Podcasts aus dem Pott (1): Die Haut/ escape


Letzte Woche angekündigt, geht es heute schon los  mit unserer Serie zu Podcasts aus dem Ruhrgebiet. Jede Woche stellen wir nun am Sonntag ein Podcast-Projekt vor. Und werden bald auch allgemeiner in die Welt der Audio-Medien einsteigen.

Die Haut (Quelle: Christian Heinke)
Die Haut (Quelle: Christian Heinke)

Den Auftakt unserer Serie macht dabei der Bochumer Christian Heinke, ein wahrer Tausendsassa, der nicht weniger als ein gutes halbes Dutzend Podcastprojekte betreibt, und sich natürlich auch auf Twitter herumtreibt.
Deswegen stellen wir heute zwei seiner Produktion gebündelt (oder wie der Hipster Berlin-Fan sagt „im Bundle“) dar – nämlich die Thrillerpodcasts „Die Haut“ und „escape“.

Den Podcast für den Thriller ›Die Haut‹ gibt es dabei seit Mai 2005 und er ist inzwischen abgeschlossen.
Der Podcast für den aktuellen Thriller über Künstliche Intelligenz ›escape‹ ist seit November 2010 online.

Worum geht es?

›Die Haut‹ ist ein Thriller aus der Welt der Supermodels in der ein Serienkiller sein Unwesen treibt. ›escape‹ ein Technologe Thriller um das Erwachen einer gefährlichen Künstlichen Intelligenz.

Wieso gibt es diese Podcasts?

Ich wollte mein Manuskript für ›Die Haut‹ als Hörspiel beim WDR unterbringen, doch ein Autor der auch etwas von Hörspielproduktion versteht war dem Sender damals – 2004 – zu suspekt. Daraufhin habe ich ›Die Haut‹ als Podcast veröffentlicht, ein Verlag wurde darauf aufmerksam und hat ›Die Haut‹ dann als Buch verlegt. Das Süddeutsche Magazin bezeichnete mich plötzlich als ›Autor 2.0.‹ Meine aktuellen Bücher wie z.B. ›escape‹ erscheinen im Self-Publishing als Buch und eBook und sind erfreulich erfolgreich.

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Bochum-Total: Glas-Verbot vor Kneipen aus Versehen?

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Die Stadt Bochum verbietet versehentlich auch den Gastronomen die Benutzung von Glas im Außenbereich während Bochum-Total. Von unserem Gastautor Wolfgang Wendland

Wenn man sich die Sache mit dem Glasverbot auf der Bochum-Total-Webseite  ansieht scheint alles wie immer zu sein, niemand darf Glasbehältnisse benutzen, es sei denn, er sitzt im Außenbereich einer Kneipe:

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Dafür sorgt der Passus “ Ausgenommen von diesem Verbot ist (…) die Benutzung von Glasbehältnissen auf gastronomischen Freisitzflächen. “ gleich im Anfang der Allgemeinverfügung. Dummerweise hat es diese Ausnahmeregelung nicht in das Amtsblatt der Stadt Bochum geschafft. Die Version dort dürfte aber die Maßgebliche sein:

 

glas_bo_total2 Man darf gespannt sein, was erlaubt sein wird.

This is not Detroit – Das Ruhrgebiet beschwört seine Zukunft

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Das Zukunftsfest in Bochum an diesem Wochenende ist einer der Höhepunkte des Detroit-Projektes. Unter dem Motto „This is not Detroit“ wird eine bessere Zukunft beschworen.

Ende des Jahres wird in Bochum das Opel-Werk endgültig schließen. Von früher einmal über 20.000 Jobs werden am Ende noch gut 3000 übrig sein. Auch wenn der Satz von Herbert Grönemeyer „Bochum ist Opel und Opel ist Bochum!“ Unsinn ist, ist die Schließung des Werkes ein Einschnitt in die Geschichte des gesamten Ruhrgebiets. Die Opel Ansiedlung war, neben  der Gründung der Universitäten und Fachhochschulen, der größte Erfolg den das Ruhrgebiet im Strukturwandel der vergangenen Jahrzehnte erzielte. Und er war nicht der einzige: Zeitweilig gab mit Witten Gladbeck und Kamp-Lintfort es drei Standorte, an denen Siemens Telefone, Handys und

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Der Ruhrpilot

Thomas Kutschaty Foto: JustizNRW
Thomas Kutschaty Foto: JustizNRW

NRW: Zahnärzte verärgert über Kutschaty-Äußerung…FAZ

Ruhrgebiet: Kulturereignis Extraschicht lockt Tausende ins Revier…Der Westen

NRW: Kraft eröffnet NRW-Tag in Bielefeld…RP Online

Debatte: Das Chlorhuhn und Europas Kampf um Körpersäfte…Welt

Bochum: Bochums Future Is Not Detro…Coolibri

Bochum: Lesung “Weltenbrand”…Coolibri

Dortmund: Größtes Ramazanfestival Europas…Der Westen

Duisburg: Die Brückenbauerin der AWO…Der Westen

Essen: Messe wird Wahllokal bei türkischer Präsidentenwahl…Der Westen

 

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Wie „Premium“ ist Essen?

evag_bahnWie die WAZ am Freitag meldete, beschloss der Verwaltungsrat des VRR „nach kurzer Debatte“ die Erhöhung der Ticketpreise zum Beginn des nächsten Jahres. Derzeit wird gerne gemutmaßt, die Bundesregierung nutze das WM-Fieber, um unbehelligt von der Öffentlichkeit unangenehme Entscheidungen durchzuprügeln. Der VRR macht es vor.

Wenn Fussball-Ruhrgebiet damit beschäftigt ist, rechtzeitig zum Spielbeginn in seine Lieblingskneipe zu kommen, obwohl gerade mal wieder eine U-Bahn wegen Triebwerkschaden ausgefallen ist und weder die Anzeigetafel noch die Stimme im Lautsprecher einen darüber informiert – vielleicht hätte man es ja zu Fuss noch rechtzeitig geschafft –, dann ist die Suche nach dem nächsten Taxistand halt wichtiger als sich über die Tarif-Pläne des VRR aufzuregen. Deshalb stehen die Chancen gut, dass der VRR auch diesmal wieder um nennenswerte Proteste drum rumkommt. Mit einem neuen Bremen 1968 können wir wohl leider nicht rechnen.

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[Bilderrätsel – Revival Nummer 8]

Und mal wieder einen wunderschönen Samstagmorgen an alle unsere Leser !

;O)

Ich habe mich sehr gefreut, dass Rätsel Nummer 5 endlich erraten wurde … danke an KClemens !

Auch die Auflösung des Bilderrätsels der letzten Woche war richtig!

Hier kommt auch schon die Nummer 8:

bilderrätsel8

Wer sich heute und morgen übrigens auf das Bochumer Stadtparkfest gefreut hatte, muss leider ein Jahr warten. Aufgrund der Sturmschäden fällt das aus! 

BVB-Mega-Deal mit ‚Evonik‘ wird die Spaltung der Bundesliga weiter vorantreiben

BVB-Chef Hans-Joachim 'Aki' Watzke. Foto: Robin Patzwaldt
BVB-Chef Hans-Joachim ‚Aki‘ Watzke. Foto: Robin Patzwaldt

Es war die Bundesliga-Meldung am gestrigen Freitag. Statt einer spektakulären Spielerneuverpflichtung, wie von vielen im Vorfeld vermutet, gab die Dortmunder Borussia am gestrigen Freitag bei der am Vortag noch etwas geheimnisvoll angekündigten Pressekonferenz die wirtschaftlich spektakuläre und langfristige Zusammenarbeit mit Hauptsponsor ‚Evonik‘ bekannt. Durch Verlängerung des Hauptsponsorenvertrages bis 2025 und den Einstieg des Konzerns mit 9% der BVB-Aktien, spült der Deal dem BVB alles in allem unglaubliche 300 Mio. Euro in die Kassen.

Ein schier unglaubliches Geschäft, welches trotz zunächst glücklich erscheinender Umstände für alle Fans des BVB, allerdings die Spaltung er Fußball-Bundesliga insgesamt ein weiteres stück vorantreiben wird. Eine, auch für mich als Anhänger der Schwarzgelben insgesamt wenig positive Entwicklung in der Eliteliga des deutschen Fußballs.

Der Kampf um die vorderen Plätze im nationalen Fußball droht nun in den nächsten Jahren vermutlich noch langweiliger werden, wenn Club-Boss Hans-Joachim Watzke & Co. sich nicht ganz ungeschickt anstellen in bei der Verplanung der nun verfügbaren Gelder.

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Der Ruhrpilot

Regionalexpress Foto: Thomas Wolf www.foto-tw.de Lizenz: CC
Regionalexpress Foto: Thomas Wolf www.foto-tw.de Lizenz: CC

Ruhrgebiet: VRR erhöht Ticketpreise um durchschnittlich 3,8 Prozent…Der Westen

NRW: Drei NRW-Universitäten erhalten 167 Millionen Euro…RP Online

NRW: Der trügerische Friede im Ramadan…Welt

NRW: Rot-Grün hält an Stichwahl der Bürgermeister fest…RP Online

Ruhrgebiet: Kulturereignis Extraschicht lockt Tausende ins Ruhrgebiet…Der Westen

Dortmund: Tatort erzählt von Todessprung von Gebäuden…Der Westen

Duisburg: Roma aus Peschen-Häusern wohl von Telefonanbieter betrogen…Der Westen 

Duisburg: Im Rat geht es auch um begehrte Posten…RP Online

Essen: Industrieriese ThyssenKrupp stellt sich neu auf…Welt

Umland: Grimme Online Award für netzpolitik.org…Netzpolitik

 

 

 

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WDR-Legende und Autotester Alfred Zerban gestorben

wdrWie erst heute offiziell bekannt wurde, verstarb der langjährige Leiter der WDR-Verkehrsredaktion Alfred Zerban, bereits am vergangenen Mittwoch, im Alter von 80 Jahren.

Einem breiteren Publikum in Nordrhein-Westfalen wurde der gebürtige Essener als Moderator der Sendung „Freie Fahrt ins Wochenend“ bekannt.

Diese Sendung lief bis zum Jahr 1996 insgesamt 25 Jahre lang immer samstagvormittags auf dem Hörfunksender ‚WDR 2‘. Besonders beliebt war dort die Rubrik mit den Autotests auf der „Marterstrecke“, einer Buckelpiste bei Köln. Innerhalb dieser erfolgte dann auch stets Zerbans legendäre und besonders einprägsam eingesprochene Mahnung: „Fahren Sie bitte vorsichtig – immer!“ Insgesamt hat Zerban für diese Hörfunksendung angeblich über 1300 verschiedene Autos getestet.

R.I.P.

Anrüchiges Urteil: Diskriminierung von Rauchern?

barschDas am Donnerstag in Düsseldorf gesprochene Urteil gegen den Raucher Friedhelm Adolfs ist ein Triumph für den „nanny state“ (1) . Es könnte die Tür öffnen für Denunzianten und Querulanten. Die Privatwohnung ist ein geschützter Raum und muss es bleiben, so lange dort keine Straftaten verübt werden. Von unserem Gastaur Nansy

Auch in zweiter Instanz bestätigte das Landgericht Düsseldorf die fristlose Kündigung Friedhelm Adolfs, eines Kettenrauchers aus Düsseldorf – er muss seine Mietwohnung bis Jahresende räumen. Abgesehen davon, dass es Adolfs frühere Anwältin in erster Instanz versäumt hatte eine Beweisaufnahme zu beantragen, ist es hochgradig unsozial einen langjährigen Mieter wegen einer objektiv kaum nachvollziehbaren „unzumutbaren Geruchsbelästigung“ vor die Tür zu setzen.
Denn das Irritierende an diesem Urteil ist, dass weniger eine „mögliche Gesundheitsgefährdung“ des anderen Mieters (es ist tatsächlich nur einer, alles andere sind gewerblich genutzte Räume) eine Rolle spielte, als vielmehr eine schwerwiegende Pflichtverletzung des Rentners durch Förderung einer Geruchsbelästigung. Wenn aber Zigarettendunst im Treppenhaus für den Vermieter ein gerichtlich sanktionierter Kündigungsgrund ist, was ist dann dann mit stark riechenden Speisen, Knoblauchdünsten, Duftkerzen, Räucherstäbchen und Parfum“mißbrauch“? Darf ein oft und gerne Fleisch bruzzelnder Mieter gekündigt werden, weil sich die überwiegend vegetarisch ernährenden Hausbewohner belästigt fühlen?
Ironie am Rande: selbst eine angenommene Gesundheitsgefährdung würde sich nicht nur auf Zigarettendunst im Treppenhaus beschränken, sondern müsste sich auch auf Kochen und Braten beziehen – einige Studien an Frauen in China und in Taiwan (Grund: die Zahl der Raucherinnen ist dort äußerst gering) haben herausgefunden, dass gerade dort Frauen überdurchschnittlich häufig an Lungenkrebs erkranken. Offenbar spielen dabei die Kochtemperatur, der Wok, die aufsteigenden Dämpfe und auch die zum Kochen bzw. Braten verwendeten Öle etc. eine wichtige Rolle (2).
Welche legalen Drogen oder stark riechenden Speisen jemand in seiner Mietwohnung konsumiert oder zubereitet, geht keinen etwas an. Geruchsbelästigung im Treppenhaus als Kündigungsgrund würde schnell weitere Nachbarn, die sich durch Duftkerzenöl- oder Knoblauchgeruch belästigt fühlen, in Position bringen. Denn was als Belästigung oder Störung empfunden wird, ist eine sehr subjektive Wahrnehmung.
Man wird also zukünftig darauf achten müssen, ob hier „nur“ eine Sonderbehandlung von Rauchern angestrebt wird, oder ob dieses Urteil darauf hinausläuft, wirklich alles im menschlichen Umgang zu regulieren. Die Richter in Düsseldorf hatten wohl ein Gespür dafür, dass der Rauswurf eines langjährigen kettenrauchenden Mieters juristisch auf wackeligen Beinen steht – und haben dehalb eine Revision beim BGH in Karlsruhe zugelassen. Sollte der BGH auch dieses Urteil bestätigen, wäre dies ein Triumph für den „nanny state“ und dessen Wahn, wirklich alles regulieren zu wollen. Volkserzieher leben vielleicht gesund, aber sie sind zutiefst unsympathisch, verfolgen die Vision einer tugendhaften Gesellschaft ohne Tabakrauch, Alkohol, Fleisch, Parfum, Lärm und Fast-Food.

(1) http://www.derwesten.de/staedte/duesseldorf/raucher-friedhelm-adolfs-muss-mietwohnung-bis-jahresende-raeumen-id9520371.html
(2) http://aje.oxfordjournals.org/content/151/2/140.full.pdf