Belle & Sebastian, Freitag, 8. April, 20.00 Uhr, E-Werk, Köln
Von unserer Gastautorin Claudia Bender
Belle & Sebastian, Freitag, 8. April, 20.00 Uhr, E-Werk, Köln
Von unserer Gastautorin Claudia Bender
NRW: Chaos um Atomkugeln beschäftigt Landtag…RP-Online
NRW II: Wirte kämpfen für Raucherclubs…RP-Online
NRW III: Linke wollen Lafontaine-Comeback…RP-Online
Ruhrgebiet: Fußballhauptstadt 2011…RP-Online
Ruhrgebiet II: Weltmeisterin 2011…Pottblog
Bochum: Ausstellung Bergbau-Museum – „Schätze der Anden“…Ruhr Nachrichten
Dortmund: 340 Conti-Mitarbeiter verlieren ihre Jobs…Der Westen
Duisburg: Razzia gegen illegales Glücksspiel…Der Westen
Essen: Polizei ermittelt nach Feuer auf Zollverein wegen Brandstiftung…Der Westen
Umland: Der Hochsauerlandkreis als Aktionär von RWE…Zoom
Umland II: 1. anarchistischen Buchmesse Mannheim…Trueten
Debatte: Die Morgenthau-Partei…Achse des Guten
Medien: Vom egoistischen Leser und Nachbarblogger…Robert Basic
Medien II: Besonders Autos kommen schleichend…Medienmoral NRW
Gedenktag: Erich Mühsam…HPD
Die Ruhrbarone machen einen Blog und sie schreiben. Genauso wie ihre Freunde. Und nun wollen die Ruhrbarone vorlesen, im Theater. Stories aus dem Ruhrgebiet – oder sonst woher. Hauptsache die Nummern sind spannend, unterhaltsam oder interessant.
Das ganze findet statt am Mittwoch, den 4. Mai, im Theater an der Rottstraße 5 in Bochum, direkt am Bermudadreieck. Wir beginnen um 19:00 Uhr. Danach gehen wir in den Shop, Bier trinken.
Die Wattenscheider Schule, Bastian Schlange und Patrick Joswig:
Was sie lesen, ist noch nicht klar. Vielleicht was mit Männerkäse oder Pornobrillen
Martin Kaysh:
Wir denken, er trägt was Komisches und vermutlich auch Beleidigendes vor.
Stefan Laurin:
Der redet neuerdings andauernd von Kultur und anderen komischen Sachen. Die ganzen letzten Wochen. Er wird also wohl dazu was vorlesen.
Markus Franz:
Der Berliner Ex-Ruhri ist aus den USA zurück – war dort drei Jahre Attache an der deutschen Botschaft und musste diplomatisch schweigen. Nun liest er ganz undiplomatisch aus seinen verdammten Erlebnissen vor.
David Schraven:
Der WAZ-Mann und frühere Ruhrbaron bringt eine bislang unveröffentlichte Story aus dem Abschaum des Ruhrgebietes mit.
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Die Aktuelle Ausgabe des Ruhrbarone Print-Dings „Wir Großstadt-Cowboys“ kann man hier bestellen:
Lange Geschichten, extrem gut, verdammt teuer.
Deutschland ist verliebt. In Claudia Roth. In die Grünen. Verstehen tue ich das nicht.
Ist das einer dieser Epochenbrüche, die man, wie 89, erst im nachhinein versteht oder ein kurzer Flirt? Nach einer aktuellen Forsa-Umfrage liegen die Grünen mit 28 Prozent vor der SPD. Die Sozialdemokraten kommen noch auf schlappe 22 Prozent. Immerhin: Damit darf man noch den Außenminister stellen und Bella Figura im Fernsehen machen. Wenn man nicht so blöd wie Westerwelle ist.
Ich weiß, es ist nur eine Forsa-Umfrage, aber der Abstand zur SPD ist deutlich. Und nach Baden Württemberg scheint das Ergebnis auch nicht mehr vollkommen utopisch zu sein.
Nun lasst uns einmal anfangen darüber nachzudenken, was das alles zu bedeuten hat.
Ein paar Vorschläge:
1. Die Deutschen haben erkannt, dass sich das Land ändern muss. Die jahrelange Sorge um die Umwelt, die Bereitschaft in ihrem Namen jeden Unfug (Müllsortieren!) mitzumachen, schlägt sich in Wählerstimmen um. Grün waren die Deutschen schon
„Ohnehin fragte ich mich dauernd, wieso überhaupt so wenige Ruhrgebietsautoren Aufsehen erregen.“ Ein Satz aus Wolfgang Welts Roman „Peggy Sue“. Ein Satz, den man auch über Wolfgang Welt hätte schreiben können. Kennen Sie Wolfgang Welt? Nein? Von unserer Gastautorin Sarah Meyer-Dietrich
Dabei haben die Zeit und die Süddeutsche über ihn geschrieben. So richtig Aufsehen hat er trotzdem nicht erregt.
Vier Romane hat der Bochumer Schriftsteller bereits vorgelegt. Drei davon (Peggy Sue, der Tick, der Tunnel am Ende des Lichts) sind bei Suhrkamp im Sammelband „Buddy Holly auf der Wilhelmshöhe“ erhältlich, der vierte (Doris hilft) liegt als einzelner Roman vor. Zu lesen sind sie aber im Grunde wie eine einzige lange Geschichte. Die Geschichte von Wolfgang Welt.
Welt schreibt von seinem gescheiterten Studium, seiner Arbeit als Musikjournalist in den 80er Jahren, seiner sexuellen Frustration. Welt schreibt von einer Arbeitswelt im Ruhrgebiet, die jenseits von Pütt und Stahlwerken liegt und doch nicht davon getrennt werden kann. Welt schreibt von einem Leben zwischen Zechensiedlung und Popglamour, in der er nicht zur Ruhe kommt, bis es nicht mehr anders geht. Diagnose: manische Depression und schizoide Persönlichkeitsstörung.
„Wir waren vier Freunde in der Bar, die die Welt verändern wollten“, Gino Paoli, zurückblickend. Im April 2011 sage ich: wäre es doch noch dieselbe Welt wie 1963!
„Eravamo quattro amici al bar, che volevano cambiare il mondo“, canta Gino Paoli, retrospettivamente. Nell’aprile del 2011 mi viene da dire: fosse ancora lo stesso mondo del 1963! Von/Di Andreas Lichte.
Bonaparte, Donnerstag, 7. März, 20.00 Uhr, Live-Music-Hall, Köln
Netzsperren: Danke, FDP…Pottblog
Netzsperren II: Netzsperren sind erstmal beerdigt…Netzpolitik
NRW: Atomkugeln lagern laut NRW-Atomaufsicht in Jülicher Zwischenlager…Stern
NRW II: Rot-Grün auf Sparkurs…Welt
NRW III: CDU legt Sparvorschläge für NRW-Etat 2011 vor…RP Online
NRW IV: Giftmüll aus Kasachstan…taz
NRW V: Ab sofort wieder Abschiebeflüge…Zoom
Ruhrgebiet: Eon will ausländische Steag-Kraftwerke…RP Online
Bochum: Konzerthaus-Stiftung braucht bis Dezember vier Millionen Euro…Ruhr Nachrichten
Bochum II: Kündigungen bei Opel bis Anfang Juni blockiert…Der Westen
Dortmund: Esoterik-Sekte „Global Alliance For Honesty in Medicine“ lockt…Der Westen
Dortmund II: Knibbeln gegen Rechts…Ruhr Nachrichten
Duisburg: Lokal „Harmonie“ in Ruhrort droht das Ende…Der Westen
Essen: SPD rückt vom A52-Ausstieg in Essen wieder ab…Der Westen
Essen II: Brandschutz – Gutachter-Streit auf Zollverein…Der Westen
Gelsenkirchen: Schalke entzaubert Inter Mailand 5:2…Ruhr Nnachrichten
Versager: Vermeintlicher Homo-Kandidat – ProNRW-Investor Brinkmann macht schon wieder Schluss…BNR
Nein, so wird das nichts. Die Kommentatoren sind sich einig wie selten, und auch die Fernseh-Parteienforscher dürften noch in den Chor miteinstimmen. Da möchte man nicht abseits stehen. Also dann: das, was das Präsidium und die Landesvorsitzenden der FDP heute personalpolitisch beschlossen und verkündet haben, wird die Krise dieser Partei nicht beenden. Es ist kein „Neuanfang“, geschweige denn der „Beginn einer neuen Ära“; es ist ein Ausdruck der Rat- und Machtlosigkeit des hochgelobten U40-Trios Rösler, Lindner, Bahr, der den Verfall der liberalen Partei nicht stoppen, sondern noch beschleunigen wird.
Philipp Rösler wird – inzwischen keine Überraschung mehr – auf dem FDP-Parteitag als Vorsitzender kandidieren. Und das war´s! Kein Wechsel im Kabinett; Rösler „darf“ auch weiterhin das Gesundheitsressort beackern, in dem auch noch niemandem vor ihm vergönnt war, einigermaßen ansehnliche Beliebtheitswerte zu erzielen. Wo er schon nach anderthalb Jahren im Amt fast alles in den Papierkorb werfen musste, was er als Inhalt und Ziel seines damaligen „Neuanfangs“ verkündet hatte. Ein Loser, wie er im Buche steht, den aber einige Menschen sympathisch finden – vornehmlich Menschen, die Mitglieder der FDP sind.
Mondfahrten nennt er sie, seine Touren durch den „unterbelichteten Planeten namens USA“. Markus Franz kennt sich dort aus in den Staaten.
Er war Sozialattache an der deutschen Botschaft in Washington, hat sich mit Gewerkschaftern getroffen, mit Mächtigen und Ohnmächtigen. Ist wochenlang durch das Land gereist, hat mit Sozialhilfeempfängern gesprochen, mit Glücksspielern und dem normalen Joe Schlosser. Der eine oder andere wird ihn kennen. Für letzten Print-Ding der Ruhrbarone hat Markus Franz einen Report über die Indianer geschrieben, über ihr Leben, ihr Sterben.
In seinem Buch Mondfahrten hat Markus Franz nun Miniaturen versammelt, Beobachtungen und Gedanken, entstanden in der Nacht, teilweise in Schlaflosen. Er wollte damit ursprünglich seinem Bruder in Japan erklären, in was für ein Land er da geraten ist. Markus schreibt über das Brot in den Staaten, über Verpackungen und Vernunft. Über zu große Autos, über den durchschnittlichen Wert eines Amerikaners, über die Brandgefahren einer Matratze und über den unterschwelligen Rassismus in weißen Wohngegenden.