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Finanznot: Kann Katzensteuer Städte retten?

Städte brauchen Geld. Hunde bringen über die Hundesteuer Geld. Und Katzen?

Wenn Politiker also über eine  neue Tiersteuer nachdenken, sind sie echt verzweifelt. Und in vielen Städten sind die Politiker im Moment schwerst verzweifelt. Die Stadtkassen sind leer. Überall muss gekürzt werden. Oder Steuern erhöht. Die Hundesteuer wird in vielen Städten steigen. Und die Katzenbesitzer? Die lachen sich ins Pfötchen. Doch wie lange noch?

In Gladbeck wurde nun im kleinen Kreis die Idee eine Katzensteuer diskutiert. Wenn Hunde steuerpflichtig sind, so der nachvollziehbare Gedanke, kann man auch all die Tinkas und Minkas zur Kasse bitten. Geht aber nicht. Wurde rechtlich geklärt. Die Katze gehört formal niemanden, weil sie ein Freigänger ist. Zeigt aber: Die Städte sind echt am Ende, denn dem zu erwartenden Protest der Katzenfreunde setzt nicht niemand mal eben so aus.

Foto: Dan Perry

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10 Kommentare zu “Finanznot: Kann Katzensteuer Städte retten?

  • #1
    Thomas

    Katzensteuer ist sicherlich nicht das Optimum. Katzen mögen doch alle, deswegen sind alle wegen der Steuererhebung gram.

    Ich finde, man sollte eine Steuer auf dicke Frauen erheben.

    (Sowas ähnliches hat ja auch Randy Newman mal appellatorisch ausgesagt:

    http://www.youtube.com/watch?v=1NvgLkuEtkA)

    Diese adipösen Mädels verschandeln doch das gesamte Stadtbild in den Fußgängerzonen, in der Kassenschlange bei Feinkost Plus sieht man nicht richtig voran, weil die den Blick versperren, jetzt wird Freibadsaison, ich ahne die Zumutungen.

    Es werden sich ja heutzutage die merkwürdigsten Steuern ausgedacht, die Linken fordern etwa eine Millionärssteuer.

    http://www.ruhrbarone.de/konnen-die-linken-ubrhaupt-mit-geld-umgehen/

    Aber – an die Pfunde geht keiner ran, kein Wunder bei den fetten Linken.

    Falls jetzt irgendjemand das komisch findet, meine Idee, eine Steuer für fette Frauen zu fordern – so warne ich.

    Welche Steuern erhoben werden, obliegt dem Staate, der wir ja alle sind.

    Und wer mag schon fette Frauen?

    Jedenfalls macht Staat die Steuerungspolitik, sagt ja schon der Name: Steuern.

    Wußtet Ihr beispielsweise, daß in den Niederlanden mal eine Gardinensteuer erhoben wurde?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Fenstersteuer

    Und daß man genau deswegen den Kaaskoppen im Regelfall von außen ins Wohnzimmer sehen kann?

    Weil deren Urväter zu knickerig waren, ist nämlich in den Niederlanden die Tradition der offenen Fenster erwachsen.

    Steuern regeln, Steuern haben Effekte, Steuern haben Kollateraleffekte.

    Dswegen laßt uns eine Dickmädchensteuer fordern.

    99 vH aller Kochshows im Nachmittagagsfernsehen wären damit dann auch endlich Geschichte.

  • #2
    Philipp

    Hier die Antwort ausgewählter Samtpfoten.

    http://blog.stuttgarter-zeitung.de/katzencontent/2009/11/30/chillende-katzen/

  • #3
  • #4
    so, so

    @thomas

    einer jener typisch populistischen Vorschläge, die nur mangelnde Führungskraft verraten. Und auch noch oberflächlich. Nicht nur, daß ich als adipöser Mann mich mit den Mädels solidarisiere – deine Beschränkung auf adipöse Frauen zeigt ja nur deine frauenverachtende Vorstellungswelt – ein Rückgang der Adipositas würde die Belastung zukünftiger Generationen ins Unendliche erhöhen! Adipöse Menschen fallen letztendlich der Gemeinschaft viel weniger zur Last, weil sie eine weit unterdurchschnittliche Lebenserwartung haben! Nur weil in Deutschland zu wenig Wirtschaft an den Schulen gelehrt wird, können solche Vorschläge verfangen. Wer Bescheid weiß, weiß nicht nur dass man nicht mehr konsumieren kann als man produziert (Leib und Magensatz aller Wirtschaftsexperten) sondern daß sich letztendlich die Nettotransferempfänger aus dem Kreise dieser joggenden und sich gesund ernährenden Mittelstandshänflinge und -hänfliginnen rekrutieren, die im Gegensatz zu ihrer Steuerbelastung keinerlei Bauch aufweisen.
    Hier gilt es anzusetzen und eben ohne Populismus neue Wege zu finden!

  • #5
    Christian S.

    „Geht aber nicht. Wurde rechtlich geklärt. Die Katze gehört formal niemanden, weil sie ein Freigänger.“

    Echt jetzt? Und wieso kann man dann Katzen kaufen? Verrückt. 🙂

  • #6
    Arnold Voß

    Wirklich lustig ist das mit den kommunalen Schulden leider nicht, Leute. Es werden noch Zeiten kommen, da werden uns dazu keine Witze mehr einfallen.

  • #7
    Christian S.

    Mir muss niemand erzählen, wie brutal die Kommunen verschuldet sind. Es ist auch völlig absurd, auf die angebliche Ausgabenlust der Kommunen im Allgemeinen einzuprügeln. Bund und Länder wälzen viel zu oft gesellschaftlich durchaus gewünschte Aufgaben an die Kommunen ab, die sich dann finanziell damit rumplagen müssen.

    Ich bin sehr dafür, den Kommunen mehr FInanzhoheit zu geben. Letztendlich wissen die kommunalen Entscheidungsträger weitaus besser, was gut für die Menschen vor Ort ist, als die Landes- oder Bundesregierung.

  • #8
    Puck

    Wenn ich das richtig in Erinnerung habe ist die Hundesteuer mal erfunden worden, um die Kosten der „Hinterlassenschaften“ von Schnuffi und Bello in Rechnung zu stellen. Und jeder, der schonmal in einen mitten auf dem Bürgersteig abgelegten Hundehaufen getreten ist, wird das begrüßen.
    Die Hinterlassenschaften von Miez und Mohrle werden mit dem Katzenstreu in der Mülltonne entsorgt, sind also schon mit der Müllgebühr abgeglichen. Und dabei sind die Verdienste von Miez und Mohrle bei der Bekämpfung von Mäusen und Ratten noch gar nicht mit eingerechnet…
    Andererseits sei aber faiererweise erwähnt, daß die Städte – Finanznot! – inzwischen die Pflege auf die Straße beschränken und die Bürgersteige den Bürgern überlassen, auch was die Reinhaltung betrifft, außerdem scheint die Höhe der Steuer sehr willkürlich fest gelegt, so daß in einer Stadt für einen Yorkshire-Terrier mehr bezahlt werden muß als für einen Berner Sennhund in einer anderen.
    Ferner werden mancherorts besonders hohe Steuern auf bestimmte Hunderassen erhoben, und wer schonmal arglos im Park mit einem Buch auf den Knien auf der Wiese gesessen hat und plötzlich gewahr wurde, daß ein Bull-Terrier auf einen zurennt während Herrchen oder Frauchen gefühlte 1000 m entfernt mit der Hundeleine winkt und ruft: „Der will nur spielen!“ wird auch das verstehen.
    Allerdings halten noch immer Schäferhunde den Spitzenplatz in der Beißstatistik.

    Also mit Logik hat das Ganze nichts mehr zu tun.

    Daß die Städte auf dem letzten Loch pfeifen ist bekannt. Schulgebäude zerbröseln, die Fußgängerzonen sehen sehr nach „Zone“ aus und Kultur ist anscheinend sowieso überflüssig.
    Aber dem kommt man nicht mit einer Katzensteuer bei (Oder Kanarienvogel-Steuer, Hamster-Steuer, Farbratten-Steuer, Meerschweinchen-Steuer…).

    Da ist Bürgersinn gefragt – auch von denen, die weder Katz noch Hund haben.
    Es wird zuweilen als Zeichen der allgemeinen Misere angesehen, wenn z. B. Bürger in Eigenarbeit die Schul- oder Kindergartenräume in ihrem Viertel anstreichen.
    Könnte man auch anders sehen: als Zeichen für Eigenverantwortung vielleicht, und um die werden wir in Zukunft nicht herum können.
    Und wenn wir gerade dabei sind, könnten wir vielleicht auch ein bißchen Guerilla-Gardening betreiben…

  • #9
    BesorgterBürger

    Muss da meinem Vorredner etwas widersprechen.

    Die Hundesteuer geht viel weiter zurück.. wurde mal von ’nem deutschen Kaiser als Luxussteuer eingeführt (wer sich nen Hund leisten kann, kann mir auch mehr Steuern zahlen).

    Der Hauptzweck der Hundesteuer ist heut auch nicht die Reinigung (gibt es eigentliche eine Stadt, die neben der üblichen Stadtreinigung eine Extra-Reinigung wegen Hundekot durchführt?), sondern die Regulierung. Man möchte durch die Hundesteuer die Population steuern, denn zu viele Hunde auf nen Fleck können durch die Verunreinigungen auch eine Belastung für die Umwelt darstellen.

    Das Problem ist aber auch, dass Hundebesitzer annehmen, sie zahlen Steuern für die Reinigung. Dadurch (und durch den Ekel) sinkt die Bereitschaft die Hinterlassenschaften einzutüten.

    Meiner Meinung nach wird auch korrekterweise auf andere Haustiere verwiesen. Katzen werden teilweise auch freilaufen gelassen und Hinterlassen ihre Geschäfte im Freien genau wie etwa Pferde.

    Aber man stelle sich vor, wie die Stadt solche Steuern kontrollieren wollte… besonders bei Katzen…

    Aber wo mein Vorredner Recht hat: es wird mehr ehrenamtliche Eigenverantwortung nötig sein. Denn ich glaub kaum, dass die Finanzlage der Kommunen sich so schnell bessern wird.

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