Berlin im Sommer: Unser Eisdielen-Check

Wir haben es gut am Prenzlauer Berg. Zumindest im Sommer. In den letzten Jahren haben viele Eisdielen aufgemacht. Und wenn mein ältester Sohn quengelt, „Mama, Kann ich ein Eis haben?“ Und der kleine sofort „Ich auch“ nachlegt, dann kann ich schnell sagen: „Na gut“ und dabei noch extrem gönnerhaft wirken, indem ich ein „ausnahmsweise“ nachschiebe. von Tatjana Willms

Aber wo gibt es die besten Eiscremes? Fangen wir einfach einen Streifzug an: Wir kommen von der Marie im Winsviertel am „Prenzlkasper“ (Marienburger Straße 39) vorbei. „Mein Eis“, schreit ein Kind  schon von ganz vorn an der Ausgabe. Hinter ihm hüpfen die nachfolgenden Kleinen, die das Eisangebot angucken wollen: „Ich kann nichts seh’n. Ich will auch ein Eis…“ Die Theke ist ein wenig hoch, aber irgendwann kommt jeder an die Reihe. Seit die sommerlichen Temperaturen über Berlin hereinbrechen, boomt das Geschäft mit der kühlen Leckerei. Die Saison ist eröffnet und der „Prenzlkasper“ hat ein Puppentheater im Eisladen. Eisschlecken und das Krokodil verprügeln sehen. SUPER. Das Geschäft boomt.

Puppenspieler und Kikaninchen-Moderator Christian Bahrmann gibt allerdings in der heißen Jahreszeit nur wenige Vorstellungen. Kinder sind dann ja viel lieber draußen. Die Eisdiele ist eine gute Ergänzung in den Sommermonaten. Nachdem die Kinder ihr Eis in der Hand haben, setzen sie sich auf die Bänke und Kinderstühle auf dem Gehweg – denn drinnen sitzen geht nicht. Der Eisverkauf läuft täglich – es sei denn, es regnet und ist ganz kalt.

Wer auch bei solchem Wetter ein Eis möchte oder generell lieber drinnen sitzt, muss nicht weit laufen. Es gibt gleich zwei weitere Neueröffnungen in Fußentfernung. Das Smillas in der Winsstraße 68 und das Caramello in der Hufelandstraße/Ecke Esmarchstraße. Neben Eis bietet das Caramello auch diverse Schokoladenköstlichkeiten und Pizza. Aber was macht eigentlich ein Eisladen im Winter, wundere ich mich? „Pizza gibt es weiter und dann gibt es noch etwas Besonderes.“ Aber darüber könne er noch nicht reden, erklärt Yücel Öc, einer der Inhaber von Caramello.

Damit ist er schon weiter als die beiden Geschäftsführerinnen vom Smillas. Sie überlegen noch, wie sie Ihr Angebot wintertauglich machen. Aber Eis soll es auch in der kalten Jahreszeit geben, verraten sie uns. Übrigens gibt es bei Smillas nicht nur Eis, sondern auch Frozen Jogurt. Der Kunde kann sich die Zutaten zum gefrorenen Jogurt oder Eis selbst aussuchen, beides kommt in eine Maschine, wird gemischt und mit Muskelkraft über einen langen Hebel in die Waffel oder den Becher gedrückt. Frischer geht‘s kaum. Die Geschmacks-Palette reicht von Mango und Ananas über verschiedene Beerensorten bis hin zu Schokolade und Nüssen. „Alles natürlich Bio, außer die Smarties“, verrät Geschäftsführerin Ricky Schuchmann.

Wer einen neuen Eisladen am Prenzlauer Berg aufmacht, bietet gerne Bio-Eis an. Das scheint in unserem Kiez angesagt. Neben all den neuen Eisdielen und Eissorten gibt es aber auch noch zahlreiche alteingesessene Anbieter. Ganz oben auf unserer Beliebtheitsskala – und dafür laufen wir auch manchmal einen Umweg – steht immer noch das Annamaria in der Husemannstraße 14. Hier gibt es italienisches Eis – kein Bio. Das Angebot variiert, aber es gibt immer 16 verschiedene Sorten zur Auswahl.

Etwas später am Abend kommen wir beim Smillas vorbei. Da zupft mich mein Sohn am Ärmel. Keck fragt er mit einem schokoverschmierten Grinsen: „Kann ich noch ein Eis?“

So einfach geht’s: „Eis zum Selbermachen“

Jeder ist stolz, wenn er etwas selber machen kann. Ganz besonders natürlich kleine Kinder, wenn sie ihr eigenes Eis gemixt haben. Und so geht’s: Ein Becher Sahne und zwei Esslöffel Nutella ordentlich verrühren, aber nicht steif schlagen. Wer will, kann auch ein Ei, Zucker oder einen kleinen Naturjoghurt dazugeben. Danach die Creme in Gefrierbehälter füllen, einfrieren, ab und zu umrühren – und nach ca. 5 Stunden ist der Eisgenuss fertig.

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