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Corona-Proteste: Das beste Medikament heißt Tonfa


Zu den wenigen Dingen, die mir noch nie vorgeworfen wurden, gehört Empathie. Wenn Tausende sich bei Corona-Demonstrationen mit dem Virus anstecken und hunderte von ihnen  sterben würden, wäre mir das egal. So ist läuft nun einmal die Evolution: Die ganz großen Schwachköpfe hauen sich selbst aus dem Genpool raus, für die weitere Entwicklung der Menschheit ist das erst einmal eine gute Nachricht. Und machen wir uns nichts vor: Für die Klugen würden irgendwann mehr Medikamente und Impfdosen schneller zur Verfügung stehen, wenn all die Verschwörungstheoretiker, Rechtsradikalen, Putin-Fans, Antisemiten und Hippies, die da gerade protestieren, in absehbarer Zeit nicht mehr unter uns weilen würden. Dazu kommt dann noch einmal die Entlastung der Wohnungsmärkte und auf dem Arbeitsmarkt wird es ja auch eng. Weniger ist in vieler Hinsicht tatsächlich mehr.

Das Problem ist nur, dass es so leider nicht laufen wird: Jeder dieser Gestalten kann Menschen anstecken und die von uns allen mühsam errungenen Erfolge im Kampf gegen Corona gefährden. Menschen werden wegen ihnen sterben. Deswegen wäre es eigentlich der Job des Staates dafür zu sorgen, dass Demonstrationsverbote und Auflagen wie Mindestabstände durchgesetzt werden. Die Polizei kann das und macht es normalerweise auch. Ich habe Demonstrationen von Nazigegnern in  stundenlang in der Sommerhitze stehen sehen, weil ein paar Teilnehmer sich vermummt hatten und den Anweisungen der Polizei nicht Folge leisten wollten.

Die in Nürnberg gestern bei der Demonstration von Corona-Gegnern eingesetzte Spezialeinheit USK ist auch nicht für ihren Humor bekannt. Wer sie einmal im Einsatz gesehen hat weiß, dass ein Zug dieser Truppe einen ganzen Platz räumen kann – wenn sie will und es ihr befohlen wird.

Der Staat hat das Recht durchzusetzen – und während einer Pandemie, muss er alle Mittel nutzen, die ihm der Rechtsstaat dazu bietet. Ein Mittel ist der Tonfa, der vielfältig einsetzbare Nachfolger des guten, alten Gummiknüppels.  In einer Zeit, in der die gesamte Bevölkerung bedroht ist, ist der Moment gekommen, ihn einzusetzen.

 

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10 Kommentare zu “Corona-Proteste: Das beste Medikament heißt Tonfa

  • #1
    ke

    "Social distancing" kann natürlich helfen, wenn man möglichst wenig potenzielle Virenvermehrer im Umfeld hat.
    Wir schaffen es, ein Land in wenigen Tagen nahezu zum Stillstand zu bringen, scheuen dann aber die Konflikte, die es bringen könnte, extrem risikoreiche Bereiche häufiger auf Corona zu testen (z.B. Fleischindustrie, Krankenhäuser, Pflegeheime, Friseure, enge Wohngebäude).
    Ebenso ist es natürlich möglich, die Ignoranten der Abstandsregelungen etc. konsequent zu verfolgen und solche Ansammlungen, in denen potenziell Corona in Massen verbreitet wird, zu verbieten.

    Dies darf aber nicht dazu führen, dass unter dem Stichwort Corona alle öffentlichen Meinungsäußerungen unterbleiben. Wir haben genug große Plätze und auch Lautsprecher.

    Nach dem schnellen Shutdown fällt der Politik nichts ein. Wirre Wege aus dem Shutdown, die mit Virenschutz oft wenig zu tun haben, tragen nicht dazu bei, die sinnvollen Massnahmen noch stärker in der Bevölkerung zu verankern.

    Wann gibt es bspw. auch detailliertere Angaben über die Tests. Die eine Kommune testet Altenheime etc. um unerkannte Ausbrüche frühzeitig zu erkennen. In anderen Kommunen ist dies Extra-Aufwand der vermieden wird. Man stochert lieber im Nebel und hofft, dass der nächste Schritt nicht in den Abgrund führt, anstatt einfach mal den Weg auszuleuchten.

  • #2
    Emscher-Lippizianer

    Leider hat der Staat vergessen dieses Werkzeug gegen die Vertreter der DFL bzw. DFB einzusetzen. Schlimmer noch: Er hat ihren abartigen Ideen zur Liga-Fortsetzung auch zugestimmt. Ein Staat, der das vermeintliche Grundrecht auf Auslebung von Geldgeilheit von Verbänden über Gesundheit und letztendlich auch Leben von Menschen stellt hat es schwer zu begründen, warum das Grundrecht auf Demonstration -auch für dämliche Ideen- nicht gilt.

  • #3
    Thommy

    Ich Stimme Ihnen selten zu-hier vollumfänglich.

    Die Antwort des Staates muss zunächst lauten " "Wasser Marsch und Knüppel raus" und anschließend staatsanwaltliche und richterliche Befassung, ob deren Aufenthalt in einer Strafvolkzugsanstalt oder n der Psychistrie für diese in mehrfacher Beziehung als gemeingefährlich zu betrachtenden Feinde der Freiheit und Demokratie anzuordnen ist.

    Diese aggressiven Ansammlungen von durchgeknallten Impfgegnern, Reichsbürgern, Rechtsextremisten und Verschwörungstheoretikern sind nicht nur aus gesundheitlichen Gründen eine Gefahr für Leib und Leben anderer Menschen wegen des bewusst und fahrlässig eingegangenen Infektionsrisikos, sie sind aktuell eine sehr große politische Gefahr und streben die Abschaffung und Zerstörung der Demokratie mit allen Mitteln an – denn, machen wir uns nichts vor-das ist ihr Ziel

  • #4
    Psychologe

    "So ist läuft nun einmal die Evolution: Die ganz großen Schwachköpfe hauen sich selbst aus dem Genpool raus, für die weitere Entwicklung der Menschheit ist das erst einmal eine gute Nachricht. "

    Ach Herr Laurin. Ich schätze Ihre Ergüsse wirklich überaus, aber das ist die zweite dumme Bemerkung innerhalb weniger Tage. Konnte für eine flapsige Bemerkung nichts anderes Pate stehen als die Idee, dass abweichende Meinungen etwas mit minderwertiger Genetik und minderwertigem Leben zu tun haben?

    Es hätte auch gereicht, unvernünftige Meinungen als das zu kritisieren, was sie sind: Unvernünftige Meinungen.

  • #5
    Psychologe

    @ Thommy:

    Sind Sie sich sicher, dass Sie sich nicht doch besser bei den Aluhüten aufgehoben wären? Eine ausgeprägte Achtung vor der Demokratie oder Vertrauen in deren Robustheit scheinen Sie ja selber nicht zu haben.
    Und wenn man die Sache mal mit weniger Hysterie begegnet, kommt neben dem Grundsatz-Dilemma noch ein pragmatisches hinzu: Für jeden, den Sie einsperren, stehen zehn parat, die in ihrem Wahn vor dem PC sprich- oder wortwörtlich die Messer wetzen. Die Mistgabel-Fraktion freut sich schließlich über jede Gelegenheit, sich "endlich wehren" zu können. Irgend ein irrer Reichsdepp oder Flugscheibenfreund findet sich immer, der es gerade für eine gute Idee hält, einem Polizisten oder Gerichtsvollzieher in den Kopf zu schießen.

  • #6
    Bochumer

    Wenn der Staat Gewalt einsetzt, führt das zu Verletzten. Die müssen von dem Personal betreut werden, dass wir an anderer Stelle brauchen.
    Außerdem würde Polizeigewalt die Opferrolle stärken. Und damit würde auch die Bewegung wachsen.

  • #7
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Bochumer: Es geht um Infektionsschutz während einer Pandemie – ein paar blaue Flecke sind vollkommen ok.

  • #8
    Helmut Junge

    Stefan Larin, schwachsinniges Handeln ist meist ideologisch bedingt, also nicht in den Erbanlagen begründet.
    Wenn solche Personen sich selber aus dem Genpool raushauen, ist das "für die weitere Entwicklung der Menschheit erst einmal" keine gute Nachricht. Nein ist es nicht, weil ideologisch begründeter Schwachsinn andere Quellen als die Weitergabe durch die Gene hat. Eine sehr gute Freundin von mir hat sich alles Esoterische ganz mühsam erarbeitet. Und sie kann all diesen Quatsch, den sie mir manchmal erzählt, so gut begründen, daß mir im Gesprächsverlauf oft nicht die richtige Antwort einfällt. Manchmal hake ich dann später nach, und manchmal akzeptiert sie dann meine Antwort. Wir verstehen uns menschlich nämlich wirklich gut. Aber in all den langen Jahren habe ich nichts Grundsätzliches geändert. Und was ich alles von ihr erfahre ist so frisch über die Weltmeere gehuscht, daß ich es erst Wochen später hier bei den Ruhrbaronen, oder in anderen Medien zu lesen kriege. Daß Bill Gate an allem Schuld sein soll, weiß ich schon lange, und jetzt könnte ich über diese wüste Spekulation in einer Zeitung erstmals etwas lesen. Das Netz verbindet uns in Fakes genauso schnell wie im Ernsthaften. Solange unsere Wissenschaftler keinen Impfstoff, nicht mal ein Medikament vorweisen können, werden spekulative Ideen schneller den Planeten umrunden als irgendwelche Erkenntnisse.
    Ach, nicht einmal den Virus gibt es, habe ich gehört. Tja da kann ich nur raten, wo das nun wieder her kommt. Die Generation Spaß leidet erstmals.

  • #9
    love

    Und schön in die Kamera lächeln, sonst bleiben nur noch die Kumpels von der Trinkhalle als Gesprächspartner übrig.

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