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Heilpraktiker:„Außerhalb der sonst im Gesundheitswesen geltenden Anforderungen an klar definierte fachliche Qualifikationen”


Keine andere Berufsgruppe im medizinischen Bereich ist umstritten wie Heilpraktiker. Im Oktober wird ein Gutachten vorschlagen, wie es mit ihnen weiter geht.

Die Ausbildungen im Gesundheitsbereich sind anspruchsvoll: Die Ausbildung zu Pflegekraftfach dauert drei Jahre, sie vermittelt Kenntnisse im medizinischen Bereich aber auch in Psychologie und Verwaltung. Weiter Spezialisierungen, zum Beispiel für die Tätigkeit bei Operationen oder in kardiologischen Stationen, kosten Zeit und Mühe.

Das Medizinstudium gehört zu den langwierigsten Ausbildungsgängen, die es gibt. Zwischen dem Beginn des Studiums und der Approbation, der Zulassung als Arzt, liegen mindestens sechs Jahre. Im Verhältnis zur Qualität und Länge der Ausbildung, sind die Gehälter in der Medizin oftmals eher mittelmäßig. Ein guter Job als Facharbeiter in der Industrie ist besser bezahlt als eine Tätigkeit ein der Pflege, Manager verdienen mehr als Ärzte. Und die Arbeitszeiten in Krankenhäusern, Schichten, Bereitschaftsdienste, gehören zu den unattraktivsten aller Berufsfelder.

Anders sieht es in der Welt der Heilpraktiker aus: Wer sich auf Homöopathie, Akkupunktur und schlackernde Shakren spezialisiert, darf zwar kranke Menschen behandeln, benötigt jedoch keine Ausbildung. Zur Heilpraktikerprüfung kann sich anmelden, wer einen Hauptschulabschluss hat, 25 Jahre alt und nicht vorbestraft ist. Die schriftliche Prüfung dauert zwei Stunden, besteht aus 60 Fragen im Multiple Choice Modus, von denen 45 richtig beantwortet werden müssen. Dem schließt sich eine mündliche Prüfung an, die man alleine oder in einer kleinen Gruppe hinter sich bringen muss – das wars.

Wenig überraschend, dass eine so niedrige Eintrittshürde in den Bereich medizinischer Berufe zwielichtige Gestalten anzieht, deren Wirken im schlimmsten Fall Menschenleben kostet. Drei Menschen starben, weil ein nordrhein-westfälischer Heilpraktiker sie experimentell behandelte. Eine klassische Chemotherapie hatten sie abgelehnt. Das Krefelder Landgericht sprach den Heilpraktiker im vergangenen Jahr aufgrund „schweren Verletzungen der Sorgfaltspflicht“ schuldig und verurteilte ihn zu einer Bewährungsstrafe.

Viele wurden jüngst erneut klar, welch obskure Gestalten als Heilpraktiker tätig sind, als eine Frau mit langen Wursthaaren auf der Demonstration der Corona-Leugner Ende August in Berlin zum Sturm auf den Bundestag aufrief. Die in der Eifel lebende Tamara K. steht den Reichbürgern nahe und gehört zu den Anhängern QAnon-Verschwörungstheorie, nach der demokratische Politiker in den USA von einer Pizzeria in Washington aus einen Menschenschmuggel- und Kindersexring leiten und ein „tiefer Staat“ versucht, die Arbeit von US-Präsident Donald Trump zu stören. Beruflich beschäftigte sie sich in ihrer Praxis mit Massage, Bachblüten und anthroposophische Medizin.

Dass die Qualifikation von Heilpraktikern ein Problem ist, hat auch die Bundesregierung erkannt. Im 2018 von CDU, CSU und SPD beschlossenen Koalitionsvertrag vereinbarten die drei Parteien „Im Sinne einer verstärkten Patientensicherheit wollen wir das Spektrum der heilpraktischen Behandlung überprüfen.“

Auf Anfrage der Jungle World sagte Karin Maag, die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion: „Zum Thema Heilpraktiker ist für uns als CDU/CDU-Bundestagsfraktion ganz wichtig: Die Existenzgrundlage der freien und selbstständigen Heilpraktiker muss gesichert bleiben, wenngleich wir eine Reformierung des Berufes, etwa in Bezug auf einheitliche Kriterien der Berufsausübung, anstreben.“

So sähe der Koalitionsvertrag eine Neujustierung der Aufgabenverteilung der Gesundheitsberufe vor. Im Sinne einer verstärkten Patientensicherheit solle dabei auch das Spektrum der heilpraktischen Behandlung überprüft werden. „Im Mittelpunkt steht für uns als Unionsfraktion nach wie vor eine konsequente Gesundheitsüberwachung und Aufsichtsbefugnis über Heilpraktiker.“

In Vorbereitung auf eine mögliche Novellierung des Berufes habe das Bundesgesundheitsministerium im Oktober 2019 ein Rechtsgutachten ausgeschrieben, um zu klären, ob und welchen rechtlichen Gestaltungsspielraum der Bundesgesetzgeber zur Stärkung der Patientensicherheit hätte. „Aktuell“, sagt Maag, „liegt dieses Gutachten noch nicht vor. Die Frist zur Vorlage des Gutachtens endet nach Angabe des Bundesgesundheitsministeriums am 31. Oktober. Auf dieser Grundlage wollen wir dann über die Möglichkeiten einer Reform des Heilpraktikerrechts diskutieren.“

Damit wird die Bundesrepublik an einem Sonderweg festhalten. Denn mit Ausnahme von Österreich und der Schweiz gibt es weltweit keine Heilpraktiker. „Die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung“, schreibt das Magazin medizindoc, „ist in seiner Form weltweit einzigartig.“  Der Beruf des Heilpraktikers wird, trotz zahlreicher Abkommen über Ausbildungen und Abschlüsse, von den anderen Staaten der Europäischen Union nicht anerkannt. Und so lasch wie in Deutschland geht es auch in Österreich und der Schweiz nicht zu: In der Schweiz ist nach einem Berichts des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags aus dem Jahr 2019, eine Ausbildung mit mehreren Modulen Pflicht, zu denen von Anfang an auch medizinische Kenntnisse gehören. Die Ausbildung darf nur an zugelassenen Schulen erfolgen.

„Die berufliche Tätigkeit als Heilpraktiker ist in Österreich durch einen umfassenden Arztvorbehalt in weiten Teilen eingeschränkt und unter Strafe gestellt“, stellt der Wissenschaftliche Dienst zur Lage der Heilpraktiker in Österreich fest. Heilpraktiker dürfen dort weder „Untersuchung auf das Vorliegen oder Nichtvorliegen von körperlichen und psychischen Krankheiten oder Störungen, von Behinderungen oder Missbildungen und Anomalien, die krankhafter Natur sind“ vornehmen noch solche Zustände behandeln. Die Vorbeugung von Erkrankungen ist ihnen ebenso verboten wie „die Verordnung von Heilmitteln, Heilbehelfen und medizinisch diagnostischen Hilfsmitteln.“

Im Bundestag werden indes sogar Stimmen laut, die Möglichkeiten der Heilpraktiker zu erweitern. So ist der sozialpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Krauß, ein Freund der Alternativmedizin. Nach dem Besuch einer Heilpraktikerin beklagte er, die Branche stehe im Schatten der öffentlichen Aufmerksamkeit: „Zu Unrecht, denn immerhin besuchen 130.000 Menschen täglich in Deutschland einen Heilpraktiker.” Krauß setzt sich für ein gutes Miteinander von Alternativ und Schulmedizin und übernahm damit schon sprachlich die Haltung der Heilpraktiker: Es gibt keine zwei Arten von Medizin, sondern nur eine Wissenschaft mit diesem Namen. Kurz darauf forderte er, das bestehende Kooperationsverbot zwischen Ärzten und Heilpraktikern aufzuheben. Die Ärzte halten nichts von dieser Idee. Dem Tagesspiegel sagte Klaus Reinhardt, der Präsident der Bundesärztekammer im August: „Die Menschen in unserem Land müssen sich darauf verlassen können, dass der Staat bei seinen Regelungen zur Ausübung von Heilkunde der Sicherheit von Patientinnen und Patienten höchste Priorität einräumt.“ „Damit sei das fast unbegrenzte Spektrum der zulässigen Betätigung von Heilpraktikern in nicht vereinbar. Das Heilpraktikerwesen stehe „außerhalb der sonst im Gesundheitswesen geltenden Anforderungen an klar definierte fachliche Qualifikationen auf der Basis fundierter Standards“.

Der Artikel erschien in einer ähnlichen Version bereits in der Jungle World

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8 Kommentare zu “Heilpraktiker:„Außerhalb der sonst im Gesundheitswesen geltenden Anforderungen an klar definierte fachliche Qualifikationen”

  • #1
    thomas weigle

    Was ist das denn für eine Argumentation? "130.000 Deutsche suchen täglich einen Heilpraktiker auf." Mit dieser Argumentation sollte man sofort das Cannabis-und andere Rauschgiftverbote aufheben. Von der Aufhebung der Einschränkungen für Raucher gar nicht zu reden. Offensichtlich braucht es dringend eine IQ-Prüfung für MdBs…In der Union ist wahrlich für noch so schlichte Krummdenker an verantwortlicher Stelle Platz.

  • #2
    Bernd Overwien

    Pseudomedizin sagt Buchautorin Dr. Natalie Grams, die sich um Orientierung im Dschungel medizinischer Halbwahrheiten bemüht. "Wer an der Schulmedizin zweifelt, muss dieses Buch lesen", sagt Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim (Titel: "Was wirklich hilft ") . Ich denke es ist bekannt: Natalie Grams ist eine deutsche Ärztin und Autorin. Sie wurde aufgrund ihres 2015 erschienenen homöopathiekritischen Buchs "Homöopathie neu gedacht – Was Patienten wirklich hilft " bundesweit bekannt, insbesondere, weil sie bis dahin praktizierende Homöopathin gewesen war.

  • #3
    K-P Zillmann

    Guten Tag, Herr Laurin,

    wäre ich Lehrer an der Henri-Nannen-Schule, käme mir Ihr Artikel sehr gelegen, um meine Studenten untersuchen zu lassen, was der Unterschied zwischen Journalismus und … sagen wir mal: "Ihrer Bemühung" ist.

    Das fängt mit Ihrem 1. Pseudo-Vergleich an. Auf der einen Seite beschreiben Sie, wie lange ein Medizinstudium dauert. Dem stellen Sie gegenüber, wie lange einer HP-Prüfung dauert. Redlicher wäre ein Vergleich der verschiedenen Ausbildungsdauern gewesen; oder ein Vergleich der verschiedenen Prüfungsdauern, was die Absurdität Ihrer "Beweisführung" vollends deutlich gemacht hätte.

    Der nächste unredliche Pseudovergleich ist der bezüglich der Zugangsvorraussetzungen für die Prüfung als HP einerseits, und die die Vorraussetzungen für das Bestehen der Arztzulassung andererseits. Wieder zwei völlig verschiedene Sachverhalte. Redlich wäre es gewesen, entweder die Vorraussetzungen für eine staatliche Anerkennung oder aber die Vorraussetzungen für eine Zulassung zur Prüfung zu vergleichen. Dafür hätte Sie aber recherchieren müssen … Eine glatte Falschaussage ist ihre Behauptung, als Heilpraktiker benötige man keine Ausbildung. Tatsache: ohne medizinische Ausbildung kann kein HP-Anwärter die Überprüfung bestehen, denn es wird das medizinische Wissen des 2. Staatsexamens abgefragt. Probieren Sie doch mal aus, wie lange Sie brauchen würden, um das zu lernen …
    Darüber hinaus muß auch noch, um erfolgreich arbeiten zu können, das Fachwissen der HP gelernt werden, analog zu dem Fachwissen der Fachärzte. Tatsächlich ist es so, daß die HP-Fachverbände seit langem darum bemüht sind, eigene Prüfungsstandards zu definieren, da der Staat sich darum – leider, auf Wunsch der Ärzteverbände – nicht kümmern will. Denn das würde ja eine Aufwertung und Anerkennung ihrer Heilweisen bedeuten.
    Im Übrigen: es wird immer wieder von praktizieren Ärzten berichtet, die sich spaßeshalber zur HP-Prüfung angemeldet haben – und dann durchgefallen sind.

    Dritte Unredlichkeit: sie "beweisen" die Gefährlichkeit des ganzen Berufsstandes, indem Sie ein Beispiel für das aufführen, was unter Ärzten als "Kunstfehler" gilt. Und als weiteres Beispiel beschreiben sie eine Frau mit langen Wursthaaren, die die Thesen der "Q-Anon-Bewegung" vertritt. So sind sie, die Heilpraktiker, sagen Sie damit, und machen sich an dieser Stelle nicht mal mehr die Mühe eines manipulativen Pseudo-Vergleichs. Redlich wäre nun ein Vergleich mit den Erkrankungen und Todesfällen durch ärztliche Fehlbehandlungen gewesen. Man muß nicht gleich auf J. Mengele verweisen, um daran zu erinnern, daß eine Approbation als Arzt weder eine humane politische Gesinnung des Arztes noch die Gesundung des Patienten garantiert. Es genügt, an tausende unnötige Infektionen mit multiresistenten Keimen in den Krankenhäusern zu erinnern, oder an die ungezählten Gerichtsverfahren wegen ärztlicher "Kunstfehler", oder daran, daß man vor jeder OP unterschreiben muß, daß man das Krankenhaus nicht wegen irgendwelcher "fehlgeschlagener Eingriffe" zur Verantwortung ziehen wird. Seit Jahrzehnten wird die Verantwortungslosigkeit und Geldgier der Medizin- und Pharmakonzerne weltweit bewiesen und beklagt. Und die geht immer zu Lasten der Patienten-Gesundheit.

    Nun könnte ich noch über die nach gängigem wissenschaftlichem Standard bewiesene hohe Wirksamkeit von Homöopathie sprechen, ganz aktuell zur Behandlung von Covid-19, aber das würde Sie sowieso nicht interessieren. Dazu müssten Sie schon Journalist sein.

    MfG
    K-P Zillmann

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  • #5
    Psychologe

    Herr Zillmann, was stimmt denn nicht an der Aussage, dass es zum Heilpraktiker keiner Ausbildung bedarf? Anders als bei Medizinern ist die Ausbildung eine Kann-, keine Muss-Geschichte. Die Tatsache, dass zahlreiche Ausbildungsstätten Vorbereitungskurse anbieten, ist eher auf kommerzielle Gründe zurückzuführen. Letztlich unterscheiden sind die Zielsetzungen beider Zugänge zu den heilenden Berufen unterschiedlich: Das Medizinstudium vermittelt umfangreiche Kenntnisse, mittels derer früher oder später die eigenverantwortliche Heiltätigkeit ausgeübt werden darf. Der Heilpraktiker weist lediglich nach, keinen Schaden für die Volksgesundheit darzustellen. In der Ausübung dieser Tätigkeit gibt es keine einheitlichen Standards oder auch nur Lehrmeinungen, und noch weniger müssen Vorgehensweisen den wissenschaftlichen Standards entsprechen, die in der Medizin üblich sind. Ich kannte einen Heilpraktiker, der, im Endeffekt, Rindenmulch als Tee verkauft hat (oder als Badezusatz. Wer weiß das schon so genau) oder Nadeln mit rauchenden Klümpchen ("Moxibustion") in die Haut rammte.
    In diesem Zusammenhang kann man auch einen anderen Irrtum Ihrer Argumentation aufdecken: Wenn Sie von ärztlichen Kunstfehlern sprechen, so sprechen wir dort von Unfällen. In vielen Fällen können wir bei Verfehlungen von Heilpraktikern kaum von Unfällen sprechen. Vielmehr hat das unwissenschaftliche Rumwurschteln so einiger Zeitgenossen System.
    Aber ich bin noch ganz auf die "hohe Wirksamkeit der Homöopathie gegen Covid-19" gespannt. Paper bitte.

  • #6
    Torsten Schmidtke

    Danke Herr Zilmann. Ihr Kommentar ist sehr wichtig und sollte unbedingt gelesen werden von den HP Skeptikern. Ich verdanke den Heilpraktikern sehr viel und bin heilfroh das es viele Gute gibt mit sehr guter Ausbildung, Fachwissen und vor allem Zeit und Emphatie. Grüsse Torsten Schmidtke

  • #7
    K-P Zillmann

    Guten Tag, Herr "Psychologe"!

    Wenn Sie auch ein solcher sein sollten, müssten Sie die Wirkung der "Schwarzen Rhetorik" kennen, nicht wahr? Sie wenden die selbe Methode wie Hr. Laurin an, nämlich den unmöglichen (oder Schein-) Vergleich. Sie "vergleichen" auf der einen Seite die Inhalte einer (Arzt-) Ausbildung mit andererseits der Finanzierung einer (HP-) Ausbildung, und kommen zum Wunschergebnis, daß das eine gut und das andere schlecht ist. Redlich wäre es gewesen, die Ausbildungsinhalte miteinander und die Finanzierungen miteinander zu vergleichen.
    Des Weiteren: HP-Ausbildungen seien "eher auf kommerzielle Gründe zurückzuführen", behaupten sie ohne irgendeinen Beleg, und behaupten damit implizit einen Gegensatz zur ärztlichen Ausbildung. Erzählen sie den Krankenkassen mal, unser etabliertes westliche Gesundheitswesen verfolge keine kommerziellen Interessen … damit würden sie sicher viele Lacher provozieren. —

    Ist nur das "wissenschaftlich", was westlichen akademischen Standards entspricht?
    Es muß in den 1980ern gewesen sein, als die überaus gesundheitsfördernde Wirkung von Knoblauch wissenschaftlich bewiesen wurde. Aber schon die alten Pharaonen verordnet ihren Bauarbeitern große Mengen Knoblauch zur Abwehr bestimmter Krankheiten. Diese ahnungslosen Stümper damals, und die wissenden Könner heute? Aufgrund des selben Wissens?
    Sie sprechen so verächtlich vom verordneten "Rindenmulch". BAYER wurde mit sowas reich und mächtig (Rinde der Silberweide = Salix sp. –> Salicylsäure –> Aspirin). Auch Zimt ist mit seiner nachgewiesenen pharmazeutischen Wirkung letztlich "Rindenmulch".
    Die Pharmakonzerne schicken seit Jahrzehnten ihre Fachleute in die Urwälder (bevor die endgültig gerodet oder verbrannt wurden), um deren aussterbenden Bewohnern noch schnell ihr medizinisches Wissen und Können zu stehlen, und das dann bei uns als eigene Forschungsergebnisse patentieren zu lassen. Das Jahrtausende alte Erfahrungswissen gilt als unwissenschaftlich, solange es den "Primitiven" gehört und von ihnen verschenkt wird, und gilt als wissenschaftlich, sobald es von weißen Kitteln teuer verkauft wird?

    Diese Gier nach Geld und Ansehen macht arrogant, destruktiv und blind für die Tatsachen und Zusammenhänge des Lebens. Sie sind offenbar nicht mal in der Lage, sich auf meinen einfachen Text einzulassen, und nennen sich Psychologe? Wie gehen Sie dann erst mit Menschen um?

    Es gibt unter Heilpraktikern und Ärzten gute und schlechte. Auch unter ihren Methoden gibt es gute und schlechte. Letztlich gilt: wer heilt, hat Recht. "Kunstfehler" ist ein bei Ärzten gebräuchlicher Begriff. "Unfall" ist genau so ein Euphemismus in Anbetracht der gigantischen Zahl von Leidenden und Toten, die Opfer unseres profitorientierten Gesundheitssystems geworden sind. Unnötige OPs und minderwertige Implantate, viel zu frühe und zu lange maschinelle Beatmung, süchtig machende Opioide, Multiresistente Keime, usw usw … all das, weil es mehr Geld einbringt bzw. Kosten spart.

    Lassen Sie sich doch mal Fakten ein, Herr "Psychologe".

    Wenn sie wirklich an Homöopathie gegen CoVid-19 interessiert sind, schauen Sie sich doch mal die placebo-kontrollierte Studie von Prof. Dr. Pradeep Kumar an 100 Patienten im allopathischen Krankenhaus "F.H. Medical College" in Agra an. Sie wurde im Juni dieses Jahres während eines Kongresses vorgestellt. Das getestete Mittel heißt Bryonia alba.
    Aber wenn ich so Ihre "Beweis"-führung anschaue, darf ich wohl vermuten, daß Ihnen alleine der Name des Arztes schon Beleg dafür ist, daß an der Studie nichts dran sein kann.

    Auch Ihre weiteren "Argumente" habe ich eigentlich schon in meinem 1. Beitrag widerlegt.

    MfG
    K-P Zillmann

  • #8
    Ephemerix

    So so, die Heilpraktiker-Prüfung ist also vergleichbar mit dem 2. medizinischen Staatsexamen…? Hmmm, vergleichen wir doch mal:

    https://www.impp.de/pruefungen/medizin/beispielaufgaben.html

    https://www.kreawi.de/heilpraktikerpruefung-maerz-2020-0

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