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E.ON-Kraftwerk Datteln: Baustopp beantragt

Für E.ON wird es in Datteln ernst.

Nachdem in der vergangenen Woche vom Oberveraltungsgericht in Münster der Bebauungsplan für das im Bau befindliche Steinkohlekraftwerk in Datteln für ungültig erklärt wurde, ging heute Nachmittag bei der zsutändigen Bezirksregierung in Münster ein Antrag auf Baustopp eingegangen. Die Bezirksregierung hat die Antragsprüfung unverzüglich aufgenommen: "Wann eine Entscheidung in der Angelegenheit getroffen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar. Die Bezirksregierung weist darauf hin, dass die Urteilsbegründung des OVG derzeit noch nicht vorliegt", so die Bezirksregierung in einer ersten Stellungnahme.  

Für E.ON wird es in Datteln ernst.

Nachdem in der vergangenen Woche vom Oberveraltungsgericht in Münster der Bebauungsplan für das im Bau befindliche Steinkohlekraftwerk in Datteln für ungültig erklärt wurde, ging heute Nachmittag bei der zsutändigen Bezirksregierung in Münster ein Antrag auf Baustopp eingegangen. Die Bezirksregierung hat die Antragsprüfung unverzüglich aufgenommen: "Wann eine Entscheidung in der Angelegenheit getroffen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar. Die Bezirksregierung weist darauf hin, dass die Urteilsbegründung des OVG derzeit noch nicht vorliegt", so die Bezirksregierung in einer ersten Stellungnahme.  

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20 Kommentare zu “E.ON-Kraftwerk Datteln: Baustopp beantragt

  • #1
    Markus Heide

    Da ich selbst Waltroper bin, kommt mir das Urteil wie gelegen ! Der Kühlturm istaus allen Richtungen und on Überall zu sehen. Wenn hier irgendetwas mit den Baugenehmigungen nicht i.O. ist, bin ich für Abriss des Monsters, dies müßte auch Gerichtlich auferlegt werden. Aber ich habe da wenig Hoffnung, da hier Garantiert wieder einige Leute geschmiert werden und Drohungen von Arbeitsplatzabbau gemacht werden. Dann knicken die Behörden schon wieder ein.
    Gruß Markus

  • #2
    Elmar

    Ist doch alles super, so. Jetzt hat Datteln eben ein Ausstellungsstück mehr. Braunes Schild hin: „Route der Industriekultur“ und fertig.
    Grüße, Elmar

  • #3
  • #4
    Stefan Laurin Beitragsautor

    Wenn es zu dem Baustopp kommt ist jeder, der noch in Deutschland investiert, mit dem Klammerbeutel gepudert. Rumänien ist doch auch ganz nett und hat auch noch schöne Strände.

  • #5
    Tobias

    Wer kann da noch Eon oder RWE verübeln, wenn sie in GB oder Bulgarien investieren und nicht in Deutschland. Kohlekraftwerke aus, Kernkraftwerke aus, Licht aus.

  • #6
    André

    Ich lächele über Tobias. So wie in Deutschland, soweit ich weiß, zeitgleich 5 Atomkraftwerke stillstanden, so flackerte natürlich bei mir auch das Licht in der Wohnung 😉 Die wohlberühmte nicht existierende Stromlücke rules the world :-))

    Aber ist schon cool, wie man sich heutzutage noch über Kohlekraftwerke den Kopf zerbricht und sie schönredet. Als ob nicht jeder weiß, dass es die größte derzeit vom Menschenhand erschaffene Seuche ist (neben der Gentechnik im Nahrungsmittelbereich), die überhaupt existiert.

    Klar geht nach Bulgarien oder GB, auf Kosten der Klimaveränderung und co. Man kann eben für Geld alles kaufen. Und auch die Engländer haben was davon… nämlich seeehr viel Dürre, denn dort werden sich die neuen Wüstengebiete als erstes ausbreiten 🙂 Bulgarien macht ja mehr auf Atomkraft. Hoffen wir mal, dass die Bulgaren im Falle eines Störfalls etwas schneller reagieren, als die Ukrainer und nicht den Restmüll einfach in der Pampa, auch Sibirien genannt, verbuddeln.

    Last but not least: Ich bin froh, dass seit langem die Alternativen zu Kohle und Atom immer mehr Aufwind und Rückendeckung bekommen.

  • #7
    Kalle

    Ich finde die Dinger auch nicht schön, aber irgendwo muss der Strom nun mal herkommen. Mir ist es lieber hier und da ein Kraftwerk zu sehen, als jeden zweiten Tag im dunkeln zu sitzen.

    Gerade im Winter wenn alle Leute heizen und den ganzen Tag das Licht anhaben ist nicht besonders viel Sonne da, aus der man den entsprechenden Strom gewinnen kann.

    Zum Glück gibt es in Andres Welt keine Stromlücke.

  • #8
    Katrin

    Also Strom will jeder haben, Aber neue Kraftwerke will keiner. Keine AKWs, keine Kohlekraftwerke. Windparks will auch keiner neben seinem Häusle haben. Da gibts dann auch nur wieder Jammern über Lärm und Schattenwurf!! Woher soll der Strom kommen??!! Dann behalten wir wohl die alten Kohleblöcke anstatt sie durch neue saubere und effizientere zu ersetzen. Bitteschön!! Oder schalten wir doch in Deustchland alles ab und machen uns vom Ausland abhängig. Dann soll sich aber auch keiner über steigende Strompreise beklagen!!!

  • #9
    B.Schömann

    hab da ja lange gewohnt in Datteln,jetzt lebe ich schon
    über zehn Jahre in Kalkar.Henri van der Most hat damals den „Schnellen Brüter“ für kleines Geld gekauft und ein „Wunderland“ daraus gemacht.Der hätte bestimmt auch Spaß an dem 180m hohen Kühlturm in Datteln. Der Holländer weis wie man damit umgeht – schickt dem doch mal ne Visitenkarte von EON.

  • #10
    Wolle

    Game Over! Dat Ding braucht nur noch ein paar Kilo einer besonderen Sorte, dann ist wieder Ruhe im Karton.

  • #11
    Guffy

    Wer gegen neue Kraftwerke ist, will somit dass veraltete „Dreckschleudern“ mit geringeren Wirkungsgraden weiter laufen. Oder „billigen“ AKW Strom aus Frankreich (Die Rechnung kommt später).

    Ach ja, bei euch kommt ja sauberer Strom aus der Steckdose. Nur wie die Luft vor eurem Fenster ist, wollt ihr nicht sehen.

  • #12
    Volker

    Endlich hat es einer gewagt gegen den grßen Goliath zu kämpfen. Die Stadt Datteln hat zu lange alles unter dem Decke gehalten. Selbst Umfragen wurden entsprechend verschönt. Ich kann diese Diskussion nicht verstehen, dass ohne das Kraftwerk das Licht ausgehe. Datteln braucht seit dem die Zinkeletrolyse nicht mehr benötigt wird, solch ein Kraftwerk. Alternativen, zum Beispiel Photovoltaik oder Windkraft wären sinnig. Hier sollte mal darüber nachgedacht werden, hätte jeder solch eine Anlage aufs Dach, null Problemo. Selbst die 47N mit dem Newpark verschandelt Datteln. Super Politik!

  • #13
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Volker: Prima, dann kann die Bahn ja auch auf den Strom aus dem geplanten Kraftwerk verzichten. Die Züge können ja mit Segeln ausgestattet werden. Darf ich raten? Sie sind im öffentlichen Dienst oder Rentner?

  • #14
    Rolf

    Hallo an alle
    in anbetracht der tatsache, das die stromindustrie 48MW monatlich ins Ausland verkauft entbehrt sich jegliches gejammer über stromlücken!
    auch ist nichts bekannt wann die 3 bestehenden blocks in datteln abgeschaltet werden sollen! soviel zum co2 einsparen! und wer sich die mühe macht und das urteil liest bekommt vieleicht einen kleinen eindruck wie die großkonzerne mit uns umgehen. „erst mal bauen, egeal wie ich das recht beugen muss, der deutsche michel hält ja sowiso die schn…“
    und wenn solche bauten in wohngegenden verboten werden, ja dann habe auch ich die hoffnung, das regenerative energie einen vernünftigen start in der energiewirtschaft bezieht.

  • #15
    RalleRalle

    Mit Wärme-Kraft-Kopplung erreicht das das KohleKraftwerk nur lächerliche 49% Wirkungsgrad. Das ist auch keine Wärmekraftkopplung im eigendlichen Sinne. Es wird nur mit der Verbrennungswäme (Dampf) erzeugt der dann durch eine Turbine in Kraft umgewandelt wird. Die Restwärme geht dann in das örtliche Fernwärmenetz.
    Eine richtige Wärme-Kraft-Kopplung sieht anders aus. Diese nutzt die Kraft der Explosion in einem Verbrennungsmotor und der Kühlkreislauf ist hier die Wärmeerzeugung. Solche lokalen Heim-Kraftwerke haben einen Wirkungsgrad von 92%, sie eignen als Schwarmkraftwerke auch zur Grundlastabdeckung und können problemlos Atom- und/oder Kohlekraftwerke ersetzen.
    Ein Erdgas- Flüssiggas- oder Heizölmotor liefet ca.40% zusätzlichen Strom OHNE Mehrverbrauch, weil man die Flamme nicht mehr im Freien verbrennen läßt sondern im geschlossenen Raum (Zylinder) zur Expolsion bringt.
    Davor haben die Energie-Erzeugungsmonopolisten Angst und bauen panikartig 34 neue Kraftwerke um ihr Erzeugungsmonopol nochmals 45 Jahre zu zementieren.
    Übrigens kann es keine Schandensersatzforderungen seitens EON geben, weil sie sich schriftlich verpflichtet haben auf eigenenes Risiko zu bauen. Denn sie wollten das Gerichtsverfahren nicht abwarten.

  • #16
    Bettina

    Ja liebe Mitleser, ist sehr interessant, was hier so geschrieben wird! Ich sehe, die, die dagegen sind, haben eher fundiertes Wissen über alternative Energien, die anderen wurden schön eingelullt mit den üblichen Argumenten wie Arbeitsplatzverlust oder Abhängigkeit vom Ausland. Dieses Kraftwerk ist überflüssig! Es GIBT Alternativen! Dieser unendlichen Arroganz der Großkonzerne gehört endlich mal ein Riegel vorgeschoben und dazu gehört die Absage an EON! Ich hoffe, nur dieses einemal auf eine gerechte Entscheidung, die NICHT vom Geld abhängt! Und für die Befürworter: Der Bau hat doch schon sehr vielen Menschen für eine lange Zeit Arbeit gegeben und der Abriß wird es genauso tun :o)

  • #17
    isarschwarz

    Ich weiß nicht was die Aufregung jetzt noch soll man hätte dieses alles schon bei der Grundsteinlegung machen sollen und nicht wenn es kurz vor der Fertigstellung ist denn zu diesem Zeitpunkt sind zu viele Wichtigtuer Unterwegs.
    Umweltschutz????Was ist mit Opel???? Keine Aufregung?????Ach Ja Autos sind ja zu 100%
    Umweltfreundlich.

  • #18
    turpin

    EOn Kraftwerk Datteln-Gesetzesänderung Landesregierung Düsseldorf
    Hier gehen die Kollegen aus der Politik und den Aufsichträten der Großfrimen
    wohl wieder Hand in Hand gegen den dummen kleinen Steuerzahler vor.
    Vorangegangene richterliche Einscheidungen werden hier von der Politik und Eon
    mit Füssen getreten. Obwohl der Bebaungsplan einen ganz anderen Standort vorsah
    wurde dieses Riesenbauwerk direkt neben einigen Wohnsiedlungen gebaut.

    armes Deutsschland

  • #19
    willi rauch

    kommt der strom aus der steck dose, die sich gegen beschweren müssten doppelt den strom bezahlen , wohne selbst keine 200 m vom alten kraftwerk entfernt, müssten unds auch dann beschweren, es ist eine alte drecksschleuder die schorsteine.

  • #20

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