Deutsche Sicherheitskreise misstrauen japanischer Regierung

Tag drei der Atomktatastrope im japanischen AKW Fukushima. Deutsche Sicherheitskreise hören auf, den japanischen Behörden zu vertrauen.

„Wir erleben seit Freitag eine reine Beschwichtigungspolitik der Japaner. Alle Informationen komen spät und unvollständig“, sagte eine Stimme aus  Sicherheitskreisen zu den Ruhrbaronen. Man gebe nicht mehr viel auf die offiziellen Informationen aus Japan und bemühe sich, andere Quellen zu nutzen. „Japan aber auch die Bundesregierung haben von Anfang an versucht, das ganze Thema möglichst klein zu halten.“

In Japan habe diese Politik die Folge gehabt, dass mit den Evakuierungen zu spät und zu halbherzig begonnen wurde. Die Zeit, die die Kraftwerksmannschaft herausgearbeitet hat, in dem sie die Kernschmelze verzögert hätte, sei vertan worden.

Anti-AKW Demo in Bochum

Gestern Duisburg – heute Bochum: Nach der weiter eskalierenden Nuklearkatastrophe in Japan formiert sich auch im Ruhrgebiet der Protest.

Gestern haben 40 Demonstranten in Duisburg gegen Atomkraft protestiert. Heute sollen es in Bochum ein paar mehr werden. Treffpunkt ist um 12.00 vor dem Hauptbahnhof. Die Veranstalter sind optimistisch und kündigen weiteren Protest für Montag an:

Die kurzfristig organisierte Anti-Atom-Demo am morgigen Sonntag um 12.00 Uhr vor dem Hauptbahnhof hat erhebliche Resonanz gefunden. Der Anmelder der Demonstration bei der Polizei ist z. B. elf Mal von unterschiedlichen Leuten zu dieser Demo eingeladen worden. Das lässt hoffen, dass die neuen Medien nicht nur in Nordafrika funktionieren, sondern auch in Bochum über diese Wege Protest organisiert werden kann. Lautsprecheranlage, Bulli und viele weitere Zusagen für Unterstützung waren sehr schnell organisiert. Die Polizei hat freundliche Unterstützung signalisiert. Für Montag um 18.00 Uhr ist bereits die nächste Protestaktion vor dem Rathaus angekündigt. Nähere Informationen folgen.

Wer von weitere Demonstrationen weiß oder welche plant: Bitte melden unter – info (at) ruhrbarone.de

Der Ruhrpilot

Kernenergie: Kernschmelze in zweitem Reaktor…Spiegel

Kernenergie II: Energie ohne Atom…FAZ

Kernenergie III: Zahlt Deutscher Steuerzahler für Atomkraftwerk-Upgrade?…Verlorene Generation

Kernenergie IV: Mieses Spiel – jetzt in Fukushima…Weissgarnix

Kernenergie V: „Die Ereignisse nicht politisch missbrauchen“ – Demokratie als Simulation?…Frontmotor

NRW: Entsetzen in Düsseldorf…Welt

NRW II: Röttgen lässt Zweifel an Atompolitik erkennen…Zeit

NRW III: Das große Werben um Investoren…Welt

NRW IV: Hallo, hallo, Schwarze an Grüne…Welt

Bochum: Laiendarsteller hoffen auf Fortbestehen der Märchenspiele…Ruhr Nachrichten

Bochum II: Riesen-Applaus für ein sexy Biest…Der Westen

Duisburg: Atomkraft-Gegner demonstrieren nach Kastastrophe in Japan…Der Westen

Essen: Allbau AG versucht Mieter aus anderen Städten abzuwerben…Der Westen

Gelsenkirchen: Magath und die WAZ…Pottblog

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Grüne verlangen Sofortabschaltung deutscher Siedewasserreaktoren

Die Grünen verlagen die sofortige Abschaltung aller Siedwasserreaktoren in Deutschland. Warum die Druckwasserreaktoren weiter laufen sollen, bleibt ein Geheimnis der Grünen. In Bochum wird morgen ab 12.00 Uhr gegen Kernkraft protestiert und NRW-Umweltminister Johannes Remmel sieht erst einmal keine Gefahr für NRW.

Zu der Atomkatastrophe in Japan erklärt Hans-Christian Markert MdL, anti-atompolitischer Sprecher:

„Die Kernschmelze in dem alten Siedewasserreaktor Fukushima I läuft ab, Radioaktivität wird freigesetzt, der Super-GAU ist eingetreten. (…)Wir fordern Norbert Röttgen auf, aus Respekt vor den betroffenen Menschen seine

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Der Ruhrpilot

Japan: Kernschmelze in AKW möglicherweise im Gang…Welt

Japan II: Liveticker…Spiegel

Japan III: Liveticker…Stern

Japan IV: Dortmunder verbringt Nacht in Notunterkunft…Ruhr Nachrichten

Japan V: Globale Verteilung von Radioaktivität unwahrscheinlich…Frontmotor

NRW: Kraft will Neuwahlen vermeiden…Der Westen

NRW II: Junge CDU-Gruppe fordert Röttgen zum Wechsel auf…RP Online

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Ruhrgebiet: Per Anhalter durch das Revier – mit Bus, Straßenbahn und U-Bahn…Welt

Bochum: Was ist ein IKEA Homepark?…Schmidts Katze

Bochum II: Sloane am Ziel…Ruhr Nachrichten

Bochum III: GEA-Verwaltung ab Montag in Düsseldorf…Ruhr Nachrichten

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Internet: Schweigegeld darf man nicht sagen…Netzpolitik

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Prozess gegen Blogger Stefan Aigner: Protest gegen Maulkorb

Stefan Aigner, Regensburger Journalist und Blogger verteidigt seine Meinungsfreiheit gegen die Katholische Kirche. Bild: rheinneckarblog.de

Das Hamburger Landgericht hat heute einer Klage der Regensburger Diözese gegen den Journalisten und Blogger Stefan Aigner  von Regensburg Digital „recht“ gegeben. Wir veröffentlichen eine Protestnote des Bloggernetzwerks istlokal, zu dem Stefans Blog gehört. Stefan geht in die nächste Instanz. Wir schließen uns der Erklärung an.

Dem Journalisten Stefan Aigner ist untersagt worden, Zahlungen der katholischen Kirche an die Eltern eines durch einen Priester missbrauchten Jungen als „Schweigegeld“ zu bezeichnen.

Das Netzwerk istlokal.de protestiert auf Schärfste gegen diese mit gesundem Menschenverstand nicht nachvollziehbare Entscheidung.

In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Missbrauchsfälle bekannt. Duzende von Priestern hatten teils über Jahre hinweg hunderte von Ministranten und andere schutzbefohlene Kinder, überwiegend Jungen, sexuell missbraucht.

Anstatt diese Missbräuche an Leib und Seelen der Kinder konsequent aufzuklären, hat die katholische Kirche viele Fälle vertuscht, Priester versetzt, „Entschädigungszahlungen“ geleistet.

Nur auf großen Druck der Öffentlichkeit hat die katholische Kirche reagiert und immer nur das allernotwendigste getan, um „Aufklärung“ zu leisten.
Die Öffentlichkeit wurde und wird überwiegend durch mutige Journalisten wie Stefan Aigner über diese schon fast alltäglich zu nennende Missbrauchspraxis informiert.
Es ist nicht hinnehmbar, dass Journalisten, die über diese Missbrauchsfälle berichten, sich juristisch bedroht fühlen müssen.

Nicht die Journalisten begehen einen Missbrauch, indem sie über Missbräuche berichten, sondern die katholische Kirche missbraucht das Justizsystem, indem sie als „Großkonzern“ gegen Journalisten vorgeht.

Der Regensburger Journalist Stefan Aigner hatte im Vorfeld versucht, sich mit der Diözese Regensburg auf eine andere Formulierung zu einigen. Daran hatte die Diözese kein Interesse. Man muss davon ausgehen, dass dem Journalisten – und mit diesem Fall auch anderen – eine „Lektion“ erteilt werden soll.

Dabei bedient sich die Kirche des so genannten „fliegenden Gerichtsstands“ – man sucht sich das Gericht aus, von dem man sich ein „erwünschtes Urteil“ verspricht.
Das Hamburger Landgericht ist bundesweit für pressefeindliche Urteile bekannt. Die Meinungsfreiheit nach Artikel 5 Grundgesetz gilt hier nicht besonders viel und wird bis an den Rand der Unerträglichkeit begrenzt.

Die Prozesskosten für die erste Instanz schätzt Stefan Aigner auf rund 8.000 Euro. Ohne Unterstützung würden diese Kosten ihn in eine wirtschaftlich-existenzbedrohliche Lage bringen. Nach einem Spendenaufruf kamen rund 10.000 Euro zusammen – sonst hätte Stefan Aigner nicht vor Gericht gehen können, sondern sich sofort einer Unterlassungserklärung beugen müssen.

Aus Sicht des Netzwerks istlokal.de missbraucht die Kirche nun „Lücken“ im Rechtssystem, um sich missbräuchlich an der Presse- und Meinungsfreiheit zu vergehen. Anstatt die schändlichen Taten von Priestern lückenlos aufzuklären und öffentlich zu machen, soll Journalisten das berichten verboten werden. Man muss befürchten, dass Journalisten zukünftig nur noch mit der „Schere im Kopf“ über den Missbrauch von katholischen Priestern an Kindern berichten oder aus Angst vor Klagen ganz darauf verzichten.
Wir halten es für unerträglich und nicht hinnehmbar, dass eine Institution wie die katholische Kirche weder bereit ist, sich außergerichtlich zu einigen, sondern versucht, einen Journalisten wirtschaftlich zugrunde zu klagen.

Das Netzwerk istlokal.de fordert hiermit die Diözese Regensburg auf, alle Kosten des Prozesses zu übernehmen und die Aufhebung des Urteils zu beantragen.
Weiter fordern wir die Diözese Regensburg auf, mit dem Journalisten Stefan Aigner in einen Dialog zu treten und eine für beide Seiten „akzeptable“ Formulierung für den betreffenden Bericht zu finden.

Weiter fordern wir von der Diözese Regensburg eine Erklärung, dass sie die Presse- und Meinungsfreiheit nach Artikel 5 Grundgesetz achtet und Journalisten bei der der Aufklärung und Veröffentlichung von Missbrauchsfällen ohne Einschränkung unterstützt.

Japan: Reaktor kann wahrscheinlich nicht mit Kühlmitteln versorgt werden

Nach dem Erdbeben in Japan könnte es zu einem Atomkatastrophe kommen. Das Bundesumweltministerium bereitet den  Voralarm vor und  wird dann  zum Intensivbetrieb für die Radioaktivitätsüberwachung  übergehen.

Und für den Voralarm gibt es leider gute Gründe. Nach aktuellem Informationen die Sicherheitskreisen in Berlin via IAEO, die OECD/NEA und nach einem Telefonat  der GRS  mit der japanischen Aufsichtsbehörde vorliegen, stellt sich die Situation wie folgt dar: Eine Anlage am Standort Fukushima Daiichi hat offensichtlich einen Station Blackout. Es gibt keine externe Stromversorgung und die Diesel-Notstromsysteme funktionieren nicht mehr.Die Stromversorgung für die Kühlung des Reaktors kann noch für c. a. 2 Stunden durch die Batterien gewährleistet werden. Danach ist sehr wahrscheinlich keine Einspeisung von Kühlmittel in den Reaktor mehr möglich.Die Anlage befindet sich in einer Notstandsituation.