kein hektisches Verhalten.

    Mittlerweile sind Funkprotokolle – genauer schmutzige *mp3s auf dem Markt, die das zu belegen scheinen.

    Denenzufolge habe vor der eigentlichen Demo ein, sagen wir Aufklärungstrupp der Polizei den Schauplatz Claubergstraße/Ecke Friedrich-Wilhelmstraße vor der eigentlichen Demo abgegrast.

    Ausweislich dieser Aufzeichnungen heißt es, da macht wohl einer Ärger, da will einer provozieren.

    Wenn ich das richtig begreife, ist das weitergegeben worden an die Einsatzleitung, runtergegeben an vor Ort, deren Feedback in der Demosituation ja das uns bekannte übliche war. Das Runterupfen der isralelischen Flagge.

    Du kannst aus dem hier kolportierten Kommunikationskanon der Duisburger Polizei ableiten, daß diese Zeit gehabt hätte.

    Zeit genug, um objektschützerisch die fragliche Ecke zu sichern, Zeit genug, sich aufzustellen.

    Das ist in paramilitärisch organisierten Verbänden wie der Bereitschaftspolizei oder einem SEK eine Sache von Minuten; die üben sowas, die werden in der Ausbildung aus dem Schlaf geweckt deswegen.

    Festzustellen ist – Das Haus wurde nicht gesichert, obschon es nach der seinerzeitigen Lageeinschätzung möglich und also zwingend notwenig gewesen wäre.

    Das nur mal unter Dipl.-Verwaltungswirten und Real-Crime-Schreibern.

    (-;

  • #20
    Enzo

    @Kritiker: Ein Eindringen in die Wohnung „bei Gefahr in Verzug“ ist durchaus vom Grundgesetz gedeckt. Und nach Argumentation der Duisburger Polizei waren zu wenig Beamte vor Ort um das Objekt zu schützen – und somit Gefahr in Verzug gegeben. Bleibt natürlich ein Polizeiskandal – da Ausmaß der Demonstration offensichtlich Maßlos unterschätzt, daß sich die Polizei nur noch durch solche peinlichen Aktionen aus der Situation retten konnten …

  • #21
    Erkan

    Ihr Deutschen habt sie doch nicht mehr alle:

    1. Die Polizei hat die Flagge entfernt, weil sonst die Nachbarn von Flaggen-Peter – der schon wusste, warum er nicht während der Demo in seiner Wohnung war! – in Gefahr gewesen wären. 500 aufgebrachte Demonstranten die ein Haus stürmen, treten nämlich nicht nur eine Tür ein!

    2. „Nicht-Ureinwohner“ der Bundesrepublik sind jawohl bekannt für friedliche Demonstrationen. Wieso hätten also ausgerechnet bei dieser mehr Polizisten vor Ort sein sollen?

    3. Die Polizei hat also ALLES richtig gemacht. Ihr solltet also einfach nur dankbar dafür sein, dass alles glimpflich verlaufen ist und es nur eine kaputte Tür gab.

    4. Was sind eigentlich antisemitische Parolen und wem stehen sie nicht zu? Ohne eine Position einnehmen zu wollen, aber den Palästinensern wird gesagt, dies ist jetzt unser Land, wir sperren Euch ein und wir scheißen darauf, ob ihr verhungert. Ich bin gegen diesen Krieg, aber diese Menschen kämpfen für etwas, das man ihnen weg genommen hat. Im Gegensatz zu Euch Deutschen haben diese Menschen – aus ihrer Sicht – wenigstens einen nachvollziehbaren Grund die Juden/Israelis zu hassen. Also werft sie nicht mit Euch in einen Topf und erwartet nicht von ihnen, dass sie in eurem Scham erfüllten Nachkriegschor mitsingen!

  • #22
    Elias

    Seltsam das man sich so sehr ueber das entfernen einer Fahne aufregt, anstatt sich ueber den Tod von unschuldigen Menschen zu bestuerzen, die Zahlen sagen doch alles 900 Tote zivilisten 4000 verletzte Menschen. Warum, weil man ein Gebiet schuetzen will, dass man unrechtmaessig vor 60 Jahren seinen Ureinwohnern unrechmaessig entnommen hat. Natuerlich ist Hamas eine Empoerung, jedoch ist eine sogenannte „einzige Demokratische Regierung Isr.) nicht viel unterschiedlicher. Nur das Israel mehr Menschen (Frauen, Kinder) in den Tod fuehrt als irgend eine Terrorgruppe. Ein wirklich guter Job, so viele Menschen umzubringen das zeugt Erfahrung und Kaltbluetigkeit. Bravo Israel…und Bravo and seine blinden Unterstuetzer

  • #23
    Thomas

    zu (21): Lieber Erkan,
    bist Du nicht auch Deutscher genau wie viele von den Demonstranten?
    Soweit ich weiß wird übrigens der Veranstalter der Demo vom Verfassungsschutz beobachtet. Hierdurch wäre wie ich finde eine höhere Präsenz von Polizei gerechtfertigt.

    Ich denke, es darf nicht soweit kommen, dass man so eine Fahne wegnehmen musss.
    Vielleicht war es in dem aktuellen Fall unvermeidlich. Das weiß ich nicht.
    Jeder sollte das Recht behalten, seine Meinung (z.B.) durch so eine Flagge zu zeigen, sofern diese gesetzlich erlaubt ist (also nicht verfassungsfeindlich).

    zu (22): Lieber Elias,
    was im Gaza passiert ist schlimm!
    HIer geht es jedoch um ein andere Problem was uns in Deutschland angeht.
    Und auch darüber muss man reden. Es besteht kein Grund, sich nur auf den Grund der Demonstration zu beschränken.
    Deine Argumentation bezüglich des Gaza-Konflikts scheint mir auch holprig.
    Wir sollten es uns nicht ständig herasunehmen, so einen komplizierten Konflikt zu kommentieren.
    Ich würde mir nichts Sehnlicheres als einen dauerhaften Frieden wünschen.
    Aber die Realisation scheint in weiter Ferne.

    Die Vorfälle von Duisburg (während der Demo) beziehen sich auf unser aller Miteinander in Deutschland und die Frage, wie wir das in Zukunft gestalten wollen.
    Werden wir bereit sein, andere Meinungen zu tollerieren?

  • #24
    Elena

    Seltsam, dass Elias und viele andere hier als zuverläßige Quelle Hamas-Propaganda benutzen und versuchen, diese billige Propaganda der Terroristen für eine einzige Wahrheit der Welt zu verkaufen. Wo waren und wo sind Sie, „Menschenrechtler“, wenn Hamas-Raketen auf jüdische Frauen und Kinder fallen? Oder Juden Ihre Meinung nach kein Recht haben, sich zu verteidigen und dürfen lediglich schweigend in der Richtung Gaskammer sich bewegen? Warum geben Sie sich keine Mühe die Argumente (und Fakten) von anderer Seite mindestens einmal nachlesen? Ich frage mich, was ist für ein Grund dafür, dass Sie Augen von Hamas-Verbrechen schließen, die ihre eigene Zivilbevölkerung als lebendige Schlid missbrauchen, die Hilfsgüter klauen und ihr Volk verhungern lassen, die z.B. aktuelle egyptische Friedensplan wegen politische Interesse nicht akzeptieren usw usw. Ich frage mich, warum beeilen Sie sich gleich ganze Schuld auf Israel zu schieben? Vielleich können Sie mir DAS erklären.

  • #25
    zeitzeuge

    „Sowas wie ?gefahrenabwehrende Gründe? kann es in einer Demokratie nicht geben.“

    So ein Blödsinn. Wenn ein hungriger Mob von 10.000 Mann in Duisburg die Innenstadt in Schutt und Asche gelegt hätte, dann würdest du wohl anders reden.

    Ich denke die Polizei war überfodert (erwarten 1000 Leutschen und sind überrascht als 10000 kommen) und genau dieses Szenario eines wütenden umherziehenden Mobs verhindern wollen. Klar aussenpolitisch unsensibel, aber in der aufgeheizten Atmosphäre sicherlich nachvollziehbar.

  • #26
    Mit-Leser

    @Thomas: Ich sehe, dass Sie versucht haben sich ein genaueres Bild zu machen. Dass vor der Demo Kenntnis über die studentische Israel-Flagge herrschte ist ein interessantes Detail. Wenn jetzt über Funk noch darüber gesprochen worden wäre, dass die Polizei die tatsächlichere Zahl der Demonstrations-Teilnehmer falsch eingeschätzt hat (und daher unterbesetzt war) und dass sie mit dem Entfernen der Flagge den Wohnungseigentümer schützen wollten, dann kommen wir der Wahrheit wohl immer näher. Teil dieser Wahrheit ist natürlich auch, dass die Polizei die Demonstration im Vorfeld völlig falsch eingeschätzt hat (ein Fehler) und vor Ort nur noch reagieren konnte. Und dass der Verantwortliche am Anfang der Befehlskette mit außenpolitischen Scheuklappen agiert hat und sich sein gutgemeintes Ziel so in einen 3Tages-Aufreger im Blätter- und Bloggerwald verwandelt hat, in dem versucht wurde dem Entfernen einer Israel-Flagge symbolische Bedeutung einzuhauchen. Doch das Leben ist keine Literatur. Nicht jeder Spatz, der vom Dach fällt, ist eine Metapher.

  • #27
    Rainer Grün

    Auch wenn mir der Gedanke unangenehm ist, dass aus Sicherheitsgründen Israel-Flaggen aus Fenstern entfernt werden so denke ich doch, dass die Polizei in der aufgeheizten und gefährlichen Situation richtig gehandelt hat.

    Jeder möge sich mal überlegen ob es wirklich besser gewesen wäre wenn es wegen der Fahnen mitten im Duisburger Zentrum zum Krawall gekommen wäre. Das hätte mit ziemlicher Sicherheit größeren Schaden verursacht als zwei eingetretene Haustüren!

    Aber für die Zukunft sollte sich die Polizei besser auf solche Situationen vorbereiten und den Veranstaltern solcher Demos schärfere Auflagen machen.

    Überhaupt wäre ich dafür eine islamistische Truppe wie Milli Görüs kritischer zu behandeln und demnächst Demos dieser Organisation nicht mehr zu genehmigen!

  • #28
    rag

    Hallo Erkan,

    >> Ihr Deutschen habt sie doch nicht mehr alle:>>

    Immer schön diffenzieren, sonst behaupte ich alle Moslems sind Terroristen.

    >> 1. Die Polizei hat die Flagge entfernt, weil sonst die Nachbarn von Flaggen-Peter – der schon wusste, warum er nicht während der Demo in seiner Wohnung war! – in Gefahr gewesen wären. 500 aufgebrachte Demonstranten die ein Haus stürmen, treten nämlich nicht nur eine Tür ein!<<>> 2. ?Nicht-Ureinwohner? der Bundesrepublik sind jawohl bekannt für friedliche Demonstrationen. Wieso hätten also ausgerechnet bei dieser mehr Polizisten vor Ort sein sollen?<<>4. Was sind eigentlich antisemitische Parolen und wem stehen sie nicht zu?
    ………….
    Ich bin gegen diesen Krieg, aber diese Menschen kämpfen für etwas, das man ihnen weg genommen hat.<<

    Das waren aber nicht 10.000 Palästinenser, oder?!
    Es gibt in Deutschland den Straftatbestand der Volksverhetzung:
    Juden raus aus Palästina gehört mbMn nicht dazu. Juden verg….. gehört dazu!

    Evtl. die Charta der Hamas gelesen? Die wollen alle Zionisten (Juden) vernichten. Die Hamas spricht Israel generell das Existensrecht ab.
    Wie soll Israel da verhandeln?
    Wer hindert die Hamas daran ein vernünftiges Friedensangebot zu machen?

    Übrigens verhungern: ich war mal im Gaza Streifen, damals waren es eine Million, heute sind es 1,5 Millionen – merkwürdiges verhungern, oder?

    Aber, was viel wichtiger ist!
    Was haben wir damit zu tun?
    Hier ist Deutschland!
    Da verhält man sich folgendermaßen:
    Demonstration ok, Fahne raus hängen ok. Rufen, Schreien: Fahne runter Zionisten raus, BUUUH o. Ä. ok.
    NICHT ok: Gegenständen werfen, das Haus, die Wohnung stürmen.

    Ich hoffe, die Konsequenz wird sein, zukünftigen Veranstaltern genauer auf die Finger zu schauen, nötigenfalls Demos nicht zulassen, mehr Polizei, notfalls mit Greiftrupps um Gewalttätige aus der Demonstration zu entfernen.

    Wir nehmen Leute auf, oftmals werden sie durchgefüttert und bekommen dafür eine überdurchschnittliche Kriminalität, eine unterschnittliche Bildungsbereitschaft und eine „leicht“ erhöhte Aggressivität. q. e. d.

    ist ja super…..

    MfG.

    ps. Schauen sie mal wie das im arabischen Kulturkreis geregelt wird:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Hama

    Möchten Sie ihren ersten Satz immer noch so stehenlassen?

  • #29
    rag

    Hallo,

    Ercan schrieb:
    >> 1. Die Polizei hat die Flagge entfernt, ………. 500 aufgebrachte Demonstranten die ein Haus stürmen, treten nämlich nicht nur eine Tür ein!<<
    Ende

    Mit welchem Recht?

    MfG

  • #30
    DAPMR75

    Ein Skandal ist es, dass die deutsche Demokratie und ihre Gesetze von Islamisten und arabischen Faschisten ad absurdum gefuehrt werden. Zum aufgebrachten Thema des Hungerns faellt mir, abgesehen von excellenten 28. Kommentar von RAG auch was ein: Journalisten schreiben viel, dass es im Gaza Streifen seit Kriegsausbruch kein frisches Brot, Milch und Gemuese mehr gibt und Menschen unterversorgt sind; fuer mehr als eine Milliarde Menschen in Afrika, Asien und Suedamerika muesste das wie reiner Hohn klingen; aber das ist ja nicht das derzeitige Thema der GUTMENSCHEN.

  • #31
    Millo Millos

    M.E. hat sich die Polizei hier strafbar gemacht. Ich würde als Wohnungsinhaber hier wie folgt klagen:
    1) Das Aushängen der Israel-Fahne am eigenen Balkon, Fenster ist im Rahmen der Meinungsfreiheit gem. GG rechtmäßig. Diese Fahne verstößt nicht wie beispielsweise eine Hackenkreuz-Fahne gegen irgendein Gesetz. Die Polizei ist hier verpflichtet dieses Rechtsgut auf Meinungsfreiheit zu schützen und hätte somit die Pro-Hamas-Demonstranten, welche die Wohnung sürmen wollten festnehmen müssen.
    2) Somit muß der handelnde Polizist mit seinem gewaltsamen Eindringen in die Wohnung und das Abreißen der Fahne wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung zur Verantwortung gezogen werden. Dies wären dann bei Verürteilung Straftaten im Amt. Ich kann hier keinen Rechtfertigungs- oder Entschuldigungsgrund für sein Tun entdecken.

  • #32
    torsten

    wenn nur eine Israelische Flagge diesen Mob zum Steinewerfen veranlasst, was haben wir da in Zukunft noch zu erwarten?

    Shalom

  • #33
    Dirk E. Haas

    @ Mitleser 26: ?Dass vor der Demo Kenntnis über die studentische Israel-Flagge herrschte ist ein interessantes Detail?.

    Gut, dass es jemanden gibt, der zwischen Israelflaggen und studentischen Israelflaggen unterscheiden kann.

    Hätten wir das eher gewusst, hätten wir uns die Aufregung sparen können. Und die Spatzen säßen noch auf ihren Dächern.

    Was mich zu der Frage führt, ob die Spatzen auf israelischen Dächern zwischen Raketen und selbstgebastelten Raketen unterscheiden ? bevor sie merken müssen, dass ihr Leben zwar keine Literatur, aber eine Episode geworden ist.

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  • #35
    Das Grauen

    Obwohl ich die Reaktion der Polizeikräfte nachvollziehen kann, man dachte offensichtlich nur daran, eine mögliche Eskalation zu verhindern, war die Maßnahme trotzdem falsch. Man hätte auch an die Symbolkraft der aktion denken müssen, und an den Schaden für das Ansehen der Bundesrepublik. Zu kurz gedacht, leider.
    Sympathien für Herrn P. kann ich allerdings keine aufbringen. Wenn jemand gezielt provoziert, mit dem Ziel, negative Reaktionen auszulösen, und diese dann für politische Zwecke auszuschlachten, wie P. dies nach dem Spiegel Artikel offensichtlich getan hat, kann dies durchaus kritisiert werden. Und die freie Meinungsäußerung gilt natürlich auch für die Demonstranten. Wenn P. tatsächlich so ein Fan der freien Meinungsäußerung ist, muß er auch das Rufen von Parolen und das Werfen von Gegenständen wie z.B. Schneebällen (keine Schuhe?) hinnehmen. Durch die Demonstranten ist ihm schließlich kein Schaden entstanden, nur durch die Polizei. Herr P., im Grundgesetz steht nicht, daß man verpflichtet ist, eine politische Aussage kommentarlos hinzunehmen! Wer Wind säht, wird Sturm entern. Und wer provoziert, muß auch mit den Konsequenzen, d.h. Demonstranten vor dem Haus, leben.

  • #36
    Jens Kobler

    @ Das Grauen:
    „Fan der freien Meinungsäußerung“? Es ist hierzulande durchaus üblich, seine Gesinnung und Solidarität zu bestimmten Tagen und Gelegenheiten zu demonstrieren. Und das muss nicht immer ein Fußballspiel sein. S.o.: Der Anwohner hat das auch schon vorher zu bestimmten Gelegenheiten getan. Wie andere ins Stadion gehen, Fleisch essen, Miniröcke tragen oder Kopftücher, Rock hören oder Klezmer, aber auch Nazisymbole tragen, Palästinensertücher, Rastazöpfe, Piercings, etc. Ich will das eben nicht alles über einen Kamm scheren, sondern fragen: Wer entscheidet denn, was eine Provokation ist? Sie? Bitte nicht!

  • #37
    Das Grauen

    Die fragwürdige Haltung des Herrn P. zur freien Meinungsäußerung wird übrigens auch in diesem Artikel sichtbar: „Es ist kein gutes Gefühl, wenn man sieht, dass ein Polizist auf deinem Bett steht und eine Fahne aus dem Fenster nimmt, während die Menge unten auf der Straße steht und Allah uh Akbar schreit.“ Ja, Moment mal: So wie er es hier schildert, verursacht es ihm ein ungutes Gefühl, wenn eine Menge ruft „Gott ist groß!“. Sollte der entschiedene Kritiker von anti-semitischen Haltungen etwas selbst anti-islamische Vorurteile hegen? Offensichtlich durchaus möglich. Wie gesagt, sein Recht auf freie Meinungsäußerung muß man als Demokrat unterstützen, aber mit Sympathiebekundungen sollte man lieber vorsichtig sein.

    Mal abgesehen davon: P. hat gedankenlos oder sogar kalkuliert seine Nachbarn in Gefah gebracht, und trotzdem keine Anstalten getan, selbst die Situation zu entschärfen, obwohl er vor Ort war. Nix mit „der Klügere gibt nach“! Ob dies der Sache Israels in irgendeiner Weise geholfen hat, muß sich erst noch zeigen. Ich glaube, nein.

  • #38
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Das Grauen: Herr P. hat seine Nachbarn nicht gefährdet – soweit ich weiß hat er weder das Haus mit Gegenständen beworfen noch Türen eingetreten.

  • #39
    ch_66

    Schande über dieses Land !!!

    Der Einsatzleiter gehört wegen ausgesprochener Dämmlichkeigt vom Dienst suspendiert.
    Dieser Mensch begründet es dann noch mit den Emotionen der muslimischen Mitbürger.

    Dürfen dann evtl. die doch so emotional aufgewühlten Nazis in Duisburg auch tun und lassen was sie wollen.

    Der Mann hat sie nicht mehr alle, und damit nicht genug, gibt er auch noch Interviews.

    Ich habe jedenfalls keine Lust mehr Steuern für derart rechtsfeindliche Beamte zu zahlen.

  • #40
    Arnold Voss

    @ Erkan

    Du klingts so, als wärest du gerne bei denen gewesen, die nicht nur die Tür der Wohnung eingetreten hätten sondern sich gleich auch noch den vorgenommen hätten, der die Israel Flagge rausgehängt hat. Ist doch so richtig toll, mal die Sau gegen die rauszulassen, die nicht der eigenen Meinung sind, oder? Der Typ verdient eins vor die Fresse, wenn er uns so provoziert, oder? Und er wusste es auch, und deswegen hat er sich feige verpisst.

    Und jetzt sollen wir doch alle froh sein, dass Leute wie du und deine Freunde nicht zum Zuge gekommen sind. Weil die Polizei alles richtig gemacht, und euer Hassobjekt klugerweise selbst entfernt hat, eh Leute wie du kommen und es selber tun und uns zeigen wie man so was mit 500 Mann knallhart durchzieht.

    Schon mal was von Demokratie gehört, Erkan? Und Respekt vor der Meinung anderer? Und von Gesetzen die man in Deutschland genauso zu befolgen hat wie in jedem anderen Land?

    @ Elias

    Diesen Krieg gäbe es nicht, wenn die Hamas nicht immer weiter auf Israel Raketen abgeschossen hätte. Dieser Krieg könnte auch sofort aufhören, wenn die Hamas mit ihren Angriffen auf Israel aufhören würde.

    Diese viele fürchterlichen Toten gäbe es auch nicht, wenn die Hamas sich nicht in Wohngebieten und sogar in Krankenhäusern verschanzen würde.

    Aber die Hamas will diesen Krieg, weil sie, genau wie du, der festen Überzeugung ist, dass die Israelis nicht nach Palästina gehören. Das ist der Grund für dieses schon nun Jahrzehnte andauernde Blutvergießen.

    Stell dir vor ,die Engländer würden genauso denken und allen Indern in ihrem Land mit dem Tode drohen, wenn sie nicht endlich aus ihrem Land verschwinden würden. Oder die deutschen würden das mit den Türken machen. Sind auch ein paar Millionen, die, wie viele alte und neue Nazis und nicht nur diese behaupten, uns unsere Arbeitsplätze und unser Land wegnehmen, weil sie ganze Stadtteile okuppieren und besetzen und von dort aus unser Land islamisch unterwandern.

    Mit den Unmegen an Geld die Palästina vom Ausland bekommen hat, hätte die Palästinenser einen zweiten blühenden und erfolgreichen Staat neben Israel aufbauen können. Am Golf ist ohne weiteres Platz für beide Staaten. Stattdessen haben sich die Palästinenser unter Führung einer immer korrupter werdenen Elite für den Dauerkrieg mit allen Mitteln und für die Parole „Tode den Israelis“ entschieden. Obwohl ich eine Menge an der praktischen Verteidigungs- und Besetzungspolitik der Israelis zu kritisieren habe und hatte so muss ich alles in allem sagen: Die Versöhnung am Golf ist nicht an den Israelis gescheitert sondern an den ewigen Scharfmachern auf Seiten der Palästinenser und ihrer Verbündeten.

    Und jetzt laufen dieser Scharfmacher durch Deutschland und brüllen die gleichen hasserfüllten Parolen und lassen ihren Aggressionen freien Lauf. Wohlwissend, dass sie das in dem Land, das sie vorgeblich verteidigen, wenn sie dort einer anderen Meinung als die Machthaber wären, nicht tun dürften. Kein Wort über die Vebrechen der Hamas, kein Bild von den Kindern und Frauen die durch ihren Terror umgekommen und verletzt worden sind. Das hat nichts mit Meinungsfreiheit zu tun. Das ist Straßenterror!

    Den hatten wir schon mal ind Deutschland. Das brauchen wir hier nicht mehr!

  • #41
    Das Grauen

    @ Stefan Laurin: Die Demonstranten haben offensichtlich niemanden gefährdet. Soweit ich aus der Presse entnehmen kann, haben weder Nagelknipser noch das geschlossene Taschenmesser (offensichtlich improvisierte Wurfgegenstände ohne großes Gefährdungspotential) irgendwelche Schäden verursacht. Meiner Meinung nach haben weder die „werfenden“ und anti-semitischen Demonstranten („Juden raus“, also nee, pfui Deibel), noch der kalkuliert provozierende, eine Eskalation in Kauf nehmende Herr P. sich sonderlich mit Ruhm bekleckert.

  • #42
    Arnold Voss

    @ Das Grauen

    Mit kommt das Grauen wenn ich deinen Quatsch hier lese! Meinst du wirklich das Gott durch eine Fahne beleidigt würde, die in einem Fenster hängt? Gott hasst nicht w e i l er groß ist! Aber die, die seinen Namen missbrauchen um zu hassen, die zustimmend brüllen, wenn man eine Fahne, die eine andere Meinung vetritt und die niemanden bedroht, aus dem Fenster nimmt, die tun ihrem Glauben keinen guten Dienst.

    Soetwas nennt man Fanatismus. Religiösen Fanatismus! Mit Meinungsäußerung hat das so wenig zu tun wie Demokratie mit Diktatur. Egal ob es von fundamentalistischen Christen, Islamisten oder ultraorthodoxen Juden kommt! Es ist menschenverachtend wenn man (seinen) Gott über alles stellt.

    Ich hab solche Leute einfach satt. Sie missbrauchen Gott um Recht zu haben und denen zu drohen, die nicht so denken wie sie. Sie wollen nichts anderes als einen Gottesstaat in dem es weder individuelle Freiheit, noch unabhängige Gerichte, noch Demokratie gibt. Sie sind die Ursache für viele Kriege auf dieser Welt! Und sie verhindern den Dialog der Kriege vermeiden kann. Sie sind die größte Gefahr für die Zukunft dieser Welt.

  • #43
    Das Grauen

    „Stell dir vor die Engländer würden genauso denken und allen Indern in ihrem Land mit dem Tode drohen, wenn sie nicht endlich aus ihrem Land verschwinden würden.“

    Also, Herr Voss, diese Vergleiche sind doch völlig daneben. Die Engländer haben sich sowohl aus Indien als auch aus Palästina zurückgezogen,nachdem ihnen klar wurde, das sie nur noch mit massivem Waffeneinsatz gegen Zivilisten die Oberhand behalten konnten. Nun, das ist den Israelis natürlich nicht möglich. Aber am Aufkommen der Hamas und der Wiederaufkommen des Terrors sind sie mitschuldig. Mit der PLO und Arafat (ein Terrorist, genau wie Menachem Begin!) wäre eine zwei Staaten Lösung möglich gewesen. Ultra-Orthodoxe Hardliner sowie die Politiker, die ihnen in der Westbank freie Hand ließen, haben das verhindert. Nicht vergessen, Jitzchak Rabin wurde nicht von einem Palästinenser ermordet, und nach seinem Tod ging es nur noch den Bach runter. Die illegalen Siedlungen haben den möglichen Erfolg von Oslo torpediert, und dies war von den Radikalen auch so gewollt. Jahrzehntelange wirtschaftliche Abschottung der Palästinensergebiete haben eine Entwicklung einer selbständigen, lebensfähigen Gemeinschaft verhindert und die moderaten Kräfte geschwächt.

    Die erneute Aufnahme des Raketenbeschusses durch die Hamas wurde durch Israels Bruch des Waffenstillstandes im November provoziert. Die verstärkte Blockade des Gaza-Streifens hat die Situation noch verschärft. Und die Methode der IDF, jeden einzelenen Repräsentanten der (immerhin demokratisch gewählten!) Hamas aufs Korn zu nehmen, ohne sonderliche Rücksicht auf zivile Todesopfer, treibt den Fanatikern neue Anhänger in die Arme. Von den Palästinensern zu erwarten, die Lage nüchtern rational zu sehen, trotz der extremen Emotionen durch den Tod von Familienangehörigen, ist sicherlich zuviel verlangt. Die Israelis handeln ja auch nicht rational, wenn sie mit nach der Regel „Auge um hundert Augen“ vorgehen. Und es gibt leider auch sehr viele Israelis, die die Araber aus Palästina vollstaöndig vertreiben wollen, dies kann man täglich in den Diskussionsforen selbst der „liberalen“ Ha’aretz beobachten.

    Nein, tut mir leid, Herr Voss, aber Sie sehen die Situation leider viel zu einseitig. Israel ist wirtschaftlich erfolgreich, militärisch das Schwergewicht in der Region, und wird von der mächtigsten Macht der Welt beinah reflexartig unterstützt. Die Palästinenser sind wirtschaftlich am Boden, haben nur Handfeuerwaffen und völlig ineffiziente Selbstbauraketen, und die Unterstützung beschränkt sich größtenteils auf Lippenbekenntnisse. Un so geht es ihnen schon seit Jahrzehnten. Da muß man mit einer Radikalisierung rechenen, und ob man diese „Freiheitskampf“ oder „Terror“ nennen soll, darüber kann man streiten. Wie gesagt, auch die Israelis haben vor der Staatsgründung zu Mitteln des Terrors gegrffen, hier scheint also durchaus ein doppelter Standard angelegt zu werden.

    Wie auch immer, Israel ist die weitaus stärkere Partei in diesem Konflikt, es sieht sich selbst als westliche Demokratie, und man muß von dieser Seite mehr erwarten als sinnlose Kriege zum Zaun zu brechen, die nichts zu einer langfristigen Friedenslösung beitragen. Wer die Schuldigen immer nur auf der palästinensische Seite sieht, macht es sich viel zu einfach.

  • #44
    Das Grauen

    Ey, Meister Voss, bitt mal ruhig bleiben, ja? Ich hab auch nicht sonderlich viel über für religiösen Fanatismus. Aber aus dem Ruf „allahu Akbar“, der bekannterweise eine typische Äußerung von Muslimen ist, wenn etwas für sie positives oder überraschendes passiert, abzuleiten, die demonstranten meinten „das Gott durch eine Fahne beleidigt würde, die in einem Fenster hängt“, ist doch eine totale Überinterpretation. Und, sry, aber „Allahu Akbar“ ist auch eine völlig erlaubte Meinungsäußerung. DAs P. der Meinung war, er müßte gerade dies besonders erwähnen, finde ich schon sehr merkwürdig.

    Noch eins: „Es ist menschenverachtend wenn man (seinen) Gott über alles stellt.“ Tja, als nicht sonderlich frommer Katholik sehe ich das ähnlich, auch wenn mir das Statement so zu pauschal ist. Aber wer sagt denn, daß die Mehrheit der Muslime dies nicht genauso sieht? Sich nur auf die Radikalen in den verschiedenen Glaubensrichtungen zu konzentireren verzzert meiner Meinung nach die Perspektive und ist nicht hilfreich.

  • #45
    Das Grauen

    „Wer entscheidet denn, was eine Provokation ist? Sie? Bitte nicht!“
    Also, lieber Jens Köbler, als mündiger Bürger bilde ich mir selbstverständlich meine eigene Meinung, die ich allerdings niemanden aufzwinge, aber offen vertrete. Da können sie bitten, soviel sie wollen, das lasse ich mir nicht nehmen, ok?

    Und eventuell haben Sie auch diese aufschlußreichen Sätze im Spiegel nicht gelesen:
    „Als die ersten Demonstranten die Flaggen erkannten, stand P. mit seiner Freundin auf der Straße, in unmittelbarer Nähe. Er hatte den Zug begleitet, weil er eventuelle Hetzparolen dokumentieren wollte.“
    Wirklich, sry, aber ist die Schlußfolgerung, daß P. die Fahnen in provozierender Absicht ins Fenster hängte, um anschließend die Reaktionen aufzunehmen, nicht äußerst naheliegend, um nicht zu sagen, zwingend?

  • #46
    Bulldozer

    ————————————————–
    Milli Görüs – Duisburg 10.01.2009 – Abschlusskundgebung
    ————————————————–

    Koranrezitation – Milli Görüs – Duisburg 10.01.2009

    http://www.zshare.net/audio/541003375948ccd2/

    Mirror:
    http://www.megaupload.com/?d=TGDTIITI

    ————————————————–

    Eröffnungsrede – Milli Görüs – Duisburg 10.01.2009

    Direct-Link:
    http://www.zshare.net/audio/54100475acb10824/

    Mirror:
    http://www.megaupload.com/?d=SMFJMWFY

    ————————————————–

    Yasar Erim – Vorsitzender des Milli Görüs Regionalverbandes Düsseldorf – Duisburg 10.01.2009

    http://www.zshare.net/audio/54094657c69d0831/

    Mirror 1:
    http://uploading.com/files/UBIVK3Z8/Yasar Erim – Vorsitzender des Milli Görüs Regionalverbandes Düsseldorf – Duisburg 10.01.2009.mp3.html

    Mirror 2:
    http://www.megaupload.com/?d=KQPZUEXX

    ————————————————–

    Vorsitzender des Milli Görüs Regionalverbandes Ruhr A – Duisburg 10.01.2009

    http://www.zshare.net/audio/54094739d31e4ff6/

    Mirror:
    http://www.megaupload.com/?d=Y7RCOV6X

    ————————————————–

    Mehmet Dal – stellvertretender Vorsitzender des Milli Görüs Regionalverbandes Köln – Duisburg 10.01.2009

    http://www.zshare.net/audio/54094878582eab4b/

    Mirror:
    http://www.megaupload.com/?d=7E8DCFOH

    ————————————————–

    ca 12 jähriger kleiner fanatischer Junge
    Milli Görüs Demo in Duisburg am 10.01.2009

    http://www.zshare.net/audio/54094992fe1f8a03/

    Mirror:
    http://www.megaupload.com/?d=4TYH8S90

    ————————————————–

    Ali Kizilkaya – Vorsitzender des Islamrates für die Bundesrepublik Deutschland – Duisburg 10.01.2009

    http://www.zshare.net/audio/540963532d5a9ac3/

    Mirror:
    http://www.megaupload.com/?d=VR31G9P3

    ————————————————–

    Yavuz Celik Karahan – Vorsitzender der Islamischen Gemeinschaften Milli Görüs – Duisburg 10.01.2009

    http://www.zshare.net/audio/5409696992bc7f89/

    Mirror.
    http://www.megaupload.com/?d=CVPI3HHY

    ————————————————–

    kleiner Junge betet – Duisburg 10.01.2009

    http://www.zshare.net/audio/540979810b8efec4/

    Mirror:
    http://www.megaupload.com/?d=CVIRC866

    ————————————————–

    Imam predigt – Duisburg 10.01.2009

    http://www.zshare.net/audio/540983534f7efe94/

    Mirror:
    http://www.megaupload.com/?d=3XLMJBNW

    ————————————————–

    Abschlusskundgebung – Milli Görüs – Duisburg 10.01.2009

    http://www.zshare.net/audio/541025377f20cd34/

    Mirror:
    http://www.megaupload.com/?d=96GEP4UT

    ————————————————–

    und für islamophobe Rätselfreunde noch ein Leckerli:

    zipd
    dot
    eu
    slash
    zV6219V620
    dot
    [c-2][w-1][h+1]

    ————————————————–

  • #47
    Jens Kobler

    @ Das Grauen:
    Wie geschrieben, ich glaube dem Beitrag in dem stand, dass die Fahne nicht zum ersten Mal dort hing.
    b) Und selbst wenn nicht, dann ist das noch keine ungenehmigte Gegendemonstration.
    Und drittens entschuldigen Sie bitte die leichte Polemik, es ging mir nicht um Sie persönlich, sondern um die Tatsache, dass Abwägungen ob das überhaupt eine Provokation sein könnte hinter den rechtsstaatlichen Erwägungen (Meinung, Eigentum, Verhältnismäßigkeit,…) zurückstehen müssen. Und halt auch: Sollen wir alle in Roben herumlaufen und in Einheitsfrisuren? Da entscheidet (!) dann eben halt keine Einzelperson, ob Provokation oder anderes vorliegt. Ich halte Ihre Meinung, dass das Absicht gewesen sein mochte, für eher irrelevant und vom Thema ablenkend.
    Inwiefern z.B. Fahnen zum Alltag gehören sollten jetzt auch einmal unbenommen, dafür bin ich im Grunde gar nicht.

  • #48
    Ralf

    Zitat von „Das Grauen“:
    „Wirklich, sry, aber ist die Schlußfolgerung, daß P. die Fahnen in provozierender Absicht ins Fenster hängte, um anschließend die Reaktionen aufzunehmen, nicht äußerst naheliegend, um nicht zu sagen, zwingend?“

    Dass gerade zitierte verdient nicht das Wort Schlußfolgerung, dass verdient das Wort Schwachsinn. Jeder Bürger Deutschlands u. jedes freien Landes dieser Erde kann Fahnen von sämtlichen Staaten in seiner Wohnung anbringen, wie er will (vom privatrechtlichen Mietrecht mal abgesehen). Wir hier in Deutschland haben sowas, das nennt sich Grundrechte. Bei der Aktion wurden sogar 2 dieser Grundrechte sozusagen mit Füßen getreten – die Unverletzlichkeit der Wohnung u. die Meinungsfreiheit! Wenn sich jemand durch die Aussübung dieser Grundrechte provoziert fühlt, sollte dieser Probleme u. Angst bekommen, nicht derjenige, der sich nur auf diese Grundrechte beruft.

  • #49
    Das Grauen

    @ Jens Kobler: Nun, mir ging es bei meiner Antwort in erster Linie darum, klarzustellen, daß jeder für sich selbst entscheiden muß, was er von dem Vorgehen vn P. hält. Die Fahen hing nicht zum ersten Mal da, klar, aber andererseits wußte P. von der Demo und daß eine hohe Wahrscheinlichkeit bestand, daß diese an seiner Wohnung im zentral gelegenen Eckhaus vorbeiführen würde. Dementsprechend hat er auf der Straße die Demo begleitet und Reaktionen aufgenommen. Jeder muß selbst wissen was er davon hält, aber meine Meinung ist nunmal, daß P. sich nicht darüber beschweren kann, daß die Menge darauf reagierte, zumal bei dieser Meinungsäußerung keinerlei Schaden entstanden ist. Freiheit ist eben auch immer die Freiheit des Andersdenkenden.

  • #50
    Arnold Voss

    @ Das Grauen

    Raten sie mal, wieso Israel so aufgerüstet ist? Weil ihnen von Anfang an gesagt wurde, dass man sie „ins Meer zurück treiben würde“. Palästina hatte damals das Angebot für einen eigenen Staat bekommen,den die Völkergemeinschaft auch sofort anerkannt und entsprechend geschützt hätte.Weil die Palästinenser und ihre Verbündeten aber der festen Überzeugung waren, dass sie mit ihrer Übermacht die Israelis vertreiben respektive alle töten könnten, haben sie dieses Angebot nicht angenommen. Und sie hätten alle Juden umgebracht, wenn sie es gekonnt hätten,glauben sie mir. Und wenn die Hamas jetzt siegereich wäre, dann würde im Gaza der allergrößte Jubel ausbrechen bei jedem Israeli (egal ob Mann, Frau oder Kind) der massakriert würde.Und in vielen muslimischen Ländern würde das gleiche geschehn.

    Sie vergessen geschickt die Hauptursache für die Gewaltsteigerung zu nennen, der diesen Konflikt immer weiter vorangetrieben hat. Weswegen auch die Isarelis immer aggressiver geworden sind. Weswegen die, die bei ihnen für Frieden und Dialog waren, immer weniger, und die Falken immer mehr wurden. Weil es eine große Gruppe in Palästina gab und gibt, die jeden Versuch auf Versöhnung torpediert haben. Die Israel mit dem Terror von Selbstmordattentätern überzogen haben und dauerhaft, d.h. fast durchgehend über 8! Jahre, unter Beschuss genommen haben. Kein anderes Land der Erde hätte diese Angriffe so lange geduldet und soviele Friedenverhandlungen geführt, wie die Isarelis.

    Deswegen sind die Israelis noch lange nicht die Guten oder unschuldig. Bei ihnen gibt es mittlerweile auch reichlich Scharfmachher und die ultraorthodoxen bekommen immer mehr Einfluß. Aber ihnen vorzuwerfen, dass sie langsam keine andere Lösung mehr sehen als diesen Krieg , ist schlicht unredlich. Ihnen gegenüber steht ein nach wie vor unversönlicher Gegener der eher sein eigenes Land mit eigener Mithilfe in Schutt an Asche legen läßt als von seinen Vernichtungsphantasien gegenüber den Juden abzulassen. Das Ziel der Hamas ist nach wie vor die Vernichtung eines ganzen Volkes und jeder der ihren Farben und Zeichen trägt der will auch nichts anderes.

    Mit solchen Leuten ist leider keine Dialog möglich. Und die Raketen der Hamas bekommen über kurz oder lang eine Reichweite die jeden Flecken in Isarel erreichen wird. Was würden sie den, Herr „Grauen“ tun, vorausgesetzt sie können sich überhaupt in die Lage versetzen, um ihr Land vor solchen Leuten zu schützen. Wie würden sie denn diesen Beschuss stoppen.

    Hier im warmen Deutschland den Pazifisten zu mimen ist ziemlich billig. Hier in diesem Land „Gott ist Groß“ in Kombination mit „Tod den Israelis“ zu brüllen ist auch nicht besonders hilfreich für eine Beilegung dieses Konfliktes. Und erst recht ist es nicht hilfreich sich die Geschichte des Konfliktes so hinzubiegen, dass am Ende vergessen wird, wer hier eigentlich wen von Anfang an und ohne Gnade vernichten wollte. Die radikalen Palästinenser und Muslime die Juden und nicht umgekehrt!

    Und noch was verehrtes Grauen: Es gabe dazu für die Palästinenser immer eine Alternative und für die Alternative hatten sie alles Geld der Welt und sie hätten sogar die Unterstützung der Israelis bekommen: Stadt andere zu vernichten selbst etwas aufzubauen !! Und wenn sie jetzt noch mal Antworten, dann erklären sie mir einfach nur wieso das nicht geschehen ist. Und sagen sie mir bitte nicht: Weil den Pästinensern etwas gestohlen wurde, was nur ihnen gehört uns sie sich das zu recht und mit allen Mitteln zurückerobern wollen!

  • #51
    Aufgeklärter Bürger

    Eine Demonstration, bei der die Polizei Angst haben muss, dass sie eskaliert, ist vom Grund her schon keine friedliche Demonstration mehr. Und deshalb durfte man sie gar nicht erst genehmigen. Es war schon im Vorfeld klar, dass es hier zu mehr oder weniger lautstarken und religiös motivierten Protestaktionen kommen wird. Aber es ist was anderes, wenn ich gegen Israel protestiere oder antisemitische Parolen rufe. Das friedliche Protestieren ist ein Grundrecht (das Fahne-Raus-Hängen übrigens aus), die Verunglimpfung der jüdischen Mitbürger auf die Art und Weise, wie dies passiert ist, ist ein Unding – und sogar strafbar. Doch das konnten die Polizisten ja gar nicht mehr höhren, denn sie waren ja mit der Stürmung der Wohnung beschäftigt.

  • #52
    Jens Kobler

    @ Das Grauen:
    Mögen „P.“ und andere das alles gerne lesen, aber vor allem aus der Sache lernen, d’accord. Und selbst dafür wäre es allerdings hilfreich, dass die Behörden und auch die uniformierten Menschen im Staatsdienst sich (vorbildlich) demokratischen (Alltags-)Gepflogenheiten gewachsen zeigen, von Accessoires bis hin zur Demonstration. Darum geht es hoffentlich vor allem, auch in dieser Diskussion. (Ganz im Sinne auch von Beitrag 31 und der zweiten Hälfte von 48.)

    @ Ralf:
    Das ist ja der Fehler, dass die Exekutive der Demokratie eben nicht(!) den Schutz der Minderheitenmeinung (gegen eine größere Minderheit) durchgesetzt hat. Es mag diffizil sein zu mutmaßen, wer sich im umgekehrten Falle zu welchem weiteren Handeln bestätigt gesehen hätte. Das nur zum Thema Augenmaß. So ein plumpes, auf den Moment bedachtes De-Eskalationsverständnis lehrt jedenfalls nicht die Werte, Rechten und Pflichten in einer Demokratie.
    Und noch schlimmer ist dass eben beiden „Parteien“ Schaden zugefügt wird. Und zwar genau über das Zulassen der Verbreitung von Angst – durch Vertreter des deutschen Staates. Das müssen die Verantwortlichen sehen und daraus Konsequenzen ziehen, ansonsten verstehe ich diejenigen die davon sprechen, dass man sich sonst unglaubwürdig macht und mit Ressentiments gegenüber den Vertretern von Stadt, Land und Staat rechnen muss, innerhalb wie außerhalb Deutschlands, und zwar gerade von Demokraten, Liberalen und weltoffenen Menschen. Denn dass letztlich Minderheiten gegeneinander ausgespielt werden, das darf kein Ergebnis dieser Fehlentscheidung sein. Und, wie bereits einmal geschrieben, auch kein Sicherheitswahn. Duisburg muss jetzt wachsen an der Sache. Viel Erfolg!

  • #53
    Das Grauen

    „Raten sie mal, wieso Israel so aufgerüstet ist?“
    Aus reinem Selbstschutz natürlich, Herr Voss, sicher. Und, rechtfertigt das, diese geballte militärische Macht einzusetzen, anstelle eine mögliche politische Lösung zu suchen? Nein.

    „Palästina hatte damals das Angebot für einen eigenen Staat bekommen,den die Völkergemeinschaft auch sofort anerkannt und entsprechend geschützt hätte.“
    Die „Volksgemeinschaft“ hat gar nichts geschützt, und tatenlos dabei zugesehen, wie Jordanien sich die Westbank einverleibte. Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser? Pustekuchen.

    „Weil die Palästinenser und ihre Verbündeten aber der festen Überzeugung waren, dass sie mit ihrer Übermacht die Israelis vertreiben respektive alle töten könnten, haben sie dieses Angebot nicht angenommen.“
    Nochmal, „die Palästinenser“ hatten keine einheitliche Fürhrung, und für die Kriegstreiberei der Nachbarlönder sind sie nicht verantwortlich.

    „Weil es eine große Gruppe in Palästina gab und gibt, die jeden Versuch auf Versöhnung torpediert haben.“
    Ist diese Gruppe größer als die entsprechende in Israel? Man kann ja wohl nicht einfach ignorieren, daß es in Israel starke, sogar parametarisch vertretene Kräfte gibt, die sich ganz Palästina unter den Nagel reißen wollen. Wieviele „Siedler“ sind in der Westbank? 300000?

    „Die Israel mit dem Terror von Selbstmordattentätern überzogen haben und dauerhaft, d.h. fast durchgehend über 8! Jahre, unter Beschuss genommen haben.“
    Selbstmordattentäter vs. „bedauerliche Todesfälle“ durch „legale Aktionen“ israelischer Soldaten. Insgesamt sind wesentlich mehr Palästinenser ums Leben gekommen. Das dieses Ungleichgewicht, und die andauernde Diskriminierung, Terroristen hervorbringt ist unausweichlich.

    „Aber ihnen vorzuwerfen, dass sie langsam keine andere Lösung mehr sehen als diesen Krieg , ist schlicht unredlich.“ Unredlich? Na hören sie mal, seid etwa 30 Jahren lese ich alles, was ich über den Konflikt in die Finger bekomme, von beiden Seiten, und meine Meinung ist auf jeden Fall nicht unredlich, auch wenn sie Ihnen vielleicht nicht in den Kram passt. Sie können sicher viele Dinge anders einschätzen, aber ich hoffe doch, auch Sie sehen, daß sich die Meinung in Israel von einer Untewrstützung politischer Aktionen hin zu einer überwiegenden Befürwortung militärischer Maßnahmen gewandelt hat! Das ist meiner Meinung anch unübersehbar. Um Himmels Willen, die Ha’aretz schreibt von 4-5%, die dem Gaza-Krieg ablehnend gegenüberstehen, obwohl es im Grunde doch nur der gleiche, strategisch fragwürdige Wahnsinn ist wie der letzte Libanon Krieg. Da kann man doch wohl nicht von einer Kompromissbereitschaft der Israelis sprechen. Die beinah einhelige Meinung in Israel scheint inzwischen zu sein, man könnte einen Frieden zu den eigenen Bedingungen erzwingen. Sowas hat allerdings noch nie langfristig Bestand gehabt.

    Und, abschießend, wie ich den Beschuß gestoppt hätte? Nun, ich hätte Verhandlungen gestartet, nötigenfalls über einen Vermittler, und versucht, eine Einigung über die gleichzeitige Beendigung des Raketenbeschusses und Aufhebung der Blockade zu erreichen (einseitiges Entgegenkommen zu erwarten ist unrealistisch). Egal was die proklamierten Ziele der Hamas sind, hier geht es erstmal nur um Beendigung der Gewalt. Dementsprechend würde ich auch keinen unprovozierten Aktionen der IDF zustimmen, die einen solchen Waffenstillstand torpedieren würden. Eine wirtschaftliche Unterstützung der PLA in der Westbank wäre sicher auch eine gute Idee, um die moderaten Kräfte innerhalb der Palästinenser durch Erfolge zu stärken. Ein weiterer Ausbau der illegalen Siedlungen wäre selbstverständlich unvorstellbar, statt dessen müßte ine Programm zur Umsiedlung aller, außer evtl. der direkt grenznahen (Ost-Jerusalem) israelischen „Bewohner“ gestartet werden. Politisch gesehen wäre dies wohl nur durchsetzbar, wenn die arabische Minderheit geschlossen dies Programm unterstützen würde (7 von 122 Sitzen bei 20% Anteil ist ja wohl noch nicht das maximal mögliche). Dadurch könnte der Einfluß der radikalen Parteien reduziert werden und Bewegungsreiheit für eine solche Initiative gewonnen werden.

    Natürlich müßten auch Aufbauprogramme des Auslands für die Westbank eingefordert und unterstützt werden, so daß klar wird, das die zwei Staaten Lösung für moderate Palästinenser eine echte Zukunft hat. Dies positive Beispiel würde hoffentlich auch zu einer Stärkung friedensorientierter Gruppen in Gaza führen. Nicht zuletzt wäre dies auch im Israelischen Interesse, denn nur eine Abwanderung arabischer Israelis kann langfristig einen jüdischen Staat sichern, die Demographie zeigt dies eindeutig. Ja, ich denke, mit dem nötigen politischen Willen, und dem entsprechenden Mut, wäre vieles möglich, wie Jitzchak Rabin gezeigt hat. Aber je mehr die israelische Bevölkerung selbst nur noch radikale, gewalttätige Lösungen bevorzugt, desto schwerer wird es.

    Vielleicht bin ich naiv, kann sein, aber vor dem Steineschmeissen bitte erstmal mit einem besseren Plan ankommen. Von meiner Seite aus beende ich damit jedenfalls diesen Teil der Diskussion. Ich hab das Gefühl, das den Blogbetreibern die Ausweitung des Themas langsam zu viel wird…

  • #54
    gh45

    Richtig peinlich ist die Duisburger Polizei vorallem auch deswegen, weil anscheinend gezielt kritische Kommentare von Benutzern im Gästebuch nicht erscheinen (werden nicht durch Moderator erlaubt). Zwei meiner Kommentare kamen so nicht an die Öffentlichkeit.

    M.M.n. müssen Polizisten demokratisches Grundwissen haben bzgl. Unverletzlichkeit der Wohnung und Meinungsfreiheit. Wer in solch einem Beruf keine entsp. Kenntnisse hat, ist dafür ungeeignet.

  • #55
    Arnold Voss

    @ Grauen
    Tut mir leid Herr „Grauen“ so einfach kommen sie hier nicht weg. Und den Betreibern wird dieses Thema auch nicht zuviel, und zwar weil es so vedammt wichtig ist. Deswegen noch mal eine Rückantwort.

    Natürlich hatten die Palästinenser keine einheitliche Führung, was schlicht daran liegt das Palästina als Land und die Palästinenser als Volk zu diesem Zeitpunkt weder über eine klare Identität noch über klare Grenzen verfügte. Erst in der Auseinandersetzung mit den Israelis hat sich das, und zwar gleich als Gegnerschaft zu den Israelis und ihrem neuen Land Israel, herausgebildet. Aber es gab Vertreter der Palästinenser und es gab dieses Angebot.

    Wenn also, wie sie richtig feststellen, die Jordanier sich Teile des offiziell gar nicht existierenden Landes Palästina angeeignet haben, warum haben dann die Palästinenser nicht gegen diese oder andere ihrer gierigen Nachbarn gekämpft und stattdessen zusammen mit denen gegen die Israelis? Weil die das klarere und zugleich doppelte sichtbare Feinbild boten. Sie hatten Land bekommen, was auch von den sogenannten Palästinensern bewohnt wurde und sie waren Juden und nicht Muslime.

    Das ist der verammte Geburtsfehler dieses verdammten Konfliktes. Die Chance überhaupt zu einem offiziellen Land Palästina zu kommen haben die Palästinenser selbst vergeben und haben sich stattdessen in eine letztlich aussichtlose Auseinandersetzung mit Israel gestürzt , wobei sie obendrein immer wieder von ihren muslimischen Nachbarn angestachelt oder als Prellbock,ja sogar als Kanonenfutter benutzt wurden.

    Aber sie haben dabei auch selbst immer mitgemacht und sich diesen Schuh selber angezogen. Bis sie sich endlich auch als Volk fühlten und zugleich als Opfer der Israelis. Was sie im übrigen immer wieder auch waren. Aber sie waren dabei von Anfang an auch Täter und wurden dabei, von Misserfolg zu Misserfolg, immer radikaler und unversöhnlicher.

    Das Existenzrecht des Staates Israel haben sie jedoch von Anfang an bestritten und die Hamas tut es bis heute. Die Fatah hat es erst nach langen und sehr blutigen Auseinandersetzungen und auch dann nur mit höchstem Widerwillen anerkannt, war doch die Feindschaft zu Israel die eigentliche Legitimation ihrer Existenz.

    Wie sehr sich die Palästinenser in dieses Feindbild verannt haben konnte man dann an den äußerst gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen der Fatah und der Hamas sehen. Und wie sehr es den sogenannten Freiheitskämpfern nur noch um ihre eigenen Interessen ging und nicht um die ihres Volkes. Bei ihnen ist das meiste Geld zum Aufbau ihrer Nation gelandet und hat ihrer Führer zu Multimillionären gemacht.Gleichzeitig wurde in Ermangelung militärischer Erfolge zum puren Terror übergegangen, bei dem natürlich auch wieder nur das eigene fanatisierte Fußvolk und natürlich israelische Zivilisten getötet und verletzt wurden. Das sich je einer der palästinensichen Anführer in die Luft gesprengt hätte, davon ist zumindest mir nichts bekannt.

    Sie Herr „Grauen“ finden das eine „normale Reaktion auf das Ungleichgewicht und die ständige Diskriminierung“. Ich an ihrer Stelle würde doch erst Mal feststellen, dass ein Volk, das das Existenzrecht eines Nachbarvolks nicht anerkennen will, sich nicht wundern muss, dass es von diesem diskriminiert und drangsaliert wird. Dass ein Volk, das ein anderes komplett von der Erdoberfläche verschwinden lassen will, sich nicht wundern muss, dass dieses andere sich bis zu den Zähnen aufrüstet bzw. von seinen Bündnispartnern aufrüsten lässt und dadurch am Ende das von ihnen zu Recht festgestellte Ungleichgewicht entsteht. Aber selbst Unterlegenheit und Unterdrückung und Diskrimierung sind kein Grund beliebige Zivilisten systematisch umzubringen. Die sichtbare Unbesiegbarkeit eines Nachbarvolkes könnte doch statt zu einem asymetrischen Krieg auch zum Einlenken, zumindest aber zur Anerkennung des Existenzrechtes dieses Volkes führen.

    Stattdessen bevorzugten die Palästinenser das, worüber sie sich heute vehement und zu recht empören. Das Umbringen der Zivilbevölkerung. Das sie damit angefangen haben, und zwar nicht als Kolateralschaden offen sichtbarer und angekündigter Militäraktionen (was auch schon grausam genug ist), sondern als heimtückische und gezielte Aktion direkt gegen unbewaffnete Männer, Frauen und Kinder , wird dabei gerne von ihren Unterstützern vergessen und verschwiegen. Sie Herr „Grauen“ gehen aber so weit, dass sie das für eine geradezu natürlich Gegenwehr der Schwächeren halten.

    Die Palästinenser waren zwar die Schwächeren, aber keineswegs die Ausweglosen. Sie hätten nur Frieden mit den Israelis schließen brauchen und das Geld wäre in Strömen geflossen und der eigene erfolgreiche Staat wäre möglich gewesen. Das Geld ist allerdings auch so in großen Mengen geflossen, allerdings mehr für Waffen und das Luxusleben ihrer Anführer als für den Aufbau respektive Wiederaufbau eines eigenen Landes.

    Sie haben recht, wenn sie sagen, dass es bei den Israelis sehr wohl und immer eine Fraktion gegeben hat, die ebenso wenig kompromissbereit war. Diese Leute, landläufig Zionisten genannt, wollten dieses eigene Land für die Juden, und das auf Biegen und Brechen. Sie haben auch die aggressive Siedlungspolitik betrieben, die das Friedenschließen zusätzlich erschwert hat. Aber auch dafür gibt es einen ziemlich überzeugenden Grund: den Holocaust in Europa. Für den konnten die Palästinenser zwar nichts. Aber sie haben den in Palästina ankommenden Juden letztlich mit nichts anderem als mit einem Zweiten gedroht und die Hamas tut das bis heute. Dass die kompromisslose Fraktion der Israelis von der Minderheit zur Mehrheit geworden ist haben sich die Palästinenser deswegen fast ausschließlich selbst zuzuschreiben.

    Es ist schon eine wundersame Form der Dialektik, wenn nun die Palästinenser heute von sich selbst als Opfer eines Holocaust reden, den die Israelis an ihnen vollbringen wollen. Und es ist genauso eine irre Logik, wenn sie mir Parteilichkeit für die Israelis vorwerfen, weil ich ihr für nicht mehr und nicht weniger als ihr schlichtes Existenzrecht eintrete. Das dieses Recht bei Angriff zur Verteidigung wird, gehört allerdings dazu. Wer wie die Palästinenser lange Zeit und immer wieder anderen mit dem Tod droht und dies auch, da wo es irgendwie möglich ist, in die Tat umsetzt, der muss sich doch nicht wundern, dass er dafür am Ende auch den Preis zu bezahlen hat. Das der äußerst bitter ist, ist offensichtlich und macht mich keineswegs froh. Im Gegenteil.

    P.S. Ihr Friedensplan in allen Ehren, aber wenn sie ehrlich sind und alle Wenn und Abers zusammenzählen, dann müssen sie zugeben, dass dessen Umsetzung, wenn er überhaupt alle Widerstände passieren würde, für die Israelis nichts anderes bedeuten würde, als noch viele weitere Jahre unter Beschuss und unter Terrorgefahr zu leben. Und, wie sie mal locker in einem Nebensatz erwähnen, keinewegs die Anerkennung ihres Existenzrechtes beinhaltet.

  • #56
    anne78

    Oben gab es ja schon den Hinweis auf die türkische Fahne, die unter ähnlichen Umständen bei einer Nazidemo entfernt wurde und auch Transparente gegen den Besuch des US-Präsidenten Bush in Deutschland wurden schon „gewaltsam“ entfernt (http://de.indymedia.org/2005/02/107831.shtml). Das macht den aktuellen Vorfall zwar nicht besser, zeigt aber klar, dass es sich hier nicht um Antisemitismus handelt, sondern um ein allzu voreiliges Handeln von Polizisten.

  • #57
    Ludwig Schimmler

    @anne78: Es mag zwar sein, dass es auch bei anderen Demonstrationen ähnliche Vorgehen der Polizei gab und hier gegen „Provokationen der Demonstranten“ durch Plakate etc.vorgegangen wurde. Meiner Meinung ist das noch nicht mal das Schlimmste (auch wenn beim Sturm auf die Wohnung in Duisburg die Polizisten jegliches Augenmaß vergaßen). Das, was für mich antisemitisch war, waren die Demonstrationsrufe wie etwa „Tod den Juden“ oder „Juden sind Kindermörder“. Hier wurde eben nicht der Staat und damit der Zionismus genannt, sondern klar die Religion als Feindbild aufgebaut – und das ist nun mal antisemitisch und dagegen hätte die Polizei vorgehen müssen. Doch wenn man mit dem Sturm auf eine Studentenwohnung beschäftigt ist, kriegt man das natürlich nicht mit.

  • #58
    Jette

    Shame on the police, shame on Deutchland! What we see, is what we saw 1932. What will come next? „Juden raus“ or „kauft nicht beim Juden“?
    Fachism is marching through Europe, fachisme called islam and „socialisme“: the green/red alliance!
    Shame all of You miserable journalistcowards!

  • #59
    someone

    „Shame all of You miserable journalistcowards!“

    Who are you swearig at? Apart from being not that sure wheter it’s a cowardly act to defacate into a forum as you do or not, I don’t see any journalists involved in this story. BTW: „Fachism is marching through Europe, fachisme called islam“ – this is not that far from the old well known hate propaganda about the ‚Judentum‘ as the source of all evil. Did you recognise that? Some things obviously never change …

  • #60
    Jette

    @Someone
    What the hell is wrong critizising religion and politic? It has NOTHING to do with hate propaganda. It has to do with the reality we are facing in the western world: facism: alliance between socialisme and islam! Islam is not ONLY religion. Islam is MOST political structure. To look the other way is to accept!
    Shame on those who do not defend the west: democracy, freedom and equality!

  • #61
    Arnold Voss

    @ Somenone

    Was soll hier diese pseudointernationale Englisch-Nummer? Und dann noch in diesem Stolperton? Du bist Deutscher, wie ich in diesem Blog an anderer Stelle lesen konnte (und dein Englisch ist auch genau so). Tu dir selbst und uns einen Gefallen und mach dich hier nicht lächerlich!!

  • #62
    Enzy

    Hallo Leute! Könnte mir jemand genaueres über den vorfall mit dem 13 jährigen mädchen was die türkische fahne bei einer rechtendemo aus dem fenster hielt sagen? das ist schon ein paar jahre her… ich finde leider nichts im netz

  • #63
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