Das Nichts sei gar nicht nichts, sondern ein „irgend Seiendes“. Hatte Platon erklärte, und tatsächlich gründete sich Nichts einige Jahre später, das war 1981 in Düsseldorf, und war zwei weitere Jahre später wieder im Nichts verschwunden. Schneller verglüht als ein Punksong dauert, zurück blieben die krudesten Hits, die krausesten Texte, die krachigsten Riffs: „Schaut mich an, ich bin die Schönste!“
Ruhrfestspielhaus Foto: Ruhrfestspiele Lizenz: CC BY-SA 3.0
Drei Traditionen und Bräuche werden neu in das Landesinventar des Immateriellen Kulturerbes von Nordrhein-Westfalen aufgenommen: die Ruhrfestspiele Recklinghausen sowie die analoge Fotografie und die Rotwelsch-Dialekte.
Die Geschichte der Ruhrfestspiele Recklinghausen beginnt im Nachkriegs-Winter 1946. Hamburger Theaterleute reisten ins Ruhrgebiet, um Kohle für die Beheizung ihrer Schauspielhäuser zu erbitten. Für die Hilfe, die sie in
Suzanne Valadon, Der Geigenkasten, Paris 1923. Sammlung Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris | Public Domain
Ukrainer, die ihr Leben geben, um Putins Terror zu stoppen, Israelis, die ihr Leben geben, um Hamas-Terror zu stoppen, Chorwerk Ruhr besingt Mysterien.
André Caplet war gerade zum Leiter der Pariser Oper berufen worden, als der Erste Weltkrieg ausbrach, der 38jährige meldete sich zum Militär, wurde bei einem Gasangriff schwer verletzt, hat das Gemetzel durchlebt. Seinen Beruf, das Dirigieren, musste er aufgeben, im Ersten Weltkrieg sind mehr als 1,3 Millionen französischer Soldaten gefallen. In dem Jahr, in dem Frankreich das Ruhrgebiet besetzt – in Deutschland beginnt ein Krisenjahr wie keines zuvor, gleichzeitig beginnen die Roaring Twenties – , 1923 also schreibt Caplet ein Werk, mit dem er versucht, den immensen Schrecken etwas entgegen zu setzen, die grauenhaften Bilder im Kopf zu übermalen. Eine Gegenwelt, die er erschließt, indem er das Leben eines Juden erzählt, wie es sich in den Augen seiner Mutter gespiegelt haben mag.
Eindrücke aus der neuen Ausstellung ‚Planet Ozean‘ in Oberhausen. Foto: Robin Patzwaldt
An 23 Tagen ließen sich genau 114.658 BesucherInnen in die berauschende Vielfalt der Unterwasserwelten entführen und bestaunten dabei großformatige Fotografien, spannende Filmaufnahmen, viele Exponate und natürlich die immersive Großinstallation „Die Welle“.
Ein Rekord, denn der Start von „Planet Ozean“ war damit so erfolgreich wie bisher keine andere Ausstellung im Gasometer Oberhausen.
Die Reihe mit Lesungen und Gesprächen als Teil des Rathausclubbings im großen Ratssaal der Stadt Bochum, Willy-Brandt-Platz 2-6, geht weiter – im nun schon dritten Jahr. Am Mittwoch, 15. Mai, 19.30 Uhr, wird einer der wichtigsten Autoren der deutschsprachigen Literaturlandschaft erwartet: Ralf Rothmann.
Der Autor der wegweisenden Ruhrgebiets-Romane „Milch und Kohle“ oder „Junges Licht“ ist in der Region, in der er früher gelebt hat, nur noch selten zu erleben. Ralf Rothmann passt ideal in die Reihe im Rathaus, in der Kulturjournalist Max Kühlem Autorinnen und Autoren präsentiert, die eine Verbindung zum Ruhrgebiet haben, aber auch weit darüber hinaus rezipiert werden.
Sowas passiert, wenn man sich BDS ins Haus holt: ein „Klima der Angst“ quartiert sich ein, als „Kunsthauptstadt“ ist Berlin gefährdet „wie seit 1989 nicht mehr“. Schreibt wer? Die New York Times, sie hat entdeckt: Nicht der Boykott von Kultur ist verantwortlich für den Niedergang der „internationalen Kulturhauptstadt“ Berlin, sondern „a small website from the provincial city of Bochum“.
Selten gehe es gut aus, „wenn Kultur für politische Zwecke eingesetzt wird“, erklärt die New York Times in ihrer jüngsten Wochenend-Ausgabe, sie wird in einer Auflage von mehr 1 Mio verteilt. Einst sei Berlin ein „Leuchtturm der künstlerischen Freiheit“ gewesen, inzwischen sei „das Überleben der Stadt als Kunsthauptstadt in Frage gestellt oder vielleicht schon verloren“. Preise annulliert, Konferenzen abgesagt, Theaterstücke abgesetzt. Von Künstlern, die staatliche Zuschüsse empfingen, werde verlangt, „‚jede Form von Antisemitismus‘“ zu vermeiden („der Vorschlag wurde zurückgezogen“). Selbst Greta Thunberg, „the climate Cassandra“, sei in Deutschland „gecancelt“ worden, den chinesischen Dissidenten Ai Weiwei, einen weltweit hofierten Künstler, erfülle dies alles „mit Verzweiflung“, zitiert ihn die NYT.
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