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Erfolgreiche Demo von „DU it yourself“ am Samstag

Eine Woche nach der gescheiterten Besetzung einer Schule in Duisburg-Laar ging die Initiative Du it yourself gestern auf die Straße um für kulturelle Freiräume zu streiten 200 gingen mit.

Bei der Duisburger Initiative Du it yourself sind sie mit dem Verlauf der gestrigen Demo für mehr kulturelle Freiräume zufrieden. Nur die in einem Video dokumentierte Versprechung der Stadt, mit den Besetzern über neue Räume zu reden scheint in Vergessenheit geraten zu sein. In einer Pressemitteilung schreibt die Initiative:

 „Wir haben die Demonstration erst am Mittwoch angemeldet. Damit haben wir gezeigt, dass wir innerhalb kürzester Zeit viele Menschen mobilisieren können. Das zeigt uns: Es gibt in Duisburg einen großen Bedarf an unabhängigen sozio-kulturellen Räumen. Und es gibt genügend städtischen Leerstand der dementsprechend genutzt werden könnte.“.

Noch  während der Räumung der Hauptschule in Duisburg-Laar hatte es ein Gesprächsangbot von Immobilien-Managment Duisburg – Geschäftsführer Uwe Rohde, gegeben. Auf eine E-Mail-Anfrage, die am vergangenen Dienstag an Uwe Rohde geschickt wurde, gab es bis heute allerdings keinerlei Reaktion.

Wir fragen dann morgen mal bei Uwe Rohde nach…

Mehr bei Du it Yourself

Duisburg-Laar Besetzung auf den Ruhrbaronen:

Duisburger Hausbesetzer: “Vorerst gescheitert…”

Dumm, dümmer, Duisburg…

Besetzung Duisburg Laar: Besetzer räumen die Schule und bitten um Unterstützung!

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Ehemalige Schule in Duisburg Laar besetzt

RuhrBarone-Logo

19 Kommentare zu “Erfolgreiche Demo von „DU it yourself“ am Samstag

  • #1
    d-punkt

    So, habt ihr also gezeigt dass ihr mobilisieren könnt, auf die Schnelle und als Ausdruck von Bedarf an … kulturellen Angeboten. Das ist politisch betrachtet in etwa so, als würden die Bullen behaupten sie seien ja auch nur dafür da dass alles nach Recht und Ordnung zugeht. Hausbesetzung hat eine andere Geschichte als sich bei den Herrschenden LiebKind machen und den Dialog , gar noch Gesprächszusagen einzufordern, im Gegenteil gab es zig Verlautbarungen die da lauteten „Der BesetzerInnen-Rat erklärte die Verhandlungen für zwecklos“.

    STATT WOHNUNGSPOLITIK PLANT DIE CDU DEN BÜRGERKRIEG

  • #2
    d-punkt

    Eine sinnvolle Forderung um den politischen Gehalt dahinter deutlich zu machen wäre zum Beispiel die Forderung nach Aufhebung des noch immer andauernden Personenschutzes von Horst Herold. Oder das unser aller Militärbischof Overbeck Innenminister wird. Aber „Kultur“ … ? Mut zur Un-Kultur! „Entarteter Kunst“!

    Seid realistisch – versucht´s erst gar nicht …

  • #3
    Jan

    Sollte man den Erfolg der Demo nicht eher danach beurteilen, was sie letztendlich erreicht hat?
    Ist Du it yourself eigentlich bereit, ohne Vorbedingungen in solche Verhandlungen zu gehen?

  • #4
  • #5
  • #6
  • #7
    d-punkt

    Wieso ist man dabei den Dialog mit der Stadt zu suchen anstelle mit Leuten aus der Besetzten Siedlung in Rheinhausen, der Bahnhof Neumühl, der Flurstraße?

    Mit etwas mehr Aufwand bekäme man durchaus die ein oder andere Besetzung hin die politisch nicht derartige Abstriche machen, man wolle sich einbringen in den KulturVerwaltungsAlltag. So wird doch dem grundsätzlichen Anliegen der Boden unter den Füßen weggezogen und außer Sozialreformen ist nichts drin.

    Allen Ernstes zu mokieren in MH gäbe es das AZ, aus dem politisch auch viel mehr hätte werden können (Infrastruktur für darauf folgende Hausbesetzungen) und dann aber auch noch in vorauseilendem Gehorsam erst gar nicht dazu kommen die Eigentums- und damit Machtfrage stellen zu wollen ist doch absehbar eine ungeglückte Angelegenheit. Von vornherein darauf zu hoffen von der Gesellschaft toleriert zu werden als „jung, kreativ, gewaltfrei“, und sich selbst zu beschwichtigen wenn ersteinmal ein Zentrum da wäre ja dann könnte man auch Schritt für Schritt fortschrittlichere Inhalte darein tragen, das geht nach hinten los wie ein Gewehr im spanischen Bürgerkrieg. Einerseits RoteFlora im Kopf haben aber dann doch wieder nicht den Mut über das Hundertmeister hinauszudenken.

    Wenn ihr schon im Winter besetzt und nichtmal thematisiert das es Häuser gibt die leerstehen, sondern nur euer verschissenes Zentrum haben wollt um Euch auf den politischen Lebensabend vorzubereiten, dann lasst es doch ganz bleiben.
    Mehr als eine staatlich finanzierte Studie darüber wie man in Zukunft eine städtische Aufstandsbekämpfung besser wird planen können kommt nicht bei raus.
    Gegen Gentrifizierung den Dialog mit den Stadtoberen suchen, ihr habt se nicht alle. Ihr sabotiert die kommenden Armutsaufstände in den Metropolen damit.
    Die schlimmsten Feinde der Freiheit sind die glücklichen Sklaven.

  • #8
    crusius

    @1 usw.: Warum wird hier eigentlich so beharrlich getrollt? Die Dortmunder und Essener Kollegen von „Du it usw.“ sind hier bislang nicht unter derart systemkritischen Beschuß geraten. Die drei Punkte vor den ‚kulturellen Angeboten‘ sprechen Bände: Für den wahren Weltrevolutionär ist das wohl nur ‚Gedöns‘. Andere sehen das anders: Kommt drüber weg!

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  • #10
    d-punkt

    @crusius: eine ganz einfache antwort die du dir auch hättest selber denken können lautet: FABRIK. da inszenieren die jene die zu verantworten haben das es den laden nicht mehr gibt sich als künftige KulturVerwalter eines ebenso politisch im vornherein aufzugebendem zentrums, das ist schon ein hohn gegenüber uns allen die dann keine FABRIK mehr hatten, wenn da jetzt politisch so eine reform der städtischen kulturlandschaft zelebriert werden soll anstelle die ursachen die dazu führten das der laden politisch scheiterte klar zu benennen: schlichtweg ein sich einrichten in den verhältnismäßigkeiten ist schuld an der niederlage, und die ist es noch genau so wie sie es war, politisch. deshalb, um herauszustellen das „mit solchen leuten ist kein staat zu machen“ es politisch vom regen in die traufe führt sich als sozialreformer zu präsentieren. warum hat den niemand die FABRIK besetzt und verteidigen wollen? weil das ganze kämpferische getue nur habitus geworden ist und man sich im szene-mief ausruhte, die alterspfründe verköstigte und als plötzlich der laden weg war nur die jeweiligen fraktionen untereinander sich die schuld zuwiesen. und jetzt: minimalster minimalkonsens? gewaltfrei usw.? das ist ja ekelhaft und steht im lehrbuch des ministeriums für staatssicherheit als feindlich-negative kräfte die der reaktion zuarbeiten, eine politische kapitulations-erklärung die zum neuanfang verklärt wird. informelle sozialdemokraten unter sich.

    seid realistisch – versucht´s erst gar nicht …

  • #11
    Arnold Voß

    @ D-Punkt

    „Ihr sabotiert die kommenden Armutsaufstände in den Metropolen damit.
    Die schlimmsten Feinde der Freiheit sind die glücklichen Sklaven.“

    Ich glaube, der Aufstand in Hattingen steht kurz bevor. Herne und Bochum werden dann sehr bald folgen. Die Leute auf dem Westenhellweg in Dortmund gucken beim Weihnachtseinkauf auch schon ganz kämpferisch und werden sofort zu den Waffen greifen, wenn sie das Fanal aus Hattingen erreicht hat.

    Es wird Zeit die roten Fahnen wieder aus dem Keller zu holen und mit unserem großen Anführer D-Punkt aus Duisburg sofort auf den G-Punkt der hiesigen Welt-Revolution zuzusteuern. Er soll irgendwo am oder im U versteckt sein. Winkelmann soll es genauer wissen.

    Ach ja, und nicht vergessen, das U zu besetzen und oben drauf die größte Fahne zu hissen.

  • #12
    Stefan Laurin

    @Arnold Voß: Können wir mit der Revolution in Bochum bitte bis zum Frühjahr warten? Im Winter ist es viel zu kalt. Ich möchte nicht im Schneeregen auf die Barrikaden.

  • #13
  • #14
    d-punkt

    die deutschen soldaten trainieren im auslandseinsatz künftige inlandseinsätze hier, und seie es nur das die bullen auf die erfahrungen zurückgreifen können.

    es wird in absehbarer zeit noch weitaus mehr leestand im pott geben.
    sich inhaltlich auf die deeskalation solcher konflikte durch die städte, der befriedung der sozialen konflikte nicht nur einzulassen, sondern gar noch zu fordern man wolle als gesprächsgegenüber daran teilhaben die kommenden unruhen, geschuldet den kommenden nöten, besser zu bewältigen ist:

    armutsaufstandsbekämpfung.

    www.squat.net

  • #15
    Arnold Voss

    @ D-Punkt #14

    „die deutschen soldaten trainieren im auslandseinsatz künftige inlandseinsätze hier, und seie es nur das die bullen auf die erfahrungen zurückgreifen können.“

    Jetzt, wo du es sagst, fällt es mir wie Schuppen von den Augen, Großer Führer D-Punkt. Die klimatische, bauliche und landschaftliche Ähnlichkeit zwischen dem Ruhrgebiet und Afghanistan ist frappierend. Bis auf die fehlenden Berge natürlich. Aber sonst, fast alles 1:1 übertragbar.

  • #16
    D-punkt

    der link is keine unterschrift.

    und ja, häuserkampf im kriegsgebiet wird anderswo trainiert um künftige armuts-, hunger-, sonstwas-aufstände in planungen von gentrifizierungprojekten mit ein zubeziehen. die uni in …bochum is das doch die sie nach aufstandsbekämpfungs-plänen gebaut haben. viele vertrackte winkel in denen sich keine größeren gruppen bewegen können. in den 60ern gab es da wenistens noch die notwendigkeit für.

    soll heißen: sicherlich gibt es den trikont auch hier, als häuserkampf mittels militär im inland als es in den 80ern unter Lummer hieß er plane die Endlösung ist das durchaus real.

  • #17
    Arnold Voß

    Nee, iss klar, D-Punkt. Ich kann mich noch erinnern, wie wir damals den Häuserkampf in Bochum fast erfolgreich hinter uns hatten. Aber dann kam die Uni-Bochum. Wir hatte die ganze Stadt schon im Sack, aber an der verdammten Uni sind wir gescheitert.

    Wir haben es wegen der vielen Winkel und schmalen Gänge mit der Guerillataktik in gaaanz kleinen Gruppen versucht. Schien am Anfang zu klappen, aber dann haben wir uns schlicht verirrt und nicht mehr rausgefunden. Gab ja auch noch keine Handys. Wenn wir die gehabt hätten, hätten wir es vielleicht geschafft.

    Ooomann, D-Punkt. Können wir die Nummer nicht mal auf ner Bühne probieren?

  • #18
    d-punkt

    Wer sind Sie?
    Was wollen Sie?
    Finden Sie das witzig?

    Die Uni Bochum IST nach Aufstandsbekämpfungsplänen gebaut worden.
    Ziel der Architektur ist es das sich keine größeren Ansammlungen Menschen durch das Gebäude bewegen können. Eine mögliche Besetzung sollte dadurch erschwert werden. Diese Räumlichkeiten sind angewandte psychologische Kriegsführung und daran ist überhaupt nichts witzig. Diese Uni ist eine Drohung.

    Ich hatte nur bloß einen Kommentar gelesen, es wäre gut, dass eine andere Darstellung als die der WAZ hier zu lesen für gut befunden wurde. Also …

  • #19
    Jan

    @18
    Die Ruhr-Uni Bochum ist keine psychologische Kriegsführung – sie ist als Uni konzipiert und soll nicht als Kriegsschauplatz taugen!

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