Am Freitag skandierten Demonstranten in Hagen antiisraelische Hassparolen durch ein Megafon der Polizei. Der Fotojournalist Roland Geisheimer war dabei und hat sich nun mit einem Offenen Brief an Hagens Polizeipräsidenten Frank Richter gewandt.
Sehr geehrter Herr Richter,
seit fast 20 Jahren begleite ich Demonstrationen für Magazine, Nachrichtenagenturen und große deutsche Tageszeitungen bundesweit. Durch diese Arbeit sind auch gute Kontakte zu Polizeibeamten im gehobenen und höheren Dienst entstanden. Ihre Kollegen aus NRW trifft man im gesamten Bundesgebiet und manchmal gar im benachbarten Ausland bei ihren Einsätzen.
Ich will damit sagen, dass ich glaube, dass mir Ihre Kollegen das Funktionieren von Polizei in Einsatzlagen wie einer Demonstration, recht anschaulich nahe gebracht haben.
Seit der Eskalation in Israel und dem Gaza-Streifen habe ich etliche Demonstrationen zu diesem Thema begleitet, Viele waren wirklich kritisch und wenn sie es nicht schon waren, drohten sie zu eskalieren. So z. B. am 18.7. in Essen. Die Demonstration in Hagen würde ich nicht zu den kritischen zählen!
Bis auf die widerlichen, antisemitischen Parolen, die über das Polizeimegaphon verbreitet wurden („Kindermörder Israel“), war es die friedlichste Demonstration zu dem Thema, die ich bis jetzt begleitet habe. Selbst die üblichen Pöbeleien oder gar Bedrohungen gegen mich und andere Pressevertreter blieben aus. Auch die Spiegel-TV-Kollegen konnten recht problemlos drehen und Interviews führen. Es
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