11

Bochum: Protest gegen Nazi-Demo

nazis_affenUm 13.30 Uhr beginnt am Samstag der Protest gegen einen geplanten Aufmarsch der Nazi-Kameradschaft  “Volkssturm Deutschland”. Das „Bündnis Bochum gegen Rechts“ ruft zu einer Gegendemonstration unter dem Motto „Flüchtlinge willkommen“ auf. Der Treffpunkt ist das Flüchtlingsheim in Wohlfahrtsstraße in Bochum-Wiemelhausen. Der   „Volkssturm Deutschland” hat 10-15 Nazis als Teilnehmer angemeldet.

RuhrBarone-Logo

11 Kommentare zu “Bochum: Protest gegen Nazi-Demo

  • #1
    owl-baron

    Sollte man die „Kameraden“ nicht besser durch Nichtbeachtung „strafen“. Durch eine Gegendemo verschafft man diesen Idioten doch erst die mediale Beachtung nach der sie gieren und die sie ohne Gegendemo nie bekämen. Zur Not kann man mit den Medien auch eine Vereinbarung treffen, über solche „Aufmärsche“ nicht zu berichten. Erfordert weniger Aufwand und ist wirkungsvoll. Und manfrau kann sich in aller Ruhe den wirklich wichtigen Ereignissen widmen- der Bundesliga z.B.

  • #2
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @ owl-baron: Aus genau diesem Grund berichten wir auch nicht über 80-90 Prozent aller Nazi-Demos, sondern suchen eher exemplarische Beispiele mit Protest aus. In Bochum haben wir uns nun dafür entschieden.

  • #3
  • #4
    howie

    lieber owl-baron,
    das ist ja immer wieder Thema, am liebsten von CDU/CSU Politikern einfach Augen schliessen, nix hören, und bloss nix sagen. In dortmund hat das die SPD auch jahrelang gemacht und nun kennt dortmund und sein naziproblem ganz Deutschland, zu recht!
    Viel beschissener dürfte es doch für diese 10-15 handeln sein von mehreren hundert gegendemonstranten nieder gebrüllt zu werden. ganz ab davon das die vor ein Flüchtlingsheim wollen, was an Perversität kaum zu überbieten ist!

  • #5
    Slomo

    Genau! Zuerst strafen wir sie durch Nichtbeachtung, dann provozieren wir sie nicht, um sie nicht wütend zu machen, dann gibt der Klügere noch ein bisschen nach und was dann geschah, steht in den Geschichtsbüchern…

  • #6
    owl-baron

    Es geht um bewusstes Ignorieren, nicht um Wegschauen. Diese Idioten definieren sich auch über das Motto „Viel Feind, Viel EHRE“. Der Kampf gegen Rechts wird nicht auf der Straße entschieden, sondern in Schulen, Vereinen etc. Das ist mühselig, mühseliger jedenfalls als hin und wieder mal auf der Straße sein gutes Bewusstsein zu demonstrieren. Mal abgesehen davon, dass bei diesen veranstaltungen auch Leute dabei sind, die bei anderen Gelegenheiten gerne hinter Stalin- und Maobildern herlaufen. Oder hinter Transparenten mit Aufschriften wie „Völkermord in Gaza“ ihr Gutmenschentum zeigen. Oder wie der Sprecher des Kreisverbandes Gütersloh der PDL, Pusch, zwar jeden Bundeswehrsoldaten mit Tucholsky als Mörder bezeichnet, aber auf Nachfrage mitteilt „dass es ihm nie in den Sinn käme einen Rotarmisten als Mörder zu bezeichnen“. Was angesichts der Kriegsverbrechen der RA in Afghanistan, in Polen und im Baltikum 39/40, in Ungarn etc auf dem selben Niveau wie die Holocaustleugner anzusiedeln ist. Nein, mit diesen Leuten will ich meinen Abscheu vor Nazis nicht teilen.

  • #7
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @OWLBaron: Wir weisen nie auf Nazidemos hin, sondern nur auf Proteste gegen Nazi-Demos. Das denke ich ist ein gutes Verfahren und hat sich bewährt.

  • #8
    M. Adelmann

    @OWL Baron: #4 Howie und #5 Slomo haben recht. Überall dort, wo weggeschaut oder bewusst ignoriert wurde, hat man nun größte Mühe das Nazipack in die Schranken zu verweisen. Dortmund, Dresden, Magdeburg, Bad Nenndorf, Remagen…

    Dort wo sich frühzeitig gut organsierter Widerstand zeigt ist die Nazi-Szene vergleichbar kleiner… Berlin, Freiburg, Hamburg, Essen, Mainz, Oberhausen und auch Bochum.

    Und noch was: Mir ist so mancher Mensch lieber, der noch Stalin oder Mao im Kopf hat aber gegen Nazis ist, als einer der Geschichtsklitterung betreibt und aus falschverstandenem Dünkel heraus lieber nichts gegen Nazis macht und seinen Abscheu vor Nazis im Wohnzimmer am Laptop pflegt… bis es zu spät sein könnte…

  • #9
    Arnold Voss

    Stalin oder Mao im Kopf zu haben wenn man gegen Nazis demonstriert ist ein Widerspruch in sich. Es gibt Menschen die das hinkriegen, aber das ändert nichts daran. Politische Schizophrenie ist nun mal keine Basis für einen dauerhaften politischen Erfolg.

    Das hat auch nichts damit zu tun das man nicht die Unterschiede zwischen faschistischen und kommunistischen Diktaturen sehen will. Für ihre jeweiligen Opfer ist das nämlich völlig egal, und da ihre Menge in beiden Fällen alles überstiegen hat, was die politische Welt je vorher sah, darf es diesbezüglich auch keine Relativierung geben.

    Ansonsten ist es einfach gruselig, wenn Jemand auf einer Demontration mit mir solidarisch tut, der Systeme gut heißt, in denen ich auf Grund meiner Einstellung selbst zu den Opfern gezählt hätte. Wozu soll ich mir das, verdammt noch mal, antun?

    Es reicht schon, dass man es auf bestimmten Demonstration immer wieder mit Idioten zu tun hat, deren Augen geradezu kindlich zu glühen anfangen, wenn sie Irgendwas nach Irgendjemanden werfen dürfen, der ihnen persönlich nichts getan hat, die aber wenigstens gegen j e d e Diktatur sind. Warum soll ich mich also auch noch mit welchen abgeben die Diktaturen dann gut finden, wenn s i e dabei am Ruder sind.

  • Pingback: Links anne Ruhr (30.01.2014) » Pottblog

  • #11
    owl-baron

    #8 Warum wohl, glauben sie,habe ich Schulen und Vereine erwähnt? Aus Jux und Dollerei? Meinen Abscheu vor Nazis habe ich fast vierzig Jahre meinen Schülern mitgeteilt, auch mit Besuchen in Gedenkstätten.
    Schön wäre es, wenn sie den Vorwurf der Geschichtsklitterung belegen könnten, statt pauschalisierend dumme Behauptungen zu verbreiten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.