Fast 80.000 Duisburger haben entschieden: Das Abwahlverfahren gegen Oberbürgermeister Adolf Sauerland kann beginnen. Mal abwarten ob er sich diesem Verfahren stellt oder schon im Dezember, wenn es offiziell beginnt, zurücktritt. Dann würde er Sauerland im kommenden Jahr auch nicht mehr das Loveparade-Gelände („Duisburger Freiheit“) auf der Expo-Real in München anpreisen, wie er es vor wenigen Wochen tat,
Innovation City: Flop oder Fehlstart?

Innovation City sollte Milliardeninvestitionen für eine grüne Musterstadt im Ruhrgebiet möglich machen. Bislang ist davon nicht viel zu sehen. Innovation City hat einen fulminanten Fehlstart hingelegt – ist das Projekt noch zu retten?
Es geht um viel Geld, es geht um das Ruhrgebiet, um die Zukunftsfähigkeit der Dauerkrisenregion und ein wenig um auch die Rettung der Welt. Die Ziele waren hoch gesteckt, als der Initiativkreis Ruhr (IR), der Zusammenschluss der größten Unternehmens des Reviers, 2009 das Projekt Innovation City vorstellte. Der damalige Moderator, so werden beim Initiativkreis die Vorsitzenden genannt, Wulf Bernotat, der seinerzeit auch Vorstandsvorsitzender des Energieunternehmens Eon war, präsentierte ein technologisches Großprojekt: Ein Stadtteil einer Ruhrgebietsstadt sollte zum Öko-Labor werden. Hier, so seine Idee, sollten die Unternehmen Technologien entwickeln, um in dem Quartier den Co2-Ausstsoss innerhalb von zehn Jahren um 50 Prozent zu senken. Vor allem die großen Ruhrgebietskonzerne sollten die Chance nutzen, ihre Leistungsfähigkeit zu zeigen. Ein ganzer Stadtteil als Showroom für technologische Exzellenz. Die Idee war bestechend. Bernotat begeisterte die Städte und setze sich zugleich von seinem Initiativkreis-Vorgänger Werner Müller ab, der sich vor allem als Schöngeist und Förderer der Künste präsentiert hatte und unter dem fast in Vergessenheit geraten war, warum der IR in den 80er Jahren gegründet worden war: Um die Wirtschaftskraft des Ruhrgebiets zu stärken. Und genau das wollte Bernotat erreichen: Das Revier sollte zum deutschlandweiten Schrittmacher für Öko-Technologien werden.
Occupy Bochum: We are the 0,1 %
Mehr als 5000 Demonstranten in Frankfurt, brennende Autos in Rom. Da geht es in Bochum doch deutlich beschaulicher zu. Von unserem Gastautor Michael Blatt.
Knapp 300 Menschen versammeln sich am örtlichen Standort der Deutschen Bank, um am weltweiten „Occupy Together – We are the 99 %“– Spektakel teilzunehmen. Mehrheitlich bekannte Gesichter aus dem linken Bürgertum, die sich einen weiteren Stempel im Demofleißbüchlein verdienen. Viel Anstrengung ist an diesem Samstag dafür nicht erforderlich. Keine stressigen Katz-und-Maus-Spielchen, um an Polizeisperren vorbei zu Nazis oder Castor-Transportern zu gelangen. Außerdem wunderbares Herbstwetter.
Also Sonne tanken, während drei Redebeiträge zu Beginn die derzeitigen Amokläufe der Finanzwelt aufzählen. Dabei zur Erinnerung noch mal an das Theater um den im doppelten Wortsinn verhinderten Auftritt von Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann im örtlichen Schauspielhaus erinnert. Das macht Mut, das macht Hoffnung. Für Kritik an imperialistischen Kriegszügen und der verstrahlten Atom-Lobby ist sowieso immer Platz. Dann auf zur kleinen Demo-Runde durch die Innenstadt. DKP, Linke und sonstige „Rebellen“ schwenken ihre Fähnlein tapfer im Wind.
Yuck
Yuck, Dienstag, 18. Oktober, 20.00 Uhr, Underground, Köln
Der Ruhrpilot
NRW: Rot-Grün weiterhin mit einer Mehrheit, Piraten sicher im Landtag, FDP und Linke draußen…Pottblog
Bundestag: Internetenquete stimmt zum 3. Mal über Netzneutralität ab…Netzpolitik
NRW II: Grüner Stratege…Post von Horn
NRW III: Rollenwechsel der Schulden- Königin?…Welt
NRW IV: Das große Sterben der Grundschulen…Welt
Bahn: Bauer hat Stellwerk ausgeknippst…Ruhr Nachrichten
Opel: Betriebsrats-Chef Franz entscheidet offenbar über Gehalt für Kollegen…Der Westen
Bochum: Tausende Besucher bummeln zwischen Designer-Stücken…Ruhr Nachrichten
Duisburg: Sauerland-Gegner können stolz auf sich sein…Der Westen
Essen: Politiker kämpfen um die Bürgerämter…Der Westen
Umland: Neuer Kreisdirektor mit großer Mehrheit gewählt…Zoom
Band of Skulls
Band of Skulls, Montag, 17. Oktober, 20.30 Uhr, Gebäude 9, Köln
Städte zusammenlegen – ja oder nein?

Unser Gastautor Walter Stach über den Vorschlag des Essener Kämmerers Lars Klieve Pleite-Kommunen aufzulösen.
Der Kämmerer der Stadt Essen, Rechtsassesor Lars Klieve, hat laut WAZ erklärt:
„Für den Fall, dass eine Stadt nicht mehr in der Lage wäre, ihre Verbindlichkeiten zu bedienen und die staatliche Ebene hierfür eintreten würde, käme nur die völlige Entschuldung und die Auflösung der betreffenden Gebietskörperschaft in Betracht“.
Lars Klieve stellt hier als ausgewiesener, bundesweit anerkannter Fachmann für kommunale Finanzen und als geschätzter Jurist, insbesondere in Sachen kommunales Finanz- und Haushaltsrecht einschließlich kommunales Verfassungsrecht, ausgehend von einem bestimmten Sachverhalt und bezogen auf Tatbestandsregelungen des kommunalen Verfassungsrecht eine juristische Folge fest –nicht mehr, nicht weniger. Ob diese juristische Folge zwingend geboten oder nur eine von mehreren denkbaren Folgen ist, mag strittig sein. Es wäre wünschenswert, einen solchen Streit mit Lars Klieve zu führen. Dazu will ich an dieser Stelle keinen Beitrag leisten. Es sei mir allerdings der Hinweis auf 17 (1)der Gemeindeordnung NRW gestattet, in dem es heißt: „Aus Gründen des öffentlichen Wohls können …….Gemeinden aufgelöst……werden.“. Es ist auf den ersten Blick zumindest nicht völlig abwegig, wenn eine Gemeinde insolvent ist, wenn sie ihre Verbindlichkeiten gegenüber Gläubigern nicht mehr bedienen kann, wenn die staatliche Ebene –vornehmlich das Land- für alle
Der Ruhrpilot
NRW: Hannelore Kraft und ihre vielen Verehrer…Welt
NRW II: Kein Land der Familienfreunde…Welt
Ruhrgebiet: Revier erhält ab 2012 eine zusammenhängende Umweltzone…Radio Bochum
Dortmund: Hochofen zu verkaufen…FTD
Dortmund II: Norbert Wesseler soll neuer Polizeipräsident werden…Ruhr Nachrichten
Dortmund: Manchmal mehr Personal als Besucher im U-Turm…Der Westen
Duisburg: Hochfeldern platzt langsam der Kragen…Der Westen
Duisburg II: Rumänen und Bulgaren in Hochfeld – es gibt kein Patentrezept…Der Westen
Essen: Ringpromenade auf Zollverein eröffnet…Der Westen
Umland: Kreisjugendhilfeausschuss votiert für rückwirkende Geschwisterkindbefreiung…Zoom
Verkehr: Flottenstrategie der Nationalen Plattform Elektromobilität gescheitert…Frontmotor
Rechte: Die „Truther“ von der NPD…Reflexion
Apple: iPhone 4S und iPhone 4 haben nicht die gleichen Maße…Pottblog
Jens Lekman
Jens Lekman, Samstag, 15. Oktober, 19.00 Uhr, New Fall Festival/Robert-Schumann-Saal, Düsseldorf
Der Ruhrpilot
Ruhrgebiet: Wider den Grönemeyerismus…jetzt
Ruhrgebiet II: Klamme Städte wettern gegen die Zusammenlegungsideen des Essener Kämmerers…Der Westen
NRW: Tritt das Land auf die Schuldenbremse?…RP Online
NRW II: CDU, FDP und Linke blockieren GEZ-Gebühr…RP Online
NRW III: Wie in Absurdistand…Post von Horn
NRW IV: Sat.1 NRW reagiert vorbildlich auf die Vorwürfe zur Wahlumfrage für NRW…Pottblog
NRW V: „Pro-Bewegung“ mit notorischer Rechenschwäche…NRWREX
NRW VI: Fahnder bereiten Razzia bei Steuersündern vor…Welt
Bochum: Grönemeyer kommt 2012…Ruhr Nachrichten
Bochum II: Bahnhof Langendreer startet Neidkampagne…Bo Alternativ
Bochum III: Stadt will Wettbüros verhindern…Ruhr Nachrichten
Dortmund: Massive Kritik an Polizeieinsatz während der Nazi-Demo…Der Westen
Duisburg: Roma in Hochfeld – Verdrängen oder integrieren?…Der Westen
Duisburg II: Kraftwerk Walsum mit Verspätung…Der Westen
Duisburg III: Gebag-Spitze muss gehen…Der Westen
Essen: Paß distanziert sich von Kämmerer…Der Westen
Essen II: AStA schlägt zurück…Der Westen
Umland: Woran die Rot-Grünen Koalitionsverhandlungen scheiterten…Frontmotor
Umland II: “Wir schnallen den Gürtel enger, während woanders Opernhäuser gebaut werden.”…Zoom
Medien: Die Sperrfrist – ein Anachronismus aus vergangener Zeit…Pottblog
