Freakshow: Die Resterampe des „Widerstands“ spazierte erneut in Duisburg

"Jesus der Herr über Deutschland" - Freakshow in Duisburg; Foto: Peter Ansmann
„Jesus der Herr über Deutschland“ – Freakshow in Duisburg; Foto: Peter Ansmann

Gestern trafen sich am Rathaus in Duisburg erneut Anhänger der Querdenkerbewegung um ihren Unmut gegen die Coronapolitik kundzutun. Die Teilnehmerzahl des bizarren Events war trotz des extrem schönen Wetters (nach Querdenkermaßstäben), im Vergleich zu den Spaziergängen der Vorwochen, deutlich reduziert.

Ca. 70 Spaziergänger fanden sich gegen 18.00 Uhr zu dem Event ein. Die zweite angemeldete  Demonstration der Coronagegner in Duisburg-Neudorf – in Duisburg sind die Querdenker zerstritten – wurde kurz zuvor auf Telegram abgesagt.

Alternative „Fakten“ bei „Duisburg steht auf“

In der Rede des Veranstalters wurde die geringe Teilnehmerzahl bedauert, auf die „gleichgeschalteten“ Medien geschimpft und eine Mitwirkung von Rechtsextremisten (Antisemitismus, NS-Relativierung und Sehnsucht nach einer “Corona Armee Fraktion”: Querdenker in Duisburg) und PEgIdA-Anhängern bei „Duisburg steht auf“ dementiert.

„Duisburg steht auf“-Gruppenmitglied Dennis „Der Entsorger“ S. – ehemaliger Administrator der Facebook-Community des PEgIdA-Ablegers in Duisburg (Hässliche Querdenker-Mutation eines PEgIdA-Ablegers: “Duisburg steht auf”), die im Dezember zur Community der Querdenker in Duisburg mutierte – unterstrich durch zustimmende Zwischenrufe und Klatschen diese Aussagen. Für großen Unmut und Buhrufe der Teilnehmer sorge die Erwähnung der Erklärung des Rates der Stadt Duisburg zu den Spaziergängern in Duisburg.

Für Erheiterung sorgte die Bekanntgabe der neuen Spaziergangsroute, weil die Mahnwache – organisiert von Die PARTEI Duisburg – und „die Antifa“ umsonst am Brückenplatz in Hochfeld wartet. Die gestrige Mahnwache wurde allerdings bereits am Montagnachmittag durch den Veranstalter abgesagt: Gegnerbeobachtung läuft bei der Gurkentruppe von „Duisburg steht auf“  offensichtlich auch nicht optimal.

Absage der Mahnwache durch Die PARTEI Duisburg; Screenshot
Absage der Mahnwache durch Die PARTEI Duisburg; Screenshot

Gegen 18.30 Uhr setzten sich Widerstandskämpfer – zwischenzeitlich war die Gruppe auf, grob geschätzt, etwas unter 100 Teilnehmer angewachsenen – Richtung Kasslerfeld in Bewegung. Begleitet von Polizei und Ordnungsamt, dessen Mitarbeiter zuvor Teilnehmer wegen fehlendem Mund-Nasen-Schutz ermahnt hatten. An diesem Punkt habe ich mich aus dem Event ausgeklinkt: Spektakuläres war an diesem Abend nicht mehr zu erwarten.

Fazit: Die Stimmung bei „Duisburg steht auf“ ist nicht die beste. Die Teilnehmerzahl sinkt seit Wochen kontinuierlich. Die Gruppe ist aufgrund einer 100%-Fake-News-Quote nicht ernst zu nehmen und wegen fehlendem Rückhalt in der Duisburger Bevölkerung komplett irrelevant.

Die nächsten Spaziergänge werde ich mir sparen.

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DocRock
DocRock
11 Monate zuvor

Großartige Headline 😉

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