DKP sagt Bandbreite-Konzert ab

Sie hetzen gegen Frauen und propagieren Verschwörungstheorien: Die Duisburger Band Die Bandbreite verbindet Provokation mit Dummheit. Schweren Herzens sagte die DKP nun ein geplantes Konzert der Band ab.


Aus dem geplanten Konzert der Hetzband „Die Bandbreite“ auf dem UZ-Pressefest in Dortmund wird nichts. Die Veranstalter haben nach zahlreichen Protesten den Auftritt der Band abgesagt:

Wir sind nach unseren gründlichen Recherchen, nach Gesprächen mit anderen Veranstaltern und Kulturschaffenden zu dem Ergebnis gekommen, dass „Die Bandbreite“ aus unserer Sicht nach wie vor zum breiten Spektrum linker Kultur zählt.

Wir wollten Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit geben, die Band auf dem Pressefest der UZ kennenzulernen und sich ein eigenes Bild zu machen.

Auf Grund diverser Hinweise müssen wir jedoch befürchten, dass es bei diesem Konzert zu massiven Störungen und Auseinandersetzungen kommen wird. Wir haben deshalb mit der Gruppe „Die Bandbreite“ vereinbart, dass ihr Konzert auf dem Fest ausfällt. Dies geschieht aus der Sorge, dass es uns sonst nicht möglich wäre, ein friedliches und solidarisches Volksfest auszurichten.

„Die Bandbreite“ zeigte Bedauern über die Konzertabsage, aber Verständnis für unseren Wunsch nach einem störungsfreien Fest der Solidarität und erklärte sich bereit, an einer Diskussion mit Befürwortern und Kritikern teilzunehmen.

 

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15 Kommentare

  1. #1 | Essener sagt am 22. Juni 2011 um 14:46 Uhr

    Dafür das die innerparteiliche Diskussion erst Anfang Mai begann, kann man die DKP angesichts ihrer konsequenten Stellungnahme nur beglückwünschen. 😉
    Sarkasmus aus.

  2. #2 | olga sagt am 22. Juni 2011 um 15:02 Uhr

    Das richtige aus den falschen Motiven getan. Schade, selbst der DKP hätte ich irgendwie so ne Art Reflexionsvermögen zugetraut.
    Aber interessant zu sehen, dass Frauenverachtung, Antisemitismus, Verschwörungstheorien, Nationalfetisch etc. bei der DKP zu einem linken Verständnis gehören. Zu Recht distanzieren sich alle emanzipatorisch linken Gruppen von diesem kruden Rentnerhaufen!

  3. #3 | Glücksbärchen sagt am 22. Juni 2011 um 15:34 Uhr

    Ich stimme Olga zu.

  4. #4 | Antifa Medienzentrum Dortmund sagt am 22. Juni 2011 um 16:20 Uhr

    Wegen Protest wurde beim „Linken Liedersommer auf Burg Waldeck 2010“ das Konzert ebenfalls abgesagt und stattdessen ne Diskussion veranstaltet. Und so sieht das dann aus, wenn Bandbreite eine Plattform zur Selbstdarstellung bekommt (wen’s interessiert):

    https://www.diebandbreite.de/diskussion-auf-burg-waldeck

    Das gleich in grün …

  5. #5 | Sebastian sagt am 23. Juni 2011 um 08:54 Uhr

    Ein Wirbelsturm im Wasserglas.

  6. #6 | Pottblog sagt am 23. Juni 2011 um 11:50 Uhr

    Links anne Ruhr (23.06.2011)…

    Dortmund: Die verdrängte Gefahr – Nazis in Dortmund (WAZ Rechercheblog) – Duisburg (Loveparade 2010): Fußball-Liga schreibt MSV Heimspiel für Wochenende des Loveparade-Jahrestages vor (DerWesten) – Mangelndes Feingef…..

  7. #8 | Mit-Leser sagt am 23. Juni 2011 um 19:32 Uhr

    … albern.

    Rio Reiser war radikaler als diese Duisburger Lokalband. Antisemitismus kann man der Band zudem nur unterstellen, wenn man einen Kampfbegriff braucht. Das Gleiche gilt für die… „Frauenfeindlichkeit“, Schon mal HipHop gehört?

    Aber im Sinne des Gutmenschentums und der Vereinigung der guten Bürger plädiere ich auch für reibungsfreie Kunst und einen stets politischen korrekten Ausdruck. 😉

    Im Ernst: Bandbreite sind mir egal. Allein der Name ist so provinziell wie ein Proberaumzentrum der Oberhausener SPD. Aber WIE hier über diese Jungs geredet wird, finde ich fast noch kleinbürgerlicher. Aber gut, dass die für unsere Gegenwart so bedeutsame DKP sie von ihrem großen Festival ausgeladen hat. *Smells like Kindergarten*

  8. #9 | hinweis sagt am 24. Juni 2011 um 11:07 Uhr

    Die Band hat ein Video veröffentlicht, das für sich spricht:

    https://reflexion.blogsport.de/2011/06/24/um-kopf-und-kragen/

  9. #10 | hanskollekta sagt am 24. Juni 2011 um 16:33 Uhr

    ich bin in ganz vielen punkten nicht der ansicht der bandbreite,

    aber wie kleinkarriert und inobjektiv hier gerichtet wird ist unjournalistisch und provinziell.

    ich war die letzten paar mal auf dem uz-pressefest und ich weiß das da noch viel abwegigere ansichten vertreten werden.
    das macht es im übrigen erst interessant für mich.

  10. #11 | Musikpiraten adden Terrorpaten | Ruhrbarone sagt am 26. Juni 2011 um 11:00 Uhr

    […] wurde der Auftritt auf dem DKP-Pressefest aus Furcht vor öffentlichen Protesten aus linken Kreisen schweren Herzens abgesagt. Ein Vorgang, der wiederum den “Freidenkern” nicht […]

  11. #12 | hinweis sagt am 26. Juni 2011 um 21:01 Uhr

    „Unser Auftritt auf dem UZ Pressefest war ein voller Erfolg! Dank an all den Leuten, die sich für uns stark gemacht haben. Solidarische Grüße“

    https://www.facebook.com/diebandbreite/posts/10150278286213162

  12. #13 | Stefan Laurin sagt am 26. Juni 2011 um 21:11 Uhr

    @hinweis: Also war die Absage eine Verarschung. Nun gut, schweizer Rechtspopulisten, Zonen-Zombies und schwäbelnde Gelsenkirchener Maoams – die Bandbreite tritt nur in den ersten Häusern auf 🙂 Mail mich bitte mal an…

  13. #14 | Die Bandbreite – linksaußen, rechtsaußen, dazwischen nix | Ruhrbarone sagt am 28. Juni 2011 um 18:05 Uhr

    […] Kommunistischen Partei (DKP). Eigentlich hatte die DKP den Auftritt der Duisburger Hiphop-Band in letzter Minute abgesagt – aus Sorge, es könne zu „massiven Störungen und Auseinandersetzungen“ kommen. Schließlich […]

  14. #15 | Thomas sagt am 28. Juni 2011 um 23:01 Uhr

    @ Stefan

    Als Gruppe würde ich da auftreten, wo ich Kohle verdienen kann.
    Wenn ich dann noch ein bissl krass in eine Richtung schwenke, ist die mediale Aufmerksamkeit garantiert – im Zweifelsfalle bei den Ruhrbaronen. 😉

    Aus meiner Sicht ein „Zuviel des Guten“ eurerseits.

    Mit Onkelz Grüßen
    „Ohne Mich“
    Thomas

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