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Der Ruhrpilot

Besetze Gleise bei Garzweiler Foto: Sebastian Weiermann Lizenz: Copyright


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4 Kommentare zu “Der Ruhrpilot

  • #1
    Helmut Junge

    Zu: Debatte: Hören Sie auf, Sie beleidigen uns!…taz

    Den Postmodernisten sind einfache Fragen, die nicht zur postmodenernen Theorie passen, ein Gräuel.
    Ist der Fragesteller interessiert an einer fundierten, die Frage betreffenden Antwort, wird dieser Fragesteller in die politisch rechte Ecke verortet. Damit ist das Problem, das durch diese Frage aufgeworfen wurde, für das eigene Klientel aus der Welt geschafft.
    Diese SVENJA FLAßPÖHLER stellt offenbar zu viele Fragen an die Postmodernisten.
    Das macht man doch nicht! Da wundert es mich nicht, daß die dann beleidigt sind.

  • #2
    Wolfram Obermanns

    #1 Helmut Junge
    Deine Auffassung kann ich nicht ganz teilen. Ich sehe die ideelle Lage der Indentitären noch deutlich prekärer.

    Für mich ist der zentrale Begriff der Kritik durch Flaßpöhler der der "Reinheit". Die Rede von der Reinheit der eigenen Ideologie, der eigenen Gruppe, der eigenen Rede ist in der Realität, in der Codes immer ambivalent, kontextabhängig und der Interpretation des Rezipienten unterworfen sind, nicht Ausdruck einer Postmoderne sondern einfach postfaktisch. Die nur noch mögliche Selbstbespiegelung der mit Reinheitsphantasie ausgestatteten, ist ein klassisches Merkmal des Sektierers und der Idiotie im ebenfalls klassischen Sinne.

    Rechts/Links-Verortungen sind dabei ohnehin Selbstzuschreibungen. Der vielleicht etwas überpointierte Artikel von Ch. Baumgarten "Was falsch läuft an der Klimadebatte" verortet ganz zu Recht erhebliche Teile der Klimaideologie tief im rechten politischen Spektrum. Die Selbsteinschätzung der Vertreter ist aber links. Der Mechanismus ist ganz einfach und bei Rezo gut zu beobachten. Umweltschutz ist auf der aktiven Seite im PAL-Feld (Problem Anderer Leute – Feld; Douglas Adams) verortet: DIE Industrie, also DIE Rechten, müssen mehr für den Umweltschutz tun, ICH, blaue Haare und gewerblicher Wattebäuschchenwerfer für Kids, also Links fahre natürlich einen 1,7t-AMG (mit knapp 10l/100km im Praxistest; ntv) und möchte doch gleichzeitig von den Folgen dieses seines Tuns bewahrt werden. (Daß die aktuelle völlig inkonsistente, "rechte" Umweltschutzgesetzgebung genau dieses schizophrene Selbstverständnis abbildet, hat nicht nur kaum einer gemerkt, es wird auch noch vehement verteidigt, wenn darauf die Rede kommt, wie hier bei den Baronen nachzulesen ist.)

    Als aufwendig kostümierten Narzissmus der Besitzstandswahrer beschreibt Baumgarten Teile der Umweltdebatte. Ich denke, das kann man auch mit identitären Phantasien durchexzerzieren. Ideengeschichtlich liegt dies für die abstammungsorientierte Argumentation der Identitären auf der Hand. Die daraus abgeleiteten Ansprüche ohne weiteren Nachweis funktionieren ebenfalls genau wie beim entsprechenden Teil der "Ökobewegung".
    Das Fazit wäre, brutal gesprochen: die links-identitäre, pseudoökologische Hermetik ist neofaschistisch, während die, die wir bislang so benennen, eher als retrofaschistoid einzuordnen wären.

    Wobei "faschistoid", das ist klar, in der Zuordnung an einem Punkt nicht wirklich durchhaltbar ist, da sich Faschismen entlang nationaler Konstrukte definieren, während diese Gruppe entlang des Zugriffs auf politische und ökonomische Ressourcen zu definieren wäre. Diese Gruppe könnte somit als neofeudal oder oligarch korrekter eingeordnet sein. Wobei neofeudal mit Blick auf die fehlende rechtliche Definitionen und Durchsetzbarkeit von Recht im globalen Rahmen und eben den Rückgriff der Gruppe auf Abstammung seinen besonderen Charme entwickelt.

  • #3
    Helmut Junge

    @Wolfram Obermanns, wenn du genauer als ich herausarbeitest, um was für armselige geistige Gestalten es geht, werde ich mich nicht mit dir streiten. Streiten müßten sich eigentlich genau diese Dunkelleuchten. Die tun das nicht, weil sie so etwas nie gelernt haben. Ich weiß wo sie sich stark fühlen, aber das ist bisher noch nie innerhalb meiner Welt gewesen. Sollte das aber einmal der Fall sein, muß ich mich evtl. doch ausführlicher mit ihnen beschäftigen. Bis dahin haben die sich aber vielleicht schon alle selber in die Klapse verortet. Lange hält ein gesundes Hirn so einen Unsinn nämlich nicht aus, meine ich.

  • #4
    Arnold Voss

    @ Wolfram Obermanns
    Das mit der Reinheit ist ein guter und tragfähiger Gedanke. Ist Obama wirklich schwarz, war für viele Afroamerikaner in den USA eine wichtige Frage, als er zur Präsidentschaft antrat. Als wenn die Identität eines Menschen von seiner Hautfarbe abhängen würde. Das Gemischte, wird so zum Problem gemacht und das jenseits der Nation. Auch das Gemsichte innerhalb der Identität eines Menschen, seine innere Multikulturalität, wird damit zu etwas, das von ihm selbst eindeutig entschieden werden muss. Das nicht vage und änderbar sein darf. Wo es nicht verschiedene Wurzeln und Prägungen mehr geben darf, bzw. er sich nur für eine zu entscheiden hat, um vor sich selbst und anderen bestehen zu können. Eine insgesamt nicht nur politisch sondern auch psychosozial katastrophale Entwicklung.

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