
Der Geierabend, eine seit 1992 in Dortmund stattfindende alternative Karnevalsveranstaltung, ist pleite. Die „Geierabend Flattermann-Factory gUG“ hat heute nach eigenen Angaben am Dortmunder Amtsgericht einen Insolvenzantrag eingereicht. Die Unternehmergesellschaft ist der geschäftliche Teil des Geierabends. Die Künstler seien nicht betroffen. „Geschieht kein Wunder, ist es aber vorbei mit dem Geierabend. Schicht im Schacht. Ewiger Aschermittwoch“, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Insolvenz habe wenig mit dem Verlauf der aktuellen Saison zu tun. „Die war künstlerisch gelungen. Es hätten mehr BesucherInnen sein können, dafür existierte aber ein Wirtschaftsplan.“
Bei der Erstellung des Saisonabschlusses im Februar 2026 tauchten jedoch erhebliche Altlasten und Risiken aus der Vergangenheit auf. „Deshalb die Notbremse. Hätten die Gesellschafter von diesen möglichen Außenständen nur geahnt, hätte es die Saison 2026 nie gegeben. Unter anderem drohen GEMA-Nachforderungen im unteren sechsstelligen Bereich.“
Die Macher des Alternativkarnevals hoffen im Sommer noch auf einen Abschluss-Auftritt. „Der steht aber angesichts der schwierigen Finanz- und Rechtslage noch in den Sternen.“
Auf ihre Homepage schreiben die Dortmunder Jecken: „Was 2027 passiert, hängt von vielen ab, dem Team, den Sponsoren, nicht zuletzt von Euch und denen, die bislang nicht dabei waren. Jetzt erst einmal: Vielen Dank für die wunderbaren Jahre, die Treue und das wunderbare Gefühl, Teil einer kleinen Idee vom besseren Ruhrpott zu sein.“
