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Die Liga läuft – nur die Ruhrgebietsclubs haben offenbar noch nicht ganz verstanden, wie das mit dem Fußball funktioniert. Dortmund schleppt sich mühsam an Wolfsburg vorbei, Bochum taumelt durch die Saison wie eine tote Taube, und auf Schalke dreht sich schon jetzt das Personalkarussell. Thommy Junga und Peter Hesse werfen außerdem einen Blick auf Union Berlin und Rot-Weiss Essen – selbstverständlich mit der nötigen Portion Augenzwinkern und völlig fehlender Zurückhaltung.

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Das ging schnell. Am Donnerstag hatten die Ruhrbarone als einziges Medium berichtet, was der Weltkirchenrat – 585 Mio Christen – weltweit vorgebetet hat: dass man Israel zum Teufel jagen möge. Jetzt die Reaktion der Evangelischen Kirche in Deutschland, eine dringende Empfehlung an ihre Mitglieder: Keinesfalls nachbeten! Macht 585 minus 18 Mio.
Die laufende Woche über soll weltweit „für Frieden“ gebetet werden, genauer: für Israel-Hass. Das die Idee des Weltkirchenrats (World Council of Churches, WCC). In den Texten, die der WCC durch die Welt gespült hat: kein Wort über Hamas, keines zur inner-palästinensischen Opposition. Keines über die Massaker von 10/7, kein einziges für das Leben der Geiseln. Israel? Wird frömmelnd verwüstet, ein theologisches 10/7. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), Dachverband für 20 Landeskirchen, hat auf den Ruhrbarone-Bericht reagiert, eine Sprecherin erklärte am Montag, die EKD habe ihren Mitgliedskirchen kurzfristig „empfohlen“, die Materialien des WCC „nicht zu verwenden“.

Eine weltweite Gebetswoche, knapp 600 Mio Christen. Der World Council of Churches (WCC) lässt derzeit „für Frieden“ beten. Gegen Israel. Oder für Israel-Hass, wie man’s nimmt, die Ruhrbarone haben berichtet. Und sammeln Stimmen, hier die von Christian Staffa, Vorsitzender der „AG jüdisch und christlich beim Deutschen Evangelischen Kirchentag“.
Der Name ist sperrig, die AG übersetzt ihn in „Jüdisch-christlicher Think Tank seit 1961“. 15 Jahre nach Auschwitz gegründet, als es für das, was nie hätte geschehen dürfen, nichtmals einen Namen gab. Namenlos auch die Täter. Für das jüdisch-christliche Gespräch war die AG erste Adresse. Vorsitzende heute sind Doron Kiesel, Wissenschaftsdirektor des Zentralrats der Juden in Deutschland, und Christian Staffa, Studienleiter an der Evang. Akademie Berlin. Frage an Staffa, wir kennen uns seit Jahren:
Du arbeitest täglich in kirchlichen Strukturen gegen Antisemitismus an. Wie schätzt Du en gros die Stimmung in den evangelischen Kirchen in Deutschland ein? Ist sie weiterhin ein vielleicht löcheriges, dennoch Bollwerk gegen Israelhass – oder kippt sie gerade?