Angriff der Traktor-Taliban

Deutschlandweit gehen Bauern auf die Straße, weil sie weiterhin subventionierten Diesel haben wollen. Eine Glosse von Georg Kontekakis.

Auf den Straßen unserer Heimat gibt es nach den Klimaklebern nun einen Newcomer im Bereich der Verkehrsverbrechen – Bauern. Als echte Kerle, die anpacken können, stellen sich die Traktor-Taliban auch gleich viel geschickter darin an, handfestes Verkehrschaos zu produzieren. Statt schmächtige Soziologie-Studenten mit Sekundenkleber an die Straße zu heften, blockieren sie Verkehrsachsen und Rettungswege mit schwerem Gerät, schaffen es sogar den Fährverkehr zu behindern. Da geht nichts mehr!

Auch die Zielsetzung der Agrar-Assis ist viel unverbrauchter. Während die langzeitstudierenden Öko-Terroristen mit ihrer Kleberei wie immer die Welt retten wollen (gähn) geht es den Gülle-Ganoven einfach nur darum ihre geilen Diesel-Subventionen zu behalten und weiter steuerfinanziert fett vom Staat abzusahnen – wie erfrischend ehrlich ist das denn! Einfach sympathisch wie authentisch die Erntedank-Eiferer knallhart ihre Interessen durchboxen.

Sicher, das Bedrängen von Robert Habeck in seinem Urlaub und das Aufstellen von Galgen sind nicht die feine Art, aber es heißt ja immerhin Dreschflegel und nicht Dreschgentleman – oder so. Wer weiß das schon. Echte Saatgut-Satanisten setzen sich zur Not auch mit Pflug und Trug für die gerechte Sache ein.

Die Subventionsstreichung wurde zwar wieder zurückgenommen, aber auch an diesem Montag sind unsere Monokultur-Motzköpfe wieder auf der Straße, um noch mal so richtig Heckmeck zu machen. Ich wünsche den frechen Fruchtfolge-Faschisten auf jeden Fall gutes Gelingen – wer weiß, noch ein oder zwei Wochen so weiter und es ist vielleicht eine Subventionserhöhung drin?

Liebe Grüße

Ihr Georg Kontekakis

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