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Coronavirus: Die Medien machen einen guten Job

3D-Grafik des SARS-CoV-2-Virions Bild: CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAM – This media comes from the Centers for Disease Control and Prevention’s Public Health Image Library (PHIL), with identification number #23312 Lizenz: Gemeinfrei

Spätestens seit Anfang vergangener Woche sind das Corona-Virus und der Verlauf der Epidemie weltweit und auch in Deutschland die Themen, welche die Menschen am meisten interessieren. Und die viel gescholteten Medien zeigen sich verantwortlich und nehmen ihre Informationspflicht ernst. Viele haben kostenlose Ticker gestartet, deren Aktualisierung aufwendig ist und in der Regel in einem Zwei-Schichten-System läuft. Alle wichtigen Informationen werden allen Lesern frei zur Verfügung gestellt und ergänzen die staatlichen Angebote wie das des Robert Koch Instituts Hinter den Bezahlschranken finden sich meist eher essayistische Texte, die zu lesen sich oft lohnt, die aber keine Basisinformationen erhalten, die für alle wichtig sind.

Und nein, die durch hohe Klickzahlen erzielten Mehreinnahmen durch Werbung werden die Kosten kaum abdecken, dafür ist der Aufwand zu groß. Alle, die sich regelmässig über die Verlage und ihre Angebote beschweren, haben jeden Grund dafür, sich zu bedanken.

Kostenlose Ticker (Überblick ohne Anspruch auf Vollständigkeit)
Welt, FAZ, Spiegel, WAZ, Rheinische Post

Wissenschaftliche Hintergrundinformationen:

Spektrum der Wissenschaft 

Situation Report 43…WHO
Coronavirus-Outbreak…Worldometer

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9 Kommentare zu “Coronavirus: Die Medien machen einen guten Job

  • #1
    Helmut Junge

    Es gibt eine wichtige Nachricht aus China. Die Inkubationszeit beträgt 5-7 Tage statt 14 Tage, obwohl es in seltenen Ausnahmefällenauch 14 Tage dauern kann. Dadurch wird die Krankheit deutlich mittels Quarantäne beherrschbarer.
    Zweitens läßt sich jetzt schon sagen, daß der Virologe Christian Drosten mit einer seiner Aussagen richtig liegt. Das ergibt sich zwangsläufig aus der Zahl der Coronainfizierten von heute. Wir haben 240 Infizierte und Null Tote, und damit werden wir die italienischen Zahlen, wonach bei 370 diagnostizierten Coranakranken 12 Tote festgestellt wurden mit Sicherheit auf eine extrem höhere Dunkelziffer der Infizierten zurückführen können. Corona ist also wirklich nicht so tötlich wie anfänglich, auch von mir, vermutet wurde. In Deutschland wird die Krankheit wegen besserer technischer Ausrüstung viel früher erkannt, als vielerorts anderswo. Wie hoch die Todesrate ist, werden wir später sehen. Wahrscheinlich ist sie in Größenornung von Grippewellen, was immer noch schlimm genug ist. An der Tatsache, daß ältere Kranke immer noch gefährdet sind, ändert sich dadurch leider nichts.

  • #2
    Thomas Weigle

    Ich gehöre zu denen , die besonders gefährdet sind: alt und Bypässe, aber: ohne Krisen wäre das Leben doch bestenfalls nur halb so schön. So oder so ähnlich hat es mal F.Sieburg formuliert. Recht hat er!!

  • #3
    ke

    Guter Job der Medien?
    Nein! Mir waren das eindeutig zu viele Menschen in Schutzanzüge auf Straßen, so dass der Eindruck entstand, dass woanders überall die Welt unterging. Dann musste man auch noch leere Regale zeigen.
    Vor ein paar Monaten waren Menschen, die sich Vorräte anlegten, wie es im Kalten Krieg üblich war, für die Medien rechte durchgeknallte Prepper.

    Das RKI und der Minister Spahn kommunizieren hervorragend.

    Dass unser Land schon nach ein paar Tagen mit einem eher nicht so schlimmen Virus ohne Masken, Schutzkleidung ist, hätte ich nicht für möglich gehalten. Da lässt sich die Frage stellen, was die Verantwortlichen die letzten Jahre gemacht haben.

    Ich gehe davon aus, dass viel mehr Menschen den Virus haben. Wenn man daran schwer erkrankt, muss dies wohl einfach dumm laufen.

    Die Widersprüche im Umgang mit Betroffenen müssen dringend überarbeitet werden. Das hätte man auch eher machen können: Kind in Quarantäne, während Mama, die in derselben Wohnung das Kind betreut, weiter zur Arbeit geht.

  • #4
    puck

    Stimmt im Großen und Ganzen, die Medien machen einen guten Job, jeder hat genug Möglichkeiten, sich objektiv zu informieren.
    Gestern Abend z. B. lief eine Quarks-Sondersendung auf WDR3 die ich eigentlich gar nicht ansehen wollte, aber dann doch dort hängen geblieben bin, weil sie sehr informativ war und einiges auf den ersten Blick Widersprüchliches einordnete und erklärte.
    Von einigen Ausreißern abgesehen, wie die Süddeutsche Zeitung, die letzten Samstag die zum Thema ausführlich Daniel Defoe’s "Journal from the plague year" über die Pest in London im Jahre 1665 (!) zitierte, gut, es ging da hautsächlich um den Sinn von Quarantänemaßnahmen, aber den Sinn von Quarantänemaßnahmen kann man ja wohl auch ohne Assoziationen zur Pest erklären – allerdings kann man dann nicht seine klassische Bildung raushängen lassen…

  • #5
    Berthold Grabe

    Es gibt keinen Grund die Medien zu loben. Sicher auch die seriösen Inforamtionen sind für diejenigen die sie brauchen erhältlich. Sie bestimmen aber nicht die Schlagzeilen.
    Die allgemeine und zu dem völlig irrationale Panik steht in direkten Zusammenhang mit der Art der Berichterstattung.
    Bei Hamsterkäufen fällt besonders die Generation der 30- bis 40 jährigen auf, eine Bevölkerungsgruppe die ohne zusätzliches Krankheitsrisiko praktisch keine Risiko durch Corona hat, das größer wäre als das allgemeine Grippevirus jedes Jahr.
    Hier die Presse zu loben bedeutet daher Verdrängung der fragwürdigeren Regeln der eigenen Profession, die erst die Sensation und Dramatisierung und erst im Nachgang die weniger spektakulären Fakten bringt.
    Wohl wissend das Letztere nach den fetten Schlagzeilen nie im selbem Umfang zur Kenntnis genommen werden.

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