Danger Dan: „Der Geldhahn ist zu“

Danger Dan (links) von der Antilopen Gang: „irgendwann ist unsere Kasse dann auch leer“ (Foto: © Katja Ruge Lizenz: Copyright)

Ausgefallene Konzerte, abgesagte Festivals: Die Kulturindustrie leidet stark unter der Corona-Krise. Wie gehen Musiker damit um, wenn sie auf einmal nicht mehr auf Bühnen stehen können und ihre Einnahmen wegbrechen? Die deutsche Hip-Hop-Band Antilopen Gang hat im Sommer ihr Album „Adrenochrom“ veröffentlicht. Geschrieben und aufgenommen haben sie es in der Corona-Zeit. Bandmitglied Danger Dan erzählt im Protokoll, wie er die Zeit wahrgenommen hat und warum er sich Sorgen um die Zukunft macht.

„Ich hätte nie gedacht, dass ich meinen Bandkollegen Koljah jemals so stark vermissen würde. Aber als ich im Juni mit ihm und Panik Panzer, meinem Bruder und ebenfalls Bandkollegen, in einem Restaurant essen war, habe ich mich riesig gefreut, ihn wiederzusehen. Davor hatten wir uns monatelang nicht mehr gesehen. Wir haben die letzten Jahre unheimlich viel Zeit zusammen verbracht und auf engstem Raum im Tourbus zusammen gelebt. In normalen Zeiten war es schön, sich dann nach einer Tour auch mal aus dem Weg zu gehen. Aber die letzten Monate waren nicht normal.

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Filmfestivals laufen im Heimkino

Leeres Kino Foto: Greg O’Beirne Lizenz: CC BY 2.5

Die Filmfestivals des Ruhrgebiet reagieren mit Online-Programmen auf die pandemiebedingte Schließung der Kinos und Vorführsäle. So ist die 28. Ausgabe von „Blicke – Filmfestival des Ruhrgebiets“ ab dem 18. November ausschließlich online zu erleben. Alle Filme werden jetzt zu den im Programm vorgesehenen Zeiten freigeschaltet und stehen für zehn Tage online zum

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Ein Feuerwerksverbot an Silvester wäre ein unnötiger Brandbeschleuniger für den Corona-Frust

Feuerwerk in der Provinz. Foto: Robin Patzwaldt

Dass uns die aktuellen Einschränkungen durch die Coronavirus-Pandemie deutlich länger erhalten bleiben dürften als ‚nur‘ bis Ende November, wie es der Wellenbrecher-Lockdown ursprünglich vorgesehen hatte, das dürfte auch schon vor der heutigen Sitzung der Verantwortlichen sonnenklar sein. Von Lockerungen kann derzeit gar keine Rede sein. Es wird bei der Besprechung mit der Kanzlerin eher um weitere Verschärfungen der Einschränkungen gehen.

Dass das nicht anders geht, zeigen schon die aktuellen Zahlen des RKI. Von einer Senkung des Inzidenzwertes auf unter 50 Neuinfizierte pro 100.000 Leute in sieben Tagen, wie es angestrebt wird, kann derzeit jedenfalls gar keine Rede sein.

Gelockert werden können die bestehenden Regeln somit in keinem Falle. Wenn jedoch von weiteren Beschränkungen die Rede ist, werden die Details in diesen Tagen, selbst für in diesen Punkten von Querdenkern und Skeptikern gerne als ‚linientreue‘ Zeitgenossen verunglimpfte, so wie mich, immer schwerer nachvollziehbar. Neuester Schwachpunkt ist das von einigen offenbar angestrebte Verbot des diesjährigen Silvesterfeuerwerks.

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Cartoons ohne Bilder #111


Das aus vorangegangenen Cartoons bekannte Paar am Küchentisch. Der Mann in Unterhemd mit BILD-Zeitung, wütend. Die Frau mit Lockenwicklern, trinkt gelassen aus der Kaffeetasse. Alternierende Sprechblasen.
Mann: „Ich lasse mich nicht zwangsimpfen!“
Frau: „Keine Sorge. Den Impfstoff kriegen auf absehbare Zeit sowieso nur systemrelevante Menschen.“
Mann: „ICH WILL MEINEN IMPFSTOFF!“

Ruhrbarone-Ausflugstipp: Saisonfinale 2020 im Dortmunder Rombergpark

Mitte November im Rombergpark in Dortmund. Foto(s): Robin Patzwaldt

An diesem Sonntag habe ich meine Serie von Unternehmungen für die ‚Ruhrbarone-Ausflugstipps‘ für dieses Kalenderjahr abgeschlossen. Und wie hätte ich das passender machen können, als mit einem weiteren Trip in den Dortmunder Rombergpark.

Stammleser werden sich erinnern, dass ich die neue Saison mit einem Besuch dort begonnen habe. So wollte ich dieses Jahr auch abschließen. Auch diesmal habe ich wieder ein paar Fotos für euch mitgebracht.

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Mit der wirtschaftlichen Kraft stirbt die Kultur

Schauspielhaus Bochum

Nur reiche Länder können den Künstler als Lebensentwurf in größere Zahl erlauben. Nie wurde das in den vergangenen Jahrzehnten so deutlich wie in der aktuellen Krise.

Theater? Geschlossen. Kinos, Clubs, Opernhäuser und Museen ebenso. Konzerte und Lesungen finden zurzeit nicht statt. Kultur erleben die Menschen natürlich trotzdem, nur nicht live. Streamingdienste boomen, Musik und Filme stehen in noch vor wenigen Jahren unvorstellbarem Maße und zu niedrigen Preise zur Verfügung. Bücher erscheinen, neue Computerspiele kommen auf den Markt.

Auch in der Krise zeigt sich der Vorteil in einem reichen Land zu leben: Die Subventionen für die

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Vom schmerzlichen Vermissen einer Party, an der man ohnehin nicht teilgenommen hätte

Karneval in Mainz, Foto: R. v. Cube

Vielleicht liegt es ja an der uns Dortmundern nachgesagten recht humorlosen ‚westfälischen Art‘, dass ich mit dem Thema Karneval recht wenig anfangen kann. Und doch muss ich hiermit zugeben, dass mich das heute landesweit angestimmte große Gejammer über den Ausfall der für den 11.11. ursprünglich vorgesehenen Festivitäten in seiner Ausprägung erstaunt.

Dass man im Rheinland und in den anderen Karnevalshochburgen der Republik aktuell sehr traurig darüber ist, dass die mit dem Karneval verbundenen Festtage in diesem Jahr nicht wie sonst üblich, ablaufen können, das ist verständlich.

Doch das große Wehklagen erfasst diesmal scheinbar das gesamte Land, also auch Städte, in denen auch sonst an einem 11. November gar nichts los ist. Schon etwas bizarr!

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100 Jahre James Bond: Liebesgrüsse aus Wattenscheid

Connery als Bond (mit Tania Mallet) während der Verfilmung von Goldfinger 1964 Foto: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Fotograf: Comet Photo AG (Zürich) Lizenz: CC BY-SA 4.0


007 kommt aus Wattenscheid. Der berühmteste, eleganteste und gefährlichste
Geheimagent Ihrer Majestät, die Zierde des MI6, wurde am 11. November 1920 in Bochum-Wattenscheid geboren. Das schreibt jemand, der es wissen muss: John Pearson, Autor der autorisierten Bond-Biografie von 1973, außerdem Freund und enger Mitarbeiter von Ian Fleming, dem Erfinder der Bond-Figur.

Nur wenige Bond-Fans jenseits von Wattenscheid wissen, dass 007 im Herzen des Ruhrgebiets das Licht der Welt erblickte. Und das kam, laut Pearson, so: James’ Vater Andrew Bond, ein Schotte, arbeitete nach dem Ersten Weltkrieg als Mitglied der alliierten Besatzungsbehörde im

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Der Dortmunder Musiker Fred Ape ist verstorben

Fred Ape – hier bei enem seiner zahlreichen Live-Konzerte | Bild: Stephan Schütze

Im Alter von nur 67 Jahren ist der Liedermacher Fred Ape überraschend verstorben. Der Dortmunder war bekannt als Musiker und Moderator, sowie als langjähriger Programmchef des Kleinkunsttheaters Cabaret Queue in Dortmund-Hörde. Über 40 Jahre lang war der Gitarrist und Sänger mit seiner Musik auf den Bühnen in ganz Deutschland unterwegs.

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