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Die SPD ist nicht einmal mehr in der Lage, eine Debatte um ihre Zukunft zu führen

Nils Heisterhagen Foto: Privat


Die Verachtung von Intellektuellen aus den eigenen Reihen ist einer der Gründe für den Niedergang der SPD. Mit mehr Willen zum lesen und nachdenken hätte die Partei eine größere Chance gehabt, aus der Krise zu kommen.

Am 14. Mai 2017 trat das Siechtum der SPD in eine neue Phase: An diesem Tag SPD wurde die SPD in Nordrhein-Westfalen aus der Regierung gewählt. Dass Rot-Grün keine Mehrheit mehr haben würde, war schon Monate vorher klar, dass aber die CDU stärkste Partei werden und mit der FDP regieren würde, war eine Überraschung. Zumindest mit einer großen Koalition unter der Führung der damaligen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hatten die Genossen gerechnet. Am Wahlabend hatten sie Nordrhein-Westfalen verloren, aber das war nicht alles: NRW war die dritte Landtagswahl in Folge, in der die SPD unter ihrem damals neuen Bundesvorsitzenden Martin Schulz verloren hatte. Spätestens am 14. Mai war klar, dass der Mann nicht die geringste Chance haben würde, Kanzler zu werden. Sein Restwahlkampf geriet zu einem Martyrium, das Spiegel-Autor Markus Feldenkirchen in seinem Buch „Die Schulz-Story“ eindrucksvoll beschrieb.

Mit 20,5 Prozent hielt Schulz seine Partei nur knapp über der 20 Prozent-Marke. Was damals als Katastrophe galt, wäre heute für die Sozis ein Traumergebnis. In aktuellen Umfragen liegt die Partei zurzeit zwischen 11,5 (INSA) und 14,5 (Allensbach) Prozent.

Die nun anstehenden Landtagswahlen in Brandenburg, Thüringen und Sachsen werden die SPD weiter schwächen. Ein neues Vorsitzendenteam wird die Partei erst nach den zu erwartenden Niederlagen wählen. Sie werden sie nicht zu verantworten und zu begründen haben.

Doch ein fulminanter Neustart ist nicht zu erwarten. Die Kandidaten und Kandidatinnen, die sich bislang beworben haben, haben nicht das Format, die Partei wie Oskar Lafontaine 1995 aus der Krise zu führen, als dieser auf einem Parteitag in Mannheim getragen von der Begeisterung der Basis den blassen Rudolf Scharping aus dem Amt fegte.

Und vollkommen unklar ist auch, was für eine Partei die Neuen führen sollen. Seit 2017 führte die SPD zwar Koalitions- und Personaldebatten, drückte sich aber um die Frage ihrer inhaltlichen Neupositionierung, gerade so, als ob nur die drei letzten Vorsitzenden Gabriel, Schulz und Nahles oder die Große Koalition die Verantwortung für den Niedergang tragen würden.

Die Frage, ob die SPD, die Funktionäre und Mitarbeiter der Partei, die auf Parteitagen und Kommissionen deren Kurs bestimmen, sich von den möglichen Wählern entfernt haben, wurde in der Partei entweder gar nicht oder aber so autistisch wie zuletzt bei SPDpur gestellt, die nicht verstanden hat, dass es darauf ankommt, über die Hinterzimmer hinaus mit Menschen in Kontakt zu treten. Inhaltlich und in ihrem Auftreten ist SPDpur so mager, konservativ und aus der Zeit gefallen, dass die kleine, rote Seilschaft der früher einmal Wichtigen kaum Wirkung entfalten wird.

Die SPD wird nicht umhin kommen, sich intellektuell mit ihrer Krise auseinanderzusetzen. Etwas, das einer Partei, die sich wie keine zweite in der deutschen Geschichte für Bildung und intellektuelle Offenheit einsetzte, eigentlich nicht schwerfallen sollte. Von Lasalle über  Karl Kautsky und Eduard Bernstein, Carlo Schmid und Peter Glotz war die SPD auch immer die Partei der Intellektuellen, die sich in den Dienst der Unterprivilegierten stellten und sich nicht in die Elfenbeintürme zurückzogen.

Sicher, die Zeiten, in denen ein Großteil der sich eher links verordnenden Intellektuellen der SPD zur Seite stand, sind lange vorbei. Auch das ist ein Teil der Auszehrung dieser Partei. Umso verwunderlicher, dass sie einem der wenigen verbliebenen Intellektuellen in ihrem Kreis so wenig Aufmerksamkeit schenkt.

Heisterhagens Bücher „Die liberale Illusion“ und „Das Streben nach Freiheit“ gehören zum Besten, was ein SPD-Mitglied in den vergangenen Jahrzehnten über die SPD geschrieben hat. Heisterhagen, ehemaliger Grundsatzreferent der SPD-Fraktion in Rheinland-Pfalz, kritisiert in ihnen den Zustand seiner Partei, ohne ihre Vergangenheit zu glorifizieren.

Er hat erkannt, was den Wählern der SPD wichtig ist: Sichere, gut bezahlte Jobs, Straßen, Schwimmbäder und Bahnhöfe, auf denen man keine Angst haben muss, lebenswerte Stadtteile mit bezahlbaren Wohnungen. Er hat erkannt, dass die SPD nicht die Partei der sozial Marginalisierten ist, die dauerhaft von HartzIV oder der Grundsicherung leben werden, sondern derjenigen, von denen die vernünftigen US-Demokraten sagen, dass  sie nach dem Vorsatz “Work hard and play by the rules” leben.  Hart arbeiten und sich an die Regeln halten – das tun sie am Band bei VW ebenso wie hinter der Theke der Bäckerei oder in der Entwicklungsabteilung eines IT-Startups. Es sind Menschen, die ihre Kinder am Freitag lieber in der Schule als auf Demonstrationen sehen, auch weil sie wissen, dass die Schulpflicht eher ein Recht ist, das hart erkämpft werden musste. Es sind Menschen, für die Autos vor allem dazu da sind, zur Arbeit zu kommen und sie in ihrem Alltag zu unterstützen, und die wissen, dass ihr Einkommen am wirtschaftlichen Erfolg des Landes hängt. Gerechtigkeit bedeutet für sie auch, mehr zu haben als diejenigen, die nicht arbeiten gehen. Ideen von Postwachstumsökonomie und bedingungslosem Grundeinkommen, wie sie in den Milieus der Grünen und öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten gedeihen, werden von ihnen ebenso abgelehnt wie die sozialistischen Pirouetten eines Kevin Kühnert oder die grünen Verbotsphantasien einer Svenja Schulze.

Heisterhagen hat aus der Niederlage der Demokraten gegen Trump den richtigen Schluss gezogen: Wenn Sozialdemokraten vergessen, wer ihre eigentliche Klientel sind, gehen sie unter. Hillary Clinton scheiterte mit ihrer Koalition, bestehend aus den unterschiedlichsten Minderheiten, gegen Trump. Und auch für die SPD könnte das Ende des Regenbogens bei zehn Prozent liegen. Das ist es, was Heisterhagen für die liberale Illusion hält. Dabei ist er frei von jener Verachtung für all die Minderheiten, die aus Schröders Spruch vom „Gedöns“ durchklang. So hält er Gesetze wie die Schwulenehe für eine gute Sache – nur er weiß auch, dass die SPD nicht wegen der Schwulenehe gewählt wird.

Höherer Mindestlohn, mehr Sozialwohnungen, längeres Arbeitslosengeld I, eine höhere Erbschaftssteuer, Investitionen in schnelles Internet, Offenheit für neue Technologien – Heisterhagen plädiert für eine klassische, sozialdemokratische Politik.

Es wäre eine Politik der Fokussierung auf der Kernklientel der SPD. Mit ihr könnte die Partei vielleicht sogar über 20 Prozent kommen. Es ist eine Politik, zu der die SPD längst nicht mehr in der Lage ist, es ist eine SPD für Menschen, die vielen SPD-Funktionären fremd geworden sind, deren alltägliche Probleme nicht mehr im Fokus vieler Sozialdemokraten ist, die gerne in einer so hippen Partei wie den Grünen wären. Wahrscheinlich grämen sich nicht wenige von ihnen darüber, vor Jahrzehnten aus einem gewissen Karriereopportunismus in die biedere SPD eingetreten zu sein. Eine Partei, die immer etwas spießig war, in der IG-Metall-Mitglieder, Ingenieure und aus diesen Milieus aufgestiegen Funktionäre den Ton angaben. Diese SPD war langweilig, aber der Kassierer, der damals noch die Mitgliedsbeiträge an der Haustür einsammelte, wusste sehr genau, welche Probleme die Menschen in ihren Städten und Vierteln hatten – und für welche Themen sie sich nicht interessierten.

In diesen Zeiten, als die SPD zwar nicht basisdemokratisch, aber nah an ihrer Basis war, hätte Heisterhagen mit seinen Ideen eine Chance gehabt. Aber in einer Zeit, in der sich die SPD und ihre Funktionäre sich vor allem um sich selbst und nicht um ihre Wähler kümmern, dringt er mit seinen Büchern nicht durch. Das ist nicht sein Problem, es ist das der SPD, die nicht einmal mehr in der Lage ist, eine Debatte um ihre Zukunft zu führen.

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40 Kommentare zu “Die SPD ist nicht einmal mehr in der Lage, eine Debatte um ihre Zukunft zu führen

  • #1
    Andreas Flenker

    „Der Weg zu der Weisheit führt durch den schrecklichen Abgrund der Zweifel.“

    Friedrich von Schiller

  • #2
  • #3
    Niklas Endler

    Deutschland und Preußen gehören getrennt. Die beiden haben nie zusammengepasst und werden auch nie zusammenpassen. Es sind die Preußen, die uns Deutsche immer wieder für ihren Nationalismus missbrauchen, das dürfen wir uns nicht gefallen lassen, auch, weil die Franzosen erst bei einer Deutsch-Preußischen Trennung Elsass-Lotgringen an Deutschland abtreten und die Russen alle Ostgebiete, die in den 2 Weltkriegen netto verlorengegangen sind (ohne die Gebiete, die in den Kriegen zeitweise von der Wehrmacht besetzt wurden) an Preußen zurückgeben und den Polen deren Ostgebiete (Ostgalizien, Wolhynien, westliches Belarus). Rumänien steht die Herza-Region zu und der Slowakei Transkarpatien.

  • #4
    Helmut Junge

    Als Martin Schulz Vorsitzender wurde, versprach er eine Programmdiskussion einzuleiten. Aber seine Genossen wollten nicht diskutieren. Personaldiskussionen schon, aber Programmdiskussionen? Bleibt sowieso keine Zeit für. Dabei sind Programmdiskussionen eigentlich genau das Kennzeichen einer demokratischen Partei.

  • #5
    Ke

    Immer der Herr Laurin mit seinen Analysen. Da trinkt man doch Champagner und freut sich, dass man dank der Priorität auf Genderthemen nicht mehr aufpassen muss, dass man das richtige Klo erwischt. 😉

  • #6
    Robert Müser

    @ 3

    Was hat dieser sehr krude Textbeitrag über Preußen und Deutsche mit der SPD zu tun ??? Auf die Erklärung wäre ich doch sehr gespannt …

  • #7
    Ke

    #4 h Junge
    "Ruft doch mal Martin" wollte inhaltsleer bleiben.
    So konnte jeder seine Hoffnungen in den Kandidaten projizieren.
    Das klappt bei den Grünen doch auch. Wenn es technisch nicht klappt, folgt ein "Jetzt geschieht ein Wunder". Vermutlich können die Vorsitzenden das auch alles glaubwürdig vertreten, weil ihnen offensichtlich Detailkenntnisse fehlen.

  • #8
    Emscher-Lippizianer

    Nun, im Jahre 1977 unterlag Friedhelm Farthmann seinem Gegenkandidaten Johannes Rau um den Parteivorsitz und indirekt dem Amt des Ministerpräsidenten von NRW. Der eine war ein Intellektueller mit ganz viel Bodenhaftung, der andere halt ein Karrieresozi ohne… Naja… Ohne ganz viel… Hier wurde die Weiche aus Opportunitätsgründen in Richtung Rot/Grüner-Khmer gestellt. Dieser "Erfolgskurs" endet jetzt hoffentlich auf dem Müllhaufen der Geschichte.

  • #9
    Mika

    Sehr, sehr treffender Artikel. Gegen die in der Politik heute praktizierte Fernstenliebe und den Lärm der diversen Randgruppen hätte eine klassische SPD etwas zu bieten. Früher wussten die, dass Bildung der Schlüssel zum Aufstieg ist und dass von nix auch nix kommt. Es stünde Ihnen gut zu Gesicht dafür zu sorgen, dass diese Grundsätze wieder stimmen. Daran hapert es in der Gesellschaft und symptomatisch auch und grade in der SPD. Die Gesellschaftsklempner mit bestenfalls Studium der Geschwätzwissenschaften sind das Problem.

    Hätte ich mir auch nicht träumen lassen, dass ich mir die Sozis noch mal zurückwünschen würde.

  • #10
    Eckhard Schönknecht

    Eine wunderbare Zusammenfassung und die wunderbare Arbeit des Herrn Heisterhagen. Aber:

    das alles ist vielleicht gut für 20% und keinen Millimeter mehr. Das war`s, Ende Gelände. Wer hier "im Sommer der Wahrheit" noch nicht begriffen hat, dass es um mehr geht, um die ganz großen Fragen, wer als Kritiker selbst Angst vor Neuwahlen 2020 hat, wird am Ende immer das Gleiche erleben: im Arbeitszeugnis steht: m/f/d + #SPD haben es versucht. Was das bedeutet ist klar, denn die aktuell aufgebotenen Bewerberduos lesen eben auch keine Bücher während sie "um die Wette twittern", eine glaubwürdige linke Erneuerung der SPD bis 2022 halte ich für ausgeschlossen.

    Kevin Künert hat dieses Jahr mit einem Wort den Tag der Arbeiterbewegung gerettet, weil das DGB Housing 4 all irgendwie nicht wirklich gezündet hat. Auch die ganzen Vorschläge von Nils Heisterhagen haben genau 0,0 von dem was es braucht. Es geht darum, dass nicht nur Grüne und AfD ein "Feuer im Herzen der Menschen entzünden". Das Wort Reform ist verbrannt und "gutes Regieren" noch mehr. Letztendlich bräuchte es heute einen Mindestlohn in Höhe des Spitzensteuereingangssatzes, wenn man noch mitkommen will in Sachen Wohnen, Leben, Mobilität und vor allem "Ausgleichszahlungen und Handlungen" bezüglich des eigenen "bösen, Klimaschädlichen" Lebens. Von Verständnis in Richtung Weltfrieden und allen möglichen hundert Geschlechtern ist hier noch lange nicht die Rede. Um es auf den absoluten Punkt zu bringen (und mich damit wohl sofort zu 200% zu disqualifizieren):

    Die beste Frage des Jahres 2019 wurde im Osten CDU-seitig gestellt und ist verdampft wie Wasser bei 100 Grad. Es ging hier "um die Versöhnung des Nationalen mit dem Sozialen". Beste Frage ever. Was praktisch die gesamte Linke inkl. CDU und Grüne und mehr (Oligopol?) machen ist das hier:

    Das transnationale, weltglobale ist alternativlos und sozial und real überleben kann man eigentlich nur als Mitspieler im System. Als Hippie unterwegs in Sport, Musik, Medien, Politik und mehr mit Tuben, Twittern und vor allem (herum-) Torkeln. Man sieht sich auf dem richtigen Weg und die Kleinen und Schwachen, die nicht mitkommen, werden _selbstverfreilich_ unterstützt, wo es nur geht. Wenn allerdings Probleme in Afrika gelöst werden müssen, können die ALPHA!-MFD-ler schon mal die eigenen Bürger zuhause vergessen. Tja, Pech aber auch: Shit happenz. Das ist das, was die letzten 20 Jahre passiert ist. Zu große Bandbreite = keine Lösung(en).

    "Kill the HNWI-Rich" wäre ein Ansatz für ein "Feuerchen im Herzen", aber von "Gestalten" die CUMCUM und CUMEX erst produzieren, dann jahrzehntelang laufen lassen und schlussendlich verjähren lassen, ist das nicht zu erwarten. Kleine Konzepte in vernünftig und tolerant sind die Zukunft, Yo!, wenn ich nur dran glauben könnte.

    Für mich ist als Schritt 1 die Zerstörung der Groko alternativlos, selbst wenn die SPD dann auf 6% zusammenfällt. Das gesamte Spitzenpersonal der letzten 15 Jahre muss neu verdrahtet werden. Schritt 2 ist eine Entschuldigung der SPD für etwas namens "Flirten mit dem Neoliberalismus". Fazit:

    Die #SPD ist eine Glaubensgemeinschaft, die vom rechten Weg abgekommen ist. Die Neuausrichtung wird schmerzhaft, blutig und vor allem langwierig sein. Jm2C.

  • #11
    Heiner Berens

    Nehmen Sie am Besten die Sicht aus der unabhängigen Schweiz. Die ist halbwegs objektiv. Der Chefedaktor der NZZ fasst das Problem der SPD einprägsam und zutreffend zusammen:

    Die deutschen Sozialdemokraten "lösen Probleme, die ausser ihnen niemand sieht und verachten ihre Wähler".

    (Quelle: https://www.nzz.ch/meinung/die-machtkartelle-sind-am-ende-in-deutschland-und-in-der-eu-ld.1485738 ).

  • #12
    Giuseppe Bottazzi

    Nachdem die akademisierten Großkümmerer und Fürallesmöglichebeauftragten der SPD die kleinen Probleme vor Ort, für die sie verantwortlich sind, nicht erkennen, anpacken und lösen wollen, wenden sie sich in ihrer Hybris den großen Problemen der Welt zu, für deren Lösung sie noch weniger kompetent, befugt oder beauftragt sind. Bequemerweise kann man mangels Verantwortung dann auch alles dem System, dem Kapitalismus, den Nazis, der EU oder sonstwem in die Schuhe schieben.

  • #13
    Michaela Lusru

    @#10 Eckhard Schönknecht 7. August 2019 um 11:00
    Bravo, Eckhard, volle Zustimmung, keine Alternative dazu – und nicht erst seit jetzt …
    Als Martin Schulz mit seiner äusserst verdächtigen Beredsamkeit zum Wahlkampf durch Deutschland tourte, verkündete er – egal was er gerade sagte – mit Körper und Geist immer nur eines:
    In der SPD wird nicht gedacht, nicht herumdiskutiert, sondern nur "gemacht", und zwar was er sagt.

    Damit war der endgültige Untergang der SPD besiegelt, sie hat damit den letzen "grossen alten" Besserwessi auf die Rennbahn zum Maleur geschickt und nicht begriffen, dass er eben kein Nicki Lauda war, ist, der in der Lage ist, danach dennoch ALLE Kräfte zu bündeln, womit anbinden (Schulz) nicht einbindendes Bündeln ist.

    Die Schulz-Marotte überstürzt zu schaffender "Vereinigten Staaten von Europa" eben ohne Europa und ohne einigende gleichwertige Daseinsweisen der zu "Vereinigenden", die die Anwendung gleicher (Staats)Regeln und damit demokratische Teilhabe der betroffenen Menschen überhaupt erst ermöglicht, schimmerte nicht nur durch bei Schulzens Wahlkampf, sondern turnte auf ihm herum wie eine Karnevalsmütze, die in 3 Richtungen Glöckchen klingeln lässt – statt dass er sozialdemokratische Visionen erst mal in Deutschland auf und zur Reife bringt.

    Sozialdemokratie ist weder Klientelpolitik für Bedürftige noch für Betuchte, weder für elitäre (nur)Funktionäre und erst recht nicht gegen fachliche Eliten ohne Funktionärsstall, auch nicht gegen andere demokratische Vorstellungen.
    Sozialdemokratie ist vor allem anderen DEMOKRATIE, lebendige (!) – und die gilt / ist von und für ALLE.
    Und wenn die SPD dies mal breit in allen Ebenen so sieht, hat sie erst den Blick frei für "das SOZIALE", wobei es nichts Sozialeres gibt, als die DEMOKRATIE. und wer das nit kann – weil nit übt in der eigenen Partei, der geht halt unter, wie beim Schwimmen: Nicht gelernt, nicht geübt, nicht in die Breite getragen, nur Kassierer- und Pöstchenpartei (aus der Sicht der Draufschauenden) – langsames Absinken in die Tiefe, wie mit sogenannten Führerparteien.

    Wer fehlende Begeisterungsfähigkeit in und über die SPD (und andere!) beklagt, der sollte sich erinnern, wie und wo soetwas entsteht: Nicht als "Follower", sondern nur im kritisch diskutierenden (selber)Machen, in der TeilHABE statt TeilNAHME.
    Und wie schafft man die?
    Das ist die einzige Frage, der sich die Rest-SPD evtl. noch widmen kann, wenn sie noch kann, Aus- und Abscheideritis und Auserwählteritis gehören nicht dazu, auch wenn da Altvordere laut schreiend aufbegehren.
    Und: Was bitte soll das VOLKS-Partei, bei jeder Gelegenheit wird das Völkische Volk eleminiert, geschmäht und gebasht, und wenn es um die (eigene) Macht geht, dann hätte man schon doch gerne viel viel VOLK ??
    Was für eine nutzlose kräftezehrende bogotte antikulturale Abseitsdiskussion.
    Wenn es genau dafür wieder ausreichend heftigen sozialdemokratisch orientierten gesellschaftlichen Bedarf gibt, wird sich das alles wieder einstellen, vorher wohl eher nicht.

  • #14
    Michaela Lusru

    #3 Niklas Endler 6. August 2019 um 17:25
    bei Ihnen lese ich
    >Deutschland und Preußen gehören getrennt. Die beiden haben nie zusammengepasst und werden auch nie zusammenpassen. Es sind die Preußen, die uns Deutsche immer wieder für ihren Nationalismus missbrauchen, das dürfen wir uns nicht gefallen lassen, auch, weil die Franzosen erst bei einer Deutsch-Preußischen Trennung Elsass-Lotgringen an Deutschland abtreten und die Russen alle Ostgebiete, die in den 2 Weltkriegen netto verlorengegangen sind (ohne die Gebiete, die in den Kriegen zeitweise von der Wehrmacht besetzt wurden) an Preußen zurückgeben und den Polen deren Ostgebiete (Ostgalizien, Wolhynien, westliches Belarus). Rumänien steht die Herza-Region zu und der Slowakei Transkarpatien.<
    Eigentlich wollte ich abwarten, ob da jemand was zu meint, doch offensichtlich "ging das einfach durch".
    Auch wenn ich es für unfassbar halte, dass im 21. Jhd in einer mitteleuropäischen Demokratie derartige nicht nur chauvinistische Verallgemeinerungen sondern vor allem gruppenbezogene Ressentiments und Diskriminierungen zur Aufwertung der vermeintlich eigenen Gruppe bestehen und ernsthaft artikuliert werden, ist nicht zu verhindern, das als offenen Rassismus zu entlarven: Gruppenbezogene Abwertungen und Diskriminierungen, das sind seit der Erkenntnis, dass es nie Menschenrassen gegeben hat und geben kann, DIE entscheidenden Kriterien für das, was wir heute RASSISMUS nennen.
    Eventuell, Niklas Endler, prüfen Sie Ihre seltsam verstaubten gesellschaftsspaltenden (und kriegsbefördernden) Ansichten noch einmal, und dann gleich noch mit, ob Sie und ein Preusse (eine Staatszugehörigkeit ohne ethnische Markung, die es heute eh nicht mehr gibt), nicht beiderseits DEUTSCHE sind, und ein Deutschland ohne den einst preussischen Teil eh kein Deutschland wäre, also Sie auch KEIN Deutscher mehr?
    Eventuell haben Sie hier etwas zu viel Unsinn, der nicht mal in sich schlüssig ist, hinterlegt?

    Das dürfte mit grosser Gewissheit keine Überlegung sein, die der (gesamt)deutschen SPD auch nur annähernd einen Schritt wieder auf ein Bein geschweige auf beide ermöglicht, im Gegenteil, in solchen (oft versteckt wirkenden) Denkweisen erklärt sich ein gehöriges Mass an Ursachen für den Untergangsprozess der SPD, die sich mancherorts noch immer (gerade jetzt in der Führer-Suche statt Führungssuche) für eine nordrheinwestfälische hält …

    Übrigens:
    Ihr NRW-Nationalismus eignet sich wenig dafür, den vermeintlich nur preussischen Nationalismus (der Vergangenheit) aus den Köpfen von Menschen zu entfernen, in voller Verkenntnis und Ignoranz der Tatsache, dass der sogenannte "preussische Nationalismus" stets ein GROSSDEUTSCHER war, da er anders nicht wirken konnte.
    Darüber hinaus empfiehlt sich auch der nationalen Volkspartei (neuen) SPD, deutlich zwischen national und dessen Pervertion nationalistisch zu unterscheiden, wie auch zwischen Volk und völkisch – sonst müsste sie freiwillig auf das viele Volk verzichten, das für eine Volkspartei unabdingbar erforderlich wäre.
    Wie Sie sehen, Herr Niklas Endler, es müssen keinesfalls "immer die Preussen" sein, die "uns Deutsche" für etwas missbrauchen, geputzte Brillengläser zeigen, wer noch …

  • #15
    Michaela Lusru

    @#11Heiner Berens 7. August 2019 um 18:15

    >Nehmen Sie am Besten die Sicht aus der unabhängigen Schweiz. Die ist halbwegs objektiv. Der Chefedaktor der NZZ fasst das Problem der SPD einprägsam und zutreffend zusammen:
    Die deutschen Sozialdemokraten "lösen Probleme, die ausser ihnen niemand sieht und verachten ihre Wähler".<

    Nun, nur zum Teil, und da auch oft, ohne das selber sich einzugestehen oder überhaupt als Gesamteindruck beim Wähler (und vielen Genossen) zu ahnen geschweige darüber zu reflektieren.

    Die heutigen Wahlen in zwei Bundesländern werden allerdings rauh zeigen:
    So lange die eigentlichen SPD-Totengräber, die Architekten von Harz4, nicht aus der ersten und zweiten Riege der SPD verschwinden, und zwar alle, solange kann man diese Patrtei wie eine alte Jacke in den Schuppen hängen für den Fall, dass dort mal noch was zum Überziehen benötigt wird oder anders: um sie nicht gleich weg zu schmeissen.

    Da hilft auch kein Tränenmbuket über die Herzschmerzen, die das angeblich einigen der gemeinten Leute verursacht, wenn sie an den (doch nur selbst verursachten) "Niedergang" dieser Partei (und der damit verbundenen direkten eigenen Geburtshilfe für die AfD dank Hartz4 etc.) denken und plötzlich das alles "aufhalten" möchten, indem sie auch noch selber SPD-Steuermann werden wollen …

  • #16
    Michaela Lusru

    Nachtrag zur Aufklärung, wie Wähler (noch nach der Wahl) belogen werden können:
    > Die deutschen Sozialdemokraten "lösen Probleme, die ausser ihnen niemand sieht und verachten ihre Wähler".< (NZZ, s.o.)
    Das sieht z.B. bei Herrn Schäfer-Gümbel, einem der derzeitigen SPD-Chefs, heute im TV zur Wahl in Sachsen befragt, so aus:
    Während der SPD-Wahlkampf in Sachsen (Dulig) eindeutig nur 7,5 % der Wähler aktivierte, nennt Schäfer-Gümbel das etwa so: "Es ist bedauerlich, dass das Wahlergebnis nicht dem lebensfrohen Wahlkampf des Herrn Dulig ENTSPRICHT – ?!?!?
    Dabei sieht jeder, dass es doch genau umgekehrt der Fakt ist:
    Der SPD-Wahlkampf entsprach nicht dem Wählerwillen!
    Herr Schäfer-Gümbel: Auch neues Volk wählen?
    So wird das wohl nie etwas mit VOLKspartei.

  • #17
    Michaela Lusru

    Hm, wie es nun inzwischen aussieht, wird sich wohl nach Gerd Schröder, Martin Schulz und etlichen anderen schon wieder einer eine Partei "unter den Nagel reissen", diesmal sogar als Derivat (!!) des Versuches einer "innerparteilichen Demokratie" (auch Rechtfertigungscollage), und offenbar erneut mangels ausreichender Charismatik und Entflammbarkeiten, gewissermassen "SPD lila" (auch: letzter Versuch).
    Genossen, die das so hinnehmen, haben wohl auch nix anderes verdient, auch wenn es schade ist um diese einst ruhmreiche Speerspitze deutscher Parteienlandschaft.
    Genau betrachtet müsste das dabei gar nicht so sein, da war doch tatsächlich noch was …, z.B. junge "interessierte Kreise", die allerdings auch sehr schnell ihre Interesse wieder vergessen könnten …

  • #18
    Michaela Lusru

    … und da haben sie den Salat, die ewigen Alleinbestimmerclubs in der SPD, die diese Partei dorthin brachten, wo sie nun ist, stets mit dem Gustus, damit patriotisch "für das Land" (s. a. Steinmeier – anstelle für SPD) der CDU kräftig unter die Arme zu greifen: von der Basis deutlich mit 8 % Punkten Vorsprung (!!!) abgewählt.
    Nun kommt das hier: Wer "A" sagt, muss auch "B" sagen, sonst: schlicht einfach alles from the beginning – neuer Vorsitz mangels sich nicht einstellenden Vertrauens.
    Das alles beflügelt (ja: Flügel …, im Sinne von mal fix laut flattern …) offenbar einige Putzhauer bei der Linken, die sich eigenartigerweise trotz geringer Bundesbedeutung selber schon wie Wahlgewinner mit entsprechendem "Siegeslächeln" der Anne Will und ihren Gästen gebärden, was den damit vorsichtig erlangten Vorteil des neuen SPD- Basisadels und damit die eigenen Chancen der Linken ganz fix wieder in die ewige Warteschleife zurück katapultieren könnte …

    Genau derartiges Gebaren wurde in dieser Wahl von der SPD- Basis gegenüber dem eigenen P(r)achtadel gerade abgewatscht, wieso, falls nötig, auch nicht gleich noch auch bei anderen?

    Wie gesagt, SPD dürfte nun sehr wohl wieder in die Lage kommen, die Debatte um ihre Zukunft zu führen und zu klären, falls nicht nur A sondern auch B gesagt wird (und gehört wird) und zwar nicht nur von der Basis sondern nun von deren "Demokratie", von DEREN (!!) Vertretern:
    … den Delegierten zum Parteitag,
    denn: die GroKo (CDU) ist keine Therapieeinrichtung für lädierte Koalitionspüarteien (AKK), das sollte doch nun im (auch SPD-) länderbestimmten Bundesrat von den Ministerpräsidenten, z.B. des SPD-Altadels, gut "geregelt" werden könnte …
    Aufgepasst SPD-Basis: nicht dass eure Wahlentscheidung nun im Bundesrat von euren eigenen SPD-MP`s leise und "unauffällig" zurück gerdreht wird – zugunsten des Landes (GroKo), statt zugunsten der Partei, und:
    Der Bundespräsident ist in solchen Dingen aus gutem Grund nicht schon wieder SPD-Chef !!

  • #19
    Michaela Lusru

    Wie das immer so kommt, wenn andere nach vorn kommen, als behäbig elitär überschauend gemeint, besser: gewünscht:
    Da bäumt sich alles auf, was in den (lau)warmen Windeln der Ämter sich um diese und solche sorgen muss, wird Psychodemokratie bemüht aus allen Rohren, von der personell unziemlichen und beleidigenden Beschädigung von Wahlsiegern bis hin zur "spezifischen" Auswahl von Gesprächspartnern z.B. bei Phoenix (alle Vertreter der gerade Verlierenden "gegen" 1x Nachwuchs, sogar mit dem einstigen Wahlkämpfer der SPD-Fürsten – und seinem befremdenden altklugen altvätelichen Gebaren – die das heutige Dilemma zu verantworten haben, wenn auch hier völlig vergebens).
    Statt gelassen und neugierig die Demokratie des Parteitages abzuwarten wird rundum auf allen Kanälen versucht, die Haut von Olaf (und genügend anderen, die die SPD über Jahre in die jetzige Misere führten) doch noch zu retten statt die der SPD …
    Wenn vieles derzeit heute (!) noch unklar ist zu diesem Parteitag – eines ist klar wie frische Gemüsebrühe:
    Der Ablauf wird in Ordnung Demokratie und Sache zelebrieren, etwas, das der SPD im jahrelangen Untergang mitnichten abgewöhnt wurde und schliesslich wieder die Klarheit bringen wird, die für ALLE nun erforderlich ist, völlig egal, welche das dann sein wird, weil es demokratisch erstrittener Wille sein wird.
    Und das kann man ohne weitere Seitengrätschen zum Erzwingen von bestimmten Meinungen bei den Delegierten vorab auch von den überschlauen vor allem öffentlich-rechtlichen Medien genau so erwarten, wie vom Kevin, vom Olaf oder diesem oder jenem Journalisten ….

  • #20
    Michaela Lusru

    Huch, da war er ja, DER Parteitag, der Tag der Partei – und der Demokratie.
    Alles korrekt gelaufen – bis auf Nichteinhaltung des geplanten Ziels:
    Nix ist mit Olaf, auch nicht mit Hartz4 (benannt nach einem verurteilten Korruptioner, der seiner Partei ein übergrosses Kuckucksei verpasste), auch der ewig rückwärts grinsende Ralph und der leider der tolle Mietenregelungsprotektant Michael nicht, ja nich teinmal No-GroKo, dafür aber der Kevin samt Hubertus (wegen des Gleichgewichtes und der beim Respektrenten benötigten Ministeranwesenheit) voll in die Leitungsmitte katapultiert, gleich neben NoWaBo und Saskia.
    Ansonsten soll nochmal einer sagen, die SPD ist nicht mal mehr in der Lage …
    Das ist sie (nun) sehr wohl, jedenfalls das.
    Ablauf wie vorhergesagt:
    Leidenschaft, Intelligenz und Disziplin verheiratet (offensichtlich auch ohne "Wahlberater")
    dank des "stillen" Lars und einiger "Denkmal auch an- Flüsterer…", so dass nur böswillige, missmutige, ranzige Neider oder "LeereFlaschenJournalisten" (sicher auch etliche immer noch nicht einsichtige OlafJournalisten) versuchen, unbedingt etwas zum Mäkeln und Beschädigen der Wahlsieger zu kreiren, nicht begreifend, dass hier auch die DEMOKRATIE der eigentliche Wahlsieger war – nur das bemerkten fast alle "renomierten" Berichterstatter und Kommentierenden bisher eh nicht, so dass sie immer weitermachen damit, einschliesslich ZDF, ARD, Phoenix (weniger die Privaten), mal mehr oder weniger offen, mal mit säuerlichem Blick oder Ton, mal verbal deutlich, als ob ihnen einer in IHRE Suppe gespuckt hätte.

    Es is völlig Wurscht, ob, wann und wie die GroKo zur No-Groko oder die schwarze Null zu Fall gebracht wird, was vor oder nach dem Parteitag von wem auch immer gesagt sei.
    Entscheidend ist, dass diese (!!) Delegierten IHREN Sozialstaat neu und verbindlich (!!) für ihr Parteileben formuliert haben, sich dabei weder gegenseitig in die Luft gesprengt, noch in der Person vergrifflich angegangen, noch angeblich "früher erfolgreichen" (?) Wahlberatern auf den Leim gekrochen sind – jetzt steht fest, wo der bekennende Rest dieser stolzen Partei wieder hin will, alle können es sehen, damit bekanntlich auch der Koalitionspartner, sowohl der jetzige wie eventuell künftige – und das war wichtig.
    Na bitte, geht doch,.
    Auch ohne die maingeströmten "führenden" Medienratschläger.
    Wowereit würde sagen: "Das ist auch gut so …"

    Alles andere ist heftige Arbeit, die noch immer vor der Partei liegt und nicht übereifrig bereits mit Parteitagende "abgerechnet" werden kann (um schon wieder Misskredit zu produzieren), und das jetzt sogar "ohne die Kontrolle über künftige Regierungsbildungen in D durch Starrhalsigkeit oder fehlendes taktisches UND Diplomatieverständnis leichtfertig zu verspielen …. – was für ein nur anscheinend toller Happen für die "sich eigentlich doch für regierungsbildend haltenden" grossen Medien, die so aussen vor bleiben müssen und sich so mit diesem fake-Köder zufrieden geben müssen in ihrer zu hinterfragenden Meinungsmacherei

  • #21
    Thomas Weigle

    Ein Programm ist ein Program, ist ein Progra, ist ein Progr. ist ein Prog, ist ein Pro, ist ein Pr, ist ein P, ist ein…..Jedenfall bei der SPD. Leider.

  • #22
    Michaela Lusru

    Ein Weigle ist ein Thomas, ein Weigl ist ein Thoma, ein Weig ist ein Thom, ein Wei ist ein Tho, ein We ist ein Th, ein W ist ein – Was?
    Ja, man kann eine superintelligente Programmatik, die nicht den Presslufthammer und und das sofort-hau-drauf-Prinzip zum geistigen Kern erhebt, natürlich verbal und geistlos anscheinend lustig zerpflücken, das zeichnet nie das Programm sondern stets den, der es (noch?) nicht in seiner Gänze verstanden hat.
    Aber was nit ist, kann ja noch, der T kann ja noch ein Wei werden, und mit etwas Mühe beim Überschauen der Gesamtlage sogar noch ein elgeiW, etwas Schach sollte man aber schon genossen haben, um rundum festzustellen zu können, WER nunmehr den weiteren Werdegang (in seiner Programmatik) ungestört in seiner (sozial gerichteten) Hand hat, dass weder CDU noch Grüne noch Linke daran vorbei kommen, es ist nicht zuletzt die erforderliche Zwangsgemeinschaft all dieser Aktiven geschaffen, die weder ein Zurück noch ein Ausbüchsen aus der gemeinsamen Verantwortung bei Strafe des eigenen Unterganges (nach / durch z.B. zu frühe oder zu späte Neuwahlen usw.) erlaubt.
    Und richtig, genau das, die nicht eingetretene Zerknirschung dieser jetzigen SPD, das geht etlichen Leuten in allen Himmelsrichtungen mächtig auf den Senkel, bis zu Verbalhöhnerei ohne Saft.
    Verständlich, dass genau diese Situation Leute aus verschiedensten Gründen nun nicht verknusen können
    Hingegen ehemalige SPD-Chefs beginnen nun sogar über "Vereinigte linke SD" nachzudenken.
    Na sowas aber auch

  • #23
    Thomas Weigle

    #22 Keine Ahnung von der Geschichte der SPD der letzten Jahrzehnte, davon aber viel. Googeln sie mal "OR85" und "Doppelstrategie". Vielleicht kommt ihnen dann eine schwache Ahnung von dem, was ich in Sachen Programm gemeint habe.
    "Aus für GROKO an Nikolaus" herauszuposaunen und dann nur "Gespräche führen wollen" ist genau das, warum die SPD da steht, wo sie steht. Als Tiger sind sie abgesprungen und wieder mal als Bettvorleger gelandet.

  • #24
    Eckhard Schönknecht

    Sehr geehrte Frau Michaela Nusru,
    Sie scheinen die ganze "#SPD-Angelegenheit" sehr ernst zu nehmen, immerhin haben Sie auf dieser Seite hier bereits 9 Kommentare abgegeben. Zum Kommentar von Herrn Thomas Weigle möchte ich folgendes sagen:

    Früher gab es Parteien und Programme. Und was gibt es immer? Nennt sich Inflation. Heute haben wir neben dem Erstgenannten noch Personen und Projekte, denken Sie an Donald Dumpf und die Mauer nach Mexiko. Wir haben nun 4 P`s in der Summe. Aber: Es gibt ja auch noch den berühmten Hoffnungsträger namens Public-Private-Partnership und schwupps sind wir bei 7 P`s. Das Entscheidende scheinen mir aber diese beiden P`s zu sein: Personal-Power. Das ist im Neoliberalismus alternativlos, denn genug ist nicht genug (weltweit nach James Bond). Die Wahl des neuen "SPD-Dream-Teams" könnte man (ich "stegnere" jetzt mal mit Musik) so betrachten:

    "Abfallprodukte von Ehrgeiz bestimmen das Bild dieser Welt" (Pop Art Fünf, 2011, Pforzheim).

    Olaf wollte Kanzler werden und Saskia wollte Ihren "Digital-Nerd-Hinterbänkler-Status" überwinden. Sie hat zudem "jusokompatibel-femministisch" ihren Partner selbst ge- oder erwählt und nun sitzt sie da, vorne an der Spitze. Für mich stellt sich die Frage, ob die Gute überhaupt nochmal ein Buch lesen kann vor lauter "TTs", also Twittern und Terminen. Es ist wie es ist und das ist für jeden anders, aber für mich ist es (leider?) so:

    Die Grünen haben eine Doppelspitze, die SPD nun auch, und an der Börse gibt es auch Doppelspitzen, das sind die, die interessant sind, vor dem Absturz. Die erste Spitze war der Höhenflug mit dem "Messias Martin Schulz". Der "600.000,00 EURo-p.a.-EU-Spitzen-Mann" hat die soziale Gerechtigkeit wiederentdeckt, wurde mit 100% gewählt und ist verglüht wie die Piraten. Der #spdbt19 (wie das auf Twitter heisst) war die nächste, zweite und m.E. oder imho letzte der beiden Doppelspitzen. Alt und neu, Rechts und links, drinnen (Fraktion) und draussen (Jusos) sind alle versöhnt und bejubeln sich selbst in Sachen Aufbruch zur Sonne und Freiheit unter Brüdern (natürlich auch Schwestern und das komplette LGBTQ+-Spektrum). Alle lieben alle und sogar Hartz-4 wird modern durch Marketing-Sprech mit Bürgergeld überwunden (vermutlich 2025 oder so). Ich bin "milde entsetzt" und darum versuche ich weniger zu schreiben:-) Aber (und nun komme ich vielleicht zum Schluss, man muss geschmeidig sein heute):

    1789 wurden die Werte geschaffen, von denen heute alle faseln, bevorzugt EU-weit. Also Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit, nicht unbedingt in dieser Reihenfolge, aber eben trotzdem die Basis von der Demokratie, die uns später den Liberalismus und daran anschliessend den Globalismus gebracht hat. Und wie ging das los? Mit etwas namens politischem Mord. Der "Vater", also der König des Vaterlands (laut Sloterdijk ist die Nation schon so etwas wie die Familie im größeren Zusammenhang) wurde geköpft. Blut, Schweiss und Tränen sind die Basis von Solidarität, könnte man sagen. Und wie ist das heute, also 230 Jahre später?

    Nach so 30-40 Jahren guter und globaler Entwicklung kommt der Neoliberalismus (als "Pickel" im System Kapitalismus) an sowas wie "natürliche Grenzen in der Moderne". Hier glaubt man an den Weltfrieden und die Weltgemeinschaft (jenseits aller Unterschiede) und manche CEOs wollen 150 Jahre alt werden oder auf den Mond auswanderen. Parallel steuert "das System" aktuell "back to Feudalismus", also in die 80-20 Gesellschaft. Superreiche und Entourage (begeistert) versus Sklaven, die aus der Mittelschicht mit Nachwuchs versorgt werden (not amused). Breiten Kreisen der Bevölkerung und nicht nur materiell Abgehängten droht Marginalisierung und Deklassierung in der von der Finanzwirtschaft gesteuerten globalen Welt. Das Ganze ist ein intelligenter "progressiver Neoliberalismus" (nach Frau Cornelia Koppetsch) der auch Kleinstsparer nach Derivaten schielen lässt; Sie erinnern sich? Personal Power ist King. Und eben darum haben wir eine "Gesellschaft des Zorns", mehr kulturell als ökonomisch. Das begreift die sich an "gute, alte Arbeit" klammernde #SPD leider nicht und darum ist der #SPDBT19 alles andere als ein Aufbruchssignal. Er ist ein mittelprächtiger Witz "powered durch aufgeblasene Kleinstreparaturversuche". Warum? Das begründe ich (als "Privat-Profi", das sind die "PPs" Nummer 10 und 11) im folgenden mit den ganz langen Linien. Schreiben kann und darf heute jedEr, jedSie und "jedEs":

    Wenn die SPD als Speer-Spitze im Kampf um die Überwindung des globalen Neoliberalismus sich um größere Themen als "gute-Kita, gutes Home-Office und gute Umgangsformen" hätte kümmern wollen, hätte genau eine einzige Frage auf der "Agenda 2029" gestanden. Achtung und Hinweis an die "German-Homeland-Security", das folgende ist nicht analog-real gemeint:

    Die "politische Ermordung" von Angela Merkel als Mutter ("Mutti") von .de/Germoney/biz hätte zwingend das Verlassen der #GROKO bedingt. Warum? Nun, es ist wichtig, weil es ein Symbol ist. Für den Aufbruch. In der EU, "Überwindung Neoliberalismus JETZT!". Und zwar RICHTIG! Es ist eh leichter heute gegen etwas zu sein, als für etwas. Jedenfalls wird ab Juli 2020 Angie in der EU herumspazieren und an Ihrem glänzenden Abgang arbeiten. Armut, Tafeln, globaler Anstieg von "Dummheit in Parallelwelten" everywhere durch "Digilall-Naivs" welche bei den GAFAs herumtollen (vormals Digital-Natives), all das ist dann kein Thema mehr. Sie tadelt (milde) Trump, Putin und Xi-Jinping über ausgeklügelte Symbole und vermutlich wird die "ostdeutsche 1989iger Migrationserfahrung nach Germoney" keinerlei Rolle spielen. Sie wird also weiterleben und der "Aufbruch in die neue Zeit" wird komplett versanden, weil der zwingend notwenige
    "politische Mord" als Startsignal ausgeblieben ist. Auch @akk ist zu schwach für so etwas und die CDSU, also die Parteien ohne "C" und "S", folgen der "4APD" (= SPD?) nach. Was ist die "4APD"? Das sind die "asozialen-anti-Arbeiter-Akademiker-Parteien der Dummen die niemand wählt". Das ist "so sad" nach Donald Dumpf, aber Aufbruch und Erneuerung ist leider nicht in Sicht, Kevin hin oder her, es fehlt das "NPPPiG", das "Nicht-Persönliche-Programm-Projekt-in-Groß", die "Renaturierung des Buchstaben ‚S’" ohne in Belanglosigkeiten zu ertrinken. 12 EURo Mindestlohn sind toll, aber wenn der Paketbote dann 12.000 statt 8.000 Pakete pro Tag ausliefern muss und alle Arbeitgeber nach Götz Werner "immer alle Kosten umlegen", was ist dann gewonnen?

    PS.: Man kann zur AfD stehen wie man will, aber sie befindet sich "in einem Flow", welcher auf der Opposition zum bestehenden System basiert. Sie "reitet auf einer Welle" und wird von Teilen der Bevölkerung (die definitiv !unterschiedlich! und definitiv nicht alle "zurückgeblieben" sind) getragen. Die #SPD hingegen trägt sich selbst und ist zudem nur oberflächlich "geheilt" von innerer Zerrissenheit. Der große Aufbruch der ein kleiner ist, wird m.E. definitiv versanden. Das politische Signal in Richtung G2R mit 28/16/8 (neue, mögliche GROKO mit unveränderter Situation der SPD als Juniorpartner) wurde durch Autosuggestion in Höhe von 30% ersetzt. Das wiederum ist der neuen
    Sozialpädagogik der weiblichen, neuen SPD-Führung geschuldet, welche vermutlich Einwürfe von der Seitenlinie (man müsse sich selber loben, mögen, lieben (und mehr!) "um erfolgreich zu sein"), überbewertet. Warum macht sie das? Hier gibt es m.E. eine Doppel-Motivation: einmal der Versuch die Partei zusammenzuhalten (um nicht später als der Totengräber dazustehen, der die #ESPEHDEH final gespalten hat) und einmal um das "Rebell-vom-Land-ohne-Ahnung Image" zu überwinden, denn "Integration ist King", das gilt ja auch innerhalb von (kleinen) Gruppen.

    Fazit: die Groko mit "Königin Mutti" macht weiter und die SPD ist dabei. Damit befindet sich die Partei auf dem folgenden "Sprüche-Kurs": "In Gefahr und höchster Not, bringt der Mittelweg den Tod". Jm2C und Ende, isch abe nun fertig und geh stadd, Yo Bro!

    Ganz am Ende bitte ich um Entschuldigung bei allen, die das hier für sagenhaften Unsinn halten; ich bin sicher, da gibt es einige, also alles Gute für Sie. Mit freundlichen Grüßen usw. usw. usw…..

  • #25
    Michaela Lusru

    @#23 Thomas Weigle 11. Dezember 2019 um 02:09
    Ach Herr Weigle, verstehe nicht, dass nun auch Sie sich zu den Erbsenzählern gesellen wollen mit:
    > "Aus für GROKO an Nikolaus" herauszuposaunen und dann nur "Gespräche führen wollen" ist genau das, warum die SPD da steht, wo sie steht. Als Tiger sind sie abgesprungen und wieder mal als Bettvorleger gelandet. <

    Was meinen Sie wohl, wieviele divergierende Ansichten und Meinungen es bei derartig vielen Mitgliedern wie bei der SPD vor Wahlen gibt? Wenn der eine vor der Wahl ruft "GroKo aus" und der andere das Gegenteil, hat amtlich betrachtet DIE SPD keines von beidem gerufen, sondern es waren nur einige der Mitglieder, was brauchen Sie noch, um zu verstehen, dass Wahlwünsche weder vorher noch hinterher Parteibeschlüsse waren und erst recht nicht sind, jedoch das, was nun vorliegt, von ALLEN Delegierten voll BESCHLOSSEN wurde, darauf haben auch Sie sich als amtliche Beschlusslage zu beziehen, und wenn Ihnen das nicht gefällt, ist das erst einmal Ihre Sache und nicht Ausweis einer von Ihnen hereingetragenen Wankelmütigkeit der SPD, an dieser Beschlusslage dürfen Sie nunmehr gern offen Prüfung darauf vornehmen, andersrum ist das geist- und sinnlos oder nur bashing.

  • #26
    Michaela Lusru

    Sehr geehrter Herr Knechtharz SchöneEcke
    Richtig, ich nehme jede ernsthafte politische Bewegung, auch in einer Bewegung, ernst, weil der Mangel und Stau daran in D heute ähnlich zu sein scheint, wie seinerzeit eventuell Ende der achtziger Jahre in der realen DDR (was fast zu erwarten war).
    Sie nicht?
    Das ist zu bezweifeln, wenn Sie nun in einem (ersten) Kommentar bereits die Fülle plazieren, die ich – wie Sie treffend bemerkten, auf 9 Kommentare verteilte.
    Ihr Ansatz und Anliegen offenbart sich damit jedoch im Gegensatz zu meinen Texten nicht.
    Was Sie zum Kommentar von Thomas Weigle meinen, ist nicht neu, das war schon immer so, wird immer so sein, wieso auch nicht: Politik geht eben so, nicht bemerkt?
    Alles andere ist eben Diktatur, oder sogenannte gelenkte Demokratie: Einheitssosse.
    >Das ist im Neoliberalismus alternativlos<
    Das – Ja was denn? Warum Sie hier den Neoliberalismus, den Totengräber des Liberalismus als missglückendes Entbindungsgerät von Gemeinschaftspflichten und Behinderung sämtlicher gesellschaftlicher (sozialer!) Kooperativität (als systemisch unverzichtbare Lebensgrundlage menschlichen Lebens) für individuelle Schluckspechte am gemeinsamen Eigentum nun im Kontext mit der SPD-internen Wahl erwähnen, zeichnet Sie nicht gerade als politisch und historisch bewanderten Mitplauderer aus.
    Auch die Erwähnung von Mauern in USA/ Mexiko oder in Palästine oder Tunesien kommt da völlig deplaziert anspaziert.
    > "SPD-Dream-Teams" <
    Allein die Wahl dieser Bezeichnung zeigt, dass Sie während dieser Wahl offensichtlich abwesend waren, wer das verfolgt hat, weiss:
    DAS Dreamteam sollte offensichtlich weitgehend vorbestimmt Olafissimus werden, einem der massgeblichen Hartz4-Protges, und ja, das wurde offensichtlich als
    > "Abfallprodukte von Ehrgeiz bestimmen das Bild dieser Welt" (Pop Art Fünf, 2011, Pforzheim). <
    deutlich versaut, denn Olaf "wollte" nicht Kanzler werden, er will es immer noch!!
    Und
    > Saskia wollte Ihren "Digital-Nerd-Hinterbänkler-Status überwinden" <
    Was ist das denn? Es gibt keinen und wird keinen Abgeordneten geben, der das nicht will, und es gibt keinen, der nicht auch mal als Hinterbänkler anfing, samt Olaf, bevor ihm Hartz4 am Herzen lag!
    Bei Ihrer abfälligen Wertschätzung der Einordnung eines Menschen "Saskia", der(die) von über 120000 Mitgliedern zum Chef auserkoren wurde, stellt sich die Frage nach Ihrer grundsätzlichen Demokratiefähigkeit, ob Sie nicht lieber zweckmässigerweise die "Bücherlesen-Frage" auf sich beziehen sollten?
    > PS.: Man kann zur AfD stehen wie man will, aber sie befindet sich "in einem Flow", <
    Flow:
    "Zustand höchster Konzentration und völliger Versunkenheit in eine Tätigkeit" –
    ob das nicht mehr auf Ihren Kommentar zutrifft denn auf die rappelnde AfD?
    Wie Sie nun auch noch, nach etlichem Kauderwelsch, auf die AfD kommen, bleibt rätselhaft. Diese AfD ist das unbestreitbare Produkt aller davor bestehenden formaldemokratischen politischen Ansager, die erst für die Ausgrenzung Andersdenkender sorgten (samt "Mutti": Geht nicht mit, das sind Menschen mit kalten Herzen …) und sich hinterher wunderten, dass diese sich das plötzlich nicht mehr gefallen liessen und nun sauer sind, dass "gelenkte überparteiliche" Ausschliesseritis nicht funktionierte und diese Leute tatsächlich die Chuspe hatten, auch noch einen Teil der geliebten vermeintlich sicher okkupierten Demokratie für sich in Anspruch nehmen zu wollen.
    Immer mehr Fachleute (damit meine ich Geselschaftswissenschaftler und nicht gelenkte Experten für …) stellen heute öffentlich amtlich fest, dass es diesen weltweit ca 20%igen Anteil an radikal konservativen und / oder nationalkonservativ geprägten Bürgern schon immer gab und geben wird und dessen gegenwärtiges starkes Drängen zur politischen Artikulation keine Inzestgeburt sondern schlicht, als Ergebnis zuvor nicht akzeptabel praktizierter politischer Parteiendemokratie, deren missliebiges Kind ist.
    Innere Zerrissenheit ist solange produktiv und erforderlich, wie das Prinzip der Skepsis, des Hinterfragens jedes Gedankens dafür die Grundlagee ist, das hat Olafitis versucht zu verhindern, und das ist gut so.
    Wer das nicht versteht, dass nur sich Bewegendes produktiv werden kann, der versteht freilich nicht, wieso "das Volk" nun "Volk" sein will, wieso Bürgerrechtler (Hinterbänkler) mal eben zu DDR-Ministern werden mussten, oder eine einfache Abgeordnete Saskia an die Spitze einer Partei gestellt wird, wohlgemerkt:
    Gestellt wird, von Mitgliedern UND deren Delegierten, nicht sich selber stellte, schon gar nicht, um "ihr Hinterbänklerdasein aufzubessern" …
    Und ja, ganz ehrlich:
    Einiges von Ihren Überlegungen halte ich tatsächlich für Unsinn, wenn auch nicht alles, was anders tickt als meins.

  • #27
    thomas weigle

    Es waren ja nicht irgendwelche Mitglieder, die die GROKO beenden wollten, sondern recht prominente Mitglieder, um nicht zu sagen führende Genossen, die dann aber nicht den Mut hatten, ihre Forderung auf dem Parteitag zu stellen, die Genossen entscheiden zu lassen. Sie wurden ja von den Mitgliedern gewählt, weil sie die GROKO beenden wollten, jedenfalls bis zu dem Augenblick als das Ergebnis der Mitgliederwahl verkündet wurde. Da waren sie auf einmal lammfromm, ein getreues Abbild des Jammers und des Elends der SPD: "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern."

  • #28
    Helmut Junge

    Ursula, so weit wie jetzt war die SPD aus Sicht derjenigen, die einen Richtungswechsel erwartet hatten, bereits als Martin Schulz Hoffnung ausstrahlte. Als dann nichts kam, ging der Hype gerechterweise seinem Ende entgegen. Die Partei landete da, wo sie immer noch steckt. Wenn jetzt Erwartungen nicht erfüllt werden, geht sie in den Keller der Keller. Mit allen Passagieren. Aber das weiß die Partei, und deshalb erwarte ich eine Programmdiskussion. Endlich. Was Scholz betrifft, ist der von Leuten, die niemals SPD gewählt hatten und es auch nie tun würden, sehr gelobt worden. Aber die Mitglieder, also die, die jeden Monat Beitrag bezahlen, haben sich entschlossen, diesen Beitrag nicht zu verschenken und eigene Kandidaten zu wählen. Das ist bemerkenswert, weil das aus meiner Sicht vielleicht sogar neu für diese Partei ist. Ein ehrliches Programm ist aber zum Überleben erforderlich. Horch auf, es gibt aber Gegner, die das verhindern wollen. Damit muß diese Partei alleine fertig werden. Wenn sie das schafft, könnte ich sogar SPD wählen, was ich früher als "kleineres Übel" schon gemacht habe.

  • #29
  • #30
    Michaela Lusru

    @#27 thomas weigle 11. Dezember 2019 um 15:27
    > Es waren ja nicht irgendwelche Mitglieder, die die GROKO beenden wollten, sondern recht prominente Mitglieder, um nicht zu sagen führende Genossen …<
    Richtig, Sie sagen es nun selber:
    Es war weder ein Beschluss noch ein verbindliches SPD-Konzept eines amtlichen Gremiums sondern EINZELNE auch prominente GENOSSEN, die damit einen Führungsanspruch über Wechsel in die DISKUSSION warfen, wohlgemerkt: In die Diskussion, wie das so üblich ist, bekanntlich hat Olaf Scholz gleichartig aus seinem Verständnis vorher "gemeint" – und hat verloren, aber niemand reibt sich daran, dass er vor der Wahl etwas anderes als nach der Wahl postulierte, der darf (soll?) das offensichtlich: Wir müssen zusammenhalten und die neue Leitung unterstützen (die gegen seine Pläne war) …
    So ist das eben, wenn man auf einer Schiene fahren will, da kippt das Argumentationsgeb#äude fix um – aber nur, wenn jemand auch darauf mit dem Finger zeigt …
    Und ob die GESCHLOSSENHEIT ALLER Delegierten mit der neuen und der nicht gewählten Leitung nun "lammfromm," oder "sauklug" und taktisch äusserst erfolgreich und mitreissend bezeichnet wird, ist lediglich eine Frage dessen, was man selber gern hätte, denn wer sagt denn, dass diese jetzige SPD nicht doch aus der GroKo raus will / geht? Das muss doch nicht wie Klospülung nach dem Schiss passieren, oder wie?
    Jammer und Elend kann ich zur Zeit nur bei drei Richtungen erkennen:
    Bei dogmatischen und taktisch unbedarften Anti-Groko-Polterern um dieses Polterns willen zum einen, zum anderen bei denen, die sehr wohl die Folgen eines ruckartigen GroKo-Austritts ermessen und genau diese zum Kochen eigener Süppchen noch immer wünschen (davon gibt es viele unterschiedliche), und zum Dritten bei denen, die die SPD endlich in den Sack stecken möchten, los werden möchten, dazu eben: Die Erbsen schon sammeln

    Und was haben Sie gegen:
    > "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern." < ?
    Das ist Politik wie sie leibt und lebt, und wehe dem, der nicht auf veränderte Sachlagen bereit ist, sich selbst zu revidieren, es nicht kann, oder nicht will – ?

  • #31
    Michaela Lusru

    @#28 Helmut Junge 11. Dezember 2019 um 22:08
    Und bitte wer ist nun "Ursula"?
    > als Martin Schulz Hoffnung ausstrahlte. <
    Wann soll das gewesen sein? Ich habe genau das Gegenteil von Anbeginn gesehen und auch hier und anderswo benannt, als deutlich erkennbare verbale rhetorische Seifenblase, die bereits – wie bei ihm aufgrund seiner hochschwangeren Übertreibungen – in dem Moment platzte, wo er seine eigene Ankündigung "Niemals GroKo" rigoros aus dem Stand heraus und fast allein kraft seiner Wassersuppe wegwarf mit dem Hinweis, aber er gehe nicht ins Kabinett, und dann gleich noch einen drauf (ersah seine individuelle Einfluss schwinden) indem er sich zum Aussenminister ausrufen wollte, gewissermassen den Steinmeier übte.
    Soviel zur "Hoffnung" Matin Sch.
    Nicht "die Partei landete da, wo …" sondern der Martin Sch. , und nahm ein Stück der Partei mit, so darf man das richtigerweise besser betrachten.
    Und genau dieses Stück trugen eine SASKIA und ein NoWaBo über x MItgliederveranstaltungen so zurück, dass diese Partei nun eben nicht mehr dort ist, wo sie durch den Martin (und vor ihm all die Hartz4-Apollogeten hingebracht wurde, von denen sich bis heute kein einziger bei den vielen unnötigerweise ernsthaft beschädigten Menschen entschuldigt hat, auch der Olaf nicht!

    > Aber die Mitglieder, also die, die jeden Monat Beitrag bezahlen, haben sich entschlossen, diesen Beitrag nicht zu verschenken und eigene Kandidaten zu wählen. Das ist bemerkenswert, weil das aus meiner Sicht vielleicht sogar neu für diese Partei ist. < Na bitte, geht doch, Anerkennung von Demokratie – auch wo sie nicht erwartet wurde!
    Also Herr Helmut Junge, ein ehrlicheres PROGRAMM als solches Handeln und Verständnis ist mir noch nicht bekannt, da mangelte es wohl in der Vergangenheit trotz vieler kopflastiger Papiere mächtig in dieser Partei, hätte man sich sparen können.
    Und das sollte zu denken geben:
    > Was Scholz betrifft, ist der von Leuten, die niemals SPD gewählt hatten und es auch nie tun würden, sehr gelobt worden. <
    was sollte dazu noch zu sagen sein, angesichts seines Eifers bei Hartz4, das natürlich zuerst der politische Gegnmer begrüsste, Scholzomatismus eben …
    Eine Wahl ist immer und überall die des "kleineren Übels" – oder eine sehr sehr dumme, besonders wenn man tief im Loch steckte, bis zum Parteitag

  • #32
    Eckhard Schönknecht

    Moin nochmal,
    nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil, mein Kommentar ist online und hat Frau Michaela Lusru am 11. Dezember 2019 um 14:14 anscheinend so wütend gemacht, dass Sie in der Anrede gleich persönlich werden muss:

    "Sehr geehrter Herr Knechtharz SchöneEcke"

    an dieser Stelle steige ich aus der Diskussion aus, es tut mir leid, dass ich Ihnen vorhin geschrieben habe mit einer falschen Information, ich hab meinen Beitrag einfach nicht gesehen nach der langen Replik von Frau Lusru.

    Alles Gute und freundliche Grüße

    Eckhard Schönknecht

  • #33
    Eckhard Schönknecht

    Guten Morgen Frau Lusru,

    da mein Beitrag vom 11. Dezember auf dieser Seite nicht mein erster, sondern mein zweiter Beitrag ist und Sie mich damals für meine Aussagen vom 7. August auch gelobt haben:
    ———————————————————————————————————————————
    Michaela Lusru
    15. August 2019 um 16:00

    @#10 Eckhard Schönknecht 7. August 2019 um 11:00
    Bravo, Eckhard, volle Zustimmung, keine Alternative dazu – und nicht erst seit jetzt …
    ———————————————————————————————————————————

    kann ich Sie ab sofort leider nicht mehr ganz ernst nehmen, wenn Sie folgendes schreiben:

    ———————————————————————————————————————————
    "Das ist zu bezweifeln, wenn Sie nun in einem (ersten) Kommentar bereits die Fülle plazieren, die ich – wie Sie treffend bemerkten, auf 9 Kommentare verteilte."
    ———————————————————————————————————————————

    Nachdem Sie zusätzlich noch meinen Namen "umgeschrieben" haben und an meiner "grundsätzlichen Demokratiefähigkeit" zweifeln, werde ich mich von dieser Seite (also von Ihnen) verabschieden, das sind mir zuviele dieser modernen Microagressionen. Im Normalfall verhindern diese eher Diskussionen, als dass sie zu einem Austausch führen. Ich habe im August etwas gepostet und nun wieder im Dezember. Dazwischen habe ich ein paar Bücher gelesen, u.a. auch über das, was ich bei Ihnen sehe: "die Gesellschaft des Zorns" (Cornelia Koppetsch). Ich glaube nicht, dass es Sinn macht mit Ihnen zu diskutieren, weil Sie m.E. sehr schnell agieren wenn Ihnen etwas nicht passt, dabei vorhergehendes vergessen, und am Ende – wie bei der Namensgebung gezeigt – nicht die Argumente des "Gegners" zerstören wollen, sondern diesen gleich mit ("Demokratiefähigkeit" und "Bücherlesen"). In diesem Sinne, alles Gute für Sie und auf Wiedersehen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Eckhard Schönknecht

    PS.: Ich habe Saskia Esken in meinem Leben zweimal persönlich getroffen und zwar in 2019. Sie verdient 120.000 EUR im Jahr und hat sich an beiden Treffen Ihr Getränk plus Essen im Bereich von 15 EUR vom jeweiligen Ortsverband bezahlen lassen. Ich finde das (und noch einiges anderes) modern ausgedrückt "suboptimal" und habe lange darüber nachgedacht, ob ich da nun etwas zu kleinlich denke. Es gibt aber noch weitere – auch persönliche – Gründe, die ich hier immer noch nicht in die Öffentlichkeit trage und die schwerwiegender sind, als das oben angeführte.

  • #34
    Michaela Lusru

    @ #33 Eckhard Schönknecht 12. Dezember 2019 um 07:07

    Na soetwas aber auch, da haben wir beide wohl Gedächtnislücken gezeigt – oder gezielt plaziert??
    So hier nachzulesen ist, haben zuerst SIE meinen Namen in NUSRU verschandelt, so dass meine Namensspielerei mit dem Ihrigen wohl nur die deutlich freundlich-spassige Antwort darauf war – noch immer nicht bemerkt?
    Und ob Sie sich "hier" verabschieden, weil Sie nichts von einem Kommentator halten, der im Gegensatz zu Ihnen frei von persönlichen Ressentiments politisch argumentiert, ist sowohl mir wie dieser Seite und sicher auch der SPD – weniger der Diskussion – völlig egal.

    Ja, noch immer lobe ich Sie für UNSERE Meinung (Ihre von weiter oben):
    > Für mich ist als Schritt 1 die Zerstörung der Groko alternativlos, selbst wenn die SPD dann auf 6% zusammenfällt. <
    Allerdings nur im Werterahmen einer (1) MEINUNG, nicht in dem eines offenbar rundum aus diversen Gründen reichlich und sorgfältig zwischenzeitlich unter Einbeziehung weiterer peripherer Überlegungen abgewogenen Parteitags-Beschlusses, hinter dem nun (fast) alle Delegierten als Vertreter auch der 120000 NoGroKos stehen – das ist schlicht SO zu akzeptieren, wenn Demokratie in dieser Partei und in D überhaupt noch, besser wieder eine Rolle spielen soll.
    Darauf spielte ich bereits an, wozu Sie aber nur erkannten, ich würde IHNEN die Demokratiefähigkeit absprechen, aber:
    mit der Demokratie ist das wie mit der FReiheit, Sie ist IMMER AUCH die Demokratie der Andersdenkenden – oder keine solche. Das ist also alles als GANZES zu bewerten, und dabei (!) kam nun das aktuelle weitere Vorgehen heraus, das innerparteilich ALLE Kräfte einsammelte und verpdflichtete, was genau der Punkt ist, der SPD wieder hoffen lässt. nur nicht illusionär spektakelnd wie bei Martin Schulz, sondern realpolitisch auf breiter Basis und frei von den Alleingängen, die die SPD fast ruinierten.
    Und: Sie kommenm nicht raus aus dieser Diskussion, dazu liegt Ihnen irgendetwas doch zu sehr am Herzen, würde raten, bleiben Sie, bleiben Sie DA und daBEI,und so auch bei Ihrem Herzen

  • #35
    Michaela Lusru

    @#33 Eckhard Schönknecht 12. Dezember 2019 um 07:07
    So, Herr Eckhard Schönknecht, nachdem verpopelten primeligen Beitrag des Provinzmagazins Kontraste der ARD gegen Frau SPD-Saskia und ihr "unsoziales Kündigungsverhalten" einer offensichtlich (laut eben diesem Magazin) unbedarften ehemaligen Mitarbeiterin, können nun auch Sie ohne Rücksicht walten zu lassen auch Ihre unangenehmen "persönlichen" Erfahrungen öffentlich benennen, die Schlacht zur nachträglichen Kanzlerisierung des Olaf Scholz durch dessen Anhänger gegen die jetzige demokratisch gewählte SPD-Spitze ist eröffnet, nun kann alles Weitere ausgeschüttet werden, manchmal klappt das sogar: Bashing der Person zur Verhinderung deren politischer Argumente, möglichst sogar noch unter dem Seegel "da die(se) SPD nicht mehr in der Lage ist …", muss (nach)geholfen werden …

  • #36
    Thomas Weigle

    Das Problem, @Frau Lusru ist, dass es zwar noch Sozialdemokraten gibt, aber keine sozialdemokratische Partei, die diesen Namen auch verdient. Daran ändert auch das neue Führungsduo der SPD nix.
    Und Sie dürfen mir glauben, dass ich das sehr bedauere, denn ich bin in einer, und das ist nicht ironisch gemeint, sozialdemokratischen Musterkommune im ehemals roten Hessen aufgewachsen und war deshalb von meinem 19. Lebensjahr an mehr als ein Jahrzehnt aktives Mitglied der SPD.

  • #37
    Michaela Lusru

    @#36 Thomas Weigle 14. Dezember 2019 um 12:37
    Nun, bisher hatte ich den Eindruck, dass es zwar noch eine Sozialdemokratische Partei aber eben kaum noch Sozialdemokraten gibt, wenn ich allein an die leidige Schandnummer Hartz4 denke, gegen deren höchst niederträchtige hoffährige und handwerklich rücksichtslose Sozialschlamperei mir kein Sozialdemokrat bekannt wurde, der vor allem ernsthaft und frühzeitig auf die damit zu erwartende massive Zerstörung der Gesellschaft (und vor allem der SPD !!!) hinwies.

    Sei es wie es sei, da traut sich ein für "liederlich fesche" und dünne Recherchen bekanntes Berliner Provinzmagazin extrem schlampig in die "grosse" Politik und – wer wurde dazu befragt?? Na?
    Besser: Wer nicht?
    Was nun kommt, dürfte schmerzlich sein – nein, nicht für die Saskia (egal ob sie unsozial oder kompetenzüberschreitend kündigte), sondern für den Berliner (B)Innensender RBB mit seinem (allerdings hier mal nicht so) grossmauligem Kontrastemagazin, jedenfalls ist das meist so, wenn ein Herr RA Schertz genau in die(se) Medien hineinschaut, wie das nun wohl kommt.

    Was machen all die Rempler und Rumpler gegen Frau Esken, z.B. auch die auf "Tichys Einblick" (Josef Kraus als armseeliger ungelenker und intellektuell nicht Tichy-geeigneter SPD-Rempler), wenn sich heraussstellt – nein: Nicht Frau Esken ist das Opfer, sondern die deutsche verflachte und amputierte Mediendemokratie, der Umgangston, in dem Journalisten meinen, an Hajo Friedrichs vorbei (Sich nicht gemein machen mit … -Meinungen- ) als "Aktivisten" grob fahrlässig aggitieren zu dürfen (und dabei die Mittel der Öffentlichkeit auch noch gegen diese für ihre private Meinungsmacherei zu missbrauchen), wenn sich herausstellt, Kontraste hat Sch. gebaut? Widerrufen die dann alle?
    Was jedoch weit wichtiger ist, ist die Frage, das eigentliche Problem, Ihr eigentliches Problem, wieso Sie gerade jetzt in diesem Kontext und an dieser Kommentarstelle nun einbringen:
    "dass es zwar noch Sozialdemokraten gibt, aber keine sozialdemokratische Partei, die diesen Namen auch verdient. Daran ändert auch das neue Führungsduo der SPD nix."
    Mit Verlaub, bei aller Achtung Ihrer Sichtweise, aber das ist doch nun wirklich Ihr rein persönliches Problem, damit hat weder NoWaBo noch die Saskia oder gar deren "Kündigungsskandal vor 8 Jahren" (mehr fand man leider nit) auch nur das Geringste zu tun.

    Nehmen Sie mich: Ich war nie Sozialdemokrat, bin es auch heute nicht, dafür aber zu jeder Zeit DEMOKRAT, und bitte keiner von den "neuen" oder sich immer selbst ernennenden "freien".
    Daher intersiert mich eine gesunde Basis für Demokratie weit mehr, als eine sowiesoDemokratie, es ist das einzige, was Progressivität erlaubt und fördert, Stänkerei als politisches Handeln uninteressant macht und JEDEN verpflichtet, teilzuhaben, nicht nur zu -nehmen, indem der erforderliche weil mögliche AUSGLEICH zwischen den Parti-en demokratisch produziert wird.

    Die derzeit hier im Blickpunkt stehene SPD-Welt mit ihrem Parteitag, den vorausgegangenen Basisaktivitäten und der Entscheidung der Delegierten zeigt sich eindeutig in solch einer Tradition, ist daher so zu achten und zu stärken und damit letztlich das, was Demokratie lebt, in diesem Falle: Sogar SOZIALDEMOKRATIE.
    Eventuell betrachten Sie Ihren Kommentar nochmals, nun auch aus dieser Perspektive und völlig unbesehen von den Klötzern, die womöglich eine Saskia da evtl. herumschleppt, oder auch der Olaf, der bekanntlich aber allzuschnell vergessen erheblichen Anteil daran hatte, dass diese Agenda mit dem klebrigen Hartz4-Sozialmatsch so in die Hose (der SPD !!) ging …

  • #38
    Michaela Lusru

    Wir wollen unsern ALTEN Kaiser Scholz wiederham, wir wollen unsern alten Scholz als Kaiser wiederham, wir wollen künftige Hartz4-Agenden bitte in geschliffener Rhetorik wiederham, wir wollen, dass auch ein Kaiser uns den Kaiserschmarrn vorkaut und nicht immer selber denken müssen, aber Vorsicht: Es gibt Wege, die auch ein Kaiser nur zu Fuss bewältigen kann, ob das was mit der Brille, der schwarzen Doppelnull, zu tun hat ?
    Manche Null als DoppelBrille entpuppt sich eben nur als Klobrille, so schwarz und doppelt sie auch vorgeführt wird, ist die Frage, ob es das ist, was die SPD braucht, um wieder in die Lage zu kommen

  • #39
    Thomas Weigle

    @ Michaela Lusru. Offenbar gibt es zwei SPDs: die, die sie beschreiben und verteidigen, sowie die, die ich in langjähriger Mitgliedschaft erleben und erleiden durfte und heute von außen betrachten kann.
    Was H4 angeht, stelle ich mal die These in den Raum,dass, wenn die SPD auch nur in der Nähe der früheren Wahlergebnisse wäre, eine Abschaffung von H4 nie ein Thema für die SPD als Ganzes gewesen wäre.

  • #40
    Michaela Lusru

    #39 Thomas Weigle 16. Dezember 2019 um 14:52

    >Offenbar gibt es zwei SPDs … <
    Genau genommen wohl noch weit mehr als zwei. Das ist es ja wohl, was VOLKS(!)Partei in wahrlich alter (??) Parteientradition erwünscht und gehegt wie gepflegt wurde, wer auch immer mit diesem Verständnis von "Volks"Partei schon hantierte.
    Oder anders herum:
    Was soll überhaupt "Partei", wenn nicht Bündelung nicht nur unterschiedlichster Sichten und Interessen sondern auch öfter gegenläufige Bestrebungen zu einem "VOLK", zu einem Parteivolk, das so sinnfährig Wahlen und Aktionen von "Führenden" gut gebündelt bestreitet und trägt, als einerseits anscheinender Ausdruck seines gesammelten "Willens" und andererseits Ausdruck seiner kollektiven Benutzung für die Konstrukteure des "Volkswillens".

    Beziehen wir das auf H4, so haben einige sich damit eine Überlebensstrategie für (sich und) die Partei konstruiert und das so verkauft, als ob alle anderen das so gewollt hätten, leider so schlampig mit glühenderr Nadel verstrickt, dass grosse Massen unserer Bürger (auch vieler nicht-SPD-ler) teils gravierende vor allem entwürdigende Einschnitte in ihr Leben, in ihre Familien bis in die Enkelgenerationen hinein über Jahrzehnte hinweg in Kauf nehmen mussten, ein Sack voller Gedemütigter und Enteigneter wurde unnötigerweise permanent bis heute geschaffen, was andere angebliche Vorzüge von H4 nie rechtfertigt, jedenfalls nicht in einem Rechts- und Sozialstaat, erst recht nicht in einer angeblich SOZIAL "demokratisierenden" Partei.

    Und da haben wir sie, Ihre "zwei Parteien":
    Die eine, die das so nicht überschaut, nicht wahrnehmen will oder kann und nur sich für Partei (… hat immer recht ?) hält, und die andere, die davon schäbigst betroffen die Welt und diese Partei nicht mehr versteht, sich ihrer eigenen Teilhabe an Gesellschaft und damit an Partei göblichst beraubt erleben muss – und das, lieber Herr Junge, haben Leute wie die Scholzomatie in der Vergangenheit "gebündelt", besser als solches vorgegaukelt, was ihr offensichtlich zuletzt eben nicht mehr mehrheitlich gedankt wird.
    Ja, das fällt schwer, das tut echt weh, wenn man sich nun als eigentlich gefühlt Verkaiserlichtes bei der Gegenseite verdingen muss, um sich für fleissig zu schaffende eventuelle Thronfolgen-Gegegenheiten künftige wieder zu erhalten und in Schuss zu bringen, was voll zu dem passt, was Sie da formulierten:
    > Was H4 angeht, stelle ich mal die These in den Raum,dass, wenn die SPD auch nur in der Nähe der früheren Wahlergebnisse wäre, eine Abschaffung von H4 nie ein Thema für die SPD als Ganzes gewesen wäre <
    Ja, dann hätte es noch länger gedauert – nur das verkennt die reale Lage: Die SPD hat ja gerade DESWEGEN ihre Stimmen verloren, weil sie in den Bestimmerkreisen weder willens noch in der Lage war, ihren eigenen Brexit und das Leid vieler Bürger zu erkennen:
    H4 war der asoziale Brexit der SPD. Und wie alle Beteiligten nun mühseelig aus dem herauskrabbeln müssen, darf das die SPD auch, will sie die Parteibeiträge der letzten 5 Jahrzehnte nicht für die "Brille", die schwarze Klobrille, gezahlt und dort verspült haben will.
    Es bleibt überhaupt nichts anderes für diese Partei, als nun von vorn zu beginnen, und nun auch alle mitzunehmen, nicht mehr das Vollstreckungsorgan sogenannter "programmatischer Vordenker" zu spielen sondern selbst programmatisch tätig zu werden, was bekanntlich nicht mit einem Wecker auf den Punkt einstellbar ist, und das auf allen Spielwiesen gleichzeitig – oder gibt es irgendwo eine bessere Idee?

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