71

Bochum: Kein Einlass für Ruhrbarone bei der AfD

Bernd Lucke Foto: Mathesar Lizenz: CC3.0

Bernd Lucke Foto: Mathesar Lizenz: CC3.0

In den vergangenen Tagen machte der Rauswurf unserer Journalistenkollegin Andrea Röpke von einer Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) in Bremen Schlagzeilen. Ordner der rechtspopulistischen Partei warfen die anerkannte Rechtsextremismusexpertin handfest aus dem Saal. Andrea Röpke trug blaue Flecken davon. Gestern fand in der Wattenscheider Stadthalle die zentrale Wahlkampfveranstaltung der AfD für das Ruhrgebiet statt. Parteichef Bernd Lucke war als Redner geladen. Ruhrbarone-Autor Sebastian Weiermann wollte sich selbst ein Bild von Luckes Rede und der Veranstaltung machen. Doch dazu kam es nicht.

Am Eingang der Stadthalle fragten breitschultrige Securitys Menschen die, die Halle betreten wollten, ob sie Gäste oder Parteimitglieder seien. Unser Autor stellte sich als Gast vor, daraufhin wurde seine Umhängetasche von den Sicherheitskräften durchsucht. Nachdem Sebastian Weiermann erklärte, dass er für die Ruhrbarone schreibe und vorhabe, über die Veranstaltung der AfD zu berichten, erntete er zornige Blicke. Ein AfD-Mann erklärte, die Ruhrbarone wolle man bei der Veranstaltung nicht haben, diese seien „links“ einzuordnen. Unser Autor fand die Einschätzung nicht zutreffend und erklärte, dass bei den Ruhrbaronen von CDU-Abgeordneten bis zu anarchistischen Gruppen beinahe alles zu finden sei, und dass einige Barone auch bei renommierten Medien schrieben. Daraufhin wurde ihm von AfD-Mann Hans Meier (wohl ein Pseudonym) entgegnet, die genannten Medien seien alle links, und selbst: „Die Bundesregierung ist links“. Dabei betatschte der AfD’ler die Jacke unseres Autoren und fragte: „Na, nimmst du schon auf?“.

Ex-AfD-Sprecher Johannes Paul auf Aluhut-Demo in Essen

Ex-AfD-Sprecher Johannes Paul auf Aluhut-Demo in Essen

Nach der kurzen Diskussion trat Wolfgang Demolsky, einer der Protagonisten der Bochumer AfD, in das Gespräch ein. Er erklärte unserem Autoren, dass die Ruhrbarone in der Vergangenheit stets tendenziös und falsch über die Alternative für Deutschland berichtet hätten. Gemeint ist wohl die Berichterstattung über den Gaspistolen-Vorfall um den ehemaligen stellvertretenden Kreissprecher Johannes Paul. Unser Autor solle draußen bleiben, da er sowieso schreiben würde, was seine Meinung sei. Sebastian Weiermann verließ daraufhin die Halle und schaute sich die Proteste gegen die Veranstaltung der AfD an.

Die Alternative für Deutschland hat ein Problem mit kritischer Berichterstattung. Das muss man nach den Vorfällen in Bremen und jetzt in Bochum-Wattenscheid feststellen. Natürlich ist es das Recht der Partei, bei einer Veranstaltung, bei der sie das Hausrecht ausübt, zu bestimmen, wer reinkommt und wer nicht. Den Gepflogenheiten einer demokratischen Partei, die sich selbst in der Mitte der Gesellschaft verortet, entspricht der Rauswurf oder Nicht-Einlass von Journalisten allerdings nicht. Mit ihrer Abschottungstaktik gegenüber der Öffentlichkeit und der Jagd auf parteiinterne Kritiker macht die AfD nicht den Eindruck einer rundherum demokratischen Partei. Bei dem Gedanken, dass die Alternative für Deutschland einmal politische Verantwortung übernehmen könnte, kann freiheitlich gesinnten Menschen nur Angst und Bange werden.

An der Kundgebung gegen die AfD beteiligten sich 40-60 Menschen, es wurden mehrere Reden gehalten und die Veranstaltung verlief durchweg friedlich.

RuhrBarone-Logo

71 Kommentare zu “Bochum: Kein Einlass für Ruhrbarone bei der AfD

  • Pingback: Links anne Ruhr (09.05.2014) » Pottblog

  • #2
    Gerd

    Wirklich objektiv hab ihr bisher über die AfD nicht berichtet, das stimmt schon.

  • #3
    Stefan Laurin

    @Gerd: Wenn kritische Berichterstattung ein Grund wäre, Presse von Veranstaltungen auszuschließen, dürfte auf FDP-Veranstaltungen kein Medienvertreter mehr sitzen 🙂 Es gehört schlicht dazu, auch kritische Medien zu Veranstaltungen zuzulassen. Davon ab: Objektivität ist eine Legende, das gibt es nicht. Allerdings haben wir bislang offenbar korrekt berichtet, denn es liegt uns keine Beschwerde der AfD vor. Von Abmahnungen oder Gegendarstellungen ganz zu schweigen.

  • #4
    Roland

    Bei der Versammlung in der Stadthalle in WAT handelt es sich um eine öffentliche Versammlung im geschlossenen Raum. Dort gilt das Versammlungsgesetz. In der öffentlichen Einladung wurde keine Personengruppe ausgeschlossen.
    Man sollte den ach so gesetzestreuen Damen und Herren der AfD mal den § 6 näher bringen und überlegen, ob man nicht Anzeige wg. Verstoß gegen das VersG erstattet.

    §6

    (1) Bestimmte Personen oder Personenkreise können in der Einladung von der Teilnahme an einer Versammlung ausgeschlossen werden.

    (2) Pressevertreter können nicht ausgeschlossen werden; sie haben sich dem Leiter der Versammlung gegenüber durch ihren Presseausweis ordnungsgemäß auszuweisen.

  • #5
    G. Walger-Demolsky

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Ihren Ärger können wir nachvollziehen, aber die Ereignisse in Bremen, wo sich ein Reporter auf den Boden fallen ließ um möglicherweise einen Angriff vor zu täuschen (Videomaterial liegt vor) haben uns vorsichtig gemacht. Auch der Bremer Vorfall wird von Ihnen hier nur in Teilen beschrieben, andere werden einfach weg gelassen.

    Das kritische Presse nicht zugelassen würde oder die AfD sich gegenüber der Öffentlichkeit abschotten würde ist eine falsche Behauptung, denn auch WAZ oder Ruhrnachrichten oder WDR stehen uns äußerst kritisch gegenüber.

    Mal abgesehen von Angst und Bange, die ich vorallem bei der aktuellen Politik der GroKo empfinde, ergibt sich für Ihre Reporter und uns vielleicht in der Zukunft eine Gelegenheit für ein Gespäch bei dem die Beweggründe für Ihren gestrigen Ausschluss ausgeräumt werden können.

    Mit freundlichen Grüßen
    Gabriele Walger-Demolsky
    Sprecherin KV Bochum
    Alternative für Deutschland

  • #6
    WALTER Stach

    Egal, welche Partei, egal, welches Presseorgan:

    Wer von einer öffentlichen Parteiveranstaltung -im Wahlkampf oder außerhalb-Medienberichterstatter ausschließt, dokumentiert, zurückhaltend formuliert, ein „seltsamens Verständnis“ von Inhalt und Bedeutung eines der wichtigsten Prinzipien einer freiheitlichen Demokratie: Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Informtionsfreiheit,Medienvielfalt.
    Und wer in der Politik, als Partei, als Parteipolitiker, harsche, manchmal bösartige oder böswillige Kritik nicht ertragen kann, wer heftige Polemik gegen sich zu verhindern versucht, hat allen Anlaß, über sein Verständnis von einer freiheitlich-demokratischen Staats- und Gesellschaftsordnung nachzudenken.

  • #7
    Roland

    Jeglicher Ausschluss eines Journalisten von einer öffentlichen Versammlung – so er nicht strafbare Handlungen vornimmt – ist als eine Handlung gegen die Verfassung zu werten. Da kann es keine Beweggründe geben, die im Einklang mit dem GG stehen! Auch nicht bei der AfD.

  • #8
    G. Walger-Demolsky

    wir erwarten gar eine Objektivität, das wäre wohl zu viel verlangt.
    Wir haben uns bisher bei keiner Presse beschwert und sind überhaupt nur ein mal aktiv geworden, und zwar als wir via Schulaufsichtsbehörde dafür gesorgt haben das ein Flyer mit Parteien nenneun nicht verteilt werden durfte.

    Wenn wir zu jeder falschen Behauptung in der Presse eine Beschwerde schrieben oder gar einen Anwalt beauftragen würden eine Abmahnung zu verfassen würden wir keinen Wahlkampf machen sondern nur noch reagieren. Sie sollten daraus nicht schießen das Ihre Berichte bisher korrekt waren – aber das wissen Sie vermutlich selbst.

  • #9
    Stefan Laurin

    @G. Walger-Demolsky: Nein, das wissen wir nicht. Auch die Berichte über die AfD waren den Fakten nach korrekt. Die Einordnung ist Sache des Autors, der bei uns ja namentlich gekennzeichnet ist.
    Und nur mal ganz nebenbei: Das eine Partei wie die AfD, die ja wirtschaftliche Kompetenz für sich reklamiert – und die ist für mich immer noch mit einer positiven Einstellung zum Kapitalismus verbunden – mit Paul einen Sprecher hatte, der sich öffentlich gegen Zinsen ausspricht und eine Kommunalisierung von Grund und Boden fordert, müsste Ihnen eigentlich peinlich sein.

  • #10
    rudi

    Die Ruhrbarone links? :D:D:D
    es ist hier -glücklicherweise – Usus, gegen Nazis zu sein. Aber links? Nein.

  • #11
    Stefan Laurin

    @rudi: Es gibt hier unterschiedliche Autoren und einigen sehen sich als Linke. Meine politische Einstellung ist mit den Begriffen „Liberal/Libertär“ gut beschrieben. Und damit stehe ich hier auch nicht alleine.

  • #12
    Sebastian Weiermann

    @ #4 Roland:

    In einem Artikel beim Lokalkompass heißt es unter der Einladung zur Veranstaltung mit Herrn Lucke: “
    Aus gegebenem Anlass folgender Hinweis :

    Personen, die in der Vergangenheit als Gegner der AfD auffällig wurden, sind bei der Veranstaltung unerwünscht und werden von der Teilnahme ausgeschlossen. Vom Hausrecht wird umgehend Gebrauch gemacht.
    Gegner der AfD sind bei der Veranstaltung unerwünscht und werden ebenfalls von der Teilnahme ausgeschlossen.

    Auch sich an die Erde werfende und eine Straftat vortäuschende Journalisten werden nicht toleriert !“

    @ #5 G. Walger-Demolsky:
    Wäre sehr freundlich gewesen, wenn Sie mir auf meine E-Mail geantwortet hätten, dass ich ausgeladen bin. Dann hätte ich mir den Weg nach Wattenscheid sparen können.

    Das von ihnen beschriebene verwackelte Videomaterial lässt eine Deutung des Vorfalls in ihrem Sinne zu. Als Eindeutig würde ich es aber auf keinen Fall bezeichnen.

  • #13
    Roland

    @ Sebastian: In der Einladung der AfD Bochum stand kein Ausschlusskriterium, da muss es stehen!!! Ausserdem sagt das Versammlungsrecht zum Thema Journalisten unter §6,2, dass sie nicht ausgeschlossen werden dürfen, egal welche Meinung sie vertreten.

  • #14
    Thomas Weigle

    Der Nestor der deutschen Kommunismusforschung, Hermann Weber schreibt: Für uns steht der Begriff „links“ in der Tradition der Aufklärung, mit den Zielen Freiheit, Demokratie und soziale Gerechtigkeit“ Hermann und Gerda Weber: „Leben nach dem „Prinzip links“, S.12
    Eine gute und zutreffende Beschreibung dessen, was auch auf den Seiten der RUHRBARONE oft vertreten wird.

  • #15
    G. Walger-Demolsky

    Herr Laurin – Herr Paul war nicht Sprecher sondern einer von 3 stellvertretenden Sprechern im Kreisvorstand Bochum. Herr Paul ist selbstverständlich frei eine eigene Meinung zu volkswirtschaftlichen Zusammenhängen zu haben, eine, die sich auch in der FDP (Herr Scheffler) wieder findet und weder bei uns in der AfD noch in der FDP derzeit eine Mehrheit erreicht. Herr Paul gehört auch keinem Kompetenzteam Geldwirtschaft oder Volkswirtschaft in der AfD an.

    Aber ist eine abweichende Meinung zu einzelen Punkten heute schon so etwas Besonderes? früher war das nicht so, aber heute versuchen sich die großen Volksparteien im Gleichklang dar zu stellen – klappt aber auch nicht immer –

    Mit der Bezeichnung „Nazi“ wird übrigens in diesem Forum seit Wochen sehr unkritisch und vollkommen rechtswirdrig (da Rufschädigend) umgegangen, eine Moderation ist nicht erkennbar, im Gegenteil.

    Nun lass ich Sie aber gern wieder ungestöht mit Ihren Anhängern diskutieren.

  • #16
    Stefan Laurin

    @G. Walger-Demolsky: Ich habe mehrere Kommentare gelöscht, in denen die AfD als Nazis bezeichnet wurde. In einem Text ist das noch nie geschehen. Zu Paul: Nein, eine abweichende Meinung ist kein Problem, aber an ihrer Stelle würde ich mich fragen was jemand wie Paul bei Ihnen will, wenn er sich für Verstaatlichung von Eigentum an Boden ausspricht und gegen Zinsen ist. Das ist dümmlicher Antikapitalismus in Reinform.

  • #17
    der, der auszog

    Hin und wieder sorgen Diskotheken in Deutschland für Schlagzeilen, wenn ihre Türsteher meinen, gewissen Menschen den Einlass verweigern zu müssen, weil ihnen deren Nase nicht passt. Begründet wird das Einlassverbot aber nie mit der Nase, sondern immer mit den Turnschuhen.

    In diesem Sinne: Tanzt die AfD!

  • #18
    Udo

    Ich kann mich nicht daran erinnern, bei den Ruhrbaronen jemals einen Artikel gelesen zu haben, bei dem die AfD nicht von der ersten Zeile an in eine (rechte) Schublade gesteckt wurde. Leider! Ich bin Gastleser hier bei den Ruhrbaronen und mir fällt immer wieder auf, dass die gewaltbereite Antifa von den Ruhrbaronen hochgejubelt oder unterstützt oder toleriert wird, aber alles, was nicht „links“ ist, sofort mit Beißreflex angegriffen wird. Ich verfolge diese Seite – ehrlich gesagt – , weil sie ein typisches Produkt politischer Korrektheit ist, die sich nicht mehr selbst hinterfragt, sondern wie tote Fische in einem Strom mitschwimmt. Und genau vor dem Hintergrund solcher Medienberichterstattung haben neue Gruppen wie die AfD wohl Erfolg. Viele Menschen da draußen haben schlicht die Schnauze voll von der Politischen Korrektheit (wie bei den Ruhrbaronen) – ihr könnt das jetzt gern löschen, würde mich nicht wundern, sondern meine Meinung (bin seit 20 Jahren CDU Mann in Essen ) aber nur bestätigen…

  • #19
    Klaus Lohmann

    Eine „Partei“, die Hinz und Kunz aus allen möglichen Aluhut- und Naziecken beherbergt – ohne natürlich zu diesen ihren Mitgliedern und Funktionären zu stehen, wenn sie darauf angesprochen wird – und dann jedwede Berichterstattung und Kritik daran kategorisch verweigert, ja wie ein kleines Blag zum Kindergeburtstag Ätschibätsch-Spielregeln aufstellt, ist keine politische Partei, sondern ein Waldorf-Workshop zur Selbstfindung im pösen Universum.

  • #20
    Klaus Lohmann

    @#2 | Gerd: Manchmal kommt es mir so vor, als würden manche Mitbürger unter „objektiv“ eine Berichterstattung ala „Ich betrat eine große, schöne Halle. Dort waren viele schöne Menschen. Der Mann ganz vorne erzählte schöne Geschichten. Dann ging ich wieder nach Hause.“ verstehen.

  • #21
    AFDler

    Hallo Herr Weiermann….

    Ich selbst war gestern mit einigen Kollegen und dem Sicherheitsdienst der Stadthalle WAT an der Tür (ich war der mit den nicht ganz so breiten Schultern).

    Ihrer Argumentation nach hätte ich auch den uns gut bekannten ANTIFA Fotografen / Aktivisten einlassen müssen (der wollte sich ja vordergründig auch nur „informieren“). Es ist an jenem Abend mehreren Personen der Zutritt verweigert worden, was ich persönlich bedauere, allerdings standen bei etlichen „Interessierten“ wohl erkennbar andere Gründe für den Besuch der AfD Veranstaltung im Vordergrund, als sich wertfrei neutral informieren zu wollen.

    Nutzen Sie doch einfach das freundlich gemeinte Angebot von Frau Demolsky zu einem Gespräch. Wir sind grundsätzlich offen für Dialog und Austausch, aber auch für eine gewisse Fairness im Umgang miteinander (die ich bei der Berichterstattung zum Vorfall mit der Waffe z.B. seitens der Ruhrbarone leider sehr vermisst habe).

    Wenn Sie mich persönlich fragen, würde ich Ihnen antworten, sparen Sie sich den Weg zu einer AfD Veranstaltung, die für einen Artikel nötigen immer gleichen diffamierenden verleumderischen Textbausteine kann man schliesslich auch bequem Zuhause am PC eintippen – das ist aber nur meine persönliche Meinung. Was also war Ihre Intention, die Veranstaltung aufzusuchen?

    Vertreter eines Mediums werden immer auch nach dem Tenor oder dem Grad der Fairness (Neutralität) Ihrer Artikel bewertet. Mag sein, dass Sie tatsächlich in herer Absicht bemüht um ausgewogenen Journalismus einen „erster Hand Eindruck“ der AfD gewinnen wollten – in dem Fall ist das wohl leider in die Hose gegangen und es tut mir Leid – aber versuchen Sie zuimindest einmal für 2 Minuten, sich in unsere Situation zu versetzen, vielleicht verstehen Sie unsere Position dann ein wenig.

    Wie gesagt, das Gesprächsangebot von Frau Demolsky steht 🙂

    Wir haben kein „Problem“ mit kritischer Berichterstattu8ng, wie sind sie gewohnt. Bei uns im Kreis kursiert ein netter Witz dazu, wenn die AfD Bochum 1000 Euro an eine Kinderklinik spenden würde, stände in der Zeitung, AfD gibt kein Geld fürs Tierheim.

    So sieht es leider aus…

  • #22
    Roland

    @Udo
    Stefan Laurin, um nur mal einen Autor exemplarisch herauszugreifen, das hier zu unterstellen, ist schon sehr amüsant: „[…] typisches Produkt politischer Korrektheit ist, die sich nicht mehr selbst hinterfragt, sondern wie tote Fische in einem Strom mitschwimmt.“

  • #23
    WALTER Stach

    Udo -18-

    Ist Ihr Beitrag einer der Versuche, den Ausschluß eines Journalisten von einer öffentliche Veranstaltung -von einer Wahlveranstaltung der AfD- zu erkären?

    Und nur darum geht es hier und nicht darum, ob man eine negative oder eine positive Einstellung zur AfD hat, ob die hier schreibenden Journalisten und Laien politisch ehe links oder rechts einzuordnen sind, ob die AfD bei den Ruhrbaronen meistens „schlecht weg kommt“ oder ob bei den Ruhrbarone wie behauptet „politische Korrektheit“ gepflegt wird.

    Ich habe auf das hier für mich Wesentliche in meinem Beitrag -6-hingewiesen.

    Ihr Beitrag veranlaßt mich zu fragen, auf wie festen oder wie wackeligen Füßen das hohe Gut der Meinungsfreiheit (der Informationsfreiheit, der Medienvielfalt) in Deutschland steht. Und darauf gibt es oft, auch jetzt hier, Antworten, die auf ehe wackelige Füße schließen lassen und die immer dann wahrnehmbar sind, wenn dank der Meinungsfreiheit, dank der Informationsfreiheit, dank der Medienvielfalt mit heftiger Kriktik, auch mit Polemik an der eigenen Meinung bzw. gegenüber der eigenen Meinung oder der (s)einer Partei zu rechnen ist -gilt nicht nur für die AfD, aber bezogen auf sie scheint sie im Moment naheligend zu sein.

    Aus Sonntagsreden in einer „Friede-,Freude-Eierkuchen-Gesellschaft“ läßt sich nicht erkennen, ob die Meinungsfreiheit in unserer Gesellschaft ausreichend fundiert ist. Sie läßt sich ehe dann feststellen, wenn z.B. ein Journalist der Ruhrbarone ohne Wenn und Aber als Selbstverständlichkeit an einer Wahlveranstaltung der AfD teilnehmen könnte.

    -17-Der.Der……

    Bestens; muß man ja erst einmal d’rauf kommen.

  • #24
    Thorsten Stumm

    @Udo
    Nun ich schreibe sporadisch für die Barone und bin ganz bestimmt nicht links aber ein Liberaler von mir aus auch wirtschaftsliberal, neoliberal etc ….und Stefan Laurin als Linken zu bezeichnen ist nun mehr als lustig…seltsamerweise wird den Ruhrbarone immer die Schublade hingestellt….aber niemand von uns bekommt „Schreibaufträge“ wir haben jeder ne eigene Meinung und zeigen uns als streitbar….denn das geht mir in der Presselandschaft reichlich ab….Orte in den der Streit gepflegt wird und die Kontroverse auch ausgehalten wird….hier ist einer….

  • #25
    Stefan Laurin

    Mein erster Artikel über die AfD – der erste auf diesem Blog überhaupt – war ziemlich entspannt:
    http://www.ruhrbarone.de/liberal-konservative-alternative/55638
    Für mich als liberal denkenden Menschen war es nie eine attraktive Partei – ich bin alles nur nicht konservativ.
    Aber dann musste ich schnell feststellen, dass sich in der AfD schnell Rechte und Spinner sammelten und sich eben keine konservativ-liberale Partei gründete, sondern eine rechtspopulistische. Ich war da etwas naiv.
    Aber das ging nicht nur mir so: Auch das Verhältnis von Medien wie FAZ, Welt oder Cicero zur AfD hat sich in den vergangenen 12 Monaten extrem verschlechtert. Heute nehmen eigentlich alle seriösen Medien die AfD als rechtspopulistische Partei wahr. Die AfD muss sich fragen, in welche Richtung sie sich entwickelt hat: Ehemalige Anhänger der Republikaner und von Pro NRW die zur AfD gestossen sind, Verschwörungsanhänger wie Johannes Paul, die von der Vergesellschaftung von Grund und Boden träumen, entsprechen weder der klassischen Vorstellung von Liberalismus noch von Konservatismus, sondern sind Belege für eine gescheiterte Parteigründung rechst der Union. Ich stimme Wolfgang Kubicki zu, der in der Welt die These aufstellte, dass es mit der AfD nach der Europawahl schnell zu Ende gehen wird: http://www.welt.de/politik/deutschland/article127746368/AfD-geht-unmittelbar-nach-der-Europawahl-unter.html

  • #26
    Thorsten Stumm

    @AFDler
    Der Kampf gegen antidemokratisches rechtes Gedankengut ist eine innere Konstante der Ruhrbarone. Das geschieht hier unabhängig von der Partei. Es gab auch zu Hochzeiten der Piraten versuche von Rechten dort Fuss zu fassen…das wurde hier breit thematisiert und die Piraten zur Selbstreinigung aufgerufen…dies ist dann nämlich Aufgabe einer Partei die dauerhaft in der Demokratie ankommen will….und nu ma ganz ohne Scheiss….es gibt Personen in der AFD die sagen hanebüchne Sachen….es ist die Aufgabe der AfD in Ihrer Selbstfindung zu diesem Quatsch Stellung zu beziehen und Abgrenzungen vorzunehmen…

  • #27
    Ben

    Mir geht diese Paranoia der AfD ehrlich gesagt ziemlich auf den Sack. Andererseits hat sie Gründe. So wie diesen hier:

    http://www.bo-alternativ.de/2014/05/09/in-der-afd-kundgebung

    So schäbig wie das Verhalten der AfD gegenüber kritischen Journalisten ist, so schäbig ist das Verhalten mancher Gegendemonstranten. Es braucht inhaltliche Auseinandersetzung und nicht so ein Verhalten, dass die AfD nur noch weiter in die Opferrolle und Abschottung treibt.

  • #28
    AFDler

    Thorsten Stumm – Sie vermischen hier 2 Dinge – antidemokratische und rechts. Das sind 2 Dinge, die getrennt nebeneinander existieren.

    Ich selbst habe mich in meiner „Jugend“ (bis ca. Mitte 25) immer gegen Rechts eingesetzt, bis ich mir irgendwann mal die Frage gestellt habe, welche Mechanismen dahinter wirken – also, WER diesen Mist eigentlich bezahlt (da sind mir das erste Mal die Augen auf gegangen). Dann kamen Filme wie „Die Welle“ dazu und ich habe gemerkt, auch heute noch würde der gleiche Mist wie früher leider wieder funktionieren. Da resigniert man schon ein Stück weit…

    Ich stimme Ihnen aber zu, an die großen Drahtzieher kommt man nicht heran – trotzdem ist der Kampf des kleinen Mannes gegen Rechts (also gegen Kommentare und Sprüche dieser Richtung im Kollegen, Freundes und Bekanntenkreis) Pflicht. So halte ich es auch heute noch (nur wenn ich demnächst gegen Pro NRW demonstrieren will, ziehe ich mir als AfDler wohl besser ein PIRATEN Shirt über….denn jetzt wirds interessant.

    Da es Kräfte gibt, die die AfD aus unterschiedlicher Motivation heraus gerne (an Hand von vielen vermeintlichen Indizien) als „rechts“ betrachten wollen, steht man auf ein mal als angeblich „rechter“ dar. Absoplut lächerlich – und hier kommt der andere Punkt: ANTIDEMOKRATISCH

    Was hier in Bochum (und auch anderswo) in Punkto ANTIDEMOKRATIE gegen die AfD praktiziert wird, ist erschreckend. Eine lebendige Demokratie kann auch unliebsame, nicht massenkonforme oder „andere“ Meinungen aushalten. Wenn es den Ruhrbaronen also tatsächlich ein echtes ernstes Anliegen wäre, ANTIDEMOKRATISCHE Strukturen zu bekämpfen (so wie sie es schreiben), ja wo bleibt denn dann die wertfreie, neutrale parteiunabhängige Berichterstattung und Wertung der Störaktionen gegen die AfD?

    Stellen Sie sich mal vor, wir im Kreisverband würden unsere Energie darauf verwenden, alle Plakakte der Piraten, der Linken und der Grünen (von diesen WISSEN wir, dass Sie unsere Plakate beschädigen oder abreissen) entfernen? Das gäbe einen Aufschrei. (OK – es gibt auch noch andere, die keiner Partei angehören aber trotzdem gern mitmachen).

    Also, ich engagiere mich also ebenfalls gegen antidemokratische Strukturen, in dem ich in Gesprächen zu überzeugen versuche. Die Menschen (bzw. die Wähler) sind nicht blöd – die NPD wird durch massenweises Plakatieren keine einzige Stimme mehr bekommen – man kann die Parolen hängen lassen – sie finden kaum resonanz (das gilt auch für die MLPD (wobei ich über deren Slogans immer gerne lache)…

    Was Sie als Aufgabe der Partei definieren (Selbstreinigungskräfte etc.) – da stimme ich Ihnen zu. Genau deshalb ist dieser Prozeß innerhalb der AfD ja auch in vollem Gange – es geht nur alles nicht so schnell denn echte Radikale tarnen sich gut (das kennt man ja von der Antifa schon). Sind solche Elemente aber offen gelegt, werden Parteiausschlussverfahren eingeleitet oder Gespräche geführt (ich kenne ehemalige Rechte, die sich im Laufe der Jahre sehr gewandelt haben – Familie, eigene Kinder, ein Job und neue Freunde und ein anderes Umfeld wirken oftmals Wunder).

    Und nun mal ohne Scheiß – es gibt in ALLEN Parteien Personen, die hanebüchende DSachen sagen, vor denen ICH sogar Angst bekommen (Herr Schäuble ist da z.B. mein Liebling).

    Schauen wir also, wo die AfD in 2 Jahren steht – Abgrenzung gegen alle möglichen Tendenzen findet statt aber wie so oft im Leben gilt – die Spinner sterben nicht aus und die Welt ist voll von Ihnen…

  • #29
    Klaus Lohmann

    @#24 | Thorsten Stumm: „seltsamerweise wird den Ruhrbarone immer die Schublade hingestellt“ – Nun, von ganz rechtsaußen betrachtet ist halt alles links, diese sich hier selbst entlarvende „Sichtweise“ hatten wir doch immer schon bei den braunen Parteien.

  • #30
    Sebastian Weiermann

    Da habe ich wohl vepasst wie die AfD in finsterer Nacht saß. Entschuldigt den Link auf eine „linkskriminelle“ Internetseite. http://www.bo-alternativ.de/2014/05/09/in-der-afd-kundgebung/

  • #31
    Klaus Lohmann

    @#28 | AFDler: Lächerlich ist hier allenfalls diese von Ihnen beispielhaft zur Schau gestellte, wohl als wahlwirksam betrachtete und deshalb ohne jegliche Scham vor *echten* Opfern politischer Verfolgung von der AfD fast schon auftragsmäßig umgesetzte, peinliche und abstoßende Opferrolle.

  • #32
    discipulussenecae

    Wenn ich mir anschaue, wie viele Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler Frau

    Gabriele Walger-Demolsky
    Sprecherin KV Bochum
    Alternative für Deutschland

    in ihren Kommentaren und dabei offensichtlich in ihrer Funktion im KV Bochum der AfD übersieht, dann bekomme ich ein ungutes Gefühl …

  • #33
    AFDler

    Herr Weiermann – Sie haben nix verpasst, es war eher unspektakulär.

    Das Licht geht aus, die Notbeleuchtung an, die Leute stehen auf und freuen sich über eine kurze Pause (aufs Klo gehen, was zu trinken holen – wie im Kino halt) und ehe man 2 mal schaut gehts weiter.
    Wenn das ne Störaktion gewesen sein soll, so hat man das als solche irgendwie nicht empfunden (eher wie ein normaler Stromausfall). Aber ist ja auch gut – jeder hatte seinen Spaß, alle haben gelacht, keiner wurde verletzt – prima.

  • #34
    katja

    @ 30

    Und genau das ist der Grund wieso solche Stoerer nicht mehr reingelassen werden. Stichwort Hausrecht.

    Und sich dann darueber beschweren…laecherlich.

  • #35
    Andreas Kemper

    Ich bin kein Jurist. Wenn es allerdings stimmen sollte, dass die AfD mit ihren gezielten Rausschmissen von Journalist*innen gegen das Versammlungsrecht verstößt, dann liegt hier ein Versagen der Polizei vor. Sie hat das Versammlungsrecht auch für Journalist*innen durchzusetzen. Voraussgesetzt ich interpretiere das Versammlungsgesetz richtig, dann sollte die Polizei bei künftigen AfD-Veranstaltungen im Vorfeld darauf hingewiesen werden, dass die AfD gerne gegen das Versammlungsgesetz verstoße. Oder anders formuliert: Wäre es nicht die Aufgabe der Polizei, Journalist*innen gegen die Bestrebungen der AfD zu beschützen?

  • #36
    AFDler

    Herr Kemper – nehmen Sie es nicht persönlich aber ihr Beitrag erweckt in mir den Eindruck, dass Sie in einem Paralelluniversum leben. Sie sinf kein Jurist (ich bin auch keiner) aber meinen Sie nicht, dass die vor Ort anwesenden Kräfte (Staatsschutz, Bereitschaftspolizei, Sicherheitsdienst der Halle) sicherlich sehr gute Kenntnisse über das Versammlungsrecht und auch das Hausrecht haben?

    Wenn Journalisten (oder jemand, der sich als solcher ausgibt, was ja vorkommt) als Besucher eine Veranstaltung aufsuchen, so obliegt es alleine dem Veranstalter, sein Hausrecht durchzusetzen (Gefährdungslage, falsche Angaben zur Person, falsche „Turnschuhe“)…

    Vor welchen „Bestrebungen“ der AfD gegen Journalisten sprechen Sie denn? Das man Sie im schlimmsten Fall nicht hereinlässt weil der befugte Veranstalter meint, sie nicht reinlassen zu wollen?

    Ja, so ist das im Leben manchmal, da kommt man auch in Discos nicht rein, weil einem Türsteher die Nase nicht gefällt oder ich komme nicht auf ne Veranstaltung der Piraten, nur weil ich ein AfD Shirt trage (hey, was soll das – ich bin Besucher, ich provoziere doch niemanden)…

    Also wirklich….und der Polizei kann man sicherlich auch viel vorwerfen, aber „Versagen“ in diesem Fall sicher nicht.

  • #37
    SteLu

    # 28 afdler „Ich selbst habe mich in meiner “Jugend” (bis ca. Mitte 25) immer gegen Rechts eingesetzt, bis ich mir irgendwann mal die Frage gestellt habe, welche Mechanismen dahinter wirken – also, WER diesen Mist eigentlich bezahlt (da sind mir das erste Mal die Augen auf gegangen).“

    ?

    Könnten Sie mir das bitte nochmal erklären? Welche Mechanismen wirken wohinter und wer bezahlt welchen Mist?

    „Ich stimme Ihnen aber zu, an die großen Drahtzieher kommt man nicht heran“

    nochmal ?

    Welche Drahtzieher? Und an welchen Drähten ziehen die?

    Vielleicht geht es nur mir so, aber das riecht verdächtig nach Verschwörungstheorie. Das große „Wer“ ist ja schon interessant. Die klassische Antwort darauf ist ja das „SIE“, die bösen, bösen Gegenspieler des edlen und kleinen Mannes.

    nun denn…

  • #38
    katja

    @ Herrn Kemper

    Das allen Journalisten Eintritt gewaehrt wird, ist sowieso nicht umsetzbar wg. Platzmangel. Siehe NSU Prozess.

    Solange noch andere Journalisten anwesend waren ist das schon in Ordnung wenn man sich Stoerer vom Leib halten will. Siehe Hausrecht.

    Meinungsfreiheit bzw. Pressefreiheit hat eben auch Schranken. In diese wurden sie verwiesen.

  • #39
    Andreas Kemper

    @AFDler

    Wäre es ein Einzelfall, hätten Sie vielleicht recht. Nun hat aber die AFD/ JA beim Parteitag in Hessen, bei der Veranstaltung der JA mit Farage in Köln, bei einer Wahlveranstaltung in Bremen und nun bei einer Wahlveranstaltung in Bochum Journalist*innen reglementiert/ ausgeschlossen/ rausgeschmissen. Wenn diese Praxis illegal ist und fortgesetzt wird, so sollten die Polizeikräfte vor Ort zukünftig sicherstellen, dass Journalist*innen nicht an der Wahrnehmung ihrer Pressefreiheit gestört werden.

  • #40
    AFDler

    @ SteLu
    Ich möchte jetzt hier nicht einen Link nach dem andren posten (Bücher, Filme, Texte…). Manche Quellen mögen Sie für unseriös halten, andere vielleicht nicht. Wie dem auch sei – der gemeinsame Nenner hinter allen Aktivitäten ist meist GELD. Jede Ideologie braucht Kapital. Nur so lassen sich Bewegungen (sinnvolle wie unheilvolle) auf eine kritische Masse beschleunigen.

    Diese Tatsache würden Sie sicherlich nicht als Verschwörungstheorie bezeichnen (wobei Verschwörungen ja durchaus real sind oder war das JFK Attentat vielleicht ein Unfall?)

    Ich versuche damit zu sagen, dass bei all dem Leid das der Faschismus angerichtet hat, (perverse Logik) immer auch jemand pofitiert hat – finanziell, durch Machtzugewinn, Einfluss etc. Die marodierenden Horden oder hirmlosen Schläger sind nur die untergeordneten Stellen, dort wird das Problem dann in letzter Instanz sichtbar. Die Drahtzieher sitzen woanders. Goggeln sie sich einfach mal ein wenig durch die Welt und filtern Sie die Quellen, denen Sie Glauben schenken können, raus und verwerfen andere – ich glaube, Ihr Ergebnis bzw. Fazit wir ähnlich lauten wie meines.

    Sie können es ja gerne auch einfach sehen oder völlig anders bewerten – ich überlasse Ihnen gerne Ihre eigene Recherche damit Sie Ihre eigene Theorie nach dem „großen WER“ entwickeln können 🙂

    Ich jedenfalls lehne Gewalt (rechte und linke) als Mittel zur Auseinandersetzung ab.

  • #41
    der, der auszog

    @AfDler (#36)

    Wenigstens einer der meine Bemerkung unter #17 nicht auf Anhieb verstanden hat. Ich hatte erst die Befürchtung, der Witz, der da hinter steckt, wäre zu einfach und niemand würde lachen.

    http://www.stern.de/tv/sterntv/auslaenderfeindliche-clubbetreiber-abgewiesen-an-der-discotuer-2029204.html

  • #42
    Klaus Lohmann

    @#40 | AFDler: Ok, dann hatte ich unrecht mit Aluhut *oder* Naziecke. Sie haben also einen braunen Aluhut auf.

  • #43
    Stefan Laurin

    @AFDler; Man merkt Ihnen die linke Vergangenheit an 🙂 Sie übernehmen den Faschismusbegriff der stalinistische Komintern von 1933 und wenden ihn auf Deutschland an (Faschismus = Höchste Form des Imperialismus). Davon an dass das Unsinn ist, passt er nicht zu Deutschland. Hier herrschte ein Nationalsozialistisches Regime, dass sich vor allem durch seinen Antisemitismus von den faschistischen Regimen unterschied – und sein mörderischer Antisemitismus war sein markantestes Element.

  • #44
    AFDler

    Wenn es Sie nur glücklich macht Herr Lohmann, würde ich auch Stöckelschuhe tragen 🙂

    Aber nur gucken – nicht anfassen….

  • #45
    AFDler

    Falsch werter Herr Laurin – sie liegen falsch (was meine Vergangenheit angeht). Ich habe weder eine linke noch eine rechte Vergangenheit. Ich war mal CDU nah, lange katholisch (aber ausgetreten), war sogar Pfadfinder…aber links, das war ich nie…

    Und jetzt ab ins Wochenende 🙂

  • #46
    Klaus Lohmann

    @#44 | AFDler: Ich ahnte schon früh, warum Lucke im TV immer nur als „Brustbild“ zu sehen ist…

  • #47
    SteLu

    # 40 Sie brauchen gar nichts zu verlinken. Ich beschäftige mich seit dem ollen Holey mit diesen Theorien. Die meisten sind mir bekannt.Ich muss deshalb auch nicht durch die Welt googeln. Eins ist aber sicher, das kann ich Ihnen schon jetzt sagen, mein Fazit lautet ganz sicher nicht ähnlich wie Ihres. 😉

  • #48
    SteLu

    # 38 Katja

    „Meinungsfreiheit …. hat eben auch Schranken.“

    Das aus dem Mund respektive aus der Hand einer Sympathisantin der „Das muss man doch mal sagen dürfen-Fraktion“ zu hören/lesen ist mir ein Fest, ehrlich ^_^

  • #49
    Roland

    Die Versammlung in Wattenscheid war eine zu der öffentlich eingeladen wurde und unterliegt anders als ein Parteitag, dem Versammlungsrecht.
    Hätte man dazu nur Parteimitglieder eingeladen, sähe dies anders aus. Hat man aber nicht. Ergo gilt auch der §6 VersG, ob es den Feinden des Artikel 5 GG passt oder nicht.

  • #50
    katja

    @ 48

    Kennen wir uns irgendwoher?

    Ich denke nicht.

    Reine Projektion. Meinungsfreiheit ist nicht dazu da Luegen zu verbreiten.

  • #51
    katja

    @Roland

    Das ist auch nur ihre Meinung.

    Dem Journalisten steht der Rechtsweg offen wenn er sich ausgeschlossen fuehlt.
    Sein gutes Recht.

    Das muss dann der Richter entscheiden.

    Trotzdem Kindergarten nach dem Motto:

    Max laesst mich nicht in sein Baumhaus mimimi

  • #52
    Stefan Laurin

    @katja: Ein „Mimimi“ hat noch nie jemals von einem von uns gehört. Aber wir hörten schon ganz oft „Mimimi“ 🙂

  • #53
    SteLu

    # 50

    „Reine Projektion. Meinungsfreiheit ist nicht dazu da Luegen zu verbreiten.“

    Das ist ja schon mal was 🙂

    Sehr schön. Wenn Sie das jetzt noch Ihren Partei- Verschwörungstheoretikerkollegen beibringen, bin ich schon mehr als zufrieden.

    Grüße an den Elsässer (und nicht das Motto da oben vergessen) 😉

  • #54
    Roland

    Verfassungsfeindliche Bestrebungen von Parteien finde ich nicht Kindergarten. Das man Journalisten versucht auszuschliessen oder gar rausschmeißt kenne ich sonst nur von der NPD.

  • #55
    Ben

    @#54: Naja, ich bin auch schon mal auf ’ner Antifa-Demo angemacht worden, weil ich für ein „bürgerliches“ Medium berichtete. Der Konsens lautete dann hinterher „Sie fotografieren nur die und die Personen, sonst nehmen wir ihnen die Kamera weg.“ Einschränkende Idioten haste halt überall. Ist kein allein rechtes Spezifikum.

  • #56
    bob hope

    Die hier versammelten AfDler sind ein gutes Beispiel für den Versuch, Zensur im Namen der Meinungsfreiheit auszuüben. Letztlich geht es ihnen darum, ihre eigene Meinung als allgemeingültig hinzustellen und sich jegliche Kritik daran zu verbitten. Dafür sind sie sich nicht zu dumm, ein vermeintliches linkes Medienkartell (zu dem natürlich die ruhrbarone gehören) zu beschwören oder vor der Einparteienherrschaft zu warnen – bei der nächsten Volkskammerwahl erwarte ich daher mindestens 98,7 Prozent für die Systemparteien der bundesrepublikanischen Einheitsfront.

    Das Denken in politischen Kategorien wird als „Zensur“, „Eingriff“ und „unzulässige Kritik“ abgetan. Schlagworte wie „Gutmenschentum“ und „Political Correctness“ dürfen dabei natürlich nicht fehlen. Dabei dienen die Kampfbegriffe vor allem dazu, alles, was ihren neokonservativen, meist reaktionären, zum Teil aber auch völkischen und christlich-fundamentalistischen Überzeugungen entgegensteht, als „Tugendterror“ zu bezeichnen. Der Versuch, die gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen post ’68 für nichtig zu erklären, ist ja nicht neu. Die Anti-PC-Kampagnen laufen – nicht nur in Deutschland – schon seit den 1990er Jahren. So ist es auch kein Zufall, dass einer der damaligen, noch im Dienste der FAZ stehenden Protagonisten, Konrad Adam, mittlerweile bei der AfD seine sozialdarwinistischen Überzeugungen einbringen darf.

    Dass viele Linke, Grüne etc. leider auch dazu beigetragen, die ursprünglichen Ziele zu verwässern und Forderungen nach Emanzipation, Aufklärung, Freiheit und Solidarität nur noch als eindimensionale, inhaltsleere Begriffe benutzt haben, lässt sich leider nicht wegdiskutieren und hat den reaktionären Kräften Futter geliefert: Binnen-I, Rauchverbote oder unkritische Solidarität mit Migranten – nach dem Motto, jeder Flüchtling ist per se gut, weil er Ausländer ist (Das Claudia Roth-Problem) – schaden der Sache mehr als dass sie ihr nützen.

    Dass ein Großteil der AfD-Wähler vom rechten Rand kommt – man muss sich nur die Kommentarspalten einschlägiger Medien wie Elsässers antisemitischer Querfrontpostille „compact“ oder der Programmzeitung der neuen konservativen Revolution, „Junge Freiheit“, anschauen – kann nicht verwundern. Letztlich sind sich alle darin einig, dass es gut wäre, die Grenzen gegen unliebsame Gäste wieder abzuschotten, die D-Mark wieder einzuführen, die bürgerliche Familie zu stärken, die Frau wieder an den Herd zu schicken und die Rechte für Schwule, Lesben, Minderheiten und „Sozialschmarotzer“ einzuschränken. Kurz: Zurück zur patriarchalen Ständegesellschaft.

    Das alles wird man ja wohl noch schreiben dürfen. Aber vermutlich wird auch das wieder als Angriff auf die, einzig den AfDlern vorbehaltene, Meinungsfreiheit verstanden.

  • #57
    Marktliberaler

    Als Marktliberaler und Ex-FDPler in der AfD kann ich bestätigen, dass die Marktliberalen in der AfD (noch) die Mehrheit bilden. Solange Lucke und Henkel da sind, wird das auch so bleiben. Wo sollen die von der FDP verlassenen auch hin? Wer steht für Marktwirtschaft, Eigenverantwortung, Privateigentum, Wettbewerb und Leistung? Nur die AfD. Mit den Musikquotenbefürwortern werden wir schon fertig.

  • #58
  • #59
    Stefan Laurin

    @Marktliberaler: Zinsverbot und Kommunalisierung von Grund und Boden (Johannes Paul) klingt für mich eher nach schwerem Unfug:-) Liberal ist da gar nichts.

  • #60
    Gerd

    @#54 | Roland: bei der PiratenPartei wird sogar mit Gewalt und Prügel gedroht, wenn man sich über eine ausgehängte Fahne beim Parteitag beschwert, es geht also immernoch schlimmer…

  • #61
    Nansy

    @Bob Hope #56:

    Gratulation für den Rundumschlag – war ja fast alles dabei…

    Sie mokieren sich über Schlagworte und Kampfbegriffe auf der „neokonservativen“ Seite – wie etwa „Gutmenschentum“, „Political Correctness“ und „Tugendterror“ – haben aber offenbar keine Probleme mit Kampfbegriffen der Gegenseite (antisemitische Querfrontpostille, patriarchalen Ständegesellschaft, reaktionären Kräften, Opferkeule usw.).

    Den dritten Absatz ihres Kommentares kann ich wenigstens noch einigermaßen nachvollziehen. Auf ihre Behauptung, dass sich letztlich alle einig darin seien, dass es gut wäre, die Grenzen gegen unliebsame Gäste wieder abzuschotten, geben Sie sich zumindest selbst die Antwort: (Das Claudia Roth-Problem) „jeder Flüchtling ist per se gut, weil er Ausländer ist“. Leider fallen ihre Schlussfolgerungen aus dieser Analyse recht milde aus („schaden der Sache mehr als dass sie ihr nützen“).

    „Das alles wird man ja wohl noch schreiben dürfen“ – na klar, wir sind ja eine offene Gesellschaft 😉 Aber zwischen „schreiben dürfen“ und einer respektvollen Diskussion, bei der man anderen auch zuhört, besteht immer noch ein großer Unterschied. Niemanden wird in Deutschland (in rechtlichen Grenzen) der Mund verboten – man versucht nur seine Reputation zu untergraben….

  • #62
    Roland

    @Marktliberaler: Liberal ist der Umgang mit der Presse nun wirklich nicht.

  • #63
    Klaus Jarchow

    Ach, Leute – lasst doch diese kleine Nierentisch-Partei unbeachtet an ihrem ideologischen Stickdeckchen mit dem röhrenden Hirsch herumhäkeln. Gut, dann käme zwar wieder das ewige Mimimi, dass diese bösen ‚Mainstream-Medien‘ sie gar nicht beachten würden, obwohl sie doch so bedeutend seien – wobei sie mit ihrem treudeutschen Weltverständnis aber stets nur linientreue ‚Mein-Stream-Medien‘ erwarten. Sei’s drum, wenn die Frösche zu laut quaken, kommt eben irgendwann der Klapperstorch, und dann wäre endlich sogar das demographische Problem gelöst …

    Lässt man sie also im eigenen Gebräu herumpaddeln, erledigt sich dieser desolate Haufen dank interner Auseinandersetzungen und Widersprüche schon ganz von selbst. Wie bisher alle anderen dieser populistischen Nichts-als-Anti-Bewegungen auch … denn Butter wird aus dieser Molke nun mal nicht, da mögen sie noch so strampeln. Dazu bräuchten sie nämlich eine Vision, die nicht exakt der Adenauerzeit gleicht.

  • #64
    Bob Hope

    @ Nansy #61.

    Der Begriff „Opferkeule“ kommt zwar von einem anderen „Gutmeschen“, ich mache ihn mir aber gerne zu eigen. Aber egal, Sie fordern eine respektvolle Diskussion ein, aber genau diese wird doch von Lucke, von Storch, Petry oder Adam abgelehnt. Auch, weil die AfD auf die Herausforderungen der Moderne keine wirklichen Antworten hat. Sie verschanzt sich hinter einem reaktionären, elitären Weltbild. Und dazu gehören Forderungen wie: Zurück zur bürgerlichen Kleinfamilie, zurück zur D-Mark, zurück zu den alten Grenzen, unterfüttert von rassitischen und chauvinistischen Ressentiments. Auch wenn ich kein (Markt-)Liberaler bin: Ich frage mich, wie es die Verfechter einer freiheitlichen Gesellschaft in diesem Milieu aushalten.

  • #65
    WALTER Stach

    -63-Klaus Jachow
    Ein gelungens Schlußwort!!!!

    (Nee, vermutlich doch nicht. Die AFDler erreichen offenkundig einen Zustand politischer Erregung hier im Blog , der denen der Zeugen Jehovas gleichkommt. Und die haben, wenn ich das richtig erfaßt habe, zu ihrem Thema die bisher umfangreichtste Kommentierung bei den Ruhrbaronen produziert.)

  • #66
    katja

    @ 64

    zurueck zu den alten Grenzen?

    Wollen sie etwa behaupten die AFD will zu den Vorkriegsgrenzen zurueck?

    Jetzt schreckt man hier nicht mehr vor faustdicken Luegen zurueck.

    Ich kann es verstehen das man antifa Fotografen nicht erlaubt Fotos zu machen, nicht das mein Haus noch mit Farbe besprueht oder meine Kinder bedroht werden. Alles schon dagewesen.

  • #67
    Klaus Jarchow

    @ 66: Es gibt nicht nur geographische Grenzen … aber selbst wenn, müssen damit ja nicht unbedingt die Vorkriegsgrenzen gemeint sein.

  • #68
    Nansy

    @Bob Hope #64:

    Sie fragen sich, wie es die Verfechter einer freiheitlichen Gesellschaft in diesem Milieu aushalten?
    Als Bayer würde ich jetzt antworten „geht schon….“ – solange man ordentlich miteinander reden kann, solange man mir meine Meinung läßt, solange man mich nicht umerziehen will und solange man seine „Argumente“ nicht mit Gewalt durchsetzt… kann ich auch ganz gut andere Meinungen aushalten.

    Natürlich muß man auch aushalten können, dass man der Einfachheit halber von Mitmenschen gleich in die Ecke der AFDler eingeordnet wird, wenn man nicht in die üblichen Schlagworte und Kampfbegriffe mit einstimmt…

    Und natürlich geht es für mich überhaupt nicht in Ordnung, wenn eine Partei Pressevertreter von einer Veranstaltung ausschließt – aber solche Ideen hatten auch mal die Piraten, wenn ich mich recht erinnere….

  • #69
    SteLu

    Als würde es zu mindestens im Umfeld der AfD niemanden geben, der sich nach den Grenzen von 38 sehnen würde. Bin gerade noch auf einer Seite mit dem schönen Namen deutschelobby.com gewesen, wo unter der schwarz-weiß-roten Fahne mit der Unterschrift Deutsches Reich 31.08.1938 eifrig für die AfD geworbenen wird. Daneben wird dann für Bücher wie „Die Rothschilds“, „Das Deutschlandprotokoll I und II“, Sarrazin und Pirincci geworben. Weitere Themen: Chemtrails, Haarp, Klimalüge… Da haben wir ja alle Themen beieinander. Wie, da kann die AfD nichts zu? Aber sicher doch, anstatt sich von diesem Mist zu distanzieren, lädt sie diese Typen noch ein. Zum Beispiel dadurch, dass sie Herrn Elsässer hofiert, was wiederum dazu führt, dass die AfD VTs, Querfrontler und andere zwielichtige Gestalten anzieht wie Scheiße die Fliegen.

  • #70
    Gerd

    @#69 | SteLu: auf IndyMedia wurde auch schön für Die Linke oder die Piraten geworben, trotzdem unterstützen diese Parteien keine Angriffe auf Polizisten.

  • #71
    SteLu

    @ #70 es ging um die Nähe dieser Leute zur AfD und das sich die AfD nicht nur nicht ausreichend distanziert sondern im Gegenteil diese Nähe auch sucht. Wer sich mit diesen Leuten einlässt, darf sich nicht wundern, wenn er in die rechte Ecke gesteckt wird. Die größte Gruppe der Vts ist rechts bis rechtsextrem. Das ergibt sich zwangsläufig aus einigen Grundannahmen der Vts. „Linke“ Vts gibt es auch (Gestalten wie die Mitglieder der Bandbreite dürften sich selber wohl dazu zählen) und dann gibt es Leute wie den Elsässer, der mit seiner „Volksinitiative gegen das Finanzkapital“ und das Compact-Magazin versucht den rechts-links Widerspruch zu überwinden. Dabei bezieht er sich positiv auf den Nationalstaat, dem eine entscheidende Rolle bei der Abwehr des bewussten Angriff des anglo-amerikanischen Finanzkapitals zukomme. Wer hinter dem „anglo-amerikanischen Finanzkapital“ angeblich steckt, wissen wir ja alle. ;-). Die Homophobie und Menschenverachtung Elsässers lasse ich jetzt mal außen vor. Es bleibt dabei, wer sich mit diesen Leuten um Dreck wälzt, darf sich nicht wundern, wenn der Dreck kleben bleibt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.