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150 Jahre Rudolf Steiner – „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“

Rudolf Steiner um 1905 (Quelle: wikipedia)

Am 27. Februar 2011 feiert Rudolf Steiner, Begründer der Waldorfschulen, seinen 150 Geburtstag. Doch nicht überall huldigt man dem „Universalgenie Steiner“. In der Neuen Zürcher Zeitung, NZZ, erschien eine Artikelserie, die es Steiner- und Waldorf-Anhängern unmöglich macht, weiter zu behaupten: „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“ Von unserem Gastautor Andreas Lichte.

Endlich! Endlich schreibt auch eine „normale“ Tageszeitung Klartext über Rudolf Steiner. Andreas Hirstein, Ressortleiter Wissen der NZZ, legt eindrucksvoll dar, was bereits auch bei den Ruhrbaronen zu erfahren war: Dass Steiner ein selbsternannter Hellseher und notorischer Rassist ist.

Andreas Hirstein, NZZ, über den Hellseher Rudolf Steiner, „Ein Jesus aus Nazareth und einer aus Bethlehem“:

„(…) Wirkliche Erkenntnis sei immer übersinnlich [Zitat Steiner]: «Das müssen wir uns immer wiederum vor die Seele stellen, dass wir nicht aus Urkunden schöpfen, sondern dass wir schöpfen aus der geistigen Forschung selbst», sagt er. Oder: «Meine Erkenntnisse des Geistigen, dessen bin ich mir voll bewusst, sind Ergebnisse eigenen Schauens». Steiner formuliert offen einen hellseherischen Anspruch, eine Quelle des Wissens, die nur Initiierten wie ihm offensteht und die ihn zu ganz neuen Erkenntnissen (…) führt. (…)“ Sein „Wissen will Steiner dem geistigen Weltgedächtnis, der Akasha-Chronik, entnommen haben. (…)“

Andreas Hirstein, NZZ, über den Rassisten Rudolf Steiner, „Rassistische und antisemitische Tendenzen“:

„(…) Problematisch bei Steiner ist aber, dass sein Rassismus aus den von ihm postulierten Evolutionsstufen der Menschheit folgt. Will man das Rassendenken loswerden, droht das gesamte Gedankengebäude zusammenzubrechen.

(…) Die weisse «Rasse» ist in Steinerscher Terminologie die am «Geiste schaffende Rasse» – die Avantgarde der Menschheit also: «Die Menschen würden ja, wenn die Blauäugigen und Blondhaarigen aussterben, immer dümmer werden, wenn sie nicht zu einer Art Gescheitheit kommen würden, die unabhängig ist von der Blondheit. Die blonden Haare geben eigentlich Gescheitheit.» Die übrigen «Rassen» sind in diesem Sinne nur überflüssige Abfallprodukte der Evolution. Indianer sieht er als «degenerierte Menschenrasse», schwarze Afrikaner seien eine zurückgebliebene Rasse. (…)“

„Töne wie aus einer undichten Gummizelle!“

„Töne wie aus einer undichten Gummizelle!“ sagt Harry Rowohlt über Rudolf Steiner. Was hat der, Zitat wikipedia, „Schriftsteller, Kolumnist, Übersetzer, Rezitator und Schauspieler“ mit Steiner zu tun? Harry Rowohlt hat eine Erfahrung gemacht, und beschreibt sie hier, Seite 2

Ist Rudolf Steiner psychisch krank? Wenn ja, wie lässt sich das feststellen? Wie wäre es damit, Steiner zu lesen? Unten ein link zu einem Vortrag Steiners, der unzweifelhaft rassistisch ist. Aber spannender als diese Feststellung ist die Frage, wie Steiner sein Programm „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse“ begründet:

Warum ist das so, Zitat Steiner: „Auf der einen Seite hat man die schwarze Rasse, die am meisten irdisch ist. Wenn sie nach Westen geht, stirbt sie aus. Man hat die gelbe Rasse, die mitten zwischen Erde und Weltenall ist. Wenn sie nach Osten geht, wird sie braun, gliedert sich zu viel dem Weltenall an, stirbt aus.“

Besuchen Sie Steiner in seiner „Gummizelle“, seien Sie Zeuge von Steiners „Kampf zwischen Vorderhirn und Hinterhirn im Kopf“. Und sagen Sie bitte nicht mehr: „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“

link zu: Rudolf Steiner, „Vom Leben des Menschen und der Erde – Über das Wesen des Christentums“, GA 349, Dritter Vortrag, Dornach, 3. März 1923

Ruhrbarone zu Waldorfschule, Rudolf Steiner, Anthroposophie – kleine Auswahl:

„Waldorfschule: Vorsicht Steiner“, Interview mit Andreas Lichte

„Wie gut sind Waldorfschulen?“, Erfahrungsbericht einer Mutter

„Waldorfschule: Curriculum und Karma – das anthroposophische Erziehungsmodell Rudolf Steiners“, von Prof. Klaus Prange, Erziehungswissenschaftler

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210 Kommentare zu “150 Jahre Rudolf Steiner – „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“

  • #1
    KrazyKraut

    „Was ist die Hirnmasse? Die Hirnmasse ist einfach zu Ende geführte Darmmasse. Verfrühte Gehirnabscheidung geht durch den Darm. Der Darminhalt ist seinen Prozessen nach durchaus verwandt dem Hirninhalt. Wenn ich grotesk rede, würde ich sagen, ein fortgeschrittener Dunghaufen ist das im Gehirn sich Ausbreitende; aber es ist sachlich durchaus richtig. Der Dung ist es, der durch den eigenen organischen Prozess in die Edelmasse des Gehirns umgesetzt wird und da zur Grundlage für die Ich-Entwickelung wird“
    Aus: „Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft (Landwirtschaftlicher Kursus)“ GA 327, p. 201

  • #2
    Stefan Laurin

    @KrazyKraut:: Man kommt ja schnell bei so einem Zitat ins lästern. Aber könnte es bei Steiners Hirnmasse nicht genau so gewesen sein? Und vielleicht schloss er nur schnell von sich auf andere 🙂

  • #3
    KrazyKraut

    @Stefan: Stimmt. Aber das ist nicht das einzige Zitat, wo man ins lästern kommt. Der Steinersche Schwurbel zur Kosmologie ist ebenfalls sehr erheiternd, vielleicht suche ich noch mal was raus. Das Schöne: Jeder kann es selber nachlesen- die Steiner-Werke sind online, zb hier: http://anthroposophie.byu.edu/

  • #4
    "Der Heilige Rudolf, Schutzpatron der Maniküren?"

    @ KrazyKraut

    ist ja nicht so, daß die Ruhrbarone Rudolf Steiner nicht auch schon vor seinem großen Jubiläum gewürdigt hätten:

    „Rudolf Steiner: „Der Mensch steht der Außenwelt gegenüber. Das Geistig-Seelische strebt danach, ihn fortwährend aufzusaugen. Daher blättern wir außen fortwährend ab, schuppen ab. Und wenn der Geist nicht stark genug ist, müssen wir uns Stücke, wie zum Beispiel die Fingernägel, abschneiden, weil der Geist sie, von außen kommend, saugend zerstören will.“

    Ruhrbarone: Was soll das sein? Der Heilige Rudolf, Schutzpatron der Maniküren?“

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-vorsicht-steiner/

  • #5
    Ex-Steiner

    Uber Führerschaft. Anthroposophie macht frei?

    ‚Die folgenden Mitteilungen beziehen sich auf den Übergang der vierten (atlantischen) Wurzelrasse in die fünfte (arische), welcher die gegenwärtige zivilisierte Menschheit angehört. Nur derjenige wird sie richtig auffassen, der sich von dem Gedanken der Entwickelung in seinem ganzen Umfange und in seiner ganzen Bedeutung durchdringen kann.‘

    ‚Nun muß man sich vergegenwärtigen, daß man es am Ende der atlantischen Zeit mit drei Gruppen menschenartiger Wesenheiten zu tun hat. 1. Mit den genannten «Götterboten», die der großen Volksmasse weit voraus in der Entwickelung waren, die göttliche Weisheit lehrten und göttliche Taten verrichteten. 2. Die große Masse selbst, bei welcher die Denkkraft in einem dumpfen Zustande war, trotzdem sie Fähigkeiten naturwüchsiger Art besaß, welche der heutigen Menschheit verlorengegangen sind. 3. Eine kleinere Schar von solchen, welche die Denkkraft entwickelten. Diese verlor dadurch zwar allmählich die urwüchsigen Fähigkeiten der Atlantier; aber sie bildete sich dafür heran, die Grundsätze der «Götterboten» denkend zu erfassen. – die zweite Gruppe der Menschenwesen war dem allmählichen Aussterben geweiht. Die dritte aber konnte von dem Wesen der ersten Art dazu herangezogen werden, ihre Führung selbst in die Hand zu nehmen.

    Aus dieser dritten Gruppe nahm der genannte Hauptführer, welchen die okkultistische Literatur als Manu bezeichnet, die Befähigtesten heraus, um aus ihnen eine neue Menschheit hervorgehen zu lassen.‘

    Rudolf Steiner: Aus der Akasha Chronik, Übergang der vierte in die fünfte Wurzelrasse

    http://www.anthroposophie.net/steiner/ga/bib_steiner_ga_011_03.htm#_Toc17205763

  • Pingback: zoom » Umleitung: Ein kleiner Spaß und dann noch Religion, Tunesien, Blogger, NRW-CDU, Steiner, Hagen ohne ICE und das Eedgaswunder von NRW. «

  • #7
    Stefan Laurin

    @Ex-Steiner: Hat er diesen Unfug nicht von der durchgeschepperten Blavatsky abgeschrieben? Der Kram stand doch auch in ihrer „Geheimlehre“ drin. Und Steiner war doch, bevor er mit dem Antro-Kram den Sprung in die Selbstständigkeit wagte, ihr Theosophen-Statthalter in Deutschland.

  • #8
    Hans-Florian Hoyer

    Na, da wird ja wieder einmal die ewig-selbe „Sau“ durch das Dorf getrieben. Steiner und was Anthroposophen so treiben ist abgrundtiefer Quatsch, und nur die hiesigen Kommentatoren haben es gemerkt, der Rest der Welt ist leider hypnotisiert.
    Waldorfschulen werden von Staat bezuschusst, anthroposophische Medizin von den Kassen gezahlt, Demeter Erzeugnisse von Verbrauchern gekauft, Weleda Kosmetik boomt, Dr. Hauschka sogar in Hollywood, die GLS Bank wächst, Ideen wie das bedingungslose Grundeinkommen und die direkte Demokratie finden immer mehr Anhänger, …
    Es ist schon zum Verzweifeln, wie doof alle sind ….

  • #9
    Stefan Laurin

    @Hoyer: ja, manchmal ist die Doofheit zum Verzweifeln. Aber von der Doofheit leben ja Waldorflehrer, Astrologen und Heilpraktiker ganz gut.

  • #10
    KrazyKraut

    Was die GLS-Bank betrifft: Die scheint zB mit der Firma LESA zusammenzuarbeiten, jedenfalls wird sie von denen verlinkt: http://www.lesa-maschinen.de/cms/index.php?page=linkliste&hl=de_DE
    Über LESA: http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=LESA

    Wundern würde es uns nicht- Steiner war ein Keely-Anhänger:
    http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=John_Keely

  • #11
    Hans-Florian Hoyer

    @Laurin: Und die „Anthroposophie-Kritiker“ leben auch nicht schlecht. Insofern sind sie Astrologen und Heilpraktikern durchaus vergleichbar.

  • #12
    Hans-Florian Hoyer

    to whom it may concern:

    Huber, J., Astral-Marx, Über Anthroposophie, einen gewissen Marxismus und andere Alternatiefen, in Kursbuch 55, 1979, S.139-161.

    Joseph Huber beschreibt in dem Aufsatz „Astral-Marx“ sein Erleben mit solchen Aktivitäten der anthroposophischen Bewegung wie folgt: „Mir persönlich ging es mit der Anthroposophie wie im Märchen vom Igel und vom Hasen. Als linke Hasen rennen wir uns nach den sozialistischen Träumen die Hacken ab, und wenn wir wo hinkommen, steht da oft ein anthroposophischer Igel und sagt ‚Ätsch, ich bin schon da‘: hier ist ein klassenloses Krankenhaus, dort eine eigene Genossenschaftsbank, da sind selbstverwaltete Kindergärten und Schulen, Verlage, alternative Heil- und Therapieeinrichtungen, Tagungsstätten, freie Kunstakademien, Arzneimittelfabriken, biologisch-dynamische Landwirtschaftsbetriebe und anderes. Wo die heutige Linke mit lautem Getöse relativ wenig erreicht, schaffen Anthroposophen im Stillen viel.“ An diesem Erscheinungsbild anthroposophischer Aktivitäten orientiert, fragt Tilman Evers – offensichtlich verwundert – in seinem Aufsatz „Mehr Demokratie durch Volksentscheid?“: „Unter den Trägern der ‚Aktion Volksentscheid‘ gibt es eine Reihe von Grün/Alternativen mit anthroposophischem Hintergrund. Wie kommen Anthroposophen, die in all ihren sonstigen Lebensbereichen und Ausdrucksformen ja ganz richtig als qualitative Minderheit in eine Mehrheitskultur hineinzuwirken versuchen, im politischen Bereich dazu, sich zu Vorkämpfern des Prinzips der großen Zahl zu machen?“

  • #13
    blaubaer

    @ Hans-Florian Hoyer #12

    deine anthro-sozial-romantik, #12 :

    was ist an ausländerfreien waldorfschulen sozial ?

    brauchen wir mehr ausländerfreie waldorfschulen ?

  • #14
    Ex-Steiner

    Stefan Laurin sagt am 27. Januar 2011 um 00:08 ‚Hat er diesen Unfug nicht von der durchgeschepperten Blavatsky abgeschrieben? ‚

    Stimmt. Herr Doktor hat abgeschrieben von Blavatsky. Der Doktor nannte das hellsehen.

  • #15
  • #16
    KrazyKraut

    @Max: Na Aber! Und das reicht denen nicht- Waldorfer mosern immer, dass Sie Schulgeld bezahlen müssen und andere nicht- die hätten ihr irres Biotop gerne komplett von der Allgemeinheit finanziert.

  • #17
    Anke

    zu #12:

    Seit 30 Jahren dient dieser idiotische Text aus dem Kursbuch als Propagandamaterial in der internen „Schulung“ der Anthro-Sekte. Und die „Geistesschüler“ zitieren artig immer die identische Passage.

    Aber Anthroposophen sind leider keine Vorkämpfer der Demokratisierung, sondern trachten allenfalls danach, deren Verfahren für ihre antidemokratischen Ziele zu nutzen.

    Auch Daniel Schily, der aus einer der einflussreichen anthroposophischen Familien stammt und mit Anthroposophen in mehreren „Initiativen“ zur Förderung der „direkten Demokratie“ zusammenarbeitete, spricht es deutlich aus:

    „Ich glaube nicht, dass man die große Masse der Anthroposophen zu überzeugten Demokraten machen kann.“

    Ne, das geht ganz sicher nicht, so wenig wie es einen demokratischen Faschismus gibt.

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  • #19
    Hans-Florian Hoyer

    … na, denn noch viel Spass zusammen im Parallel-Universum der einigen & einzigen Durchblicker.

    Bis Steiner „offiziell als Hellseher, Spinner und Rassist entlarvt“ ist, müßt ihr Euch aber noch kräftig potenzieren.

  • #20
    Rudolf Steiner Hellseher, Spinner, Rassist

    @ Hans-Florian Hoyer

    Bis Steiner offiziell als Hellseher, Spinner und Rassist entlarvt ist, müßt ihr Euch aber noch kräftig potenzieren.

    Danke für deine Mitarbeit bei der Verbreitung der Botschaft, facebook:

    „Hans-Florian Hoyer

    Herr Lichte verbreitet wieder mal seine persönliche Dunkelheit. Geborener Schwarzseher, der mit Hellsehern nichts anfangen kann. ;-)))“

  • #21
  • #22
    schillernd

    Was man heutzutage sonst so mit Anthroposopen erleben kann:

    Von: Posting@CommunityMail.derStandard.at
    Betreff: Forenbeitrag zu „Steiner „entsteinern““ Autor: Elysio
    „Im Spinnennetz verfangen
    Es ist schon bemerkenswert, wie ein einigermaßen ausgewogener Artikel über Steiner dazu geeignet scheint, vornehmlich suversive Elemente aufzuscheuchen und die Summe der bisherigen Kommentare darauf das Bild eines Spinnennetzes ergeben, in dem sich aufgescheuchtes Ungeziefer, das dem Licht nicht wiederstehen und sich dem kollektiven Sog der anonymen Diffamierungsleidenschaft nicht entziehen kann, gnadenlos verfangen muß.“
    > Dies ist ein Kommentar von Elysio (Link: http://derstandard.at/plink/1293370714873/19514308 )

    Dieses posting ist dann aus der Liste genommen worden. Der weitere Verlauf der Debatte nahm dann aber mit Unterstützung der Onlineredaktion „derStandard“ einen absolut irren Verlauf. Nach und nach wurden Steinerkritische u./o. entlarvende Links und Posts gelöscht. Sodaß der hier Eingangs eingeführte Anthroposoph „Elysio“ fast im Alleingang agiert.
    Und, seine wissentlich entstellenden rufmörderischen Posts finden keine Gegenrede -wie im nachfolgenden Fall :

  • #23
    derStandard.at und die Anthroposophie

    @ schillernd

    „Debatte“ würde ich das nicht mehr nennen, was bei derStandard.at, „ANTHROPOSOPHIE – Steiner entsteinern“ passiert:

    http://derstandard.at/1293370714873/Anthroposophie-Steiner-entsteinern

    wird diese Schmierenkomödie vom Autor der Steiner-PR-Schrift, Zitat derStandard.at,

    „Roman David-Freihsl, geb. 1965 in Wien, ist ehemaliger Waldorfschüler und aktuell Waldorf-Vater, seit 1989 Redakteur beim Standard …“

    in eigener Verantwortung gestaltet, oder gibt es dafür eine ordentliche Bezahlung von der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft, AAG?

  • #24
    schillernd

    schillernd 15.01.2011
    „Schonwaschgang für Steiner?
    Käthe Kollwitz führt in ihren Tagebüchern „Steiners Verbrechertum“ an – sie kannte einige Anhänger per-sönlich. Und der zitierte Franz Kafka hat seinen Besuch beim Doktor ebenso ins Tagebuch gegossen:
    „… In seinem Zimmer suche ich meine Demut, die ich nicht fühlen kann, durch Aufsuchen eines lächerlichen Platzes für meinen Hut zu zeigen,…“
    Rosa Mayreder, die ihn am besten kannte, schilderte ihn als „Kaiser von China im Irrenhaus“.“

    Hoppla, jetzt kommt`s gleich richtig und eben nachhaltig :

    Elysio 26.01.2011
    „Zitat aus dem Tagebuch von Käthe Kollwitz
    Von wegen, Käthe Kollwitz hätte „Steiners Verbrechertum“ angeführt. Heinrich und Gertrud Goesch waren es, die davon gesprochen haben – Käthe Kollwitz hat sich davon eben ausdrücklich distanziert und die beiden in dieser Sache als „verrannt und beschränkt“ bezeichnet:

    “Käthe Kollwitz – Die Tagebücher”, Siedler Verlag, S.502:
    13. Juni 1921 “Inzwischen einmal Goeschs hiergewesen; kommen auf (Rudolf) Steiner, seine Hypnose, sein Verbrechertum zu sprechen. Peinlicher Abend. Goeschs wirken in dieser Sache beide verrannt und beschränkt.

    Dies zur Illustration, wie hier unter Vereinnahmung bekannter Persönlichkeiten und intentionaler Verdrehung der Tatsachen zwanghaft versucht wird, Steiner zu diskreditieren.“

    Elysio wäre natürlich leicht zu überführen, denn mir liegt das betreffende Werk vor.
    Setzte aber voraus, daß der Zensor des „derStandard“ das zuläßt.
    Aussehen würde das schlicht so:
    “Käthe Kollwitz – Die Tagebücher”, Siedler Verlag, S.502:
    13. Juni 1921 “Inzwischen einmal Goeschs hiergewesen; kommen auf (Rudolf) Steiner, seine Hypnose, sein Verbrechertum zu sprechen. Peinlicher Abend. Goeschs wirken in dieser Sache beide verrannt und beschränkt.

    S.806, Anmerkungen der Herausgeberin, Enkelin Jutta Bohnke-Kollwitz :
    Heinrich Goesch stand unter seinem (Rudolf Steiners) Einfluß. Die Familie
    Goesch hatte in Dornach ein Grundstück erworben und plante die Übersiedlung.“

    Statt ihren journalistischen Pflichten nachzukommen und auch Poster vor übelster Nachrede zu schützen verweigerten „derStandard-Redakteure“ ihre Aufgabe indem
    sie aktiv Zensur ausübten.
    Miese Anthro-Politposse in einem vermeintlich aufgeklärt-linken Blatt.

  • #25
    Bruder Lustig

    Hallo Schillernd,

    das fände schon Gegenrede. Der Standard schaltet aber die Kommentare nicht frei oder löscht anschließend. Sie wissen, was ich dort geschrieben und verlinkt hatte. Alles weg. Am Ende haben sie dann ein paar Beiträge von mir stehenlassen, damit es noch schöner für die Anthros aussieht. Unter solchen Bedingungen ist nichts zu machen. Dort führen die Anthros Regie, in aller signifikanten Dummdreistigkeit.

  • #26
    Bruder Lustig

    PS

    Wenigstens ist Ihr schönes Gedicht in Reaktion auf diesen Müll verschont worden:

    http://derstandard.at/plink/1293370714873?sap=2&_pid=19600910#pid19600910

    😀

  • #27
    Bruder Lustig

    PPS

    oder gibt es dafür eine ordentliche Bezahlung von der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft, AAG?

    Die brauchen keine Bezahlung, die machen das aus Überzeugung. Manchmal muss vielleicht Walter Kugler vorgeben, was genau unbedingt sofort gelöscht werden muss, aber das geschieht dann ganz sicher gern.

  • #28
    Arnold Voß

    @ Hans-Florian Hoyer # 19

    Sie sagen :Bis Steiner “offiziell als Hellseher, Spinner und Rassist entlarvt” ist, müßt ihr Euch aber noch kräftig potenzieren.

    Es ist genau anders herum Herr Hoyer. Steiner entlarvt sich selbst, und das in kräftigen Potenzen. Man muss ihn nur lesen. Je mehr das tun, desto schwieriger wird es für die Anthroposophen.

    Die Zeit arbeitet also nicht für sondern gegen Steiner. Egal was sie oder ich über ihn denken. Wenn es nicht so wäre, würden sich Leute wie sie hier gar nicht äußern.

  • #29
    Bruder Lustig

    Genau, einfach mal einen Blick hineinwerfen, ins Werk des Meisters:

    http://fvn-rs.net/PDF/GA/GA011.pdf

  • #30
    schillernd

    @Bruder Lustig
    Danke, es ist doch schön, das etwas bleiben durfte.
    Und was jetzt auch unvergesslich bleibt für mich :
    „Ungeziefer-Elysio“ – das erreicht fast noch „Konzentrationslager-Ehrhardt“ !

    P.S. Ich habe alle Posts gespeichert

  • #31
    schillernd

    Und hier noch ein Beispiel für rührig verdeckte „Pressearbeit“.

    „Unser Angebot umfasst Veranstaltungen im Bereich seriöser Spiritualität und inspirierter Kunst.“ – So die Selbstbeschreibung des Preisverleihers.
    Massive Preiseinbrüche im Dreiländereck 🙂

    http://www.badische-zeitung.de/loerrach/preis-der-kulturwerkstatt-vergeben–40574273.html

  • #32
    Andreas Lichte

    @ Arnold Voß

    du schreibst: „Steiner entlarvt sich selbst, und das in kräftigen Potenzen. Man muss ihn nur lesen.“

    genau.

    Ich habe den Vortag Rudolf Steiners „Vom Leben des Menschen und der Erde – Über das Wesen des Christentums“ testlesen lassen, bevor ich ihn in meinem Artikel verlinkte. Das Ergebnis, der Journalist sagte:

    liest sich, als ob Rudolf Steiner auf Drogen ist

    ……………………………………………..

    Von: Andreas Lichte
    Datum: Januar 2011
    An: „…“
    Betreff: Re: „…“-Interview Anfrage der „deal“

    Sehr geehrter „…“

    hier unser „deal“:

    – ich gebe Ihnen ein interview …

    – und Sie sagen mir, was Sie über diesen Vortrag Rudolf Steiners denken:

    http://fvn-rs.net/index.php?option=com_content&view=article&id=3709:dritter-vortrag-dornach-3-maerz-1923&catid=247:ga-349-vom-lebens-des-menschen-und-erde-&Itemid=19

  • #33
    Bruder Lustig

    @ Schillernd

    “Ungeziefer-Elysio” – das erreicht fast noch “Konzentrationslager-Ehrhardt” !

    Ein Film von Ernst Lubitsch über die Steiner-Sekte – das wär auch was. 😀

    Und hier noch ein Beispiel für rührig verdeckte “Pressearbeit”.

    So was finden Sie in der Lokalpresse andauernd. Scientology ist eine böse Sekte und die Anthros sind die allerliebsten Menschen auf der ganzen großen weiten Welt.

  • #34
    schillernd

    #32 | Andreas Lichte

    Jaa, das waren noch Zeiten als man mit solchen Sätzen gerammelte Turnhallen zum Sieden bringen konnte – kurze Zeit später waren es dann Sportpaläste. 🙁

    „(…) Die Europäer, die das wußten, die grinsten natürlich furcht­bar am Ufer. Also dieses selbständige Denken, das der Europäer im Umgang mit der Umgebung
    entwickelt, das haben die Asiaten nicht.(…)“

    Feiner Link, die richtig bösen Passagen erspare ich uns, das ist eher ein Fall für
    die Ermittlungsbehörden.

  • #35
    steinerimbrett

    @ Bruder Lustig

    „So was finden Sie in der Lokalpresse andauernd.“

    Das kommt ungefähr hin. Hierzu ein passender Artikel in etwa 2 Wochen bei steinerimbrett. Anthroposopie und (verdeckte) Öffentlichkeitsarbeit ist aber auch ein eigenwilliges Kapitel; doch die Steiner-Ausstellungen in Wolfsburg und bald in Stuttgart haben bereits deutlich gemacht, daß man sich seiner (der anthroposophischen) Sache so ungemein sicher zu sein scheint, daß Tugenden, Vorgaben und Bedingungen seriöser Pressearbeit halt immer nur die Sache der anderen ist…

  • #36
    Rolf Bodenstein

    Ja, Steiner ist schon irgendwie lustig, so eine Art selbstgestrickter Gottkönig für Arme und Esoteriker. Immerhin hat er seinen Fans eine komplette eigene Welt geliefert, das ist doch immerhin was. Die letzten, die so was geschafft hatten,waren die Mormonen, und die müssen deshalb ihr ganzes Leben in Utah verbringen. Und bevor ich es unterschlage, da gibt es auch noch die dänische Minderheit in Schleswig-Holsteins erweiterten dänischen Grenzgebieten. An deren Schulen lernt man noch nicht einmal Deutsch, obwohl Sie. Peter-Harry sei Dank, höhere Zuschüsse als andere Privatschulen bekommen, vielleicht in der Hoffnung das Erik de Röde und seine Crew Atlantis doch noch finden und so Schleswig-Holstein und die angeschlossenen Geldinstitute doch noch retten können.

  • #37
    schillernd

    Holla die Waldfee! Wheinachten so früh – im Januar ??
    Hier ein Presseerlebnis der der ganz besonderen Art – aus der Hauptstadt der Bewegung!
    Schäumende Wutkommentare. Rrrruhig Brauner!!!!
    http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.anthroposophie-rudolf-steiner:-geist-und-geister.62671315-0db8-4f0b-ab15-472b679907af.html

    Kohlhaas wurde auch gesichtet
    (Nachricht an die derStandardAnthroRedaktion)

  • #38
    »Die Menschen sind über die Erde hin aufeinander angewiesen«

    schillernd, #34

    Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg, macht aus dem Rassisten Rudolf Steiner den großen Menschenfreund Rudolf Steiner.

    Dein Zitat aus „Vom Leben des Menschen und der Erde – Über das Wesen des Christentums“:

    “(…) Die Europäer, die das wußten, die grinsten natürlich furchtbar am Ufer. Also dieses selbständige Denken, das der Europäer im Umgang mit der Umgebung
    entwickelt, das haben die Asiaten nicht. (…)”

    geht so weiter:

    „Die Japaner werden daher alle europäischen Erfindungen ausbilden; aber selber etwas ausdenken, das werden die Japaner nicht. Es ist einmal so beim Menschengeschlecht, daß die Menschen über die Erde hin eigentlich alle aufeinander angewiesen sind. Sie müssen einander helfen. Das ergibt sich schon aus ihrer Naturanlage.“

    der Deutlichkeit halber noch einmal mit anderen Worten wiederholt: die Weißen müssen den Gelben helfen, weil die Gelben keine Erfindungen machen können.

    Folgerichtig heißt es später im Vortrag Steiners:

    „Die Weißen sind eigentlich diejenigen, die das Menschliche in sich entwickeln. Daher sind sie auf sich selber angewiesen.“

    Den Weißen muß keiner helfen, die können es selber.

    Und hier der große Auftritt von Dr. Detlef Hardorp:

    http://www.waldorf.net/html/aktuell/3sat.htm

    „»Die Menschen sind über die Erde hin aufeinander angewiesen«

    (…) Steiner hat Differenzen in der Naturanlage zwischen Menschengruppierungen nicht geleugnet. Daraus leitet er aber keinen Rassismus ab, sondern im Gegenteil die Notwendigkeit einer symbiotischen Zusammenarbeit innerhalb einer multikulturellen Gesellschaft. Steiner in dem umstrittenen Arbeitervortrag: „Es ist einmal so beim Menschengeschlecht, dass die Menschen über die Erde hin eigentlich alle aufeinander angewiesen sind. Sie müssen einander helfen. Das ergibt sich schon aus der Naturanlage.“ Das ist das erwähnenswerte eigentliche Fazit des umstrittenen Vortrages, das ist Steiners Haltung zur multikulturellen Gesellschaft in einer globablisierten Welt.“

  • #39
    schillernd

    Die Bescherungszeit möchte nicht enden; Frohe Botschaft auch hier :
    http://www.idw-online.de/pages/de/news406829
    31.01.2011 13:58
    Die Freie Hochschule Mannheim (FHM) i. Gr. will ihre Absolventinnen und Absolven­ten für pädagogische Aufgaben an waldorfpädagogisch orientierten Einrichtungen vor­bereiten sowie in Lehre und Forschung eine im Sinne der Anthroposophie anthropolo­gisch ausgerichtete Pädagogik weiterentwickeln. Die FHM bietet derzeit für 135 Studie­rende den sechssemestrigen Bachelorstudiengang Waldorf­pädagogik (B.A.) und den viersemestrigen, nicht-konsekutiven Masterstudiengang Waldorf-Klassen­lehrer/in (M.A.) an, hinzu kommt der sechssemestrige Bachelorstudiengang Heilpäda­gogik (B.A.).
    Die FHM hat ihr Verhältnis sowohl zu einer anthroposophisch orientierten Waldorfpäda­gogik als auch zur Allgemeinen Erziehungs­wissenschaft nicht in ausreichendem Maße geklärt. Ohne eine solche Klärung besteht aber die Gefahr, eine spezifische, weltan­schaulich geprägte Pädagogik im Sinne einer außerwissenschaftlichen Erziehungslehre zur Grundlage einer Hochschul­ein­richtung zu machen. Darüber hinaus stellt sich auch die derzeitige personelle und sächliche Ausstattung der FHM in quantitativer und qualita­tiver Hinsicht als unzureichend dar.
    Aufgrund der festgestellten Defizite gelangt der Wissenschaftsrat zu einer negativen Akkreditierungsentscheidung.

  • #40
    Hans-Florian Hoyer

    Das vollständige Zitieren ist nicht gerade die Stärke einiger hier postender schillernder Personen:

    http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/1010-11.pdf

    Wenn mensch es ganz liest, kommt dann das raus:

    „Der Wissenschaftsrat hat im Rahmen des Akkreditierungsverfahrens das vorgelegte
    Konzept der FHM und die für die Entwicklung der Hochschule vorgesehenen
    Ressourcen für Lehre und Studium sowie für die Forschung geprüft. Diese
    Prüfung, die sich im Wesentlichen auf die Ergebnisse des Bewertungsberichts
    der Arbeitsgruppe stützt, hat ergeben, dass die FHM den wissenschaftlichen
    Maßstäben einer Hochschule derzeit nicht entspricht.

    Damit ist ausdrücklich keine per se negative Bewertung der anthroposophisch
    orientierten Praxis in Waldorfschulen und anderen Einrichtungen verbunden.

  • #41
    Stefan Laurin

    @Hans-Florian Hoye: Das bedeutet: Wissenschaft is nicht, aber Buchstaben tanzen können sie.

  • #42
    AnthropoDOOF

    @ Stefan Laurin

    auf die Gefahr hin, „eine per se negative Bewertung“ von Anthroposophen damit zu verbinden:

    kannst du SPAM von Leuten, die so AnthropoDOOF sind, wie Hans-Florian Hoyer, löschen ?

  • #43
  • #44
    schillernd

    „Ohne eine solche Klärung besteht aber die Gefahr, eine spezifische,
    w e l t a n ­s c h a u l i c h geprägte Pädagogik im Sinne einer a u ß e r w i s s e n s c h a f t l i c h e n Erziehungslehre zur Grundlage einer Hochschul­ein­richtung zu machen.“
    @Hans-Florian Hoye
    Weltanschaulich und Ausserwissenschenschaftlich – nur darauf kommt es hier an.
    Um ihre anderen
    Aber ja, ich bin schillernd – sie sind durchsichtig.

  • #45
    Hans-Florian Hoyer

    @41/44
    Die Wissenschaftlichkeit ist der FHM in ihrer derzeitigen Aufstellung abgesprochen worden, ohne auszuschließen, dass sie möglich ist.
    (Ich empfehle für die Einübung von Schließregeln: Raimundus Lullus, Neue Logik)

    Auch wenn Sie es möglicherweise nicht lesen wollen:
    http://www.freie-hochschule-stuttgart.de/portrait/geschichte.php
    „1999 wurden die grundständige Ausbildung zum Klassenlehrer an Waldorfschulen sowie die Aufbau- und Ergänzungsstudiengänge vom Wissenschaftsministerium Baden-Württembergs staatlich anerkannt.“

    Alles Verblendete und Doofe im Wissenschaftsministerium – gell?

  • #46
    Hans-Florian Hoyer

    @44
    … durchsichtig weil ich es als selbstverständlich ansehe, meine Kommentare unter meinem vollen Namen abzugeben.
    Sie können/wollen anscheinend nur anonym schillern, was auch etwas aussagt …

  • #47
    Stefan Laurin

    @Hans-Florian Hoyer: Gute Netzwerke. Und irgendjemand braucht bestimmt auch in Zukunft Buchstabentänzer und Geistheiler.

  • #48
    Hans-Florian Hoyer

    @Stefan Laurin
    „Buchstabentänzer“ ist gezieltes Lächerlich-Machen, wenn Sie das brauchen …
    „Geistheiler“ ebenso. Ich wünsche Ihnen, dass Sie gesund bleiben, solange Sie leben. Sollten Sie krank werden, wünsche ich Ihnen einen Arzt, der Sie nicht als Objekt der Naturwissenschaft behandelt.

  • #49
    Hans-Florian Hoyer

    #42
    überzeugendes Wortspielchen, voll innerhalb der Nettiquette.
    Sowas löscht mensch doch selbst, nachdem mensch es getippt hat, bevor es gesendet wurde.
    Oder handelt (VERSCHWÖRUNGSTHEORIE!!!) um ein heiß gestricktes Pseudonym, damit die Sau auch mal an die Luft kommt und der Moderator seine Überparteilichkeit beweisen kann, im Gegensatz zu (lies oben)?

  • #50
    Andreas Lichte

    @ Hans-Florian Hoyer

    ich empfehle als Lektüre zur Freien Hochschule Stuttgart und „für die Einübung von Schließregeln“:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-lehrer-gesucht/

    „Waldorfschule: Lehrer gesucht!

    (…) So schreibt der SPIEGEL im Artikel „Die Lehre von Atlantis“: „(…) Dass empirische Forschung nichts zählt, steht sogar im »Studienbegleiter« für angehende Waldorflehrer an der anthroposophischen Freien Hochschule Stuttgart. Anfänger müssen am staatlich anerkannten Seminar Steiners Buch »Theosophie« nicht nur lesen, sondern dabei auch eine »geistige Schulung« durchlaufen, bei der »Inhalte nicht kommentiert oder interpretiert« werden. Ziel ist, wortwörtlich, das »allmähliche Hinaufarbeiten zur Ebene eines produktiven Erkennens, das im Gegensatz zu den analytischen Erkenntnismethoden steht«.

    In seinem umfangreichen Gesamtwerk fabuliert Steiner von Geistwesen, Äther-, Astral- und physischen »Leibern«, »atlantischen Kulturepochen« eines Erdzeitalters und vor allem von der »Akasha-Chronik«. Aus dieser geheimnisvollen Schrift wollte Steiner seine Erkenntnisse auf hellseherische Weise gewonnen haben. Praktisch, dass dieser sagenumwobene Geistesschatz ihm exklusiv zur Verfügung stand. Nahezu nichts ist im Einklang mit wissenschaftlichen Erkenntnissen. Das wusste Steiner natürlich und beschied Kritiker mit dem Satz: »Schon der Einwand: ich kann auch irren, ist störender Unglaube.« (…)“

    Störenden Unglauben zeigte auch das ZDF, Frontal 21, in seinem Beitrag „Kritik an Waldorf-Lehrern – »Wir haben die meiste Zeit gesungen«“. Dort heisst es: „Ein Beleg solcher Qualifikation [als Waldorflehrer] sind Abschlussarbeiten wie diese der Freien Hochschule Stuttgart. Sie lobt ausdrücklich eine Arbeit mit dem Titel: »Verstehen von Pflanzen durch lebendige Begriffe«. Es geht um Primelgewächse, angebliche Erdkräfte und Pflanzencharaktere. Erfüllen solche Diplomschriften wissenschaftliche Maßstäbe? Josef Kraus, Präsident Deutscher Lehrerverband, antwortet: »Die erfüllen nicht mal den Anspruch, der gestellt wird an die Facharbeit eines Zwölft- und Dreizehntklässlers. Ich würde eine solche Arbeit am Gymnasium als Zulassungsarbeit, als Facharbeit zum Abitur nicht annehmen.«“

    Der Deutsche Lehrerverband kennt noch mehr Diplomarbeiten, die die staatlich anerkannte „Freie Hochschule Stuttgart“ selber lobte , nachzulesen hier: Schule und Lehrerbildung im Zeichen von Atlantis und Saturn. Um den zukünftigen Waldorflehrern zu zeigen, dass wirklich alles möglich ist, hier noch ein weiteres Beispiel:

    „Vom Mai 2006 stammt die Arbeit »Alternative Betrachtungen zum Krankheitsbild AD(H)S«, also zur Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung. Eine der zentralen Aussagen lautet: »Es geht hier vor allem um kosmische und irdische Einflüsse.« Anschließend folgen seitenlang Betrachtungen etwa über den Kalender der Maya, das Wassermann-Zeitalter, die Metamorphose vom Geistigen ins Physische und die in Revolutionsjahren (etwa 1789, 1848 und 1917) ausgeprägten Sonnenfleckenmaxima.“ (…)“

  • #51
    Bruder Lustig

    Herr Laurin, ich verbitte mir Ihre pauschale Polemik gegen die Eurythmie.
    Ich selber habe nur gute Erfahrungen damit gemacht und hatte einen hervorragenden Lehrer, den Sie an jeder Staatsschule vergeblich suchen:

    http://www.ruhrbarone.de/die-sommerschule-wir-lernen-buchstabentanzen/

  • #52
    Hans-Florian Hoyer

    @Andreas Lichte: Meinen Sie etwa „Schießregeln“?

    Was letztendlich bleibt, ist, daß ein Gegner der Anthroposophie es zwar geschafft hat, das erste Goetheanum abzufackeln, ansonsten aber kein größerer Schaden angerichtet werden konnte.
    Ironischerweise tragen die Predigten gegen die Anthroposophie schon genau die Charakterzüge, die den Anthroposophen vorgeworfen werden.
    Es wäre mal eine nette Karnevalsbeschäftigung, das zusammenzustellen.

  • #53
    Andreas Lichte

    @ Hans-Florian Hoyer

    Sie schreiben: „Meinen Sie etwa “Schießregeln”?“

    Nein. Ich kann Ihnen nicht folgen. Ich schrieb:

    …………………………………………………..

    ich empfehle als Lektüre zur Freien Hochschule Stuttgart und “für die Einübung von Schließregeln”:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-lehrer-gesucht/

    “Waldorfschule: Lehrer gesucht!

    (…) So schreibt der SPIEGEL im Artikel „Die Lehre von Atlantis“: „(…) Dass empirische Forschung nichts zählt, steht sogar im »Studienbegleiter« für angehende Waldorflehrer an der anthroposophischen Freien Hochschule Stuttgart. Anfänger müssen am staatlich anerkannten Seminar Steiners Buch »Theosophie« nicht nur lesen, sondern dabei auch eine »geistige Schulung« durchlaufen, bei der »Inhalte nicht kommentiert oder interpretiert« werden. Ziel ist, wortwörtlich, das »allmähliche Hinaufarbeiten zur Ebene eines produktiven Erkennens, das im Gegensatz zu den analytischen Erkenntnismethoden steht«.

    In seinem umfangreichen Gesamtwerk fabuliert Steiner von Geistwesen, Äther-, Astral- und physischen »Leibern«, »atlantischen Kulturepochen« eines Erdzeitalters und vor allem von der »Akasha-Chronik«. Aus dieser geheimnisvollen Schrift wollte Steiner seine Erkenntnisse auf hellseherische Weise gewonnen haben. Praktisch, dass dieser sagenumwobene Geistesschatz ihm exklusiv zur Verfügung stand. Nahezu nichts ist im Einklang mit wissenschaftlichen Erkenntnissen. Das wusste Steiner natürlich und beschied Kritiker mit dem Satz: »Schon der Einwand: ich kann auch irren, ist störender Unglaube.« (…)“

    Störenden Unglauben zeigte auch das ZDF, Frontal 21, in seinem Beitrag „Kritik an Waldorf-Lehrern – »Wir haben die meiste Zeit gesungen«“. Dort heisst es: „Ein Beleg solcher Qualifikation [als Waldorflehrer] sind Abschlussarbeiten wie diese der Freien Hochschule Stuttgart. Sie lobt ausdrücklich eine Arbeit mit dem Titel: »Verstehen von Pflanzen durch lebendige Begriffe«. Es geht um Primelgewächse, angebliche Erdkräfte und Pflanzencharaktere. Erfüllen solche Diplomschriften wissenschaftliche Maßstäbe? Josef Kraus, Präsident Deutscher Lehrerverband, antwortet: »Die erfüllen nicht mal den Anspruch, der gestellt wird an die Facharbeit eines Zwölft- und Dreizehntklässlers. Ich würde eine solche Arbeit am Gymnasium als Zulassungsarbeit, als Facharbeit zum Abitur nicht annehmen.«“

    Der Deutsche Lehrerverband kennt noch mehr Diplomarbeiten, die die staatlich anerkannte „Freie Hochschule Stuttgart“ selber lobte , nachzulesen hier: Schule und Lehrerbildung im Zeichen von Atlantis und Saturn. Um den zukünftigen Waldorflehrern zu zeigen, dass wirklich alles möglich ist, hier noch ein weiteres Beispiel:

    „Vom Mai 2006 stammt die Arbeit »Alternative Betrachtungen zum Krankheitsbild AD(H)S«, also zur Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung. Eine der zentralen Aussagen lautet: »Es geht hier vor allem um kosmische und irdische Einflüsse.« Anschließend folgen seitenlang Betrachtungen etwa über den Kalender der Maya, das Wassermann-Zeitalter, die Metamorphose vom Geistigen ins Physische und die in Revolutionsjahren (etwa 1789, 1848 und 1917) ausgeprägten Sonnenfleckenmaxima.“ (…)”

  • #54
    Hans-Florian Hoyer

    Auch wenn’s niemand hier lesen will:

    Die doofen Schweizer bezahlen die Geistheiler:
    http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/44499/Alternativmedizin_kommt_in_der_Schweiz_zurueck_in_die_Grundversicherung.htm

    Geist verändert Hirn:
    http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/44508/Wie_Meditationen_das_Gehirn_veraendern.htm

  • #55
    Bruder Lustig

    Was letztendlich bleibt, ist, daß ein Gegner der Anthroposophie es zwar geschafft hat, das erste Goetheanum abzufackeln

    Ja, ja, und der Menschheitsführer wurde von Widersachermächten ermordet …

    Hans-Florian Hoyer – Ein Mann, ein Wahn

  • #56
    schillernd

    #45
    @ Hans-Florian Hoyer :“Die Wissenschaftlichkeit ist der FHM in ihrer derzeitigen Aufstellung abgesprochen worden, ohne auszuschließen, dass sie möglich ist.“

    Ist doch immer das gleiche mit Ihnen Anthroposophen !

    Niemand hat d e r FHM Wissenschaftlichkeit abgesprochen – sondern Ihrer anthroposophischen Parallelwelt.

    Wie hatte Ihr Lullus das noch genannt, Einlullen??

  • #57
    Hans-Florian Hoyer

    #53 ich hatte einen Tippfehler vermutet, nicht den Text nicht gelesen …

    #55 ist ein blendendes Beispiel für selektives Zitieren
    und der überzeugende Reim „Mann-Wahn“ ist BILD-reif.

  • #58
    schillernd

    Knieschuss?
    #52
    Sie stehen wohl gerne auf brüchigem Eis.
    Ein Anthroposophiegegner soll das erste Goetheanum angesteckt haben?
    Die Eidgenössische Polizei bittet um Ihre Mithilfe, nennen Sie endlich Namen !!!

    Auch wieder typisch, möchten Sie wissen wie meine Theorie geht – nachdem ich
    die Erinnerungen, einer Zeugin, an die Brandnacht las ? (Autorin/Titel liefere ich nach)
    Cui Bono

  • #59
    Bruder Lustig

    Herr Hoyer, es ist üblich und angebracht in Foren „selektiv“ zu zitieren. Jeder kann Ihren Schmarrn doch in vollständiger Pracht etwas weiter oben genießen.

    Es ging eben nicht um etwaigen Schaden, der übrigens beträchtlich war, denn der Steiner-Tempel kostete ne Menge Holz im doppelten Sinn. Nein, es ging darum, dass Sie von „Gegnern“ faseln, die den Brand gelegt hätten, was aber nur Ihr Hellseher behauptet hat, nachträglich, während er das große Feuer blöderweise vorher gar nicht kommen sah. Ganz schön blödes Karma. Und Sie wissen, was das heißt! 😀

  • #60
    Bruder Lustig

    PS
    Bzgl. des Schadesns. Der Bau war versichert und es fehlte nicht an Gönnern für den Betonklotz, der dann folgte.

  • #61
    Hans-Florian Hoyer

    Sehr geehrter unbekannt bleiben möchtender Herr, der sich schillernd nennt:

    Zitieren wir es ganz:

    „Diese Prüfung, die sich im Wesentlichen auf die Ergebnisse des Bewertungsberichts der Arbeitsgruppe stützt, hat ergeben, dass die FHM den wissenschaftlichen Maßstäben einer Hochschule derzeit nicht entspricht.

    Damit ist ausdrücklich keine per se negative Bewertung der anthroposophisch
    orientierten Praxis in Waldorfschulen und anderen Einrichtungen verbunden.

    Die FHM erreicht aber auf einer grundsätzlichen Ebene nicht die für eine Hochschule erforderliche Wissenschaftlichkeit:

    ((Nicht die Waldorfpädagogik, nicht die Anthroposophie, …))

    Nach Auffassung des Wissenschaftsrates ist in Leitbild und wissenschaftlichem Konzept der FHM das Verhältnis sowohl zu einer anthroposophisch orientierten
    Waldorfpädagogik als auch zur Allgemeinen Erziehungswissenschaft nicht ausreichend geklärt. Dies betrifft die Vielfalt methodischer Ansätze und den Anspruch, den in den Erziehungswissenschaften üblichen Standards gerecht zu
    werden. Ohne eine solche Klärung besteht jedoch die Gefahr, eine spezifische,
    weltanschaulich geprägte Pädagogik im Sinne einer außerwissenschaftlichen
    Erziehungslehre zur Grundlage einer Hochschuleinrichtung zu machen.“

    Daß Sie Raimundus Lullus nicht kennen und ihn nur für ein billiges Wortspiel benutzen, ist eigentlich schade.

  • #62
    steinerimbrett

    @ Hans-Florian Hoyer

    Muß man sich eigentlich einen Reim auf die Anthroposophie machen müssen,
    um in eine Reihe gestellt werden zu dürfen mit Goethe, Novalis und Morgenstern?

    Wie gefällt Ihnen also: Steiner. Einer wie keiner?
    Oder von mir aus: Der Rudolf, der Rudolf, der fährt nicht Golf, fährt Geisterbahn?
    Oder auch: Steiner und der Kosmos, was ist oben, wer ist kopflos?

    Ich weiß, die Kunst ist ohne Anthroposophie nicht denkbar, schon gar nicht die Dichtkunst. Ich muss also um ein wenig Toleranz bitten: Die Hand wurde mir ausnahmsweise nicht von hinter der Schwelle geführt…

  • #63
    Hans-Florian Hoyer

    #58 (Bruder unbekannt)
    Brandstiftung ist erwiesen.
    Wenn es kein Gegner war, wird es wohl ein Freund gewesen sein.
    Bei einem Kurzschluss hätte die Versicherung bestimmt das doppelte gezahlt.

  • #64
    Bruder Lustig

    Brandstiftung ist erwiesen.

    Ja, für Ihren Guru war das von vorherein erwiesen und für seine Gefolgschaft ist es das bis heute. Nur tatsächlich wurde die Brandursache eben nicht geklärt, um von dem „Gegner“ als Unhold, den Sie hier zunächst ausmalten, ganz zu schweigen.

  • #65
    Dritter Vortrag, Dornach, 3. März 1923

    @ Hans-Florian Hoyer

    was sagst du eigentlich zu dem vortrag von steiner:

    „Vom Leben des Menschen und der Erde – Über das Wesen des Christentums“, GA 349, Dritter Vortrag, Dornach, 3. März 1923

    http://fvn-rs.net/index.php?option=com_content&view=article&id=3709:dritter-vortrag-dornach-3-maerz-1923&catid=247:ga-349-vom-lebens-des-menschen-und-erde-&Itemid=19

  • #66
    schillernd

    #61
    Sehr geehrter Herr Hoyer,
    Wir zitierten aus verschiedenen Texten, wie unsere Linkhinweise deutlich machen. Dann jetzt genauer:
    Ja, der Wissenschaftsrat hatte nicht den Auftrag „anthroposophisch
    orientierte Praxis in Waldorfschulen und anderen Einrichtungen zu Bewerten.

    Dennoch hat der WR die Gefahr gesehen,“eine spezifische,weltanschaulich geprägte Pädagogik im Sinne einer außerwissenschaftlichen Erziehungslehre zur
    Grundlage zu machen.“

    Zumal durch eine anthroposophische Einrichtung, die die gängigen Anforderungen an Wissenschaftlichkeit nicht bieten kann:

    „Die FHM erreicht aber auf einer grundsätzlichen Ebene nicht die für eine Hochschule erforderliche Wissenschaftlichkeit.“

    Also ich verstehe das als doppelte Abweisung.

    Danke für Ihren Hinweis, das Wortspiel um Lullus würde ich gerne zurücknehmen.

  • #67
    blaubaer

    @ schillernd

    wie soll die „anthroposophie“, die ausschließlich auf den unbewiesenen behauptungen des hellsehers rudolf steiner beruht, wissenschaftlich sein ?

    das „erkenntnis“-prinzip der „anthroposophie“ verstößt gegen die grundprinzipien von wissenschaft.

  • #68
    schillernd

    @Blaubaer

    Man kann Steiner und Adepten allerdings nur Wisselschaftler nennen :))
    Das klingt launig.
    Was sie aber wirklich ätzend und bedenklich macht, ist die Missionarstätigkeit
    an Kindergarten-, und Schulkindern.

  • #69
    Arnold Voß

    Es hat keine Zweck mit Anthroposophen über Anthroposophie zu diskutieren. Steiners Lehre ist als Autoimmunsystem konstruiert. Rationale Kritik prallt an ihm ab wie an allen anderen kollektiven und individuellen Wahn- und Glaubenssystemen. Dazu schenkt es denen, die sich dieses geistige Immunsystem angeeignet haben, einen Überlegenheitsstatus als Erleuchtete.

    So wird das geistige Immunsystem zugleich zu einem sozialen Ausgrenzungssystem. Man gehört eben dazu oder nicht. Es gibt nur ein Entwederoder. Milde Herablassung ist das höchste was einem als Nichtzugeghörigem wiederfahren kann.Spott und Hohn, wenn man sich als Kritiker outet. Dabei tragen Anthros immer ein höfliches Grinsen auf den Lippen.

    Lassen sie sich deswegen gar nicht erst auf eine solche Diskussion ein. Es bringt ihnen nichts und den Anthros nur noch einmal die Bestätigung ihrer äußerst selbstgefälligen und besserwisserische Überlegenheit. Gläubige soll man glauben lassen. Alles andere ist vertane Liebesmüh.

  • #70
    steinerimbrett

    @ Arnold Voß

    Wer wollte Ihnen da widersprechen? Punkt für Punkt kann und muß man Ihnen bei Ihrer Einschätzung zustimmen. Was die Feststellungen der „milden Herablassung“ sowie des „höflichen Grinsens“ angeht, war das ein leider herausragender Teil meiner Erfahrungen in der Waldorfwelt. Selten ein so dankbares Publikum gehabt, was sachliche und immer im Kontext vorgetragene Kritik angeht: Lächeln allerorten, und geheucheltes Verständnis immerzu, nur den rauschenden Beifall hab` ich dann doch vermisst. Aber wie auch, ist der doch allein dem Doktor vorbehalten, wenn auch nur ganz im Stillen; aber der Rausch als wegweisende Grundstimmung war nahezu immer spürbar…

  • #71
    Arnold Voss

    @ Steinerimbrett
    Ich hätte für die Truppe nur ein heiteres Gruseln über, wenn sie sich nicht eines der größten privaten Schulsysteme aufgebaut hätten, das die jeweiligen Staaten obendrein recht unreflektiert fördern. Stattdessen wäre genaue curriculare und didaktische Kontrolle angebracht.

  • #72
    Vatta

    @#72:

    Ja, weil Bildungsministerien landes-, bundes- sowie weltweit nämlich auch alle unterwandert oder blind oder beides sind?
    Und das Zentralabitur in NRW entspräche nicht etwa einem Instrument der genauen didaktischen Kontrolle?

  • #73
    weil Bildungsministerien landesweit unterwandert oder blind oder beides sind

    @ Vatta

    weil Bildungsministerien landesweit unterwandert oder blind oder beides sind

    danke. fragezeichen brauchen wir hier nicht

  • #74
  • #75
    Hans-Florian Hoyer

    #66 (Bruder schilernd) Freut mich, daß sie Lullus rehabilitieren.

    #69 Sehr geehrter Herr Voss, Sie scheinen ja schlimme Erlebnisse gehabt zu haben.
    Daß jemand so ex cathedra global alle Anthroposophen in die Hölle schickt, ist schon bemerkenswert.
    Immerhin stehen Sie mit Ihrem Namen zu dem Geschriebenen.

    oder ….

    #75 Hier ist es also ziemlich simpel, unter mehreren Pseudonymen zu schreiben….

  • #76
    Andreas Lichte

    @ Hans-Florian Hoyer, #75

    Sie führen ja hier schon seit Anfang an ein Selbstgespräch, da ist es nur konsequent, dass Sie dieses Selbstgespräch jetzt auch thematisieren, Zitat Hans-Florian Hoyer in Kommentar #75:

    „#75 Hier ist es also ziemlich simpel, unter mehreren Pseudonymen zu schreiben….“

  • #77
    Und schon wieder kommentiert jemand anderes

    #76 Sie lassen wirklich nichts durchgehen. Schapo!

  • #78
    Arnold Voß

    @ Hans-Florian Hoyer # 75

    1. Ihre Tarnungsparanoia geht ziemlich weit. Ich bin nicht der Papst. Oder kennen sie einen meines Namens?

    2. Mit Leuten wie ihnen zu diskutieren ist nicht schlimm sondern nur sinnlos und vor allem langweilig.

    3. Ich habe weder mit der Hölle noch mit dem Himmel einen Vertrag. Das überlasse ich den Gäubigen.

    4. Alle die, die wirklich schlimme Erlebnisse in der Waldorfwelt hatten, haben sie gerade in genau der Weise verhöhnt wie ich sie von Leuten wie ihnen kenne: Mit einem selbstgefälligen Grinsen auf den Lippen.

  • #79
    Hans-Florian Hoyer

    #78
    Sehr geehrter Herr Voss,

    Ihre Nehmerqualitäten kommen offensichtlich nicht an Ihre Geberqualitäten heran.
    Ich maße mir nicht an, Ihren Gesichtsausdruck beim Schreiben zu sehen,
    Sie scheinen diesbezüglich hellsichtig zu sein. 😉

    Na, dann will ich diesem geschlossenen Zirkel hier mal seine wohlverdiente Ruhe lassen.

    … und Tschüss – bis zum nächsten Mal.

  • #80
    Anke

    Wir wollen aber nicht unerwähnt lassen, Herr Voss, dass hinter dem selbstgefälligen Grinsen, ein restlos bekloppter Gespensterglaube steht, der jeder Beschreibung spottet. Die Arroganz muss die Lächerlichkeit kaschieren. Auch das erwähnt Daniel Schily in dem Interview, das ich oben schon mal zitierte:

    „Sie bilden einerseits einen Closed-Shop, weil sie sich fürchten von der Gesellschaft herzlich ausgelacht zu werden. Andererseits hoffen sie natürlich inständig, dass ihre Glaubensüberzeugungen gesellschaftlich obsiegen.“

  • #81
    schillernd

    @ Hans-Florian Hoyer # 75
    So einfach? : “ (Bruder schilernd) “
    Hat aber nichts mit der Brandstiftung in Dornach zu tun, oder !?

  • #82
    steinerimbrett

    @ Hans-Florian Hoyer

    „Geschlossener Zirkel…“?

    Das ist und bleibt die bevorzugte Organisationsform anthroposophischer Zusammenkünfte. Dies auch dann, wenn Öffentlichkeit bewusst geschaffen oder nicht ausgeschlossen werden kann. Wenn selbiger also vermutet werden soll, wo er konzeptionell begründet schon nicht hingehört (z.B. in offenen Internetforen), dann bleibt die immer gleiche Feststellung, daß inhärente Wesenszüge ganz praktisch projieziert werden. Wozu eigentümliche Überzeugungen bloßlegen, wenn man sie – weil`s der Stand der Diskussion nahe legt – anderen zum Vorwurf machen kann?

  • #83
  • #84
    Andreas Lichte

    @ all

    ich wünsche mir eine Diskussion zu dieser Fragestellung des Artikels:

    Ist Rudolf Steiner psychisch krank?

    Wenn ja, wie lässt sich das feststellen? Wie wäre es damit, Steiner zu lesen:

    Rudolf Steiner, „Vom Leben des Menschen und der Erde – Über das Wesen des Christentums“, GA 349, Dritter Vortrag, Dornach, 3. März 1923

    http://fvn-rs.net/index.php?option=com_content&view=article&id=3709:dritter-vortrag-dornach-3-maerz-1923&catid=247:ga-349-vom-lebens-des-menschen-und-erde-&Itemid=19

  • #85
    AM

    Die Frage, ob Rudolf Steiner geisteskrank sei, ist schon Gegenstand von Publikationen:

    Wolfgang Treher: Hitler, Steiner, Schreber: Gäste aus einer anderen Welt – Die seelischen Strukturen des schizophrenen Prophetenwahns, Oknos Verlag (1960), Emmendingen 1990.

    Ders.: Hegels Geisteskrankheit oder das verborgene Gesicht der Geschichte, ebd.

    Harald Strohm: Die Gnosis und der Nationalsozialismus – eine religionspsychologische Studie (1975), Alibri-Verlag, Aschaffenburg 2005.

    Beide interpretieren Steiner ungewöhnlich und v.a der letztere hat sehr viel Spannendes zu Esoterik und Rassismus recherchiert.

    Zu Treher gibt es Kommentare, v.a. von Hitler-ForscherInnen, die seine Diagnosen großenteils ablehnen.

    Ich sehe selbst nicht, wo diese Diagnose notwendig ist – da die Grundsätze (und viele Details) der Steinerschen Lehren sich auch bei den Theosophen und in der Lebensreformszene finden lassen – vieles davon steht auch in seiner Bibliothek. Völlig egal, wie absurd die Vortragspassagen sind, muss erst mal geschaut werden, für wen das damals warum plausibel war. Nach „Ockhams Gesetz“ ist es doch irgendwie wahrscheinlicher, dass er sich aus zeitgenössischen Quellen bedient hat, als dass er gleichlautendes schizophreniebedingt erfand.

    Das zum 150. auch mal deutlich Kritischeres erscheint, finde ich auch erleichternd, wobei grade die NZZ auch sehr positive Töne brachte, z.B. mehrseitig zum Thema Waldorf am 23.01.2011.

  • #86
    Andreas Lichte

    @ AM

    [AM = Ansgar Martins, ruhrbarone: http://www.ruhrbarone.de/rudolf-steiners-rassenlehre/ ]

    „Ich sehe selbst nicht, wo diese Diagnose [„Rudolf Steiner geisteskrank“] notwendig ist“

    diese Diagnose ist notwendig in einer Abgrenzung zu Historikern, die behaupten, Steiner sei „kreativ“ [sic!]

  • #87
    Ronald E.

    #85 | AM
    Ein so offensichtlich psychopathologisches Konzept innerhalb wie außerhalb Steiners benötigt aber dringender denn je eine Diagnose – sie muß ja nicht Schizophrenie lauten – aber ähnlich verheerend, nehme ich an.
    Die nicht mal „Handvoll“ Publikationen sind an sich aufreizend merkwürdig.
    Nach einer Diagnose könnte man eine der entscheidenden Fragen stellen :
    Ist eine derart starke Deformation – innerlich wie äusserlich (Steiners Psyche hier /Folgeunternehmungen,Anhängerorganisation dort) den Erfordernissen einer
    demokratischen und dem Gleichberechtigungsideal anhängenden Gesellschaft
    hinderlich?
    Stichworte hier: „Eingeweihte“, „Geheimgesellschaft“, „Führergesellschaft“,etc.

  • #88
    AM

    @ Andreas:

    Danke für die Werbung 🙂

    Dann zwei Fragen:
    Dann hälst du Kreativität und psychische Deformationen/Defekte/was auch immer für zwei Eigenschaften, die sich ausschließen? Woher nimmst du das denn^^? Sind es nicht oft Verrückte gewesen, die auch ver-rückte Ideen hatten? Völlig unabhängig von Steiner, den ich eben nicht für kreativ, sondern v.a. für rezeptiv halte.

    Zu dem ominösen Historiker (Helmut Zander), der Steiner für kreativ hält: Revidierst du dann seine Aussage von seinem „preigekrönten Werk“? Oder rezipierst du ihn weiter, aber eben nur da, wo du damit deine Argumentation stützen kannst?

  • #89
    Nachrichten aus der Welt der Anthroposophie

    Der Zeitgenosse Carl Christian Bry bemerkt dazu:

    „Man wird mit den einzelnen verkappten Religionen nicht fertig, indem man einzelne ihrer Begründer oder bekanntesten Vertreter als Betrüger erweist. Ja, es ist sogar etwas schnell fertig, diesen Betrüger zu verachten. Wenn sich etwa herausstellen sollte, daß Rudolf Steiner sich über seine Mysterien lustig macht, wenn er im Kreise seiner vertrautesten Jünger ein paar Flaschen Wein getrunken hat, so wäre ich persönlich eher geneigt, ihn dafür zu bewundern. Er wäre ein Betrüger und ein Schädling. Aber er wäre damit auch zum normalen, humorvollen Menschentum zurückgekehrt. Die Schwierigkeit ist ja gerade die, daß Rudolf Steiner nie darauf kommt und nie darauf kommen kann, über alles das, was er als Religionsersatz vorbringt, auch nur im geringsten nachzudenken und darüber zu lachen. Ihn und alle anderen neuen Heilande für Betrüger zu erklären, heißt sich die Sache allzu leicht machen. Aber wenn sich herausstellt, daß er kein Betrüger ist, daß er bis zum tiefsten durchdrungen ist von seinem Glauben: gerade dann erst beginnt die Schwierigkeit, die hier zu lösen ist. Bei der Prüfung der einzelnen verkappten Religionen muß man sich deshalb nicht an den Betrüger und Mitläufer halten; man muß sich, wie in der Religion auch, an die Überzeugten und Gläubigen halten und an das, was in unerschütterlichem Glauben, mit innerster Überzeugung vorgebracht wird. Die Möglichkeit gerissener geschäftlicher Ausnutzung und des Betruges, die in fast allen verkappten Religionen besteht, darf nicht dazu verführen, mit dem Gebiet schnell fertig zu sein. Die Betrüger abgezogen, blieben noch immer die Ehrlichen und die Betrogenen, die ihren Glauben selten aufgeben.“

    Nachzulesen hier

    Wer über den Guru redet, darf die Gefolgschaft nicht außer Acht lassen. Es geht nicht nur um den individuellen, sondern um den kollektiven Wahn, mit einem Wort, um das Thema Sekte.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Nachrichten aus der Welt der Anthroposophie

  • #90
    Andreas Lichte

    @ AM

    du fragst:

    „Dann hälst du Kreativität und psychische Deformationen/Defekte/was auch immer für zwei Eigenschaften, die sich ausschließen?“

    soweit die Frage, die du dann einfach selber beantwortest:

    „Woher nimmst du das denn^^?“

    weiss ich nicht, kommt alles von A.M.

    ……………..

    nächste Frage:

    „Sind es nicht oft Verrückte gewesen, die auch ver-rückte Ideen hatten?“

    wen meinst du denn? Bitte um Beispiele.

    ……………..

    nächste Frage:

    „Revidierst du dann (d)eine Aussage von seinem [Helmut Zanders] “preigekrönten Werk”?

    das Buch „Anthroposophie in Deutschland“ hat einen Preis gewonnen. Da kann ich gar nichts revidieren, selbst wenn ich es wollte, oder ihm den Preis nicht verliehen hätte: https://vandenhoeck.wordpress.com/tag/helmut-zander/

  • #91
    Ronald E.

    #84 @Andreas Lichte

    Ich mag den Blödsinn aber nicht wieder und wieder durchkauen, ich habe auch schon genug gelästert – jetzt soll bitteschön eine Gruppe von Medizinern*, Psychologen* und von mir aus Philosophen* an den Fall !!!

    Ich meine „Schauung“,“Seelenpflege“,“Erziehungskunst“,“Menschheitsführer“(also eindeutig nicht nur Kaiser von China),“Namenstanz“…..

    Was wollt ihr mehr, ihr Gurkentruppe *** ?

    Da lobe ich mir den Zander, auch wenn er Gnostiker ist !!
    Ich bin sicher der verursacht Heulen und Zähneklappern im Elbenland – oder war es Auenland ?

  • #92
    Andreas Lichte

    @ 91 | Ronald E.

    „Da lobe ich mir den Zander“

    den Zander, der die «Ode an Steiner» geschrieben hat?

    siehe den Kommentar zu diesem Artikel:

    http://www.nzz.ch/nachrichten/hintergrund/wissenschaft/geheimlehre_fuer_eingeweihte_1.9107647.html

    „VLADIMIR ROTT (18. JANUAR 2011, 18:00)

    Kaum zu Glauben, dass dieser Artikel, diese Serie, im Ressort «Wissenschaft» erscheint…

    …ich würde diese «Ode an Steiner» eher unter «Geschichte», «Kultur», «Religion» erwarten.“

  • #93
    Ronald E.

    @all
    Meiner Ansicht nach wird Zander zurecht als der Zertrümmerer der Anthroposophie in die Geschichte eingehen.

  • #94
    Ronald E.

    #92
    Und Rott hat Zeugnis abgelegt, oder was ?
    Ich lese den Zander nicht so verbissen und gerne genauer.

  • #95
    Andreas Lichte

    @ #89 | Nachrichten aus der Welt der Anthroposophie

    meinst du mit dem „kollektiven Wahn“ und mit der „Sekte“, so etwas:

    …………………………………………..

    http://www.facebook.com/info3verlag/posts/140808059312436

    Info3

    ‎“In der Neuen Zürcher Zeitung, NZZ, erschien eine Artikelserie, die es Steiner- und Waldorf-Anhängern unmöglich macht, weiter zu behaupten: >Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!<" Das meint…Andreas Lichte.

    ‎150 Jahre Rudolf Steiner – „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“ | Ruhrbarone, www.ruhrbarone.de
    26. Januar um 05:25 · Gefällt mir · Kommentieren

    —————————-

    Martin Backhauss
    gefällt das.

    —————————-

    Janet Netzer
    trotzdem ist dieser Artikel eine für mich grausame Dekradierung..auch wenn ich es weiss. Wenn sich Menschen so ausgiebig mit dem Steiner beschäftigen was so schlecht an ihm ist..muss ihnen doch auch die andere Seite auffallen..Ich versteh das einfach nicht.
    26. Januar um 05:38 · 3 Personen

    —————————-

    Gottfried Neumann
    Und ich dachte immer, in der Schweiz hieße die BILDzeitung "Blick"…

    Der verlinkte Artikel, eher eine sinn-lose Zitat-Collage, ist die Zeit nicht wert, ihn zu lesen.
    26. Januar um 05:57 · 1 Person

    —————————-

    Barbara Handke
    Interessant dass diese Kritiker immer manisch in die Vergangenheit schauen müssen, statt sich mit Veröffentlichungen NACH Steiner zu befassen. Das ist in etwa so, als würde man in Deutschland immer nur den Kollonialismus sehen statt zu bemerken, dass wir heutzutage einer Union europäischer Staaten angehören.
    26. Januar um 06:05

    —————————-

    Janet Netzer
    und der Mensch ist heute noch ein Affe, weil sich viele so benehmen… bin ich jetzt rassistisch?
    26. Januar um 06:07 · 1 Person

    —————————-

    Barbara Handke
    Janet: Zumindest diskriminierst du ganz massiv die Affen 😉
    26. Januar um 06:09 · 2 Personen

    —————————-

    Barbara Elers
    oh hat lichte wieder einen aufhänger? wieso ist der eigentlich noch nicht in fb?
    26. Januar um 06:09

    —————————-

    Janet Netzer
    die Affen nicht..den Menschen. Oder beide..egal lieber ist mir dann der Affe.
    26. Januar um 06:10

    —————————-

    Matthias Hesse
    als Zeitsymptom ist er leider nötig ihn zur Kenntnis zu nehmen und ihn als Ansporn stärkeren Denkens und TIEFEREN Empfindens zu nehmen
    26. Januar um 06:20 · 2 Personen

    —————————-

    Janet Netzer
    das denke ich auch wenn jemand so stark konfrontiert. ..fragt man sich schon worauf er denn hinaus will. . . oder was er unterschwellig für Ängste hat.
    26. Januar um 06:25

    —————————-

    Matthias Hesse
    ‎…wenn man nicht die Möglichkeit mitbringt die ja nun wirklich sehr speziellen Gedankengebärden Rudolf Steiners zu begreifen, dann kann es einem heutigen Menschen unter Umständen momentan unmöglich sein anders zu denken als dieser Mensch.

    "Fußwaschung" tön…t da im Hintergrund "ist angesagt" – doch wie danke ich anderen die durch ihr zurückbleibenmüssen in der Entwicklung mein etwas-weiter-vorne-sein-können mit ermöglichen? Und wie kann ich ihre Gedankenschritte Fußstapfenweise achtsam mitvollziehen, so dass ich wenigstens stellvertretend ihre Denkschritte von aller materialistischer Vorstellungssubstanz befrien kann ?
    So etwa in diese Richtung könnte schweigend statt polemisierend Fußwaschung vollzogen werden.

    "Liebet eure Feinde" heißt ja nicht, ihnen geheuchelte Sympathie entgegen zu bringen…
    26. Januar um 06:38 · 2 Personen

    —————————-

    Barbara Handke
    Matthias, zum angeregten Denken ist bei mir ein Lichte nicht erforderlich. Das klappt auch so. Wer jeden Schreihals als Denkanstoß nimmt verzettelt sich schnell.
    26. Januar um 06:39 · 4 Personen

    —————————-

    Janet Netzer
    auch wieder wahr..;O)
    26. Januar um 06:41

    —————————-

    Matthias Hesse
    ‎"Fußwaschung" macht ohne echte Demutsempfindung ja auch keinen Sinn. Und wenn man s ständig machen würde, bekäm das leicht was inflationäres
    26. Januar um 06:45 · 3 Personen

    —————————-

    Barbara Handke
    Also, die Haltung dass Lichte ein wenig schlecht entwickelt ist finde ich ziemlich Arrogant. Solche Haltungen, die angeblich mit Demut einhergehen, aber meilenweit entfernt sind davon, sind leider oft in anthroposophischen Zusammenhängen anzutreffen und sind nicht weit entfernt von dem unerträglichem rassistischem Zeugs, was Steiner von sich gab. Lichte ist einnfach das was er ist: ein entschiedener Gegner der Anthroposophie. So tritt er auf, so zieht er sich eben seine Gegenargumente heran. Ob er deswegen aber in seiner Funktion als Mensch angegriffen werden muss sollte man sich gut überlegen.
    26. Januar um 07:31 · 1 Person

    —————————-

    Erik Schieferdecker
    ‎"Am 27. Februar 2011 feiert Rudolf Steiner, Begründer der Waldorfschulen, seinen 150 Geburtstag."
    Herr Lichte hat sich selbst eingeladen – weiss aber auch nicht wo. 🙂
    26. Januar um 07:46 · 2 Personen

    —————————-

    Barbara Handke
    Erik, das ist der Spruch des Jahres!!!!!
    26. Januar um 08:08

    —————————-

    Matthias Hesse
    @Barbara Handke
    ich kann leicht nachvollziehen, dass das einen arroganten Eindruck erwecken kann (nicht zwingend muss)

    hm…da darf vielleicht die Frage erlaubt sein: wie hochmütig ist es, das als arrogant abzuurteilen? 😉
    26. Januar um 12:45

  • #96
  • #97
    AM

    @ Andreas:

    Nochmal (aus Comment 88) – für die Akten:

    Woher nimmst du das? Und: distanzierst du dich also von Zander?

    @ Nachrichten:

    Danke für den Bry, den habe ich nach der Gebhardt-Lektüre (was auch immer sie von ihr halten 😉 ) auch gesucht. Gebhardt, S. 340: „Das machte Rudolf Steiners Anthroposophie so erfolgreich: Zur verkappten Religion wurde sie, weil sie nicht nur eine Möglichkeit der Weltsicht war, sondern die einzige Weltsicht.“

    Zu dem Zitat fällt mir allerdings auch das Konträre von Tucholsky ein: „Der glaubt sich doch selbst kein Wort.“

    Nun hat Steiner sich des Öfteren über seine Anhängerschaft – oder: Teile davon – lustig gemacht (die „Tanten“ und „reinkarnierten Magdalenen“, meinte, mit der AG, bevor er sie neu gründete, nichts mehr zu tun zu haben zu wollen). Ist das dann in Ihren Augen der Versuch des „Sekten“Gründers (abgesehen davon, dass ich das Wort „Sekte“ natürlich, wie Sie wissen, für religionswissenschaftlich unhaltbar und historisch ungenau halte), die Mitglieder auf die Glaubenseifrigsten hin auszusieben?

  • #98
    Andreas Lichte

    @ AM

    es geht hier nicht um Helmut Zander. Es könnte genauso gut Heiner Ullrich sein. Oder Peter Staudenmaier:

    http://www.dcscience.net/?p=3853#comment-8697

    …………………………………………………………….

    Andreas Lichte // Dec 27, 2010 at 12:09

    @ David Colquhoun [at „DC’s Improbable Science“]

    I completely agree with you, quote: “My main objection to Steiner is that he seems to have been a rather potty mystic. Anthroposophy, gnomes, “biodynamic” farming and so on are simply preposterous made-up junk.”

    Or as “krazykraut” put it:

    http://www.dcscience.net/?p=3853#comment-8641

    “(…) This man [Steiner] wasn’t just a racist, he was a complete nut (…)”

    “Scholars” – like historians – have to avoid the topic of Steiner’s insanity since they would have immediately to stop working on Steiner: the only competent expert would be a psychiatrist.

  • #99
    Ronald E.

    #85
    @AM
    Auch weil Sie meinen Terminus „Deformation“ aufgriffen : Ihr Kommentar erscheint mir nur ausweichend auf die Ausgangsfrage Lichtes.
    Die folgende Frage, :
    „Ist eine derart starke Deformation – innerlich wie äusserlich (Steiners Psyche hier /Folgeunternehmungen,Anhängerorganisation dort) den Erfordernissen einer
    demokratischen und dem Gleichberechtigungsideal anhängenden Gesellschaft
    hinderlich?“,
    habe ich auch vor dem Hintergrund dieser Äusserungen gestellt :

    Zitat Sektionsleiter Waldorfpädagogik C.Wiechert,
    ”Was machen wir hier? Wir machen eine neue Esoterik, man kann auch sagen: modernen Okkultismus.
    Mit wem reden wir darüber? Da reden wir unter uns – mit Eltern oder beim Elternabend, da wär das zu riskant!”

    Für mich ein Anlass, die gesammte Unternehmung radikal abzuwickeln und das
    Organisationsvermögen (Grundstücke,Immobilien etc.), echten! Elterninitiativen
    zur Verfügung zu stellen.
    Was denken Sie darüber als ehemaliger Waldorfschüler?

  • #100
    Ex-Steiner

    #99 | Ronald E. sagt am 3. Februar 2011 um 10:38

    Zitat Sektionsleiter Waldorfpädagogik C.Wiechert,
    ”Was machen wir hier? Wir machen eine neue Esoterik, man kann auch sagen: modernen Okkultismus.
    Mit wem reden wir darüber? Da reden wir unter uns – mit Eltern oder beim Elternabend, da wär das zu riskant!”

    Haben Sie eine Quelle?

  • #101
    Ronald E.

    #100 | Ex-Steiner

    Ich war neben 3-400 Bundesdelegierten Waldorflehrern, 2007 in der FWSK Berlin
    anwesend und habe mitgeschrieben.

    Möchten Sie es juristisch anfechten ? –

    Wäre mir recht angenehm, es Publikumswirksamer als hier, zu debattieren.

    Weshalb fragen Sie ? Wissen Sie noch etwas, was ähnlich verwertbar wäre ?

  • #102
    Ex-Steiner

    #101 | Ronald E ‚Wissen Sie noch etwas, was ähnlich verwertbar wäre ?‘

    Vielleicht Herr Doktor selbst?

    ‚Man müßte etwas Klugheit walten lassen beim Aussprechen des zusammenhangs von Anthroposophischer Gesellschaft und Schule‘ GA 300c s. 138

    ‚Denn die Schule ist innerlich eine anthroposophische Gründung.‘ GA 330c s. 176

    GA 300 b

    ‚Die Waldorfschule muß als ein Musterbeispiel einer anthroposophischen Korporation dastehen.‘ s.100

    ‚Bei Ihnen steht es so. Sie hatten nicht immer die Direktive verfolgt, dasjenige, was Sie anthroposophisch wissen, herunterzutragen in die Form, in der es den kleinen Kindern gebracht werden muß. Sie haben den Kindern Anthroposophie vorgetragen, wenn Sie Ihr Fach vorgetragen haben. Sie haben die Anthroposophie nicht umgesetzt auf die Stufe der Kinder.‘ s.143

    GA 300 c

    ‚Nun gibt es noch andere Formen, in denen die Freie Waldorfschule in Beziehung treten kann zu Dornach. Und das würde sein, wenn nicht die Schule unterstellt würde Dornach, sondern wenn das Lehrerkollegium als solches, oder aber diejenigen Persönlichkeiten innerhalb des Lehrerkollegiums, die das wollen, nicht nur für ihre Person, sondern als Lehrer der Schule in ein Verhältnis treten würden zu Dornach, zum Goetheanum, zur Freien Hochschule für Geisteswissenschaft.
    Dann würde das der Schule den Charakter nicht nehmen, sondern das würde ja nur der Außenwelt gegenüber betonen, daß fortan auch die Pädagogische Sektion am Goetheanum in Dornach als der Impulsgeber für die Waldorfschul-Pädagogik fortdauernd angesehen wird, wie ja die anthroposophischc Pädagogik bisher auch angesehen worden ist. Der Unterschied wäre der, daß das Verhältnis zur anthroposophischen Pädagogik bisher ein mehr theoretisches war, daß dann in Zukunft das Verhältnis mehr ein lebendiges sein würde, in dem man dann entweder als ganzes Lehrerkollegium oder in einzelnen Persönlichkeiten sich richten würde nach den Impulsen, die sich ergeben, wenn man als Lehrer der Freien Waldorfschule Mitglied der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft ist.‘ s.114-115

    ‚Es ist ja vielfach von Institutionen der Wunsch geäußert worden, mit Dornach in Beziehung zu treten. Einfach ist die Situation gegeben bei den Institutionen, die als anthroposophische Institutionen entweder alle oder gar keine Vorurteile gegen sich haben. Zum Beispiel das Klinisch-Therapeutische Institut in Stuttgart, das kann sich anschließen. Entweder wird“es als anthroposophische Institution von vorneherein bekämpft, dann schadet es nichts, wenn es sich anschließt. Oder es wird anerkannt, weil die Leute gezwungen werden einzusehen, daß die eilmethoden dort wirksamer sind als anderswo; dann ist es eigentlich selbstverständlich, daß es sich anschließt. Das ist aber eine Institution, die nicht in einer solchen Stellung der Welt gegenüber ist wie eine Schule. Die Klinik kann sich ohne weiteres anschließen. Aber eine Schule wird sowohl die gesetzlichen Behörden wie auch das Publikum störrisch machen, wenn sie plötzlich eine anthroposophische Schule ist.‘ s.116-117

    ‚…aber man muß schon als Ziel ins Auge fassen, daß eine solche Institution wie die Freie Waldorf schule, die sachlich einen anthroposophischen Charakter hat, daß diese schon einmal selbstverständlich zusammenfällt mit dem anthroposophischen Streben.
    Nur in diesem Augenblick ist es eben doch möglich, daß wenn dieser Anschluß in offizieller Weise erfolgt, daß man dann deshalb der Waldorfschule das Genick umdreht. So daß ich, wie die Sachen jetzt stehen, schon dazu raten würde, unter diesem Gesichtspunkt den Verwaltungsrat nicht neu zu wählen, sondern zu lassen wie er ist…‘ s. 118

    Es ist eben damals großer Wert darauf gelegt bei der Gründung, die Schule als eine von der Anthroposophischen Gesellschaft unabhängige Institution zu
    schaffen. Damit stimmt logisch ganz gut überein, daß der Religionsunterricht
    von den Religionsgemeinschaften aus besorgt wird, der freie Religionsunterricht von der Anthroposophischen Gesellschaft aus, daß die Anthroposophische Gesellschaft mit dem freien Religionsunterricht darinnensteht wie die anderen religiösen Gemeinschaften. Die Anthroposophische Gesellschaft gibt eigentlich den Religionsunterricht und den Kultus. Das können wir jederzeit sagen und mit vollem Recht sagen, wenn uns vorgehalten wird, die Waldorfschule sei eine anthroposophische Schule. Dadurch, daß die Anthroposophie glaubt, die beste Pädagogik zu haben, wird der Schule nicht der Charakter des anthroposophischen aufgedrückt. Das ist eine ganz klare Situation. s. 119

    ‚Es wird die Freie Waldorfschule in den ganzen Umfang des pädagogisch-anthroposophischen Lebens hineingestellt.‘ s.121

    ‚Es wird die Freie Waldorfschule dadurch eine anthroposophische Angelegenheit,
    für die die Gesellschaft sich interessiert, während sie jetzt keine anthroposophische Angelegenheit ist. Für Sie ist es gleichgültig.‘ s.121

    ‚Aber für die ganze Gesellschaft ist es nicht dasselbe.Für die anthroposophische Pädagogik wird es etwas Großes sein. Dadurch erfüllen Sie etwas von der Mission der Freien Waldorfschule. Damit erfüllen Sie etwas von dem, was Sie eigentlich wollen:daß die Freie Waldorfschule hineingestellt wird in die ganze Kulturmission, die die Anthroposophie hat. Es kann zum Beispiel so
    sein: Die Konferenz der Freien Waldorfschule in Stuttgart hat irgendeine Frage aufgeworfen. Sie wird dann als Angelegenheit der Freien Hochschule betrachtet.‘ s.122

    ‚Man müßte etwas Klugheit walten lassen beim Aussprechen des zusammenhangs von Anthroposophischer Gesellschaft und Schule, damit man die Leute nicht vor den Kopf stößt, damit die Leute nicht sagen: jetzt haben sie das durchgeführt, was von Anfang an die Schule sein sollte, eine Anthroposophenschule. Wir müssen dagegenhalten, daß wir die Anthroposophie
    erweitert haben, um solche Dinge machen zu können, die allgemein
    menschlich sind, müßten zeigen, daß die Anthroposophie geeignet ist, etwas allgemein Menschliches zu bringen. Wir müssen das aber auch im einzelnen einhalten. Wir müssen nicht zu stark den Eindruck hervorrufen, daß wir Anthroposophie dozieren. Wir müssen die anthroposophische Wahrheit verwerten in der Schule, nicht daß wir theoretisch Anthroposophie dozieren. Das waren die Gesichtspunkte, die wir dazumal gehabt haben. Diese Dinge werden vom Dornacher Vorstand mit großem Interesse verfolgt. Er will sich von
    allem informieren und an allem mitarbeiten.‘ s.138

    ‚Denn die Schule ist innerlich eine anthroposophische Gründung.‘ s. 176

    Daher ist es so, daß, wenn ein Kind vergleichen würde, welcher Lehrer besser
    ist — wenn das schon vorkäme —, so würde es doch selbstverständlich
    durch die Natur der Sache darauf kommen, daß der Waldorflehrer besser ist.‘ s.176

    Usw usw usw

  • #103
    “Wir können nicht dasselbe, was wir unter uns reden, den Eltern sagen"

    “Wir können nicht dasselbe, was wir unter uns reden, den Eltern sagen.

    Wir können nicht sagen: Seid froh, daß euer Junge mit 9 Jahren noch nicht lesen und schreiben kann. Er wird um so besser lesen und schreiben, wenn er es mit 9 Jahren nicht gekonnt hat. (…)

    Wir müssen die Menschen, die aus der heutigen Bildung kommen, etwas sanft anfassen und nicht gleich frappieren, sonst würden wir mit unseren Bestrebungen unter die Räder kommen.”

    Rudolf Steiner, “Menschenerkenntnis und Unterrichtsgestaltung”

  • #104
    RONALD E.

    #103 | “Wir können nicht ….. den Eltern sagen“

    Aber wir wollen die Eltern ganz Grundsätzlich hintergehen, was unsere Esoterik und unseren Okkultismus angeht.
    Ganz sanft und nur nicht frappant.

    @Ex-Steiner
    Danke, der Caligari-Doktor wurde seinerzeit von den zeitnahen Kritikern jedenfalls sicherer erkannt, als es Heute der Fall zu sein scheint.

  • #105
    steinerimbrett

    @ RONALD E.

    Dieses „Hintergehen“ setzt sich fort bis weit hinein in unsere Gegenwart – die großen Steiner-Ausstellungen belegen dies auf eine kaum für möglich gehaltene dreiste Art und Weise.

    Eine Frage drängt sich auch deshalb auf:
    Ist Anthroposophie überhaupt denkbar ohne die klammheimlichen bis allzu offensichtlichen Mechanismen von Betrug und Selbstbetrug? Und wenn nein:
    Könnten wir dann hier nicht genausogut über Christentum, Kommunimus und die Erfolgsgeschichte des deutschen Discounter-Wesens diskutieren?

  • #106
    Andreas Lichte

    @ steinerimbrett

    „Könnten wir dann hier nicht genausogut über Christentum, Kommunimus und die Erfolgsgeschichte des deutschen Discounter-Wesens diskutieren?“

    das kannst du gerne auf deinem blog tun. Hier nicht.

    ……………………………………………………………..

    Ich denke, Rudolf Steiner hat „Alleinstellungsmerkmale“:

    – mir ist kein anderer Fall bekannt, wo eine NULL – in jedem wissenschaftlichen und künstlerischen Gebiet – so grossen gesellschaftlichen Einfluss gewonnen hat

    – mir ist nicht bekannt, dass der Deutsche Staat Einrichtungen eines anderen Rassisten so stark fördert, wie die Waldorfschulen des Rassisten Rudolf Steiner

    – mir ist kein anderer Fall bekannt, dass ein vermutlich psychisch Kranker wie Rudolf Steiner als DAS Vorbild für kommende Generationen hingestellt wird

    ……………………………………………………………..

    die bisher unbeantwortete Frage:

    spricht hier der psychisch kranke Rudolf Steiner:

    Rudolf Steiner, „Vom Leben des Menschen und der Erde – Über das Wesen des Christentums“, GA 349, Dritter Vortrag, Dornach, 3. März 1923

    http://fvn-rs.net/index.php?option=com_content&view=article&id=3709:dritter-vortrag-dornach-3-maerz-1923&catid=247:ga-349-vom-lebens-des-menschen-und-erde-&Itemid=19

  • Pingback: steiner’s sanity (ii) « zooey

  • #108
    Anke

    @ Steiner im Brett

    Es geht nicht ohne Täuschung und die finden Sie nicht nur bei den Anthroposophen. Das ist banal und Ihnen sicherlich klar. Deshalb verstehe ich Ihre Frage nicht. Ist das eine sogenannte rhetorische Frage?

    Wenn Sie allein daran denken, dass es in Deutschland beinahe so viele Einrichtungen der „anthroposophischen Heilpädagogik“ gibt wie Waldorfschulen, dann dürfte die besondere Qualität der Sekten-Tarnung spätestens dann exemplarisch deutlich werden, wenn Sie das hier lesen:

    http://rudolf-steiner.blogspot.com/2010/02/seelenpflege-bedurftige-kinder_17.html

  • #109
    Anke

    @ Andreas Lichte

    Ist das unbeantwortet? Na, wenn sonst keiner will, dann gebe ich mal meine Antwort: Natürlich ist das restlos durchgeknallt. Was denn sonst?! Jeder der etwas anderes sagt, ist doch zweifellos ebenfalls seiner Zurechnungsfähigkeit verlustig gegangen.

  • #110
    steinerimbrett

    @ Anke

    Eine rhetorische Frage, richtig. Das Dilemma, das ich mit dieser Frage offenlegen wollte, lautet: Wie im Speziellen auf diese Mechanismen reagieren, wenn doch das Glaubenssystem Anthroposophie bisher so „erfolgreich“ jedweder nachdenklich-rationalen Argumentation Paroli geboten hat?

    Und die Frage schließt sich an: Wie umgehen mit dieser ungebändigten Lust am Weitermachen u.a. auch von Ausstellungen, gleichwohl betrügerische und willentlich-manipulative Absichten aufgedeckt und entsprechend vorgehalten wurden?

    Das scheinbar hervorragend funktionierende Ineinandergreifen von Betrug und Selbstbetrug, wie es der anthroposophische Parallelkosmos vorlebt, ist einzigartig in seiner filigranen Darstellung des genauen Gegenteils. Und es findet zu viele moderne Verehrer und Übersetzer, die unglaubliche Dinge herauslesen, solange
    man sich mit diesen nur irgendwie wichtig machen kann oder tief veranlagte Sehnsüchte zu rechtfertigen versucht.

    Morgen noch was dazu. Dann auch ganz bestimmt wieder ohne rhetorische Absichten.

  • #111
    Anke

    Mensch, Steiner im Brett, sind Sie Extremsportler der Disziplin „ganz lang und kompliziert ausdrücken, was auch kurz und schlicht ginge“?

  • #112
    "Steiners Haltung zur multikulturellen Gesellschaft in einer globablisierten Welt"

    @ Anke #109

    „Natürlich ist das restlos durchgeknallt. Was denn sonst?! Jeder der etwas anderes sagt, ist doch zweifellos ebenfalls seiner Zurechnungsfähigkeit verlustig gegangen.“

    Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg, sagt etwas anderes:

    http://www.waldorf.net/html/aktuell/3sat.htm

    “»Die Menschen sind über die Erde hin aufeinander angewiesen«

    (…) Steiner hat Differenzen in der Naturanlage zwischen Menschengruppierungen nicht geleugnet. Daraus leitet er aber keinen Rassismus ab, sondern im Gegenteil die Notwendigkeit einer symbiotischen Zusammenarbeit innerhalb einer multikulturellen Gesellschaft. Steiner in dem umstrittenen Arbeitervortrag: „Es ist einmal so beim Menschengeschlecht, dass die Menschen über die Erde hin eigentlich alle aufeinander angewiesen sind. Sie müssen einander helfen. Das ergibt sich schon aus der Naturanlage.” Das ist das erwähnenswerte eigentliche Fazit des umstrittenen Vortrages, das ist Steiners Haltung zur multikulturellen Gesellschaft in einer globablisierten Welt.”

  • #113
    steinerimbrett

    @ Anke

    Ich gelobe Besserung. Und will mich fortan an die journalistische Faustregel halten, nicht mehr als 20 Worte pro Satz zu verwenden. Natürlich wird es Ausnahmen geben: In der anthroposophischen Kunstwelt will man es nicht nur besser, sondern eben auch genauer wissen. Genauer in dem Sinn, daß ohne Detailversessenheit der sakrosankt gepriesenen „Ganzheitlichkeit“ nicht entsprochen werden kann.
    Somit ist es – wenn man so will – das Kleingedruckte, das Steiner zu einem nahezu konkurrenzlosen Seher und Seelenkenner aufsteigen lässt. Diese spezifische Diktion und Sprachkonstruktion erfordert mithin adäquate Antworten bzw. eine angemessene (sprachliche) Opposition. Das geschieht u.a. dadurch, in der (Gegen-)Genauigkeit nicht nachzulassen. Was natürlich nicht gleich in eine „Extremsportart“ ausarten sollte… wo es doch es unsere Sinn-Verteidiger und Schwellen-Torhüter aus der ersten Täuschungsliga ja auch nicht immer besonders sportlich nehmen, oder (Grüße nach Hamborn und Stuttgart)?

  • #114
    29 Worte über die Anthroposophie

    “Der Begründer der anthroposophischen Bewegung war als Dichter ein stümpernder Epigone, als Mystiker ein Hochstapler, als Philosoph eine Null, als Naturforscher ein Scharlatan und nur als Sektenpriester ein Genie.”

  • #115
    SchreibnurQuatsch

    Wenn hier nicht ab und zu ein Anthroposoph auftaucht, wird’s echt langweilig …

  • #116
    SchreibnurQuatsch

    Wenn hier nicht ab und zu ein anderer Posoph auftaucht, wird’s richtig langweilig …

  • #117
    Hollywood Tomfortas

    Lieber Andreas,

    Ich habe ein dir gewidmetes von Goethe inspiriertes Gedicht geschrieben:

    ———————–

    Du gleichst dem Geisteskranker

    Den du begreifst,

    Nicht Rudolf Steiner,

    Sondern dir!

    ————————

    Viel Spaß!

    Hollywood Tomfortas
    Hierophant to the Stars!

  • #118
    Hollywood Tomfortas

    Lieber Andreas,

    Jetzt ein geeigneter Kinderreim für dich!

    —————————

    Spiegelneuron, Spiegelneuron

    Im Vorderhirn!

    Wofür musst du immer

    Bei mir revanchieren?

    ————————–

    Viel Spaß!

    Hollywood Tomfortas
    Hierophant to the Stars!

  • #119
    subito

    Zitat von Lichte: „das kannst du gerne auf deinem blog tun. Hier nicht.“
    Aha, was uns nicht gefällt möchten wir gerne verbannen.

  • #120
    Andreas Lichte

    @ „Hollywood Tomfortas“ [= Tom Mellett, Los Angeles, California, USA]

    wieso benutzt du eigentlich als „Webseite“ die Homepage – http://www.egoisten.de/ – des Faschisten-Verehrers Michael Eggert?

  • #121
    Andreas Lichte

    @ alle

    „Faschisten-Verehrers Michael Eggert“:

    Michael Eggert ist natürlich Anthroposoph.

    Jetzt komme aber keiner auf die Idee, dass ich Michael Eggert „Faschisten-Verehrer“ nenne, nur weil er den Rassisten Rudolf Steiner anbetet. Das machen ja schliesslich alle Anthroposophen. Sind Anthroposophen deshalb alle „Faschisten-Verrehrer“?

  • #122
    Andreas Lichte

    @ alle

    Faschisten-Verehrer Michael Eggert zitiert Massimo Scaligero als “Spirituelle Autorität”, z.B. hier:

    “Die Kraft des Lebens”, http://www.egoisten.de/files/kraft_des_lebens.html

    Als er diesen Artikel schrieb, war Michael Eggert bereits bekannt, dass Massimo Scaligero Faschist, Rassist, und Antisemit war.

    Eggert kannte diesen Text von Antonio Carioti, “Gli orfani di Salò”, http://www.sehepunkte.de/2008/06/14596.html

    “(…) Überdies bedienten sich die jungen Neofaschisten einer idealistischen Esoterik, die an die antidemokratisch-aristokratischen Ideen von Julius Evola und MASSIMO SCALIGERO anknüpften. Für diese beiden umstrittenen Intellektuellen, die sich der RSI [Repubblica Sociale Italiana] angeschlossen und zu den wichtigsten Fürsprechern eines rassistischen Antisemitismus in Italien gezählt hatten, war mit der Demokratie das Maximum der Dekadenz erreicht, während sie – nach mittelalterlichem Vorbild – für ein streng hierarchisch organisiertes und von einer aristokratischen Leistungselite autoritär geführtes Gemeinwesen als politisches Ideal eintraten. Die RSI blieb für viele junge Neofaschisten der Referenzpunkt ihrer Identität. Sie verherrlichten den Krieg, der zwischen 1943 und 1945 in Italien geführt wurde, als den Kampf weniger Idealisten für eine verlorene, aber ihres Erachtens nach edle Sache – den Kampf gegen Demokratie, Bolschewismus und Judentum. (…)”

  • #123
    Andreas Lichte

    @ alle

    Michael Eggert verehrt den Faschisten, Rassisten und Antisemiten Massimo Scaligero als “Spirituelle Autorität”, obwohl Eggert auch dies bekannt war (Übersetzung von der Italienischen Botschaft durchgesehen):

    ……………………………………..

    Massimo Scaligero, “Coscienza del sangue” in “La Difesa della Razza”, 20. August 1942, S. 4

    Massimo Scaligero, “Bewusstsein des Blutes” in “Die Verteidigung der Rasse”:

    “Wenn eine essentielle Zielsetzung der rassistischen Doktrin [i.e: der Rassen-Lehre] existiert, dann besteht diese notwendigerweise in einer ethisch-wissenschaftlichen Praxis, die die Werte der Rasse richtigstellt, gemäss eines Modells, das nicht erfunden werden muss, sondern das bereits existiert. Dies kann nicht nur durch eine Reihe von Normen der Eugenik und der Gesundheit erreicht werden, sondern auch indem eine rassistische Sensibilität und ein rassistisches Bewusstsein [i.e.: ein Rasse-Bewusstsein] erweckt wird, so dass das Volk nicht passiv die Resultate einer rassistischen Aktion aufnimmt, sondern selbst bewusster Mitwirkender dieser Aktion wird.”

    ……………………………………..

    Massimo Scaligero, “Fronte unico ario” in “La Difesa della Razza”, 20. Februar 1941, S. 22

    Massimo Scaligero, “Arische Einheitsfront” in “Die Verteidigung der Rasse”:

    “Die anti-jüdische Bewegung muss heute richtigerweise eine übernationale Größe erlangen, bis sie zu einem Übereinkommen aller Länder wird. Gerade weil man von einem Ideal der Universalität bewegt [i.e.: angetrieben] ist, das die hierarchischen Differenzierungen nicht abschafft, sondern beibehält und harmonisiert, kann man die Aktion einer ethnisch-kulturellen Gruppe mit internationalistischem Charakter, wie die der jüdischen, nicht zulassen; diese Unzulässigkeit für die Völker erlangt lebende [auch: lebendige] Bedeutung vor allem sobald mit der Konzeption einer neuen arischen Universalität das Erwachen [auch: Wiederaufleben] jenes ethnisch-spirituellen Elementes übereinstimmt, das ursprünglich diesem Ideal der Humanität den Impuls gab. Jetzt ist eine Einheitsfront unentbehrlich, um der Universalität des arischen Ideals ein positives Instrument auf der Ebene des Handelns zu geben, insofern es nicht darum geht, gegen eine Nation zu kämpfen, sondern gegen eine »Internationalität«, die Nation in den Nationen ist, und sich nicht nur unter dem Aspekt der Rasse präsentiert, sondern auch unter dem Aspekt der Religion, Kultur, der Denkweise, des Erkennens, des Handelns.”

  • #124
    fan

    Michael Eggert und seine Anthro-Freunde. Echt ne show:

    http://egoistenblog.blogspot.com/2011/02/immer-noch-eines-meiner-lieblingsbilder.html

    „manroe hat gesagt…

    Hallo Robert,

    „Wir sollten Steiner nicht als einen begreifen, der erhaben über uns steht, sondern als einen, der uns nah steht. Und uns Anregungen für den Weg geben kann, den wir suchen.“

    Also der Steiner, manchmal habe ich so den Eindruck, er wäre mein Großvater, so nahe steht er mir und ich wüßte nicht, wie ich hier in dieser Zeit leben könnte ohne seine den Geist öffnenden Türen. Wenn man sich wirklich mal verlassen fühlt, vielleicht sogar noch schlimmer, dann stelle ich mir immer vor, was in ihm vorgegangen sein muß, als er vor dem brennenden Goetheanum stand, das holt mich dann immer wieder raus und besänftigt mich.

    „…der erhaben über uns steht.“

    Ja, dabei kommt es wohl darauf an, wie man diese Worte empfindet und umgekehrt, warum man sie so prägt.

    Einfach mal als Tatsache, er steht erhaben über mir, das ist einfach so, dennoch fühle ich mich deshalb nicht irgendwie klein oder mache mich sogar selbst klein. Ganz im Gegenteil, er ist wie geistiges Wetter, man kann wirklich durchatmen und ich erlebe durch sein Werk, was Freiheit ist und vor allem, daß es sie wirklich gibt. Der Natur gegenüber habe ich doch auch nicht das Gefühl, daß sie über mir steht. Es ist wie eine Grundbedingung, ein Lebenselixier. Und wenn man Freiheit wirklich atmen kann, Freiheit Robert!, wo wäre da dann Platz für „erhaben über mir“.

    Wenn man das so erlebt, dann liegt es in meinen Augen mit (ziemlicher) Sicherheit an irgendwelchen inneren Unbewältigtheiten oder sonstigen Blockaden, sei es eine versteckte Eifersucht, ein irgendwie erlebter sich gehindert fühlender Wille oder Ähnlichem aus solchen Regionen. Oder man hat nicht wirklich verstanden, wie das mit dem Geist so geht und verwechselt da etwas, z.B. mit scharfem Intellekt. Wenn ich dafür, also das was ich grad so von mir gebe, meine Hand ins Feuer legen könnte, ich würde es bedenkenlos tun. Ab einem bestimmten Punkt erlebt diese Gewissheit, wirklich aus Freiheit, daß man sich da nicht täuscht. Mir ist jetzt hier durchaus bewußt, daß ich in den Augen so einiger vielleicht mich hier grad um Kopf und Kragen schreibe, — wenn die wüßten…

    Die Philosophie der Freiheit ist keine Philosophie, sondern ein Tatsachenbericht!! Ich verneige mich zutiefst, IN ALLER in mir zu bemerkenden FREIHEIT vor meinem Meister! Ich liebe ihn! Oder vielleicht besser die Bereiche, in die er geschaut haben muss, um den Menschen in dieser Zeit das verkünden, berichten und beschreiben zu können, was sie wirklich leben lässt.

    Und natürlich gibt er uns Anregungen, in Hülle und Fülle. Und, Robert, ein Empfinden, daß ein Steiner erhaben über mir steht und mich gar irgendwie behindert oder einschränkt kann es gar nicht geben, wenn man wirklich genau hinschaut. Ich meine das jetzt absolut nicht irgendwie überheblich Dir oder jemand anderem gegenüber, sondern wirklich als eine geistige Tatsache, eine geistige, keine seelisch behindernd gefärbte.

    Ich wünsche Dir einen schönen Tag und darüber hinaus —

    Mittwoch, 9. Februar 2011 07:54:00 MEZ“

  • #125
    mamido

    Hi Andreas,

    irre schon seit gestern im Internet rum. Bin vorhin auf die Geschichte Deiner Waldorflehrerausbildung gestoßen. Nun, ich bin vorgestern hier in Hannover Waldorflehrerseminar Maschsee rausgeflogen. Der Seminarleiter, Herr Böhm traf sich mit mir zum ersten Feedbackgespräch (ich nix böses ahnend) und … was ich alles unpassend Böses gesagt haben soll. Nun ja, ich wurde ordentlich angespuckt. Übrigens, auch ich war alleine. Ob ich mal warte, dass jemand auf mich zukommt wegen ihrer Formfehler. Sie haben/er hat nicht nur einen begangen. Ich sei ungeeignet als Lehrerin, laut Herr Böhm. Auf meine Frage, wer dass entschieden habe, antwortete er, eine Konferenz. Ähm, dass war mein erstes Feedbackgespräch. Ich fragte ihn, wer saß denn in dieser Konferenz. Ausscheifende Antworten. Alles klar, dachte ich mir. Er sagte: „Eins kann ich ihnen sagen, an dieser Schule werden sie nicht unterrichten.“ Reicht sein Arm nicht weiter? Dass ich mich von meinen Mitseminaristen verabschieden wollte, fand er gar nicht gut und wollte mir es allen Ernstes verwehren.
    Hast Du mal was von Paul (Paulus) Geheeb und seiner Reformpädagogik gehört. Er ist der Gründer der Odenwaldschule und seine Saat wird fleißig in die Welt gestreut. Wie Hartmut Alphei, Jungenschaft, ehemalig Pädagoge in der Odenwaldschule tragen sie mit ihrem Samensäckchen umgehängt, wenn auch nicht selbst aktive Triebtäter, ihren Samen in die Welt. Eine Form von Omnipotenz – ihren Samen in die Welt schleudern? Zitat eines Odenwaldschülers: „Paulus hat geglaubt, daß der nackte menschliche Körper göttähnlich sei.“ Bin ich heute drauf gestossen. Vor kurzem hatte ich einen Aufsatz über „Was ist Schönheit“ einer Waldorfschülerin gelesen und der Tenor war der gleiche. Er wurde mit „Sehr schön!“ bewertet und ich fragte mich: Was soll das denn? Jetzt weiß ich mehr und Dank Dir noch mehr. Ich wäre nie auf die Idde gekommen, dass Kindern in der Pubertät, die anfangen sich für Sexualität zu interessieren, mit dem Thema Schönheit abgelenkt werden sollen, um zu dem Fazit gelenkt zu werden: nackte Menschen sind schöner als …, weil göttähnlich. Also, man längt ab und führt hin zum schönen nachten Menschen. Interessant. Anthroposophen lenken von A weg, um Aaah zu langen – beim offenen eurythmischen A? Hin zu einem vorgegebenen zumindest. Ablenken – Hinlenken.
    Ach ja, tut mir leid, dass ich gar nichts zum Thema beigetragen habe.
    Stehe derzeit etwas unter Strom und wollte Dich nur kontaktieren. Bin bei Facebook unter Martina Middeldorf. Ähm, will ich immer noch gerne. Ich kenne sonst niemanden, dem ähnliches passiert ist.

  • #126
    Andreas Lichte

    @ mamido

    du kannst mich über die Ruhrbarone kontaktieren. Schicke eine e-mail mit der „Bitte um Weiterleitung an Andreas Lichte“ an Stefan Laurin:

    stefan.laurin(at)ruhrbarone.de

  • #127
  • #128
    Andreas Lichte

    @ Tom Mellett, Los Angeles, CA

    Andreas Hirstein, NZZ, „Rassistische und antisemitische Tendenzen“, Zitat:

    „Will man das [anthroposophische] Rassendenken loswerden, droht das gesamte [anthroposophische] Gedankengebäude zusammenzubrechen.“

    Tom Mellett zum anthroposophischen Rassismus, Zitat: „Take away the racism, and you have no anthroposophy left.“

    ……………………………………………………………………………….

    http://www.dcscience.net/?p=3853#comment-8979

    Hollywood Tomfortas // Jan 4, 2011 at 23:10

    (…) I fully acknowledge the charge that Rudolf Steiner was a racist and taught racist doctrine.

    He is guilty as charged. In fact, not only do I acknowledge all the particulars of the racism charges, I even go farther and admit that I — as an anthroposophist for the last 34 years — can categorically state that racism in anthroposophy is not just INCIDENTAL to the doctrine; it is actually FUNDAMENTAL to the doctrine. Take away the racism, and you have no anthroposophy left. (…)

    Tom Mellett
    Los Angeles, CA”

    ……………………………………………………………………………….

    kannst du, Tom Mellett, für die Leser der Ruhrbarone begründen, wie du zu dieser Aussage kommst?

  • #129
    mamido

    „So werden sie gescheit, die Europäer, wenn sie hinüberkommen; sie gewöhnen sich ja das Beweisen ab.“

    Zitat aus:
    DRITTER VORTRAG Dornach, 3. März 1923
    Arbeitervorträge – GA 349 Vom Lebens des Menschen und Erde …

    Rudi sagt also, der Mensch werde gescheiter, indem er sich das Beweisen/Wissenschaftlichkeit abgewöhnt. Mit „wenn sie hinüberkommen“ sind
    die Amerikaner gemeint.

    „Nun, wir haben also die Farben heute etwas weiter behandelt, meine Herren.“
    Zitat aus ebenda.

    Das oben zitierte hat auch mit Farben zu tun, laut Rudi. Nun ja, ich komme auch schnell von Höcksken auf Stöcksken. Nichtsdestotrotz ein stupend stupides, irres Geschwafel.

    Ist Steiner eigentlich blond? Nach seiner Theorie/Aussage/Zitat ist er es im Bist- Du-blond!-Sinne. Sicherlich hat er nicht seine Haare schwarz gefärbt, oder?

    (…) Die weisse «Rasse» ist in Steinerscher Terminologie die am «Geiste schaffende Rasse» – die Avantgarde der Menschheit also: «Die Menschen würden ja, wenn die Blauäugigen und Blondhaarigen aussterben, immer dümmer werden, wenn sie nicht zu einer Art Gescheitheit kommen würden, die unabhängig ist von der Blondheit. Die blonden Haare geben eigentlich Gescheitheit.»

    Jetzt habe ich mich doch noch hier durch die Texte und Links gehangelt. Wie heißt es: „Je mehr ich weiß, desto mehr erkenne ich, dass ich nichts weiß.“ … habe gerade nachgesehen, das ist ein Zitat von Einstein, der nichts von Steiner hielt, umgekehrt – nehme ich an – war es wohl ebenso, denn an Steiners hellsichtigen Erkenntnissen und denen die sie weitertragen, den Anthros darf und durfte es nie einen Zweifel geben. Hinterfragen, kritische Äußerungen und Konflikte sind in dieser Walle-Waldiwelt mehr als unerwünscht. Wachgerüttelt werden ist eben unangenehm. Mir ist aufgefallen, dass die Menschen in der Anthrowelt oftmals Angst haben vor Veränderungen.

    Fritz Riemanns „Grundformen der Angst
    http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/EMOTION/Riemann.shtml

    Mir fällt erst jetzt auf, dass ich mit meiner Erkenntnis aus dem Waldorflehrerseminar, die ich dort zum Besten gab als wir über Stunden auf die Lektüre „Theosophie“ vorbereitet wurden, nämlich die, dass Fragen wichtiger seien als Antworten und ebenso Infragestellen, und warum in der Schule die Schüler ständig antworten geben müssten, anstatt zu lernen wie mensch Fragen stellt. Nun, gemeint war wohl, stellt eure Fragen aber erwartet keine Antworten. Ich bin übrigens rausgeschmissen worden. Das lag wohl an meinen unerwünschten Erkenntnissen und Fragen – vermutet ich mal.

    Erkenntnis – schönes Wort, das habe ich scheinbar in mein Vokabular übernommen; es färbt immer auch was gutes ab.

  • #130
    Deutschlandradio Kultur – Zeitreisen: Die bessere Schule oder esoterischer Irrglaube?

    Die bessere Schule oder esoterischer Irrglaube?

    Zum 150. Geburtstag des Waldorfschulengründers Rudolf Steiner

    Ein Feature von Julia Eikmann

    Deutschlandradio Kultur – Zeitreisen – 23.2.2011

    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitreisen/1395925/

    ……………………………………………………………..

    [über das „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“:]

    O12: Lichte: Gehirnwäsche 0’25

    “Es war wie eine Gehirnwäsche in Sachen Steiner. Wir haben keinerlei wissenschaftlichen Unterricht gemacht, das heißt, wir haben keine pädagogische Fachliteratur gelesen, wir haben nur Steiner gelesen. Der ganze Unterricht war nur Anthroposophie. Auch normale Fragen waren schon unerwünscht, also Hintergrundfragen. Wie meint Rudolf Steiner das denn nun, kann man das so sehen, wie zum Beispiel indische Philosophen die Welt beschreiben, gibt es da Ähnlichkeiten, also so eine Frage war schon Ketzerei, ja.”

    Ein anderer Teilnehmer des Lehrerseminars bittet den Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung in Berlin in einem Brief um staatliche Überprüfung der dortigen Lehrerbildung und Lehrinhalte. Er schreibt:

    Z4: Zitator:

    “Ich besuchte die Oberstufenmethodik. Auch hier war die Grundlage jeglicher Betrachtung seitens der Dozenten Rudolf Steiner: Alles beginnt und endet mit ihm. Jede Empfehlung, jedes Betrachten des Schülers und des Unterrichts wird durch die Texte Steiners erklärt und interpretiert. Da bleibt kein Raum für Veränderungsvorschläge oder eine wissenschaftliche Auseinandersetzung – ein Vergleich mit pädagogischen Standardwerken findet nicht statt.”

  • #131
    "Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht"

    Deutschlandradio Kultur – Zeitreisen: „Die bessere Schule oder esoterischer Irrglaube?“

    „Z5: Zitator [zitiert Rudolf Steiner]:

    Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn.“

  • #132
    mamido

    Also ganz ernsthaft, so wie es Steiner wohl gemeint hat, sind geistige Kreationen dieser Art damals häufig Zeitgeist gewesen; so dachte man z.B., dass die Inuit – damals Eskimos (Rohfleischesser- o. fresser?) eher Kauderwelsch babbelten als sprachen. Heute ist man da etwas schlauer geworden. Mensch, wenn borniert – kann vorkommen, hält alles was er nicht versteht für Gebabbel. Manche halten auch Gebabbel, dass sie nicht verstehen für besonders geistreich, zumal, wenn es als Geistreich verkauft wird; schließlich will sich niemand als zu blöd outen. Und so wird fleißig genickt; in der stillen Hoffnung bald zu den Eingeweihten/Verstehenden zu gehören, welche als die vielen nickenden Köpfe gezählt werden.

    Sag blöß nicht, du verstehst das nicht. Ein Doppelt-Nicht heißt: KP – Kein Plan.
    Und wie heißt es dann: „Warte, warte noch ein Weilchen …“ (aus dem Haarmannlied) und macht Hackepeter aus deinem Hinterhirn.

    Ich möchte halt auch mal gequirlte Kacke verbreiten. Irgendwo hatte ich gelesen, dass Steiner von derartigen Vorder-Mittel-Hinterhirnprozessen erzählt hat – vorgetragen hat; allerdings geistreicher ´-).

    Und war Steiner nun blond? Nach seiner Lehre müsste er dann nach seinem Tod nochmals inkarnieren. Aber unser Seminarleiter sagte mir dazu, nein, Rudolf Steiner sei nach seinem Tode im Geisterland geblieben. Hm? Weleda-Haarfärbemittel?

  • #133
    Steiner-Geisterland

    @ mamido

    „Aber unser Seminarleiter sagte mir dazu, nein, Rudolf Steiner sei nach seinem Tode im Geisterland geblieben. Hm? Weleda-Haarfärbemittel?“

    dein Seminarleiter ist wohl auch schon im Steiner-Geisterland – wie heißt der Anthro-Zombie aus dem Waldorfseminar?

  • #134
    mamido

    Es war der Kurs- nicht Seminarleiter. Entschuldigung. Die Lektüre des Kurses war Theosophie. Der Kursleiter ein Doktor der Physik. Er sagte mir, dass Rudolf Steiner nicht wiedergeboren werde. Das Rudi im Geisterland verbleiben werde – natürlich oberste Sphäre – ist auf meinem Mist gewachsen. Da ich rausgeworfen wurde, habe ich keinen S.-Leiter mehr. Schluchz. Wer wird mich jetzt leiten; ich armes verirrtes Schaf?

    „wie heißt der Anthro-Zombie aus dem Waldorfseminar?“

    Zombie ist gut. Letztens sah ich eine Folge Bones. Bones:“ Wieso meinst du, in der Katholischen Kirche gäbe es keine Zombies? Ist Jesus etwa nicht zu Ostern wieder auferstanden?“ (Sinngemäß aus der Erinnerung zitiert.) Ich fand das lustig, auch wenn die Definition von Zombies etwas hackt.

    «Die Menschen würden ja, wenn die Blauäugigen und Blondhaarigen aussterben, immer dümmer werden, wenn sie nicht zu einer Art Gescheitheit kommen würden, die unabhängig ist von der Blondheit.“

    Die Blond-Frage ist geklärt. Steiner zählt sich demnach zu denen, die bevor alle Blauäugigen und Blondhaarigen ausgestorben sind, zu einer Art Gescheitheit gekommen ist. Da hat er sich aber rangehalten. Na ja, und die Nazis haben auch dazu beigetragen, dass es mehr Blauäugige und Blondhaarige gab – Zuchthäuser unter dem Zeichen der Venus o. Eros? und Lager der Konzentration.

  • #135
    Johannes

    Ohne die obigen problemtatischen Zitate von Steiner entkräftigen zu wollen, hier ein paar antirassistische Zitate, die man gerechtigkeitshalber auch zur Kenntnis nehmen sollte:

    „Ein Mensch, der heute von dem Ideal von Rassen und Nationen und Stammeszusammengehörigkeiten spricht, der spricht von Niedergangsimpulsen der Menschheit.“ – Die spirituellen Hintergründe der äußeren Welt. Der Sturz der Geister der Finsternis (GA 177), S.205

    „Durch nichts wird sich die Menschheit mehr in den Niedergang hineinbringen, als wenn sich die Rassen-, Volks- und Blutsideale fortpflanzen.“ – Die spirituellen Hintergründe der äußeren Welt. Der Sturz der Geister der Finsternis (GA 177), S. 205f.

    „Unsere Gesellschaft vereint in einer gemeinsamen geistigen Strömung die Angehörigen der verschiedensten Rassen, Völker, die heute feindlich gegeneinander sind. […] Wir suchen das, was zerstreut war in der Welt, wiederum zu sammeln, und die Angehörigen der verschiedenen Nationen umfassen sich wieder brüderlich, werden Brüder innerhalb unserer Reihen.“ – während der ersten Wochen des Ersten Weltkriegs, am 13. September 1914, in: Mitteleuropa zwischen Ost und West (GA 174a), S. 21.

    „Das spricht sich in unserem ersten Grundsatz aus: einen Bruderbund zu gründen über die ganze Erde hin, ohne Rücksicht auf Rasse, Geschlecht, Farbe und so weiter.“ – Die Welträtsel und die Anthroposophie (GA 54), S. 52f.

    »So wie die Abgründe zwischen den einzelnen Nationen immer mehr und mehr verschwinden, so wie sich die einzelnen Teile der verschiedenen Nationen immer mehr und mehr verstehen, so werden sich auch andere Gruppenseelenhaftigkeiten abstreifen, und immer mehr wird das Individuelle des einzelnen Menschen in den Vordergrund treten. – So können wir sagen, innerhalb der Entwickelung der Menschheit verliert immer mehr und mehr der Begriff, worin sich die Gruppenseelenhaftigkeit am meisten ausdrückt, an Bedeutung, nämlich der Rassenbegriff. Deshalb ist es notwendig, dass diejenige Bewegung, welche die anthroposophische genannt wird, in ihrem Grundcharakter dieses Abstreifen des Rassencharakters aufnimmt, dass sie nämlich zu vereinigen sucht Menschen aus allen Rassen, aus allen Nationen und auf diese Weise überbrückt diese Differenzierung, diese Unterschiede, diese Abgründe, die zwischen den einzelnen Menschengruppen vorhanden sind.« Rudolf Steiner 1916 in: „Innere Entwicklungsimpulse der Menschheit – Goethe und die Krisis des 19. Jahrhunderts“ (GA 117), S. 151 f.

    „Wir sind als Menschen gleich […], einfach durch die Tatsache, dass wir alle Menschenantlitz tragen… Wir sind verschieden voneinander durch unsere individuellen Begabungen, die aber unserer Innerlichkeit angehören.“ – Geisteswissenschaftliche Behandlung sozialer und pädagogischer Fragen (GA 192), S. 39f.

    und hier zum Antisemitismus:

    „Der Antisemitismus ist ein Hohn auf allen Glauben an die Ideen. Er spricht v.a. der Idee Hohn, dass die Menschheit höher stehe als jede Form (Stamm, Rasse, Volk), in der sich die Menschheit auslebt.“ – Gesammelte Aufsätze zur Kultur- und Zeitgeschichte 1887–1901 (GA 31), S. 412.

    „Es ist doch einerlei, ob jemand Jude oder Germane ist… Das ist so einfach, dass man fast dumm ist, wenn man es sagt. Wie dumm muss man aber erst sein, wenn man das Gegenteil sagt!“ – Gesammelte Aufsätze zur Kultur- und Zeitgeschichte 1887–1901 (GA 31), S. 198f.

  • #136
    Andreas Lichte

    @ Johannes, der Anthroposoph

    Es geht nicht um einzelne, isolierte Zitate. Einzelne Zitate können Sie immer aus dem Zusammenhang reissen, den Sinn eines Steiner-Textes in sein Gegenteil verkehren. Beispiel, Zitat Rudolf Steiner:

    „Es ist einmal so beim Menschengeschlecht, daß die Menschen über die Erde hin eigentlich alle aufeinander angewiesen sind. Sie müssen einander helfen. Das ergibt sich schon aus ihrer Naturanlage.”

    – klingt nach: „Rudolf Steiner, der Menschenfreund“, nicht wahr?

    – klingt nach: „bei Rudolf Steiner sind alle gleich“

    Ist es aber nicht. Es ist das genaue Gegenteil: Rudolf Steiner, der Rassist. Hier der Zusammenhang:

    „Verarbeitet kann dann die Geschichte werden; aber Erfindungen selber, durch die sie das, was durch die Erfahrung mit der Außenwelt entspringt, verwenden, das können die Asiaten nicht machen.

    Zum Beispiel war es einmal so mit einem Schraubendampfer. Den haben die Japaner den Europäern abgeguckt, und nun wollten sie auch allein fahren. Vorher fuhren immer die Europäer und haben die Geschichte dirigiert. Nun wollten sie einmal allein fahren. Die englischen Ingenieure sind zurückgeblieben an der Küste. Plötzlich gerieten die Japaner draußen, die dann das Schiff geleitet haben, in helle Verzweiflung, denn das Dampfschiff drehte sich fortwährend um sich selber. Sie kriegten es nicht heraus, wie sie zu der Drehung die richtige Fortbewegung hinzubringen konnten. Die Europäer, die das wußten, die grinsten natürlich furchtbar am Ufer. Also dieses selbständige Denken, das der Europäer im Umgang mit der Umgebung entwickelt, das haben die Asiaten nicht. Die Japaner werden daher alle europäischen Erfindungen ausbilden; aber selber etwas ausdenken, das werden die Japaner nicht. Es ist einmal so beim Menschengeschlecht, daß die Menschen über die Erde hin eigentlich alle aufeinander angewiesen sind. Sie müssen einander helfen. Das ergibt sich schon aus ihrer Naturanlage.“

    Rudolf Steiner, „Vom Leben des Menschen und der Erde – Über das Wesen des Christentums“, GA 349, Dritter Vortrag, Dornach, 3. März 1923

    Der gesamte Vortrag: http://fvn-rs.net/index.php?option=com_content&view=article&id=3709:dritter-vortrag-dornach-3-maerz-1923&catid=247:ga-349-vom-lebens-des-menschen-und-erde-&Itemid=19

  • #137
    mamido

    „Das Projekt Anthroposophie“ | siehe http://www.anthroweb.info/

    Ich bin froh, dass ich mich mit dem Projekt der Anthroposophie nicht befassen muss und hoffe, dass das Lager der allzu versteinerten, ernsthaften/humorlosen Fraktion innerhalb der Anthroposophen bei diesem Projekt nicht die Majorität inne hat. Andererseits bin ich gespannt, ob ich das Ende dieses Projekts noch erleben darf – was ich nicht glaube. Dafür bewegt sich in der Anthroposophie zu wenig, warum auch immer.

    Egal. Es gibt viele festgefahrene, festgetretene, etablierte System; Anthroposophie ist eins davon, aus meiner Sicht. Jeder pickt sich hier seine Rosinen und da seine faulen Apfel raus, wie er es gerade braucht. Überlegen Sie (beide Lager an einen Tisch) wo Sie da Gemeinsamkeiten finden können, indem was sie wollen. Finden Sie heraus was weg muss, und schaffen Sie Platz für Neues. Viel Spaß beim Ausmisten und Neudenken. Staubtuch und Mundschutz nicht vergessen. (In den alten Grabstätten der Pharaonen haben sich einige was eingefangen und sich nicht immer daran gestorben.)

    Mein Tipp: Außenstehende können meist besser beurteilen was weg sollte.
    Scheiden tut weh, a-ber dein Schei-d-en macht … (passt zur Jahreszeit, gell)

  • #138
    “Das Projekt Anthroposophie” von Lorenzo Ravagli

    @ mamido

    du schreibst: „und hoffe, dass das Lager der allzu versteinerten, ernsthaften/humorlosen Fraktion innerhalb der Anthroposophen bei diesem Projekt – “Das Projekt Anthroposophie” – nicht die Majorität inne hat.“

    “Das Projekt Anthroposophie” wird von Lorenzo Ravagli verantwortet. Lorenzo Ravagli ist hardcore-Anthroposoph.

    Lorenzo Ravagli diffamiert Kritiker der Anthroposophie, auch wenn sie sehr moderat auftreten, wie beispielsweise Helmut Zander, siehe:

    „Kampf bis zur Erleuchtung

    Lorenzo Ravagli und der Glaubenskrieg der Anthroposophie gegen Helmut Zander.

    Frühjahr 2009. Als Antwort auf Helmut Zanders preisgekröntes Standardwerk “Anthroposophie in Deutschland” erscheint Lorenzo Ravaglis Schmähschrift “Zanders Erzählungen”. Im Vorwort sagt Dr. Walter Kugler, Leiter des Rudolf Steiner Archivs in Dornach, Ravagli habe das Ziel gehabt, “zu retten, was noch zu retten ist” und dabei Mut bewiesen. Zum Beispiel so:

    Ravagli beschuldigt Zander, dieser verfolge mit seiner publizistischen Tätigkeit zur Anthroposophie eine “verdeckte Agenda” [S. 24].

    Ravagli stellt Zander als “Enthüllungsjournalisten marxistischer Orientierung” dar, der “trotz seiner katholischen Vergangenheit einem marxistisch inspirierten, historischen Materialismus verpflichtet ist” [S. 35].

    Ravagli stellt klar, dass nicht etwa die Anthroposophie eine Sekte ist, sondern: „Zander als Eingeweihter einer trivialaufklärerischen Entmythologisierungtradition strebt wie alle Angehörigen von Wissenschaftssekten (sic!) danach, die Normativität seiner partikularen Rationalität zu universalisieren und alle Angehörigen abweichender Traditionen oder Diskursgemeinschaften als Ketzer zu stigmatisieren.“ [S. 372]

    Möchte jemand versuchen, das zusammenzufassen? Wie wäre es damit: Helmut Zander – ein katholisch-marxistischer, materialistischer Verschörer der Sekte Wissenschaft gegen die Anthroposophie?

    (…) weiter: http://www.ruhrbarone.de/kampf-bis-zur-erleuchtung/

  • #139
    “Das Projekt Anthroposophie” von Lorenzo Ravagli

    Lorenzo Ravagli hat mit Andreas Molau, damals NPD, ein gemeinsames Buch geschrieben. Siehe stern.de:

    „Waldorf-Pädagogik:

    Auf Tuchfühlung mit dem rechten Rand

    Die Waldorf-Bewegung in Deutschland muss sich derzeit des Vorwurfs erwehren, sie grenze sich zu wenig ab vom rassistischen Gedankengut ihres Gründers Rudolf Steiner. Jetzt hat einer ihrer führenden Denker auch noch ein Buchmanuskript mit einem NPD-Funktionär geschrieben – es aber vor der Veröffentlichung zurückgezogen. Von Sebastian Christ und Manuela Pfohl

    (…) Wie jetzt bekannt wurde, war Ravagli außerdem noch an einem fragwürdigen Buchprojekt beteiligt. Zusammen mit dem niedersächsischen NPD-Spitzenfunktionär Andreas Molau, einem ehemaligen Waldorf-Lehrer, hatte er ein Manuskript mit dem Titel „Falsche Propheten“ verfasst, in dem es um die Auseinandersetzung mit nationalistischem Gedankengut und den Lehren Steiners geht. Erst knapp vor der Präsentation auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober bekam Ravagli offenbar kalte Füße und zog seine Autorisierung zurück.

    (…) vollständiger Artikel: http://www.stern.de/politik/deutschland/waldorf-paedagogik-auf-tuchfuehlung-mit-dem-rechten-rand-602719.html

  • #140
    “Das Projekt Anthroposophie” von Lorenzo Ravagli

    siehe zu Lorenzo Ravagli auch den Eintrag von „Esowatch“:

    http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Lorenzo_Ravagli

  • #141
    steinerimbrett

    Heute endlich ist soweit, hat seine Gemeinde weit und breit
    Geschenke gemacht, die Waldorfnah, Demeterbreit und Weledadort
    sich sehen lassen können wie sonst lange nichts in Raum und Zeit:
    Lieber Doktor, 150 Jahre alt schon bist Du heut`!

    Meine Verehrung!, und auch ich will Dir ein Präsent überreichen,
    nimmt sich bescheiden aus, und doch muß es reichen,
    hab` noch versucht, es schleunigst in den Zug zu werfen,
    der als Steiner-Express vollgepackt mit epigonalen Reserven

    von Köln bis Kroatien die Haltesignale ignoriert, weil rot
    zu sehen das anthroposophische Gemüt bedeutend überfordert,
    kreative Heiterkeit dagegen, vom karmischen Gewissen geordert,
    den Schulungsweg freimacht, den schon Steiner nicht ohne finanzielle Not

    episch-ätherisch allessagend breitgetreten hat, um bereite Jünger zu schleifen:
    beheimatet in Goethe, bewandert in Golgatha und verendet in Wahrheit,
    aber egal, in diesem Zug fahren sie alle erste Klasse, was gefühlt auch vorher
    nie in Zweifel stand. Und mein Geschenk? Ach ja, tut mir fast ein bißchen Leid,

    es sind nur diese wenigen Zeilen hier, kein Kontrastprogramm zur Ausgabe gesamt
    des Herrn Doktor, dem noch jedes Wort versehentlich auf die Waagschale fiel,
    um wie lange nichts in Raum und Zeit sich
    führend und verführend Bahn zu brechen:

    Auch deshalb fährt dieser Zug zwischen Köln
    und Ewigem Leben, zwischen Weimar, Wunderbar und Immerdar.
    Hezlichen Glückwunsch Dir, der Du imaginäre Gleise verlegt hast bis nach
    Atlantis, um doch keine Pause einzulegen in wenig mehr als bißchen Verstand.
    Grüße auch von Ahriman: Leider kam er nur bis Dornach! Für eine Weiterreise
    bis hinein in die Gegenwart kam ihm abhanden der Doktor, seine rechte Hand,

    der nämlich sprudelte plötzlich über vor einer neuen Idee, die sich prima vertrug
    mit dem Verzicht auf Fußnote, Quellenangabe und ähnlichem Blabla:
    Ablösen schon bald sollte ihn der Herr zu Guttenberg, dem täuschendes Inventar
    und verführerisches Trara ähnlich nah am Herzen lag wie wie ihm dereinst selbst.
    Und wenn schon Karriere, dann bitteschön mit Doktortitel:
    Hat sich der akademische Eindruck erst einmal festgesetzt in den Köpfen der Gläubigen und Wähler, dann bleibt er auch da drin. Wahlweise als Verheißung
    zur Erlösung der Menschheit oder von Frau Merkel.

    Mit dieser letzten Idee, so sinnierte er großzügig, wolle er sich dann auch
    endgültig von uns verabschieden. Keine große Presse, kein Sonderzug,
    keine Esoterikmesse ihm zu Ehren mehr, nein: Zurückziehen in die Burg derer
    von und zu Guttenbergs, für Schloß Hamborn hatte er nurmehr ein müdes
    Lächeln übrig: Zwischen den Mauern nur ein lautes Amen, und auch sonst
    langanhaltendes Raunen, daß verzweifelt um echte Worte rang, die doch dabei längst mit den kritischen Geistern auf und davon waren.

    Das reimt sich jetzt alles nicht mehr? Stimmt! Aber mit welchem, wenn nicht diesem Geschenk könnte man näher an den Kern der Anthroposophie heranrücken?

    Nochmals Glückwunsch, Doktor Steiner! Und falls der Zug dann halt doch mal irgendwann entgleisen sollte, nur immer schön aufsagen: Soviele Menschen können nicht irren! Und wenn doch, können sie sich ja immer noch selbst bestätigen, daß die Demokratie halt doch nicht der Weisheit letzter Schrei ist…

  • #142
    Bordrestaurant des "Rudolf Steiner Express"

    @ steinerimbrett, #141

    Du hast was vergessen:

    Kocht im Bordrestaurant des „Rudolf Steiner Express“ ein Neger?

    “Die bessere Schule oder esoterischer Irrglaube?”, http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitreisen/1395925/

    “Z5: Zitator:
    Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn.”

    Rudolf Steiner, Chefkoch

  • Pingback: Waldorflehrer werden! – am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ | Ruhrbarone

  • #144
    Hollywood Tomfortas

    Lieber Andreas,

    Ich habe diesen Kommentar (#17) gerade bei deiner anderen ruhrbarone Seite gemacht.

    Aber vermutlich hat Stefan Lauren dort meinen Kommentar erlöschst. Also poste ich ihn hier. — Tom

    —————————–

    Lieber Andreas,

    Du hast uns diese Frage gestellt: „Ist Atlantis ein geographischer Raum oder ein Bewusstseinszustand?” Jetzt kommt ein wichtiges (obgleich nicht rein Waldorfpädagogisches) Malbuch über Atlantis für alle Waldorfkinder heraus!!!
    http://www.openwaldorf.com/atlantis.pdf

    Da du der weltweit führende Experte in Angelegenheiten von Bedeutung betreffend Atlantis, dann erwarten wir mit Spannung — geschweige denn atemlos — deine Rezension über dieses ziemlich seltsame Malbuch.

    (Darf ich dich erinnern dass du natürlich diese Sache überschlafen musst? Deswegen werden wir nicht bis morgen deine Antwort erwarten.)

    In Dankbarkeit bleibe ich dir treu als dein treu ergebener Guru!

    Tom Mellett
    Der einzig wahre Hollywood Tomfortas
    Hierophant to the Stars
    Los Angeles, California

  • #145
    Waldorflehrer werden! – am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“

    Unser Gastautor Andreas Lichte war als Experte zur Waldorfschule beim Deutschlandradio Kultur zu Gast. In der „Zeitreisen“-Sendung „Die bessere Schule oder esoterischer Irrglaube?“ am 23.2.2011 berichtete er auch von seinen Erfahrungen während seiner Ausbildung zum Waldorflehrer am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“. Hier eine Extended Version.

    (…) L. erlaubt sich die Frage: „Und was ist mit den Indianern Nordamerikas – der Puebloarchitektur? Oder dem Zelt der Nomadenvölker der großen Prärien?” „Die haben im großen Überblick keine Bedeutung, die Indianer waren schon eine absterbende Rasse”, ist die Antwort des Dozenten. „Eine absterbende Rasse, was meinen Sie damit, dass die Indianer von den Weißen aus ihrem angestammten Lebensraum verdrängt wurden?” „Nein, die Indianer waren schon vorher eine absterbende Rasse, ihnen fehlten die Voraussetzungen für eine kulturelle Höherentwicklung.”

    (…) L. fragt sich: „Wie war das mit den Indianern und den absterbenden Rassen? Und dem Blutbad in der sechsten Klasse?” Er weiß, für ihn steht die deutsche Standard-Ausrede: „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!” nicht mehr zur Verfügung.

    Ade Anthroposophie. Kein Wiedersehen in der Waldorf-Schule.

  • #146
    "Rudolf Steiner in Paris"

    “Rudolf Steiner in Paris

    Rudolf Steiner, der Jesus Christus des kleinen Mannes, ist in Paris gewesen und hat hier einen Vortrag gehalten. (…)

    Immer, wenn übersetzt wurde, dachte ich über diesen Menschen nach. Was für eine Zeit –! Ein Kerl etwa wie ein armer Schauspieler, der sommerabends zu Warnemünde, wenns regnet, im Kurhaus eine »Réunion« gibt, alles aus zweiter Hand, ärmlich, schlecht stilisiert … und das hat Anhänger –! Wie groß muß die Sehnsucht in den Massen sein, die verlorengegangene Religion zu ersetzen! Welche Zeit –! (…)”

    Kurt Tucholsky, “Rudolf Steiner in Paris”: http://www.textlog.de/tucholsky-rudolf-steiner.html

  • #147
    "Rudolf Steiner in Berlin"

    „Rudolf Steiner in Berlin

    Rudolf Steiner, der Jesus Christus des kleinen Mannes, ist in Berlin und hält hier Vorträge.

    Das „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ hat ihm dazu die Räume und die Stimmen gegeben: Mit tausend Zungen verkünden die Dozenten des Waldorf-Seminars die Botschaften ihres „Menschheitsführers“, die sie aus der geistigen Welt empfangen, bzw. aus der 370-bändigen Steiner-Gesamtausgabe.

    Das Publikum besteht aus angehenden Waldorf-Lehrern, in der Hauptsache verbogenen Menschen, die ihr Manko auf Steiner abgewälzt haben: Wenn aber eine den geliebten Arbeitsplatz nicht bekommen kann, Hartz-IV-Empfängerin ist, einer überhaupt unbefriedigt ist, so ist das noch kein Grund, in der Pädagogik herumzuschludern.

    Wir haben so etwas von unüberzeugten Menschen überhaupt noch nicht gesehen. Die ganze Dauer der Vorträge hindurch geht uns das nicht aus dem Kopf: Aber die glauben ja kein Wort von dem, was sie da sprechen! (Und da tun sie auch recht daran.)

    Wenn’s mulmig wird, retten sich die Dozenten in diese unendlichen Kopula, über die schon Schopenhauer so wettern konnte: das Fühlen, das Denken, das Wollen – das „Seelisch-Geistige“, das Sein. Je größer der Begriff, desto kleiner bekanntlich sein Inhalt – und die Dozenten hantieren mit Riesenbegriffen.

    Immer, wenn die Dozenten Steiners Botschaften aus der geistigen Welt übersetzen, denken wir über diese Menschen nach: Was für eine Zeit! Kerle, etwa wie arme Schauspieler, die sommerabends zu Dornach, wenn’s regnet, im „Goetheanum“ eine „Konferenz“ geben, alles aus zweiter Hand, ärmlich, schlecht stilisiert … und das hat Anhänger! Wie groß muss die Sehnsucht in den Massen sein, die verlorengegangene Religion zu ersetzen! Welche Zeit!

    Das sagen wir, ehemalige Seminaristen des „Seminars für Waldorfpädagogik Berlin“, die wir Augen- und Ohrenzeugen dieses Menschheitsspektakels geworden sind. Und das sagt Kurt Tucholsky, aus dessen Bericht „Rudolf Steiner in Paris“ die einleitenden Absätze fast wörtlich übernommen sind. Der einzig wirkliche Unterschied: Im „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ maßen sich die Dozenten Steiners Rolle an.

    Wir berichteten der Berliner Schulaufsicht über die dortige Steiner-Heiligenverehrung, über die dort vorgenommene ideologische Schulung, über eine durch und durch esoterische „Ausbildung“, die dem Berliner Schulgesetz Hohn spricht, Zitat: „§ 98 Genehmigung [von Privatschulen]:

    (3) Die Genehmigung ist … zu erteilen, wenn … 2. die Lehrkräfte eine wissenschaftliche Ausbildung und Prüfung nachweisen, die hinter der Ausbildung der Lehrkräfte an öffentlichen Schulen nicht zurücksteht, oder die wissenschaftliche Eignung der Lehrkräfte durch gleichwertige freie Leistungen nachgewiesen werden kann.“

    Wir teilten der Berliner Schulaufsicht übereinstimmend mit, dass am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ eine „wissenschaftliche Ausbildung“, wie sie das Gesetz fordert, nicht stattfindet.

    Die Antwort des Leiters der Berliner Schulaufsicht, Landesschulrat Hans-Jürgen Pokall: „Wie Sie wissen, ist die Bundesrepublik Deutschland an Schulen in freier Trägerschaft sehr interessiert, nicht nur wegen des Artikels 7 Grundgesetz, sondern vor allem, weil unsere Gesellschaft davon lebt, dass möglichst viele sich auch und gerade im Bildungsbereich mit eigenen Ideen und Initiativen beteiligen … Es ergibt sich aus unserer Sicht keine Notwendigkeit einer besonderen staatlichen Aufsichtspflicht.”

    An derzeit 206 deutschen Waldorfschulen kann also mit staatlichem Gütesiegel unterrichtet werden, was Kurt Tucholsky schon 1924 als Scharlatanerie entlarvte.

    Ein Vergleich mit dem Originaltext („Rudolf Steiner in Paris“, in: Deutsches Tempo, rororo, 1990, Seite 360ff.) sei dem Leser wärmstens empfohlen, auch weil Tucholsky noch weit mehr zu berichten hat, getreu dem Motto „zu wahr, um schön zu sein“.“

    Markus Beauchamp, Nicole Glocke und Andreas Lichte, „Rudolf Steiner in Berlin“, Novo-Magazin, Mai/Juni 2007, http://www.novo-magazin.de/88/novo8856.htm

  • #148
    mamido

    Vielleicht habt ihr das noch nicht gewusst:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Memphis-Misraïm-Ritus

    [ … Der Begründer der Anthroposophie, Rudolf Steiner, wird am 15. Juni 1907 zum amtierenden General-Großmeister des Ritus ernannt. Mit Beginn des 1. Weltkrieges löste Steiner den Memphis-Misraïm Ritus 1914 in Deutschland auf. …]

    http://www.fkpsych.de/psycho/anthroposophie.html

    […. Daneben war er ab 1905 Mitglied des freimaurerischen „Memphis-Misraim-Ritus“, einer obskuren Logenvereinigung, die der Leitung des selbsternannten „Sexualmagiers“ und Phallusanbeters Theodor Reuß (1855-1923) unterstand; 1906 wurde er zum stellvertretenden General-Großmeister des Ritus ernannt. Im gleichen Jahr konstituierte Reuß den sogenannten „Ordo Templi Orientis“ (O.T.O.), in dem es in erster Linie um „sexualmagische“ Praktiken und Inszenierungen ging….]

  • #149
    mamido

    [… Blavatsky stützte sich in ihren Auffassungen besonders auf Adolphe Franck22. Und auch Rudolf Steiner stellte die überholten Positionen von Adolphe Franck nicht in Frage. Im Gegenteil, er bezog sich des öfteren auf dessen Schriften, wie auch auf die Werke von Fabre d’Olivet23. Damit übernahm Steiner überlebte Positionen des 19.Jahrhunderts. Die fehlerhafte Hermeneutik, die sich dadurch ergibt, ist der Grund für Steiners bibeltheologische Aussagen. Und Steiners Bibeltheologie erregt bis heute den besonderen Widerspruch der Theologen24

    Bei Franck und d’Olivet findet man übrigens auch Ausführungen über eine Rassenlehre, welche besonders heute die Anthroposophie belasten: D’Olivet spricht im Anschluss zu seinen Ausführungen zur „Atlantis“ über „schwarze“, „rote“ und „weiße“ Rassen.- Hier findet man genau solche Aussagen, welche man in letzter Zeit bei Steiner besonders moniert hat und die ihm den Vorwurf eingetragen haben, er habe rassistische Äußerungen gemacht. ….]

    http://www.dilloo.de/occ.htm

    Steiners Quellen lagen im Okkultismus des 19. Jahrhunderts. Na ja, wo auch sonst.

  • #150
    Rudolf Steiner über Französisch

    Rudolf Steiner über Französisch:

    S. 278:

    „Einen Anfang kann sie [die Waldorfschule] nur machen durch jenes Verständnis, welches unsere Lehrerschaft entgegenbringt dem Charakter des Französischen, daß man es so behandelt, daß man sich bewußt ist, man bringt eigentlich eine Dekadenzerscheinung in die Schule hinein; das muß man nicht den Kindern sagen, aber man sollte sich schon darüber klar sein.“

    S. 282:

    „Was die französische Sprache aufrecht erhält, ist der Furor, das Blut der Franzosen. Die Sprache ist eigentlich tot, und sie wird als Leichnam fortgesprochen. Das ist am allerstärksten an der französischen Poesie des 19. Jahrhunderts hervorgetreten. Korrumpiert wird die Seele ganz sicher durch den Gebrauch der französischen Sprache. Sie gewinnt nichts als die Möglichkeit einer gewissen Phraseologie. Das wird auch übertragen auf andere Sprachen bei denjenigen, die das Französische mit Enthusiasmus sprechen.

    Es liegt dies vor, daß gegenwärtig die Franzosen dasjenige, was ihre Sprache als Leichnamssprache aufrechterhalten hat, das Blut, auch noch selbst verderben. Die schreckliche Kulturbrutalität der Verpflanzung der schwarzen Menschen nach Europa, es ist eine furcht bare Tat, die der Franzose an anderen tut. Sie wirkt in noch schlimmerer Weise auf Frankreich selbst zurück. Auf das Blut, auf die Rasse wirkt das unglaublich stark zurück. Das wird wesentlich die französische Dekadenz fördern. Das französische Volk als Rasse wird zurückgebracht.“

    Rudolf Steiner, „Konferenzen mit den Lehrern der Freien Waldorfschule 1919 bis 1924 – Konferenz vom Mittwoch 31. Januar 1923, 16–19 Uhr“, GA 300b

    kompletter Vortrag: http://fvn-rs.net/index.php?option=com_content&view=article&id=3010:konferenz-vom-mittwoch-31-januar-1923-16-19-uhr&catid=192:ga-300b-konferenzen-mit-den-lehrern-ii&Itemid=14

  • #151
    Trau dich doch

    Trau dich doch:

    Schwarz-Weiß-Konstruktionen im Rassebild Rudolf Steiners *
    von Jana Husmann-Kastein

    Zum Diskussionsstand
    Die in Deutschland geführte Diskussion um das anthroposophische Menschenbild Rudolf Steiners, die sich auf die Komplexe Antisemitismus und Rassismus bezieht, ist nicht neu. Sie hat in den letzten 15 Jahren eine zunehmende Diversifizierung erlangt. Die Kritik wurde zunächst verstärkt Anfang der 1990er Jahre in Auseinandersetzungen um den sogenannten Ökofaschismus formuliert und war in eine Debatte um Esoterik und Faschismus eingebunden. Dabei ging es auch im weiteren Verlauf um die Frage nach der Verknüpfung zwischen neognostischen Strömungen, Okkultismus und Ariosophie und den gesamtgesellschaftlichen Komplexen des Rassismus und Antisemitismus Ende des 19. / Anfang des 20. Jahrhunderts.1

    Jana
    Husmann-Kastein
    Neben der aufgestellten These, Steiners anthroposophischem Denksystem sei ein antisemitisches, rassistisches und völkisches Menschenbild inhärent, wurde zudem kritisiert, dieses würde in Teilen der aktuellen Waldorfpädagogik bis heute tradiert. In den Jahren 2000/2001 erreichte die Diskussion um Steiner und die aktuelle Waldorfpädagogik durch TV-Berichte, vor allem das ARD-Magazin „Report aus Mainz“ mit insgesamt drei Sendungen (vom 28.02.2000, 10.07.2000, 9.04.2001), eine größere Öffentlichkeit und Brisanz. Teil der öffentlichen Kritik waren hierbei Beschwerden von Eltern über Thesen zu ‚Rassen‘ und ‚Atlantis‘ in den Schulheften ihrer Kinder.2 Besonders brisant: Der damalige Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, bestätigte Berichte des TV-Magazins über Vorfälle von Antisemitismus an Waldorfschulen in Deutschland.3 Zudem stellte das Bundesfamilienministerium einen Antrag bei der Prüfstelle für jugendgefährdende Schriften, der sich nicht auf Steiners Werk, wohl aber auf die Publikation eines seiner Schüler bezog, nämlich das Werk von Ernst Uehli: „Atlantis und die Rätsel der Eiszeitkunst“ von 1936, das WaldorflehrerInnen auf einer Literaturliste für den Geschichtsunterricht der 5. Klasse empfohlen wurde. Der Titel wurde zurückgezogen, die Diskussion insgesamt jedoch verschärft. So wendete sich die Auseinandersetzung auch ins Juristische. Es kam zu juristischen Schritten des „Bundes der Freien Waldorfschulen“ u.a. gegen „Report aus Mainz“ 2000/2001 und die Vereinigung „Aktion Kinder des Holocaust“, die sich ebenfalls rassismuskritisch geäußert hatte.4 Erst kürzlich wurde die Rassismuskritik in den Medien erneut breiter aufgegriffen und kontrovers diskutiert.5

    – – – – –
    * Der Artikel basiert weitgehend auf meinem Vortragsmanuskript für den Studientag des Pfarramts für Sekten- und Weltanschauungsfragen der EKBO, der für den 10.-11.02.2006 geplant war.

    1 Rassismus- und Antisemitismus-kritische Veröffentlichungen zur Theosophie und Anthroposophie liegen u.a. vor von: Barth, Claudia: Über alles in der Welt: Esoterik und Leitkultur. Eine Einführung in die Kritik irrationaler Welterklärungen. Alibri Verlag, Aschaffenburg 2003; Bierl, Peter: Wurzelrassen, Erzengel und Volksgeister. Die Anthroposophie Rudolf Steiners und die Waldorfpädagogik. Konkret Literatur Verlag, Hamburg 1999; Ditfurth, Jutta: Entspannt in die Barbarei. Esoterik, (Öko-)Faschismus und Biozentrismus. Konkret Literatur Verlag, Hamburg 1996; Ditfurth, Jutta: Feuer in die Herzen. Plädoyer für eine ökologische Linke Opposition. Carlsen Verlag, Hamburg 1992; Geden, Oliver: Rechte Ökologie. Umweltschutz zwischen Emanzipation und Faschismus. Elefanten Press. 2. Aufl. Berlin 1999; Grandt, Guido / Grandt, Michael: Schwarzbuch Anthroposophie. Rudolf Steiners okkult-rassistische Weltanschauung. Ueberreuter Verlag, Wien 1997; Körner-Wellershaus, Ilas: Sozialer Heilsweg Anthroposophie. Eine Studie zur Geschichte der sozialen Dreigliederung Rudolf Steiners unter besonderer Berücksichtigung der anthroposophischen Geisteswissenschaft. Inauguraldissertation zur Erlangung der Doktorwürde. Vorgelegt der Philosophischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn. VDG, Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaft. Bonn 1994 (1993); Let, Petrus van der: Bedenkliche Ansichten Rudolf Steiners über Rassen. In: TANGRAM. Bulletin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus EKR, Bern, Nr.6, März 1999, S.50-56, www.infosekta.ch/is5/gruppen/anthroposophie1999.html ;
    Strohm, Harald: Die Gnosis und der Nationalsozialismus. Suhrkamp Verlag, Frankfurt a.M. 1997; Zander, Helmut: Anthroposophische Rassentheorie: Der Geist auf dem Weg durch die Rassengeschichte. In: Schnurbein, Stefanie von / Ulbricht, Justus H. (Hrsg.): Völkische Religion und Krisen der Moderne. Entwürfe ‚arteigener‘ Glaubenssysteme seit der Jahrhundertwende. Königshausen & Neumann Verlag, Würzburg 2001, S.292-341; sowie diverse Artikel der Vereinigung „Aktion Kinder des Holocaust“, u.a. von Samuel Althof und Fritz Imhof,
    im Internet: www.akdh.ch/index1.html .
    2 Vgl. u.a. Sybille Jacobs von der „Initiative zur Anthroposophie-Kritik“ Augsburg. In: Report aus Mainz, Sendung vom 28.02.2000. Transskription der Sendung unter: www.akdh.ch/ps/ps_report.html .
    3 Vgl. die Sendung „Wortwechsel“ des Südwestfernsehens (SWR) am 19.03.2000; Vgl. www.akdh.ch/ps/ps_report.html .
    4 Vgl. www.akdh.ch/ps/ps_report.html .
    5 Vgl. u.a. „Waldorfschulen in Sektennähe?“ (rbb-Kulturradio, Zeitpunkte, 04.02.06); „Von Ariern und primitiven Rassen – Steiners Lehren und die Waldorfschulen“ (ZDF, Frontal 21, 18.04.06; Wdh. 3SAT, Kulturzeit, 19.04.06); „Rassismusvorwürfe gegen Waldorfschulen“ (Deutschlandfunk, DLF-Magazin, 27.4.06).
    6 Vgl. dpa-Meldung „Rassismusvorwurf zurückgewiesen“. dpa: 22.03.2000.

    Abwehr der Kritik in Deutschland
    Der „Bund der Freien Waldorfschulen“ hat entsprechend, wie 2000 durch die dpa gemeldet, die „Rassismus- und Antisemitismus-Vorwürfe vehement zurückgewiesen.“6 Ähnliche Reaktionen gab es bereits 1995 in den „Mitteilungen der Anthroposophischen Gesellschaft“. Für eine abwehrende Haltung gegenüber der Antisemitismus- und Rassismuskritik stehen auch neuere anthroposophische Publikationen.7 Auf der aktuellen Webpage des „Bundes der freien Waldorfschulen“ heißt es in einer Buchpräsentation 2005: „Ein vernichtenderer Vorwurf als der des Rassismus kann heute kaum erhoben werden – und das zu Recht. (…) Im Falle der Waldorfschulen und ihres Gründers Rudolf Steiner entbehrt ein solcher Vorwurf jeder Grundlage.“8

    Zielsetzung
    Im Folgenden werde ich nicht dem Anspruch nachkommen, die heutige Waldorfpädagogik an sich zu beurteilen oder spezielle aktuelle Vorkommnisse von Rassismus und Antisemitismus an Waldorfschulen aufzuzeigen. Ebenso wenig geht es mir darum, allen Waldorfschulen, geschweige denn allen WaldorflehrerInnen einen gezielten Rassismus zu unterstellen. Ich beschränke den Blick auf Steiners Werk. Damit wird jedoch zugleich der nach wie vor offizielle Gründungsvater der heutigen anthroposophischen Vereinigungen und Waldorfschulen betrachtet. Hierzu möchte ich meine Grundeinschätzung, die sich aus meinen Recherchen ergibt, gleich vorweg stellen: Es gibt offenen Rassismus in Steiners Werk und Steiner entwickelt verschiedene rassentheoretische Modelle. Bevor ich darauf näher eingehe, möchte ich aber auch einige, von anthroposophischer Seite formulierte Gegenargumente benennen.

    Argumente gegen den Rassismusund Antisemitismusvorwurf
    Die Verteidigung Steiners gründet maßgeblich auf folgenden Thesen:
    1) Steiners Rasseverständnis sei nicht biologisch bzw. biologistisch begründet, sondern beschreibe ein Entwicklungsmodell von geschichtlichen Zeitaltern und Kulturepochen.9
    2) Die Anthroposophen seien im Nationalsozialismus verfolgt worden. Dies bezieht sich auf das Verbot aller anthroposophischen Einrichtungen durch das Reichssicherheitshauptamt der SS 1941.
    3) Es wird auf den Bericht der niederländisch anthroposophischen Untersuchungskommission von 1998 verwiesen, nachdem ’nur‘ 62 Stellen hinsichtlich des Rassismus problematisch seien – das sei verhältnismäßig wenig und entsprechend harmlos.10
    4) Die von den KritikerInnen aufgeführten Zitate Steiners seien aus dem Kontext gerissen.11
    5) Die Zitate stammten vor allem aus Vorträgen von Steiner, die er nicht selbst korrigiert habe.
    6) Nicht-Anthroposophen könnten die Werke Steiners nicht verstehen, interpretieren bzw. einschätzen, wenn sie diese nur ‚materialistisch‘ betrachteten.12
    7) Die KritikerInnen seien karmisch nicht weit genug entwickelt.13
    8) Die Antisemitismus-Kritik wird durch den Verweis auf Waldorfpädagogik in Israel abgewehrt.14
    9) Es werden Aussagen Steiners gegen Antisemitismus angeführt. Hierbei wird sich vor allem auf Aufsätze Steiners aus der Zeit zwischen 1897-1901 bezogen.15
    Mich wundert es als historisch arbeitende Kulturwissenschaftlerin weniger, dass es Rassismus, (rassistischen) Antisemitismus und rassentheoretische Modelle im Werk Steiners gibt, als die mehr oder minder durchgängige Verweigerung, dies heute als solches zu benennen und kritisch zu reflektieren. Das mag nicht für alle VertreterInnen der Anthroposophie und Waldorfpädagogik gelten – und das will ich hiermit nochmals deutlich herausstellen – aber eben doch für den Großteil der öffentlichen Stellungnahmen. Was die Beschäftigung mit Steiners Werk selbst betrifft – und darum wird es im Folgenden gehen – so möchte ich im Vorfeld meine Fragestellung zuspitzen und einige Eckpunkte zur historischen und sozio-kulturellen Situierung Steiners thematisieren.

    Zeit und Quellen
    Ich beschränke die Perspektive zeitlich auf Steiners Wende zur Theosophie und seine nachfolgend gegründete Anthroposophie Anfang des 20. Jahrhunderts.
    Zu den Quellen: In der Tat handelt es sich maßgeblich, wenn auch nicht ausschließlich, um Vorträge bzw. Vortragssammlungen, insbesondere aus den Jahren 1908-10, 1915, 1920-23, die sich rassentheoretisch als relevant erweisen. Das Argument, die Vorträge seien von Steiner nicht korrigiert worden, ist nur bedingt haltbar, denn sie erscheinen schließlich unter seinem Namen und werden von der Nachlassverwaltung als solche vertrieben. Anzumerken ist dabei, dass unter anderem der Vortragszyklus: „Die Mission einzelner Volksseelen“ von 1910, der sich hinsichtlich von Steiners Rasseverständnis als besonders ergiebig erweist, von Steiner selbst autorisiert wurde, worauf mich Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen Berlin-Brandenburg, freundlicherweise noch einmal hinwies.16 Insgesamt handelt es sich nicht um einige wenige ‚unwichtige‘ Schriften, in denen Steiner die Kategorie ‚Rasse‘ verhandelt.17 Ich werde mich jedoch auf einige wenige beispielhafte Ausschnitte beschränken.
    – – – – –
    7 Vgl. u.a. Bader, Hans-Jürgen / Leist, Manfred / Ravagli, Lorenzo: Rassenideale sind der Niedergang der Menschheit. Anthroposophie und der Antisemitismusvorwurf. Verlag Freies Geistesleben. Zweite, neubearbeitete Auflage. 2005;
    8 Kurzbeschreibung zum Buch von Bader, Hans-Jürgen / Ravagli, Lorenzo: Rassenideale sind der Niedergang der Menschheit. Anthroposophie und der Rassismusvorwurf. Verlag Freies Geistesleben. Zweite, neubearbeitete Auflage 2005. http://waldorfschule.info/upload/pdf/rassismus_flyer.pdf.
    9 Vgl. u.a. Lindenberg, Christoph: Zu der Tendenz und Technik der Ausführungen von Petrus van der Let. http://www.infosekta.ch/is5/gruppen/anthroposophie1999.html;
    Lindenberg nimmt dabei u.a. Bezug auf die Einschätzung des (NS-) Philosophen Alfred Bäumler von 1938, der die Anthroposophie als „eines der konsequentesten antibiologischen Systeme“ bezeichnet hatte. Vgl. Baeumler, Alfred: Rudolf Steiner und die Philosophie, Berlin, 1938. In: Werner, Uwe: Anthroposophie in der Zeit des Nationalsozialismus. Oldenbourg, München 1999.
    10 Vgl. u.a. Lindenberg, Christoph: Zu der Tendenz und Technik der Ausführungen von Petrus van der Let. http://www.infosekta.ch/is5/gruppen/anthroposophie1999.html.
    11 ebenda
    12 Vgl. u.a. Untersuchungskommission ‚Anthroposophie und die Frage der Rassen‘ (Hrsg.): Anthroposophie und die Frage der Rassen. Zwischenbericht der niederländischen Untersuchungskommission. Gekürzte und überarbeitete Übersetzung. Autorisierte Übersetzung: Ramon Brüll. Info3 Verlag, Frankfurt a.M. 1998,S.181.
    13 Vgl. kritisch dazu u.a. Bierl, Peter: Wurzelrassen, Erzengel und Volksgeister. Die Anthroposophie Rudolf Steiners und die Waldorfpädagogik. Konkret Literatur Verlag, Hamburg 1999, S.9f.
    14 Vgl. u.a. Hardorp, Detlef: Waldorfpädagogik und Judentum. In: Anthroposophie in der TAZ. EXKLUSIV im WALDORF.NET. http://www.waldorf.net/judentum.htm , ungekürzte Fassung des Artikel: Steiner und das Judentum. In: TAZ, 13./14.05.2000.
    15 Vgl. Steiner, Rudolf: Gesammelte Aufsätze zur Kultur und Zeitgeschichte 1897-1901. (GA 31); Vgl. Ravagli, Lorenzo: Rudolf Steiner als aktiver Gegner des Antisemitismus. www.waldorf-schule.de/aktuell/Ravagli-Aufsatz.htm ; Recherche-Stand 11.12.2001.
    16 Den Hinweis gab mir Detlef Hardorp in einer e-mail vom 05.02.2006.
    17 Vgl. u.a. Steiner Rudolf: Die Apokalypse des Johannes (GA 104), Vortrag vom 21. Juni 1908; Steiner, Rudolf: Aus der Akasha-Chronik. Aufsätze 1904-1908 (GA 11); Steiner, Rudolf: Geisteswissenschaftliche Menschenkunde. Neunzehn Vorträge, gehalten in Berlin vom 19. Oktober bis 17. Juni 1909 (GA 107), Vortrag vom 3. Mai 1909; Steiner, Rudolf: Christologie. Anthroposophie – ein Weg zum Christusverständnis. Vorträge, ausgewählt und herausgegeben von Heten Wilkens. Verlag Freies Geistesleben. Stuttgart 1986, Vortrag vom 16./17.04.1912; Steiner, Rudolf: Die Geheimwissenschaft im Umriss. 1923 (GA 13); Steiner, Rudolf: Die geistigen Hintergründe des ersten Weltkrieges. 16 Vorträge, Stuttgart 1914-1918 und 1921 (GA 174b), Vortrag vom 13.02.1915; Steiner, Rudolf: Das Johannes-Evangelium (GA 103), Vortrag vom 30.05.1908; Steiner, Rudolf: Die Mission der einzelnen Volksseelen im Zusammenhang mit der germanisch-nordischen Mythologie. Vorträge 1910 (GA 121); Steiner, Rudolf: Der Orient im Lichte des Okzidents (GA 113), Vortrag vom 27.08.1909; Steiner, Rudolf: Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre. Achtzehn Vorträge, gehalten vor den Arbeitern am Goetheanumbau in Dornach vom 19. Oktober 1922 bis 10. Februar 1923 (GA 348 / TB 722), Vortrag vom 13. Dezember 1922; Steiner, Rudolf: Vom Leben des Menschen und der Erde, Über das Wesen des Christentums. 13 Vorträge gehalten vor den Arbeitern am Goetheanumbau in Dornach vom 17. Februar bis 9. Mai 1923 (GA 349 / TB 723), Vortrag vom 03.03.1923; Steiner, Rudolf: Die Brücke zwischen der Weltgeistigkeit und dem Physischen des Menschen (GA 202), Vortrag vom 14.12.1920; Steiner, Rudolf: WELT, ERDE UND MENSCH, deren Wesen und Entwicklung, sowie ihre Spiegelung in dem Zusammenhang zwischen ägyptischem Mythos und gegenwärtiger Kultur. Ein Vortragszyklus, gehalten in Stuttgart vom 4. bis 16. August 1908 (GA 105); Steiner, Rudolf: Die Welträtsel und die Anthroposophie. Zweiundzwanzig öffentliche Vorträge, gehalten zwischen dem 5. Oktober 1905 und 3. Mai 1906 im Architektenhaus zu Berlin (GA 54), Vortrag vom 9.11.1905.

    Zur historische Situierung Steiners und zur Geschichte des rassentheoretischen Denkens
    Steiner agiert und schreibt zu einer Zeit, in der auf wissenschaftlicher wie auf gesellschaftspolitischer Ebene die Eugenik, der Sozialdarwinismus und das rassentheoretische Denken nicht nur ’salonfähig‘, sondern zutiefst gesellschaftlich verankert sind, und diesem dominanten, antisemitischen und kolonialistisch-rassistischen ‚Zeitgeist‘ geht wiederum eine lange Tradition des europäischen Kolonialismus und Antisemitismus voraus. Aus dieser vereinfachten und groben gesellschaftlichen Situationsbeschreibung ergibt sich für die Analyse meines Erachtens jedoch keine Relativierung, sondern vielmehr eine notwendige Differenzierung des rassentheoretischen Denkens. Das Besondere an Steiners rassentheoretischen Ansätzen ist seine kosmologische, spiritualistische oder auch okkulte Herleitung, die sich an theosophische Vorläufer anlehnt und die sich zugleich mit biologistischen Konstruktionen verbindet. Auch lässt sich sein Evolutionsmodell der Menschheit dem strukturellen Entwicklungsgedanken nach mit den evolutionistischen Modellen seiner Zeit in Beziehung setzen.18

    Nähere Fragestellung und Ausgangsthesen
    Was mich übergeordnet an Steiners Rassenmodellen im Vergleich mit naturphilosophischen wie positivistisch naturwissenschaftlichen Rassentheorien besonders interessiert, ist die Frage nach dem Verhältnis von Religion und Wissenschaft bzw. von religiösen Traditionen und ihrer Verwissenschaftlichung und Verweltlichung. Was heißt das? Das heißt zunächst, dass ich davon ausgehe, dass das rassentheoretische Denken ein Produkt der Moderne, also ein Produkt des europäischen Säkularisierungsprozesses ist. Säkularisierung, also den Prozess der Verweltlichung, der sich mit der Aufklärung konkretisiert, verstehe ich dabei in Anlehnung an verschiedene kulturtheoretische Arbeiten jedoch nicht nur als eine Ablösung vom religiösen Denken, sondern vielmehr als Verweltlichung und Verwissenschaftlichung religiöser und symbolischer Denkstrukturen.19 In Bezug auf die Geschichte der Rassentheorie heißt das: Die rassentheoretischen Modelle sind nicht nur imaginäre, abstrakte Konstruktionen – wie etwa das dominante, im 18. Jahrhundert entwickelte Modell der vier Hauptrassen mit seiner abstrakten Farbsystematik – der Einteilung in weiße, schwarze, rote und gelbe Menschen – zeigt. Sondern in die rassentheoretischen Konstruktionen fließen religiöse und symbolische Traditionen des Abendlandes strukturell ein, die auf die eine oder andere Weise verweltlicht und verwissenschaftlicht werden. Besonders anschaulich hat dies der Historiker Sander L. Gilman in Bezug auf die rassentheoretische Konstruktion des Juden herausgearbeitet. Er verweist darauf, dass sich die farbsymbolisch relevante Konstruktion des Juden als ‚Bastardrasse‘ mit ’schwarzem Blut‘, wie sie sich Ende des 19. Jahrhunderts etwa im antisemitischen Werk von Houston Stewart Chamberlain findet, der kulturellen ‚Logik‘ nach an die historisch vorangegangenen, christlich antijudaistischen Bilder der „schwarzen Synagoge“ anbinden lassen.20 Ähnlich argumentiert die Kulturwissenschaftlerin Christina von Braun, wenn sie herausstellt, dass der ‚Arier‘ als Gottmensch und der ‚Jude‘ als Satansmensch konstruiert werden.21 Das heißt, dass Gott wie auch Satan als ursprünglich symbolische, religiöse ‚Figuren‘ in der Rassentheorie eine menschliche Gestalt annehmen, und in diesem Sinne verweltlicht werden. Es vollzieht sich demnach quasi eine ‚kulturelle Menschwerdung Gottes‘ und seines Gegenspielers im rassentheoretischen Denken – und diese Konstruktion ist entsprechend schwarz-weiß-symbolisch codiert. Insgesamt geht es mir darum – wenn auch hier stark verkürzt – herauszustellen, dass die rassentheoretischen Konstruktionen – ihren Anfängen nach und welcher Art auch immer – zutiefst dualistisch strukturiert sind. Dies zeigt sich nicht nur in der Gegenüberstellung vom ‚Arier‘ und ‚Juden‘, sondern auch in der übergeordneten Polarisierung von Weißen und Nicht-Weißen, welche die Hautfarbensystematik durchzieht. Dem rassentheoretischen Denken liegt entsprechend ein Schwarz-Weiß-Schema zugrunde, in dem sich antike mythologische und religiöse Traditionen der Schwarz-Weiß-Symbolik des Abendlandes auf vielfältige Weise einschreiben. Diese dualistischen, farbsymbolischen Traditionen des Abendlandes lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:
    Vom weiß symbolisierten Lichtgott Zeus über den unsichtbaren Schöpfergott der hebräischen Bibel, von Jesus Christus als ‚Weiß-Färber‘ und ‚Licht der Welt‘ bis zum lichten Pneuma der Gnosis – die Farbe Weiß als Symbol des Lichts ist in der abendländischen Tradition mit Geist und Männlichkeit assoziiert und findet ihren Gegenpol in der durch die Farbe Schwarz und durch Weiblichkeit symbolisierten irdischen Materie. Das grundlegende symbolische Zuordnungsschema des Abendlandes lautet: Schwarz – Weiblichkeit – Materie versus Weiß – Männlichkeit – Geist. An diese Grundstruktur gliedert sich ein komplexes Symbolsystem abstrakter Prinzipien an.
    – – – – –
    18 Vgl. u.a. Ute Siebert: Offener Brief an Lorenzo Ravagli und Leserbrief in der TAZ vom 20.03.2001, als Reaktion auf TAZ/Bildung, 14.03.2001, S.16, „Warten und weiterlesen“ von Christian Füller und „Der Antisemitismus war ihm zu ordinär“ von Lorenzo Ravagli; Vgl. Zander, Helmut: Anthroposophische Rassentheorie: Der Geist auf dem Weg durch die Rassengeschichte. In: Schnurbein, Stefanie von / Ulbricht, Justus H. (Hrsg.): Völkische Religion und Krisen der Moderne. Entwürfe ‚arteigener‘ Glaubenssysteme seit der Jahrhundertwende. Königshausen & Neumann Verlag, Würzburg 2001, S.314-316.
    19 Vgl. u.a. Braun, Christina von: Versuch über den Schwindel. Religion, Schrift, Bild, Geschlecht. Pendo Verlag, Zürich/München 2001, S.437f.
    20 Vgl. Gilman, Sander L.: Rasse, Sexualität und Seuche. Stereotype aus der Innenwelt der westlichen Kultur. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 1992, S.26.
    21 Braun, Christina von: Und der Feind ist Fleisch geworden. Der rassistische Antisemitismus. In: Braun, Christina von/Heid, Ludger: Der ewige Judenhaß. Philo Verlag, 2. Aufl., Berlin/Wien 2000, S.149-213, 172.

    In der Konstruktion Europäer versus Außereuropäer22 verweltlicht sich diese symbolische Struktur in der Inszenierung vom Kultur- versus Naturmenschen.
    Das Hautfarbenschema selbst wird durch die symbolischen Traditionen strukturiert, das heißt, dass die (christlichen) Europäer dezidiert weiß, Afrikaner dezidiert schwarz und andere Außereuropäer anderweitig ‚bunt‘, auf jedenfall nicht-weiß wurden, hat weniger mit den unterschiedlichen Graden von Pigmentierung zu tun, als mit einer kulturellen Logik der farbsymbolischen Traditionen. Das bedeutet in Bezug auf die Konstruktion von Weißsein: der Prozess der ‚kulturellen Menschwerdung Gottes‘, wie er im Konstrukt vom Arier als Gottmenschen offensichtlich wird, ist bereits mit den Ursprüngen und Vorläufern des rassentheoretischen Denkens verknüpft.
    Meine These lautet entsprechend: Die Konstruktion dezidiert ‚weißer‘ Haut ergibt sich im Zuge des Säkularisierungsprozesses, in dem sich der Europäer allmählich diskursiv die Attribute Gottes aneignet, maßgeblich das ‚Licht der göttlichen Vernunft‘ und entsprechend die farbsymbolische Weiß-heit Gottes und Christi. Diese symbolischen Codierungen werden im Verwissenschaftlichungsprozess rassentheoretischer Farbgebung biologisiert und finden im Konstrukt der weißen Haut ihre Verweltlichung und Materialisierung. Ende 19. Jahrhundert sind diese symbolischen Traditionen und diskursiven Verweltlichungsprozesse in gewisser Weise bereits ‚unsichtbar‘ geworden, d.h. ‚Rasse‘ gilt als ‚Naturwahrheit‘, die Hautfarbensystematik als neutrale Beschreibung. Auf diesen säkularen Konstruktionen basieren auch die okkultistischen und spiritualistischen Rassenkonstruktionen. Hier lassen sich jedoch – so meine Ausgangsthese am Beispiel Steiners – die symbolischen Traditionen deutlich ablesen: In Steiners ‚kosmologischen‘, spiritualistischen und okkulten Begründungsstrategien kommt es zu einer Re-Spiritualisierung der Hautfarben und zu einer Mythologisierung des Rassebegriffs.
    Ziel ist im Folgenden nicht die Aufzählung von diskriminierenden Aussagen zum rassistisch markierten ‚Anderen‘, sondern die beispielhafte Verdeutlichung dieser strukturellen Dimensionen rassentheoretischer Konstruktionen. Dabei fokussiere ich die Konstruktion von Weißsein als Ausgangsnorm. In der Analyse konzentriere ich mich auf den Hautfarbendiskurs.23

    Steiners Rassensystematiken – Überblick
    Doppeldeutigkeit von Steiners Rassebegriff
    In der Auseinandersetzung mit Steiners Rasseverständnis gilt es zunächst, zwei Ebenen zu unterscheiden: Erstens versteht Steiner ‚Rasse‘ als eine der heutigen Menschheit übergeordnete Kategorie, ‚Rasse‘ erscheint hier als Einteilungskategorie in verschiedene Zeitalter und ‚Menschheitsstadien‘. Dafür steht das sogenannte ‚Wurzelrassensystem‘, das Steiner weitgehend von der Theosophin und Okkultistin Helena P. Blavatsky übernimmt,24 wie in der kritischen Sekundärliteratur bereits verschiedentlich dokumentiert wurde. In diesem Evolutionsmodell entwickelt sich der Mensch nach Steiner überhaupt erst zu seiner heutigen physischen und seelischen Gestalt. Es beinhaltet einen Prozess vom Geistkörper zum physisch festen Körper, zur ‚Verknöcherung‘.25 Der Begriff der „Arischen Wurzelrasse“ beschreibt hier eine mehrere Epochen umfassende Kategorie. Die heutige Menschheit wird im siebengliedrigen System eingeordnet in die „5. Nachatlantische Kulturepoche“ (1413-3573).
    – – – – –
    22 Der Begriff ‚Außereuropäer‘ stellt eine begriffliche Notlösung dar. Er beinhaltet die Problematik einer Reinszenierung der eurozentrischen Struktur von Zentrum und Peripherie, wie sie auch der begrifflichen Gegenüberstellung Weiß versus Nicht-Weiß eingeschrieben ist. Hier wird der Begriff dennoch verwendet, gerade um die eurozentrischen Konstruktionsprozesse beschreiben zu können.
    23 Steiners Konstruktion des Juden und der Kategorie Nation werde ich aussparen. Auf die geschlechtssymbolischen Codierungen der Schwarz-Weiß-Symbolik habe ich bereits hingewiesen. Diese werde ich hier jedoch nicht dezidiert verhandeln. Das heißt auch, ich werde auf den sogenannten geschlechtsspezifisch konstruierten Rassismus nicht näher eingehen. Mit den Schwarz-Weiß-Konstruktionen ist die Geschlechtssymbolik jedoch fundamental verknüpft.
    24 Vgl. Blavatsky, Helena Petrowna: Die Geheimlehre. Gekürzte Ausgabe. Hrsg. v. Elizabeth Preston und Christmas Humphreys. Unter Benützung der Übersetzung des Gesamtwerkes von Dr. Lothar Froebe neu übersetzt und bearbeitet von Dr. Norbert Lauppert. ADYAR Theosophische Verlagsgesellschaft. Satteldorf 1973 (1888); Vgl. u.a. Steiner, Rudolf: Aus der Akasha-Chronik. Aufsätze 1904-1908. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1995 (GA 11); Steiner, Rudolf: Die Geheimwissenschaft im Umriss. 16.-20. Aufl. Philosophisch-Anthroposophischer Verlag am Goetheanum. Dornach / Schweiz 1925 (1923) (GA 13); Steiner, Rudolf: Welt, Erde und Mensch, deren Wesen und Entwicklung, sowie ihre Spiegelung in dem Zusammenhang zwischen ägyptischem Mythos und gegenwärtiger Kultur. Ein Vortragszyklus, gehalten in Stuttgart vom 4.-6. August 1908. Novalis Verlag, Freiburg im Breisgau 1956 (GA 105).
    25 „Denken wir uns ein gewisses atlantisches Menschenstadium, wo der Mensch schon entgegengeht seiner späteren Verhärtung in den Knochenleib hinein.“ Steiner, Rudolf: Welt, Erde und Mensch, deren Wesen und Entwicklung, sowie ihre Spiegelung in dem Zusammenhang zwischen ägyptischem Mythos und gegenwärtiger Kultur. Ein Vortragszyklus, gehalten in Stuttgart vom 4.-6. August 1908. Novalis Verlag, Freiburg im Breisgau 1956 (GA 105), Vortrag vom 10.08.1908, S.106.

    Zeitalter und Kulturepochen, „Wurzel“- und „Unterrassen“ – Überblick 26
    Planetarische Verkörperungen der Erde
    1. Saturnzustand / Der alte Saturn
    2. Sonnenzustand / Die alte Sonne
    3. Mondenzustand / Der alte Mond
    4. Erdenzustand / Die Erde

    Zeitalter der Erde / Wurzel- und Unterrassen:
    1.Polarisches Zeitalter / Polarische Wurzelrasse
    2. Hyperboräisches Zeitalter / Hyperboräische Wurzelrasse
    3. Lemurisches Zeitalter / Lemurische Wurzelrasse
    4. Atlantisches Zeitalter
    – 1. Atlantische Kulturepoche / 1. Unterrasse / Rmoahls
    – 2. Atlantische Kulturepoche / 2. Unterrasse / Tlavatli-Völker
    – 3. Atlantische Kulturepoche / 3. Unterrasse / Tolteken
    – 4. Atlantische Kulturepoche / 4. Unterrasse / Ur-Turanier
    – 5. Atlantische Kulturepoche / 5. Unterrasse / Ur-Semiten
    – 6. Atlantische Kulturepoche / 6. Unterrasse / Akkadier
    – 7. Atlantische Kulturepoche / 7. Unterrasse / Mongolen
    5. Nachatlantisches Zeitalter / Arische Wurzelrasse
    1. Nachatlantische Kulturepoche / Altindische Unterrasse (7227-5067 v.Ch.)
    2. Nachatlantische Kulturepoche / Urpersische Unterrasse (5067-2907 v.Ch.)
    3. Nachatlantische Kulturepoche / Ägyptisch-chaldäische Unterrasse (2907-747 v.Ch.)
    4. Nachatlantische Kulturepoche / Griechisch-lateinische Unterrasse (747 v. Ch.-1413 n.Ch.)
    5. Nachatlantische Kulturepoche / 5. Nachatlantische Unterrasse (1413-3573 n.Ch.)
    6. Nachatlantische Kulturepoche (3573-5733 n.Ch.) zukünftig
    7. Nachatlantische Kulturepoche (5733-7893 n.Ch.) zukünftig
    6. zukünftiges Zeitalter / zukünftige nachatlantische Wurzelrasse
    7. zukünftiges Zeitalter / zukünftige nachatlantische Wurzelrasse

    5. Jupiterzustand
    6. Venuszustand
    7. Vulkanzustand

    Neben diesem, der heutigen Menschheit übergeordneten Evolutionsmodell, in dem die Kategorie ‚Rasse‘ zum Tragen kommt, versteht Steiner ‚Rasse‘ zweitens jedoch zugleich als eine Strukturkategorie der heutigen Menschheit. Hierbei entwickelt er drei mehrgliedrige Modelle, wie im nächsten Abschnitt skizziert werden soll.
    Grundlagen der Rassenmodelle bilden insgesamt kosmologisch spiritualistische Erklärungsansätze. Die erste Differenzierung von ‚Rassen‘ ist nach Steiner in der ‚lemurischen Zeit‘ erfolgt. Allgemein geht er vom Einfluss planetarischer Kräfte und geistiger Wesenheiten auf die Formgebung und Entwicklung des jeweiligen ‚Rassecharakters‘ aus. Das heißt unter anderem: Luzifer differenziere die ‚Rassen‘,27 er gebe ihnen Gestalt und äußere Farbe.28 Steiner imaginiert, wie bereit mehrfach herausgestellt wurde, eine ganze Heerschar von ‚Rassegeistern‘, ‚Zeitgeistern‘, ‚Volksgeistern‘, Elohim und Erzengeln und nicht zuletzt habe auch „Jahve“ mit der Rassenentwicklung zu tun.29 Ich werde mich im Folgenden auf Rassenmodelle konzentrieren, in welchen Steiner die Menschheit auch in ihrer heutigen Form beschreibt bzw. konstruiert.

    Fünfgliedriges Rassenmodell
    Steiner definiert „Fünf Grundrassen im Erdendasein“30 oder auch „fünf Hauptrassen der Menschheitsentwicklung“.31 Hierzu zählt er erstens die „Merkur-Rasse“ als „schwarze Rasse“32 bzw. „äthiopische Rasse“33 , die er Afrika zugeordnet; zweitens die „Venus-Rasse“ als „malayische Rasse“34 , die Asien zugehörig sei; drittens die „Mars-Rasse“ als „mongolische Rasse“35 ; viertens die „Jupiter-Menschen“ als „europäische Menschen“, die entsprechend dem „europäische(n) Gebiet“36 angehörten; und fünftens die „Rasse des finsteren Saturn“ als „indianische Rasse“ bzw. „amerikanische Rasse“37 , die er „Amerika“ zuordnet.

    Viergliedriges Rassenmodell
    Steiners viergliedriges System entspricht farblich dem im 18. Jahrhundert entwickelten System des Botanikers Carl von Linné: „Erinnern Sie sich daran, wie es Rassen gibt, die schwarze, rote, gelbe und weiße Rasse, und wie diese Rassen ursprünglich verknüpft sind mit gewissen Gebieten unserer Erde.“38 Er beschreibt das viergliedrige Farbsystem entlang von vier Entwicklungsstadien. In diesem Kontext analogisiert er Bilder vom Individual- und Kollektivkörper und lehnt sich an das Modell des Naturphilosophen Carl Gustav Carus an.39
    – – – – –
    26 Vgl. u.a. Steiner, Rudolf: Aus der Akasha-Chronik. Aufsätze 1904-1908. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1995 (GA 11); Steiner, Rudolf: Die Geheimwissenschaft im Umriss. 16.-20. Aufl., Philosophisch-Anthroposophischer Verlag am Goetheanum, Dornach / Schweiz 1925 (1923) (GA 13); Steiner, Rudolf: Welt, Erde und Mensch, deren Wesen und Entwicklung, sowie ihre Spiegelung in dem Zusammenhang zwischen ägyptischem Mythos und gegenwärtiger Kultur. Ein Vortragszyklus, gehalten in Stuttgart vom 4.-6. August 1908. Novalis Verlag, Freiburg im Breisgau 1956 (GA 105); Baumann, Adolf: Wörterbuch der Anthroposophie. Grundlagen, Begriffe, Einblicke. mvg-Verlag, München 1991, Stichwort Erd- und Menschheitsentwicklung, Nachatlantisches Zeitalter; Zander, Helmut: Anthroposophische Rassentheorie: Der Geist auf dem Weg durch die Rassengeschichte. In: Schnurbein, Stefanie von / Ulbricht, Justus H. (Hrsg.): Völkische Religion und Krisen der Moderne. Entwürfe ‚arteigener‘ Glaubenssysteme seit der Jahrhundertwende. Königshausen & Neumann Verlag, Würzburg 2001, S.297.
    27 Vgl. Steiner, Rudolf: Christologie. Anthroposophie – ein Weg zum Christusverständnis. Vorträge, ausgewählt und herausgegeben von Heten Wilkens. Verlag Freies Geistesleben. Stuttgart 1986, Vortrag vom 16./17.04.1912, S.78.
    28 Vgl. Steiner, Rudolf: Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhang mit der germanisch-nordischen Mythologie. Vorträge 1910. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1974 (GA 121 / TB 613), Vortrag vom 15.06.1910, S.160.
    29 Vgl. u.a. Steiner, Rudolf: Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhang mit der germanisch-nordischen Mythologie. Vorträge 1910. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1974 (GA 121 / TB 613), Vortrag vom 12.06.1910, S.114f.
    30 a.a.O: S.109. 31 a.a.O: S.120.
    32 a.a.O: S.109. 33 a.a.O: S.111.
    34 a.a.O: S.110, 113. 35 a.a.O: S.110.
    36 a.a.O: S.110; „Modifikationen dieses Jupiter-Einflusses sind im Grunde genommen alle vorderasiatischen und namentlich europäischen Völker […].“ a.a.O: S.117. 37 a.a.O: S.110.
    38 Steiner, Rudolf: Geisteswissenschaftliche Menschenkunde. Neunzehn Vorträge, gehalten in Berlin vom 19. Oktober bis 17. Juni 1909. Verlag der Rudolf Steiner Nachlaßverwaltung, Dornach 1959 (GA 107), Vortrag vom 3. Mai 1909: Die Ausprägung des Ichs bei den verschiedenen Menschenrassen, S.279.
    39 Carus, Carl Gustav: Natur und Idee oder das Werdende und sein Gesetz. Eine philosophische Grundlage für die spezielle Naturwissenschaft. 2. Nachdruck der Ausgebe Wien 1861. Georg Olms Verlag, Hildesheim / Zürich / New York 1990, S.468; Insgesamt nimmt Steiner positiv Bezug auf Carus‘ Verständnis vom physischen Leib. Vgl. u.a. Steiner, Rudolf: Theosophie. Einführung in übersinnliche Welterkenntnis und Menschenbestimmung. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1962 (1904) (GA 9), S.24; Dass die konkreten Bezüge an den jeweiligen Stellen von Steiner nicht angeführt werden, erklärt sich letztlich aus der von ihm proklamierten Methodik der Eingebung, des ‚Schauens‘ bzw. des ‚Lesens‘ in der sogenannten Akasha-Chronik, dem vorgestellten ‚immateriellen Weltgedächtnis‘.

    Bei Steiner ergibt sich entsprechend folgende Zuordnung: „Afrika“ und die „schwarze Rasse“ stünden für „Kindheitsmerkmale“, „Asien“ und die „gelbe“ oder „bräunlichen Rassen“ für „Jugendmerkmale“, Europa für „reifste Merkmale“ und Amerika assoziiert Steiner mit dem „Absterben der Menschheit“40. Aus Carus‘ ‚planetarischem Modell‘ der „Tag-, Nacht- und Dämmerungsvölker“41 , übernimmt Steiner unter anderem auch die Identifizierung der sogenannten ‚Indianer‘ durch das Bild der Abenddämmerung sowie Carus‘ Gedanken ihres vermeintlich naturgemäßen Aussterbens. Bei Steiner wird dies mit seinem karmisch spiritualistischen System verknüpft:
    „Nicht etwa, weil es dem Europäer gefallen hat, ist die indianische Bevölkerung ausgestorben, sondern weil die indianische Bevölkerung die Kräfte erwerben musste, die sie zum Aussterben führte.“ 42

    Dreigliedriges Entwicklungs- und Rassenmodell
    In seinem dreigliedrigen Modell unterscheidet Steiner zwischen folgenden Typen: erstens dem ‚Zeus-Typus‘, zweitens dem ‚Hermes- (oder Merkur-)Typus‘ und drittens dem ‚Faun-Typus‘.43 Die Typen beschreiben Götter-Typen und zeitliche Typen bzw. Kulturepochen sowie Ideal-Typen in der griechischen Kunst. Steiner verbindet sie mit ‚Rassetypen‘: „Wir erkennen, wie sich in den einzelnen Gestalten der griechischen Kunst – in den Gestalten der Mythologie – die Rassenbildung erhalten hat (…).“ 44 Und kurz vorher schreibt er:
    „Da haben wir, was der Grieche in seiner Art zum Ausdruck bringen wollte. (…) was man als seinen eigenen Typus bezeichnen könnte, diejenige Rasse, die den arischen Stamm begründet hat, das brachte er in dem erhabenen idealen Zeustypus zum Ausdruck.“ 45
    Hier wird auch Steiners ambivalente Verwendung des Begriffs ‚arisch‘ deutlich, der über seinen Epochenbegriff der ‚arischen Wurzelrasse‘ hinaus Bedeutung erlangt.
    Die Dreigliederung lässt sich mit seinem Grundsystem der Dreigliederung 46 in Beziehung setzen. Mit der Bezugnahme auf die antike Kunst verweist Steiner letztlich auf die abstrakte, mathematische Konstruktion von Rassetypen, auf geometrische Ideal-Typen, die in der Physiognomie und Rassentheorie seit dem 18. Jahrhundert als ‚Naturgesetze‘ erscheinen.
    Bei Steiner steht die griechische Plastik für die äußere Konfiguration des „Rassentypus der nördlichen Volksmassen“.47 Ihm erscheinen die abstrakten Körperkonstruktionen jedoch als kosmologische Wahrheit, die mit seinem metaphysisch geladenen Naturbegriff korrespondiert. Konzeptionell wie auch begrifflich veranschaulicht sich in dem Modell Steiners Mythologisierung des Rassebegriffs. Daneben zeigen sich noch weitere Herleitungsmodi von Rassetypen, auf die ich hier jedoch nicht weiter eingehen kann.48

    Schwarz-Weiß-Symbolik und Rassismus
    Grundstruktur
    Insgesamt korrespondieren Steiners Rassenkonstruktionen zur heutigen Menschheit mit seinem übergeordneten Entwicklungsmodell, d.h. die Grundstruktur von der Materialisierung des Geistes hin zu einer erneuten Vergeistigung wird auf sein Entwicklungsschema der ‚Rassen‘ angewandt. Konkret meint das: Außereuropäer werden durch ‚Verhärtung‘, ‚Verknöcherung‘, mangelnde Ich-Entwicklung und den Begriff der Degeneration gekennzeichnet,49 die als weiß beschriebenen Europäer stehen für geistige Potenz und die Entwicklung hin zu einer zukünftigen Vergeistigung. In diesem Sinne lässt sich auch Steiners Aussage verstehen: „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse“.50 Den Konstruktionen liegen die Bilder der ’stofflichen‘ Verdunklung und dem entgegen der Aufhellung durch Vergeistigung zu Grunde. Sie sind Ausdruck einer (neo)gnostischen Weltfeindlichkeit, in dem die verhärtete, ‚verknöcherte‘ Materie mit dem Tod, der Schattensymbolik und der Farbe Schwarz in Beziehung gesetzt wird, und dieser Zusammenhang schreibt sich dezidiert in den Hautfarbendiskurs ein. Die Konstruktion des rassistisch markierten ‚Anderen‘ stabilisiert dabei das Konstrukt der ‚weißen‘ Ausgangsnorm, mit der sich das Erlösungsversprechen, das Entwicklungspotential zur Erleuchtung und einer erneuten Vergeistigung verbindet. Die dem Entwicklungsschema eingeschriebene Bewegung von der Verdunklung zur Aufhellung kann schließlich auch mit Steiners bereits genannten und mit Bezug auf Carus‘ entwickelten ‚entwicklungspsychologischen‘ Ansätzen im Rassesystem – der Bewegung vom kindlichen, ‚dunklen‘ Unbewussten zum reifen, ‚hellen‘ Ich-Bewusstsein – in Zusammenhang gebracht werden.
    – – – – –
    40 Steiner, Rudolf: Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhang mit der germanisch-nordischen Mythologie. Vorträge 1910. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1974 (GA 121 / TB 613), Vortrag vom 10.06.1910, S.77-79.
    41 Vgl. Carus, Carl Gustav. Denkschrift zum 100jährigen Geburtsfeste Goethes. Über ungleiche Befähigung der verschiedenen Menschenstämme für höhere geistige Entwicklung. Leipzig 1849.
    42 Steiner, Rudolf: Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhang mit der germanisch-nordischen Mythologie. Vorträge 1910. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1974 (GA 121 / TB 613), Vortrag vom 10.06.1910, S.79.
    43 Vgl. Steiner, Rudolf: Welt, Erde und Mensch, deren Wesen und Entwicklung, sowie ihre Spiegelung in dem Zusammenhang zwischen ägyptischem Mythos und gegenwärtiger Kultur. Ein Vortragszyklus, gehalten in Stuttgart vom 4.-6. August 1908. Novalis Verlag, Freiburg im Breisgau 1956 (GA 105), Vortrag vom 10.08.1908, S.109.
    44 a.a.O: S.110. 45 a.a.O: S.109.
    46 Vgl. Körner-Wellershaus, Ilas: Sozialer Heilsweg Anthroposophie. Eine Studie zur Geschichte der sozialen Dreigliederung Rudolf Steiners unter besonderer Berücksichtigung der anthroposophischen Geisteswissenschaft. Inauguraldissertation zur Erlangung der Doktorwürde. Vorgelegt der Philosophischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn. VDG, Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaft. Bonn 1994 (1993).
    47 Vgl. Steiner, Rudolf: Der Orient im Lichte des Okzidents. Vorträge 1909. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1977 (GA 113 / TB 624), Vortrag vom 27.08.1909, S.103.
    48 So konstruiert Steiner u.a. auch „drei Hauptrassen der Menschheit“ entlang von „drei Systemen der Anatomie und Physiologie des Menschen, dem Stoffwechsel-Gliedmaßensystem, dem rythmischen System und dem Nerven-Sinnessystem.“ Untersuchungskommission ‚Anthroposophie und die Frage der Rassen‘ (Hrsg.): Anthroposophie und die Frage der Rassen. Zwischenbericht der niederländischen Untersuchungskommission. Gekürzte und überarbeitete Übersetzung. Autorisierte Übersetzung: Ramon Brüll. Info3 Verlag, Frankfurt a.M. 1998, S.266.
    49 „Solche Gruppen von Menschen, bei denen das Knochensystem sozusagen zuviel abgekriegt hatte, blieben dann als degenerierte Menschen zurück. Sie konnten sich nicht mehr hineinfinden in die Verhältnisse der nachatlantischen Zeit; und die letzten Überbleibsel davon sind die amerikanischen Indianer. Sie waren degeneriert.“ Steiner, Rudolf: Welt, Erde und Mensch, deren Wesen und Entwicklung, sowie ihre Spiegelung in dem Zusammenhang zwischen ägyptischem Mythos und gegenwärtiger Kultur. Ein Vortragszyklus, gehalten in Stuttgart vom 4.-6. August 1908. Novalis Verlag, Freiburg im Breisgau 1956 (GA 105), Vortrag vom 10.08.1908, S. 107;
    „Die letzten Überbleibsel derjenigen Menschengruppe, bei denen das Ernährungssystem verhärtet ist, bilden heute die schwarze Rasse.“ Steiner, Rudolf: Welt, Erde und Mensch, deren Wesen und Entwicklung, sowie ihre Spiegelung in dem Zusammenhang zwischen ägyptischem Mythos und gegenwärtiger Kultur. Ein Vortragszyklus, gehalten in Stuttgart vom 4.-6. August 1908. Novalis Verlag, Freiburg im Breisgau 1956 (GA 105), Vortrag vom 10.08.1908, S.107;
    „Und dann gibt es solche Menschen, die dadurch degeneriert sind, dass das Nervensystem auf zu früher Stufe verhärtet ist und nicht lange genug weich blieb, um zu einem höheren Gedankenwerkzeug tauglich zu werden – davon sind die letzten Überbleibsel malayische Rasse. Steiner, Rudolf: Welt, Erde und Mensch, deren Wesen und Entwicklung, sowie ihre Spiegelung in dem Zusammenhang zwischen ägyptischem Mythos und gegenwärtiger Kultur. Ein Vortragszyklus, gehalten in Stuttgart vom 4.-6. August 1908. Novalis Verlag, Freiburg im Breisgau 1956 (GA 105), Vortrag vom 10.08.1908, S.107.
    50 Steiner, Rudolf: Vom Leben des Menschen und der Erde, Über das Wesen des Christentums. 13 Vorträge gehalten vor den Arbeitern am Goetheanumbau in Dornach vom 17. Februar bis 9. Mai 1923. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1993 (GA 349 / TB 723), Vortrag vom 03.03.1923, S.67.

    Hautfarbendiskurs
    „Dasjenige, was gewissermaßen von unserer Haut, einschließlich der Sinneswerkzeuge, nach innen hin organisiert wird, das wird uns aus dem großen Kosmos gegeben.“ 51
    „Wenn der Mensch sein Inneres ganz ausprägt in seiner Physiognomie, in seiner Körperoberfläche, dann durchdringt das gleichsam mit der Farbe der Innerlichkeit sein Äußeres.“ 52

    Ein näherer Blick auf die Hautfarbenkonstruktion zeigt, inwiefern bei Steiner von einer Respiritualisierung der Farben gesprochen werden kann, welcher der Prozess der Entspiritualisierung im Zuge rassentheoretischer Farbgebung vorausgeht. Schon in Steiners namentlicher Systematik der ‚Zeus-Rasse‘ und ‚Jupiter-Rasse‘ als Bezeichnung für die sogenannten Kaukasier und Europäer ist eine farbsymbolische Identifizierung deutlich angelegt: Der in der Mythologie weiß codierte Zeus, attributiert durch das Licht, den Blitz und verkörpert im weißen Stier, ist Symbol für Geist und Männlichkeit. Ähnlich gestaltet sich der symbolische Zusammenhang Jupiter – Geist – Licht. Die Re-Inszenierung der symbolischen Traditionen zeigt sich schließlich besonders deutlich, wenn Steiner das Konstrukt der ‚weißen‘ Haut explizit mit Christus in Verbindung setzt. So geht er davon aus, wie Ilas Körner-Wellershaus zusammenfasst, „dass der Christus im Mysterium von Golgatha die spirituellen Impulse so tief ins Physische ‚heruntergeführt‘ habe, dass sie in der weißen
    Hautfarbe der Menschen ersichtlich geworden seien; in ihnen habe der Geist sein ‚Gehäuse‘ gefunden.“53 Damit verdeutlicht sich bei Steiner wörtlich das, was ich im Vorhinein als Prozess einer ‚kulturellen Menschwerdung Gottes‘ im rassentheoretischen Denken bezeichnet habe. Man könnte ebenso von der Gleichzeitigkeit einer Rassisierung des Christusbildes und einer Vergöttlichung der ‚weißen Rasse‘ sprechen. Dies veranschaulicht sich auch in Steiners Erläuterungen zur ‚Farbe des Inkarnats‘, die er als Farbe des inkarnierten Christus und als ‚gesunde Menschenfarbe‘ versteht. Hierbei erscheint jedoch die Farbe ‚Pfirsichblüt‘ als farbliche Norm, welche statt der abstrakten Farbe Weiß den Anschein einer natürlichen normativen Wirklichkeit der ‚Fleischfarbe‘ des Menschen vermittelt.54 Die Konstruktion lässt sich somit als eine erweiterte Naturalisierung und als eine parallele Farbvariante in Steiners Konzeption von Weißsein lesen. Sie widerspricht nicht, sondern verfestigt die Schlussfolgerung, dass Steiner in Opposition zur ’schwarzen‘, ‚braunen‘, ‚gelben‘ und ‚roten‘ Haut eine Weiße55 Norm konstruiert, die an anderen Stellen in Form der dezidiert ‚weißen Rasse‘ als ‚eigentliche‘ Menschheit erscheint:
    „Die Weißen sind eigentlich diejenigen, die das Menschliche entwickeln. Daher sind sie auf sich selber angewiesen. Wenn sie auswandern, nehmen sie die Eigentümlichkeiten der anderen Gegenden etwas an, doch sie gehen nicht als Rasse, sondern mehr als einzelne Menschen zugrunde (…).“ 56
    – – – – –
    51 Steiner, Rudolf: Von wem habe ich meine Seele geerbt? Der Weg des Menschen von Volk zu Volk. Ein Vortrag in Bern am 14. Dezember 1920. Archiati Verlag e.K., Reihe: Rudolf Steiners Geisteswissenschaft für Anfänger, München 2004 (GA 202), S.10.
    52 Steiner, Rudolf: Geisteswissenschaftliche Menschenkunde. Neunzehn Vorträge, gehalten in Berlin vom 19. Oktober bis 17. Juni 1909. Verlag der Rudolf Steiner Nachlaßverwaltung, Dornach 1959 (GA 107), Vortrag vom 3. Mai 1909: Die Ausprägung des Ichs bei den verschiedenen Menschenrassen, S.288.
    53 Körner-Wellershaus, Ilas: Sozialer Heilsweg Anthroposophie. Eine Studie zur Geschichte der sozialen Dreigliederung Rudolf Steiners unter besonderer Berücksichtigung der anthroposophischen Geisteswissenschaft. Inauguraldissertation zur Erlangung der Doktorwürde. Vorgelegt der Philosophischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn. VDG, Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaft. Bonn 1994 (1993), S.387; vgl. Steiner, Rudolf: Die geistigen Hintergründe des ersten Weltkrieges. 16 Vorträge, Stuttgart 1914-1918 und 1921, Dornach 1974 (GA 174b), Vortrag vom 13.02.1915, S.38.
    54 Vgl. u.a. Steiner, Rudolf: Farbenerkenntnis. Ergänzung zu dem Band ‚Das Wesen der Farben‘. Hrsg. und kommentiert v. Hella Wiesberger und Heinrich O Proskauer. Rudolf Steiner Verlag, Dornach / Schweiz 1990, S.174; Steiner, Rudolf: Das Künstlerische in seiner Weltmission. Dornach 1961 (GA 276). In: Kugler, Walter: Rudolf Steiner und die Anthroposophie. Wege zu einem neuen Menschenbild. 2. Aufl., DuMont Buchverlag, Köln 1979 (1978), S.148f.
    55 Die Großschreibung des Adjektivs Weiß dient mir zur Verdeutlichung, dass es sich bei dieser Attributierung nicht um eine biologische – oder wie bei Steiner biologistisch spiritualistische – Gegebenheit, sondern um eine historisch entwickelte, sozio-kulturelle Konstruktionen handelt. Vgl. zur Großschreibung u.a. auch Wachendorfer, Ursula: Weiß-Sein in Deutschland. Zur Unsichtbarkeit einer herrschenden Normalität. In: Arndt, Susan (Hrsg.): Afrika-Bilder. Studien zu Rassismus in Deutschland. Unrast Verlag, Münster 2001, S.87-101, 99, Anm.1; Die Schreibweise wurde in Anlehnung an die Großschreibung des Adjektivs Schwarz als (sozio) politischem Identitätsbegriff entwickelt, unterscheidet sich jedoch von diesem hinsichtlich der politischen Dimensionen sozialer Ungleichheits- und Dominanzverhältnisse. Vgl. zum politischen Identitätsbegriff Schwarz u.a. Hügel, Ika / Lange, Chris / Ayim, May / Bubeck, Ilona / Aktas, Gülsen / Schultz, Dagmar: Entfernte Verbindungen. Rassismus – Antisemitismus – Klassenunterdrückung. Orlanda Frauenverlag, Berlin 1993, S.13; Weitgehend verwende ich in diesem Artikel jedoch die Schreibweise ‚weiß‘ und ’schwarz‘, um die dezidiert farblichen Konstruktionen hervorzuheben.
    56 Steiner, Rudolf: Vom Leben des Menschen und der Erde, Über das Wesen des Christentums. 13 Vorträge gehalten vor den Arbeitern am Goetheanumbau in Dornach vom 17. Februar bis 9. Mai 1923. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1993 (GA 349 / TB 723), Vortrag vom 03.03.1923, S.62.

    Ich möchte im Folgenden nur noch kurz auf zwei weitere Aspekte eingehen, welche die rassentheoretische Konstruktionslogik bei Steiner verdeutlichen. Das erste ist der Zusammenhang von Physikalisierung und Spiritualisierung, das zweite ein weiteres Beispiel für die Übernahme des Biologismus seiner Zeit. Die Verbindung von ‚physikalischen‘ und spirituell geladene Phänomenen zeigt sich unter anderem anschaulich in Steiners Konstruktion ’schwarzer‘ Haut im Verhältnis zum ‚kosmischen Licht‘. So schreibt er: „Diese Schwarzen in Afrika haben die Eigentümlichkeit, dass sie alles Licht und alle Wärme vom Weltraum aufsaugen. Sie nehmen das auf.“57 In der Folge konstruiert Steiner einen Zusammenhang von ’schwarzer‘ Haut, Sonne, Hitze und ‚Triebleben‘ und reproduziert so sozio-kulturell tradierte Zuschreibungsmuster.58 Diese basieren der Konstruktionslogik nach auf christlich farbsymbolischen Codierungen, in denen die Farbe Schwarz als Farbe des Teufels mit Sexualität und Sünde assoziiert ist. Werden im christlichen Kontext jedoch ‚Sünder‘ und ‚Heiden‘ schwarz codiert, so fließen im säkularen Kontext diese Traditionen in die Konstruktionen der ’schwarzen‘ und ‚bunten‘ Haut strukturell ein. Das Bild der Triebhaftigkeit des ‚Anderen‘ dient hier der Selbstkennzeichnung der Weißen Europäer durch Rationalität und Geist. So heißt es auch bei Steiner: „Und wir Europäer, wir armen Europäer haben das Denkleben, das im Kopf sitzt.“59 An anderer Stelle greift Steiner das schon bei Carus vorzufindende Bild des Kohlenstoffs auf, um die vermeintliche ‚Ich-losigkeit‘ der ’schwarzen Rasse‘ und somit ein Weißes Ich zu inszenieren:
    „Diejenigen Menschen aber, die ihre Ich-Wesenheit zu schwach entwickelt hatten, die den Sonneneinwirkungen zu sehr ausgesetzt waren, sie waren wie Pflanzen: sie setzten unter der Haut zuviel kohlenstoffartige Bestandteile ab und wurden schwarz.“ 60
    Daher seien die heutigen Schwarzen schwarz.

    Haar- und Augenfarbe
    Die farbsymbolischen Codierungen schreiben sich auf vielfältige Weise in die rassentheoretischen Körperkonstruktionen ein. Dafür spricht auch Steiners folgende, in den letzten Jahren mehrfach angeführte biologistische Aussage:
    „Die Menschen würden ja, wenn die Blauäugigen und Blondhaarigen aussterben, immer dümmer werden, wenn sie nicht zu einer Gescheitheit kommen würden, die unabhängig ist von der Blondheit. Die blonden Haare geben eigentlich Gescheitheit.“ 61

    Die Typologisierung entlang der Haare entspricht der Rassensystematik des Sozialdarwinisten Ernst Haeckel, lässt sich aber etwa auch an Thesen von Carl Gustav Carus und des ‚Ariosophen‘ Lanz von Liebenfels anbinden. Hier ist der farbsymbolische Zusammenhang von Weiß, Geist und Rationalität entlang des blonden Haars in die menschliche Natur verlagert, zur vermeintlich biologischen Wahrheit und entsprechend verweltlicht worden.

    Schlussfolgerung
    Mir ging es mit meinen angestellten Überlegungen und Erläuterungen weniger darum zu beweisen, dass es Rassismus in Steiners Werk gibt, als darum aufzuzeigen, welche kulturell tradierten Denkstrukturen sich entlang von Steiners rassentheoretischen Konstruktionen beispielhaft aufzeigen lassen. Insgesamt plädiere ich dafür, Steiners Schriften als kulturhistorische Zeugnisse zu lesen und zu interpretieren, ohne die problematischen Aspekte zu relativieren. Auch die oben genannten, zur Verteidigung angeführten sinngemäßen Aussagen Steiners wie „Rassenideale sind der Niedergang der Menschheit“ relativieren diese dargestellten Aspekte nicht. Ebenso wenig kann Steiners vermeintlich egalitäre – ich will es mal so nennen – ‚Internationalisierung durch Seelenwanderung‘ – nämlich u.a. Steiners Vorstellung, dass die europäischen Seelen einst in den Körpern der sogenannten Indianer inkarniert gewesen seien62 – ebenso wenig kann diese Vorstellungen darüber hinwegtäuschen, dass Steiner ein hierarchisches Entwicklungsschema der ‚Rassen‘ entwirft. Und dieses Entwicklungsschema korrespondiert eben strukturell – wie ich versucht habe, ansatzweise zu zeigen – sowohl mit seinem übergeordneten Entwicklungsschema als auch mit dem zeitgenössisch rassentheoretischen Entwicklungsgedanken. Steiners Differenzierungssystematiken an sich beinhalten Essentialisierungen und Diskriminierungen. Insgesamt schreiben sich dabei die farbsymbolischen Codierungen des Abendlandes deutlich ein.
    Zum Schluss möchte ich aus einem Leserbrief vom 5. Februar 2006 im Tagesspiegel zitieren, der mit Blick auf den für den 10.-11. Februar 2006 geplanten Studientag des Pfarramts für Sekten- und Weltanschauungsfragen der EKBO in Berlin noch vor dessen kurzfristiger Absage erschien. Hierin heißt es:
    „Was soll dabei herauskommen, wenn wir uns die historisch überholten, ungereimten Ansichten unserer altvorderen Gründerväter um die Ohren schlagen wollen? Dann müsste nicht nur über den Rassismus eines Rudolf Steiner, sondern wohl auch über den Antijudaismus eines Martin Luther gesprochen werden.“ 63

    Ich kann der letzten Forderung nur zustimmen. Sicherlich ist auch der Antijudaismus bei Martin Luther ein wichtiges Thema, das von der Evangelischen Kirche ja bereits bearbeitet wird. Was grundsätzlich dabei herauskommen soll, sich mit den Gründervätern auseinander zu setzen, kann ich nur so beantworten: Ich hoffe, dass wir über diese Auseinandersetzung zu einem offenen, kritischen und differenzierten Umgang mit der Geschichte des Antijudaismus, Antisemitismus und des rassentheoretischen Denkens gelangen, ohne die sich die Gegenwart des Rassismus und Antisemitismus nicht begreifen lässt.

    Jana Husmann-Kastein, M.A. Kulturwissenschaft und Gender Studies, ist assoziiertes Mitglied des Graduiertenkollegs „Geschlecht als Wissenskategorie“ der Humboldt-Universität zu Berlin.
    – – – – –

    57 „Und dieses Licht und diese Wärme im Weltraum, die kann nicht durch den ganzen Körper hindurchgehen, weil ja der Mensch immer ein Mensch ist, selbst wenn er ein Schwarzer ist. Es geht nicht durch den ganzen Körper durch, sondern hält sich an die Oberfläche der Haut, und da wird die Haut dann selber schwarz.“ Steiner, Rudolf: Vom Leben des Menschen und der Erde, Über das Wesen des Christentums. 13 Vorträge gehalten vor den Arbeitern am Goetheanumbau in Dornach vom 17. Februar bis 9. Mai 1923. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1993 (GA 349 / TB 723), Vortrag vom 03.03.1923, S.55.
    58 „Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn.“ Steiner, Rudolf: Vom Leben des Menschen und der Erde, Über das Wesen des Christentums. 13 Vorträge gehalten vor den Arbeitern am Goetheanumbau in Dornach vom 17. Februar bis 9. Mai 1923. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1993 (GA 349 / TB 723), Vortrag vom 03.03.1923, S.55; Vgl. u.a. auch Zander, Helmut: Anthroposophische Rassentheorie: Der Geist auf dem Weg durch die Rassengeschichte. In: Schnurbein, Stefanie von / Ulbricht, Justus H. (Hrsg.): Völkische Religion und Krisen der Moderne. Entwürfe ‚arteigener‘ Glaubenssysteme seit der Jahrhundertwende. Königshausen & Neumann Verlag, Würzburg 2001, S.315.
    59 Steiner, Rudolf: Vom Leben des Menschen und der Erde, Über das Wesen des Christentums. 13 Vorträge gehalten vor den Arbeitern am Goetheanumbau in Dornach vom 17. Februar bis 9. Mai 1923. Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1993 (GA 349 / TB 723), Vortrag vom 03.03.1923, S.58.
    60 Steiner, Rudolf: Geisteswissenschaftliche Menschenkunde. Neunzehn Vorträge, gehalten in Berlin vom 19. Oktober bis 17. Juni 1909. Verlag der Rudolf Steiner Nachlaßverwaltung, Dornach 1959 (GA 107), Vortrag vom 3. Mai 1909: Die Ausprägung des Ichs bei den verschiedenen Menschenrassen, S.288.
    61 Steiner, Rudolf: Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre. Achtzehn Vorträge, gehalten vor den Arbeitern am Goetheanumbau in Dornach vom 19. Oktober 1922 bis 10. Februar 1923, Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1994 (GA 348 / TB 722), Vortrag vom 13. Dezember 1922, S.103.
    62 Vgl. u.a. Steiner, Rudolf: Von wem habe ich meine Seele geerbt? Der Weg des Menschen von Volk zu Volk. Ein Vortrag in Bern am 14. Dezember 1920. Archiati Verlag e. K., Reihe: Rudolf Steiners Geisteswissenschaft für Anfänger, München 2004 (GA 202), S.23f.
    63 Herrman Detering, ev. Pfarrer, Berlin Charlottenburg.

  • #152
    Wie der „Bund der Freien Waldorfschulen“ Steiners Rassismus vertuscht

    “Rudolf Steiners Rassenlehre – Wie der „Bund der Freien Waldorfschulen“ Steiners Rassismus vertuscht

    von Ansgar Martins

    (…) Statt Aufarbeitung und sachlicher Distanzierung von Steiners rassistischem Unfug geht es den Autoren [Lorenzo Ravagli und Hans-Jürgen Bader] und dem Herausgeber „Bund der Freien Waldorfschulen“ nur um Abwehr und Apologie (…).”

    http://www.ruhrbarone.de/rudolf-steiners-rassenlehre/

  • #153
    Andreas Lichte

    Der in Kommentar #151 gepostete Artikel in übersichtlicherer Formatierung,

    Jana Husmann-Kastein, „Berliner Dialog“, Nr. 29, „Anthroposophie“, 2006:

    „Schwarz-Weiß-Konstruktionen im Rassebild Rudolf Steiners“

    http://www.religio.de/dialog/106/29_22-29.htm

  • #154
    Anthroposophie - kritische Reflexionen

    Anthroposophie – kritische Reflexionen

    Tagung der Humboldt-Universität zum Thema Anthroposophie und Waldorfpädagogik, 21.07.2006, mit Referaten (downloads als pdf.-Datei) von:

    – Dr. Jan Badewien (Evangelische Akademie Baden)

    – Prof. Dr. Hartmut Zinser (Religionswissenschaft, Freie Universität Berlin)

    – Prof. Dr. Joachim Ringleben (Systematische Theologie, Göttingen)

    – Jana Husmann-Kastein (Humboldt-Universität zu Berlin)

    – Andreas Lichte (Ausgebildeter Waldorflehrer, Berlin)

    http://www2.hu-berlin.de/gkgeschlecht/anthro.php

  • #155
    Rudolf Steiner in Paris

    “Rudolf Steiner in Paris

    Rudolf Steiner, der Jesus Christus des kleinen Mannes, ist in Paris gewesen und hat hier einen Vortrag gehalten. (…)

    Immer, wenn übersetzt wurde, dachte ich über diesen Menschen nach. Was für eine Zeit –! Ein Kerl etwa wie ein armer Schauspieler, der sommerabends zu Warnemünde, wenns regnet, im Kurhaus eine »Réunion« gibt, alles aus zweiter Hand, ärmlich, schlecht stilisiert … und das hat Anhänger –! Wie groß muß die Sehnsucht in den Massen sein, die verlorengegangene Religion zu ersetzen! Welche Zeit –! (…)”

    Kurt Tucholsky, “Rudolf Steiner in Paris”:

    http://www.textlog.de/tucholsky-rudolf-steiner.html

  • #156
    Nichts nahm bei Steiner einen Anfang, alles fand bei ihm ein Ende

    „Mission im Museum – Rudolf Steiner in Wolfsburg und Stuttgart

    Kunstmuseen huldigen dem Hellseher und Sektenführer – Besucher und Öffentlichkeit werden gezielt getäuscht (…)

    Nichts nahm bei Steiner einen Anfang, alles fand bei ihm ein Ende. (…)“

    http://rudolf-steiner.blogspot.com/2010/09/mission-im-museum-rudolf-steiner-in.html

  • #157
    Hans-Florian Hoyer

    Mal was zum Gruseln für die Hardliner hier.
    Die Zahl derer, die auf hinterlistigste von Anthroposophen getäuscht werden steigt tsunami-artig an.

    Keiner merkt was – schräkklich!

    http://m.swp.de/serv/Sudwest?com=newsswpswpdeXHT63&fid=9&nid=934490

    Schon 58 000 bei Stuttgarter Steiner-Schau

    Stuttgart Die Ausstellung zum 150. Geburtstag des Philosophen Rudolf Steiner (1861-1925) ist schon jetzt eine der erfolgreichsten Ausstellungen im Kunstmuseum Stuttgart. Bereits 58 000 Besucher haben sich seit Anfang Februar die Ausstellung über das Werk des Anthroposoph Dr. Rudolf Steiner Ideengeber für Architektur, Medizin Landwirtschaft und Gesellschaft.

    so einflussreich wie umstrittenen Reformers angesehen, hieß es. «Wir haben einen Nerv getroffen», sagte Eva Klingenstein, Sprecherin des Kunstmuseums. Der Begründer der Anthroposophie und der Waldorfpädagogik habe in Stuttgart aber auch im Umland eben eine «ganz große Anknüpfung». Auch das wissenschaftliche Begleitprogramm sei stets ausverkauft gewesen. «Wir wurden überrannt.»

    Bisher habe es nur wenige Ausstellungen mit derart großem Andrang gegeben, sagte Klingenstein. Abgesehen von den beiden Ausstellungen im Eröffnungsjahr 2005 seien die zur Porträt-Kunst von Otto Dix (2007/2008) mit 100 000 Besuchern und die zum Triptychon mit 67 000 besonders erfolgreich gewesen. Da die Steiner-Ausstellung noch bis zum 22. Mai laufe, werde sie sich in dieser Liste bis zum Ende sicher auf Rang zwei schieben.

    «Kosmos Rudolf Steiner» beleuchtet erstmals umfangreich die kulturgeschichtliche Bedeutung des Philosophen. Auf 2000 Quadratmetern macht die Ausstellung auch den Einfluss Steiners auf die zeitgenössische Kunst sichtbar. Am Ende der Ausstellung könne aber keine Antwort auf die Frage stehen, ob Steiner nun Prophet oder Scharlatan war – vielmehr gehe es dem Kunstmuseum um «eine unvoreingenommene Auseinandersetzung mit einem komplexen Thema».

  • #158
    Steiner-Wahnsinns-Neuigkeiten ...

    @ Hans-Florian Hoyer #157

    du Anthro-Schlafmütze, das sind ja Steiner-Wahnsinns-Neuigkeiten …

    schau mal hier: http://www.ruhrbarone.de/rudolf-steiner-im-kunstmuseum-wolfsburg-und-im-kunstmuseum-stuttgart/comment-page-1/#comment-83521

    (penn weiter mit deinem Sektenführer Rudolf Steiner)

  • #159
    Hans-Florian Hoyer

    @158

    du Namenloser – fürchtest Dich wohl vor den bööösen Anthroposophen?
    Wer soll denn etwas ernst nehmen, das unbekannt bleiben will und ausser selbstreferentiellen Links nichts anzubieten hat?

    Komm mal aus der Deckung. Bist doch für die Wahrheit.

  • #160
  • #161
    Andreas Lichte

    @ Hans-Florian Hoyer

    Gerade schrieb mir jemand:

    „Je mehr man sich mit Steiner beschäftigt umso mehr wundert man sich, dass es Menschen gibt, die seiner Lehre folgen.“

    Erklären Sie uns doch einmal, wie das möglich ist:

    – Wie wurde Hans-Florian Hoyer zum Anhänger Steiners?

    – Stört es Sie nicht, einen selbsternannten Hellseher und Rassisten zu verehren, der aller Wahrscheinlichkeit nach schwer psychisch krank war?

  • #162
    Hans-Florian Hoyer

    @ #160
    Kann es sein, Herr Lichte, dass Sie sich über das Wesen eines öffentlichen Blogs im Internet nicht ganz zutreffende Vorstellungen machen?
    Wenn Sie unter sich sein wollen, steht es Ihnen frei, ein Passwort zu vergeben.
    Hier agieren Sie öffentlich. Da müssen Sie damit leben, dass jeder, der sich an die Nettiquette hält, seine Kommentare abgeben kann. So jemand wie der hinter #158 disqualifiziert sich eigentlich selbst.
    @ #161
    Was haben Sie geantwortet auf die erste Frage in der Mail?
    Wen meint er mit der zweiten Frage mit „Sie“? Sie?

  • #163
    Andreas Lichte

    @ Hans-Florian Hoyer

    noch mal und zum letzten Mal: reine Propaganda-Kommentare für Rudolf Steiner sind hier nicht erwünscht – was haben die Besucherzahlen in der Rudolf Steiner-Ausstellung in Stuttgart mit den Themen meines Artikels zu tun?

    Die Themen meines Artikels sind:

    – der selbsternannte Hellseher Rudolf Steiner

    – der Rassist Rudolf Steiner

    – die Frage, ob Rudolf Steiner psychisch krank war

    Falls Sie die Rolle Rudolf Steiners als Künstler diskutieren wollen, dann tun Sie das hier:

    ………………………………………………………………………

    http://www.ruhrbarone.de/rudolf-steiner-im-kunstmuseum-wolfsburg-und-im-kunstmuseum-stuttgart/

    „Rudolf Steiner im Kunstmuseum Wolfsburg und im Kunstmuseum Stuttgart

    (…) Vom 5. Februar 2011 – 22. Mai 2011 werden beide Ausstellungen nochmals gemeinsam unter dem Titel „Kosmos Rudolf Steiner“ im Kunstmuseum Stuttgart präsentiert.

    Wie ist es möglich, dass der künstlerisch völlig untalentierte Rudolf Steiner, Begründer der esoterischen Heilslehre „Anthroposophie“, gleich in zwei renommierten deutschen Kunstmuseen gezeigt wird?

    Haben hier anthroposophische „Beziehungskünstler“ den größten PR-Coup in der Geschichte der Anthroposophie gelandet? Wurde dem Rassisten und selbsternannten Hellseher Rudolf Steiner in den Mantel der Seriosität geholfen?

    (…)“

  • #164
    Andreas Lichte

    @ Hans-Florian Hoyer

    – Wie wurde Hans-Florian Hoyer zum Anhänger Rudolf Steiners?

    – Stört es Hans-Florian Hoyer nicht, mit Rudolf Steiner einen selbsternannten Hellseher und Rassisten zu verehren, der aller Wahrscheinlichkeit nach schwer psychisch krank war?

  • #165
    Hans-Florian Hoyer

    @Lichte #163
    Ihr Thema ist nach meiner Einschätzung:

    Wie kann es sein, dass ein (nach Lichtes Urteil) psychisch kranker, selbsternannter, rassistischer Hellseher soviel Erfolg hat?
    Dazu konstruieren Sie eine gemischte Theorie aus raffinierter Verführungskunst der Anthroposophen und unfassbarer Dummheit der Verführten, in der allein Sie den Durchblick haben.

    Zu diesem Thema äußere ich mich in dem Sinne, daß ich jedenfalls den Menschen, die sich der Anthroposophie zuwenden, nicht eine eigene Urteilskraft abspreche.

    Es gibt Kritiker der Anthroposophie, es gibt Feinde und es gibt deren Steigerung als Hasser.

    Steiner hat den ethischen Individualisten beschrieben, der frei aus Liebe zur Tat handelt.

    „Frei ist nur der Mensch, insofern er in jedem Augenblicke seines Lebens sich selbst zu folgen in der Lage ist. Eine sittliche Tat ist nur meine Tat, wenn sie in dieser Auffassung eine freie genannt werden kann. Hier ist zunächst die Rede davon, unter welchen Voraussetzungen eine gewollte Handlung als eine freie empfunden wird; wie diese rein ethisch gefasste Freiheitsidee in der menschlichen Wesenheit sich verwirklicht, soll im folgenden sich zeigen. Die Handlung aus Freiheit schließt die sittlichen Gesetze nicht etwa aus, sondern ein; sie erweist sich nur als höherstehend gegenüber derjenigen, die nur von diesen Gesetzen diktiert ist. Warum sollte meine Handlung denn weniger dem Gesamtwohle dienen, wenn ich sie aus Liebe getan habe, als dann, wenn ich sie nur aus dem Grunde vollbracht habe, weil dem Gesamtwohle zu dienen ich als Pflicht empfinde? Der bloße Pflichtbegriff schließt die Freiheit aus, weil er das Individuelle nicht anerkennen will, sondern Unterwerfung des letztern unter eine allgemeine Norm fordert. Die Freiheit des Handelns ist nur denkbar vom Standpunkte des ethischen Individualismus aus.“

    Wägen Sie doch auch solche Zitat mal gegen das ab, was Sie sonst so posten.

  • #166
    Andreas Lichte

    @ Hans-Florian Hoyer

    Sie schreiben: „Wie kann es sein, dass ein (nach Lichtes Urteil) psychisch kranker, selbsternannter, rassistischer Hellseher soviel Erfolg hat?“

    „nach Lichtes Urteil“ ist objektiv falsch: Ich zitiere, siehe oben, Artikel von Andreas Hirstein in der angesehenen NZZ. In diesen Artikeln wird Steiner als „selbsternannter Hellseher“ und „Rassist“ beschrieben.

    Zum Rassismus Rudolf Steiners hat die „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM) ein eindeutiges Urteil gefällt, siehe:

    ………………………………………….

    http://www.ruhrbarone.de/3-jahre-rudolf-steiner-ist-„zum-rassenhass-anreizend-bzw-als-rassen-diskriminierend-anzusehen“/

    3 Jahre Rudolf Steiner ist „zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen“

    (…) Vor drei Jahren, am 6. September .2007, entschied die „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM), dass Bücher Rudolf Steiners rassistischen Inhalt haben. (…)“

  • #167
    Andreas Lichte

    @ Hans-Florian Hoyer

    Eine mögliche „psychische Erkrankung“ Rudolf Steiners stelle ich zur Diskussion, siehe oben, Zitat:

    „Ist Rudolf Steiner psychisch krank? Wenn ja, wie lässt sich das feststellen? Wie wäre es damit, Steiner zu lesen? (…)“

    Gelesen und diskutiert werden soll dieser Vortrag Steiners:

    http://fvn-rs.net/index.php?option=com_content&view=article&id=3709:dritter-vortrag-dornach-3-maerz-1923&catid=247:ga-349-vom-lebens-des-menschen-und-erde-&Itemid=19

    Rudolf Steiner, „Vom Leben des Menschen und der Erde – Über das Wesen des Christentums“, GA 349, Dritter Vortrag, Dornach, 3. März 1923

    Ich erwarte von Ihnen, Hans-Florian Hoyer, einen konkreten Diskussionsbeitrag zu diesem Steiner-Vortrag, und nicht einen weiteren Steiner-Allgemeinplatz wie in Ihrem Kommentar #165.

  • #168
    Hans-Florian Hoyer

    @ Andreas Lichte #166
    “nach Lichtes Urteil” ist objektiv falsch: Ich zitiere, siehe oben, Artikel von Andreas Hirstein in der angesehenen NZZ. In diesen Artikeln wird Steiner als “selbsternannter Hellseher” und “Rassist” beschrieben.

    Sie schließen sich aber dem Urteil an – oder habe ich das falsch verstanden? Ich habe ja nicht behauptet, dass Sie der Einzige sind, sehe also nicht, was objektiv falsch sein sollte.

    Was heisst den selbsternannt im Zusammenhang mit Hellseher?
    Wie kann sich mensch als Nicht-Hellseher ein Urteil darüber bilden?
    Wenn er es war – darf er sich dann nicht als solcher outen?

    „Rassist“ hat heute eine Bedeutung, die nahelegt, dass jemand (vor allem sich selbst) der besseren Rasse/Leiblichen Grundlage zuordnet und davon Privilegien ableitet oder gar zum Rassenhass aufruft.
    Es gibt Zitate von Steiner, die man einem Rassisten zuordnen könnte.
    Dies hat die Holländische Kommisstion herausgearbeitet. Jemand, der den ethischen Individualismus als Kern seines Weltbildes hat, kann kein Rassist sein.
    Und ein Aufruf zum Rassenhass ist mir bei Steiner noch nicht untergekommen.

    Der Artikel über Rudolf Steiner in der Wikipedia ist von ziemlich unterschiedlichen Menschen mit ziemlich unterschiedlichen Interesselagen diskutiert und verfasst worden. Man kann von einer Ausgewogenheit ausgehen. Dort kommt nicht vor, dass Steiner hellseherische Fähigkeiten nur vortäuschte und zum Rassenhass aufrief. Auch von einer psychischen Krankheit ist nicht die Rede.

    Dieser Information sollten Sie sich einmal aussetzen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Steiner

  • #169
    Andreas Lichte

    @ Hans-Florian Hoyer

    Sie weichen einmal mehr aus, bieten Allgemeinplätze an, zum Beispiel:

    „Jemand, der den ethischen Individualismus als Kern seines Weltbildes hat, kann kein Rassist sein.“

    Versuchen Sie doch, das KONKRET mit dem zur Diskussion gestellten Vortrag Rudolf Steiners in Einklang zu bringen:

    http://fvn-rs.net/index.php?option=com_content&view=article&id=3709:dritter-vortrag-dornach-3-maerz-1923&catid=247:ga-349-vom-lebens-des-menschen-und-erde-&Itemid=19

    Rudolf Steiner, „Vom Leben des Menschen und der Erde – Über das Wesen des Christentums“, GA 349, Dritter Vortrag, Dornach, 3. März 1923

  • #170
    Hans-Florian Hoyer

    Herr Lichte, in dem Vortrag spricht Steiner über die verschiedenen Hautfarben von Menschen auf diesem Globus. Diese äußerlichen Unterschieden bringt er in Verbindung mit Aussagen über die Zukunft (werden aussterben) dieser Menschengruppen. Daraus leitet er keine Höher- oder Tieferstellung eines weissen Individuums gegenüber einem Andersfarbigen her.
    Dass sich die Genetik der globalisierten Menschheit nicht auf weitere Differenzierung hin bewegt, sondern sich eher ineinander aufgehen läßt, (jedenfalls sehe ich das so,) wird die Unterschiede weiter vermischen.
    Individuen mit indianischem Leib wie seinerzeit wird es dann wohl kaum noch geben. Wie nennen sie das?

    Aus dem Vortrag ist für mich weder Rassismus noch psychische Erkrankung ablesbar.

    Wie wollen Sie das überhaupt machen? Alle Vorträge nach Verdacht auf Rassismus/Psychische Erkrankung durchlesen und dann zählen?
    Oder beißen Sie sich weiter fest an den Arbeitervorträgen?

    Wie finden Sie die Bienenvorträge? Was lesen Sie daraus?

  • #171
    Andreas Lichte

    @ Hans-Florian Hoyer

    Sie schreiben: „Aus dem Vortrag ist für mich weder Rassismus noch psychische Erkrankung ablesbar.“

    Das muss wohl daran liegen, dass Sie Ihr Leben Rudolf Steiner verschrieben haben – Anthroposoph sind –, und gleichzeitig von Rudolf Steiner leben – eine sehr PRAKTISCHE Kombination.

    Das Deutschlandradio Kultur zitierte aus diesem Vortrag Steiners – als EINDEUTIGEN Beleg für Rudolf Steiners Rassismus – Zitat:

    …………………………………………….

    „Tatsächlich hat sich Rudolf Steiner rassistisch geäußert. Zum Beispiel in seinem Vortrag „Vom Lebens des Menschen und der Erde“, den Steiner 1923 in Dornach gehalten hat.

    Z5: Zitator:
    Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn.
    [Quelle: http://bit.ly/gO06Yu]“

    …………………………………………….

    Ändern wird sich an Hans-Florian Hoyers Weltsicht natürlich nichts:

    sollte sich Hans-Florian Hoyer etwa nach einem neuen Arbeitsplatz umschauen? Unmöglich.

    sollte sich Hans-Florian Hoyer etwa einen neuen Hellseher suchen? Unmöglich. Es kann doch nur einen geben: Rudolf Steiner!

  • #172
    Hans-Florian Hoyer

    Herr Lichte, ich verkneife mir, im Gegensatz zu Ihnen, hier Vermutungen über Ihre innere Unabhängigkeit anzustellen.

    Daß sich an Ihrer Weltsicht nichts ändert, ist offensichtlich. Sie nehmen Texte, wie das Frankfurter Memorandum (s.u.) und die Wikipedia einfach nicht zur Kenntnis, bzw. bauen sie nicht in Ihre Weltsicht ein.

    Stattdessen werden Sie nicht müde, jeden als Beweis zu zitieren, der diese Texte auch nicht zur Kenntnis genommen hat, bzw. nicht gelten lassen will, weil es dann keine „knackige“ Meldung gibt.

    Zitat aus dem Frankfurter Memorandum
    „Die von dem Juristen Dr.Th.A. van Baarda geleitete Kommission stellte im Ergebnis fest, dass es eine „Rassenlehre“ im Sinne einer systematischen und wertenden Unterscheidung verschiedener Menschengruppen im Werk Rudolf Steiners nicht gibt. Gleichwohl fanden sich in dem insgesamt über 89.000 Seiten umfassenden Gesamtwerk Steiners einige wenige Textpassagen, die für einzelne Individuen oder Gruppen verletzend (diskriminierend) sein können. Weil es bei einer Menschenrechtsverletzung im Kern nicht vorrangig um die Absicht eines Autors, sondern um die Wirkung bei den Betroffenen geht, stellte die Kommission in 16 Fällen fest, dass Aussagen Rudolf Steiners, würden sie heute ausgesprochen, nach internationalen Maßstäben als Straftat bewertet werden könnten. In anderen Fällen (die Kommission identifizierte insgesamt 66 Zitate) handelt es sich um minder schwere Fälle von Diskriminierung oder um missverständliche Äußerungen. Weitere 162 Textpassagen, in denen der Begriff „Rassen“ auftaucht oder die sich mit Aspekten des Judentums beschäftigen, wurden als unproblematisch eingestuft. Außerdem wies die Kommission darauf hin, dass sich Steiner im Rahmen seines sozialpolitischen Engagements ausdrücklich für die Rechtsgleichheit aller Menschen eingesetzt hat. Insgesamt betrachtete Steiner ethnische Unterschiede als zu überwindenden Faktor auf dem Weg zu einer geeinten Menschheit.

  • #173
    Andreas Lichte

    @ Hans-Florian Hoyer

    Wer nicht einmal hier:

    „Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn.“

    Rudolf Steiner, „Vom Leben des Menschen und der Erde – Über das Wesen des Christentums“, GA 349, Dritter Vortrag, Dornach, 3. März 1923

    Rassismus entdecken kann – oder will –, hat sich endgültig als Gesprächspartner disqualifiziert.

    Herr Hoyer, unser Gespräch ist hiermit BEENDET.

  • #174
    Hans-Florian Hoyer

    Herr Lichte,
    unser „Geschreib“ können Sie jederzeit beenden. Antworten Sie einfach nicht. Das steht ihnen doch frei.

    Wer hieraus

    „Außerdem wies die Kommission darauf hin, dass sich Steiner im Rahmen seines sozialpolitischen Engagements ausdrücklich für die Rechtsgleichheit aller Menschen eingesetzt hat. Insgesamt betrachtete Steiner ethnische Unterschiede als zu überwindenden Faktor auf dem Weg zu einer geeinten Menschheit.“

    nicht versteht, dass Rudolf Steiner nicht zu Recht als Rassist bezeichnet werden kann, dem ist nicht zu helfen.

  • #175
    steiners persil-schein

    bad joke vom hardcore-anthroposophen Hans-Florian Hoyer:

    die „Kommission“, die steiner einen persil-schein ausstellt, ist eine anthroposophische kommission: wen wunderts daß steiner da kein rassist ist?

    Rest editiert

  • #176
  • #177
    Andreas Lichte

    In Kommentar #168 sagt Hans-Florian Hoyer zum wikipedia-Artikel über Rudolf Steiner, Zitat Hoyer: „Dieser Information sollten Sie [Lichte] sich einmal aussetzen.“

    Der wikipedia-Artikel über Rudolf Steiner ist mir selbstverständlich bekannt. Ich habe selber versucht, die wikipedia Artikel über Waldorfschule/Rudolf Steiner/Anthroposophie mitzugestalten. Irgendwann habe ich aufgegeben, weil die anthroposophische Übermacht zu gross war:

    die wikipedia-Artikel über Waldorfschule/Rudolf Steiner/Anthroposophie sind stark anthroposophisch geprägt.

    Aber selbst die Anthroposophen konnten die Kritik an Rudolf Steiner nicht vollständig unterdrücken, zu gross war die öffentliche Wirkung des Indizierungsverfahrens der „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM) gegen Rudolf Steiner:

    wikipedia, Fussnote 94:

    „Seit etwa zwei Jahrzehnten wurden, vor allem in Deutschland, immer wieder Steiners Auffassungen über (Menschen-)Rassen exponiert, zuletzt, als das „Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ im September 2007 – nach dem Hinweis eines Bürgers – einen Antrag auf Indizierung zweier Steinerscher Werke bei der „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ einreichte.

    Die Werke seien geeignet, „Kinder und Jugendliche sozialethisch zu desorientieren“, da sie „Rassen diskriminierende Aussagen“ enthielten. Bei den genannten Werken handelt es sich um zwei Vortragsmanuskripte aus den Jahren 1909 und 1910 mit den Titeln: „Geisteswissenschaftlichen Menschenkunde“ und „Die Mission einzelner Volksseelen – Im Zusammenhang mit der germanisch-nordischen Mythologie“.

    Zwei Gutachter, Jana Husman-Kastein, Humboldt-Universität, und Andreas Lichte, Waldorflehrer, kommen zu dem Schluss, dass Steiners Werk „Thesen zur unterschiedlichen Wertigkeit von ‚Menschenrassen‘ enthalte“.

    Vgl. u. a. Marina Mai, „Diese Waldorfs! Wer seine ‚Ich-Wesenheit‘ zu wenig entwickelt hat wird zum ‚Neger‘ – befand Rudolf Steiner“. Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) hatte im September 2007 entschieden, dass die Werke des Anthroposophen Rudolf Steiner nicht auf den Index gesetzt werden. „Rudolf-Steiner-Bücher landen nicht auf Index“ (nicht mehr online verfügbar), tagesschau.de, 6. September 2007, TAZ, 23. August 2007; Per Hinrichs: „Die Lehre von Atlantis“, Spiegel-Online, 3. September 2007, Andrea Hennis, „Rudolf Steiner auf den Index?“, Focus.de, 29. August 2007.

    Die Frage nach einem möglichen Antisemitismus oder Rassismus in Steiners Werk wurde im November 2007 intensiv in der Öffentlichkeit diskutiert, nachdem Strafanzeige gegen den Rudolf Steiner Verlag gestellt worden war, weil dieser ein Buch Steiners verbreitete, in dem das Judentum als „Fehler der Weltgeschichte“ bezeichnet wurde („[Das Judentum] als solches hat sich aber längst ausgelebt, hat keine Berechtigung innerhalb des modernen Völkerlebens, und dass es sich dennoch erhalten hat, ist ein Fehler der Weltgeschichte“).

    Der Verlag kam der Forderung nach, den Band zurückzuziehen und die Passagen bei Neuauflagen mit Kommentaren zu versehen. Zur Diskussion siehe Hendrik Werner, „Wie antisemitisch war Rudolf Steiner?“, Die Welt, 29. November 2007; Sebastian Christ / Manuela Pfohl, „Waldorf-Pädagogik – Auf Tuchfühlung mit dem rechten Rand“, Der Stern, 16. November 2007. (…)“

    .

    Die bei wikipedia genannten Artikel:

    „Diese Waldorfs! Wer seine ‚Ich-Wesenheit‘ zu wenig entwickelt hat wird zum ‚Neger‘ – befand Rudolf Steiner“, Marina Mai, TAZ:

    http://www.taz.de/?id=deutschland&art=3613&id=deutschland-artikel&cHash=91e42d67ab

    .

    „Die Lehre von Atlantis“, Per Hinrichs, DER SPIEGEL:

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-52809337.html

    .

    „Rudolf Steiner auf den Index?“, Andrea Hennis, FOCUS-SCHULE:

    http://www.focus.de/schule/schule/schulwahl/waldorfschulen_aid_131029.html

    .

    „Wie antisemitisch war Rudolf Steiner?“, Hendrik Werner, DIE WELT:

    http://www.welt.de/welt_print/article1411569/Wie_antisemitisch_war_Rudolf_Steiner.html

    .

    „Auf Tuchfühlung mit dem rechten Rand“, Sebastian Christ und Manuela Pfohl, STERN.de:

    http://www.stern.de/politik/deutschland/waldorf-paedagogik-auf-tuchfuehlung-mit-dem-rechten-rand-602719.html

  • #178
    Andreas Lichte

    „3 Jahre Rudolf Steiner ist „zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen“

    Vor drei Jahren, am 6. September 2007, entschied die „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM), dass Bücher Rudolf Steiners rassistischen Inhalt haben. Die Bücher waren nur knapp der Indizierung durch die BPjM entgangen, weil der Verlag zusicherte, alsbald kommentierte Neuauflagen herauszubringen und bis dahin die Bücher nur mit einer Beilage auszuliefern. Doch nach drei Jahren ist noch immer nichts geschehen. (…)“

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/3-jahre-rudolf-steiner-ist-„zum-rassenhass-anreizend-bzw-als-rassen-diskriminierend-anzusehen“/

  • #179
    Johanna Müller

    Sämtliche Rassismusvorwürfe die gegen Rudolf Steiner erhoben werden sind sofort hinfällig wenn man berücksichtigt, dass Steiner immer von wiederholten Erdenleben ausgeht. Das heißt: Ein Mensch mit heute schwarzer Hautfarbe könnte im nächsten Leben z. B.mit weißer Hautfarbe geboren werden und ein Mensch mit derzeit weißer mit schwarzer. Es geht Steiner immer um die seelisch-geistige Individualität des Menschen, die im Laufe der Zeit zu ihrer Entwicklung ganz Verschiedenes durchzumachen hat. Und zwar jede Individualität! Sprich, wir machen mit der Zeit alle Alles durch.

  • #180
    Stefan Laurin

    @Johanna Müller: „wir machen mit der Zeit alle Alles durch“ Hoffentlich erhält dann Steiner irgendwann auch ein wenig Verstand.

  • #181
    Hans-Florian Hoyer

    #177 @ Andreas Lichte

    Jetzt würde mich noch interessieren, Herr Lichte, ob Sie differenzieren können zwischen:

    Eine Aussage ist …. gemeint

    und

    Eine Aussage kann … interpretiert werden?

  • #182
    Christopher

    @ Stefan Laurin

    du paßt aber schon auf, daß die Ruhrbarone nicht zum Steiner Sekten Treff runterkommen: das geht ja gar nicht mehr, was die Steiner Jünger „Johanna Müller“ und „Hans-Florian Hoyer“ hier hinterlassen.

  • #183
    Stefan Laurin

    @Christopher: Wer nimmt denn deren Kommentare ernst? In der Zeit in der sie hier kommentieren können sie wenigstens keinen Unsinn machen. Ich sehe das als ein sonderpädagogisches Angebot. Wir haben ja als Blog auch eine soziale Verantwortung – auch für buchstabentanzende Waldis.

  • #184
    Hans-Florian Hoyer

    Stelle fest:
    Herr Lichte geht der Kernfrage aus dem Weg.
    #181

    #182/3 gnädigster Zensurverzicht?

  • #185
    "Der Neger hat ein starkes Triebleben"

    „Waldorfschulen-Gründer:

    „Der Neger hat ein starkes Triebleben“

    (…) Von Manuela Pfohl

    (…) Nun hat sich das Bundesfamilienministerium eingeschaltet. Ursula von der Leyens Behörde hat die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) in einem „Indizierungsantrag nach dem Jugendschutzgesetz“ gebeten, zwei Bücher von Rudolf Steiner in die Liste der jugendgefährdenden Schriften aufzunehmen. Die Werke enthielten Rassen diskriminierende Aussagen, die geeignet seien, „Kinder und Jugendliche sozialethisch zu desorientieren“. Am 6. September will die Prüfstelle nun darüber entscheiden, ob Steiners „Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhang mit der germanisch-nordischen Mythologie“ und die „Geisteswissenschaftliche Menschenkunde“ auf den Index gehören oder darüber hinaus sogar strafrechtliche Relevanz besitzen. Einige Passagen aus Steiners Büchern sprechen eine eindeutige Sprache: „Die Menschen, welche ihr Ich-Gefühl zu gering ausgebildet hatten, wanderten nach dem Osten und die übrig gebliebenen Reste von diesen Menschen sind die nachherige Negerbevölkerung Afrikas geworden“ heißt es in der „Geisteswissenschaftlichen Menschenkunde“. Auch von der „passiven Negerseele“, die „völlig ihrer Umgebung, der äußeren Physis hingegeben“ sei, ist die Rede.

    „Der heutige Neger ist kindlich“

    Nicht zum ersten Mal werden die ideologischen Grundlagen der Waldorfpädagogik von den Jugendschützern untersucht. Bereits im Jahr 2000 sollte das 1936 erschienene Buch des Steiner-Schülers Ernst Uehli „Atlantis und das Rätsel der Eiszeitkunst“ auf den Index. Uehlis Buch wurde noch 1998 in den von der Pädagogischen Forschungsstelle der Waldorfschulen herausgegebenen „Literaturangaben für die Arbeit des Klassenlehrers“ zum Geschichtsunterricht der 5. Klasse als „sehr anspruchsvoll“ empfohlen. Bei Uehli heißt es unter anderem: „Der Keim zum Genie ist der arischen Rasse bereits in ihre atlantische Wiege gelegt worden.“ Und: „Der heutige Neger ist kindlich, ist ein nachahmendes Wesen geblieben.“ Der drohenden Indizierung entging das Werk damals nur, weil es gerade noch rechtzeitig vom Verlag zurückgezogen wurde.

    Die Berliner Kulturwissenschaftlerin Jana Husmann-Kastein, die für die BPjM das Gutachten „Rassenmodelle bei Rudolf Steiner – Ein Überblick und Zitatvergleich mit Ernst Uehli“ erstellt hat, weist nach, dass Uehli seine rassentheoretischen Vorstellungen aus den von ihm selber als Quelle genannten Steiner-Werken übernommen hat – ja, fast wörtlich abgeschrieben hat. Nahe liegende Schlussfolgerung: Auch Steiner sei zu indizieren. Rassen diskriminierende Aussagen finden sich aber auch in anderen Werken der 370-bändigen Steiner Gesamtausgabe. Husmann-Kastein zitiert: „Diese Schwarzen in Afrika haben die Eigentümlichkeit, dass sie alles Licht und alle Wärme vom Weltraum aufsaugen. (…) Und dieses Licht und diese Wärme im Weltraum, die kann nicht durch den ganzen Körper durchgehen, weil ja der Mensch immer ein Mensch ist, selbst wenn er ein Schwarzer ist. (…) Da muss etwas sein, was ihm da hilft beim Verarbeiten, das ist namentlich sein Hinterhirn. Beim Neger ist das Hinterhirn besonders ausgebildet. Das kann alles, was da im Menschen drinnen ist an Licht und Wärme, verarbeiten. (…) Der Neger hat also ein starkes Triebleben. (…) Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn.“ (…)

    „Indianer sind eine absterbende Rasse“

    Ein Appell, der nach Ansicht des Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, nur allzu berechtigt erscheint. Denn noch gehöre Steiner in all seinen Facetten zur pädagogischen Grundlage in Waldorfschulen, auch wenn das oftmals heftigst geleugnet würde. So weise der „Studienbegleiter der Freien Hochschule Stuttgart – Seminar für Waldorfpädagogik“ in seiner Fassung vom Juli 2005 für die Seminaristen neben einer Behandlung von Steiners „Geheimwissenschaften im Umriss“ auch einen täglichen Hauptkurs in anthroposophischer Menschenkunde aus. Andreas Lichte, 46, freier Grafiker aus Berlin, kann das bestätigen. Von Mai 2001 bis Juli 2002 machte er eine Fortbildung zum Waldorflehrer am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“. Er lernte im Fach „Allgemeine Menschenkunde“, dass „der in der Kultur etwas höher stehende Mensch sich von dem niedriger stehenden dadurch unterscheidet, dass der letztere immer mit sich zufrieden sein möchte (…)“, in der „Geographie“ hörte er, dass „die Indianer eine absterbende Rasse sind, weil ihnen die Voraussetzungen für eine kulturelle Höherentwicklung fehlen“. In Steiners Buch „Aus der Akasha-Chronik“ las er, dass „die zweite Gruppe der Astralmenschen ihre höhere Fähigkeit nur dadurch erworben hat, dass sie einen Teil der astralischen Wesenheit von sich ausgeschieden und zu niedriger Arbeit verurteilt hat. Hätte sie diese Kräfte in sich behalten (…) so hätte sie selbst nicht höher steigen können.“ Lichte ist entsetzt, fragt nach, erhält aber von den Dozenten keine Antworten.

    Atlantis als historische Tatsache

    Also macht er sich selber auf die Suche und findet schließlich eine Erklärung für die abenteuerlichen Aussagen der Waldorfdozenten: In Steiners Buch „Menschheitsentwickelung und Christus-Erkenntnis“ findet er zwei Schaubilder Steiners, die die menschliche Evolution vom „Atlantier“ zum „Europäer“, bzw. vom „Mensch“ zum „Arier“ zeigen. Auf dem Wege der Höherentwicklung des Menschen gibt es zwei „dekadente Abzweigungen“: „Affen“ und „Indianer“. Und im Text entsprechende rassistische Erläuterungen Steiners. Unglaublich. Gleichzeitig erhält Lichte „Geschichtsepochenhefte“ von Waldorfschülern, aus denen eindeutig hervorgeht, dass „Atlantis“ in den Waldorfschulen nach wie vor als historische Tatsache unterrichtet wird.

    Lichte sagt: „Der Indizierungsantrag ist für mich die ultima ratio, doch noch eine wirkliche Diskussion zur Anthroposophie und damit zur Waldorfpädagogik in Gang zu setzen.“ Denn das Gespräch hatte er gesucht, auch bei Walter Hiller, seinerzeit Geschäftsführer des Bundes der Freien Waldorfschulen. Hiller antwortete auf Lichtes Bedenken. Er verteidigt Steiner und wirft Lichte mangelnde Einsicht in die Thematik vor: „Ich kann sehr gut verstehen, dass die spontane Begegnung mit Begriffen wie ‚absterbende Rasse‘, ‚dekadente Abzweigung‘ im Zusammenhang mit dem Schicksal der Indianer geradezu wie eine Rechtfertigung für den unmenschlichen Umgang mit den Einwohnern Amerikas wirken“, meint Hiller. „Dies ist sicher nicht der einzige ‚Kurz-Schluss‘, der sich beim Kennenlernen des Werkes Steiners zunächst ergeben kann, sicher aber der folgenreichste, weil die assoziierte Thematik mit ihrem Gewicht schon sehr viel gelassenes Erkenntnisstreben braucht, um den Gedanken von der ‚Entwicklung der Menschheit‘ nach-zu-denken, um seine aktuelle Relevanz zu prüfen.“

    NPD-Mann wollte Waldorf-Heim gründen

    Ein Ansatz, den auch der niedersächsische NPD-Spitzenfunktionär Andreas Molau auf seine Weise verfolgt. Der 39-Jährige, der bis 2004 an einer Waldorfschule in Braunschweig Politik, Geschichte und Musik unterrichtete, sagt, Steiner habe stets „völkisch argumentiert und nicht umsonst die Differenzen von Rassen und Völkern betont“. (…)“

    quelle: http://www.stern.de/panorama/waldorfschulen-gruender-der-neger-hat-ein-starkes-triebleben-596962.html

  • #186
    Andreas Lichte

    http://www.ruhrbarone.de/150-jahre-rudolf-steiner-–-„aber-ich-hab’-doch-nichts-davon-gewusst“/comment-page-4/#comment-84610

    #171 | Andreas Lichte sagt am 30. April 2011 um 18:05

    @ Hans-Florian Hoyer

    Sie schreiben: “Aus dem Vortrag ist für mich weder Rassismus noch psychische Erkrankung ablesbar.”

    Das muss wohl daran liegen, dass Sie Ihr Leben Rudolf Steiner verschrieben haben – Anthroposoph sind –, und gleichzeitig von Rudolf Steiner leben – eine sehr PRAKTISCHE Kombination.

    Das Deutschlandradio Kultur zitierte aus diesem Vortrag Steiners – als EINDEUTIGEN Beleg für Rudolf Steiners Rassismus – Zitat:

    …………………………………………….

    “Tatsächlich hat sich Rudolf Steiner rassistisch geäußert. Zum Beispiel in seinem Vortrag “Vom Lebens des Menschen und der Erde”, den Steiner 1923 in Dornach gehalten hat.

    Z5: Zitator:
    Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn.
    [Quelle: http://bit.ly/gO06Yu”

    …………………………………………….

    Ändern wird sich an Hans-Florian Hoyers Weltsicht natürlich nichts:

    sollte sich Hans-Florian Hoyer etwa nach einem neuen Arbeitsplatz umschauen? Unmöglich.

    sollte sich Hans-Florian Hoyer etwa einen neuen Hellseher suchen? Unmöglich. Es kann doch nur einen geben: Rudolf Steiner!

  • #187
    Thomas

    […. Werke Steiners ab 1900 Produkte eines Geisteskranken. Schizophrene Symptome eindeutig. „Wie unzählig andere Schizophrene vor und nach ihm hat Rudolf Steiner in seiner Psychose das Erlebnis des Sterbens gehabt. Es unterscheidet ihn von vielen Kranken, daß ihm die Kraft blieb, dieses Erlebnis darzustellen und so zu objektivieren, daß gerade der davon handelnde Teil seiner Werke die größte Anziehungskraft auf seine Anhängerschaft ausübte. Er erlebt ja seine höheren Welten wirklich, er steht offenbar in offener (halluzinatorischer) Sinnenverbindung mit ihnen und erfährt daher fortwährend etwas Neues. Steiner litt an jener besonderen Verlaufsform der Schizophrenie, deren verschiedene Varianten Emil Kraepelin unter dem Namen Paraphrenien zusammenfaßte: Paraphrenia expansiva, confabulans und phantastica. Alle drei Untergruppen erfüllt Steiner in ihren Merkmalen“. (W. Lange-Eichbaum / W. Kurth: „Genie, Irrsinn und Ruhm“, München/Basel 1967/1979, S. 534) …]

    http://www.luebeck-kunterbunt.de/Kunterbunt/Anthroposophen.htm

  • #188
    Paul

    @ Thomas

    die sekte betet also einen „schizophrenen“, geisteskranken rudolf steiner an. wie heisst die sekte eigentlich korrekt:

    “rudolf-steiner-sekte” ?

    “steiner-sekte” ?

    “anthroposophen-sekte” ?

    “sekte anthroposophie” ?

    “waldorf-sekte” ?

    oder vielleicht “waldorfianer-sekte”:

    http://derstandard.at/1304553480433/derStandardat-Reportage-Mit-Schlingenmalen-zum-Schreiben-finden

    “Hopmann sieht bei “Waldorfianern” eine Sekte

    Überhaupt sieht er [Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Universität Wien] in den Schriften Steiners ein “Gemengelager aus dem, was im 19. Jahrhundert populär war. Die Lehre ist eine Mischung aus Rassentheorie, Welttheorie, Astraltheorie, Weltuntergang und Atlantis”. Dass die Anhänger von Steiner sagen, dass es ihnen vor allem um das Kind gehe, klinge zwar “freundlich”, gemeint sei damit aber, dass sie das Kind als “Spielfläche für die eigenen Pädagogik” verwenden würden. “Denen geht es um das Kind so wie es der Bank ums Geld geht”, so Hopmann.

    Wenn man seinem Kind einer Sekte aussetzen wolle und will, dass es nach der Lehre von Steiner unterrichtet wird, dann könne man das aber natürlich machen. “Das ist das Recht der Eltern”. Dass manche Kinder schadenfrei aus der Waldorfschule kommen können, sei nur ein Beweis dafür, dass starke Kinder und ihre Eltern den Schaden ausgleichen können.“

  • #189
    Waldorfschule: „Man kann nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein“

    “Waldorfschule: „Man kann nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein“

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie. Das Interview führte Andreas Lichte für die Ruhrbarone (…)

    Hopmann: (…) Tatsächlich sind der Rassismus, die Entwicklungslehre, die Geschichtsphilosophie und die übrigen Bausteine des Zeitgeists des späten 19. Jahrhunderts, die Steiner zu einer eigenen Weltanschauung amalgamiert hat, so eng verbunden, dass man da nicht nur ein „bisschen“ Waldorf sein kann.

    Allerdings machen die Waldorfschulen das schon geschickt: Sie fallen nicht mit der Tür ins Haus, sie unterrichten nicht direkt aus Steiners Werken, sondern sie lassen ihre Weltanschauung eher still und heimlich in ihre Arbeit einfließen, in ihre Kinderwahrnehmung, in ihre Auswahl der Unterrichtsinhalte usw. Ähnlich wie auch bei anderen Sekten ist das ein schleichendes Gift, dessen Wirkung man oft erst merkt, wenn es fast zu spät ist (…)”

    das vollständige Interview: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/

  • #190
    Andreas Lichte

    „Waldorfschule: Prof. Peter Loebell verkauft Rudolf Steiners Jahrsiebte

    Prof. Dr. Peter Loebell, Dozent an der anthroposophischen Freien Hochschule Stuttgart, behauptet, dass die für die Waldorfpädagogik zentrale „Jahrsiebte-Lehre“ Rudolf Steiners mit der empirischen Forschung vereinbar sei (…)

    (…) Aha. Das sieht der „geschulte Hellseher“ Rudolf Steiner. Aber warum meint Loebell, sich auf Steiner berufen zu können? Ist Loebell selber „geschulter Hellseher“? Oder plappert er einfach nur nach, was ihm Rudolf Steiner vorgesagt hat? Das möchten wir bei einem „Prof. Dr.“ doch nicht hoffen! (…)

    (…) Im Interview für die Ruhrbarone befragte ich Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, zu Steiners Jahrsiebten:

    „Lichte: noch einmal zur Jahrsiebtelehre – von 0–7 Jahre wird der physische Leib entwickelt, von 8–14 Jahre der Ätherleib, von 15–21 Jahre der Astralleib, vom 21 Lebensjahr an endlich das „Ich“ – erst dann ist der Mensch ein Mensch. Was sagen Sie zu Steiners Mensch aus dem Esoterik-Baukasten?

    Hopmann: Wir leben in einer freien Gesellschaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glauben. Nur sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun.“

    zum Artikel: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-prof-peter-loebell-verkauft-rudolf-steiners-jahrsiebte/

  • Pingback: Baadische Zeitung und Rudolf Steiner: Bejubeln ja, Zitieren nein. | Ruhrbarone

  • Pingback: zoom » Badische Zeitung feiert Rudolf Steiner - Kritik nicht erwünscht? «

  • #193
    Andreas Lichte

    Leseempfehlung:

    „Techniker Krankenkasse lässt Versicherte für anthroposophische Pseudomedizin bezahlen

    (…) Rudolf Steiner (1861–1925) war ein populärer Scharlatan und größenwahnsinniger Sektenführer, dessen „Anthroposophie“ so gut wie keinen Lebensbereich unberührt lässt. Seine Heilslehre, die in Anthroposophenkreisen auch irreführend als „Geisteswissenschaft“ bezeichnet wird, gründet sich praktisch vollständig auf den hellseherischen Eingebungen Steiners. Neben bio-dynamischem Gemüse, Heileurythmie und Waldorfschulen haben wir ihm so auch eine anthroposophische „Medizin“ zu verdanken. Das typische anthroposophische Heilmittel ist oft homöopathischen oder pflanzenheilkundlichen Charakters und wird mit einem überdeutlichen Hinweis auf das „Sanfte“ – da „Natürliche“ und „Ganzheitliche“ – vermarktet (…)

    zum Artikel von Martin Ballaschk: http://www.ruhrbarone.de/techniker-krankenkasse-laesst-versicherte-fuer-anthroposophische-pseudomedizin-bezahlen/

  • #194
    150 Jahre Rudolf Steiner

    150 Jahre Rudolf Steiner: Prof. Hopmann im Interview über die Waldorf-Sekten-Schule

    http://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2012/01/18/150-jahre-rudolf-steiner-prof-hopmann-im-interview-uber-die-waldorf-sekten-schule/

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  • #197
    Andreas Lichte

    “Hitler, Steiner, Mussolini

    (hpd) Andreas Lichte beschreibt eine in Deutschland weitestgehend unbekannte historische und aktuelle Situation in Italien und kommt in seinem Artikel „Zur Anthroposophie im italienischen Faschismus und ihrer anthroposophischen Rezeption heute“ zu belegten Darstellungen und Schlussfolgerungen, die ein helles Licht auf die Implikationen der Anthroposophie werfen.

    Waldorfschulen und Anthroposophie versuchten, mit den Nationalsozialisten zusammenzuarbeiten, wie es in einem Memorandum der Vereinigung der Waldorfschulen an Rudolf Hess offenbar wird: Man erklärte, dass Waldorfschulen „in kleinem Maßstab das verwirklichten, was die Volksgemeinschaft im nationalsozialistischen Staat im Großen anstrebt“.(1) Wurde die Anthroposophie von den Machthabern in Deutschland letztlich als weltanschauliche Konkurrenz wahrgenommen, so war sie in Italien eine willkommene „spirituelle“ Ergänzung des Faschismus. Hier konnten Anthroposophen ihren Traum von der „überlegenen arischen Rasse“ (2) ausleben, und daran arbeiten, Rudolf Steiners programmatische Aussage „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse“ (3) zu verwirklichen.

    „Rudolf Steiner war ein wahrhaft idealer Vorläufer des neuen Europa von Mussolini und Hitler. Ziel dieser Schrift war es, den Geist und die Figur dieses großen, modernen, deutschen Mystikers für die Bewegung zu beanspruchen – eine Bewegung, die nicht nur politisch, sondern auch spirituell ist – eingeführt in die Welt von den zwei parallelen Revolutionen, der Faschistischen und der Nationalsozialistischen Revolution, denen Rudolf Steiner als echter Vorläufer und spiritueller Pionier in idealer Weise angehört.“ (4) (…)“

    weiter: http://hpd.de/node/12972

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  • #199
    Andreas Lichte

    “Anthroposophie und Nationalsozialismus: ‘Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft’

    (…) Anthroposophen arbeiteten in allen für sie wichtigen Praxisfeldern mit nationalsozialistischen Organisationen zusammen, im Überblick:

    – Waldorfschulen: „Das Motto der Waldorfbewegung im »Dritten Reich« lautete: »Die Waldorfschulen erziehen zur Volksgemeinschaft.«1 Ihrer Selbstdarstellung zufolge lieferte die anthroposophische Pädagogik einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau des neuen Deutschlands durch »die Pflege des völkischen Gedankens und die Betonung des Wesens und der Aufgaben des deutschen Geistes« und stand damit »im Einklang mit der Grundgesinnung des nationalsozialistischen Staates«.2“3

    – Anthroposophische Medizin: „Die Vereinigung anthroposophischer Ärzte stellte eine Hauptstütze der NS-treuen »Reichsarbeitsgemeinschaft für eine Neue Deutsche Heilkunde dar«.“4

    – „Biologisch-dynamische“ Landwirtschaft: „1935 wurde der »Reichsverband für biologisch-dynamische Wirtschaftsweise« korporatives Mitglied der nationalsozialistischen »Deutschen Gesellschaft für Lebensreform« (Motto: »Die Weltanschauung der Deutschen Lebensreformbewegung ist der Nationalsozialismus«).“5 (…)”

    zum vollständigen Artikel: http://www.ruhrbarone.de/anthroposophie-und-nationalsozialismus-die-waldorfschulen-erziehen-zur-volksgemeinschaft/

  • #200
    Andreas Lichte

    „Geschichte in der Waldorfschule: ‘Atlantis’ und die ‘Rassen’

    (…)

    Rassismus im Geschichtsunterricht der Waldorfschule

    (…) Geschichtsepochenhefte beginnen mit „Atlantis“. Dazu sagt der Anthroposoph Richard Karutz8 – mit dem Ziel, die Vereinbarkeit von anthroposophischer und nationalsozialistischer Rassenlehre herauszustellen: „Der Nationalsozialismus ist, vielen unbewusst, tatsächlich eine geistige Bewegung, Rassenbildung und Rassenschichtung in Europa gehen tatsächlich bis in jene atlantischen Zeiten zurück, von denen Rudolf Steiner spricht.“9

    Im Kapitel „Unsere Atlantischen Vorfahren“ seines Buches „Aus der Akasha-Chronik“ spricht Rudolf Steiner von „Atlantis“ und den „Rassen“, Zitat:

    „Die Vorfahren der Atlantier wohnten auf einem verschwundenen Landesteil, dessen Hauptgebiet südlich vom heutigen Asien lag. Man nennt sie in theosophischen Schriften die Lemurier. Nachdem diese durch verschiedene Entwicklungsstufen gegangen waren, kam der größte Teil in Verfall. Er wurde zu verkümmerten Menschen, deren Nachkommen heute noch als sogenannte wilde Völker gewisse Teile der Erde bewohnen. Nur ein kleiner Teil der lemurischen Menschheit war zur Fortentwicklung fähig. Aus diesen bildeten sich die Atlantier. – Auch später fand wieder etwas ähnliches statt. Die größte Masse der atlantischen Bevölkerung kam in Verfall, und von einem kleinen Teil stammen die sogenannten Arier ab, zu denen unsere gegenwärtige Kulturmenschheit gehört. Lemurier, Atlantier und Arier sind, nach der Benennung der Geheimwissenschaft, Wurzelrassen der Menschheit.“10

    In Atlantis findet also eine Trennung der Menschheit statt, in auserwählte Menschen – „Arier“–, die die „Menschheitsentwicklung“ voranbringen, und andere Menschen, die dem „Verfall“ preisgegeben sind. Die für ihn zwangsläufige Entwicklung fasst Rudolf Steiner in den von Helmut Zander oben erwähnten „Arbeitervorträgen“ im Jahre 1923 so zusammen:

    „Auf der einen Seite hat man die schwarze Rasse, die am meisten irdisch ist. Wenn sie nach Westen geht, stirbt sie aus. Man hat die gelbe Rasse, die mitten zwischen Erde und Weltenall ist. Wenn sie nach Osten geht, wird sie braun, gliedert sich zu viel dem Weltenall an, stirbt aus. Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse.“11

    Im Geschichtsepochenheft liest sich die Auswahl der Menschen mythologisch verklärt so – Atlantis versinkt, und, Zitat Geschichtsepochenheft (…)“

    zum vollständigen Artikel mit Quellenangaben: http://www.ruhrbarone.de/geschichte-in-der-waldorfschule-atlantis-und-die-rassen/

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  • #203
    Andreas Lichte

    „Geschichte in der Waldorfschule: ‘Atlantis’ und die ‘Rassen’

    Bei Diskussionen mit Befürwortern der Waldorfschule bekommt man immer wieder Standard-Antworten zu hören, wie sie der ehemalige Waldorfschüler Lukas Böhnlein in seinem „Waldorfschulen Bullshit-Bingo“ festgehalten hat. Sehr beliebt dabei: „Du hast noch nie eine Waldorfschule von innen gesehen!“ Kritik VON AUSSEN wird damit jegliche Berechtigung abgesprochen. Aber daraus ergibt sich auch die Frage: „Was können Eltern und Schüler IN DER WALDORFSCHULE eigentlich sehen, wenn sie nichts über Rudolf Steiners ‘Anthroposophie’ wissen, auf der die gesamte Waldorfpädagogik basiert?“ (…)“

    weiter hier: http://www.ruhrbarone.de/geschichte-in-der-waldorfschule-atlantis-und-die-rassen/

  • #204
  • #205
    Andreas Lichte

    Erste deutsche staatliche Waldorfschule: Wirbt Christian Füller, taz, für die ‘Sekte’ Anthroposophie?

    Regelmässig erfreut die taz ihre anthroposophischen Leser mit der Beilage „taz THEMA Anthroposophie“. Nun wirbt Christian Füller in der taz-Rubrik „Zukunft – Bildung“ für ein höchst umstrittenes Schulprojekt, die erste „staatliche Waldorfschule“ Deutschlands, als „Zukunftsmodell für das Bildungswesen“. Wirbt Christian Füller damit für die, Zitat Prof. Hopmann, „Sekte“ Anthroposophie?

    Christian Füller beginnt seinen Artikel so: „Die Nachrichtenlage ist unübersichtlich, was die staatliche Waldorfschule in Hamburg anlangt. Ein Rudolf-Steiner-Hasser aus Bremen sammelt Unterschriften, um die Schule zu verhindern.“ Quellenangaben – z.B. einen einfachen link – hält Christian Füller offensichtlich nicht für nötig, um die „Nachrichtenlage“ zu verbessern, stattdessen versucht er es mit einer Unterstellung: „Rudolf-Steiner-Hasser aus Bremen …“.

    Nein, André Sebastiani, Gastautor der Ruhrbarone, und Initiator der Petition „Gegen die geplante staatliche Waldorfschule in Hamburg“ ist kein „Steiner-Hasser“. Sebastiani interessiert sich als Lehrer einer öffentlichen Schule in Bremen für „Bildung“. Irgendwann stiess er auf das Thema „Waldorfschule“ und hat sich seitdem intensiv damit auseinandergesetzt, wie bei den Ruhrbaronen hier nachzulesen ist: Waldorfschule: Versteinerte Erziehung (…)“

    weiter beim Original-Artikel: http://www.ruhrbarone.de/erste-deutsche-staatliche-waldorfschule-wirbt-christian-fueller-taz-fuer-die-sekte-anthroposophie/

  • #206
    Andreas

    „Rudolf Steiners ‘Töne wie aus einer undichten Gummizelle!’

    Harry Rowohlt wird immer wieder öffentlich als „prominenter Waldorfschüler“1 genannt, hat aber nie eine Waldorfschule besucht, sondern die „Walddörfer Schule“ in Hamburg, was er in einem pointierten Leserbrief an die „taz“2 klar stellte. Bernd Durstewitz fragt Harry Rowohlt am 1. April 2009 in einem Telefoninterview:

    Durstewitz: „Haben Sie etwas dagegen, mit der Waldorfschule in Verbindung gebracht zu werden?“

    Rowohlt: „Alles. Wegen der ewigen Verwechselung habe ich mich mal mit den Schriften Rudolf Steiners beschäftigt. Da fand ich eine schöne Textstelle: ‘Der Blonde, Blauäugige ist dem Dunkelhaarigen, Braunäugigen intellektuell überlegen, weil bei Letzterem zuviel Geisteskraft in die Pigmentierung fließt’. Das wäre geeignet gewesen für ein Quellenverzeichnis von Hitlers ‘Mein Kampf’. Töne wie aus einer undichten Gummizelle!“3

    Was hat Harry Rowohlt da nur gelesen? Das, Zitat Rudolf Steiner:

    „(…) Die blonden Haare geben eigentlich Gescheitheit. Geradeso wie sie wenig in das Auge hineinschicken, so bleiben sie im Gehirn mit Nahrungssäften, geben ihrem Gehirn die Gescheitheit. Die Braunhaarigen und Braunäugigen, und die Schwarzhaarigen und Schwarzäugigen, die treiben das, was die Blonden ins Gehirn treiben, in die Augen und Haare hinein. Daher werden sie Materialisten, gehen nur auf dasjenige, was man sehen kann, und es muss durch eine geistige Wissenschaft ausgeglichen werden. Man kann also eine Geisteswissenschaft haben in demselben Masse, als die Menschheit mit der Blondheit ihre Gescheitheit verliert. (…) Denn es ist tatsächlich so, dass, je mehr die blonden Rassen aussterben, desto mehr auch die instinktive Weisheit der Menschen stirbt. Die Menschen werden dümmer. (…)“4

    weiter (dort auch Quellenangaben): http://www.schiebener.net/wordpress/?p=29992

  • #207
    Andreas Lichte

    „Rudolf Steiner, ‘Philosoph’?

    (…)

    János Darvas [„jüdischer Lehrer an Waldorfschulen“], der versucht „Anthroposophie und Kabbala in Beziehung zu setzen“, und dabei über die nächstliegende aller möglichen Erkenntnisse hinwegsieht? Dass Rudolf Steiner ein notorischer Antisemit ist, Zitat Steiner:

    „Das Judentum als solches hat sich aber längst ausgelebt, hat keine Berechtigung innerhalb des modernen Völkerlebens, und daß es sich dennoch erhalten hat, ist ein Fehler der Weltgeschichte, dessen Folgen nicht ausbleiben konnten. Wir meinen hier nicht die Formen der jüdischen Religion allein, wir meinen vorzüglich den Geist des Judentums, die jüdische Denkweise.“(13)

    (…)“

    zum Artikel (mit Quellenangaben): http://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2014/12/01/rudolf-steiner-philosoph/

  • #208
    Andreas Lichte

    „Rudolf Steiners rassistischer Science-Fiction-Trash: ‘Aus der Akasha-Chronik’“

    (…)

    Steiners Buch „Aus der Akasha-Chronik“ findet sich auf einer Literaturliste der „Pädagogogischen Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschulen“ für den Geschichtsunterricht in Waldorfschulen zum Thema „Atlantis“

    zum vollständigen Artikel: https://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2014/12/18/rudolf-steiners-rassistischer-science-fiction-trash-aus-der-akasha-chronik/

  • #209
    Andreas Lichte

    „‘Unsere atlantischen Vorfahren’ im Waldorfkindergarten Schwerte

    Auf seiner Homepage stellt der Waldorfkindergarten Schwerte „Literatur zur Waldorfpädagogik“ vor. Darunter Rudolf Steiners rassistischer Science-Fiction-Trash: ‘Aus der Akasha-Chronik’

    (…)

    Wer wie Waldorferzieher und Waldorfeltern bestätigt, dass Steiner Recht hat, und seine „Erkenntnisse“ tatsächlich aus „übersinnlicher Anschauung“ schöpft, der hat erfolgreich gelernt, „einem menschlichen Manu frei zu folgen“ – sprich: Steiner zu folgen –, und ist ein Teil der Waldorfbewegung geworden, die der Bildungswissenschaftler Prof. Hopmann als „Sekte“ bezeichnet.

    (…)“

    zum vollständigen Artikel: https://ratgebernewsblog2.wordpress.com/2015/02/08/unsere-atlantischen-vorfahren-im-waldorfkindergarten-schwerte/

  • #210
    Andreas Lichte

    Christian Clements ‘kritische Ausgabe der Schriften Rudolf Steiners‘ (SKA)

    Des Steiners neue Kleider

    BERLIN. (hpd) Die Anthroposophie versucht seit Jahren, Rudolf Steiner ein neues, positives und neutrales Image zu geben: weg vom „verstörenden“ Esoteriker Steiner, hin zum bedeutenden Philosophen Steiner. Dass sich ein nach aussen hin renommierter Verlag, der „Frommann-Holzboog Verlag“, an dem anthroposophischen Betrug beteiligt, überrascht.

    (…)

    Wie weit Clement in seiner anthroposophischen Heiligsprechung Rudolf Steiners geht, mit welchen letzten Mitteln er versucht, Steiner als „eigenständig“ darzustellen, überrascht dann aber doch, Peter Staudenmaier:

    „Ein besonders bedauerliches Beispiel illustriert die Unzulänglichkeiten in Clements Herangehensweise. In seiner Diskussion von Steines Aneignung der fiktionalen Figur des ‘Hüters der Schwelle’ schreibt Clement, dass ‘Kritiker’ der Anthroposophie die ‘Anklage’ erhoben hätten, dass Steiner diese Figur aus einem Roman des neunzehnten Jahrhunderts von Edward Bulwer-Lytton übernommen habe. Aber dies hat nichts mit Kritik zu tun, noch viel weniger mit Anklagen; es ist eine einfache Angabe der Quelle Steiners. Es ist zugleich ein sinnvolles Beispiel für Anleihen des Okkultismus aus der fiktionalen Literatur.

    Clement leugnet rundweg all dies, indem er offensichtlich den historischen Kontext ignoriert. Das ist ein sehr seltsamer Standpunkt, da Steiner offen andere Elemente aus Bulwer-Lyttons fiktionaler Literatur auslieh, so wie den Begriff ‘Vril’, und da der fragliche Roman viele unverhohlen okkulte Bestandteile enthält und ein schönes Beispiel des Viktorianischen Revivals von Themen der Rosenkreuzer ist.“

    Bulwer-Lyttons “Vril” wird von Steiner als „Lebenskraft“ übernommen, wie auch die „in geringer Höhe über dem Boden schwebenden Fahrzeuge der Atlantier“ in Rudolf Steiners rassistischem Science-Fiction-Trash „Aus der Akasha-Chronik„.

    zum Artikel beim „Humanistischen Pressedienst“ (mit Kommentaren des Anthroposophen Christian Clement): http://hpd.de/artikel/11618

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