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Auch für Rezo gilt: „Wem es in der Küche zu heiß ist, der darf nicht Koch werden wollen“

Rezo Foto: Rewinside https://www.youtube.com/watch?v=K8Qfalh2GS4 Lizenz: CC BY 3.0


Mit einem Video zum Klimawandel und der Forderung die CDU zu zerstören, weitete der Influencer Rezo seine Fanbase massiv aus. Nun zahlt er den Preis für den Einstieg in die Politik

Mit 16 Millionen Abrufen war das vom Influencer Rezos im Mai veröffentlichte Klima-Video mit dem wenig bescheidenen Titel „Die Zerstörung der CDU“ ein großer Erfolg. Rezo und all die anderen Influencer, die zuvor im Mischbereich von Werbung und Unterhaltung unterwegs waren und vor allem ein jüngeres Publikum erreichten, wurden auf einmal ernst genommen. Rezos Video war das große Thema gegen Ende des Europawahlkampfs, er galt als die Stimme seiner Generation und  wurde schließlich Kolumnist der Zeit. Und nun das: Nachdem Rezo auf Youtube   „Kiss, Marry, Kill“, in einer anderen Version „Fuck, Marry, Kill“ spielte, hat er Ärger. Bei dem Spiel werden drei Namen von Prominenten gezogen. Die  Mitspieler müssen entscheiden, ob sie die Promis „küssen, heiraten oder töten“ wollen. Das ganze ist so blöd wie es klingt. Wer mehr als drei Gehirnzellen besitzt, wird an dem Spiel wenig Spaß haben.

Würde  Rezo noch als  belangloser Reklamehansel von  Youtube wahrgenommen, wäre die ganze Sache kein großes Problem. Seine alte Klientel hätte  das Spiel wahrscheinlich irgendwie als lustig oder ironisch aufgefasst, ein paar hätten sich aufgeregt und die zahlreichen Medien, die nun über die Geschichte berichten, hätten es weder mitbekommen noch hätte es sie interessiert.

Doch seitdem Rezo den Bereich der Politik betreten hat und als eine Art moralische und intellektuelle Instanz gilt, die es den Boomern mal so richtig zeigt, haben sich die Dinge geändert. Und die Reaktionen auf sein Video sind heftig:

Rezo versucht irgendwie die Sache in den Griff zu bekommen, setzt auf Mitleid, was in solchen Fällen nicht funktioniert:

Was Rezo erlebt ist ein ordentlicher Shitstorm mit unzähligen Tweets, der wie immer eine Mischung aus ehrlicher Empörung, wildem Bashing und Aufmerksamkeitsschnorrerei ist: Wer sich jetzt mit Rezo anlegt, kann schnell und ohne großen Aufwand ein paar Retweets abfischen und bekommt 15 Minuten Ruhm – oder eher Rühmlein.

Rezo zahlt nun den Preis dafür, seine Fanbase vergrößert zu haben. Und dass sie politischer geworden ist. So etwas lohnt sich wirtschaftlich, ist allerdings nicht ohne Risiko. Der nun werden an ihn andere Maßstäbe angelegt. Der Mann, der die CDU zerstören wollte und damit einen billigen Punkt machte, lernt nun sehr schnell seine neue Zuschauer kennen. Mitleid halt der „alte Zerstörer“ nicht verdient. Wem es in der Küche zu heiß ist, der darf nicht Koch werden wollen.

Wir  Boomer wusste es ja schon immer:

 

 

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Ein Kommentar zu “Auch für Rezo gilt: „Wem es in der Küche zu heiß ist, der darf nicht Koch werden wollen“

  • #1
    Thorsten Steinert

    Wenig reflektierter und schlecht recherchierter Artikel, der alleine dazu dient die Meinung des Autoren den Lesern aufzuzwingen. Ich geb 1/10 Punkten. Nächstes mal bitte bisschen mehr Mühe geben. Danke

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