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Dortmund: Nazi-Kader Michael Brück zieht in den Osten

Dortmunder Nazi Michael Brück

Neben dem schon längst in der Szene nicht mehr offen aktivem Dennis Giemsch war Michael Brück lange das Gesicht einer erneuerten Naziszene in Dortmund: Intelligent, oft taktisch klug agierend, kein Vorstrafen sammelnder Schläger, bei dem selbst die dritte Hirnprothese irgendwann vom Alkohol aufgelöst wird, sondern ein offen antisemitisch auftretender Provokateur. Ohne Brück wäre die Nazi-Szene in Dortmund in den vergangenen Jahren nicht über weite Strecken so gefährlich gewesen. Doch nun kursiert in den sozialen Medien der Rechten, dass Brück Dortmund verlässt und nach Ostdeutschland zieht. Der letzte Schritt eines Ausstiegs auf Raten. Schon sein Ratsmandat für die Partei Die Rechte hatte Brück nicht angetreten. Als einen Grund gab er an, dass sich seine persönlichen Verhältnisse geändert und er nun einen unpolitischen Job hätte.

Dem Wegzug Brücks ging eine Reihe von Niederlagen voraus: Die Polizei geht seit Jahren immer erfolgreicher gegen die Dortmunder Nazis vor, etlich sitzen mittlerweile im Gefängnis. Zu ihren Demonstrationen kamen immer weniger Teilnehmer. Über die eng begrenzte braune Stammkundschaft hinaus marschierte niemand mehr mit. Und  dann gelang es  trotz eines massiven Wahlkampfes der Partei Die Rechte nicht, bei der Kommunalwahl im September ein zweites Mandat und somit den lukrativen Status als “Gruppe” zu erreichen.

Natürlich wird es in Dortmund auch ohne Brück weiterhin eine große und aktive Naziszene geben. Aber sie wird sich nun dümmer verhalten und mehr Fehler machen.

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