Guerilla-Taktik gegen ThyssenKrupp-Umbau

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Die Betriebsräte von ThyssenKrupp wollen die Konzernführung in einer Guerilla-Taktik zum Einlenken bewegen. Bei den anstehenden Abstimmungen in den Aufsichtsräten des weit verzweigten Konzerns werde die Arbeitnehmerseite gegen die Vorschläge hinsichtlich der Neuausrichtung stimmen, verlautete aus Betriebsratskreisen.

 

Die Arbeitnehmer hatten daher am Freitag Proteste gegen den Konzernumbau angekündigt, sich über die weitere Vorgehensweise aber bedeckt gehalten. ThyssenKrupp will seine Struktur verschlanken und daher die fünf Sparten abschaffen. Die Entscheidungsgewalt soll im Konzernvorstand gebündelt werden. Der Aufsichtsrat der Holding will am 13. Mai über die Umstrukturierung entscheiden.

Dort und auch in den untergeordneten Aufsichtsräten werde nun gegen die neuen Pläne opponiert. Auch werde es weitere Proteste geben, heißt es. Einen Auftakt könnte es am Dienstag im Umfeld einer Betriebsräte-Versammlung von ThyssenKrupp Steel geben.

Verhindern können die Betriebsräte den Umbau mit ihrem „Nein“ bei den Abstimmungen zwar nicht, allerdings steigt der öffentliche Druck auf die Konzernführung um Schulz und Aufsichtsratschef Cromme.

Die Betriebsräte fühlen sich von Vorstandschef Ekkehard Schulz hintergangen. Dieser soll noch vor einigen Wochen zugesagt haben, dass auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet wird. Am vergangenen Donnerstag habe er diese Aussage zurückgezogen, teilten Betriebsrat und IG Metall mit.

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