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Die Mutter aller Schlachten der Öko-Panikmacher

Für Panikmacher läuft es gerade nicht gut: Die Erderwärmung kommt nicht richtig voran, ein paar Leute warnen sogar vor einen neuen Eiszeit und die Internationale Energieagentur geht durch die Einführung unkonventioneller Fördermethoden von neuen, großen und abbaubaren Mengen Gas und Öl aus. Eine Meldung der Energy Watch Group hielt gestern  gegen den neuen Optimismus.

Mit dem Bericht „Die Grenzen des Wachstums“ hat der   Club of Rome 1972 eine Art Bibel der Öko-Bewegung vorgelegt. Das Mantra: Öl, Gas und Kohle werden knapp, das mit dem Wirtschaftswachstum geht nicht mehr so weiter, der Kapitalismus stösst an seine natürlich Grenzen, wir müssen umkehren. Für viele der damals gerade mit diversen Revolten gescheiterten 68er eine frohe Botschaft: Das Ende des Kapitalismus stand also doch bevor, dass die Gründe dafür nicht aus  dem Marxismus sondern der tendenziell rechten Öko-Ecke kamen, war da kaum mehr als ein Schönheitsfehler.

Seit über 40 Jahren wissen wir also: Bald ist es mit den billigen Rohstoffen vorbei. Anfangs war noch viel von sparen und Einschränkungen die Rede, doch dann kam der Boom der erneuerbaren Energien und uns wurde versprochen, dass wir es weiter warm haben könnten und mit Autos durch die Gegend fahren könnten, wenn die Energie nur nachhaltig erzeugt werden würde: Milliarden flossen in den Ausbau von Wind- und Sonnenenergie, eine neue, hochsubventionierte Industrie entstand. Eine der wichtigsten Rechtfertigungen für diese ungeheure Umverteilung von Geld war die drohende Knappheit von Öl und Gas. Und dann das: Durch neue Fördermethoden konnten weitere Gas- und Öl-Lagerstätten erschlossen werden. Die USA erleben eine Reindustrialisierung, die Internationale Energieagentur prophezeite gar eine Wende   in  der Weltpolitik: Die Öl-Förderstaaten rund um den Persischen Golf würden an Bedeutung verlieren,  die USA, China aber auch zahlreiche andere Ländern, stünden neue Ressourcen zur Verfügung. Die Preise für Gas und Öl könnten dauerhaft sinken. Das Ende der Angst zeichnete sich ab.

Für die Öko-Bewegung und die an ihr hängenden hochsubventionierten Industrien war das natürlich keine gute Nachricht: Billige Energie, keine Sorgen vor Knappheit – das wäre das Ende ihres vor allem auf Angst beruhenden Geschäftsmodells.

Wir groß muss in diesen Kreisen gestern die Freude gewesen sein, als die Energy Watch Group eine Studie vorstellte, dass es trotz der neuen Fördermethoden bald zu Ende wäre mit Gas, Kohle und Öl, wie unter andere die Frankfurter Rundschau meldete:

Die Experten erwarten, dass das Fördermaximum für alle fossilen Energien zusammengenommen bereits vor 2020 eintreten wird. Die Expertengruppe ist ein internationales Netzwerk von Wissenschaftlern und Parlamentariern, die unter anderem durch die Ludwig-Bölkow-Stiftung unterstützt wird.

OK, wer ist die „Energy Watch Group“?  Werfen wir nur einen Blick auf Wikipedia:

Die Energy Watch Group (Abkürzung: EWG) ist ein internationales Netzwerk von Wissenschaftlern und Parlamentariern zur Untersuchung der Verfügbarkeit und Verknappung fossiler und atomarer Energieressourcen und für die Untersuchung der Ausbaumöglichkeiten erneuerbarer Energiequellen.

Die Gruppe wurde vom deutschen Grünen-Parlamentarier Hans-Josef Fell gegründet.

Träger des Projektes ist die Ludwig-Bölkow-Stiftung.[1] Das Projekt wird von den Lobbyorganisationen EUROSOLAR und dem Weltrat für Erneuerbare Energien (WCRE) unterstützt.

Was also wissenschaftlich daher kommt, ist nicht mehr als eine Lobby-Organisation, getragen von Grünen-Politikern und Subventionsschnorrern. Es geht für sie um viel: Subventionen und politische Macht – beides gibt es nur, wenn es Angst vor Knappheit gibt. Keine Knappheit, keine Angst, kein Geld, keine Macht.

Eine Studie von Energy Watch ist ungefähr so glaubhaft, wie die alten Studien der Bergbaulobby, dass ohne deutsche Kohle die Lichter ausgehen. Die Studie ist ein Signal: Für die Öko-Lobbyisten hat die Mutter aller Schlachten begonnen. Ich dreh schon mal die Heizung höher….

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63 Kommentare zu “Die Mutter aller Schlachten der Öko-Panikmacher

  • #1
    Frank

    Berlin meldet -15°C. Weiße Ostern so gut wie sicher. Ich weiß schon: Die Älteren unter uns sagen jetzt, „wir haben auch früher schon Ostereier im Schnee gesucht.“ Stimmt, aber noch nie hatten wir einen durchgängig tiefgefrosteten März.

    @Stefan: „Mutter aller Schlachten“ passt. Mojib Latif hat gestern im Dradio das erste Rückzugsgefecht durchgezogen. Angesprochen auf seine früheren Horrogemälde vom Kölner Dom unter Wasser meinte er:
    „Das habe nicht ich gesagt, sondern die Medien.“ Außerdem habe jedermann schon voriges Jahr in Nature nachlesen können, dass er jetzt von einer Klimawandelpause ausgehe…
    Quelle: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/2050814/

    Und so weiter. Der ganze Klimaschwindel war offenbar nichts anderes als ein gigantischer Businessplan für Steuererhöhungen und Fördergelder.

  • #2
  • #3
    Andreas Lichte

    @ Stefan Laurin

    führt Ostwind zu einer Hypothermie des zentralen Nervensystems ?

    (oder haben die Ruhrbarone jetzt Gazprom als Sponsor, und ich weiss es noch nicht? Die Welt: „… haben das Papier für das Forschungsinstitut Vniigaz des Gazprom-Konzerns erarbeitet, eine Adresse, die von Lobbyinteressen sicher nicht gänzlich freizusprechen ist“)

  • #4
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Andreas: Gazprom und Russland gehören zu den großen Verlierern durch die neuen Gas und Ölvorkommen. Und als Händler des CO2 armen Gases könnten sie von dem Öko-Hype profitieren: Gerade die Grünen wünschen sich Gaskraftwerke als Alternative zur Kohle.

  • #5
  • #6
    Thorsten Stumm

    Also, warum eine Welt deren Leben auf der Fotosynthese beruht jemals die Kohlenwasserstoffe ausgehen sollen, habe ich nie verstanden….aber um eine Baum zu umarmen braucht man ja auch nix von Biologie verstehen…

  • #7
    TuxDerPinguin

    So viel Text nur um zu sagen, dass man kritisch zu dem Inhalt der Studie stehen sollte, da sie aus wirtschaftlichen Interessen verzerrt sein könnte?
    Und im gleichen Text dann von einer reindustrialisierung der USA zu sprechen dank Fracking?

  • #8
    Karsten

    @Stefan: Ich finde es echt krass, was du für einen unwissenschaftlichen Müll verbreitest. Das Großkapital und alle Ewiggestrigen werden sich freuen über deine Sicht der Dinge, naja, wenn sie es denn überhaupt wahrnehmen. Du unterschlägst unzählige Sachverhalte bei deiner – nennen wir es mal – Argumentation.
    Alle seriösen Wissenschaftler*innen bestätigen, dass es einen vom Menschen mitverursachten Klimawandel gibt (du hast Recht, einige wenige stehen auch Ökos nahe). Die restlichen Studien, die dies leugnen, werden samt von der Großindustrie bezahlt oder sind von Verschwörungstheoretiker*innen. Zu welchem von beidem zählst du dich eigentlich? 😛
    Die Erneuerbaren Energien werden subventioniert, ja. Aber Kohle, Gas und Atom wurden und werden teilweise noch viel stärker subventioniert. Es wäre möglich innerhalb von nicht einmal 20 Jahren vollkommen auf Erneuerbare umzusteigen, das wäre die größte industrielle Revolution, die es jemals gab, es würde Unmengen von Arbeitsplätzen schaffen und eben unabhängig vom Iran, Russland und afrikanischen Diktaturen (da kommt z.B. das Uran her) machen. Es gibt jedoch einige, die das verhindern wollen. Natürlich die Energieindustrie, konservative, neoliberale und ewiggestrige Politiker*innen und eben Verschwörungstheoretiker*innen.
    Du hast zwar vielleicht Recht, dass die Gasvorkommen noch lange anhalten könnten, aber zu welchem Preis? Wir vergiften mit Chemikalien (die übrigens die Unternehmen nicht nennen müssen und wollen) unser Trinkwasser. Möchtest du Chemie trinken?
    Außerdem stieg durch Kohle und – im geringeren Maße – auch durch Gas der CO2-Ausstoß, wodurch sich das Klima weiter extremisiert. (Obwohl der CO2-Ausstoß weltweit sinken sollte, steigt er unaufhörlich an.) Auch der lange Winter könnte teilweise auf den Klimawandel zurückzuführen sein. Denn du scheinst nicht verstanden zu haben, dass der Klimawandel nicht alles einfach nur heißer macht. Er verstärkt Wetterextreme, also wird es im Winter auch mal extrem kalt. Aber auch das wäre alles zu verkraften, wenn der Klimawandel in anderen Teilen der Welt nicht schon verheerende Folgen hätte. Es mehren sich Dürren (wodurch viele zehntausend Menschen verhungern), Überflutungen, die Menschen töten oder obdachlos machen, Hurricanes, die ganze Städte verwüsten u.s.w. u.s.f. Es sterben viele Menschen in Entwicklungsländern, weil die Länder des Nordens die Luft verpesten. Ist dir egal, dass diese Menschen sterben?

    Stefan, versuche doch endlich wieder von Dingen zu schreiben, die du verstehst und fantastisch machst. Schreibe gegen Nazis, gegen Homöopathie-Spinner*innen, gegen Antiziganismus, für den Straßenstrich und und und. Aber bitte überlasse den Klimawandel bitte den Expert*innen (womit ich jetzt bestimmt nicht mich meine).

  • #9
    Thorsten Stumm

    @Laurin
    Geht es nur mir so, aber wenn ich mir die Kommentare hier so anschaue sind die Ökös sowas von vorhersehbar…. und dafür das wir nie wieder strenge Winter in Deutschland haben sollten, ist verdammt kalt draussen….

  • #10
    Jochen Hoff

    Ach ja der Herr Laurin mal wieder. Putin wird sich über ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse freuen. Da braucht er doch die ganzen Soldaten nicht mehr, die die zukünftig eisfreie Nordküste verteidigen sollen, weil es den Klimawandel ja nicht gibt. Dumm nur das die Schiffe dort im Sommer trotz der Erkenntnisse des Herrn Laurin dort fahren.

    Übrigens die Ölhoffungen des Herr Laurin und seiner Hintermänner beruhen im wesentlichen darauf, dass man das Öl in der Arktis ausbeuten will, was aber technisch nur bei einem fortschreitenden Klimawandel möglich ist.

    Aber alles gar keine Gefahr. Herr Laurin hat Öl und der Strom kommt bei ihm aus der Steckdose. Alles bleibt gut. Ich lach mich schlapp.

  • #11
    Nansy

    Irgendwie traurig, aber auch lustig: wäre der Winter (was er ja nun nicht ist) zu warm, wäre das natürlich ein Anzeichen für die Klimaerwärmung!
    Er ist diesmal aber streng kalt – was natürlich selbstverständlich auch ein Zeichen für die Klimaerwärmung ist.
    Irgendwie fügt sich das Wetter politisch korrekt in die vorherrschende „wissenschaftliche“ Richtung ein – oder ist es umgekehrt? Das hat schon was religiöses an sich – eine Wahrheit, ein Glaube, alles andere ist falsch…. 😉

  • #12
    Klaus Lohmann

    @#8 | Karsten:
    Es gibt keinen ernstzunehmenden Wissenschaftler, der in diesem März von „extremer Kälte“ schwallert, also gibt es auch kein „Extrem-Phänomen“ – außer natürlich die Statistiker- und Medien-Wichsvorlage mit dem „war noch nie im März so kalt“-Spässken.

    Natürlich kann ein kalter Winter auf Klimawandel-Auswirkungen zurückführbar sein, dafür ist das Klima ja seit Erdgeburt da. Also dafür, dass es in den Dogmen-Hinterköpfen nicht langweilig wird mit ewig dem gleichen Wetter und natürlich den ewig gleich langweiligen Vorhersagen und damit Frust im Büro wg. mangelndem Gesprächsstoff. Und den dann fehlenden Horrorstories über Klimakatastrophen, was dann wiederum Deinen Wissenshorizont schrumpfen lässt.

  • #13
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Klaus: Karsten arbeitet bei den Grünen – er wird dafür bezahlt, so zu reden wie er redet.

  • #14
    Karsten

    @Stefan: Eine sehr qualifizierte Replik deinerseits. Aber Spaß beiseite, ich würde mich ernsthaft freuen, wenn du dich an deinen eigenen Maßstäben messen würdest. Du machst dich richtigerweise über Homöopathie-Spinner*innen lustig, aber leugnest oder verharmlost selbst den Klimawandel. Durch Homöopathie sterben leider Menschen, ich schätze mal ein paar hundert im Jahr. Durch den vom Menschen mitverursachten Klimawandel aber heute schon zehntausende. Sind dir die Menschen völlig egal, nur damit du etwas gegen den „Mainstream“ sagen kannst?

  • #15
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Karsten: Ich halte es da eher mit Ulli Kulke:
    http://donnerunddoria.welt.de/2013/03/11/co2-ausstos-und-temperaturverlauf-immer-starker-entkoppelt/
    Mir ist bei dem ganzen Ökokram zu viel autoritäres Gedankengut drin. Ist ja kein Wunder – es kommt aus der autoritären Ecke und die ganze Ideologie operiert mit Ängsten.

  • #16
    Andreas Lichte

    @ Karsten #14

    meinst du, es ist sinnvoll, mit Stefan Laurin & Co. über „Klimawandel“ zu diskutieren? Stefan Laurins „Induktion“ erinnert mich an:

    „Der Mann, der das Huhn tagtäglich gefüttert hat, dreht ihm zu guter Letzt das Genick um und beweist damit, daß es für das Huhn nützlicher gewesen wäre, wenn es sich etwas subtilere Meinungen über die Gleichförmigkeit der Natur gebildet hätte.“

    Bertrand Russell, „Probleme der Philosophie“

  • #17
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Andreas Lichte @Karsten: Wie gut dass wir weltweit viel günstiges Gas mit wenig CO2 zur Verfügung stehen haben – wir können das Geld das wir den Ökoschnorrern geben für Soziales und Bildung ausgeben und haben trotzdem warme Wohnungen 🙂

  • #18
  • #19
    Klaus Lohmann

    #14 | Karsten: Wenn Du weiter auf Deine angeblich seriösen „Experten“ pochst, dann würde ich das mit dem „Leugnen des Klimawandels“ aber tunlichst lassen. Denn *diese* waren es, die in der ersten Phase der Aufmerksamkeits-Schaffung den Klimawandel zugunsten von „Klimakatastrophen“ geleugnet hatten.

  • #20
    Karsten

    @Stefan: Uh, einer, der mal links war, ist zum Rechts-Konservativen geworden, irgendwie kommt mir das bekannt vor 😛
    Auch die Seiten, auf denen seine Sachen erscheinen, die konservative Welt und die rechts-konservative Achse des Guten.

    Also können wir festhalten, dir sind die ganzen Toten egal, für die wir in den Industrieländern verantwortlich sind!

    Wer heute noch den Klimawandel leugnet, verhält sich etwa wie die katholische Kirche, die über lange Zeit leugnete, dass die Erde keine Scheibe ist. Aber die katholische Kirche hat in diesem Punkt schon dazugelernt. Also ist sie progressiver als Du? Das kann doch nicht sein. Und jetzt stellen sich sogenannte Klimarebellen hin und wollen gegen den „Mainstream“ vorgehen. Der von Menschen gemachte Klimawandel existiert, die Erde ist keine Scheibe, Frauen werden nicht vom Küssen schwanger und Esoterik ist keine Wissenschaft!
    Aber, du scheinst wohl ein Ewiggestriger bleiben zu wollen. Echt traurig.

  • #21
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Karsten: Ich war immer antiautoritär. Und das hat sich nie geändert. Und erspar Dir den Kram mit „Ewiggestriger“ sonst bist Du hier schneller draussen als Du eine Sojawurst essen kannst….

  • #22
    Nansy

    @Stefan: die Klimapaniker können ganz schnell sehr böse werden, wenn man ihrer Religion nicht freiwillig beitreten will….

  • #23
    Karsten

    @Stefan: Jetzt drohst du mir auch noch. Die verhöhnst mit deiner Leugung des Klimawandels zehntausende Tote und ich darf dich nicht Ewiggestrig nennen? Nimm doch endlich mal wahr, dass die Polarkappen schmelzen, dass es immer mehr Dürren weltweit gibt, immer mehr Überschwemmungen, immer mehr Waldbrände. Das, was sich bisher in Deutschland ändert, kann uns doch völlig egal sein. Ob es hier 1 Grad wärmer wird oder kälter, ändert nichts an unserer Lebensqualität. Aber die Menschen in Entwicklungsländern sterben schon heute, aufgrund unserer Politik der letzten Jahrzehnte, der du ja sehr anzuhängen scheinst. Das ist eine sehr ernste Tatsache, die mich wütend macht. Was sollen wir denn tun? Wir können doch nur versuchen, die Politik zu ändern und zu mahnen und du willst, dass alles genauso weitergeht, wie früher.

  • #24
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Karsten: Das mit den Dürren ist in den letzten 60 Jahren nicht schlimmer geworden:
    http://www.nature.com/nature/journal/v491/n7424/full/nature11575.html
    Und die Menschen in den Entwicklungsländern – vor allem in Afrika – geht es immer besser:
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/boom-regionen-warum-afrika-viel-besser-ist-als-sein-ruf-a-776485.html
    Aber hey, dass müssen ja alles Opfer sein – der große, weiße Öko-Mann mit der Sojawurst ist natürlich schlauer….

  • #25
    Klaus Lohmann

    @#23 | Karsten: Die Grünen sind doch mit ihrem Abnicken des Afghanistan-Einsatzes mit am Untergang des Weltfriedens und der Selbstzerstörung der Menschheit schuld. Und am Verschwinden von Lassie und der Baghwans. Außerdem riechen sie nach Stevia-Gärresten und pupsen feucht.

    Du merkst evt., es geht sogar mit *noch* mehr Vorurteilen als Du sie hast.

  • #26
    Jochen Hoff

    #20 Karsten du siehst das falsch. Herr Laurin war nie Links. Kennst du den Wetterhahn auf dem Kirchturm. Der hat auch immer die passende, angepasste Stellung.

    Als Herr Laurin hier das Leistungsschutzrecht von irgendsoeinem FDP Knülich loben ließ, antwortete er mir, das er ja vom Journalismus lebe. Ich glaube eher dass er davon lebt die richtige Propaganda zu verbreiten.

    Deshalb kann er ja auch nicht zu Themen schreiben von denen er etwas versteht. Er hat seine Aufgabe und bei dem von dir vorgeschlagenen Modus, bliebe ja auch nicht viel übrig.

  • #27
  • #28
    Karsten

    @Stefan: Du klammerst dich auch an jeden Strohhalm. Betrachten wir mal zwei Szenarien:
    1. Der Klimawandel existiert: Wir tun alles dafür, um ihn zu bekämpfen, mit Erneuerbaren Ernergien. Was geschieht: Es enstehen weltweit Millionen von Arbeitsplätzen. Alle Staaten werden unabhängiger von autokratischen Staaten, wie dem Iran und Saudi-Arabien. Hunderttausende Menschen müssen nicht sterben oder Millionen obdachlos werden. Die Entwicklungsländer können, aufgrund ihrer Autonomie, nicht mehr so stark von den Industriestaaten ausgebeutet werden. Und zusätzlich sinken für alle mittelfristig die Ernergiepreise (da Kohle und Gas schon knapper werden nur vielleicht nicht so schnell).
    2. Der Klimawandel existiert nicht (rein hypothetisch): Wir fördern trotzdem die Erneuerbaren. Was geschieht: Die Arbeitsplätze entstehen trotzdem, die Unabhängigkeit von Autokratien kommt auch. Die Entwicklungsländer werden auch autonomer und die Energiepreise sinken auch noch (da Sonne und Wind eben noch Millarden von Jahren existieren). Der einzige Unterschied wäre, dass weiterhin genauso viele Menschen an Dürren und ähnlichem sterben.
    Also, selbst wenn der Klimawandel nicht existieren sollte (auch wenn über 90 Prozent der Wissenschaft das Gegenteil behauptet), hätten wir nur Vorteile. Die ganze Welt sogar.

  • #29
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Karsten: Im Moment entstehen durch den Gas-Boom in den USA Arbeitsplätze und in Deutschland ist die Solarindustrie gegen die Wand gefahren. Und Staaten müssen nicht unabhängiger werden – schau Dir mal an welche Partei sich am stärksten für die Autarkie Deutschlands eingesetzt hat – sondern am besten eng miteinander verflochten sein, Handel treiben und sich austauschen. Das ist der beste Garant für Frieden und wir Wohlstand.

  • #30
    Tom B.

    Was der Autor vergisst: Selbst mit den neuen Fördermethoden für Öl und Gas sind diese eine endliche Ressource. Es verzögert sich nur der Zeitpunkt ihres Endes.

  • #31
    Karsten

    @Stefan: D.h. du willst weiterhin Öl aus dem Iran und Saudi-Arabien beziehen? Schön, dass du diese islamistischen Diktaturen stärken möchtest. Natürlich sind Interdependenzen zwischen Staaten wichtig. Aber der sogenannte freie Welthandel nützt immer dem Stärkeren. Der größte Profiteur ist dabei Deutschland. Und ich habe nie von der Autarkie Deutschlands gesprochen, sondern von der Unabhängigkeit von Diktaturen. Die größten Proviteure könnten die Entwicklungsländer werden, denn sie könnten die klassische industrielle Revolution auslassen und direkt zu einer grünen industriellen Revolution kommen, die die Menschen nicht in den Zechen und Fabriken ausbeutet. Wir sollten ihnen dafür nur endlich die Technologie zur Verfügung stellen.

  • #32
    Andreas Lichte

    @ Stefan Laurin #29

    „– schau Dir mal an welche Partei sich am stärksten für die Autarkie Deutschlands eingesetzt hat –“

    mal abgesehen davon, dass in dieser „Diskussion“ nur noch eins fehlte – der Hitler-Vergleich –, hatte das „Dritte Reich“ zwar das politische Ziel „Autarkie“, konnte sie aber zu keinem Zeitpunkt erreichen

  • #33
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Andreas Lichte: Das mit dem Generalplan Ost hat ja auch nicht geklappt. Und an dieser Stelle vielen Dank an Eisenhower, Schukow und Monty 🙂

  • #34
    rtq

    @ Karsten
    Ich glaube den Klimakatastrophenpredigern nicht mehr, seit ich die Ergebnisse der Eiskernbohrung von 2003 gesehen habe. Danach gab es auch schon vor hunderttausenden Jahren große Schwankungen des Klimas und des CO2-Gehalts der Luft. Wer war daran Schuld? Die Steinzeitmenschen mit ihren Lagerfeuern?

    Und wo wir gerade bei Eiskernbohrungen waren, hier ein Zitat aus einer Pressemitteilung vom 28.02.2013 des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung: „Der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre ist während des Übergangs von der letzten Kalt- zur Warmzeit vor 20.000 bis 10.000 Jahren „gleichzeitig“ mit der antarktischen Temperatur angestiegen.“
    Quelle: http://www.awi.de/de/aktuelles_und_presse/pressemitteilungen/detail/item/ice_cores_show_simultaneous_changes_of_co2_and_antarctic_temperature_during_the_last_deglacial_warmi/?cHash=611982cab19a4d94bbed7e1131e651ab
    Und biddeschön, wer war da Schuld?

    Für mich handeln die Klimajünger und die Grünen mittlerweile nach dem Motto: Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

  • #35
    Andreas Lichte

    @ Stefan Laurin #33

    bei den Alliierten kannst du dich gerne bedanken, denn die beendeten den Eroberungskrieg Deutschlands, der als wichtiges Ziel hatte:

    den Zugang zu Bodenschätzen – wie Erdöl – zu erlangen …

    (das sagt dir natürlich nichts, wenn es um die Zukunft geht, warum auch …)

  • #36
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Andreas Lichte: Sag ich ja – Autarkie im Energiebereich und bei den Lebensmitteln – die Ukraine sollte zur Kornkammer des Reichs werden, Millionen Ukrainer verhungern – das war der Generalplan Ost: Autarkie in den Bereichen Lebensmittel und Energie.

  • #37
    rtq

    @ Karsten
    Ach, noch eines, Karsten. Gibt es eigentlich irgendeine belastbare Quelle für die zehntausenden Toten der Klimakatastrophe? Oder hat da mal wieder jemand großzügig die Fakten durcheinandergeworfen, wie letztens Herr Trittin bei der Atomkatastrophe in Japan?

  • #38
  • #39
    Klaus

    Karsten, wie kommt es eigentlich, dass Verfechter des katastrophalen Klimawandels, so wie du, so gerne lügen? Zwei der Lügen mal rausgenommen:

    1) Die Polkappen schmelzen? Quatsch. Während in der Arktis die Eismassen zurückgehen, nehmen seit Jahrzehnten die Eismassen in der Antarktis zu. Siehe die Grafik der Uni Illinois UC: http://arctic.atmos.uiuc.edu/cryosphere/IMAGES/seaice.anomaly.antarctic.png . Letztes Jahr wurde der Rekord für die größte gemessene Eisfläche in der Antarktis gebrochen.

    2) Hurrikane nehmen zu? Quatsch mit Soße. Sollte das tatsächlich der Fall sein, sind die Änderungen so gering, dass wir die Änderungen erst in mehr als hundert Jahren beweisen können. Solange sollten also Leute, die von mehr zukünftigen Hurrikanen ausgehen, dies als Vermutung darstellen und nicht unehrlicherweise als Tatsache verkaufen. Hinzu kommt, es gibt gar keine Trends bei Hurrikanen (wenn überhaupt nehmen die eher ganz leicht ab). Schaut man in die Fachliteratur, z.B. in www.nhc.noaa.gov/pdf/NormalizedHurricane2008.pdf , dann entpuppen sich solche Behauptungen, wie von Dir Karsten, als Schaumschlägerei.

    Und dann wundert man sich über Klimaskeptiker? Wenn man Leute dauernd belügt braucht man sich über Gegenwind nicht wundern.

  • #40
    also ...

    Besonders gut ist immer gegen Putin und Gazprom zu schreien. Da muss man auch nichts von verstehen, noch nicht was zu gelesen haben. Das ist reine Gefühlssache. Der fiese Putin und ein russischer Großkonzern: wer nicht mit mir schreit ist bezahlt!

    RWE? Vattenfall? Schaffendes Kapital!

  • #41
    Frank

    Ich hab mir diese Kommentarseite jetzt mal als PDF gesichert. Mehr Beweis als hier geht nicht:

    1. Eine sich wissenschaftlich gebende, aber in Wahrheit ideologisch, wenn nicht religiös aufgeladene Community geht augenblicklich unter die Decke, wenn jemand sagt, dass es draußen kalt ist und deshalb den Behauptungen der Klimalobby kritisch gegenübersteht.

    2. Es ist typische, deutsche Verbohrtheit, die Fakten überhaupt nicht zur Kenntnis nimmt, wenn sie dem eigenen Glauben widersprechen. Mojib Latif hat seine Zunft ad absurdum geführt. Ich lege „Klimawandel“ als Kriterium für meine Art zu reisen und zu heizen ab. Ich werde Auto fahren und zum billigsten Stromanbieter wechseln. Für mich ist Energie nur noch hinsichtlich Versorgungssicherheit und Preis strategisch zu betrachten, aber nicht mehr hinsichtlich Klima.

    3. Niemand muss sich „Gazprom“-Lobbyismus vorwerfen lassen, solange wir alle dazu verdonnert sind, Zwangssubventionen für Windräder und Fotovoltaikanlagen zu berappen. Das ist so als würde mir ein GEZ Eintreiber Vorwürfe machen, wenn ich mal RTL gucke.

  • #42
    Frantic

    @ Frank #41

    Sollen jetzt alle deine Homepage sichern, um zu dokumentieren, daß du Werbung für die „Wahlalternative 2013“ machst?

    http://www.publikative.org/2013/03/19/afd-professorenpartei-als-rechtspopulistische-sammelbewegung/

    „… Hinter der Sammelbewegung gegen den Euro stehen unter anderem Aktivisten aus einem breiten verschwörungsideologischen, rechtsliberalen und kulturrassistischen Spektrum …“

  • #43
    Arnold Voß

    Interessant, dass hier keiner bezweifelt das der Nordpol abschmilzt, aber es auch keiner erklären will. Das gleiche gilt übrigens für die Gletscher in allen wichtigen Hochgebirgen dieser Erde. Wie ist es also möglich das wesentliche Eismasssen dieser Erde kontinuierlich schmelzen und hier trotzdem die Erderwärmung, d.h. die langsame aber kontinuierliche Steigerung der Durchschnittstemperatur der Erde bestritten wird? Oder glaubt hier Jemand, dass das großflächige Eisschmelzen temperaturunabhängig ist?

  • #44
    Walter Stach

    Einige Kommentare veranlassen mich, zum zweiten Male hier bei den Ruhrbaronen aus der ZEIT zu zitieren:
    DIE ZEIT, 22.11.2012, Nr.48. S.17 ff DOSSIER;
    Überschrift: „Die Klimakrieger“
    Unterzeile: „Wie von der Industrie bezahlte PR-Manger der Welt seit Jahren einreden, die Ederwärmung finde nicht statt.Chronologie einer organiserten Lüge“
    Von Anita Blaberg und Kerstin Kohlenberg.

    In dem dreiseitigen Dossier sind „in rot“ folgende Sätze/Zitate herausgehoben:

    „Wir sollten die Klimawissenschaftler treten, solange sie am Boden liegen. Sie haben es verdient, öffentlich ausgepeitscht zu werden“.

    „Wir müssen der Debatte den Kopf abschneiden, die populärsten Fürsprecher beseitigen, dann beseitigen wir auch das Problem“.

    „Tatsächlich ist die Population der Eisbären fünfmal sogroß wie vor 4o oder 5o Jahren“.

    „Der einzige Ort, an dem ei angebliche Klimakatastrophe stattfindet, ist die virtuelle Welt der Computer-modelle, nicht die reale Welt“.

    „Unser Ziel ist es, die schlechte staatliche Politik zu stoppen, die auf unbgeründeten und hyterischen wissenschaftlichen Behauptungen zur menschengemachten Erderewärumung beruht“.

    „Die zehn tödlichsten Flutkatastrophen der Welt ereigneten sich alle vor 1976“.

    „Das erinnert an den Hexenglauben im Mittelalter, als wir Hexen für das Wetter verantwortlich machten“.

    „Aus Kohle gewonnene Energie ist einer der großten Erlöser der Menschheit in der Geschichte des Planeten“.

    Und noch ein Zitat aus dem Artikel, der sich auch mit einem der aktivsten Lobbysten auf Seiten der „Klimakrieger“ befaßt:
    -S.1 a.a.O.,Spalte 3-

    „Marc Morano ist das wohl aggressivste Mitglied einer gut bezahlten Söldnergruppe. Er steht im Zentrum eines Kampfes, für den sich in den vergangenen Jahren in den USA mehr als drei Dutzend Lobbyorganisationen gründeten. Ein Kampf, der mit Zahlungen von mehreren Hundert Millionen Dollar befeuert wurde.Der Kampf gegen die internationale Klimaforschung“.

    Ein Kampf der Lobbysten, der augenscheinlich auch in Deutschland erste Erfolge zeigt, in der öffentlichen Diskussion und mit ersten erkennbaren Asuwirkungen auf politisch Verantwortliche im Bund und in den Ländern „….Energiewende zurücknehmen;mehr Kohle statt erneubare Energien……….; „Industriestandort Deutschland ist in Gefahr…………..“.

  • #45
    Klaus

    @43

    Sie gehen davon aus, dass eine globale Temperaturerhöhung bestritten würde. Wer konkret bestreitet das denn? Die Erhöhung der globalen Temperatur und den Treibhauseffekt bestätigen ihnen auch die Masse der Klimaskeptiker. Was bestritten wird, ist im wesentlichen:
    – die Höhe des menschlichen Anteils an der Erwärmung,
    – der Anteil des CO2 am durch Menschen verursachten Teil (da gibt es nämlich noch Ruß, urbane Hitzeinseln, Temperaturerhöhungen durch landwirtschaftlichen Anbau etc.)
    – die Prognosen über Rückkopplungseffekte (der Treibhauseffekt alleine würde niemals bis 2100 zu 2 Grad Erwärmung führen), die Klimaskeptiker als zu alarmistisch ansehen.

    Sie gehen davon aus, Temperaturerhöhungen wären der Grund für das Schmelzen des Nordpols. Die Temperatur ist lediglich einer von vielen Gründen für die Schmelze. Da spielt viel anderes eine Rolle. Besonders wichtig sind u.a.:
    – die Albedo der Eisflächen, die sich vor allem durch Ruß in der Luft erhöht hat,
    – lokale Wetterereignisse (das Rekordtief letztes Jahr wurde durch einen Sturm ausgelöst)
    – Eissperren (in machen Jahren verkeilt sich Eis in der Baffin Bay, in manchen nicht, was überwiegend von den jeweiligen Windverhältnissen abhängt)
    – der Niederschlagsmenge (Regen und Schnee)

    Sie gehen davon aus, Gletscher in allen Hochgebirgen würden schmelzen. Das ist auch nicht richtig. Im Pamir und im Transarktischen Gebirgen wachsen die Gletscher. Ebenso schmelzen in Teilen der Anden und im Himalaja so manche Gletscher nicht, auch dort wachsen Gletscher. Im übrigen hängt das Schmelzen der Gletscher auch nur zu Teilen von der Temperatur ab. Auch hier spielt die Albedo eine Rolle. Noch wichtiger ist aber ganz simpel die Niederschlagsmenge (bei Gletscher vornehmlich die Schneemenge) und die Zahl der Sonnenstunden, beides eine Frage der Bewölkung, die häufig von langen (Jahrzehnte bis Jahrtausende) natürlichen Schwankungen beeinflusst werden. Im übrigen schmelzen die meisten Gletscher nicht kontinuierlich, wie von ihnen angenommen, sondern selbst über Jahrzehnte schmelzende Gletscher machen auch mal eine Stopp oder wachsen für ein paar Jahre zwischendurch mal wieder.

  • #46
    Klaus Lohmann

    @#43 | Arnold Voß: Kann mich da nur meinem Vornamensvetter anschließen: noch wichtiger als die – je nach Jahreszeit schwankende – Temperatur ist für die Gletscherbildung und -erhaltung die verfügbare Niederschlagsmenge, möglichst als Schnee. Es gibt z.B. im nördlichen Alaska wunderbare, kalte Areale, wo „Gletscherbabys“ supi gedeihen könnten, aber wo dies der fehlende Niederschlag verhindert.

    Grade das richtige Wissen um Gletscher, ihre Entstehung und ihre Metamorphosen sollte es einem Normalintelligenzler eigentlich unmöglich machen, das Märchen vom Gletscherschwund wg. globaler Temperaturerhöhung zu glauben.

    (Ich darf das sagen, weil ich grad als Lektor an einer geplanten Veröffentlichung eines Gletscher-Experten arbeite;-))

  • #47
    Klaus

    @44

    Was glauben sie eigentlich beweisen zu können, wenn sie die schlimmsten Zitaten der einen Seite aufschreiben? Glauben sie alle anderen denken auch so? Glauben sie die andere Seite wäre besser? Soll ich ihnen Zitate bringen, in denen Klimaalarmisten Skeptiker beschimpfen und schlimmer als Nazis beschrieben werden oder in denen zum Mord an „Klimaleugnern“ aufgerufen wird? Oder soll ich ihnen die dümmsten Prognosen aufschreiben, wie die von Prof. Latif, der 2000 sagte: „Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben“. Von solchen Aussagen gibt es Dutzende weitere. Oder soll ich ihnen von wirklich schlimmen Lobbyisten berichten, z.B. von Greenpeace wie sie Falschinformationen in IPCC-Berichte eingeschmuggelt hat. Oder von Klimaaktivisten die nicht genehmen Klimawissenschaftlern eindringen oder Dokumente von vermeintlichen Gegnern fälschen wie (Pr. Gleick)?

    Davon mal abgesehen, sehe ich bei einigen Zitaten auch nicht mal ansatzweise ein Problem. Die Eisbärenpopulationen haben bspw. tatsächlich gewaltig zugenommen.

    Und die angeblichen hunderte Millionen Dollar PR-Geld verblassen, sofern die Zahl überhaupt stimmt, im Vergleich zu den Mittel der Umweltlobby. Alleine der Jahresetat von Greenpeace liegt mal locker bei über 350 Millionen Dollar.

  • #48
    Walter Stach

    -47-Klaus,
    bitte sorgfältig lesen:

    Bis auf meine Schlußbemerkung habe ich ausschließlich aus der ZEIT zitiert.

    Und die wiederum hat das von mir Zitierte „in rot“besonders herausgestellt.
    Ein Satz der Unterzeile in der Überschrift dieses Dossiers in der ZEIT lautete, wie ebenfalls von mir zitiert:

    „Chronologie einer organisierten Lüge“.

    Dagegen bzw. gegen das gesamte ZEIT-Dossier hat es mit den Mitteln des Presserechtes keinen Protest gegeben, keine Gegendarstellung, schon gar nicht das Einleiten irgend welcher rechtlicher Schritte gegen die ZEIT.

    Für mich gibt es nicht den geringsten Anlaß, die Feststellung in der ZEIT von der „Chronologie einer organisierten Lüge“ einschließlich aller anderen Aussagen in dem betr.Text in Frage zu stellen. Ihr Beitrag hat daran nichts geändert; ganz im Gegenteil.

  • #49
    Arnold Voß

    @ Klaus # 45 Klaus Lohmann # 46

    „Sie gehen davon aus, dass eine globale Temperaturerhöhung bestritten würde. Wer konkret bestreitet das denn?“

    Der Autor dieses Artikels, meine Freund und Ruhrbaron Stefan Laurin, stellt einen Stop der globalen Temperaturerhöhung fest, bzw. weisst der auf Wissenschaftler hin die das tun und spricht sogar von Wissenschaftlern die eine mögliche neue Eiszeit ankündigen und die meisten Kommentatoren haben dem hier fröhlich beigepflichtet.

    Dazu müssen sich allerdings die Eismassen der Erde insgesamt ausdehnen, was sie meines Wissens nicht tun, egal wieviel verschiedene Ursachen hier für die Gletscherbildung, bzw. Rückbildung außerhalb der Temperatur noch genannt werden.Korrekt sind es allerdings nicht mehr und nicht weniger als mikro- bis mesoklimatische Phänomeme die eben keine langfristigen globale Tendenzen abzusichern in der Lage sind.

    Oder gibt es Nachweise darüber dass sie die Eismassen insgesamt auf dieser Erde die letzten 30 Jahr ausgedehnt haben? Auf der Nordhalbkugel ist meines Wissens genau das Gegenteil passiert.

  • #50
    Klaus Lohmann

    @#49 | Arnold: Ich sehe nicht, dass ich Deinen Mutmaßungen oder Stefans Mutmaßungen irgendwie „fröhlich beigepflichtet“ hätte. Ich habe ein paar Aussagen anhand der aktuellen Berichterstattung relativiert, ein paar „Kann“-Optionen hinzugefügt und auf die öffentliche Nichtbeachtung der Erkenntnisse über Gletscherentstehung hingewiesen.

    Nochmal: Der Klima-Komplex erfordert ein derart umfangreiches, interdisziplinäres Wissen, dass sich hier Niemand aufspielen kann, er hätte die „Wahrheit“ gepachtet. Auf jede These der einen Fraktion erfolgt reflexartig die Antithese der Gegenfraktion und das Klima – Verzeihung, Herr Doll;-) – lacht sich einfach nur den Arsch ab.

  • #51
    Mario Herrmann

    Schon erstaunlich, dass die Ruhrbarone, die sonst so gern das Fähnlein der Rationalität und Wissenschaftlichkeit hochhalten (Bandbreite- Verschwörungstheorien, Homöopathie etc.), in Sachen Klimaschutz einen Unsinn verbreiten, den heutzutage nicht mal mehr bezahlte Lobbyisten der Strommultis absondern.

  • #52
    Freidenker

    Agitprop wirkt, wie man an den Kommentaren erkennen kann. Das Einbeziehen aller in eine unsichtbare Bedrohung ist der eigentliche Trick. Und er funktioniert immer. Sei es der Klimawandel, die Globalisierung oder der Feinstaub. Hinzu noch eine Portion schlechtes Gewissen, vermengt mit irrationalen Ängsten und schon hat man was man will: eine Bevölkerung, die blind vor Angst und bedrückt durch ihr vermeintlich schlechtes Gewissen jedem Stöckchen der Ökologisten bereitwillig hinterher rennt. Aber die Glaubensfreiheit gilt ja mittlerweile auch für Ökoreligiöse.

    Ich bewundere dein Durchhaltevermögen, Stefan!

  • #53
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Freidenker: Die Polemik der Kommentare und das Ignorieren des eigentlichen Inhaltes des Artikels – dass die Energy Watch Group nicht mehr als eine Lobby-Organisation ist, zeigt doch eine gewisse Schwäche. 🙂

  • #54
    Arnold Voß

    @ Klaus Lohmann # 50

    Klaus, ich bin kein Klimaexperte, aber ich traue mir nach allem was ich gelesen habe zu, ein paar Fragen nach der Plausibilität zu stellen:

    Es ist für mich nicht plausibel eine neue mögliche Eiszeit zu propagieren, wenn man nicht gleichzeitig nachweisen kann, dass die Eismassen sich insgesamt ausdehnen.

    Es ist für mich auch nicht plausibel aus einem überdurchschnittlich langen Winter auf eine Umkehr der Erderwärmung, ja nur auf ihren dauerhaften Stillstand zu schließen.

    Ich habe nichts dagegen wenn wissenschaftliche Minderheitenpositionen zur Diskussion gestellt werden. Ganz im Gegenteil. Dass die Kritik daran aber als verbohrte grüne Ideologie diffamiert wird ist schlichtester Lobbyismus.

    Die Politik sollte zwar wissenschaftliche Minderheitenpositionen diskutieren, und dafür schafft Stefan Laurin in seiner gewohnt provozierenden Art hier auch die Gelegenheit. Aber Politik kann sich nicht an diesen Minderheitenpositionen ausrichten wenn sie mehrheitsfähig werden bzw. bleiben will.

    Auch im Privatleben würde kein einziger Wähler bei wichtigen Fragen dem Rat einer kleiner Minderheit folgen. Das führt natürlich zu einer gewissen Verbohrtheit derer, die sich dadurch im Recht , bzw. sich ideologisch bestätigt fühlen. Aber es ändert nichts an der Tatsache, dass Laien aus gutem Grunde der Mehrheit der Fachleute eher Glauben schenken.

  • #55
    Arnold Voß

    @ Freidenker #52

    Nette psychologische Erklärung. Aber Temperaturen kann man messen. Ebenso das Sinken oder Steigen des Meeresspiegels. Klar kann man bei alledem tricksen. Aber es gibt Wahrscheinlichkeiten, Tendenzen und Prognosen aus denen heraus Bedrohungen relativ plausibel eingeschätzt werden. Nicht mehr und nicht weniger.

    Das machen sie doch auch in ihrem Privatleben. Oder haben sie schon länger auf Blindflug geschaltet? Oder auf Schicksal? Ich schätze sie aber als einen eher rational denkenden Menschen ein, der in der Lage ist Angstmache von realer Bedrohung zu unterscheiden. Dass das viele nicht können ist richtig.

    Aber viele können das, Freidenker. Die lassen sich kein Stöckchen vorhalten und kommen bezüglich der Klimaveränderung trotzdem zu einer begründeten Einschätzung von realen Bedrohungen, ja sie sind sogar bereit entsprechende Vorkehrungen zu treffen.

    Ihr wesentlicher Fehler, um nicht zu sagen ihrer eigene ideologische Borniertheit liegt darin, diese Menschen mit den über einen Kamm zu scheren, die sich von ihren Ängsten und damit von Demagogen leiten lassen. Das ist aber immer schon ihr Hauptproblem, Freidenker: Sie schütten das Kind zu gerne mit dem Bade aus.

  • #56
    Nansy

    vielleicht kann das die Diskussion wieder ein bißchen in Gang bringen 😉

    http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/0001324

  • #57
    Klaus Lohmann

    @Arnold: Es war selbst für Klimaforscher auch viele Jahrzehnte lang nicht plausibel, wie lokale, pazifische Meeresströmungen das Wetter z.B. in Europa beeinflussen konnten. Mit ausreichender Datenmenge geht das heute, aber nur in einer Art Approximation ohne echte Ursachen-Kenntnis.

    Das Problem ist wie so oft, dass Menschen in viel zu kurzen Zeitabständen denken, planen und handeln. Das betrifft natürlich auch die Vorhersage von Eiszeiten oder Dürreperioden. Das mit der neuen Eiszeit hatten wir ja schon mal in den 70ern und heute kann man halt spekulieren, ob die damaligen Prognosen langsam eintreten oder ob das immer noch zu kurz gedacht ist. Ich bin für die letztere Interpretation.

    Ich bin allerdings auch absoluter Gegner einer „mehrheitsfähigen“ Wissenschaft.

  • #58
    Klaus Lohmann

    @#56 | Nansy: Genau das, was ich schon schrieb;-) Allerdings unterliegt der Autor auch dort dem Fehler, kurzfristige Un-Phänomene nicht auch als solche zu kennzeichnen, denn der „überdurchschnittlich warme Januar“ ist angesichts der März-Werte keine Vergleichsbasis für andere Weltregionen.

  • #59
    Arnold Voß

    @ Klaus Lohman

    Wissenschaft kann sich natürlich nicht an Meinungsmehrheiten ausrichten. Aber es gibt eben auch Mehrheiten und Minderheiten in der Wissenschaft selbst, die über die Zeit sehr wohl wechseln können. Was also sollen Politiker tun? Garnichts, weil sich auch Wissenschaft ändert?

    Aprospos Plausibilität: Ich finde die Theorie vom kälter werdenen Golfstrom durch Nordpolschmelze eine sehr überzeugende Erklärung für den (europäischen) Widerspruch zwischen langfristiger Erderwärmung und kurfristig strengeren Wintern.

  • #60
    Walter Stach

    -52-Freidenker:

    „Agitprop“ in Sachen Klimawandel…………..?
    Schon nachdenkenswert, das dieses dann auch zu geltenden hat gegenüber der liberalen ZEIT -sh.mein Beitrag 44-, also gegenüber „freidenkenden“ Journalisten.

    59-Arnold:
    Ergänzend in Sachen „Mehrheitsaufassung“:

    Ich kann mit den „Klimakriegern“ , wie die ZEIT -a.a.O- sie benannt hat, relativ gelassen umgehen, solange weltweit eine überwälltigende Mehrheit der Wissenschaft (!!), der Politik, der Staaten, der Staatengemeinschaften, z.B. der EU, der UN, der Non-Profit-Organisationen nicht den geringsten Zweifel daran haben, daß wir mit einer wissenschaftlich belegten Erderwärumg leben, daß es eine weitere Erderwärumg geben wird, daß damit dramatischen Folgen für Mensch und Umwelt bereits jetzt einhergehen und zunehmend einhergehend werden , daß dafür menschliches Handeln/Unterlassen (mit-)verantwortlich ist und daß durch menschliches Handeln/Unterlassen dem entgegegn gewirkt kann.

    „Die größere Zahl“ der Wissenschaftler,der Politiker,der Staaten usw.ist für sich selbstverständlich allein kein Beleg für „Wahrheit“, sollte aber einer relativ kleinen Minderheit, die Gegenteiliges behauptet, Anlaß sein, ihre Auffassung besonders kritisch zu reflektieren.

  • #61
    Klaus Lohmann

    @#59 | Arnold Voß: Solange Niemand mit Gewissheit erklärt, dass die europäischen Winter wirklich nur *kurzfristig* kälter sein werden (allerdings hätte sich die Natur ja dann zeitlich mit den Klimawarnern prima verabredet), gibt es auch dabei nix Plausibles. Es ist – wie alles andere auch – nur *eine* Annahme mit nur einem Bruchteil möglicher Faktoren.

    Übrigens lässt sich der völlig unwissenschaftlich gewordene Status der Diskussion schön an einem SPON-Artikel von heute ablesen:
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/psychologie-was-die-klimawandelleugner-bewegt-a-891707.html

    Die unausgesprochene „Wahrheit“ als Basis des Artikels besteht bei diesem Autor ganz simpel in der Tatsache, dass alle Kritik an den vielen Klimawandel-durch-CO2-Thesen nur pure Verschwörungstheorie *ist*. Aber genau diese gelogene Gedankenwelt kann man schon mit dem ersten Satz kaputtmachen:

    „Die überwältigende Mehrheit der Klimaforscher ist sich einig, dass sich das Klima verändert und dass vom Menschen verursachte Kohlendioxidemissionen diesen Prozess beeinflussen“.

    – „überwältigende Mehrheit“: Da haben wir wieder die meinungsmachende Vielzahl versus konkrete Wissenschaft. War das eine Ankreuz-Umfrage in der BILD?
    – „ist sich einig“: Ja, so wie man sich einig ist, dass es nachts dunkel wird, oder? Naturgesetz-Anmaßung vom Feinsten…
    – „sich das Klima verändert“: Ach, also doch Naturgesetz, aber diesmal wenigstens wissenschaftlich belegt. Die Natur und damit auch das Klima ändern sich, hui…
    – „vom Menschen verursachte Kohlendioxidemissionen“: Eine Spekulation über Größenordnungen. Jeder Vulkanausbruch, jeder Waldbrand, jeder nicht vorhandene Messwert älter als 150 Jahre machen diese Spekulation zunichte.
    – „diesen Prozess beeinflussen“: Inwieweit? Wie häufig? Ab wann? Ändert sich das Klima auch ohne diese angebliche Beeinflussung? Wie häufig? Inwieweit?

    All dieses Unscharfe, Spekulative, Selbstreferenzierende, was normalerweise Verschwörungstheorien auszeichnet, wird hier verwendet, um Kritik als unwahr und verschwörerisch zu diffamieren. Genau so, wie es eben nur Verschwörungstheoretiker tun.

    Ich persönlich halte mich an Wissenschaftler, die ganz konkret sagen: „Ich habe keinen blassen Schimmer, wie sich das Klima in 5 oder 10 Jahren uns Menschen gegenüber präsentiert.“ Das ist ehrlich und wissenschaftlich zugleich.

  • #62
    Arnold Voß

    @Klaus Lohmann

    Ich weiß das ich nichts weiß klingt ehrlich heißt aber doch in diesem Zusammenhang praktisch nichts anderes als : Macht weiter wie bisher oder auch nicht. Ist sowieso egal.

    Aus einer eher gläubigen Perspektive formuliert: Das Klima liegt in Gottes Hand. Auf der Erde gibt es dann zwei Glaubensrichtungen: Klimawandler und Klimawandelskeptiker. Eine solche Herangehensweise leugnet aber, dass es Wissenschaften und Wissenschaftler gibt die sich seit langer Zeit mit dem Klima und seinen möglichen Wandlungsformen beschäftigt und das dies sehr wohl zu Ergebnissen geführt hat.

    Das diese Ergebnisse nicht sicher sondern von unterschiedlicher Wahrscheinlichkeit und Aussagereichweite sind ist dabei völlig normal, bzw. auch in anderen Wissensbereichen üblich, bei denen gesellschaftlich nicht so vehement darüber gestritten wird. Auf jeden Fall ist es kein Grund, diese Aussagen grundsätzlich als ungültig zu bezeichnen.

    Ich halte mich deswegen auch nicht an Leute die zu keiner Aussage in der Lage sind. Was soll das bringen? Die Wahrheit? Eben nicht! Unwissenheit ist ein Zustand den man ändern kann. Sie ist nur insofern wahr, als das kein Wissen auch keine Aussage über die Zukunft erlaubt. Ich suche lieber nach Leuten die was wissen, und sei es auch nur ungefähr. Dann kann ich mir nämlich überhaupt ein eigenes Urteil erlauben.

    Das Klimaproblem ist zu riskant, als das man sich mit dem Glauben zufrieden geben sollte.

  • #63
    Klaus Lohmann

    Arnold, die Aussage „Ich kann mangels ausreichender Daten und mit einem heute zu kurz und zu grob arbeitenden Klimamodell *nicht* definieren, was in 10 Jahren ist“ ist weder *keine* Aussage noch Unwissenheit, aber sie ist natürlich für Politiker, die das Serviert-Bekommen statt Selberwissen gelernt haben, alles andere als zielsetzend und meinungsbildend.

    Viele Menschen wollen halt in der großen Dunkelheit des Unwissens die Halbgötter-Aussagen, die ihnen die eine oder andere flache Handlungsanweisung oktroyieren.

    In dem Zusammenhang auch ganz nett:
    http://www.wiwo.de/finanzen/immobilien/investitionen-haeufig-unwirtschaftlich-politik-treibt-hausbesitzer-in-energiesparwahn/7980498.html

    Angstmacherei und moralischer Zwang zur energie-effizienten Sanierung mittels gefakter Kosten- und Ressourcen-Argumenten – und Lügen über Dämmung zur Sanierung der Dämmstoffindustrie – ist so ziemlich das Dümmste, was man mit Bürgern, die per se schon mit der Politik im Glaubwürdigkeits-Clinch liegen, machen kann, um echtes Umweltbewusstsein zu erzeugen.

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