Der Mob klammert sich an die gefühlte „Wahrheit“ über Necla Kelek

Die gefühlte Wahrheit macht sich weiter die Hände schmutzig
Die gefühlte Wahrheit macht sich weiter die Hände schmutzig (Photo by Ian Espinosa on Unsplash)

Für die Anhänger des Gerüchts bleibt die gefühlte Wahrheit wichtiger als die Fakten. In einem Gastbeitrag für die Ruhrbarone hat Jörg Metes am Sonntag nachgewiesen, wie Lamya Kaddor seit sieben Jahren über Necla Kelek eine infame Unwahrheit verbreitet. Kelek unterstelle Muslimen pauschal einen Hang zur Sodomie. Die Überträger des Gerüchts bleiben bei ihrer Version.

Heute morgen hat Thierry Chervel im Beitrag „Stakkato der Infamie“ beim Perlentaucher weitere Aspekte der Kaddor’schen Denunziationskampagne aufgespießt.

Chervel weist darauf hin, dass Lamya Kaddor und Ihr Ehemann Torsten Gerald Schneiders sich gegenseitig die Bälle zuspielten. Das verschaffte der Rufmord-Kampagne gegen Kelek weitere unverdiente Legitimät.

Metes zeigt sehr schön, wie sich in der Folge Kaddor und ihr Ehemann Thorsten Gerald Schneiders als das perfekte  Power Couple erweisen, um dem Gerücht einen instutionellen Rückhalt zu geben. Denn nicht nur Kaddor wiederholte es, wo sie nur konnte – etwa in der Zeit, aber auch in pädagogischen Publikationen – auch Thorsten Gerald Schneiders zog an allen Strippen, die ihm als Redakteur des Deutschlandfunk zur Verfügung stehen.

Die Faktenlage ist erdrückend. Dennoch lassen sich die Wasserträger des Gerüchts nicht beirren. Nicht was Kelek tatsächlich gesagt hat, interessiert sie, sondern ihre gefühlte „Wahrheit“.

Die gefühlte Wahrheit des Ruprecht Polenz

Zum Beispiel der CDU-Politiker Ruprecht Polenz, dessen Rolle in der Verbreitung des Gerüchts über Kelek im Ruhrbarone-Beitrag von Jörg Metes thematisiert wurde. Er leugnet schlicht dass sein Weitertragen von Gerüchten „gerüchtehaft“ sei.

Die gefühlte Wahrheit des Jakob Augstein

Auch der Spiegel-Miteigentümer Jakob Augstein wurde mit seiner Rolle konfrontiert und leugnete, was eigentlich nicht zu leugnen sein sollte.

https://twitter.com/Augstein/status/942476861736673280

Augstein lügt. Das kann sehen, wer Metes‘ Artikel aufmerksam gelesen hat. Der SpOn-Kolumnist  hat Necla Kelek eben nicht „exakt mit den Worten zitiert“, die im Text bei den Ruhrbaronen vorkommen. Er zitiert in der sinnentstellenden Form, die Jörg Metes so präzise aufgearbeitet hat.

P.S.: Dass der stinkreiche weiße Mann Jakob Augstein dann noch der aus der Türkei stammenden Frau Necla Kelek niederträchtig hinterher rotzt, sie spiele „die Rolle der ’selfhating‘ Muslima“, ist eine Pointe die Anhängern des intersektionellen Feminismus auffallen könnte, wenn sie überhaupt noch etwas merkten.

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6 Kommentare

  1. #1 | Arnold Voss sagt am 18. Dezember 2017 um 11:13 Uhr

    Hat Jemand was anderes erwartet?

  2. #2 | nussknacker56 sagt am 18. Dezember 2017 um 22:38 Uhr

    Augstein beweist ein ums andere Mal, dass er zum denkfaulen und reaktionären Teil der Mehrheits-Linken gehört. Dass ich diesen Typen vor Jahren mal gegen einen anderen Vorwurf in Schutz genommen habe, verzeihe ich mir bis heute nicht.

  3. #3 | Irene sagt am 19. Dezember 2017 um 19:09 Uhr

    Das war kein Stalking gegen Kelek, das war etwas anderes.

    Mögliche Zutaten: Defizite beim Textverständnis, blindes Vertrauen zur In-Group, Oberflächlichkeit. Ergebnis: Vielleicht üble Nachrede oder Verleumdung.

  4. #4 | Kierkegaard sagt am 21. Dezember 2017 um 07:55 Uhr

    Danke, dass Sie sich hier in sachlicher, klarer Weise dieser Verleumdung annehmen. Sowas ist rar und umso wertvoller im Netz.

  5. #6 | Kaddor vs Kelek: Epilog eines Falschzitats | Ruhrbarone sagt am 16. Dezember 2018 um 10:27 Uhr

    […] Kaddor jahrelang versucht hatte, Necla Kelek ein Falschzitat unterzujubeln. Daraufhin brach eine Debatte aus. Eine Nachbetrachtung von unserem Gastautor Jörg […]

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