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Update: Facebook: „Fridays for Hubraum“ größer als „Fridays for Future“

 

Logo der Facebookgruppe „Friedays for Hubraum“

Mögen viele Medien sich in der Berichterstattung über Fridays for Future überschlagen, auf Facebook liegen die Petrolheads vorn. Spielend gelang es innerhalb weniger Tage der erst am 22. September gegründeten Facebookgruppe „Fridays for Hubraum“ an ihrem ökologisch korrektem Gegenstück „Fridays for Future“ mit 74.484 Mitgliedern zu 74.102 Followern vorbei zu ziehen.

Dabei hatte sich das Wachstum der Hubraum-Gruppe verlangsamt, nachdem sie gestern von „offen“ auf „geschlossen“ umgestellt wurde, um Trolle draussen zu halten. Wie lange das gelingt, bleibt abzuwarten. Ähnliche Seiten und Gruppen kippten in der Vergangenheit schnell nach rechts.

Der Spaß an Autos mit viel Hubraum steht im Vordergrund, wer Greta-Witze nicht erträgt, sollte die Gruppe meiden.

Update:

Was an einem Tag noch als halbwegs gute Idee erschien, das sieht am nächsten Tag oft ganz anders aus. So ging es uns mit der Erwähnung dieser Facebook Gruppe in diesem Artikel. Um es kurz zu machen: Es ist genau das eingetreten, was zum Schluß des Artikels angedeutet wurde. Die Macher der Gruppe haben die Kontrolle über die Mitglieder und die Inhalte schon nach kürzester Zeit verloren. Und so war es auch kein Wunder, dass sich dort sehr bald misogyner Menschenhass, bis hin zu Morddrohungen, breit machte und lange Zeit, ohne das von Mitgliedern großartig widersprochen worden wäre, dort auch nachzulesen gewesen ist. Aktuell scheinen die Organisatoren der Gruppe die schlimmsten Ausfälle gelöscht zu haben. Aber das macht es nur wenig besser. Man ist besoffen von der eigenen Großartigkeit der 300.000+ Mitglieder und sieht sich schon als kommende Volksbewegung über die Straßen ziehen, pardon, natürlich wird dort gefahren, am besten ohne Kat, und nicht gelaufen. Und auch schon machen sich die unterschiedlichsten Verschwörungstheorien dort breit, bis hin dazu, dass Kollegen wie der „Volksverpetzer“ oder „DieInsider“ fake news verbreiten würden, dass alles nur inszeniert sei und die Kommentare eh nur „false flag“ Aktionen der linksgrünversifften Antifa seien. So wie es zum aktuellen Zeitpunkt darstellt, könnte sich dort gerade eine ziemlich eklige Brühe aus unterschiedlichsten rechtsoffenen und Verschwörungen zugeneigten Strömungen und Gruppen zusammenbrauen.
Um es abschließend noch einmal deutlich zu sagen: Wir unterstützen diese Gruppe nicht und wir promoten sie nicht!

In der Zwischenzeit ist den Organisatoren dann wohl auch klar geworden, dass es so nicht weitergehen kann und sie haben die Gruppe zwar nicht komplett dicht gemacht, aber immerhin „archiviert“ und auch Stellung zu der ganzen Nummer bezogen.

RuhrBarone-Logo

83 Kommentare zu “Update: Facebook: „Fridays for Hubraum“ größer als „Fridays for Future“

  • #1
  • #2
  • #3
  • #4
    Krüger, Sven

    Es liegt bestimmt daran, dass die, die ihr Auto selber bezahlt haben wissen, dass man dafür hart arbeiten muss und nicht wie die, von Mutti und Vati durch die Gegend gefahren werden.

  • #5
    Paper Pony

    Es könnte auch daran liegen, dass imme mehr Menschen (vor allem die jüngeren) kapieren, dass große Ziele und großes Auto nichts miteinander zu tun haben. Die Erkenntniss reift immer mehr das die Dinos (unter der Haube und im Kopf) bald abgemeldet sind.

  • #6
  • #7
    Gerd

    "Ähnliche Seiten und Gruppen kippten in der Vergangenheit schnell nach rechts."

    Was logisch ist. FFF ist linksgrün, also ist das Gegenstück rechts und schon Churchill wusste: "Wer mit 20 nicht links ist hat kein Herz, wer mit 40 noch links ist hat keinen Verstand."

  • #8
  • #9
    daniel

    was bildet ihr euch ein hier einfach so dumme Kommentare abzugeben ? :D, ihr solltet langsam mal überlgen das E-Fahrzeuge nicht gewollt werden von der meisten Menschheit!.
    Sie sind auf langer Sicht schädlicher da unser Deutschland noch nicht auf den Stand ist, sich selbst mit Strom zu Versorgen & da ihr ja alle so vertraut seid mit dem Thema, wisst ihr auch was so ein Fahrzeug an KW verbraucht ;), Wasserstoff wäre eine Lösung, derzeit sind über 400 in Deutschland zugelassen.

  • #10
    Rolf Harter

    Oder weil wir einfach unseren Alltag selber bestreiten müssen …und somit vom Auto UND der Autoindustrie leben

  • #11
    Hampidampti

    Einige Kommentare sind hier echt lächerlich..
    Es geht darum nicht mehr die Melkkuh der Regierung zu sein, aber davon verstehen kleine Kinder leider nichts

  • #12
    Marcel

    Einige Kommentare sind hier echt lächerlich..
    Es geht darum nicht mehr die Melkkuh der Regierung zu sein, aber davon verstehen kleine Kinder leider nichts

  • #13
    Reiner

    Defakto auf der für die Menschen Deutschlands korrekten Seite steht definitiv „Fridays for Hubraum“.
    Denn was unter dem Deckmäntelchen Klimaschutz gerade an Abzocke in Deutschland läuft sucht seines Gleichen.
    Weiters werden wir in 30 Jahren erst sehen wer Recht hatte. Die Ökofaschisten oder diejenigen die nicht an die Klimaapokalypsenmodelle der IPCC (immerhin einer politischen Organnisation ohne wissenschaftlichen Anspruch) glauben.
    Umweltschutz geht uns Alle an, aber Umweltschutz ist nicht nur (eigentlich am allerwenigsten) das CO2 Thema.
    Zum Beispiel könnten wir sehr gut unsere Technologie für Müllverbrennungsanlagen exportieren in Verbindung mit den entsprechenden Sammelsystemen.
    Dann müsste weniger auf wilden Deponien verbrannt oder in Flüsse gekippt werden.
    Ebenso dieser Hype mit dem Elektroauto.
    Man forciert das wissentlich der Umweltbelastung auf anderen Kontinenten.
    Nur….. Darüber wird nicht berichtet. Ist ja nicht Linksgrün.
    Ich denke, was uns in den Abgrund wirft, als Land und als Volk sowohl Deutschland als auch Europa ist genau dieser Linksgrüne Ökowahnsinn der jetzt mal eben schnell durchgepeitscht wird.
    Daher.
    Fight against where you can.
    Wehret den Anfängen!

  • #14
    Tim

    Wie ich bereits den Kollegen erzählt habe:

    RND – RedaktionsNetzwerk Deutschland Folgendermaßen: natürlich gibt es Bürger & Bürgerinnen, die durch manche Folgen der FFF genervt/wütend etc. sind! ABER wir sind keines Falls GEGEN den Klimaschutz, sondern gegen die Art WIE das Ganze gehandhabt wird. Durch durchsetzten von Elektroautos, die beim Bau schon eine Menge CO2 Ausstoßen (z.B.: Lithium Produktion), oder die Erhöhung der Spritpreise wird sich Wohl kaum etwas ändern… Denn wenn man mal ehrlich ist, wird es keinen wirklich interessieren was der Sprit kostet, wenn man sich ein Luxusgut (Auto) heutzutage leisten kann. Man müsste mit etwas anderem Anfangen. Ich persönlich würde hier mit einer Verpflichtung von Mülltrennung in allen EU Staaten zumindest mal anfangen. Abgesehen davon beginnt FFH gerade damit eine “Challange” zu starten, bei der jeder pro Auto einen Baum bei sich Pflanzt (ist ja schon mal ein Anfang oder sehe ich das falsch). Leider ist hiervon in Ihrem Beitrag nichts zu lesen…

  • #15
    abraxasrgb

    Und ich dachte, das ist bei den Klimalügnern so @je größer der Dickkopf, desto (selbst)sicherer die Behauptung der Apokalypse.
    Dunning-Kruger at its best 😉
    T Weigle

  • #16
    Stefan Haßler

    Kleine Kinder. Ja klar. Wenn man selbst keine Verantwortung übernehmen will, sind mal wieder die anderen Schuld. Same procedure like before.

  • #17
    Wissender

    Daniel,

    Wasserstoffautos werden auch zu 100% per Strom betankt. Der nötige Wasserstoff wird durch großen Energieaufwand bereitgestellt.

    Was "besser" ist, ist die Herstellung.

  • #18
  • #19
    Jens B,.

    Ich bin es leid, mir von kleinen 18 jährigen Besserwissern die Welt erklären zu lassen!! Das sind wohlbehütete Veganer, die sich um ihre wirtschaftliche Zukunft keine Sorgen machen müssen! Weiss nicht, wie manche reagieren würden, wenn deren Eltern arbeitslos würden!! Dann wäre der Weg in den teuren Biosupermarkt nicht mehr drin!!!
    Es muss was gemacht werden, aber bitte wirtschaftlich und sozial verträglich!!!
    Jeder Politiker springt derzeit auf den Greta-Öko-Zug auf, glaubhafte Maßnahmen klingen aber anders!!!

  • #20
  • #21
    Scheidig

    Ich finde das total klasse !
    Was gibt’s Besseres,als ein 6 Zylinder Boxermotor im Porsche 😁👍
    Endlich wachen die Leute auf und lassen sich
    von einigen Schulschwänzern nicht mehr ein X fürs U
    vormachen.

  • #22
    Stefan

    Super gut, werde nun gleich schauen wie ich diese Gruppe unterstützen kann.
    Ein kleines Zeichen gegen den Klimawahn unter dem wir in Zukunft noch gewaltig zu leiden haben.

  • #23
  • #24
    Ke

    Das zeigt sehr gut, dass die Mehrheit wohl einfach am Freitag Geld verdienen muss und kein Interesse an weltfremden Menschen aus der Einhornwelt und Hubraumfreunden hat.
    Das ist beruhigend

  • #25
    Angelika

    Diese Kindwr haben noch nie eigenes Gels verdient und lassen sich vor den Karren der Grün Roten Politiak spannen und merken es nicht Sie sind verblende und werden sehen wie Sie sich selbst ruinieren Da nützt das Weltklima auch nicht , Hunger ist Hunger . Merken auch nicht wie Sie gegen die Erwachsenen aufgehetzt werden ,wie damals.

  • #26
  • #27
    Gollatz Siegfried

    Mit dem Diesel Bus oder den SUV. der Eltern zur Demo. Zu Hause dicken Rechner und sonstige moderne Stromfresser z.b. Super Flat Fernseher u.s.w. Bei dem Demos jede menge Dreck machen, den andere entsorgen müssen. Aber die Hände aufhalten, wenn der Umweltverschmutzer Taschengeld gibt,das ist in Ordnung?.

  • #28
    Aragon

    Hallo ihr Barone und Vasallen! Ist schon klar. Im Ruhrgebiet ändert sich wenig. Kohle bleibt Kohle für Wenige. Haben euch VW , 4 Viertel und Stern die Personalakten der Belegschaften rüber geschoben?
    Ach ihr Hohlkolben, immergestrig und egoistisch. Muss doch ein tolles Gefühl sein.

  • #29
  • #30
    Helmut Junge

    @Gollatz Siegfried, "Wenn der Umweltverschmutzer Taschengeld gibt" ist das in Ordnung!
    Ich habe meine eltern beschimpft, weil sie kein Problem mit dem Bombardements der USA in Vietnam hatten. Auf die Idee, daß ich deswegen kein Taschengeld kriegen dürfte, bin ich nie gekommen.
    Es ist das Recht der Jugend.

  • #31
    Kathrin

    Unter dem Deckmantel des Klimaschutzes und einer CO2-Steuer lässt sich doch am besten die Massenmigration finanzieren. Nur ein Beispiel: 3 von 4 eingewanderten Syrern Leben von Hartz IV. Das muss doch bezahlt werden. Und wer einmal im Internet recherchiert, der findet einen Artikel "Zeit Online" vom 16. Januar 2016 in der Schäuble ganz offen über eine Benzinsteuer spricht, um die Flüchtlingskosten zu deckeln. Und man benutzt Kinder und Jugendliche, denen es an Weitblick Hintergrundwissen und Lebenserfahrung fehlt und bindet "f4f" ganz oben an, um die CO2-STEUER noch besser rechtfertigen zu können.

  • #32
    Bernd Relasing

    Die FFF Generation hat berechtigte Angst um ihre Zukunft , denn durch diesen Klimawahn und gebettelt nach mehr Steuern sägen sie soeben selber den Ast ab auf dem sie sitzen….Ich bin in Kürze Rentner und brauche keinen Arbeitsplatz mehr um mein Lebensunterhalt zu finanzieren oder für meinen Ruhestand vorzusorgen .Aber die FFF Kids brauchen das die nächsten 40 bis 45 Jahre noch …….Viel Spass

  • #33
    Uwe du Hamèl

    Hi Leute,finde ich echt geil FfH!!!! klingt ja fast wie ein Radiosender^^ sind auch mal Ausfahrten vor das Bundeskanzlerinnenamt bzw vor die Muttischanze geplant????

  • #34
    Stefan Laurin

    @Klaus Lohmann: Jeden Freitag im Bermudadreieck in Bochum. Hat eine schöne und lange Tradition 🙂

  • #35
    Klaus Lohmann

    @Stefan Laurin: Lasst erstmal diese Dumpfheits-Lawine hier müllsatzungsgemäß im Bermuda-Dreieck versacken, dann hätte Tradition auch was gutes;-)

  • #36
    Superbär

    Ich fahre sowohl alte Porsche als auch alte Ami. Schon mal über Nachhaltigkeit nachgedacht? Ich verdiene mein Geld in Projekten der Autobranche, aber ich habe seit 25 Jahren kein neues Auto mehr gekauft, da die vorhandene, länger gefahren, absolut ausreichen. So, jetzt dürft ihr haten…

  • #37
  • #38
    Lars

    "Ähnliche Seiten und Gruppen kippten in der Vergangenheit schnell nach rechts."

    Wie so oft, zu weit links oder rechts bringt uns nicht weiter. Aber die aktuelle politische Landschaft belegt schon denjenigen negativ mit "rechts", der nicht deutlich links der Mitte steht.
    Statt maßvolle Klimapolitik zu betreiben, wird der links-grüne Flügel als einzig selig machend dargestellt und führt die Wirtschaft in Richtung Abgrund.
    Liegt mMn daran, dass ein Großteil der Journalisten ebendieser Gruppierung angehören.

    Wir brauchen Klimaschutz, keine Klimahysterie!

  • #39
    Torsten

    Ich kann nur hoffen das alle Besserwisser hier auch dem nachkommen und ihre Konsequenzen ziehen von dem was sie behaupten. Mit beleidigen geht’s allen schlechter. Das is wie mit heißen Kohlen auf andere werfen. Wer verbrennt sich wohl zuerst.

  • #40
    Tim

    Weil kein Mensch diesen klimaschädlichen Elektroschrott haben will. Es gibt noch genug andere Themen, mit denen man sich befassen kann. Man muss da nicht gleich den Kern der deutschen Wirtschaft abschaffen, sonst haben wir nach ein paar Jahren dann Fridays for Arbeitslose. Forst und Bienensterben wären z.B. Themen, mit denen man sich beschäftigen sollte. Wälder benutzen das CO2 und hat einen rückwirkenden Effekt für das Klima und Bienen sind dafür verantwortlich, dass Obst erst wächst, doch sie werden durch Chemie getötet. Ansonsten muss der Wahn um Elektroautos aufhören, Erdgasautos emittieren tatsächlich weniger im Gegensatz zum E-Auto, so eine ADAC-Studie und Petrolheads wollen Sound und Getriebe, was Erdgasautos ebenfalls haben.

  • #41
    PJ

    Falschmeldung, man kann sich nicht einfach die für einen Beste Plattform raussuchen.
    FridayForFuture Twitter 79k Follower, Greta T. als head of Movement2.1 Million

  • #42
  • #43
  • #44
    Andreas Bitz

    Als Biologe (noch echt, mit Diplom) und ehem. Gf. eines größeren Umweltverbandes fahre ich weiterhin lieber meinen alten Diesel RangeRover (mit 8,8 l Durchschnittsverbrauch und echtem Hubraum) als eine Lithium-Bombe.

  • #45
    Edgar Alt

    In jungen Jahren war ich einige Monate in den USA und habe die Big Blocks kennen und lieben gelernt. Schon allein der Sound ist eine Wucht. Leider habe ich nicht die Mittel, ein entsprechendes Hobby zu betreiben. Nun zu den verteufelten SUV. Ich bin inzwischen 72 Jahre alt und habe Rücken. Habe mir deshalb einen Karoq (SUV) gekauft. Ein- Utopie Aussteigen geht super. Von wegen schwer. Er wiegt mit AHK und anderen Zusatzteilen gerade mal 1393 kg, also etwas mehr als ein Golf. Spritverbrauch zwischen 7 und 7,5 Liter. Also was soll das unqualifizierte Gelaber der linksgrünen Klimahysteriker. Nirgends gibt es so viele Fake News, wie in deren Bewegung. Aber mit solchen Typen ist diskutieren zwecklos.

  • #46
    Frank Hermann

    Derr Staat verweigert die Zusammenarbeit mit der Fa. Linde, zwecks Wasserstoffftankstellen.

    Genausowenig wie es alternative Entwicklungen gibt, vergleichbar wie eine Diesellokomotive.
    Geichläufermotor, Verbrauch ca. 1,5 bis 2 Liter, treibt einen Generator an, der speist eine Pufferbatterie.
    Das ist ein Hybrid! nicht normale Autos mit Elektromotoren ausstatten.
    Diese Fahrzueuge können mit 50% Biodiesel betrieben wenden. Fast die Mege die wir jetzt zumischen zum Diesel.
    Wo sind unsere Unis die solch ein Projekt mal angreifen? oder die Autokozerne?
    Weil es von unser Staat da zuwenig verdient.

  • #47
    Ferdinand Hohenstein

    Unter dem Strich haben wir wohl (fast) alle eingesehen, dass wir wieder deutlich nachhaltiger leben und wirtschaften müssen, immense Anstrengungen unternehmen müssen zukünftig (und so schnell wie möglich) alles was wir machen, herstellen und verbrauchen viel umweltfreundlicher zu gestalten.
    Jeder Einzelne kann dabei aber nur das Nutzen, was auf dem Markt erhältlich ist. Der Handlungsspielraum des Individuums ist dabei eben doch recht stark beschränkt. Ich kann auf Einwegtüten verzichten, aber nicht auf alle Einwegverpackungen, denn die allermeisten Produkte kann ich nur in solchen kaufen. Alles nur als lose Ware zu kaufen ist rein theoretisch und funktioniert nicht mehr in der Praxis. Ich kann mich beim Kauf darum bemühen jenes Gerät zu kaufen, welches am wenigsten Energie verbraucht, aber auch das hat Grenzen. Denn mein Budget ist nicht nur begrenzt, es ist sehr begrenzt. Ich kann aber nicht in Dunkelheit sitzen, auf das Beheizen verzichten, das Kühlen und Kochen von Lebensmitteln verzichten, auf jeden Gebrauch von Unterhaltungs- und Haushaltselektronik. Alles das kann ich versuchen zu optimiert zu benutzen wie technisch möglich. Aber in der Steinzeit möchte ich nicht leben. Ich kann auf Flugreisen und Fahrten mit Kreuzfahrtschiffen (gerne) verzichten, aber keinesfalls auf den Individualverkehr mit dem Auto. Meinen Arbeitsplatz kann ich (vor allem pünktlich) nur mit diesem erreichen, Öffentlicher Verkehr und Fahrrad sind keine Option. Ich habe mich um schwerkranke Eltern und Kinder zu kümmern. Selbst für Einkäufe und Freizeit sind die Öffis nur selten eine Alternative, zu teuer, zu lange Fahrzeiten, zu viele lange dauernde Umwege, keine Garantie der Fahrradmitnahme. Und beim Transport der Einkäufe hat ebenfalls das Auto die Nase vorne. Fahre ich von Laden zu Laden – was unvermeidbar ist, weil man schlicht nicht alles in einem Laden bekommt – fahre ich einmal eine Runde. Mit den Öffis müsste ich zu jedem Laden einzeln fahren und würde den ganzen Tag brauchen. Den habe ich aber nicht, weil ich arbeiten muss.

    Ich überlege mir schon gut, was ich für das wenige Geld was ich habe kaufe. Kippe meinen Müll nicht in den Wald und plane Autofahrten so oft das geht ressourcensparend. Wenn ich nun das Gefasel von der schleichenden Abschaffung des Individualverkehres durch die Hintertür und diese ewigen Vorwürfe man würde keinerlei Rücksicht auf die Umwelt nehmen höre, fühle ich mich verarscht und könnte nur noch kotzen. Statt mal strategisch gut geplant das Problem anzugehen, die ganzen Großverursacher wie Kreuzfahrt- und Frachtschiffe, Produktionsanlagen und so weiter gezielt anzupacken und danach Zug um Zug für alles was neu hergestellt wird schärfere Auflagen zu machen, geht es wie immer erst an die Existenz des kleinen Mannes. Wir haben wie viele andere auch extra mehr Geld bezahlt, damit unser "neues" Auto einen Dieselpartikelfilter hat – für den Umweltschutz. Das war das, was man eben kaufen konnte. Und der hohe Benzolausstoß war durchaus neben der Wirtschaftlichkeit auch ein Grund einen Diesel statt einen Benziner zu kaufen und deutlich mehr Kaufpreis zu bezahlen. Aber ich bin nur einfacher Malocher, ich kann mir nicht alle zwei Jahre ein neues Auto kaufen. Wir haben bisher bis auf ein "Pechauto" alle Autos zwischen 15-20 Jahre gefahren, inklusive Weitergabe in der Familie und haben die immer wieder reparieren lassen. War für uns nie ein Wegwerfprodukt das Auto. Wenn ich sehe was für Tipptopp Karren sich da auf den Schrottplätzen stapeln wenn ich mal ein Ersatzteil da suche, dann könnte ich heulen. Was für eine Geld- und Ressourcenverschwendung und Umweltsauerei sich da teils 10 Meter hoch stapelt. Autos, die erst ein Zehntel ihrer möglichen Arbeitszeit hinter sich gebracht haben, für deren Ersatz auf Pump wieder immense Ressourcen vergeudet werden müssen. So viel Umweltschäden hätten die Karren wohl durch ihren Weiterbetrieb in den nächsten 20 Jahren nicht verursachen können, wie durch deren Entsorgung UND Neuproduktion des Ersatzes entstanden sind.
    Also ich kann mir kein neues Auto leisten. Ohne komme ich nicht zur Arbeit. Für meine Frau gilt das ebenso. Und beide können wir nicht mal so eben einen Arbeitgeber finden, den wir mit dem Fahrrad erreichen können, wir sind ja froh, dass wir nicht arbeitslos sind.

    Macht man sich mal Gedanken über die Folgen des Planes alle Fahrzeuge gegen Akkumulatorfahrzeuge auszutauschen, kann man nur eines feststellen: Unmöglich. Technisch wie wirtschaftlich. Schon an der Ladeinfrastruktur muss es scheitern. Bezahlen kann da auch kein normaler Mensch. Und ganz zu schweigen von der Umweltsauerei, die von so riesigen Akkumulatoren in der benötigten Menge ausgeht. Alternativen: Vorhanden. Werden aber verdrängt.
    Die Augsburger fahren seit Jahren umweltfreundlich mit Biogasbussen. Die müssen jetzt dank vollkommen bescheuerter EU-Verordnung verschrottet und durch Akkumulatorbusse ersetzt werden. Wasserstoff-Brennzellen-Antrieb funktioniert, nicht nur im Labor, es gibt Serienfahrzeuge. Nur noch zu teuer für Otto-Normalo, weil nicht in entsprechender Stückzahl hergestellt.
    Diese Arroganz und Überheblichkeit gegenüber dem normalen Menschen, der für alles schwer arbeiten muss ist inzwischen nicht mehr auszuhalten. Wir möchten alle unseren Nachfahren die bestmögliche Welt hinterlassen – aber dabei weder uns selber noch ebendiese Nachfahren in die Steinzeit zurückkatapultieren.

  • #48
    Adrian Zypres

    Den bisher von mir gelesenen Beiträgen fehlt es meinem Empfinden nach an Sachlichkeit des Inhaltes. Schade! Nur aus dem Grund werde ich der Vereinigung vorläufig nicht beitreten. Denn auf Individual-Mobilität möchte auch ich nicht verzichten müssen. Auf eine "erschwingliche" Technik kommt es an.

  • #49
    thomas weigle

    @ Ferdinand Hohenstein Überheblich und arrogant sind doch vor allem die Autokonzerne, die betrügen, täuschen und verharmlosen und dabei hohe Profite erzielen, so dass sie selbst h Milliardenstrafzahlungen oder auch "nur" 870 Millionen Euro wie gerade Daimler so quasi nebenbei aus der Portokasse zahlen können.
    Natürlich ist ein Auto vielfach noch unverzichtbar, leider. Ich bspw. fahre meinen Fox seit knapp 10 Jahren und der wird auch noch einige Zeit gefahren werden.

    Dennoch muss man sich Gedanken machen, was wird, wenn es so weitergeht wie bisher. Da sehe ich schwarz. Gut, als Rentner muss mich schon die mittlere Zukunft nicht mehr groß interessieren. Aber was wird, wenn wir 20 und 21 so werden wie 18 und 19? Dann brennt hier die Luft, dagegen werden die heutigen fff-Demos wie die wirklich gute alte Zeit erscheinen. Schon jetzt gibt es Ernteausfälle, die werden dann dramatisch, Teuerung die Folge. Die Flüsse konnten schon dieses Jahr nicht mehr vollständig als Transportwege genutzt werden. Wassermangel wird in einigen Gebieten herrschen, die Anzahl der Hitzetoten wird steigen.

  • #50
    Reinerchen45

    Wie üblich schießen vor allem wir Deutschen gleich wieder über das Ziel hinaus. Man erinnere sich nur an Fukushima: Fast zeitgleich wurde das Ende der KKW beschlossen. Zur Alternatie Windkraft (wozu es Wind braucht): Windräder? Toll – aber bitte nicht bei uns! Neue Speicherkraftwerke? Bloß nicht, die verschandeln die Natur und verjagen irgendwelche Tiere. Sonnenenrgie? Gute Idee, wenn es Sonne hat – die Speicherung ist noch ungelöst.
    Natürlich sollten wir uns mit dem Thema Klima befassen, aber bitte keine Angstmache. Außerdem zur Erinnerung: Klimakatastophen hat es schon gegeben, bevor es Menschen auf der Erde gab.
    Wollen wir es also mal mit Versachlichung versuchen?

  • #51
    Arnold Voss

    Die Anzahl der Mitglieder von Fridays for Hubraum steht kurz davor die 400.000 zu überschreiten. Das in kürzester Zeit und direkt nach den größten Klima-Demos die wir bislang hatten. Was sagt uns das?

  • #52
  • #53
    Klaus Lohmann

    @Arnold Voss: Was "uns" das sagt? Dass Rechtsextremisten und infantile Hohlbirnen "gruppengeil" sind: https://www.suedkurier.de/ueberregional/panorama/Fridays-for-Hubraum-Autofans-gruenden-Gegenbewegung-zu-Fridays-for-Future;art409965,10292462
    "Am Mittwochabend zogen die Verantwortlichen die Reißleine und archivierten die Gruppe, da zum Teil rechtsextreme Inhalte und sogar Morddrohungen gepostet wurden, wie ein Admin schreibt."

  • #54
    Stefan Laurin

    @Klaus Lohmann: So gruppengeil die 271.000 Spinner auf der internationalen Extinction Rebellion Seite, die von Weltuntergang fabulieren, dass die Zeugen Jehovas neidisch werden?

  • #55
    Klaus Lohmann

    @Stefan Laurin: Mir und anderen ist da noch keine Morddrohung aufgefallen. Vielleicht ist da mehr der Wunsch der Vater des Whataboutism.

  • #56
    Martin Willers

    Gut das sich endlich eine fernünftige gegenreaktion gebildet hat. Appell an alle die normal denken macht mit nur so können wir den Wahnsinn stoppen.

  • #57
    Stefan Laurin

    @Klaus Lohmann: Es ging um Gruppengeilheit. Aber ok, Du bist ein Öko, Du hattest jetzt Deine Zeit. Und die geht zu Ende – der grüne Hype hat seinen Höhepunkt hinter sich.

  • #58
    abraxasrgb

    Und mir sind überall die Hinweise auf die Berichterstattung der Ruhrbarone begegnet (außerhalb der Gruppe Fridays for Hubraum – die meine ungeteilte Sympathie hat).
    *Respekt Stefan!* Well done!

    @Windräder Die Geschichte ist uralt, nannte man früher Don Quichotismus 😉

    Ich hatte es ja schon einmal geschrieben: #wirsindvielmehr
    Die Mehrheit demonstriert nicht für Klimawandel, sie denkt lieber über eigene Nachhaltigkeit nach (oder eben auch nicht).

  • #59
    Frank Ernstorfer

    Starrsinnige Köpfe hatten in der Geschichte schon immer Probleme mit Veränderungen.
    Und Menschen, für die das Auto Teil ihrer Identität ist, tun sich besonders schwer.
    Nun ist es aber leider so, daß sogar Supersportmarken, die vor zwei Jahren noch behaupteten ,es würden niemals Elektromotoren verbaut werden, heute die ersten Entwicklungen in der Schublade haben.
    Noch 15 Jahre, dann ist es vorbei mit dem Verbrenner für PKW.
    Und da könnt Ihr Euch auf den Boden schmeissen und mit den Händen trommeln.
    Denn diese Entscheidung war eine politische…und sie ist längst getroffen.
    Also macht das Beste daraus.
    Geniesst den raketenartigen Anschub an der Ampel mit E-Motor.

  • #60
    Helmut Junge

    @abraxasrgb, vermutlich hattest du mit deinem
    " #wirsindvielmehr Die Mehrheit demonstriert nicht für Klimawandel, sie denkt lieber über eigene Nachhaltigkeit nach (oder eben auch nicht)" Recht und ich mit meiner gegenteiligen Ansicht nicht. Denn jetzt sehe ich, daß die bis vor ein paar Tagen unsichtbare Mehrheit sich doch noch zu Wort meldet.
    Da haben @Klaus Lohmann und @ T.Weigle noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten, bis das in ihre Richtung kippt.
    Die Chance haben sie jetzt ja.

  • #61
    Klaus Lohmann

    "Unsichtbare Mehrheit"?
    https://www.journalistenwatch.com/2018/03/19/speakerscorner-zehntausende-hoeren-martin-sellners-rede-weltweit/
    Die noch notwendige Überzeugungsarbeit muss wohl eher gegen AfD-, Pegida- und Identitären-Sprech bei den Ruhrbaronen geleistet werden. Scheinbar passt man sich hier schon dem Lindner-Hirnauswurf über den "Morgenthau-Plan" an (https://www.spiegel.de/politik/deutschland/news-trump-amtsenthebung-boris-johnson-benjamin-netanyahu-angela-merkel-a-1288211.html "Wir werden den Planeten nicht retten, indem wir einen Morgenthau-Plan für Deutschland umsetzen und die Deutschen zu veganen Radfahrern machen.")

  • #62
  • #63
    Helmut Junge

    @Klaus Lohmann, geht es um das Weltklima, oder geht es um " AfD-, Pegida- und Identitären-Sprech bei den Ruhrbaronen " ?
    jetzt wird es für mich aber ganz unverständlich.
    Weltklima hat doch nix mit einer deutschen Partei zu tun, bzw. mit bekloppten Nazis.
    Weltklima ist Weltklima.
    Sie hopsen jetzt aber quer durch den Themenwald. Alles in einen Topf, umrühren, und schon ist das Rezept für die Weltrettung gefunden? Sie haben offenbar magische Zusammenhänge entdeckt. Nur ich Realitätssüchtiger komm da leider nicht mit.
    Ich kann da nicht mitgehen. Passe. Karten zeigen.

  • #64
    thomas weigle

    Tja, @Klaus Lohmann in DU ist die Welt wohl teilweise sehr kompliziert, dort ist die einfache Weisheit, think global, act local noch nicht angekommen. Deshalb kann wohl so mancher Duisburger auch nicht den Zusammenhang zwischen dem "Weltklima" und den Klimawandelleugnern vonne afd sehen.

  • #65
    Klaus Lohmann

    @Helmut Junge #63: Ich habe, um es "rund" zu machen und um den "Sprech", der seit FFF von vielen Umweltschutz-"Individualisten" zur Selbst-Entschuldigung und insbesondere zur Desavouierung der Protagonistin benutzt wird, zu entlarven, nicht von ungefähr das aktuelle, gürtellinien-tief-unterfliegende Zitat von Christian Lindner aus seinem FAZ-Interview wiederholt. Der Morgenthau-Plan und dessen ideologisch-populistische Nutzung durch die Nazis sollte ja allgemein ein Begriff sein. Und leider ist auch Greta Thunberg inzwischen Angriffsziel von Nazis geworden, die in ihr die "Vollstreckerin" der "jüdischen Weltverschwörung" eines George Soros sehen (https://www.zeit.de/kultur/2019-04/hass-im-netz-rechte-hetze-soziale-medien/seite-3).

  • #66
    abraxasrgb

    Hm, also ein „Nazi“ ist nach der Nominaldefinition von K. Lohmann alles, was nicht seiner Weltsicht entspricht? Ups, kein Wunder , dass er überall Nazis sieht.

    Den Versuch mit dem Syllogismus zu FFF, Morgenthau und Greta sollte er auch besser noch einmal üben. Non sequitur. 😉
    Es gibt viele, die gegen FFF etc. sind und gleichzeitig keine Rassisten sind. Ich tippe mal auf die überwiegende Mehrheit 😉
    Die suggerierte „identitäre“ Identität von Positionen gibt es schlichtweg nicht so trivial und banal generalisiert.

    BTW Da hat Lindner mal den Nagel auf den Kopf getroffen und den Gutmenschen(sic!) auf die Füße getreten …

    Wer sich von Nazis die Metaphern klauen lässt, gibt die Ironie kampflos auf 😉
    Das hat ein bisschen etwas vom Leben des Brian: Er hat „Autobahn“ gesagt, steinigt ihn 😉

  • #67
    Helmut Junge

    @Klaus Lohmann, mir ist es völlig schnuppe, was die braune Soße vom Klimawandel hält. Ich mache mir Gedanken, was notwendig ist, um die bereits sichtbaren Auswirkungen des Klimawandels zu bekämpfen, bzw. ihnen entgegen zu steuern. Wir brauchen trockenresistente Nutzpflanzen, deutlich mehr Wasserrückhaltebecken, um in Dürrezeiten die Felder zubewässern, und andere praktische Dinge mehr. Wenn ich Ihre Kommentareund die Kommentare von @T.Weigle lese, helfen die in dieser Richtung nicht weiter, sondern lassen mich vermuten, daß der Klimawandel nach Auffassung von @Weigle und Ihnen, verschwindet, wenn alle Klimaleugner, Nazis eingeschlossen, nur fest an den Klimawandel glauben. Wenn das geschieht, daß alle daran glauben, wird es schon verschwinden. Oder?

  • #68
    Klaus Lohmann

    @#66: "Überwiegende Mehrheit" ist für jemand, der sich ansonsten gern beim eigenen Wortschwall zusieht, schon mal ein vernünftiger Sprachansatz – zumindest im Vergleich zur "unsichtbaren", metaphysischen Mehrheit, deren sich gern und reichlich heutige Nazis bedienen. Ansonsten rätsele ich noch, wo ich geschrieben haben soll, dass alle FFF-Gegner auch Nazis *sind*, wenn sich ein guter Teil von ihnen deren Ausdrucksweise bedient, um Andersdenkende zu diffamieren und diskriminieren.

    Oder um es mit Brian zu sagen: "Gesegnet sind die Skifahrer!".

  • #69
    Klaus Lohmann

    @#67 Helmut Junge: Man kann das eine tun, ohne das andere zu lassen. Die Symptome des menschgemachten Klimawandels zu bekämpfen, macht solange Sinn, wie man gleichzeitig die Ursachen zu beseitigen versucht. Ansonsten landen wir wieder bei Sisyphos und kommen keinen Zentimeter weiter. Und die permanente Verunglimpfung von Greta Thunberg, ihres Engagements und ihrer aktiven Befürworter – so wie sie hier und halt *auch* in braunen Kreisen passiert – fällt unter die "Beschäftigungen", die uns nicht mal einen Mikrometer weiterbringen, sondern um viele Jahrzehnte Richtung Mittelalter zurückwerfen werden.

    Die Abkehr vom Verbrennungsmotor und von der Energieerzeugung durch Verbrennung fossiler Rohstoffe bleiben weiterhin die wichtigsten Ziele, um die anderen Umweltschutzaktivitäten sowohl zum Erfolg zu bringen als auch dadurch neue Wirtschafts- und vor allem Industriebranchen wachsen zu lassen.

  • #70
    abraxasrgb

    Ich kann z.B. dem Verbrennungsmotor mit Wasserstoff oder synthetischen Kraftstoffen aus CO2 eine Menge abgewinnen… so eine echte Konkurrenz der Ideen und nicht die einseitige Festlegung auf politisch und nicht technisch „vorgedachte“ Lösungen.

  • #71
    Helmut Junge

    @Klaus Lohmann, aha, Übereinstimmung? Wollen mal sehen.
    Der schnellste Weg zu trockenresistenten Nahrungspflanzen geht heute über die Gentechnologie.
    Einverstanden?
    Um Wasserspeicher des erforderlichen Ausmaßes anzulegen, muß an günstiger Stelle in riesigem Ausmaß gegraben werden.
    Einverstanden?
    Diese Liste ist unvollständig, aber dafür brisant.

  • #72
    Arnold Voss

    Schön, dass es hier wieder etwas pragmatischer wird. Es wäre schade, wenn sich bei so einem wichtigen Thema die, die sich überhaupt Gedanken machen, unnötig zerstreiten, während der Rest einfach nur seinen Ängsten folgt und so weiter macht wie bisher. Man kann das den Menschen nicht verbieten, geschweige denn vorwerfen,denn es ist ihr gutes Recht an dem festzuhalten, was sie haben, wenn ihnen keine überzeugenden Alternativen geboten werden. Das ist aber vorrangig der Job derer, die in der Lage und fähig sind, solche zu entwickeln, bzw. pragmatisch über Folgen und Möglichkeiten zu diskutieren. Wenn die das aber auch nicht mehr hinkriegen, sehe ich wirklich schwarz.

  • #73
    Klaus Lohmann

    @Helmut Junge: Es lässt sich über *alles* diskutieren;-) Bei grüner (haha!) Gentechnik sehe ich ökologische Prinzipien solange nicht außen vor, wie man z.B. neben der Verbesserung der Trockenresistenz auch auf Ertragssteigerung achtet. Nur so lässt sich weiterer, artenvernichtender Flächenfraß im großen Maßstab für noch mehr Äcker tunlichst vermeiden. Und man muss der industriellen Landwirtschaft – ebenso "pädagogisch" wie der Autoindustrie den Verzicht aufs Verbrenner-Auto – auch ein Umdenken weg von der bloßen Schädlingsbekämpfung mittels Dauerbeschuss durch Pestizide hin zu Biodiversität und genetischer Robustheit plus Garantie der Nutzung von patentfreiem Saatgut über viele Generationen hinweg beibringen. Monsanto darf sich nicht als "Standard" wiederholen.

    Thema Wasserspeicher: Auch da muss Mensch das Rad bzw. den Speicher nicht unbedingt neu erfinden, sondern könnte sich pfiffige und gleichzeitig einfache Lösungen z.B. von den Mayas ca. 250 n.Chr. in der Stadt Tikal in Guatemala abschauen, die komplex gesteuerte und vernetzte Wasserspeicher für max. 80.000 Menschen bauten, die ca. 1000 Jahre im Einsatz in einer Dürreregion blieben.

    Ein anderes Beispiel für schon vorhandene Ressourcen wären die riesigen fossilen Wasserspeicher, die man z.B. in 1000 Meter Tiefe unter der Sahara gefunden hat. 800.000 KubikKILOmeter reichen für eine Grundversorgung der gesamten Welt für die nächsten 200 Jahre – falls uns eben gleichzeitig eine spürbare Reduzierung der Erderwärmung gelingt. Aber das Aufbringen dieser Vorräte wäre auf jeden Fall eine Herausforderung für moderne Montanindustrien und damit auch für die heimische Wirtschaft interessant.

    Keine Frage – je mehr man sich in diese alten und neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse vertieft, umso klarer sollte es doch für Jeden sein, dass es eine derartige Vielzahl von möglichen Problemlösungen gibt, dass Niemand sofort in Panik und Zukunftsangst verfallen *müsste* – falls, ja falls das irgendjemand dann auch mal anpackt und nicht mit Ignoranz oder noch mehr Pendlerpauschalen verpennt. Genau da setzten Greta und FFF an.

  • #74
    Franky

    Die Meinungsfreiheit geht den Bach runter. In den Universitäten, in den Medien – Hauptsache schön rumbrüllen und tendenziöse Medien pushen. Warum entwickelt die Fridays for Future Bewegung nicht einfach selbst einen sauberen Motor und rettet die Welt? Weil man dazu Freitags Mathe und Physik lernen muss? Meine Helden sind Nikolas Tesla, Gauss, Rudolf Diese, Werner von Braun, Marie Curie und nicht schreiende Kinder die Bildung veweigern aber von Mami am Montag zur Schule gefahren werden möchten. Physik und Mathematik ist halt unbequemer als Polemik. Dafür verändert Wissen aber die Welt – und nicht der Konsens von wenigen die denken sie wären mehr weil sie lauter brüllen. Schämt euch – Lehrer, Medien und Professoren. Relotius lässt grüßen …

  • #75
    Helmut Junge

    @Klaus Lohmann (73),
    ich muß erst mal ganz vorsichtig zurückfragen. Sie sind für den Einsatz aller uns zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten, um die Auswirkungen des Klimawandels zu mildern, bzw. zu stoppen?
    Das würde mich freuen.
    Zweitens: "Genau da setzten Greta und FFF an" sagen Sie. Das ist mir völlig neu, und ich halte diese Aussage auch für eine eigenwillige Interpretation der "Ideen" von Greta und FFF. Aber egal, finde ich gut, wenn Religionen so uminterpretiert werden, daß sie wieder in die neue Wirklichkeit passen. Da kann ich mit leben, wenn der Gedanke sich in der Bewegung durchsetzen sollte.

  • #76
    Klaus Lohmann

    @Franky: "Die Meinungsfreiheit geht den Bach runter" – "Dafür verändert Wissen aber die Welt"… Warum nicht auch bei Ihnen???

  • #77
    Klaus Lohmann

    @Helmut Junge:
    Erstens: Wenn die vorhandene technische Möglichkeit nicht gleichzeitig für uns negative Auswirkungen auf anderen Ebenen als dem Umweltschutz generiert (ich bin seit dem Envio-Skandal sehr misstrauisch gegenüber "neuen" Altlast-Entsorgungstechnologien selbst mit zertifiziertem Monitoring geworden) und es in diesem Fall andere, vergleichbare Lösungen ohne solche Auswirkungen gibt, sehe ich keinen Grund, irgendeiner technologischen Möglichkeit die Chance zur Bewährung zu verweigern.

    Zweitens: Ein Zitat von Greta Thunberg: "Als ich acht Jahre alt war, hat ein Lehrer uns von der Erderwärmung erzählt, und ich dachte: Wenn das wirklich passiert, dann würden wir doch über nichts anderes mehr sprechen, es müsste höchste Priorität haben! Aber niemand hat darüber geredet." Es geht ihr also um die Priorisierung *aller* Möglichkeiten, um jetzt und sofort wenigstens die Bereiche unserer Umwelt zu schützen und zu retten, für die es nicht schon fünf *nach* Zwölf ist. Und sie tritt verbal eben denjenigen vors imaginäre Schienbein, die trotz aller Warnungen und Mahnungen seit vielen Jahren nichts auf diesem Gebiet unternehmen, obwohl sie permanent darüber labern. Dass die Energie und die verbissene Konsequenz, die sie – u.A. als Auswirkung ihres Asperger-Syndroms – zur Erreichung ihres Ziels zeigt, früher oder später Erfolge zeigen werden, davon bin ich überzeugt.

  • #78
    Jen

    Greta: "..change is coming, whether you like it or not". Dazu muss man wissen, dass es eine Organisation gibt, die weltweit sogenannte "climate leader" für diesen "battle" ausbildet. Diese Organisation(en) wurde(n) von Al Gore vor Jahren schon ins Leben gerufen und Greta ist eine von vielen jungen "climate leader", die Al Gore fördert, und er ist ein sehr, sehr mächtiger Mann. Schaut man auf seinem Twitter-Account oder auf seiner Homepage vorbei, dann wird vieles klar. Ich befürchte, die Gegenbewegung hier in Deutschland, die jetzt von einer kleinen Minderheit aus der Bevölkerung heraus laut wird, kommt zu spät. Die demokratischen Werte bis zum Ende zu verteidigen, ist dennoch unsere Pflicht. Ohne Freiheit ist alles nichts! Eine wissenschaftliche Debatte darf seit Jahrzehnten nicht geführt werden. Warum? Das verstößt gegen mein Verständnis von Demokratie und Meinungsfreiheit. Ich lasse mich ungern indoktrinieren und deshalb schaue ich auch auf wissenschaftliche Seiten wie diese: http://co2coalition.org/
    Greta: "..change is coming, whether you like it or not". Worte, die für mich einen so schrecklich totalitären Beigeschmack haben, dass sämtliche Alarmsirenen losheulen "Demokratie und Freiheit in Gefahr, Demokratie und Freiheit in Gefahr….".

  • #79
    Benjamin

    @#78

    Nein, einfach nur Nein. Diese Seite ist alles andere als wissenschaftlich und ihre Vorstellungen von Demokratie sind scheinbar nur das Wiederkauen von altbekannten Verschwörungstheorien.
    Wissenschaftliche Seiten sind z.B. klimafakten.de und skepticalscience.com – dort arbeiten echte Experten mit, die auch peer reviewte Veröffentlichungen zum Thema Klimawissenschaften haben.
    Oder auch diese ganz klar zum Thema passende Seite: https://www.scientists4future.org

  • #80
    Jen

    @Benjamin, #79
    Ich hätte da noch eine Seite, die Ihnen vermutlich so gar nicht gefällt:
    https://twitter.com/ecosensenow?lang=de

  • #81
    Klaus Lohmann

    @Jen #80: So ein fundamentalistischer Klimawandel-Leugner kann einem gefallen oder nicht, aber Moores Pamphlete sind völlig unwissenschaftlicher Bullshit. Dass er mal Greenpeace mitgegründet hat, erhebt ihn nicht über die anderen Ignoranten. Aber es soll ja auch immer noch Leute geben, die 9/11 für ein Komplott der US-Regierung halten…

  • #82
    Jen

    @Klaus Lohmann, #81
    Wer glaubt, dass man ein sich natürlich veränderndes Klima statisch fixieren könnte, erscheint mir ein Mensch zu sein, der den natürlichen Klimawandel nicht wahrhaben will. Somit wäre ja jeder Mensch, der behauptet, man müsste nur an einer winzigen Schraube namens CO2 drehen (noch dazu eine variable Größe, die der Mensch ohnehin nicht fixieren kann) und schon steht das Klima still, ein Klimawandel-Leugner, nämlich einer, der den natürlichen Klimawandel leugnet.

  • #83
    Klaus Lohmann

    @Jen #82:
    https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Nat%C3%BCrliche_Klimaschwankungen

    "Die externen Antriebe sind sehr schwer abzuschätzen, spielen aber eine untergeordnete Rolle. Von der Sonneneinstrahlung kennt man den 11jährigen Schwabezyklus, nicht aber den längerfristigen Trend über mehrere Zyklen hinweg. Historische Vergleiche lassen jedoch einen nur geringen Einfluss annehmen. So wird die Zunahme der Solarstrahlung seit der Kleinen Eiszeit auf 0,12 % geschätzt, was einem Strahlungsantrieb von 0,3 W/m2 entspricht. Der anthropogene Strahlungsantrieb durch langlebige Treibhausgase beträgt dagegen seit Beginn der Industrialisierung 2,6 W/m2. Der Temperaturunterschied zwischen dem Höhepunkt der Kleinen Eiszeit, dem Maunder Minimum, und der Klima-Periode 1961-1990 betrug weniger als 0,5 °C. Entsprechend dem Trend der letzten Jahrzehnte wird für die nächsten Jahrzehnte eher eine Abnahme der Solarstrahlung angenommen. Falls die Sonnenaktivität bis zum Ende des Jahrhunderts auf das Niveau der Kleinen Eiszeit zurückgehen sollte, wird jedoch nicht mehr als ein Einfluss von -0,1 °C erwartet.
    Noch weniger ist mit einem längerfristigen Einfluss von Vulkanausbrüchen auf die Klimaentwicklung des 21. Jahrhunderts zu rechnen. Explosive Vulkanausbrüche wie etwa der des Mt. Pinatubo von 1991 können zwar durch die Emission von Aerosolen zu einem Temperaturabfall von -0,3 °C im darauf folgenden Jahr führen. Die Wirkung hält jedoch nur wenige Jahre an.
    Man kann daher davon ausgehen, dass die globale Erwärmung der nächsten Jahrzehnte in erster Linie durch interne Klimaschwankungen beeinflusst wird."

    Ihr natürlicher Klimawandel ist in der 2. Hälfte des 20. und im 21. Jahrhundert unmaßgeblich, da der anthropogene Klimawandel stärker ist und mind. die nächsten 30 Jahre stärker bleiben wird.

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