Cansın Köktürk (Die Linke): Die Aktie im Keller, der Verstand im Kofferraum

Cansın Köktürk und Batıkağan Pulat neben der Vonovia-Jahresgrafik aus ihrem Reel
Cansın Köktürk und Batıkağan Pulat feiern den fallenden Vonovia-Kurs. Die Grafik zeigt den Kursverlauf eines Jahres. Originalausschnitte nebeneinandergestellt. (Screenshots: Instagram)

Die Vonovia-Aktie liegt am Boden des Kofferraums, Cansın Köktürk (Die Linke, MdB aus Bochum) und Batıkağan Pulat (Die Linke, Stadtrat in Bochum) beugen sich darüber. So sieht der Klassenkampf auf Instagram aus. Nicht annähernd so spektakulär wie der Sturm auf das Winterpalais, aber für Bochum reicht’s.

Die Linken-Bundestagsabgeordnete und ihr Mitstreiter haben einen roten Börsenchart gefunden und machen daraus eine Siegespose. Für die Mieter des Bochumer Wohnungskonzerns bleibt die entscheidende Frage offen: Was genau wird für sie dadurch billiger?

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Dortmunder LesArt.Festival mit Fußball, Liebe und Konflikten

BVB-Stadion | Foto: Peter Hesse


Vom 4. bis 14. November bringt das LesArt.Festival vielfältige Literatur nach Dortmund: Autoren erzählen in Graphic Novels, Romanen, Poetry Slams und Reportagen von Liebe, Identität, gesellschaftlichen Konflikten und Fußball. Eröffnet wird das Festival von Nele Jongeling. Im Literaturhaus.Dortmund liest sie aus ihrer Graphic Novel „Ich will nicht arbeiten“. Die Geschichte nimmt die moderne Arbeitswelt und den Drang zur Selbstoptimierung aufs Korn.

Frauen stehen in den folgenden Tagen häufig im Mittelpunkt von Geschichten und Büchern. So stellt Silvi Carlsson am 6. November ihr Buch „Good Girl Exit. Vom Ende der weiblichen Verfügbarkeit“ vor. Sie hinterfragt

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Berliner Linke: Die Brandmauer gegen Antisemitismus hat eine Hintertür. Schwerdtner hält sie auf

Ines Schwerdtner am Rednerpult beim Parteitag der Linken in Halle 2024.
Ines Schwerdtner (Archivfoto – Parteitag der Linken in Halle, 19. Oktober 2024: Ferran Cornellà / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0).

Eine Brandmauer gegen Antisemitismus ist mühsam. Ständig steht jemand aus der eigenen Partei in der Tür. Diesmal: Ines Schwerdtner, die Vorsitzende der Linkspartei. Die Fraktionsspitze der Linken im Berliner Abgeordnetenhaus sieht keine gemeinsame Arbeitsgrundlage mehr mit Vanessa „Vedi“ Emde. Die Bundesvorsitzende verteidigt deren umstrittene Position im Fernsehen.

SPD und Grüne bekommen ihre Abgrenzung gegen Antisemitismus also weiterhin schriftlich. Für die Ausnahmen sollen sie bitte bei der Chefin klingeln.

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Oblast Sachsen-Anhalt: AfD und BSW erfüllen den Freundschaftsplan

Bauernfries über dem Eingang der Gaststätte Am Tanger in Dedelow bei Prenzlau
„Am Tanger“ in Dedelow bei Prenzlau (Brandenburg): Bauernfries im einstigen sozialistischen Musterdorf (Archivfoto, 2024: Peter Ansmann)

AfD und BSW haben in Sachsen-Anhalt gemeinsam einen Russland-Antrag durchgesetzt. Nun will AfD-Fraktionschef Oliver Kirchner die Zusammenarbeit schriftlich festhalten. Bei einem Forum in Magdeburg kamen am Sonntag weitere Wünsche hinzu: Energie aus Russland und engere Beziehungen nach Moskau.

Claudia Wittig vom BSW deutete sogar Gespräche über eine Art russisches Haus an. Gemeinsam abstimmen, Absprachen festhalten, Russland entgegenkommen: Nur das Wort Koalition stört noch.

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Der Ruhrpilot

AfD-Mails veröffentlicht Screenshot: Ruhrbarone

NRW: Geleakte Chat-Nachrichten versetzen NRW-AfD in Unruhe…WAZ
NRW:  Auftritt von Weidel löst Ärger in der AfD aus…t-online
NRW: Alice Schwarzer stellt Magazin „Emma“ ein…taz

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Die Berliner Grünen halten ihr Problem für ein Modell

Nina Stahr im Porträt, Aufnahme von Sonja Macholl aus dem Jahr 2020.
Nina Stahr denkt beim Berliner Bündnis schon an den Bund. Marianne Birthler hätte vorher gern belastbare Ergebnisse. (Foto: Sonja Macholl / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0; Aufnahme von 2020, Ausschnitt.)

Eine neue Regierung gibt es in Berlin aktuell noch nicht. Die Berliner Grünen haben aber schon Pläne für deren Nachahmung. Landeschefin Nina Stahr sieht in einem Bündnis mit Linken und SPD ein mögliches Signal für den Bund.

Marianne Birthler verlangt derweil, erst einmal die Voraussetzungen fürs gemeinsame Regieren zu schaffen.

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Die Linke Berlin: BDS bleibt. Die Fabrik soll weg.

Das Rote Rathaus in Berlin mit Uhrturm und Berliner Flagge.
Das Rote Rathaus in Berlin: Die Linke will mitregieren, ihre Palästina-LAG setzt die Zusammenarbeit mit BDS Berlin fort. (Archivfoto: Peter Ansmann)

Die Berliner Palästina-LAG der Linken veröffentlicht mit BDS Berlin einen neuen Aufruf. Gefordert werden ein Waffenembargo gegen Israel und die Schließung einer Munitionsfabrik in Wedding. Der Vergleich mit VW Osnabrück und dem Duisburger Linken-Abgeordneten Mirze Edis zeigt, wie schwierig das mit der Arbeitersolidarität wird, sobald eine israelische Firma ins Spiel kommt.

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Margret Müller wurde für ihre Erinnerungs- und Versöhnungsarbeit ausgezeichnet

Die Preisträger erhalten die zweiteilige Stahlskulptur von Ansgar Nierhoff „formen“, Foto: Fabian Kaske / CC BY-SA 4.0


Die 86-jährige Kölnerin Margret Müller wurde von der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit mit dem diesjährigen Giesberts-Lewin-Preis ausgezeichnet. Letztlich ging der Preis auch an ihren vor einem Jahr verstorbenen Ehemann Werner Müller: Gemeinsam hat das christlich motivierte Ehepaar seit 30 Jahren ein Lebenswerk der „Versöhnung“ geschaffen, das es in dieser kontinuierlichen Form heutzutage vielleicht überhaupt nicht mehr gibt. Von unserem Gastautor Roland Kaufhold

Die Preisverleihung fand, wie meist in den vergangenen Jahrzehnten, in den Räumen des am Kölner Neumarkt gelegenen Käthe Kollwitz Museums statt – ein sehr würdiger Rahmen. Finanziert wird dieses Museum von der Kölner Kreissparkasse, im Rahmen ihres kulturellen Engagements. Rolf Tegtmeier von der Kölner Sparkasse hielt demgemäß auch einführend eine Rede, in der er die vielleicht kölnspezifische Verbindung zwischen Ökonomie

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AfD und Linkspartei darf man so wenig gleichsetzen wie Pest und Cholera

MdB Felix Banaszak - Bündnis90/Die Grünen (Foto: Peter Ansmann)
Grüner Co-Parteichef Felix Banaszak (Foto: Peter Ansmann)

In einem Interview mit der Rheinischen Post hat Grünen-Chef Felix Banaszak davor gewarnt, AfD und Linkspartei gleichzusetzen. Der Mann hat recht: AfD und Linke sind so unterschiedlich wie Pest und Cholera.

Es sind keine einfachen Zeiten für die Grünen: Einige, wie Britta Haßelmann im Interview mit dem Spiegel, träumen von einer rot-grün-roten Koalition im Bund, ohne die Option Schwarz-Grün aufgeben zu wollen. Andere, wie der baden-württembergische Ministerpräsident Cem Özdemir, warnen schon vor einer Zusammenarbeit mit den Linken in Berlin, einem Bundesland, das der Großteil der Bürger ebenso abgeschrieben hat wie die anderen Länder in der Ostzone, in denen die AfD von Sieg zu Sieg eilt.

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