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Der Computerspiele-Preis ist tot!

Dass Deutschland keine Medien-Preisverleihungen kann, braucht eigentlich nicht besonders betont zu werden. Über den Echo hat ganz Deutschland gelacht. Eine andere Frage ist, ob eine Branche es aushalten muss, auf der eigenen Gala von der Moderatorin gedemütigt zu werden.

Der Deutsche Computerspielpreis (DCP) war die letzten Tage in aller Munde – und das, obwohl die allermeisten Menschen bislang kaum jemals von ihm gehört hatten. Ins Gerede ist er gekommen wegen eines freizügigen Wonderwoman-Cosplays der Staatsministerin im Kanzleramt, Dorothee Bär, und wegen eines unterirdischen und stellenweise widerwärtigen, weil teils frauenfeindlichen und rassistischen, beinahe immer aber zotigen Auftritts der Moderatorin des Abends, Ina Müller, die es keine Sekunde schaffte, ihre klischeebewehrte und ahnungsfreie Abneigung gegenüber Computerspielen zu zügeln. Die deutsche Spieleindustrie, titelte SpOn, erniedrigt sich selbst. Nicht das erste Mal. Und die Hoffnung schwindet, dass es das letzte Mal gewesen sein könnte. Eine Unterhaltungsindustrie, die in Deutschland und der Welt Kino und Musik wirtschaftlich längst abgehängt hat, lässt sich öffentlich auf ihrem eigenen, als Jahreshöhepunkt gedachten Hauptevent vorführen.

Zehn Jahre DCP – und zehn Jahre vergeblicher Kampf um Respekt

Nur: ein Jahreshöhepunkt – seien wir ehrlich – war die Preisvergabe eigentlich noch nie. Seine Anerkennung innerhalb der Branche, der Respekt, den sich seine Gewinner mit der Preisvergabe erarbeiteten, die waren schon immer sehr begrenzt. Den größten Respekt aller Preisträger verdiente sich bis heute wohl eine Firma, die – dazu weiter unten mehr – den Preis ablehnte. Wir sollten uns nichts vormachen: Der DCP ist nicht zu retten. Nicht in der bestehenden Fassung, nicht mit ein paar Reförmchen, und vor allem nicht mehr unter demselben Namen. Der DCP ist tot. Seine aus historischen Gründen eingebaute, korrumpierende Engführung mit der Politik ist der Krebs, an dem er zugrunde gegangen ist. Stand heute ist es nicht mehr vorstellbar, dass der Preis jemals mit dem Respekt einhergehen wird, der ihm gebühren sollte.

Für die nicht sehr eingeweihten Leser muss man aber wohl erst einmal erklären, wie dieser Preis historisch entstanden ist – und warum ab Tag 1 aus durchaus wohlwollenden Gründen der Sprengsatz in den Preis eingebaut war, den Ina Müller letzten Endes nur – unbeabsichtigt – gezündet hat.

Ein Fördermittel eher als eine Auszeichnung

Denn der DCP wurde nicht etwa ins Leben gerufen, um die besten Spiele aus Deutschland auszuzeichnen. Er wurde ins Leben gerufen, um der Politik eine unauffällige, von der Öffentlichkeit weitgehend nicht beachtete und also auch nicht beanstandete Möglichkeit zu schaffen, ein paar sehr übersichtliche Fördergelder unter die deutschen Entwickler zu streuen, ohne den Zorn der Presse auf sich zu ziehen. Denn Spieleentwickler hatten damals, im März 2009, als der erste DCP stattfand, in der Öffentlichkeit immer noch den Ruf, Propagandisten von Schulmassakern und anderen Zivilisationshindernissen zu sein. Der Amoklauf von Winnenden war am Tage der ersten Preisverleihung nicht einmal drei Wochen her, eine öffentlich sichtbare und signifikante Spieleförderung wäre einem politischen Selbstmord gleichgekommen. Noch 2005 stand im Koalitionsvertrag, dass sogenannte Killerspiele verboten werden sollen, Anfang 2007 befürwortete eine solide 2/3-Mehrheit der Bevölkerung ein solches Verbot. In diese Phase kultureller Entspanntheit hinein entstand die Idee eines Förderpreises für Computerspiele. Warum er dennoch Wahrheit und vom Bundestag durchgewunken und mit Geldern ausgestattet wurde, das zählt zu den großen historischen Rätseln dieser Republik.

Ausgetragen wird der DCP seit seiner Gründung gemeinsam vom Bundesverband der deutschen Spielindustrie game (bzw. vor dem 2018 erfolgten Zusammenschluss von seinen beiden Vorläufern Game und BIU) und zunächst der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). 2014 erklärte Frau BKM Grütters, dass sie mit Games nichts zu tun haben wolle. Anstatt sie dann folgerichtig zu entlassen und durch jemanden zu ersetzen, der gewillt war seine gesetzlich vorgesehene Aufgabe zu erledigen, wurden Computerspiele kurzerhand dem neu entstandenen Ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) übertragen. Seither hat die damalige BMVI-Staatssekretärin Bär eine erhebliche Kontrolle über die Veranstaltung, und Games sind keine Kulturform mehr, sondern Infrastruktur. Oder Verkehr. Wer weiß das schon so genau? Und genau so wurden und werden Games ja auch behandelt.

Ein Preis so geliebt wie der öffentliche Umgang mit Games in Deutschland

Jedenfalls war die Einmischung der Politik von vornherein Teil des Konzeptes, gegen das sich eine schwache und längst nicht ausreichend finanzierte deutsche Industrie (der eine damals schon massiv geförderte Gamesindustrie im Ausland jedes Jahr weiter enteilte) nicht wehren konnte – und zugegebenermaßen auch (zunächst) nicht wehren wollte. Denn für viele Jahre waren die paar hunderttausend Euro, die auf der Gala verteilt wurden, so gut wie alles, was die öffentliche Hand zum Gedeihen der neuen, technologieaffinen Industrie beisteuern wollte. Während in Frankreich, Kanada und UK, später auch Skandinavien, den Niederlanden und Polen massiv steuerlich geförderte Giganten entstanden, verdorrte das Pflänzlein Spieleindustrie hierzulande an der öffentlichen Ablehnung und der gerne zugewiesenen Rolle des Popanz, sobald irgendwo jemand waffenbewehrt durchdrehte. Der DCP war mit seinen 250.000 € Fördersumme für viele Jahre der mit Abstand bedeutendste Teil der gesamtdeutschen Spieleförderung. Wobei die Hälfte des Preisgeldes jeweils noch von der Industrie beigesteuert werden musste.

Diese Konstellation bedeutete natürlich auch, dass die Politik sich große Mühe gab sicherzustellen, dass keine irgendwie streitbaren Games wie etwa First Person Shooter das Preisgeld erhielten. Man kann ja nicht einerseits wählerwirksam deren Verbot fordern – und anderseits solche Spiele finanziell unterstützen! Wählerverdummung hat Konsequenzen!

Um der Wahrheit die Ehre zu geben: aus der Branche kam auch Widerstand. Und dies führte über die Jahre zu erheblichen Konflikten. 2012 distanzierte sich die CDU/CSU-Bundestagsfraktion vom Preis wegen der Nominierung von Crysis 2, einem Shooter. 2014 kam es wegen der Einflussnahme der Politik zu Jury-Austritten durch zwei der bekanntesten deutschen Games-Journalisten, Heiko Klinge und André Peschke. 2015 wurde der Preis deshalb neu aufgestellt, der Einfluss der Politik ein wenig zurückgedrängt, aber prinzipiell auf Null gefahren wurde er bis heute nicht. 2017 lehnte Mimimi aus München den Preis für Bestes Gamedesign für ihr international erfolgreiches Spiel Shadow Tactics ab, weil im Vergabeverfahren amateurhafte Unstimmigkeiten aufgetreten waren, die bei jedem Kaninchenzüchterverein zu einer Annullierung der Wahlergebnisse geführt hätten. Nicht so beim DCP. Ein weiteres Mal wurde für 2018 nachgebessert. Und dennoch hören die Skandale um den Preis nicht auf. Der Krebs ist nun mal drin.

Privatpreis einer bayrischen Politikerseilschaft

Das BMVI ist nach wie vor Mitveranstalter – und entsprechend prominent platziert sind bei der Verleihung die bayrischen Politiker, in deren Privatbesitz sich dieses Ministerium unter Merkel zu befinden scheint. Der Skandal war natürlich nicht Frau Bärs Kleid, auch wenn die Bild das gerne so gehabt hätte. Der Skandal ist, dass der Anschein nur zur Hälfte trügt, dem Duo Bär/Scheuer gehöre der Preis.

Die Politik hat aber inzwischen andere Wege gefunden, Games zu fördern. Und deutlich lukrativere dazu. Minister Scheuer selbst verkündete am Dienstag noch für dieses Jahr 50 Millionen Fördersumme. Immer noch wenig im Vergleich zum Film, aber deutlich mehr als die 250.000, die der Bund Stand heute zum DCP zuschießt. Mit der kommenden Förderung fällt also der Hauptgrund für die bisherige Form des DCP weg. Nur scheint das noch niemand so recht registriert zu haben.

Es wird Zeit, dem DCP, dessen Name mit zu vielen Skandalen belastet und nicht mehr zu retten ist, klar zu machen, was er als einziger noch nicht bemerkt hat: Er ist tot. Die als Preisgelder getarnten Fördersummen sind maximal für Kleinstbetriebe der Industrie von Bedeutung. 110.000 Euro bekommt der Preisträger für das beste Spiel. Vor Steuern. Damit kommt ein durchschnittliches AAA-Studio, das international konkurrenzfähige Produkte herstellen kann, knapp zwei Arbeitstage aus. Dort arbeiten 200 und mehr hochqualifizierte Mitarbeiter an den nächsten großen Spielen. Die Burnrate solcher Unternehmen liegt im siebenstelligen Bereich – monatlich.

Eine als „Gala“ etikettierte Scheckübergabe

Deutschland braucht keine als „Gala“ etikettierte Scheckübergabe mehr, die letzten Endes ein Überbleibsel eines völlig verkrampften kulturellen Umgangs mit Games ist: Darf man die gut finden? Und sind die eventuell sogar Kultur? Oder gar Kunst? Games sind heute nicht mehr die Pornopostkärtchen, die in einer finsteren Gasse unter einem Trenchcoat hervorgezogen werden. Zunehmend sehen sich Games selbst als vollwertige Kultur- und Kunstform – und als die womöglich wichtigste und potenteste, sicher aber populärste unserer Zeit.

Deutschland wird auch die nächsten 5-10 Jahre wirtschaftlich noch nicht in der ersten Liga der Gamesproduzenten mitspielen können. Dafür wurden an allen Fronten zu viele Fehler gemacht, war man schlicht zu feige, ist der Abstand zur internationalen Spitzenklasse zu groß. Das wird dauern. Aber wo Deutschland nach wie vor eigenartigerweise ein Rolle spielt: in der Wertschätzung und Produktion des Games als Kunstform. Denn die gedieh in den schwer einsehbaren Winkeln der Subkultur, trotz (oder gerade wegen) der Diffamierungen in den Mobmedien und der ökonomischen Vernachlässigung durch die Wirtschaftspolitik. Das Berliner A.Maze-Festival, das gerade wieder in Berlin stattfindet, ist heute eines der, wenn nicht das größte Gameskunst-Festival der Welt. Überall an deutschen Hochschulen entstehen kleine Teams, die teils hervorragende kleine Games produzieren wie die Inner World Serie oder In Between. Aus der ganzen Welt kommen Gameskünstler zur Berlin Games Week nach Berlin, um ihre Werke zur zeigen. Und der game sowie die gesamte deutsche Branche, auch das muss erwähnt werden, gewähren durchaus ihre Unterstützung. Kunst und Kommerz haben beim Thema Games in Deutschland keine klaren Frontverläufe, sie sind keine Antipoden.

Eine deutsche Games-Gala, die auch mit heimischen Produkten international leuchten möchte, sollte sich der wenigen, nach wie vor vorhandenen Stärken der deutschen Branche besinnen. Das nächste Red Dead Redemption wird nicht aus Deutschland kommen. Und auch das übernächste noch nicht. Es gibt aber bereits den jeden Dezember in Köln vergebenen Deutschen Entwicklerpreis (DEP). Der ist privat organisiert, chronisch unterfinanziert, hat deshalb seine eigenen Probleme – und ist dennoch unter Spieleentwicklern der wesentlich respektiertere Award, weil in seiner Jury keine Parteipolitik mitentscheidet. Ein Preis, vergeben nur von Entwicklern, Publishern und Journalisten für Entwicklungen aus dem deutschsprachigen Raum. Hier könnte der game sich stärker engagieren, hier könnten die richtigen Impulse gesetzt werden, das große Aufholen der deutschen Branche zu unterstützen. Und man kann noch mehr machen.

Wir haben Stärken – und auf die sollten wir uns besinnen

A.Maze-Gründer Thorsten Wiedemann, der den Sonderpreis der Jury auf dem DCP bekam, sagte, man müsse nicht alles als Produkt sehen, nicht immer Geld machen, stattdessen solle man die Konvergenz von Games und Kunst feiern. Politik raus, Kunst rein. Dies wäre ein Ansatz, mit dem die deutsche Industrie sich im internationalen Galazirkus tatsächlich einen Namen machen könnte, während sie sich auf den langen Weg macht, die offensichtlichen kommerziellen und strukturellen Rückstände aufzuholen: eine Gala, welche die kreativsten Spiele der Welt feiert, nicht die ökonomisch erfolgreichsten. Eine Gala, welche das Kunstschaffen rund um das Spiel zum Thema hat. Dort könnten deutsche Games auf Augenhöhe mit der Welt antreten, dort könnte Deutschland sich eine eigene Identität, einen Markenkern innerhalb der internationalen Spieleindustrie aufbauen.

Und in vielleicht zehn Jahren, wenn dann tatsächlich in Deutschland AAA-Spiele entwickelt und die entsprechenden Strukturen gewachsen sind, dann können wir uns noch mal wieder über einen weltweit leuchtenden kommerziellen Computerspielpreis aus Deutschland unterhalten. Vorher muss das notwendigerweise peinlich wirken.

Vielleicht werden wir uns irgendwann bei Ina Müller bedanken.

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10 Kommentare zu “Der Computerspiele-Preis ist tot!

  • #1
    Antiandi

    Der Autor eiert ständig in seiner Argumentation zwischen Industrie und Kunst hin und her. Vermutlich ein systemimmanentes Problem. Zu recht wird die deutsche Filmförderung immer wieder dafür kritisiert, dass sie staatliches Geld in Filme pumpt, die rein kommerzielle Interessen verfolgen. Bei der Games-Industrie liegt die Vermutung nahe, dass sie sich den Anstrich der "Kultur" oder "Kunst" verschaffen will, um ebenfalls an staatliche Subventionen für rein kommerzielle Projekte zu kommen.

  • #2
    Wolfgang Walk Beitragsautor

    Ich weiß nicht, wo ich rumeiere. Richtig ist, dass ich ein Rumeiern beschreibe.

  • #3
    Paul

    @Antiandi
    Kultur in jedweder Form als "kommerzielle Projekte" abzustempeln ist natürlich eine einfache Ansicht. Theater? Kommerziell, wollen ja Geld verdienen, um mehr Theater machen zu können und die Mitwirkenden zu bezahlen. Musik? Konzerte sind kommerziell, Festivals sind kommerziell, die riesige Industrie dahinter ist auf jeden Fall kommerziell. Film, Games, Literatur. Am besten alles privatisieren, damit staatliche Subventionen nur noch für wichtige Sachen ausgegeben werden. Zum Beispiel Bildung … oh. Halt. Moment mal. Ups.

  • #4
    antiandi

    "Eine Gala, welche das Kunstschaffen rund um das Spiel zum Thema hat. Dort könnten deutsche Games auf Augenhöhe mit der Welt antreten, dort könnte Deutschland sich eine eigene Identität, einen Markenkern innerhalb der internationalen Spieleindustrie aufbauen."

    Kunst, die einen Markenkern innerhalb einer internationalen Industrie aufbaut. Wenn da nicht mal so einiges fröhlich durcheinandergemanscht wird.

    "Aber wo Deutschland nach wie vor eigenartigerweise ein Rolle spielt: in der Wertschätzung und Produktion des Games als Kunstform. Denn die gedieh in den schwer einsehbaren Winkeln der Subkultur, trotz (oder gerade wegen) der Diffamierungen in den Mobmedien und der ökonomischen Vernachlässigung durch die Wirtschaftspolitik."

    Ja, mag ja sein, aber was hat die Wirtschaftspolitik mit einer Kunstform zu tun?

  • #5
    Wolfgang Walk Beitragsautor

    "Kunst, die einen Markenkern innerhalb einer internationalen Industrie aufbaut. Wenn da nicht mal so einiges fröhlich durcheinandergemanscht wird."

    Nette Fehlinterpretation. Denn ganz deutlich schreibe ich von einer Gala, nicht von Kunst. Allerdings sollte das Thema der Gala das Kunst-Game sein. Und das gehört natürlich auch zur Spieleindustrie, weil es am Markt auftritt.
    Wir können natürlich aber auch so tun, als ob es Adorno nie gegeben hätte, und als wäre Kunst auch heute noch fern jeder ökonomischen Interessen.

    Und das sollte auch die zweite Frage beantworten.

  • #6
    Ke

    Games sind ein Milliardenmarkt. Eine Industrie wie jede andere auch. Mit unseren Personalkosten und dem IT Fachkräftemangel haben wir ein Wettbewerbsproblem.

    Förderung ist immer toll für die Empfänger, die Geber bekomme ne Party und schöne Fotos , der Steuerzahler ist bei irgendwas mit Medien, insbesondere bei der Filmförderung, der dumme.

    Das Kleid hatte ich auch in der Zeitung gesehen, ich wusste nur nicht was die beiden aktuell gemacht haben.

    Bzw: Bertelsmann als Medienkonzern hatte einen Milliardengewinn verkündet. Die Branche hat Geld.

  • #7
    Marcus

    also ich sehe keinen Entwickler in Deutschland der es verdient hätte so viel Geld zu bekommen um in 10 Jahren ein Spiel in der Größe eines Red Dead Redemption zu entwickeln. Dafür sind die mittelgroßen Spiele aus Deutschland international zu unerfolgreich, nicht nur im Umsatz sondern auch bei den Kritikern. Und das liegt nicht nur am Geld.

  • #8
    Kuromi

    Gut zusammen gefasst.

    Fakt ist, in Deutschland begnügt man sich gerne mit Mittelmaß. Deshalb wird hier sehr gerne das Xte Aufbaustrategiespiel totgenudelt oder mal wieder ein hübsches Puzzlespielchen kreiert.

    Machste was mit Action, wo natürlich auch mal rumgeschossen wird, ist das zwar international interessant, aber ohne Förderung international nicht einfach zu vermarkten, schon gar nicht für die kleinsten Studios.

    Hier muss mal genreübergreifend und klug gefördert werden.

    Und auf so einen peinlichen Preis wie dieses Jahr kann gerne verzichtet werden, wenn nicht mal die Brancheninsider die Nominierten kennen.

  • #9
    Ke

    Hallo! Wir haben eine Marktwirtschaft!
    Jeder 3. Satz handelt von Förderungen also Subventionen.
    Das ist ja wie bei den Landwirten!

  • #10
    Irrelevanto

    Viele Punkte in dem Artikel leuchten ein, aber den Deutschen Entwicklerpreis als angesehen zu betrachten spricht für mich für den Bias des Autoren.

    Der DEP hofiert einer "Branche" die so nicht zeitgemäß ist. Die letzte Ausgabe der Veranstaltung war einer Preisverleihung unwürdig. Hier erscheint, wer sich dem Selbstverständnis der Veranstalter anschließt die Branche zu sein und adäquat ohne Hosen und mit pimmelbesticktem Bademantel zu vertreten. Am Ende ist das nur anders unwürdig, nicht besser. Dort herrscht ein überholtes Bild einer im internationalen Umfeld überholten Branche.

    Das Deutschland auch Schwierigkeiten haben wird in der Zukunft AAA Spiele zu entwickeln, liegt auch an den selbstproklamierten Veteranen und sehr männlichen Urgesteinen, die außer ihren Unkenrufen und gegenseitigem Schulterklopfen keinen inhaltlichen Beitrag mehr zu der Branche geleistet haben. Aber da sind sitzen sie immernoch in Panels, Hochschulen und Vorträgen um dem Nachwuchs die Welt zu verklären. Kein Wunder, wenn man sich dem Zirkus entzieht und im Stillen seine Games programmiert oder gar ins Ausland abwandert.

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