Berlinhilfe: Die Moses Mendelssohn-Platz

moses_mendelsohnVerzweifelte Hilferufe erreichten uns gestern aus Berlin. Wie soll der Platz vor Jüdischen Museum benannt werden? Moses Mendelssohn Platz geht nicht, weil in Kreuzberg keinen  Straßennamen mehr nach Männern benannt werden dürfen. Ausnahmen gibt es nur für verdiente Revolutionäre, weshalb die Adresse der taz dann auch die Rudi- und nicht die Gretchen Dutschke Straße ist. Mendelssohns Problem: Er war nie im  SDS. Der Name Moses Mendelssohn musste also gegendert werden. Und wer kann das besser als dieses Blog? Die Online-Petition gegen die Namensregel hat dadurch allerdings nicht erledigt, denn noch ist nicht klar ob sich die Bezirksverordneten an unsere Weisungen halten – obwohl wir  pragmatische Lösungen für den Namenstreit in Berlin gefunden haben.

1. Die Moses Mendelssohn Platz

2. Dem Mendelssohn seine Frau ihr Platz

3. Platz von die Mendelssohn Ihr Mann seine Frau

4. Mendelssohn ihr Platz

5. Mendels*sohn Platz

6. Mendelssohns Moses Mädchen-Platz

7. Mendelskind Platz

8. PhilosophInnen-Päärchen Rondell

9. Platz von die Philisophen-Frau

10. Platz von Mendelsfrau.

Dir gefällt vielleicht auch:

14 Kommentare

  1. #1 | Thorsten Stumm sagt am 25. April 2013 um 07:34 Uhr

    Ich fände „Platz der grün-alternativen AntisemitenInnen“ passend, natürlich voller Stolpersteine……

  2. #2 | toddererste sagt am 25. April 2013 um 08:48 Uhr

    Hat keine(r) an Mendelstochter-Plätzin gedacht?

  3. #3 | Robert Dupuis sagt am 25. April 2013 um 10:31 Uhr

    Als Autor der Petition „Für die Benennung des Platzes vor der Akademie des Jüdischen Museums Berlin nach Moses Mendelssohn“ danke ich den Ruhrbaronen für Ihre humoristische Unterstützung. Trotz und wegen des gestern Abend von den grünen Bezirksverordneten durchgesetzten wahnwitzigen Beschlusses, den Platz „Fromet und Moses Mendelssohn-Platz“ zu benennen, läuft die Unterschriftensammlung der Petition weiter. SIE HAT SICH NICHT ERLEDIGT! Hier können Sie unterschreiben:
    https://www.openpetition.de/petition/online/fuer-die-benennung-des-platzes-vor-der-akademie-des-juedischen-museums-berlin-nach-moses-mendelssohn

  4. #4 | hcl sagt am 25. April 2013 um 10:37 Uhr

    Feiner Artikel, feine Vorschläge, aber bitte: Mendelssohn. Danke.

  5. #5 | TuxDerPinguin sagt am 25. April 2013 um 18:20 Uhr

    Sympatisches Berlin. Hier benannt man Straßen und Plätze manchmal gar nach Nazis oder SPD-Bürgermeistern.

  6. #6 | Frank sagt am 25. April 2013 um 19:14 Uhr

    @Thorsten #1

    Oh ja. Von den Linksextremen weiß man das ja. Die Grünen sind jetzt auch mal eine Analyse wert.

  7. #7 | rtq sagt am 26. April 2013 um 02:02 Uhr

    Ich hatte auch einen Vorschlag, schön gegendert und so.
    Habe ihn aber wieder verworfen, da der Vorschlag von #1 kaum zu toppen ist.

  8. #8 | Frank sagt am 27. April 2013 um 07:09 Uhr

    Wie fein doch die Unterschiede sind, die die Grüne Fraktion in Kreuzberg macht: Gestern haben sie die Gabelsberger Str. in Silvio-Meier-Straße unbenannt. Silvio Meier war ein Oppositioneller in der DDR und wurde 1992 von einem Neonazi ermordert.
    https://www.berliner-zeitung.de/berlin/strasse-in-friedrichshain-nach-silvio-meier-benannt,10809148,22599352,view,asTicker.html

    Ich bin nicht dagegen, dass eine Straße nach ihm benannt wird. Es zeigt aber wie hirnrissig diese genderverblendete Namensregelung ist. Die beschlossene Lösung für den Mendelssohn Platz ist Realsatire: „Fromet und Moses Mendelssohn Platz“. Und der Verdacht, dass Grün auch in Kreuzberg einen antisemitischen Touch hat, ist nicht mehr wegzudiskutieren.

  9. #9 | KClemens sagt am 27. April 2013 um 08:24 Uhr

    @ #8 | Frank

    Grün in Kreuzberg hat nicht nur einen antisemitischen Touch, darüber gelagert ist eine ordentliche Schicht antidemokratischen Lacks.

    Mit einem Bezirksbürgermeister, der sich strahlend vor die Kameras stellt, und mit stolzgeschwellter Brust verkündert, er habe verhindert, daß sich eine den Grünen nicht genehme Partei (PDV) in den Räumen des Bezirksamts treffen konnte.

    In Kreuzberg ist es ebenfalls schon zu tätlichen Angriffen auf CDU-Mitglieder gekommen, die während des letzten Wahlkampfs in Berlin dann so überzeugt werden konnten, auf ihr legales Ansinnen der öffentlichen Wahlkampfwerbung zu verzichten.

    Das letzte Mal gab es so etwas in Deutschland vor dem durchschlagenden Wahlerfolg eines gewissen Herrn H.

  10. #10 | Georg Kontekakis sagt am 27. April 2013 um 08:52 Uhr

    @9

    Womit Godwins Law mal wieder bewiesen wäre

  11. #11 | Nansy sagt am 27. April 2013 um 10:34 Uhr

    @ #10

    Man haut auf den Boten, wenn einem die Botschaft nicht gefällt.. 😉

  12. #12 | KClemens sagt am 27. April 2013 um 13:18 Uhr

    @ #10 | Georg Kontekakis

    Aber nicht von mir, sondern von den Grünen in Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg. Und das nicht nur verbal, sondern in Farbe und bunt!

  13. #13 | Frank sagt am 28. April 2013 um 00:01 Uhr

    @KClemens:

    Was die Peinlichkeiten angeht, will die SPD aber auch nicht zurückstehen. Irgendwie muss der Bogen geschlagen werden, warum dem Mendelssohn sein Frau auch mit aufs Schild muss:

    „Darüber hinaus symbolisieren die Mendelssohns eine für die damalige Zeit erstaunlich fortschrittliche Ehe, die von gegenseitiger intellektueller Bereicherung und Wertschätzung geprägt war.

    „Es ist deshalb sehr erfreulich, dass die BVV mit ihrem heutigen Beschluss dieses Ehepaar gleichberechtigt ehrt“, so Miriam Noa weiter.“

    https://spd-friedrichshain-kreuzberg.de/2013/04/spd-rettet-mendelssohn/

  14. #14 | KClemens sagt am 28. April 2013 um 11:59 Uhr

    13 | Frank

    Ja, die SPD lässt kein Fettnäpfchen aus, wenn man sich an die zahlenmäßige größeren Grünen in diesem Bezirk anhängen kann.

    Und mit Blick auf die geplante Neuauflage von Rot/Grün im Bund nimmt man untertänigst jedweden Blödsinn mit, um „gut Wetter“ zu machen.

    Ich persönlich finde es fast ein wenig betrüblich, daß das jüdische Museum hier nicht ein wenig mehr Druck macht, den Platz so zu benennen wie es geplant war.

    Ganz generell gesehen, sollte die wenig erfreuliche Posse zum Anlass genommen werden, doch einmal die Bürger im Bezirk darüber entscheiden zu lassen, ob die Frauenquote für Straßen überhaupt gewünscht sei.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Werbung