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Dortmund: Nazis wollen am Mahnmal für Synagoge demonstrieren

Mahnmal für die ehemalige Synagoge in Dortmund-Dorstfeld.

Am Samstag rufen lokale Antifa-Gruppen aus Dortmund ab 10.30 Uhr zu einer Kundgebung am Mahnmal für die Synagoge in Dorstfeld auf. Sie protestieren damit gegen eine Nazi-Mahnwache aus dem Umfeld der Splitterpartei “Die Rechte”, die sich ab 11 Uhr auf dem Wilhelmplatz angekündigt hat.

„Die Nazis versuchen Dorstfeld immernoch als ihren Kiez zu markieren. Das lassen wir nicht zu”, erklärt Kim Schmidt, Pressesprecherin des Gegenprotests. „Am Samstag werden wieder viele auswärtige Nazis in Dorstfeld sein. Wir lassen die Anwohner:innen nicht mit den Nazis alleine. Mit unserer Kundgebung stellen wir uns an die Seite der Dorstfelder:innen, die seit Jahren unter den Nazis leiden.”

Der Stadtteil wurde in der Vergangenheit wiederholt als „Nazikiez” bezeichnet. „Der Kiez ist keine Sperrzone für Migrant:innen oder Linke, der Kiez gehört nicht den Nazis, gegen diesen Mythos wollen wir arbeiten. Das heißt aber nicht, dass die Nazis im Viertel keine Gefahr für viele Personen darstellen.” In letzter Zeit war es eher ruhig um die rechte Szene. „Das heißt nicht, dass wir uns zurücklehnen können und die Gefahr vorüber ist. Die Nazis bleiben eine Gefahr für alle, die nicht in ihr Weltbild passen.”, erklärt Schmidt. „Wir werden weiter gegen die Nazis vorgehen bis die Szene entgültig Geschichte ist.”

Die Nazis werden im Anschluss an die Kundgebung vermutlich mach Essen fahren, wo die zentrale Veranstaltung der rechten Szene in NRW am diesjährigen 1. Mai stattfinden soll. „Wir rufen dazu auf, die Proteste in Essen zu unterstützen. Das Bündnis “Essen stellt sich quer” ruft ab 12:30 Uhr zu einer Kundgebung am Westbahnhof auf. Es könnte, so er denn mitläuft, einer der letzten Auftritte von Christop Drewer sein. Der bekannte Neonazi war bis vor Kurzem im Gefängnis und folgt nun nach Informationen dieses Blogs dem einstigen Nazi-Politiker Michael Brück nach Chemnitz.

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