
Vorweg: Ich finde es gut, dass es dieses Manifest gibt und möchte mich auch von Seiten der Ruhrbarone bei denen bedanken die sich die Mühe gemacht haben es zu verfassen. Es ist offensichtlich nicht nur ein Produkt intensiver Diskussion, sondern es soll zu weiteren Diskussionen und Aktionen führen, und die genau hat das Ruhrgebiet dringend nötig. Da ich zum „Recht auf Stadt“ Workshop am Sonntag im Bahnhof Langendreer in Bochum nicht erscheinen kann habe ich meine Kritik hier schriftlich niedergelegt.
Kaum das ich den Text zu Ende gelesen hatte, kam mir spontan die Frage, wie viele programmatische Texte zum Ruhrgebiet es mittlerweile gibt, die den immer gleichen Vorwurf an die hier Verantwortlichen erheben, der in jeweils abgewandelter Form lautet: Wachstum rettet euch nicht. Spätestens seit der IBA Emscherpark ist diese Parole nämlich en Vogue. Strukturwandel ja, aber bitte ohne Steigerung des Brutto Inlandsprodukts. Kein Frage, das BIP rechnet auch das positiv an, was man aus sozialer und ökologischer Sicht als schädlich ansehen kann. Aber selbst wenn wir es aus dieser Perspektive zumindest regional qualifizieren, muss es wachsen, damit der Strukturwandel das, was er an Geld kostet, auf Dauer auch wieder einspielt.






