Die SPD Hessen wünscht allen Juden ein frohes Jom Kippur…


… mit einem Bild einer Stätte, in der Juden unerwünscht sind.

Die SPD Hessen hat auf ihrer Facebookseite einen Jom Kippur Gruß an alle Jüdinnen und Juden veröffentlicht.
Der Felsendom steht zwar auf dem für Juden heiligen Tempelberg in Jerusalem, nur handelt es sich bei besagtem Felsendom um ein muslimisches Heiligtum, in dessen Nähe Juden unerwünscht sind.
Da es in der Vergangenheit immer wieder zu Ausschreitungen kam, wenn Juden dort beten wollten, ist ein solches Bild für einen Gruß zum höchsten jüdischen Feiertag denkbar unangebracht.

War der zuständige Social Media Praktikant nachlässig und hat das erst beste Share Pic genommen, das man zu Al Qu… äh Jerusalem auf google finden konnte?
War es Absicht?
War es ein Versehen?
Will man es eigentlich wirklich wissen?

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12 Kommentare

  1. #1 | der, der auszog sagt am 5. Oktober 2022 um 09:21 Uhr

    In Deutschland hat halt nix wirklich mit dem Islam zu tun. Weder die Ermordung des Transmanns Malte t. aus Marl durch einen durchgeknallten muslimischen Teschetschenen (taz, WDR) noch die gewalttätigen staatlichen Übergriffe auf die protestierenden Frauen im Mullahstaat Iran (Annalena B., Grüne) und jetzt selbst die muslimische Al-Aksa Moschee in Jerusalem (SPD)

    Wenn sich Deutschland schon nicht selbst abschafft, dann zumindest den gewalttätigen Islam…

  2. #2 | der, der auszog sagt am 5. Oktober 2022 um 09:32 Uhr

    Felsendom, nicht al Aqusa, sorry

  3. #3 | thomas weigle sagt am 5. Oktober 2022 um 11:26 Uhr

    Gut gemeint ist von gut gemacht in diesem Falle so weit entfernt wie Wiesbaden. von Jerusalem.

  4. #4 | Angelika, die usw. sagt am 5. Oktober 2022 um 11:34 Uhr

    Inzwischen wurde auf Twitter reagiert, mit einem thread:

    https://twitter.com/hessenSPD/status/1577556449097572353

  5. #5 | Christoph Gehring sagt am 5. Oktober 2022 um 16:35 Uhr

    Ich will nicht rumjammern, weil ich ja nun derjenige bin, der am Ende die Verantwortung für das, was meine Pressestelle macht, trage. Irgendwie wäre es aber fair, liebe Ruhrbarone, lieber John Smith, wenn Sie die Geschichte so aktualisieren würden, dass Ihre Leser:innen auch erfahren, dass ich für den Fehler um Entschuldigung gebeten habe. Natürlich steht es jeder und jedem, der/die von dem Post provoziert, beleidigt oder gar verletzt war, frei, diese Bitte auszuschlagen. Aber wir können die Sache nicht ungeschehen machen, wir können nur daraus lernen – in diesem Fall eben auf die harte Tour.
    Trotz allem beste Grüße aus Wiesbaden – Ihr CG

  6. #6 | nussknacker56 sagt am 5. Oktober 2022 um 19:50 Uhr

    #6

    Herr Gehring, Sie schreiben: „Schimpf und Schande sollen sich allein an mich richten.“ Sie haben gerade den wenig beneidenswerten Job, zu retten, was zu retten ist. Sie sind vielleicht in Ihrer Funktion als Pressesprecher, aber ziemlich sicher nicht persönlich dafür verantwortlich. Das Problem ist ein ganz anderes. Fehler können überall passieren, doch wenn dies bei einer Partei der Fall ist, deren Jugendorganisation sich mit der Fatah-Jugend verbrüdert, dem Ableger einer „gemäßigten“ Terrororganisation, dann sieht die Sache halt anders aus. Dazu kommt, dass gerade die SPD wie keine andere demokratische Partei (die Linke zähle ich nicht dazu) jede Menge prominenter „Israelkritiker“ und Palästinenser-Versteher in ihren Reihen hat. Muss ich Sie an die jüngste skandalöse Einladung von deren Anführer, dem Chefhetzer M.Abbas erinnern? Wer solche Gestalten einlädt und dann auf deren vulgäre Ausbrüche nicht augenblicklich reagiert, der hat aus meiner Sicht jegliches Vertrauen verloren.

    Das Bild mit dem Felsendom ist kein Fehler, sondern ein nur ein kleiner trauriger Zustandsbericht der SPD – letztlich kaum der Rede wert.

  7. #7 | der, der auszog sagt am 5. Oktober 2022 um 22:00 Uhr

    „Das Bild mit dem Felsendom ist kein Fehler, sondern ein nur ein kleiner trauriger Zustandsbericht der SPD – letztlich kaum der Rede wert.“

    Bei soviel Redewert kann man schon fast froh sein, dass Jürgen ‚Antisemit‘ Möllemann schon lange tot ist; wohl möglich würden Thomas Kemmerich und seine FDP Freunde in Thüringen auf noch dümmere Gedanken kommen, also sich von der AfD zum MP wählen zu lassen oder die eine oder andere Corona-QuerdenkerDemo zu besuchen…

    @Christoph Gehring
    Ich finde deine Entschuldigung ok. Fehler passieren immer mal, siehe #1 und #2 😉

  8. #8 | SvG sagt am 6. Oktober 2022 um 11:03 Uhr

    @8, der, der auszog:“@Christoph Gehring Ich finde deine Entschuldigung ok. Fehler passieren immer mal…“
    Sehe ich anders: Wäre der gleiche „Fehler“ anläßlich des Zuckerfestes begangenworden, z.B. mit dem Photo des Petersdoms oder einer Synagoge, hätte es eine Aufschrei queer durch alle Parteien und Medien gegeben. Natürlich begleitet von ADF/ZRD-extra und spezial.Margot Käßmann würde auf Knieen in die Kölner al-aksa-Moschee humpeln, um dort mit den Salafisten zu beten. Und FWS würde sich unterwürfigst nicht nur für seine Partei, sondern direkt füs ganze Volk entschuldigen.

  9. #9 | der, der auszog sagt am 6. Oktober 2022 um 12:49 Uhr

    @SvG (#9)
    Was ich sagen wollte: 1. Christoph Gehring hat sich unmittelbar nach Erkennen dieses Faux Pas entschuldigt auf eine sehr demütige Art und Weise. Das sollte man ihm zugute halten. Andere Politiker brauchen oft Tage um ihre Fehler zu erkennen und eiern dann erst mal rum. Siehe Olaf Scholz in der Causa Abbas. 2. Die Grußbotschaft aus Hessen zeigt vielmehr, wie wenig man in Deutschland über jüdische Baudenkmäler und damit über die jüdische Kultur weiß. Die Kritik von Nussknacker in #7 an Scholz oder der SPD Jugendorganisation halte ich durchaus für berechtigt, aber nicht dazu geeignet sie der Hessen SPD unter die Nase zu reiben. Das darf man aber gerne anders sehen.

    Ich habe Möllemann aus der Kiste geholt und die Kurve zu Kemmerich geschlagen, weil ich mir einbilde zu wissen, wer sich hinter dem Nicknamen Nussknacker verbirgt, ohne dazu weiter ins Detail gehen zu wollen. Möllemann ist vom Zentralrat der Juden als „Antisemit“ bezeichnet worden und seine Nähe zu palästinensischen (Untergrund-)Organisationen halte ich für wesentlich bedenklicher, als die Sympathiebekundungen einiger durchgeknallter SPD Jungspunte. Wie haben wir mit 15 oder 17 Jahren politisch getickt?

    Derzeit ist es die SPD, die ein wenig Nachhilfe in Sachen Judentum benötigt, ein anderes Mal war es die FDP, die einem die Haare raufen ließ. Das hat mit der Parteizugehörigkeit nicht viel zu tun. Und weil wir schon mal in Hessen sind, ein paar Bemerkungen zur CDU. Die Hessen CDU hat im Zusammenhang mit der CDU Spendenaffaire um Ex Kanzler Helmut Kohl eine Schlüsselrolle gespielt. Kohl stellte damals sein „Ehrenwort“ über das Gesetz und sagte nichts. Stattdessen ließ er über Manfred Kanther, Horst Weyrauch, Sayn-Wittgenstein u.a. aus der Hessen CDU das Gerücht in die Welt streuen, bei den Spendengeldern handele es sich um jüdische Vermächtnisse…

    Jede Partei dreht mal am Rad…

    —-

    Und was den Einwand mit dem islamische Zuckerfest angeht: Solange ein „Fehler“ nicht gemacht wurde, werde ich über diesen Fehler nicht nachdenken, da er nicht existiert aber durchaus in der Lage ist, Menschen in Misskredit zu bringen.

  10. #10 | paule t. sagt am 6. Oktober 2022 um 16:28 Uhr

    @ #9 | SvG, Zitat:
    „Wäre der gleiche „Fehler“ anläßlich des Zuckerfestes begangenworden, z.B. mit dem Photo des Petersdoms oder einer Synagoge, hätte es eine Aufschrei queer durch alle Parteien und Medien gegeben. Natürlich begleitet von ADF/ZRD-extra und spezial.Margot Käßmann würde auf Knieen in die Kölner al-aksa-Moschee humpeln, um dort mit den Salafisten zu beten. Und FWS würde sich unterwürfigst nicht nur für seine Partei, sondern direkt füs ganze Volk entschuldigen.“

    Hui, einen Whataboutism im Konjunktiv mit einer Kette von Fantasien über eine ausgedachte Demütigung des „ganzen Volkes“ und dazu einer wohl als herabsetzend gemeinten Falschbezeichnung in so wenigen Zeilen unterzubringen, ist schon die hohe Kunst unredlicher Argumentation.

    Die stärkere Wertung dieses Kunststücks überlasse ich mal den Lesern, sonst müssen Sie, nachdem Sie diese Tirade abgelassen haben, doch glatt wieder meine Äußerungsweise als „Hetzen“ bezeichnen.

    —————————————–

    @ Thema:

    Sehr dummer, peinlicher Fehler; notwendige Entschuldigung zügig, unmissverständlich und ohne Rumeiern erfolgt; Sache sollte erledigt sein.

  11. #11 | nussknacker56 sagt am 6. Oktober 2022 um 19:59 Uhr

    #10

    Werter „der, der auszog“, ich wusste gar nicht, dass Sie sich auch mit Spekulationen beschäftigen. 😉
    Zu Ihrer Vermutung gibt es nur zu sagen, dass ich kein politisches Amt bekleide und bin auch nicht einer entsprechenden Organisation aktiv bin. Wahrscheinlich würden wir uns beide gemeinsam ausschütten vor Lachen, wenn Sie mir Ihre „Details“ verraten und wir diese mit der banalen Realität vergleichen.

  12. #12 | der, der auszog sagt am 7. Oktober 2022 um 14:51 Uhr

    @ Nussknacker56 (#13)

    Menschen, die mich zum Nachdenken bringen, machen – wenn dies mit einer gewissen Regelmäßigkeit passiert – mit der Zeit neugierig, besonders wenn hin und wieder auch noch eine Portion Humor mitschwingt. Vielleicht kommt das nicht immer so rüber, weil ich mich oft genau dann melde, wenn ich meine, widersprechen zu müssen. Aber den Weitaus größten Teil Ihrer Kommentare kann ich ohne ‚wenn und aber‘ unterschreiben. Sie haben eine brillante Art sich auszudrücken und die Sachen auf den Punkt zu bringen, weshalb ich Ihnen auf jeden Fall zutraue in ihrem Leben politisch aktiv mitgemischt zu haben und/oder journalistisch tätig gewesen zu sein.
    Aber: Ob Sie nun der sind, für den ich Sie halte, oder ob ich da einer völlig falschen Fährte hinter laufe, wird sich wahrscheinlich kaum klären lassen. Muss es auch nicht, weil es in einem Diskussionsforum auf das ankommt, was die Leute zu einem Thema beizusteuern haben und weniger um persönliche Etikette oder den Inhalt des heimischen Bücherschranks

    ‚Meine Details‘ sind so gesehen absolut unspektakulär. Ich bin leidenschaftlicher Opa, der nur darauf wartet, dass seine Frau endlich in Rente geht, um nochmal gemeinsam die Welt auf den Kopf stellen zu können. Ansonsten pendel ich einmal in der Woche von Gelsenkirchen über Köln in den Rhein-Sieg Kreis und über Köln wieder zurück nach Gelsenkirchen und freu mich jedesmal wenn ich ins Ruhrgebiet komme, genauso wie ich mich freue, wenn ich da endlich wieder abhauen kann.

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