William Fitzsimmons, Montag, 5. Dezember, 20.00 Uhr, zakk, Düsseldorf
Der Ruhrpilot

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Nazis: Altermedia-Betreiber muss kommende Woche ins Gefängnis…Publikative
Piraten: Eine offene Partei und ihre Sorgen…Zeit
Piraten II: …starten Angriff von links…Spiegel
Piraten III: Plädoyer für Grundeinkommen…FAZ
Ruhrgebiet: Obdachlose werden immer häufiger Opfer von Gewalt…Der Westen
NRW: „Jeder SPD-Regierungschef kann Kanzler werden“…Welt am Sonntag
NRW II: CDU muss sparen – Wahlkampfdarlehen drückt…Aachener Zeitung
NRW III: Diese Jugend von heute…Welt am Sonntag
Ruhrgebiet II: Tausende tote Fische in der Ruhr sorgen für Großeinsatz…Der Westen
Bochum: Stadt will Bildungs- und Teilhabepaket reformieren…Ruhr Nachrichten
Bochum II: Montag kontrovers – Israel und Palästina…Bo Alternativ
Dortmund II: Ex-OB-Kandidat Pohlmann heiratet wieder…Ruhr Nachrichten
Umland: Hans-Christian Ströbele in Bonn mit Eiern beworfen…Welt
SPD-Parteitag: Investiert in Medienkompetenz — nicht in Corporate Designs…Rot steht uns gut
Internet: D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt…Netzpolitik
Dumm, dümmer, Duisburg…
Sie haben eine leerstehende Schule besetzt, um im Duisburger Stadtteil Laar ein Stadtteilzentrum aufzubauen. Nach wenigen Stunden gaben die Besetzer der Hauptschule an der Werthstraße angesichts einer massiven Räumungsdrohung auf. Die Verlierer: Die Menschen in Laar und die Stadt Duisburg.
Es gibt Dinge, die ich persönlich nicht nachvollziehen kann: Zum Beispiel in Duisburg zu wohnen. Die Stadt ist in weiten Teilen, selbst für einen abgehärteten Ruhrgebietler, ausgesprochen häßlich. Es gibt kaum Kneipen und Clubs und wenn sich doch einmal etwas bewegt, versucht die Stadtverwaltung – Beispiel Djäzz – es nach Möglichkeit kaputt zu machen. Und über OB Adolf „Loveparade“ Sauerland und Herrmann „Israelboykott“ Dierkes (Linke) will ich hier gar nicht reden.
Duisburg hat es hinter sich: Die Menschen verlassen diese in jeder Hinsicht heruntergekommene Stadt, deren aktuelle Skandale man kaum aufzählen kann.
In so einer Situation ist das, was heute Vormittag in Laar passiert ist ein Glücksfall: Leute wollen ein Stadtteilzentrum aufmachen, wollen eine alte Schule dafür nehmen, mit Kindern und Senioren im Quartier arbeiten. Niemand in Duisburg hat diese Chance erkannt. Da hätte was entstehen können – für Laar und für Duisburg. Das ist verhindert worden, ohne dass es überhaupt zu einer Debatte kam. Die Konsequenz ist klar: Die meisten der Besetzer, viele Studenten unter ihnen, werde in wenigen Jahren Duisburg verlassen haben und sich andere Orte suchen, wo sie ihre Ideen umsetzen können. Sie haben diese Alternative – und sie werden Duisburg und dem Ruhrgebiet fehlen. Wie so viele, die in den vergangenen Jahren gegangen sind. Gut gemacht. Es gilt also weiterhin: Dumm, dümmer, Duisburg…
Duisburg-Laar Besetzung auf den Ruhrbaronen:
Besetzung Duisburg Laar: Besetzer räumen die Schule und bitten um Unterstützung!
Besetzung in Duisburg-Laar: Party findet statt – Polizei sucht städtischen Ansprechpartner
Duisburg-Laar: Besetzer wollen ein Stadtteilzentrum für Alle
Besetzung Duisburg Laar: Besetzer räumen die Schule und bitten um Unterstützung!
Vor der besetzten ehemaligen Hauptschule in Duisburg Laar ist eine Polizeihundertschaft in voller Montur aufgezogen.
Schöner Tweet der Besetzer: „Mit der Loveparade-Katastrophe eine Räumung begründen. Die Stadt Duisburg spinnt doch!“
21.48 Uhr: Unterstützer melden: 60-70 Leute stehen an der Kreuzung Florastr. – Werthstr. kein weiterkommen.
21.30 Uhr: Die Besetzung ist zu Ende. Die Besetzer melden soeben: „Aufgrund des Druckes durch die Stadt und der massiven Bedrohung durch die Polizeihundertschaft verlassen die Leute…Wenn ihr aber schon auf dem Weg seid kommt ruhig! Die Leute freuen sich auf Unterstützung!“
Nur mal so: Ich war heute mit Fred in Laar. Und wenn es um so etwas wie Brandschutz oder Baufälligkeit geht, müsste man wahrscheinlich halb Duisburg räumen.
21.27 Uhr: Besetzer melden via Twitter: „Es hat Gespräche gegeben. Die Stadt beharrt aber auf die Räumung wegen angeblich mangelnden Brandschutz. Ja ne ist klar!“
21.20 Uhr: Die Besetzer melden: Die Feuerwehr hat Leuchtmast vor dem Haus aufgebaut. Räumung scheint jetzt unmittelbar bevor zu stehen.
Besetzung in Duisburg-Laar: Party findet statt – Polizei sucht städtischen Ansprechpartner
Alles wie geplant bei den Hausbesetzern in Duisburg-Laar. Um 21.00 Uhr startet in der besetzten ehemaligen Hauptschule in der Werthstraße 51 die angekündigte Freiraum Party.
Die Besetzer der ehemaligen Hauptschule in der Werthstr. 51 in Duisburg Laar freuen sich auf Besucher: Nachher zur Freiraum Party oder in den kommenden Wochen – Für jeden Tag gibt es Programm.
Zu ersten Kontakten mit der Polizei ist es mittlerweile auch gekommen. Die verhält sich zur Zeit kooperativ und versucht vor allem technische Fragen mit den Besetzern zu klären. Die haben mittlerweile zwei Ansprechpartner für den Kontakt mit der Polizei benannt.
Duisburg-Laar: Besetzer wollen ein Stadtteilzentrum für Alle
Heute Morgen wurde eine seit drei Jahren leerstehende Schule in der Werthstraße im Duisburger Stadtteil Laar besetzt. In dem gut erhaltenen Gebäude wollen die Besetzer ein Zentrum für den ganzen Stadtteil einrichten. Mit Fotos von Fred.
Michael führt durch die Schule. Überall wird gefegt, werden Bilder an Wände angebracht. Ein paar Leute versuchen die Schule wieder an das Wasser- und Stromnetz anzuschließen. Es ist kalt, die Heizung funktioniert nicht. „Wenn wir Hilfe von ein paar Installateuren bekommen würden, wäre das sehr gut.“
Die seit drei Jahren leerstehende ehemalige Hauptschule in Duisburg-Laar ist in erstaunlich gutem Zustand. Im ersten Stock haben wohl vor ein paar Monaten mal ein paar Kids mit Feuerlöschern gespielt – alles andere scheint intakt. Doppelglasfenster, zum Teil neue Türen – es ist schwer zu verstehen, warum die Stadt Duisburg ein solches Gebäude einfach leer stehen lässt. Geht es nach den Besetzern der Initiative Du it Yourself soll hier ein Zentrum für alle Bewohner des Stadtteils entstehen: „Wir wollen hier kein reines Kulturzentrum einrichten. Wir wollen mit den Jugendlichen des Stadtteils arbeiten und würden uns freuen, wenn auch die Senioren hier aktiv würden.“
Best of 2011 #32
In dieser Band heißt gleichzeitig niemand und doch jeder Herman Düne, lange wurde über ihr Heimatland gerätselt, bis man sich offiziell auf Frankreich einigte. 2008 spielten sie zusammen mit Port O’Brien und Get Well Soon eines der Konzerte des Jahres in der Zeche in Bochum. Ihr neustes Album “Strange Moosic” ist im Gesamten eher ungewohnt gefällig-poppig ausgefallen, die meisten Stücke bleiben leider nicht hängen – bis auf eine Ausnahme, die es nicht zuletzt wegen eines unschlagbar hinreißenden blauen Plüsch-Yeti in meine Best of 2011 geschafft hat:
#32 Herman Düne – Tell Me Something I Don’t Know (Strange Moosic)
Ehemalige Schule in Duisburg Laar besetzt
Seit heute Morgen ist eine ehemalige Schule in Duisburg-Laar besetzt. Die Besetzer wollen erst einmal eine Woche bleiben und ein Kulturprogramm umsetzen. Hier ihre Erklärung:
Besetzt!
Heute Morgen, Samstag 3.12., haben wir einen Teil der ehemaligen Hauptschule Schule in Duisburg-Laar an der Werthstraße besetzt. Mit der Besetzung möchten wir der Forderung nach einem unkommerziellen sozio-kulturellen Zentrum für Duisburg Nachdruck verleihen. Wir sehen unsere Aktion somit im Rahmen der Kampagne “DU it yourself”, welche sich schon länger für solch ein Zentrum einsetzt.
Ein Licht geht an!
Wir möchten zunächst eine Woche lang das Gebäude für eine Vielzahl von kulturellen, sozialen und politischen Aktivitäten nutzen und auf diese Weise zeigen: Duisburg fehlt es nicht an Ideen und Menschen, die sich engagieren wollen, sondern, trotz hohen Leerstandes, an Räumen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.
Wir laden ausdrücklich alle Duisburgerinnen und Duisburger, Sympathisantinnen und Sympathisanten, Künstlerinnen und Künstler, Junge und Alte, jene mit und jene ohne Lohnarbeit ein, sich an der Besetzung aktiv zu beteiligen:
Wir haben nur die Türen geöffnet und das Licht angemacht; wollen wir gemeinsam mit Euch entwickeln.
An die Stadt Duisburg: Ermöglichen und raushalten!
Wir fordern von der Stadt Duisburg nicht viel, denn wir haben keine Illusionen, was eine Unterstützung von Seiten der Stadt angeht; wir fordern:
Haltet Euch raus und lasst uns und allen Duisburgerinnen und Duisburgern eine schöne Woche, in der wir unser Leben in dieser Stadt gestalten, wie wir es uns vorstellen und eine offene Diskussion über eine Stadtentwicklung, die alle Teile der Bevölkerung mit einbezieht, anstoßen können.
Thurston Moore
Thurston Moore, Sonntag, 4. Dezember, 21.00 Uhr, Week End Fest, Ufa Filmpalast, Köln
Der Ruhrpilot

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