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AstraZeneca: Freiheit statt Vorsorgeprinzip

Impfstoff von AstraZeneca Foto: gencat cat Lizenz: CC0

Das Vorsorgeprinzip ist längst zu einem  lähmendes Gift geworden. Es ist an der Zeit, es zu hinterfragen.

Die Grundidee des Vorsorgeprinzips ist vernünftig: Man wartet nicht ab, bis eine Katastrophe eingetreten ist, sondern handelt vorher so, dass es erst gar nicht zu ihr kommt. Doch zu hoch dosiert, wird das Vorsorgeprinzip zu einem lähmenden, Gift.

AstraZeneca ist ein Impfstoff, bei dem es in sehr wenigen Fällen zu Thrombosen kommen kann. Wenn man den Menschen sagt, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass sie davon betroffen sein könnten, muss er ihre Entscheidung sein, ob sie es nehmen oder nicht. Zumal man mit der parallelen Einnahme von Blutverdünnern wie Aspirin dieses Risiko noch einmal senken kann.

Aber wie viele in der CDU ist Spahn der Ideologie des Vorsorgeprinzips verfallen: Kein Risiko ist zumutbar, Zero-Emission, das Leben im Nannie-Staat als Ziel, der Mensch nicht mehr als mündiger Bürger sondern als Kind, dass an die Hand genommen und beschützt werden muss.  Der Gegenentwurf zu dieser autoritären Ideologie, die nur die Gesellschaft lähmt, ist die Freiheit: Wenn ich die Informationen habe, will ich selbst entscheiden, ob ich mich impfen lasse oder nicht. Und ganz nebenbei: Die Freiheit einzuschränken, weil sie gefährlich sein könnte, darf nur in gut begründeten Ausnahmefällen geschehen. Leben ist Risiko – das wird sich niemals  ändern.

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5 Kommentare zu “AstraZeneca: Freiheit statt Vorsorgeprinzip

  • #1
    Dirk Fern

    Im Moment wird viel darüber spekuliert, welche Rolle das Thema Corona im anstehenden Bundestagswahlkampf spielen wird.
    Ich könnte mir vorstellen, dass das Thema Freiheit zum ersten Mal bei einem Bundestagswahlkampf eine bedeutende Rolle spielen könnte.
    Ich könnte mir vorstellen, dass auf einem Wahlplakat folgender Slogan steht:
    "Corona hat uns den Wert der Freiheit gelehrt."
    Ich habe aber keine Idee, welche Partei davon profitieren könnte.

  • #2
    abraxasrgb

    D´accord Stefan!
    Nudging, Nanny & Mutti Merkel (ohne eigne Kinder, was nicht ganz unbedeutend ist) an der Spitze der Versagens- und Verwaltungspyramide.
    Mit Bürokratie ist noch nie eine Schlacht, ein Krieg gewonnen oder eine Katastrophe gelindert worden.
    Die erlernte Hilflosigkeit in Verbindung mit einer dekadenten Form der Wohlstandsverwahrlosung (zwei Seiten derselben Medaille).
    In einem anderen Artikel wurde die Chuzpe / der Pragmatimus eines Helmut Schmidt erwähnt.
    Als die Meldung durch die Mainstream-Medien ging, dass die Bundeswehr eingesetzt wurde, dachte ich an Lazarette, Ärzte und Sanitäter, nicht an Fernmelder, die Kontaktnachverfolgungsanrufe nach „Aktenlage“ bzw. Papierdokumentation als Krisen-Callcenter erledigen.
    Ich komme mir vor, wie in der größten medialen Massenhysterie in Verbindung mit struktureller, systemischer Dummheit, seit Orson Welles „Krieg der Welten“.
    Covidioten sind in meinem Idiom die Volldeppen, die alleine im Auto sitzend eine FFP2 Maske tragen 😂

    Ich kann gar nicht so viele Kontakte haben, wie ich Coronoia bewusst machen möchte …

    Frei nach Nietzsche: Das Leben ist eine Krankheit, die sexuell übertragen wird und stets tödlich endet. Enjoy it 😘

  • #3
    Björn Wilmsmann

    Offensichtlich ist die Pandemie in Deutschland vorbei, wenn man sich erlauben kann, ein potentiell lebensrettendes Medikament mit klarer Kosten- / Nutzenbilanz ungenutzt zu lassen.

  • #4
    abraxasrgb

    Björn #3 Mein Eindruck ist schon seit langer Zeit, dass der deutsche Mainstream nur kategorial, rigoristisch urteilen kann, weil er eben nicht kalkulierend, rational denken kann …

    Es erscheint mir daher eher ein systemischer „Webfehler“ der Prozesse zu sein, der personalisiert wird (manchmal zu recht, wenn es um die medialen Repräsenta(n)ten geht).

    Frei nach dem Motto:
    „Hauptsache wir alle halten mit Vollgas 100%ig den Kurs, der dogmatisch vorgegeben ist, auch wenn es auf die Wand zugeht“ 😉

    Wenn man derartige strukturelle Sturheit auch noch mit Stress befeuert, reagiert ein System mit der Verstärkung bislang bewährter Routinen, was wiederum einen Teufelskreis antreibt, den Arnold Voß kürzlich einem Artikel hier sehr klug und sachlich beschrieben hat. Die Lähmung entsteht durch den Versuch, es immer prinzipieller und genauer zu machen, statt schneller und experimenteller. Verwaltung oder Wissen-schaf(f)t, die sich weniger im Gegenstand, wie Medzin, Physik oder Biologie erschöpft, sondern in der Methode des Erkenntnisgewinns.

    Du hast doch selbst erlebt, wie die wesentliche Chance der Vernetzung und Selbst-Organisation und der daraus entstehende gute Lösungsweg, in den Mühlen schwerfälliger staatlicher Prozesse und Strukturen des Alltags, wieder zu Staub zerrieben wird.

    Ich wünsche Dir von Herzen viel Erfolg bei der Umsetzung Deiner Ideen zur konkreten Veränderung der Situation! Vor allem viele Mit-Macher! Nicht nur Abnicker und Zustimmer …

    Unserem „kulturellem Gedächtnis“ im Sinne der Assmanns, kann man derzeit nur einen Teil-Reset empfehlen. Anstatt alles auf eine Karte zu setzen, könnten wir auch auf vielen verschiedenen Wegen in die Zukunft gehen und voneinander lernen, statt immer schneller auf der Stelle zu rennen 🤪

    Zu Deinem Befund: Ja, es gibt kein Verfahren für solche Situationen, insofern ist die Pandemie nie angekommen, weil sie ein blinder Fleck öffentlicher Verwaltung und ihrer Strukturen ist … also nie vorbei … noch so ein Psycho-logisches Paradoxon. Das war kein Sprint, sondern wird anscheinend Marathon, wenn wir es mal in agiler Terminologie umschreiben. Wie der erste, namensgebende Lauf für den Läufer ausging, wissen wir ja alle … insofern sind Zwischenstopps zur Erholung und zum Training, sinnvoll. Unsere öffentliche Nachfrage wurde mit Polit-Entertainment wie der US Wahl und Fragen deutscher Rechtschreibung(sic!) beschäftigt. Man fühlte sich trügerisch stolz, es mal wieder erfolgreich gut gemeint anstatt, einfach nur rein zufällig Glück gehabt zu haben. Konsequenz schlägt in diesem Falle Ignoranz 😉

  • #5

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