1000 Kreuze-Marsch Münster: „Eure Kinder werden alle queer!“

Foto1085Am Ende standen sie missmutig im Regen. Der „1000 Kreuze Marsch“, den fundamentalistische Christen heute in Münster abhielten, wurde dank der zahlreichen Gegendemonstranten zur Farce.

Aus mehreren Städten sind knapp 400 Leute nach Münster gekommen, um gegen die radikalen Abtreibungsgegner zu demonstrieren. Dabei gab es zuerst eine eigene Demo, am frühen Nachmittag dann sollte der „Marsch für das Leben“ der christlichen Fundamentalisten gestört werden. An Kreativität mangelte es den Aktivistinnen und Aktivisten nicht. Einige verteilten Schokomuffins im Vagina-Style, viele waren verkleidet: Pink war die Farbe des Tages. Eine Trommlergruppe ließ sich von einem Dirigenten zu heißen Rythmen animieren. Die feministische Demo führte quer durch die Münsteraner Fußgängerzone. Dabei wurde Musik gespielt, es gab Redebeiträge auf deutsch, englisch, spanisch und türkisch. Dazu kamen Grußworte von Gruppen aus Berlin und Salzburg. Auf den Plakaten stand etwa „Feminismus, Lesben, Schwule, gibt’s auch in der Nonnenschule“. So wurden die Münsteraner Passanten schrill, bunt und laut aus ihrem samstäglichen Kaufrausch gerissen. Die Reaktionen waren größtenteils amüsiert bis interessiert. Alles blieb friedlich.Foto1066

Als am Nachmittag dann der „1000 Kreuze Marsch“ an der Aegidiikirche startete, waren auch die feministischen Demonstrantinnen und Demonstranten nicht weit. Mit Sprechchören und Pfeifkonzerten wurde der Aufzug begleitet. Die etwa 120 radikalen Christen sangen, murmelten Gebete oder schwiegen. Dem Spott der Menge hatten sie nichts entgegenzusetzen, außer dem intensiven Abfilmen der Gegendemonstranten. Diesen gelang es immer wieder, den christlichen Marsch zu unterwandern. Einem Demonstranten wurde sogar eines der weißen Holzkreuze ausgehändigt, mit denen die Fundis den angeblich 1000 abgetriebenen Föten pro Tag gedachten. Zum Abschluss des Marsches stellten sich die radikalen Christen auf eine Brücke über der Aa, und verlasen fiktive Namen, um Kindern zu gedenken, die, dank Abtreibung, „nie geboren wurden“.Foto1098 Es war einer der skurrilsten (und gruseligsten) Momente des Tages. Zwei Gegendemonstranten hatten sich anscheinend darauf vorbereitet. Mit Gummistiefeln, Ghettoblaster und Tröten standen sie unter der Brücke in der Aa und machten ordentlich Lärm. Die restliche Gegendemo unterstützte sie dabei lautstark. Und bei dem Spruch „Eure Kinder werden so wie wir – Eure Kinder werden alle queer!“, mussten selbst einige „Lebensschützerinnen“ in sich hinein grinsen. Durchnässt vom Regen gab’s dann noch ein Abschlussgebet, was aber, wie alles, was die Fundis von sich gaben, heillos im Getöse der bunten Masse unterging. Sichtlich frustriert zogen sie um kurz nach 16 Uhr ab. Den Kampf gegen Abtreibung haben die radikalen Christen am heutigen Tag haushoch verloren.

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Ka rl
Ka rl
10 Jahre zuvor

„Aus dem Kaufrausch gerissen“ – ist es irgendwie schlecht, Samstags einkaufen zu gehen?

Irgendwie gibt es hier in letzter Zeit mehr und mehr Artikel im Indymedia-Stil. Find ich nicht gut. Und seien sie noch so kraftvoll, bunt und entschlossen.. 😀

der, der auszog
der, der auszog
10 Jahre zuvor

@Martin

[Klugscheissermodus ein]

Pssst, es gibt in Münster schon seit fast 200 Jahren keine Ägidiikirche mehr. Die ist Anfang des 19. Jahrhunderts eingestürzt und stand dort, wo sich heute der Ägidiimarkt befindet, der in Gedenken an diese nicht mehr vorhandene Kirche ihren Namen trägt. Die Demo wird also entweder am Ägidiimarkt oder an einer anderen Kirche gestartet sein.

[Klugscheissermodus aus] … 😎

Tante Jay
10 Jahre zuvor

Und mit was? Mit Recht. Man kann nicht einerseits hingehen und den Frauen die Abtreibung verbieten aber dan sagen „aber was ihr mit den Kindern macht, ist dann eure Sache.“

Andi
Andi
10 Jahre zuvor

Andere Meinungen unterdrücken, weil man sie für falsch hält. What could possibly go wrong? m(

crusius
crusius
10 Jahre zuvor

Superklugscheissermodus: wer nicht aus MS stammt, darf die „katholische Pfarrkirche Sankt Aegidii (ehemalige Kapuzinerkirche)“ wohl als Aegidiikirche bezeichnen:

https://deu.archinform.net/projekte/23817.htm?ID=c389a9d5v6o9e0f2343cacfmn7

Pöcksken
Pöcksken
10 Jahre zuvor

Das gruseligste an diesem Artikel ist sicherlich, dass man die Genugtuung des Autors herauslesen kann, wie Menschen mit anderer Meinung verspottet wurden und im Grundrecht der freien Meinungsäußerung behindert wurden. Für den Autor war es sogar ein Kampf, der gewonnen wurde. Der Vergleich von Ka Ri passt. Das ist Indymedia-Niveau.

Julian
Julian
10 Jahre zuvor

Folgende Problem habe ich mit dem Artikel: 1. Die bereits erwähnte Einschränkung der Meinungsfreiheit durch die Gegendemonstranten. Wieso lässt man die Meinung gegen Abtreibung zu sein nicht zu und organisiet eine Demonstrantion, die sich für das Recht auf Abtreibung ausspricht und belässt es dabei. Zu Denken, dass die Lauteren die richtigeren Ansichten haben, ist schlechte Diskussionskultur und disqualifiziert die Störer. So will zumindest ich nicht einen gesellschaftlichen Diskurs austragen. Schön, dass die Abtreibungegner Größe demonsriert haben und die Freiheit der Abtreibungsgegner bei ihrer Kundgebung respektiert haben.
2. Ich habe die Verbindung zwischen „Eure Kinder werden queer“ und Abtreibung nicht ganz verstanden. Kann es sein, dass hier eine stumpfe Stigmatisierung von Christen = Homosexuellengegner o.ä. stattfindet? Falls ja, auch hier wieder ein Beispiel von missratender Diskussionkultur.

Generell kann ich die Einstellung, der/die Hüter_in der Wahrheit zu sein nicht ertragen. In Wirklichkeit wird so nämlich ein Meinungsmonopol verlangt und die Gesellschaft um ein Stück Freiheit beschnitten. Ich appeliere zu mehr Toleranz in der Diskussion, also pro persönlicher Freiheit. Dazu gehört es auch Meinungen zu akzeptieren, die nicht in den Mainstream passen oder als weltfremd/anachronistisch gebrandmarkt sind zu akzeptieren.

Ich habe bewusst keine Stellung pro oder contra Abtreibung bezogen, da diese laut Autor offensichtlich nicht erwünscht ist.

Ezra
Ezra
10 Jahre zuvor

Entschuldigt, aber jegliche Kritik an dem Autor ist nicht abgebracht sofern man nicht bei bei der Demonstration dabei war. Man sollte sich zu dem Thema „Abtreibung“ eine eigene Meinung bilden aber der Marsch der 120 Fundamentalist_innen erinnerte mich sehr an die Fackelzüge der Nationalsozialist_innen in Nazideutschland. Noch nie habe ich eine so unheimliche Demonstration miterlebt.

John Martin Ungar
10 Jahre zuvor

Man gibt dieserley Unfug eine Bedeutung, wenn man „gegendemonstriert“. Da gilt nach wie vor Ken Keseys Satz: „Spielt ihr Spiel nicht mit. Wendet euch ab.“

Robert
Robert
10 Jahre zuvor

…“jegliche Kritik an dem Autor ist nicht abgebracht“…

Schade, ich wollte gerade meine pinkfarbene Verkleidung und den Ghettoblaster aus dem Schrank holen.

Iris
Iris
10 Jahre zuvor

Ich bin selber gestern dabei gewesen, allerdings nur durch Zufall. Ich war eine dieser Passantinnen, die nur durch die Stadt schlendern wollte. DOch dann wurde ich von einem Polizisten brutal fesgehalten, geschubst, angebrüllt und am weitergehen gehindert. Mir wurde der Arm auf den Rücken gedreht und ich konnte mich gerade noch aus dieser halben Umklammerung herausdrehen, nur um wieder geschubst und angebrüllt zu werden. Und weshalb? Weil ich wie eine potenzielle Demonstrantin aussah, weil ich zufälligerweise blau/schwarz gekleidet war und ein Freund, der mich begleitet hat, ebenfalls dunkel gekleidet war und lange Haare hat. Danach durften wir uns von einem anderen Polizisten, bei dem wir Informationen einholen wollten, an welcher Stelle wir uns beschweren könnten, nicht ernst genommen und er behauptete einfach, dass er uns bei der Demo gesehen hätte. Und das wars. Weil wir jung sind und dunkel gekleidet sind wir per se unter Verdacht. Sein abschließender Kommentar: Sie hätten damit rechnen müssen.

Zur eigentlichen Demo: Ich finde es einfach nur genial, dass sich Menschen für ihre Grundrechte einsetzen. Die „Lebensschützer“ haben Mitglieder aus den Reihen von ProNRW, das sagt doch schon alles!Das grenzt an Volksverhetzung, ist nicht einfache Meinungsfreiheit, nein!Und ja, es geht definitv gegen Homosexuelle, Trans* und alle, die nicht dem Weltbild dieser Leute entsprechen!Das ist diskriminierend!

Bla
Bla
10 Jahre zuvor

Zur Meinungsfreiheit: Ein sonderlich hoch geschätztes Gut, besagt allerdings nur, dass Papi Staat euch erlaubt irgendeinen Unsinn zu denken und individuellen Verrücktheiten zu frönen – mehr nicht. Das Recht nehmen die christlichen Fundamentalisten und einige Kommentatoren hier auch sehr intensiv in Anspruch. Die Meinung an sich ist das Reich der Selbstrelativierung: Eine Meinung ist rein subjektiv, hat keinen Anspruch auf Richtigkeit, jeder hat eine, alle sind unter der Meinungsfreiheit gleich gültig, also auch gleichgültig, d.h. vollkommen egal und folgenlos.
Es entbehrt allerdings nicht einer gewissen Ironie, dass all jene Kommentatoren, welche die in Münster aufmarschierenden christlichen Hardliner vor dem „totalitären Gesinnungsterror“ des Autors in Schutz nehmen wollen, dies im Namen der Meinungsfreiheit tun. Den besagten Fundamentalisten ist Pluralismus und persönliche Freiheit nämlich herzlichst egal – es gibt einen Gott, eine richtige Lehre, alle Abweichler fahren zur Hölle. Wenn es Institutionen gibt, die für sich beanspruchen „die Wahrheit gepachtet“ zu haben, dann sind das gerade so Vereine wie die katholische Kirche. Daraus, dass die allen Menschen ihre religiösen Gesetze auf oktroyieren wollen machen die auch keinen Hehl, ihr Programm besteht ja gerade darin, religiöse Grundsätze zur verbindlichen Richtlinie in allen Lebensbereichen zu erheben. Solche Leute im Namen der „Freiheit“ vor ihren Kritikern in Schutz zu nehmen ist also ein an sich absurdes Unterfangen.

Robert
Robert
10 Jahre zuvor

Meine Meinung ist: Ich finde den Auftritt der Gegendemonstranten genau so lächerlich wie den der Abtreibungsgegner. Und ich glaube, bei Seiten haben Fundamentalisten in ihren Reihen.

Arnold Voss
10 Jahre zuvor

@ Asterix # 14

„Einige verteilten Schokomuffins im Vagina-Style, viele waren verkleidet: Pink war die Farbe des Tages. Eine Trommlergruppe ließ sich von einem Dirigenten zu heißen Rythmen animieren. Die feministische Demo führte quer durch die Münsteraner Fußgängerzone. Dabei wurde Musik gespielt, es gab Redebeiträge auf deutsch, englisch, spanisch und türkisch.“

Und sie meinen wirklich, dass hätte alles so im nationalsozialistischen „Stürmer“ stehen können?

Arnold Voss
10 Jahre zuvor

@ all

In Münster würde ich sowieso nicht demonstrieren. Diese Stadt ist einfach zu nett und zu schön , als dass man dort Irgendjemanden beim Einkaufen nerven sollte. Selbst Dortmunder kommen da hin, um ungestört von Bettelei und politischer Aufsässigkeit dem hochwertigen Konsum nachzugehen.

Unsere Welt braucht ästhetische, soziokulturelle und meinungspolitische Schonräume und Münster hat defintiv das Zeug dazu. In Münster kann man vom Ruhrgebiet ausruhen, ohne umbedingt hinziehen zu müssen. Dort kann man umgekehrt wohnen und täglich ins Ruhrgebiet zur Arbeit fahren, was praktisch auf das Gleiche hinauskommt.

Also lasst bitte Münster in Frieden, ihr Fundamentalisten aller Coleur! 🙂

Robin Patzwaldt
10 Jahre zuvor

@Arnold Voss: Dann habe ich es ja jahrelang total falsch gemacht, als ich im Ruhrgebiet gewohnt, aber in Münster gearbeitet habe. 😉

Benjamin
Benjamin
10 Jahre zuvor

Ich möchte hier mal darstellen, wie das ganze auf jemanden wirkt, der nur durch Zufall über diesen Artikel und die Diskussion stolpert:

Der Artikel ist deutlich Pro Gegendemonstranten und stellt es als positiv dar, dass diese die Aktion der „Fundis“ nicht nur wirksam kritisiert, sondern sabotiert haben. Man kann von den fundamentalistischen Christen halten was man will, an dieser Stelle sehe ich nicht mehr als eine ungewöhnliche Meinungskundgebung. Sie stellen lediglich ihren Protest gegen Schwangerschafftsabbrüche dar. Zugegeben, sie verwenden dabei Argumente, die bei Trennung von Religion und Staat eigentlich fehl am Platze sind, aber das tun auch große Parteien noch. Da die scheinbar nicht weniger radikalen Gegendemonstranten diese Meinung nicht teilen, wollten sie die Kundgebung unterdrücken.

Man kann das so zusammenfassen: „Wer meine Meinung nicht teilt, darf seine nicht äußern“, was auch schon andere politische Gruppierungen gerne zeigten.

Menschen, die die Meinungsfreiheit und Demonstrationsrechte für sich in Anspruch nehmen sie aber ihren politischen/ideologischen Gegnern verweigern, befremden mich sehr. In diesem Falle scheint das auf beide Parteien zuzutreffen.

Zu alledem kommt hinzu, dass es sich bei den „Fundis“ um eine lokale Gruppe zu handeln scheint, wärend die Gegendemonstranten aus verschiedenen Städten anreisten, was stark nach Unterdrückung von Minderheiten riecht, so sehr diese Fomulierung die vermutlich linksorientierten Gegendemonstranten auch kränken mag.

Zu guter Letzt möchte ich noch anmerken, dass ich durchaus die Meinung der Gegendemonstranten teile, nur die kindischen Methoden der Störer nicht gutheißen kann. Es kann natürlich sein, dass dieser Artikel eine eingeschränkte sicht auf das Geschehen vermittelt und wenige Aktivisten hier den Rest schlecht da stehen lassen.

Individuell Anmerkungen zu Kommentaren:
@Iris:
Die Einstellung der Polizisten gegenüber Gegendemonstranten ist noch mal eine ganz eigene Sache, aber siehs mal so: Die beiden waren möglicherweise von beiden Seiten des Konfliktes generft und standen im Stress, da kann so ein Fehler schonmal passieren. Ihren Fehler eingestehen und sich entschuldigen hätte allerdings schon dazu gehöhrt.

@Bla:
Zum Thema „Papi Staat“: der Staat ist die Gesammtheit aller Bürger. Da es unwarscheinlich ist, dass du staatenlos bist, dürftest auch du Teil eines Staates sein. Du stellst dich also als Teil von etwas dar, das du „Papi“ nennst, denk mal darüber nach.
Zum Thema Meinungsfreiheit: Noch gibt es keine Gesetze, die Menschen nur die Rechte zugestehen, die sie anderen zugestehen. Ob das eine gute Sache ist, sei mal dahingestellt. Ich persönlich denke, dass man sich durch „Der hat Meinungsfreiheit garnich Verdient“ Argumente nur auf die Ebene des anderen herablässt.

Arnold Voß
Arnold Voß
10 Jahre zuvor

Ok, Benjamin, nehmen wir den fundamental christlichen Mummenschanz mal ernst. Was ist also die sogenannte freie Meinung die dort geäußert wird: Die Demonstranten bezichtigen andere Menschen öffentlich des systematischen Massenmordes, also dem größten Verbrechen das die Zivilisation kennt.

Klar kann man dazu schweigen und diese Demonstranten, so lange sie friedlich sind, gewehren lassen. Muss man aber nicht. Erst recht nicht wenn man zu den Menschen gehört, die von ihnen als Mörder diffamiert werden. Demonstration und Gegendemonstartion sind nämlich zwei Seiten der gleichen demokratischen Medaille.

Dzdzxug
Dzdzxug
10 Jahre zuvor

Interessant, dass ihr sonst vorgebt z.B. für Frauenrechte zu sein oder es respektiert, wenn linke Vegetarier Sprüche bringen wie: „Mein Körper ist kein Friedhof“. Aber wenn ihr glaubt, dass es bei euren ideologischen Feinden Anstoß erregt, backt ihr gerne solche Macho-Muffins (?), kreischt Nonsense-Sprechchöre, missachtet das Leben von ungeborenen Frauen etc. Das umgedrehte Kreuz steht für eure satanische Agenda. Wenn ihr euch vom vielen Spott, Lachen und Schreien dann eingekriegt habt, setzt – so Gott will – auch bei euch Ernüchterung ein und ihr seht ein, dass ihr komplett falsch lagt.

Wolfram Obermanns
Wolfram Obermanns
10 Jahre zuvor

Ich halte nichts von Leuten, die Lautstärke mit Überzeugungskraft verwechseln.

Ich halte nichts von Leuten, die einen moralischen Rigorismus vertreten, der sie selbst nichts kostet.

Beide sind Heuchler, jeder auf seinem Gebiet.

Prince
Prince
10 Jahre zuvor

Zitat: „Die Demonstranten bezichtigen andere Menschen öffentlich des systematischen Massenmordes, also dem größten Verbrechen das die Zivilisation kennt.“

Und was genau ist falsch an diesem Vorwurf?

Margret
Margret
10 Jahre zuvor

…“Den Kampf gegen Abtreibung haben die radikalen Christen am heutigen Tag haushoch verloren…..“

Wer zuletzt lacht, lacht am besten – und das werden mit aller Gewissheit nicht die Gegendemonstranten sein.

Klaus Bärbel
Klaus Bärbel
10 Jahre zuvor

Ich bin Deeskalationstrainer und echt erschrocken über die Art und Weise dieser Aktion…
Wenn ich den Marsch für das Leben richtig verstehe (Was ich so auf der Homepage finden konnte und nicht irgendwelche Unterstellungen über potentielle pro NRW Leute usw.) dann soll es ein Schweigemarsch für Kinder sein die nie das Leben kosten durften. Das finde ich erstmal gut und ich unterstelle hier erstmal allen, die hier posten, das sie ebenso für das Leben stehen.

Ist es eine Antwort auf einen Schweigemarsch das man Vagina-Muffins verteilt?
Wo ist da der Bezug? Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Wenn es hier um Menschen geht die sich diskriminiert fühlen, warum versucht man den anderen zu diskriminieren? Warum geht man dann nicht auf dieser Ebene aufeinander zu und behandelt das Thema?

Stellt euch vor das jemand bei diesem Schweigemarsch dabei war der weder politisch noch religiös motiviert war?

Ich halte es total am Ziel vorbei geschossen und bringt nur weitere Konflikte die mit dem eigentlichen Kern nichts zu tun haben.

…und erstaunt bin ich darüber das der Nazivorwurf erst nach dem achten Post kam.

Helmut Junge
10 Jahre zuvor

@23
Diese Fragen sind beim damaligen Gesetzgebungsverfahren sehr breit diskutiert, und entschieden worden.
Was diese kleine Gruppe von Fundamentalisten jetzt will, ist der Versuch, der gesamten Gesellschaft ihre religiöse, besser fanatisch-ultrareligiöse Sichtweise aufzudrängen. Ich vermute sogar, dass die Massenmordbezichtigungen justiziabel sind.

Arnold Voß
Arnold Voß
10 Jahre zuvor

@ Prince

Dass man nicht Jemanden töten kann, der noch gar nicht lebt, Prince. Ab wann aber Jemand lebt bestimmen in diesem Lande nicht irgendwelche Demonstranten sondern der Gesetzgeber, und der hat dazu eine klare Aussage gemacht.

Mag sein, dass ihnen diese in einem demokratischen Staat per Gewaltenteilung getroffene Festlegung nicht passt. Aber sie ist zur Zeit Gesetz und in diesem Land werden die Menschen nach dem Gesetz verurteilt und nicht nach wessen Glaubensregeln auch immer.

Mag sein, dass auch das ihnen nicht passt, Prince. Aber das ist ihr Problem und nicht meins.

Prince
Prince
10 Jahre zuvor

Der Gesetzgeber in Uganda hat auch eine klare Aussage darüber gemacht, dass Homosexualität ein strafwürdiges Verbrechen ist. Wenn Menschen das für falsch halten und dagegen demonstrieren, sagen Sie denen dann auch “Was ein Verbrechen ist, entscheidet der Gesetzgeber und nicht irgendwelche Demonstranten. Wenn euch das nicht passt, ist das euer Problem und nicht meins.”?

(Bitte diesen Beitrag freischalten und nicht den vorherigen, da letzterer einen Tippfehler enthält.)

Arnold Voss
10 Jahre zuvor

@ Prince

Ich kann mich nicht entsinnen das Uganda ein mit dem aktuellen Deutschland vergleichbarer demokratischer Staat mit Gewaltenteilung ist, Prince.

https://www.dw.de/50-jahre-uganda-wenig-grund-zum-feiern/a-16293009

Im übrigen sind viele von denen die sie hier unterstützen ebenfalls der Meinung das Homosexualität ein strafwürdiges Verbrechen ist. Also auf nach Uganda, Prince!

Vagina-Bäcker*innen-Gewerkschaft
Vagina-Bäcker*innen-Gewerkschaft
10 Jahre zuvor

Wir lassen uns das Backen nicht verbieten!
Zucker, Mehl und Marzipan – Jesus war ein Scharlatan!

Prince
Prince
10 Jahre zuvor

Zitat: „Ich kann mich nicht entsinnen, dass Uganda ein mit dem aktuellen Deutschland vergleichbarer demokratischer Staat mit Gewaltenteilung ist, Prince.“

Nö, ist es nicht. Das ist aber irrelevant. Nur weil Deutschland ein demokratischer Staat ist, bedeutet das nicht, dass das, was der Gesetzgeber sagt, nicht falsch sein kann.

Zitat: „Im übrigen sind viele von denen die sie hier unterstützen ebenfalls der Meinung das Homosexualität ein strafwürdiges Verbrechen ist. Also auf nach Uganda, Prince!“

Aber sonst geht’s noch?

Selbst wenn diejenigen, die ich hier „unterstütze“ (bzw. einige von ihnen), tatsächlich dieser Meinung sein sollten (was ich nicht beurteilen kann, da ich sie nicht kenne): Ich habe ihnen in einem Punkt zugestimmt, der mit Homosexualität überhaupt gar nichts (!!) zu tun hat. Mir deshalb zwischen den Zeilen vorzuwerfen, ich würde die Ansichten dieser Personen zu Homosexualität teilen (was ich, sollten sie tatsächlich Meinungen wie die o. g. vertreten, definitiv nicht tue), ist ein logischer Fehlschluss. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass Sie dies wissen und den Kommentar nur gebracht haben, um gegen mich zu polemisieren. Es wäre nett, wenn Sie so etwas zukünftig unterlassen könnten. 🙂

Margret
Margret
10 Jahre zuvor

….“Ok, Benjamin, nehmen wir den fundamental christlichen Mummenschanz mal ernst. Was ist also die sogenannte freie Meinung die dort geäußert wird: Die Demonstranten bezichtigen andere Menschen öffentlich des systematischen Massenmordes, also dem größten Verbrechen das die Zivilisation kennt.

Klar kann man dazu schweigen und diese Demonstranten, so lange sie friedlich sind, gewehren lassen. Muss man aber nicht. Erst recht nicht wenn man zu den Menschen gehört, die von ihnen als Mörder diffamiert werden. Demonstration und Gegendemonstartion sind nämlich zwei Seiten der gleichen demokratischen Medaille.“

Warum regst Du dich so auf? Ist ja nur rein hypothetisch gemeint. Warum also wühlt Dich dieser Vorwurf so auf? Ist da in Deinem Innersten eine Saite zum Klingen gebracht worden, die eigentlich nicht klingen durfte? Oder was soll Dein Gejammere? Ich fühle mich nicht von den Vorwürfen berührt.
Also: Sei ein Mann und jammere laut!

Arnold Voss
10 Jahre zuvor

@ Helmut Runge # 26

Das ist hier natürlich ein schwierige Debatte. Wie alle Debatten die auf religiösen Überzeugungen basieren. Alle predigen fröhlich die Meinungsfreiheit, vergessen aber, dass ein Verbrechensvorwurf nicht einfach eine Meinung sondern eine Anklage ist die im Ernstfall einer Verleumdung gleich kommt.

Man bezichtigt, in welcher Form auch immer, nicht einfach Menschen des Mordes, nur weil sie in ihrem Verhalten der eigenen Überzeugung widersprechen. Man kann sich, auch gegen die Abtreibung, in einer Weise äußern, die die Kritisierten nicht als Mörder abwertet.

Daran ist aber christlichen Fundamentalisten nicht gelegen. Es geht ihnen nicht um die freie Meinungsäußerung sondern um die Durchsetzung ihre Meinung als die einzig gültige. Was willst du mit solchen Leuten diskutieren? Und wozu? Sie sind im tiefsten ihrer Seele kleine Diktatoren.

Margret
Margret
10 Jahre zuvor

#33 | Martin Niewendick sagt am 11. März 2013 um 18:48

Nana Margret, solche vulgären Schimpftiraden sind aber höchst unchristlich. Und mit diesem Mundwerk küssen sie ihre Mutter?

Was also meinen Sie genau?

Außerdem küsse ich meine Mutter nicht mehr, sie ist seit genau 20 Jahren tot und braucht das ganze geballte Elend in diesem Land nicht mehr zu erleben.
Was hier auf dieser Seite abgeht, erlebe ich Tag für Tag auch in der rauen Wirklichkeit des Alltags.
Aber wenn erst mal der Islam hier in D das Sagen haben wird, dann ist es aus mit HS, Abtreibung, Ehebruch (die Steinigung lässt grüßen). Freuen Sie sich darauf, Sie Grünwähler?

Margret
Margret
10 Jahre zuvor

#35 Arnold Voss: „Es geht ihnen nicht um die freie Meinungsäußerung sondern um die Durchsetzung ihre Meinung als die einzig gültige. Was willst du mit solchen Leuten diskutieren? Und wozu? Sie sind im tiefsten ihrer Seele kleine Diktatoren.“

Diese Meinung vertreten Sie aber auch, nämlich die Durchsetzung Ihrer eigenen Meinung als die einzig gültige. Deshalb sind Sie von der „Gegenseite“ erst mal nicht zu unterscheiden. Und ein Diktator? Sind Sie das nicht in tiefster Seele ebenfalls? Mit anderen Worten: Es unterscheidet Sie von der „Gegenseite“ lediglich der Inhalt. Mehr nicht.

Arnold Voss
10 Jahre zuvor

@ Prince

So lange sie hier unter Pseudonym schreiben können sie so ziemlich alles behaupten. Woher sollte ich also wissen, ob sie diese Leute nur in diesem Fall unterstützen oder ob sie nicht ihre gesamte Weltanschauung teilen? Logische Fehlschlüsse sind nur auf Basis voller Information möglich, und diese verweigern sie schlicht dadurch, dass sie hier nicht ihren richtigen Namen angeben.

Aber ich glaube ihnen jetzt mal einfach, was sie in ihrem letzten Kommentar geschrieben haben, obwohl ich sie persönlich nicht kenne.

Und jetzt zu ihren Argumenten:

Die Entscheidungen über so wesentliche, ja existentielle Festlegungen wie die zur Abtreibung kann nur in einer demokratischen Gesellschaft so gefällt werden, dass sie für alle eine Gültigkeit beanspruchen können. Deswegen war ihr Vergleich mit Uganda gelinde gesagt nicht sehr hilfreich.

Der Gesetzgeber auch eines demokratischem Staates ist nicht unfehlbar. Das genau macht ja Demokratie aus z.B. im Gegensatz zu einem Gottesstaat. Deswegen kann und darf man ja auch gegen diese Entscheidungen demonstrieren und auf demokratischen Wege eine Veränderung anstreben.

Die Demonstranten haben aber nicht das Recht die als Mörder abzustempeln, die nicht ihrer Meinung sind. Wer andere als Mörder diffamiert öffnet dem Mob Tür und Tor. Der sorgt dafür das Extremisten, und die gibt es auch und zahlreich bei den Abtreibungsgegnern, zum Terror greifen.

Dieser Terror ist in vielen Länder fester Bestandteil dieser religiösen Gruppierung. Er basiert auf dieser prinzipiellen Abwertung ihrer „Feinde“ als „Massenmörder“ und sie selbst haben diesem Begriff hier auch noch bedenkenlos zugestimmt. (Siehe ihr Kommentar # 23.)

Ich bin für die Regelung zur Abtreibung, die der deutsche Staat nach langer Debatte gefunden hat. Sie bezeichen also auch mich als Mörder, zumindest aber als Unterstützer von Mord. Aber sie wagen es m i r „zwischen den Zeilen“ Polemik vorzuwerfen.

Was halten sie davon, dass sie in Zukunft m i r gegenüber den Vorwurf der Mordunterstützung fallen lassen, Prince? Das wäre echt nett!

Arnold Voss
10 Jahre zuvor

@ Margret # 37

Kann es sein, dass sie schlecht lesen können? Wo haben sie gelesen, dass ich meine Position als die einzig richtige/gültige bezeichnet habe? Wo verdammt noch mal? Helfen sie mir Magret!

Benjamin
Benjamin
10 Jahre zuvor

@Arnold (20):
Eine Diffamierung von Abtreibungsärzten oder gar Frauen, die abgetrieben haben, als Mörder geht für mich aus dem Artikel nicht hervor, zumindest nicht bei DIESER Demonstration. Mir ist durchaus bewusst, dass dieses Mittel gerne verwendet wird und ich kann es genauso wenig gutheißen, wie du. Dennoch denke ich, dass wir zivilisiertere Wege beschreiten sollten, als „Mit Gummistiefeln, Ghettoblaster und Tröten […] ordentlich Lärm“ zu machen. Für den konkreten Fall kann man sich zum Beispiel eine groß angelegte Verleumdungsklage vorstellen.

Ich finde die Gegendemonstration an sich durchaus in Ordnung, auch räumliche Nähe zur eigentlichen Demonstration ist gut. Deutliches Anzeigen der eigenen Meinung mit Plakaten, eigene Reden, sogar mehrsprachig, alles sehr schön. Sogar die Vagina Muffins kann man noch witzig finden. Nur das stören der eigentlichen Demonstration halte ich für kindisch und unangemessen.

Aus diesem Artikel stellt sich der Marsch lediglich als Trauermarsch dar, und warum denn nicht, wenn sie sich dadurch besser fühlen? Ich denke, dass wir das Ausbreiten von Ansichten, die wir als unangemessen empfinden, durch Aufklärung und eigene Kundgebungen zivilisierter verhindern können als durch kindisches Geschrei.

Man hätte zB auch die vorgelesenen Namen sorgfältig mitschreiben können, um daraufhin eine eigene Rede zu halten, in der man diesen „getöteten Kindern“ dazu gratuliert, das Elend, dass da Leben heist so erfolgreich umschifft zu haben, denn seit dem 20. April 2007 kommen ungetauft sterbende Kinder nicht mehr in die Hölle, sondern ohne Umwege ins Paradies. Siehe dazu https://de.wikipedia.org/wiki/Limbus_%28Theologie%29#Diskussion_um_den_Limbus

Um mal ein paar Sätze zum eigentlichen Thema loszuwerden:

Jeder Abtreibungsgegner, der zB Kalbsfleisch ist, möge seine Prioritäten überdenken – nicht ausgereifte Zellklumpen gegen geborene, lebensfähige Tiere.

Wenn Gott (so man an sowas glaubt) gegen Abtreibungen ist, warum verhindert er sie dann nicht? (Jaja Prüfung des Glaubens undsoweiter, was für ein Heuchler, ER erschafft uns so, wie wir sind und bestraft dann UNS dafür, dass wir IHM nicht gefallen. Ich persönlich möchte mich nicht als derartiges Spielzeug einer höheren Macht verstehen, aber wems gefällt!)

Wenn jeder, der Abtreibung unterstützt, in die Hölle kommt, haben fundamentalistische Christen wenigstens mehr Platz im Paradies. Kommt seid ehrlich! Ihr wollt uns doch garnich dort haben. (Ja ich weiß, wer so etwas zugibt, kommt auch in die Hölle, aber man kann ja beichten und sühnen ;))

Prince
Prince
10 Jahre zuvor

@ Arnold Voß:

Zitat: „So lange sie hier unter Pseudonym schreiben können sie so ziemlich alles behaupten. Woher sollte ich also wissen, ob sie diese Leute nur in diesem Fall unterstützen oder ob sie nicht ihre gesamte Weltanschauung teilen?“

Natürlich können Sie das nicht wissen, aber gerade das ist doch ein Grund, vorsichtig mit Einschätzungen seines Gegenübers zu sein. Solange man nicht weiß, ob eine Person eine bestimmte Meinung vertritt, sollte man nicht behaupten (oder suggerieren), dass sie sie vertritt.

Zitat: „Logische Fehlschlüsse sind nur auf Basis voller Information möglich, und diese verweigern sie schlicht dadurch, dass sie hier nicht ihren richtigen Namen angeben.“

Logische Fehlschlüsse sind nur auf Basis voller Information möglich? Wenn ich sage, dass mein neuer Nachbar ein Nazi ist, weil er eine Deutschland-Fahne am Auto hat, ist das also kein logischer Fehlschluss, weil ich nicht alle Informationen über ihn habe?

Zitat: „Aber ich glaube ihnen jetzt mal einfach, was sie in ihrem letzten Kommentar geschrieben haben, obwohl ich sie persönlich nicht kenne.“

Much appreciated, thx. 🙂

Zitat: „Der Gesetzgeber auch eines demokratischem Staates ist nicht unfehlbar. Das genau macht ja Demokratie aus z.B. im Gegensatz zu einem Gottesstaat. Deswegen kann und darf man ja auch gegen diese Entscheidungen demonstrieren und auf demokratischen Wege eine Veränderung anstreben.“

Hier sind wir auf einer Wellenlänge.

Zitat: „Die Demonstranten haben aber nicht das Recht die als Mörder abzustempeln, die nicht ihrer Meinung sind. Wer andere als Mörder diffamiert öffnet dem Mob Tür und Tor. Der sorgt dafür das Extremisten, und die gibt es auch und zahlreich bei den Abtreibungsgegnern, zum Terror greifen.“

Ich stimme Ihnen insofern zu, als die Art und Weise, mit der man seine Meinung kundtut, bedacht sein sollte. Gegen andere Menschen zu hetzen bringt in den seltensten Fällen etwas und führt meist nur zu Hass und Gewalt.

Allerdings ist ein Statement wie „Abtreibung ist Mord“ für mich noch keine Diffamierung, genauso wie „Jemanden mit der Axt erschlagen ist Mord“ für mich keine Diffamierung ist. Es ist einfach nur eine Aussage darüber, was man als unter die Definition von „Mord“ fallend erachtet. Natürlich mag ein solches Statement für manche Leute krass sein, aber was soll man denn sonst sagen, wenn man tatsächlich dieser Meinung ist?

Zitat: „Dieser Terror ist in vielen Länder fester Bestandteil dieser religiösen Gruppierung. Er basiert auf dieser prinzipiellen Abwertung ihrer “Feinde” als “Massenmörder” und sie selbst haben diesem Begriff hier auch noch bedenkenlos zugestimmt. (Siehe ihr Kommentar # 23.)

Ich bin für die Regelung zur Abtreibung, die der deutsche Staat nach langer Debatte gefunden hat. Sie bezeichen also auch mich als Mörder, zumindest aber als Unterstützer von Mord. Aber sie wagen es m i r “zwischen den Zeilen” Polemik vorzuwerfen.

Was halten sie davon, dass sie in Zukunft m i r gegenüber den Vorwurf der Mordunterstützung fallen lassen, Prince? Das wäre echt nett!“

Wenn man (wie ich) der Meinung ist, dass Embryonen Lebewesen sind, und wenn man ebenso der Meinung ist, dass ihre Tötung in vielen Abtreibungsfällen aus niederen Beweggründen erfolgt (z. B. weil die Mutter das Kind nicht will), wie soll man die Tötung von vielen Embryonen denn dann sonst bezeichnen? Für mich ist das keine Abwertung, sondern einfach nur eine Nennung der Tatsachen, auch wenn’s krass rüberkommt.

Josef
Josef
10 Jahre zuvor

Eine Gesellschaft die massenhaft ihre Föten zerstückelt ist einfach nur ekelhaft!
Die Tatsache, daß dies vom Gesetzgeber gebilligt wird macht diese Gesellschaft nur noch ekelhafter.

Waschbär
Waschbär
10 Jahre zuvor

Ist doch ganz einfach:
Sind diese 1000-Kreuze Typen Idioten? Ja
Dürfen in Deutschland auch Idioten ihre Meinung sagen? Ja
Ein echtes Armutszeugnis für unsere Demokratie, wenn sich unsere „Diskussionskultur“ nur darauf beschränkt, wer den „Gegner“ besser niederbrüllen kann…
Achja und wenn man anderen Leuten die Meinungsäußerung verbieten will, mit dem Argument:“Ja aber die wollen des ja auch machen“, dann sollte man sich ehrlich mal fragen, wieso man dann eigentlich selber auch nur einen Deut besser sein sollte.

Demokrit
Demokrit
10 Jahre zuvor

Herrschaften, weshalb regt ihr euch auf? Menschen trafen sich um mit Schweigen und Beten in einem freien, säkularen Land ihren Standpunkt zu vertreten. Dürfen sie das nicht? Sie legten auch eine Schweigeminute an der Münsteraner Synagoge ein, um der ermordeten Juden zu gedenken. Dürfen sie das nicht? Dafür durften die Berufsanarchos genau diese Minute würdelos und ehrlos gestalten. Mösenmuffins sind keine Antwort, eine lächerliche Aggression!

Demokrit
Demokrit
10 Jahre zuvor

und noch ein Nachschlag: es liegt mir fern, eine rechtsfaschistische Gesinnungsdiktatur durch eine linksfaschistische zu ersetzen. Es gibt ethische Werte, die überleben jede Destruktion.

Arnold Voß
Arnold Voß
10 Jahre zuvor

@ Prince # 42

Sie erwarten doch nicht, dass ich ihnen weiter antworte, oder? Sie mögens offensichtlich gerne krass und das ganz anonym. Noch viel Spaß dabei! 🙂

Arnold Voß
Arnold Voß
10 Jahre zuvor

@ Josef # 43

Das einzig ekelhafte hier ist ihr Sprachgebrauch.

Arnold Voss
10 Jahre zuvor

@ Demokrit

Sie sind doch sonst nicht so schwer von Begriff, Demokrit. Die Demonstranten haben nicht der ermordeten Juden gedacht um den ermordeten Juden zu gedenken sondern um die Abtreibung symbolisch mit dem Holocaust gleich zu setzen.

Aber diese Leute mögen es halt krass. Das dürfen sie, Demokrit. Mich jedoch ekelt es an. Ich weiß nämlich was diese Leute tun würden, wenn man sie nur ließe: Leute wie mich auf den nächsten Scheiterhaufen bringen. Da sind mir harmlos-lächerliche Mösenmuffins dann doch noch lieber. 🙂

Ach ja, was die mögliche Dekonstruktion ethischer Werte betrifft, bin ich leider skeptischer als sie.

Demokrit
Demokrit
10 Jahre zuvor

Genau das, lassen WIR nicht zu, Arnold. Du denkst im Voraus für andere, nimmst an und das wird Dir sicher nicht gerecht. Ich kenne einige der Demonstranten, junge Menschen, Studenten, die nach der Bergpredigt leben, alte Menschen, die sich für den Nächsten aufopfern. Zwei von ihnen aus Coesfeld, die 4 jüdische Familien durch die Pogrome retteten beteten an der Synagoge. Verstünden mehr Menschen die Bergpredigt, gebe es keine Gewalt, gegen niemanden. Ist das verkehrt? Platon hätte seine Freude daran!

Aber, wir beide haben uns genügend darüber ausgetauscht. Bitte nicht jeden Vorverurteilen…und, ja, ich bin nicht Begriffsstutzig. Ich stutze nur wenn Ethik gebeugt wird.

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