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„Hände weg von unseren jüdischen Freunden“

Nach zwei Überfällen auf Juden in Berlin wird es am kommenden Samstag in Köln um 16.00 Uhr eine Demonstration unter dem Motto „Hände weg von unseren jüdischen Freunden“ geben. Hier der Aufruf:

Es ist Aufgabe von uns Nichtjuden, aufzustehen gegen Gewalt an unseren jüdischen Mitbürgern. Deshalb rufe ich zu einer Kundgebung in Köln auf. Lasst uns durch die Innenstadt ziehen. Während unsere jüdischen Mitbürger Shabat feiern, treten wir für ihre Rechte ein. Natürlich freuen wir uns auch, wenn Juden die keinen Shabbat feiern, mitlaufen. Weder Deutsche noch Migranten verprügeln unsere Freunde. Wir lassen das nicht zu. Juden sind Staatsbürger, wie wir. Bitte erscheint am Samstag, den 8. September zahlreich. Verbreitet den Aufruf, informiert Parteien, Verbände und Freunde. Bringt bitte Schilder mit. Ich bitte jeden für sich zu überlegen, da die Kippa ein Symbol der religiösen Juden ist, nicht für Nichtjuden, ob man auf sie verzichten sollte. Fremdenfeindliche oder rassistische Plakate sind natürlich nicht erlaubt. Auch die Kölner Muslime sind eingeladen. Wir treffen uns am Hauptbahnhof, Haupteingang.

 

Weitere Informationen auf Facebook und mehr zu dem Thema in der Jüdischen Allgemeinen.

 

 

 

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6 Kommentare zu “„Hände weg von unseren jüdischen Freunden“

  • #1
    Arnold Voß

    Gut, das auch die Kölner Muslime eingeladen worden sind. Ich bin gespannt wieviele kommen werden.

  • #2
    Ziga

    Traurig, traurig ! Ich find das ist eine richtige schlimme Entwicklung in Deutschland derzeit, wo man jetzt dringend eingreifen muss, bevor schlimmeres passiert:

    http://diepresse.com/home/panorama/religion/1287526/Berliner-Rabbi_In-manchen-Vierteln-regiert-der-Hass

    Ganz anders bei muslimischen Jugendlichen aus Neukölln oder Moabit, die verbal und jetzt auch physisch attackieren. Bei ihnen „bleiben Aufklärungskampagnen völlig wirkungslos“, weil sie „von salafistischen Hasspredigern oder Hisbollah-Sendern manipuliert und aufgehetzt werden“.

    Alter kann sich an keinen einzigen antisemitischen Konflikt in Kindheit oder Schule erinnern. Doch die Zeiten hätten sich geändert: „Verbale Attacken gehören heute zum Alltag aller Juden in Berlin.“ Gegen die „rohen und primitiven“ Beschimpfungen stumpfe er ab, „sonst wird du meschugge“.

  • #3
    Arnold Voss

    @ ZIGA

    Das Problem ist, dass solche Jugendliche, bzw. ihr Verhalten, in den besagten Vierteln nicht nur geduldet sondern partiell auch noch gefördert werden. Sonst wäre der Fall des Rabbiners nämlich schon längst aufgeklärt.

    Genauso ist es mit den antisemitischen Hasssendern. Sie werden eben nicht nur von den betreffenden Jugendlichen geschaut sondern in der Regel auch von deren Familien und Freunden.

    Ich kann nur hoffen, dass der friedfertige und moderat religiöse Teil der muslimischen Community langsam wach wird. Sonst wird das noch richtig heftig werden.

  • #4
    Andreas

    @ Arnold Voss

    du solltest erst mal die Ergebnisse der polizeilichen Ermittlungen abwarten, bevor die Hypothesen immer wilder werden, Zitat Arnold:

    „Das Problem ist, dass solche Jugendliche, bzw. ihr Verhalten, in den besagten Vierteln nicht nur geduldet sondern partiell auch noch gefördert werden. Sonst wäre der Fall des Rabbiners nämlich schon längst aufgeklärt.“

    Du lebst doch in Berlin, da sollte es dir leicht fallen, das „Viertel des Rabbiners“ kennenzulernen:

    Beckerstraße in Berlin-Friedenau

    Ich bin mal hingefahren, bürgerlicher geht’s kaum noch.

  • #5
  • #6
    Arnold Voss

    Ich habe meine Büro mitten im muslimischen Wedding. Ich weiß wovon ich rede. Und natürlich war mein Kommentar nicht auf den Stadtteil bezogen in dem der Rabbiner wohnt sondern auf die, die ZIGA in seinem Kommentar erwähnt hat.

    Der latente Antisemitismus in den muslimischen Communitys ist nach meiner Erfahrung größer als sich das die meisten Leute vorstellen können. Ich hoffe sehr, dass ich da vielleicht am Ende doch falsch liege. Aber ich befürchte, dass ich mit meinen „wilden“ Hypothesen recht behalte.

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