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Ein Zeichen gegen Israel

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Ob Iran, Saudia Arabien oder China – die Europäische Union lässt kaum eine Gelegenheit aus, wenn es darum gilt, einer Diktatur in den Hintern zu kriechen. Geht es um Israel, zeigt sich die EU weniger offen. Eine neue EU-Richtlinie schreibt vor, israelische Waren aus den Gebieten jenseits der Grenzen von 1967 kennzeichnen zu lassen.  Das Ganze diene dem Verbraucherschutz, ein bei den Eurokraten beliebter Vorwand, um sich in die Gelegenheiten anderer Leute einzumischen. Politisch gemeint ist das alles angeblich nicht, was nur zeigt, dass man in Brüssel sogar zu dumm zum lügen ist. Die EU misst hier mit zweierlei Maßstäben – oder hat jemand jemals Waren aus Nordirland, Tibet oder dem Baskenland mit besonderen Kennzeichen versehen im Supermarkt erblickt? Umstritten ist der Status all dieser Regionen auch. Für die EU kein Problem.

In einem Gastbeitrag für die Jüdische Allgemeine schreibt Israel Botschafter Yakov Hadas-Handelsman:

Damit gelten für Israel andere Regeln als für den Rest der Welt. Es ist eine falsche Annahme der EU, dass Druck nötig sei, um beide Parteien wieder an den Verhandlungstisch zu bewegen. Israel steht schon jetzt bereit, erneut in Friedensverhandlungen einzutreten, und hält nach wie vor an einer Zweistaatenlösung für zwei Völker fest. Doch auf der Gegenseite gibt es keine Bereitschaft, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Während dieser Tage palästinensische Attentäter auf offener Straße Israelis angreifen, plant die EU Handelshemmnisse gegen Israel.

Ein sonderbares Zeichen sendet Brüssel damit an die Verantwortlichen in Ramallah. Die EU ermutigt mit dieser Geste die palästinensische Seite indirekt, weitere Gespräche mit Israel zu vermeiden. Darüber hinaus wird die Botschaft an die Attentäter gesendet: Macht genau so weiter.

Nach einem Bericht des Tagesspiegels sagte ein Sprecher der israelischen Regierung: „„Wir bedauern, dass die Europäische Union aus politischen Beweggründen so einen extremen und diskriminierenden Schritt unternimmt, der einem Boykott ähnelt. Und dies ausgerechnet zu einer Zeit, in der Israel einer Terrorwelle ausgesetzt ist, die gegen alle seine Bürger gerichtet ist.“

Die Staaten der Europäischen Union haben eine erneute Gelegenheit ergriffen, sich in all ihrer Erbärmlichkeit zu präsentieren.

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37 Kommentare zu “Ein Zeichen gegen Israel

  • #1
    Thorsten Stumm

    Das bizzare an dieser Regelung ist, dass betroffen davon in besonderen Maße Palästinenser sind. Denn in israelischen Betrieben in den "besetzten Gebieten" arbeiten in der übergrossen Mehrzahl Palästinenser, die sonst keinerlei wirtschaftliche Perspektive haben. Da Herr Abbas dort nix auf die Kette kriegt….

    ach ja…und der böse Jude kauft sogar das Obst der Hamas…

    http://www.israel-nachrichten.org/archive/16808

  • #2
    Werner Jurga

    Double standards… – weil auch für "Nordirland, Tibet oder dem Baskenland der Status umstritten" ist?
    "Israel hält nach wie vor an einer Zweistaatenlösung für zwei Völker fest." – Ganz sicher?
    Es ist wahr: die Politik der EU gegenüber Israel (und seinen Feinden) ist in vielerlei Hinsicht zu kritisieren. Es ist auch wahr (@Thorsten Stumm #1), dass gerade für Araber die israelischen Arbeitsplätze im Westjordanland sehr wichtig sind.
    Gerade deshalb besteht keinerlei Grund, jeden Unfug der israelischen Regierung nachzuplappern.

  • #3
    Thorsten Stumm

    @Jurga
    An welcher Stelle habe ich Unfug nachgeplappert ?

    Aktuell dazu

    http://haolam.info/artikel_23079.html

  • #4
    abraxasrgb

    Ein hässliches Beispiel, wie struktureller Antisemitismus politisch manifest wird.
    Aber umgekehrt wird ein Schuh daraus, die EU gibt eine Kaufempfehlung ab 😉
    Man kann, wenn man das per individuellem Konsum möchte, die israelische Politik gezielt unterstützen!
    Ich kann gar nicht genug Sodastream trinken, wie ich über diese EUDSSR Maßnahme rülpsen möchte!

  • #5
    Ben

    Was für ein hanebüchener Unsinn. Die besetzten Gebiete sind vergleichbar mit Nordirland oder Tibet? Der Status von Nordirland und Tibet (als Teil des Vereinigten Königreichs bzw. Chinas) ist aber völkerrechtlich ganz eindeutig und wird nur von separatistischen Gruppen bestritten. Kein einziger Staat der Welt erkennt dagegen die besetzten Gebiete als Teil Israels an – und Israel selbst behauptet das ja nicht einmal! Sonst könnte es schließlich nicht die Fiktion aufrechterhalten, eine Demokratie zu sein, wenn in einem Teil des eigenen Landes Juden wählen dürfen und Nichtjuden nicht. Faktisch stehen die Gebiete natürlich unter unumschränkter israelischer Herrschaft – aber solange Israel sie nicht annektiert, und dies international anerkannt würde, ist es eben nicht "Israel". Also sind Produkte von dort auch nicht "Made in Israel". Und was soll an einer schlicht wahrheitsgemäßen Kennzeichnung "extrem" oder "diskriminierend" sein?

  • #6
    Deutschlandkritiker

    @ Ben: Was daran nicht nur "extrem" oder "diskriminierend", sondern ziemlich perfide ist? Dass nach dem Ende des Naziterrors dem Staat Israel als einer Art Kollektivjude als – vielleicht nur vorläufiger – Höhepunkt der Dämonisierung eine Art neuer gelber Stern angeheftet wird.

  • #7
    Thorsten Stumm

    @Ben
    Fiktion einer Demokratie……soso … in Israel finden regelmässig eindeutig demokratische Wahlen statt. An der auch arabischstämmige Nichtjuden als Bürger Israels teilnehmen. Sie entsenden dabei auch Abgeordnete in das Parlament. Ein Recht, dass sie in sämtlichen anderen arabischen Staaten nicht haben. Die letzten Wahlen in Palästina fanden übrigens in ….na….. 2006 statt. Ist damit für Sie ein Herr Abbas demokratisch legitimiert ……heilige Einfalt…..

  • #8
    discipulussenecae

    @ #5 Ben: Das stimmt so nicht. Sowohl die USA als auch die EU lavieren in der Tibetfrage herum und wollen sich nicht eindeutig festlegen; weder in die eine, noch in die andere Richtung. Denn zum einen können sie mit der sog. VR China gute Geschäfte machen, und zum anderen findet es jeder westliche Politiker geil und öffentlichkeitswirksam, wenn er sich hin und wieder mit dem Dalai Lama ablichten lassen kann.

    Was mich viel mehr interessiert, ist die Frage, warum Deutschland nicht interveniert hat, als "die Staaten der Europäischen Union … eine erneute Gelegenheit ergriffen, sich in all ihrer Erbärmlichkeit zu präsentieren." Schließlich ist doch angeblich "das entschiedene Eintreten für das Existenzrecht Israels … eine unverrückbare Konstante deutscher Außenpolitik." (Angela Merkel) Wer hat da bei der Abstimmung gepennt? Oder haben sie versehentlich einen von "Die Linke" hingeschickt?

  • #9
  • #10
    Stefan Laurin Beitragsautor

    mike: Immerhin geht es den Palästinrnsern dort besser als in Gaza, wo die Hamas am Ruder isr.

  • #11
    Klaus Muecker

    "Ein hässliches Beispiel, wie struktureller Antisemitismus politisch manifest wird."

    "Ich kann gar nicht genug Sodastream trinken, wie ich über diese EUDSSR Maßnahme rülpsen möchte!"

    "Dass nach dem Ende des Naziterrors dem Staat Israel als einer Art Kollektivjude als – vielleicht nur vorläufiger – Höhepunkt der Dämonisierung eine Art neuer gelber Stern angeheftet wird."

    So viel Hass. So viel Gerülpse. So wenig Wissen. Und das alles, weil der "gelbe Stern", der dafür sorgt, dass israelische Produkte STEUERVERGÜNSTIGT oder STEUERFREI in die EU eingeführt werden können, nicht für Waren gilt, die eben nicht in Israel sondern in den von Israel besetzten Gebieten hergestellt werden.

    Hat einer der Herren wohl empört protestiert, als es um die Steuervergünstigung oder Steuerfreiheit für israelische Produkte ging? Wurde da auch schon "Höhepunkt der Dämonisierung" und "Naziterror" geschrien? Oder war da die Herkunftsbezeichnung oder wie es der "Deutschlandkritiker" nennt, der "gelbe Stern" genehm?

    http://www.haufe.de/steuern/rechtsprechung/zollpraeferenzen-fuer-israelische-waren_166_178706.html

    Aber nachdem diese Details schon im Artikel unterschlagen wurde, um Stimmung zu machen, darf so etwas natürlich auch in den Kommentaren nicht veröffentlicht werden…. "Zu dumm zum Lügen" wie es aggressiv in dem Artikel heisst, sind die Ruhrbarone nicht – sie wissen, dass sie lügen und unterdrücken unliebsame Fakten.

  • #12
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Klaus Muecker: Ich für meinen Teil finde es vollkommen ok, dass die einzige Demokratie im Nahen Osten begünstigt wird. Ich habe auch nichts dagegen, wenn in den Siedlungen Palästinenser Jobs finden. Anscheinend können Sie es nicht erwarten, auch diese Menschen ins Elend stürzen zu sehen. In Gaza gibt es übrigens schon lange keine Siedlungen mehr. Allerdings ausser Terror auch kein nennenswertes Exportprodukt.

  • #13
    nussknacker56

    @Stefan Laurin
    In Wirklichkeit verhält es sich so: Weltweit gibt es mindestens 100–200 Konflikte bzw. Metzeleien gegen die die EU ein kleines Zeichen in Form eines Quasi-Boykotts setzen wollte. Doch welchen nehmen? Also flugs die Würfel herausgeholt und ganz demokratisch – so ähnlich wie die Ziehung der Lottozahlen – den „Gewinner“ ermittelt. Rein zufällig hat es nun den israelischen Staat getroffen. Allenfalls könnte man noch diskutieren, wieso der überhaupt auf der Liste ist.

    Doch darüber können Spezialisten wie „Ben“ und „Mücker“ bestimmt jede Menge zum Besten geben, auch wenn ihnen zu den anderen 199 Fällen nicht das Geringste einfällt.

  • #14
    thomas weigle

    wenn Israel die Grenzen zu den Palästinensergebieten wg. Selbstmordattentätern, Raketenangriffen, etc sperrt, ist das Geschrei wg. der Benachteiligung der Palästinenser hierzulande bei den üblichen Verdächtigen groß. Jetzt hört man nix. Gut, ich hör nicht mehr so gut… Könnte es gar sein, dass es eigentlich gar nicht um die Palästinenser geht?
    Außerdem würde ich mir wünschen, wenn die Redaktion vielleicht mal wieder was zu den "3 Nein von Khartoum" als Antwort auf "Land gegen Frieden" der Israelis 1967 in die Tasten haut.

  • #15
    Alreech

    Wer Israel hasst, wir seinen Boykott kaum auf Produkte aus den Siedlungsgebieten beschränken.
    Die Änderung der Kennzeichnung schadet Israel insofern das die Waren Zollrechtlich anders behandelt werden müssen (dürfte interessant sein, ob es für den nicht anerkannten Staat Palästina ähnliche Zollvorschriften bei der EU gibt).

    Wer Israelische Siedlungen und die dortigen Arbeiter unterstützen will (egal ob es sich um Juden, Muslime, Christen, Drusen Atheisten oder andere religiöse Fanatiker handelt 😉 ) kann jetzt also gezielt zu Waren aus diesen Siedlungen greifen.

    Dummerweise wird das kaum passieren, was wohl dazu führt die Produktion dieser Artikel verlagert wird (wobei wohl der Ort der Endmontage und Qualitätskontrolle das entscheidende ist), was am Ende natürlich auch den Palästinensischen Arbeitern schadet die dort beschäftigt sind.
    Aber ob das wirklich ein unbeabsichtigter Effekt ist ?

  • #16
    Gerd

    "misst hier mit zweierlei Maßstäben – oder hat jemand jemals Waren aus Nordirland, Tibet oder dem Baskenland mit besonderen Kennzeichen versehen im Supermarkt erblickt? Umstritten ist der Status all dieser Regionen auch."

    Da hat der Autor zu 2/3 ins Klo gegriffen!

    Nordirland und das Baskenland sind in kleinster Weise "besetzte Gebiete". Nordzypern aber auf jeden Fall und die Westsahara viel mehr als Judäa und Samaria.

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  • #18
    Klaus Muecker

    @Stefan Laurin:

    "@Klaus Muecker: Ich für meinen Teil finde es vollkommen ok, dass die einzige Demokratie im Nahen Osten begünstigt wird."

    Sie müssen jetzt ganz tapfer sein: Ich für meinen Teil finde es vollkommen ok, dass Produkte aus Israel zollvergünstigt oder zollfrei in die EU eingeführt werden können – und Produkte die nicht aus Israel stammen, sondern aus der besetzen Gebieten, eben nicht.

    "Anscheinend können Sie es nicht erwarten, auch diese Menschen ins Elend stürzen zu sehen."

    Na, fehlen die Argumente? Offensichtlich können oder wollen Sie nicht erklären, warum Sie den zollrechtlichen Hintergrund in Ihrem plumpen Stimmungsartikel unterschlagen haben und ob Sie das ‚Antisemitismus‘-Geheule auch schon angestimmt haben, als der "gelbe Stern" uneingeschränkt für Zollvorteile sorgte. Aber Ihre übergriffige Reaktion spricht Bände. Muss Ihnen sehr weh tun, nicht nur von Claqueuren umgeben zu sein, die pflichtschuldigst "Höhepunkt der Dämonisierung", "Naziterror" und "Rülpsen" brüllen…

  • #19
    Thorsten Stumm

    Aus Solidarität mit Israel werde ich von nun an alle arabischen Produkte boykottieren….was leicht ist, denn in Arabien wird nichts hergestellt….

  • #20
    Helmut Junge

    @Gerd, richtig, Nordzypern oder die Westsahara wären die besseren Beispiele gewesen.
    In diesen Fällen wären die Besatzungsmächte die Türkei und Marokko.
    Die richtige Frage wäre dann, " Warum die EU gegen die Türkei und Marokko nicht ebenso handelt, wie gegen Israel.
    Die EU handelt also einseitig gegen Israel. Genau das war die Aussage von @Laurin im obigen Artikel.
    Was ist dann an dieser Aussage falsch?

  • #21
    Gerd

    Entschuldigung Stefan,

    meine Wortwahl war blöd. Du hattest die richtige Absicht, aber die falschen Beispiele gewählt. Das die EU eine Sonderregelung nur für Israel geschaffen hat, ist unbestreitbar.

  • #22
    mike

    was ist das denn für ne krude argumentation?besatzung ist gut?herr laurin stellen sie sich mal vor wir deutsche hätten Frankreich so lang besetzt würde da jemand jubeln.47 jahre staatsterror sind genug würde ich sagen und das man gegen Besatzung kämpft ist sicher verständlich.in Frankreich gab es auch widerstand.und das ist gut so

  • #23
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @mike: Frankreich war vor der Besatzung durch die Deutschen eine Demokratie und danach war es auch wieder eine Demokratie. Werfen Sie einen Blick auf Gaza, dann wissen sie was die Palästinenser nach dem Ende der Besatzung erwartet.

  • #24
    mike

    ach so wenns ein demokratisches land ist dann ist Besatzung schlecht und wenns um einfach arme menschen ohne grosse staatliche Strukturen geht, dann kann man diese menschen ruhig als Volk betrachten dessen land man rücksichtslos klauen kann dessen menschen mit einer anderen Gesetzgebung ausstatten und sie so zu menschen 2ter und 3ter klasse machen.stefan laurin der winkel Demokrat.israel verletzt jeden tag die rechte dieser menschen und wundert sich ernsthaft das inzwischen jeder halbwegs klar denkender mensch Israel die Sympathie und solidaridät entzieht. das war früher anders aber weiter so in zehn jahren stehen die komplett alleine mit ihrem super kriegs apartheitsstaat da und dann ist die Verwunderung noch grösser und die antisemitismuskeule auch aber dann kratzt es keinen mehr.

  • #25
    Daniel

    mike: Ich empfehle dringend einen Rechtschreibkurs und eine Psychotherapie! Wer Begriffe wie "Winkel Demokrat" (sic!) nutzt und sich einige Zeilen später über die "antisemitismuskeule" beschwert, beweist damit eine sehr hohe Ambivalenz. Pathologisch hoch…

  • #26
    Pommeskind

    ^^ Mit "jeder halbwegs klar denkender mensch" meint der Mike anscheinend sich selber und den traurigen Haufen von arabischen Nationalisten, islamischen Fanatikern und Antisemiten, die wie alle anderen Trottel auch dank Internet und Facebook die eigene Relevanz und Reichweite maßlos überschätzen.

    Hummus statt Hamas 🙂

  • #27
    Arnold Voss

    @ Mike # 24

    Danke, klarer kann man seinen Vernichtungswunsch gegenüber Israel nicht ausdrücken, Mike. Und natürlich hat das nichts mit Antsemitismus zu tun, wenn man die Kriegs- und Terrorpläne von Hamas und Konsorten erst gar nicht erwähnt. Wenn man nicht sagt, wieso die besetzten Gebiete besetzt sind. Wenn man geflissentlich verschweigt, dass die militärischen Gegner Israels nicht die zwei Staatenlösung wollen, sondern dass dieses Land von der Landkarte verschwindet. Dass die Hamas genauso Kriegsverbrechen begeht, wie das israelische Miltär, nur dass sie von Niemanden dafür verklagt, noch zur Rechenschaft gezogen werden kann.

    Nein, dass sehen offensichtlich nur die Menschen, die nicht so herrlich klar denken können wie unser Mike, der sich hier als Winkeladvokat des Hamasterrorismus aufspielt. Die Afroamerikaner, die auf dieser Welt noch unter der Apartheid leiden oder darunter gelitten haben, wären heilfroh , wenn sie wie die Menschen"zweiter Klasse" in Israel behandelt würden. Die sitzen nämlich mit allen anderen Bewohnern dieses Landes im gleichen Buss, können die gleichen Schulen besuchen und haben das Wahlrecht.

    Ach ja und noch was, Mike. Israel hat sein Land nicht geklaut sondern per Uno-Beschluss bekommen. Die Palästinenser hätten zusammen mit dem Staat Israel auch einen eigenen bekommen können, haben das aber abgelehnt und zusammen mit ihren arabischen Verbündeten mehrere Angriffskriege geführt, mit dem Ziel den neuen Staat und seine Bewohner komplett zu vernichten.

    Diese neuen Bewohner waren zum größten Teil Flüchtlinge aus Europa, die nicht wussten, wo sie sonst hätten hin können. Menschen die dem Holocaust entkommen sind und dort Schutz gesucht haben. Die eine neue Heimat suchten und dachten, sie hätten sie in Israel gefunden. Die auf ein friedliches Zusammenleben mit den Arabern aus waren und davon ausgegangen sind, dass das möglich ist, obwohl es zu Anfang beidseitig zu unvermeidlichen Landkonflikten gekommen ist. Denn dort lebten immer schon Juden und die, die sich später als Palästinenser bezeichnet haben.

    Es war auch Platz für alle da, als diese Flüchtlinge kamen. Nur dass sie dort so gut wie Niemand wollte. Der Staat Israel befand sich deswegen von Anfang an in Feindesland, und das hat sich bis heute leider nicht geändert. Dafür alleine dem Staat Israel die Schuld zu geben, wie sie es hier tun, ist nicht nur historisch falsch sondern verkehrt Ursache und Wirkung. Israel führt Krieg, weil es sonst nicht mehr existieren würde. Israels militärische Gegner führen Krieg, weil sie das Existenzrecht dieses Landes bis heute bestreiten.

  • #28
    mike

    ja ich weiss alles verkappte Antisemiten die Kritik äussern immer das selbe blabla.gucken sie sich doch an wie sich Israels Gesellschaft verändert,sie wird immer rechtsradikaler und und verliert sich in Rassismus gegenüber Minderheiten.da werden tatverdächtige gelyncht,häuser und kirchen angezündet und der Staat unter bibi eurem superhelden ist nicht in der lage den Rassismus zu stoppen den sie über jahre entfacht haben.dieses Inferno wird weiter gehen und weil so leute wie sie das alles ganz toll und prima so finden und ein paar lobbyverbände auch wird weiter jeder mit dem antisemitismusvorwurf belegt der eine andere sicht auf dieses land hat.aber das ist mir egal damit kann ich leben,jeder sollte mal überlegen was er tun würde wenn man 47 jahre unter Besatzung lebt,egal wie schön und gerecht hier einige Besatzung und Entrechtung finden.

  • #29
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @mike: Unter der israelischen Besatzung zu leben ist sicher kein Vergnügen. Aber es ist besser als in Syrien, Gaza, dem Irak und vielen anderen arabischen Staaten zu leben.

  • #30
    mike

    vielleicht sollten das besser die menschen in Palästina oder der west bank oder Judäa und Samaria oder wie auch immer es politisch korrekt heisst entscheiden.ich persönlich glaube die eine oder andere Unzufriedenheit zu erkennen sonst würden ja alle supi miteinander leben.es ist wie es ist die Israelis driften ab leider nach stark rechts,das würde bei jedem anderen land starke würgereflexe auslösen zb.ungarn aber sie verteidigen hier Israel mit dem ganzen gewohnten kram anstatt anzuerkennen diese israelische Regierung braucht solche zeichen um pläne zu entwickeln die Besatzung aufzugeben alles andere wäre fatal.wenn man mich dafür Antisemit nennt und die kennzeichnungspflicht mit dem gelben Stern vergleicht so ist das ein alter Reflex der sowieso nicht mehr trifft und viel zu oft bei jedem scheiss verwendet wurde.

  • #31
    thomas weigle

    Mike 28 da läuft einiges schief in Israel. Aber warum? Versuchen Sie sich einmal vorzustellen, hier flögen dauernd Raketen aus Belgien, Niederlande oder so, ein. Niederländer und Belgier u.a. drohten ständig mit der Vernichtung Deutschlands, schickten Selbstmordattentäter und Messerstecher los.
    Ich bin71 sechs Wochen in Israel gewesen. Rabiate religiöse judengab es nur wenige, Jerusalem war recht friedlich, die besetzten Gebiete konnten von jedermann frei bereist werden, Ausnahme Gaza und der damals die Grenze zu Ä. bildende Suezkanal.
    Was ist seitdem passiert? Erst Flugzeugentführungen und Airportattentate, 73 der Jom_Kippur-Kriegab 74 Mordterror gegen Schulen und Kindergärten, Intifada 1,2,usw. Als die Israelis sich aus ihren Siedlungen in Gaza zurückzogen, folgten ihnen nicht die guten Wünsche der Palästinenser, sondern deren Raketen. da kann man als Israeli schon ein wenig ungehalten und leider auch fundamentalistisch-religiös oder politisch-radikal werden.

  • #32
    Gerd

    Wenn "mike" von 47 Jahren Besatzung schreibt, dann untertreibt er und das gehörig! Tatsächlich dauert die jüdische Besetzung Judäas schon ca. 3.000 Jahre! 😉

    Lediglich zwischen 1948 und 1967 war die Gegend ‚judenrein‘. Ein Zustand den sowohl Hamas als auch PLO lieber heute als morgen wieder herstellen würden. Was einer von vielen Gründen ist, warum kein 23. arabischer Staat gegründet werden sollte.

  • #33
    Helmut Junge

    @Gerd, du hast keine Ahnung von der jüdischen Geschichte.
    Darum für dich persönlich eine Kurzfassung, die sicher manche Lücken hat. Soll nur eine Kurzmitteilung sein.
    Die Bevölkerung Israels bzw. Judäas ist zweimal aus dem Land vertrieben worden. Die Babylonier haben sie umgesiedelt, aber die Perser haben sie dann etwa 3 Generationen später, wieder ins Land gelassen. (Ezra) dort kannst du nachlesen, daß das ihre damaligen Nachbarn ungern gesehen hatten. Sie haben dann ca 250 jahre unter den Persern gelebt, danach unter den Griechen Alexanders, (Makkabäeraufstand) dann unter den Römern.
    Dann haben die "Juden" sich gegen die Weltmacht Rom aufgelehnt, (jüdisch -römischer Krieg, über den Josefus Flavius berichtete) und nachdem sie das auch noch einmal wiederholt hatten, (BarKochba-Aufstand) waren die Römer es leid mit ihnen. Seit dieser Zeit sind sie, die Juden, ohne eigenen Staat, haben aber ihre Identität innerhalb des römischen Impreriums bewahren können. Und als die Franken, bzw. die Ostfranken das Imperium unter dem Namen "heiliges römisches Reich Deutscher Nation" wiederaufleben ließen, waren sie automatisch auch Teil dieses Imperiums, bis dieses zerbrach. Auch unter den entstehenden Nationalstaaten konnten sie Ihre kulturelle Identität bewahren, bis sie 1948 den Staat Israel unter dem Mandat der UNO gründen durften.
    Gegen diese, von der UNO abgesegnete Staatsgründung waren allerdings die Araber. Und das sind sie bis heute. Vor der Gründung des Staates Israel wurden übrigens alle Einwohner, auch Juden oder Drusen, in dieser Weltgegend Palästinenser genannt. Heute gilt dieser Name nur noch für die Araber, die dort ansässig sind, oder waren.

  • #34
    Gerd

    "Die Bevölkerung Israels bzw. Judäas ist zweimal aus dem Land vertrieben worden."

    In jedem Fall sind die Vertriebenen zurück gekommen, auch nach Judäa. Und seitdem haben bis 1948 ständig Juden in Judäa gelebt. Dann laß es nur 2.000 Jahre gewesen sein.

    "…, bis sie 1948 den Staat Israel unter dem Mandat der UNO gründen durften."

    Falsch! Der Teilungsplan war a) ein rechtlich unverbindlicher Vorschlag der UNO-Generalversammlung und b) trat er nie in Kraft. Das moderne Israel wurde von den dort lebenden Juden per nationaler Selbstbestimmung gegründet. Das Recht hat grundsätzlich jedes Volk. Und dem jüdischen Volk wurde 1920 vom Völkerbund das alleinige Recht zur Gründung eines Staates im Mandatsgebiet Palästina zugesprochen. Ein Recht das die UNO bei ihrer Gründung übernommen hat. (Artikel 80)

  • #35
    Helmut Junge

    @Gerd, offenbar sind wir nach unserem ursprünglich kontrovers angelegten Quellenstudium, doch noch gemeinsam zu dem Ergebnis gekommen, daß die UNO, genau wie vorher der Völkerbund, den in Judäa lebenden Juden das Recht zugesprochen hat, dort, in diesem Gebiet einen eigenen Staat zu gründen.
    Es freut mich, daß das Entwickeln gemeinsamer Erkenntnisse selbst in hitzigeren Debatten manchmal doch noch funktioniert.

  • #36
    Deutschlandkritiker

    @ Mike: "Würgereflexe" bekomme ich, wenn ich die Tiraden solcher "Ich-bin-ja-kein-Antisemit,-aber"-Antisemit_innen wie Ihnen zu verdauen habe.

  • #37
    thomas weigle

    Eine (ständige) militärisch-aktive Bedrohung von außen ist selten demokratiefördernd. Das hat die damalige israel. Regierung 48 nicht davon abgehalten, als der Angriff der Nachbarn schon begonnen hatte, jedem auf dem Territorium Israels lebenden Araber die gleichberechtigte Staatsbürgerschaft anzubieten. Wird auch gerne vergessen.

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