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EPostbrief: Postboten boykottieren Werbung

Die Post will, dass die Postboten bei ihren Kunden für den EPostbrief werben. Die haben aber gar keine Lust darauf.

Der EPostbrief soll für die Post so etwas wie die Brücke in die digitale Zukunft sein. Er soll eine Art digtales Einschreiben werden. Er ist erst einmal eine schnöde, aber teure E-Mail. Man kann ihn aber auch von der Post ausdrucken und dann zustellen lassen. Dann ist er so offen wie eine Postkarte.

Die Begeisterung bei den Kunden der Post hält sich wohl noch in Grenzen. Auf Facebook hat der EPostbrief nicht viele Freunde.   Und auch sonst läuft alles wohl eher schleppend.

Deswegen sollen jetzt die Postboten ran. Sie sollen bei ihren Kunden Werbung für den EPostbrief machen. Viele von ihnen kennen  ihre Kunden lange und gut – für die einen nennen so etwas Vertrauen. Für die Post-Manager ist es eine gute Verkaufsgrundlage.

Doch die Postboten haben keine Lust darauf, ihren Kunden ein Produkt zu verkaufen, an dass sie selbst nicht glauben. Und von dem sie befürchten, dass es ihre Jobs kosten wird.

Allen Mitarbeitern der Deutschen Post wurde als kleines Geschenk vor ein paar Tagen eine  Mailadressen reserviert und jeder bekam dazu einen Freischaltcode zugesendet, um die Registrierung abzuschließen.  Das haben viele nicht gemacht.

Die Post kann mit dem EPostbrief nicht nur ihre Kunden schwer überzeugen – auch bei den eigenen Mitarbeitern hat sie Probleme.

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4 Kommentare zu “EPostbrief: Postboten boykottieren Werbung

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  • #2
    E-Postbrief-Fan

    Dass der E-Postbrief Jobs kosten wird ist schlicht und ergreifend falsch. Der E-Postbrief SICHERT Arbeitsplätze, denn auch ein E-Postbrief kann noch durch den Postboten zugestellt werden. Das Produkt kommt bei den Mitarbeitern gut an und es haben sich schon viele registriert…

  • #3
    Datenschützer

    Alles spricht von Datenschutz, richtig?
    Der E-Postbrief soll auch sicher sein, richtig? Die Frage ist nur, was wird HIER eigentlich unter Sicherheit verstanden? Mein Ding ist es nicht und kann/wird auch nie werden! Denn ich möchte eine Möglichkeit nutzen, wie ich diese nur einmalig kennengelernt habe und gerade aktiv teste, Daten auszutauschen, die AUSSER mir tatsächlich keiner lesen kann!
    Auf meine Frage bei E-Post, wer denn noch Zugriff auf meine Daten haben könnte, warte ich noch immer auf eine Antwort. Fakt ist in der Regel, dass zumindest der Systemadministrator, der „Datenverwalter“, Zugriff auf die gespeicherten Daten hat, richtig?
    Und das gibt es bei meiner Alternative nicht! Und deswegen ist es einzigartig am Markt, kostet (je nach Nutzung) weit weniger und meine gespeicherten Daten sind für niemanden lesbar, außer für den Inhaber, der über das 10-stellige (NICHT veränderbare) Passwort verfügt. Saubere und funktionierende Sache.
    Übrigens, auf meinen Kommentar auf einen WAZ-Artikel erhalte ich auch keine Antwort, wohl zu kritisch hinterfragt 😉 Geld regiert nun mal die Welt, oder?
    Mit datensicherem Gruß

  • #4
    Datenschützer

    @E-POSTBRIEF-FAN

    Kurz mal nachgefragt? Was begeistert Dich denn an dem E-Postbrief genau?
    .
    Übrigens, meine Meinung: Auf der einen Seite werden durch den E-Postbrief neue Arbeitsplätze geschaffen, auf der anderen Seite fallen auch welche weg. Warum? Es werden in Zukunft, keine Bange, es dauert noch einige Jahre (ggf. Jahrzehnte), nicht mehr so viele physische Briefe verschickt. Das die E-Mail den Brief nicht wirklich „tangiert“ liegt daran, dass die E-Mail zum einen nicht sicher ist und (so habe ich mal gelesen) ca. 90 %!!! Spam und Schrott ist, was verschickt wird. Und mal ehrlich, wer möchte schon sensible Daten über E-Mail (also elektronischem Weg) versenden, in dem Wissen, dass tatsächlich alle Daten gelesen, kopiert, verfälscht etc. werden können?
    .
    Woher weisst Du denn, wie das Produkt bei den Mitarbeitern ankommt? Hast Du alle selber befragt? Wie viele sind VIELE, die sich schon registriert haben? Registrierung heisst doch nicht automatisch, dass das Produkt genutzt wird, oder?
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    Es sind ja auch schon viele große und größte Unternehmen, die mit E-Post zusammen arbeiten. Die Frage ist doch, wie wird es denn auch genutzt? Wie viel Umsatz wird denn schon damit gemacht? Darauf gibt es keine Antwortern, geht ja auch gar nicht, denn mit den Zahlen würde sich die Post wahrscheinlich schämen. Millionen werden für Werbung ausgegeben und ein paar Tausender kommen rein? Mmh, scheint sich nicht zu rechnen, oder?
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    Ach, übrigens, ist Dir eigentlich bekannt, dass es der D R I T T E Anlauf der Post ist, auf diesem Markt Fuss zu fassen? Nur mal am Rande notiert.

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