
Der Sozialdemokrat Nils Heisterhagen ist der zurzeit der wichtigste Kritiker seiner Partei. In Herne stellte er gestern die Thesen seines Buchs „Die liberale Illusion“ vor und diskutierte mit dem Chef der Ruhrgebiets-SPD, Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski.
Nicht in Dortmund, nicht in Bochum und nicht in Essen fand die erste Diskussion mit Nils Heisterhagen über sein Buch „Die liberale Illusion“ im Ruhrgebiet statt, sondern im Volkshaus Röhlinghausen in Herne auf Einladung des dortigen SPD-Ortsvereins. Das ist nicht nur ein Beleg für die intellektuelle Trägheit der großen SPD Unterbezirke im Ruhrgebiet, sondern zeigt auch, dass dort, wo ehrenamtliche Sozialdemokraten und keine bezahlten Funktionäre das Sagen haben, die SPD noch immer eine lebendige und an Debatten interessierte Partei ist.





