Stadtwerke Zentrale in Bochum: Foto: Stadtwerke Bochum Lizenz: Copyright
Die Affäre um die Stadtwerke Bochum wird Konsequenzen haben. Allerdings wohl kaum für Stadtwerke Chef Bernd Wilmert und die Vorsitzende des Aufsichtsrates, Bochum Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz (SPD). Man sucht nach einem Bauernopfer – und ist wohl fündig geworden.
Ruft man bei den StadtwerkenBochum an, um mit dem Pressesprecher des Unternehmens, Thomas Schönberg, zu reden, wird man nicht weitergestellt: Schönberg sei seit vergangener Woche krank und nicht im Haus. Freigestellt, sagte die Pressestelle diesem Blog, sei Schönberg nicht.
Nach Informationen dieses Blogs, die von den Stadtwerken nicht bestätigt wurden, könnte sich die Situation anders darstellen. „Schönberg ist vor einer Woche gesagt worden, er solle nicht mehr zur Arbeit kommen. Man werde ihm eine andere Stelle besorgen.“
Schönberg war mitverantwortlich für den Atrium-Talk und das Kommunikationsdesaster der Stadtwerke, als die Atrium-Talk Affäre um Peer Steinbrück hochkochte. In gewöhnlich gut informierten Kreisen gelten allerdings zwei andere Personen als Hauptverantwortliche: Bernd Wilmert und die Vorsitzende des Aufsichtsrates, Bochum Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz (SPD). Und tatsächlich trägt die Strategie der Nicht-Kommunikation die Handschrift von Scholz: Wenn es kritisch wird, mauert Bochums Oberbürgermeisterin und setzt auf Nebenkerzen statt Aufklärung.
Dietmar Schulz, Landtagsabgeordneter der Piratenpartei in NRW, machte sich am heutigen Volkstrauertag so seine Gedanken über den Nahostkonflikt und das Gedenken an von Nazis ermordete Juden. Und teilte das über Twitter mit:
Grotesk: Gedenken der Opfer von Gewaltherrschaft und Krieg auf jüdischem Friedhof während Israel bombt was das Zeug hält
Tja, und jetzt sitze ich hier und überlege, wie ich Dietmar Schulz nennen kann, ohne mir eine Anzeige wegen Beleidigung oder eine Abmahnung wegen Schmähkritik einzufangen. Mir fällt leider kein Begriff ein…
Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt startete das European Center für Creative Economy (ECCE) seine Immobilienseite Kreativquartiere. Schon im August mühte sich eine Mitarbeiterin, bei ECCE für das Projekt verantwortlich, auf sonderliche Weise um Immobilienangebote. Ein Leser dieses Blogs stellte uns eine Werbemail von ECCE zur Verfügung:
Sehr geehrter Herr …,
ich habe Ihr Angebot gesehen – dieses Objekt „schreit“ förmlich nach einer kreativen Nutzung (z.B. durch eine Werbeagentur) und entspricht
Wenn es in Duisburg gegen Israel geht, darf er nicht fehlen: Auch heute war Hermann Dierkes, der Fraktionsvorsitzender der Linkspartei Duisburger Rat dabei, als gegen Mittag in Marxloh knapp 20 Leute unter Hammer und Sichel- und Palästina-Fahnen versammelten, um gegen das Recht Israels sich gegen den Beschuss von Hamas Raketen zu wehren zu protestieren. Im Aufruf der Demo hieß es gewohnt großspurig:
Wir rufen alle fortschrittlichen Kräfte in Duisburg und Umgebung dazu auf gegen den imperialistischen Angriff zu demonstrieren und sich mit dem von der Vernichtung bedrohten palästinensischen Volk zu solidarisieren.
Nun ja, auch die „fortschrittlichen Lräfte“ scheinen an diesem schönen Herbsttag lieber einkaufen zu gehen.
Der Honorar-Skandal hat nicht nur Peer Steinbrück, den Kanzlerkandidaten der SPD, beschädigt, sondern ganz Bochum lächerlich gemacht. Wie konnte es soweit kommen?
Auch ohne Peer Steinbrück wäre die Sache peinlich genug: Bochum, eine Stadt die von Haushaltskrise zu Haushaltskrise wankt, deren öffentliche Gebäude verfallen und die ihre Schulen mangels Kindern schließen muss, gibt über ihr städtischen Töchter hunderttausende im Jahr aus, um Prominente in die Stadt zu locken. Der Zweimal im Jahr stattfindende Atrium-Talk, an dem im Laufe der Jahre Uli Hoeneß, Senta Berger und eben Peer Steinbrück teilnahmen, war ja nur eine von drei Veranstaltungen der Sascha Hellen Medien Projekte GmbH. Höhepunkt von Hellens schaffen ist die alljährliche Verleihung des Steiger Awards,
Drei Jahre nach der Ankündigung durch ECCE ging jetzt die Seite Kreativ-Quartiere des fabulösen European Center for Creative Economy online. Das gemahnt uns an das alte Sprichwort: Der Berg kreißte und er gebar eine Maus.
Die Seite sieht gut aus, sie funktioniert tadellos – zwei Punkte hat ECCE schon einmal mit der neu gestarteten Seite Kreativ-Quartiere gemacht. Angekündigt wurde die Seite von ECCE-Geschäftsführer Bernd Fesel auf einer Podiumsdiskussion im Herbst 2009, im Herbst 2012 ging sie online. Ihr Zweck: Sie soll Immobilien aus dem Ruhrgebiet für Kreative präsentieren: Preiswerte Büros für kleine Agenturen, Ateliers für Künstler, Ladenlokale für Galerien. An sich keine schlechte Idee.
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